Materialmappe Die kleine Hexe - Stadttheater Bremerhaven · PDF file 2014. 11....

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  • DIE KLEINE HEXE Familienstück von Otfried Preußler

    ab 6 Jahren

    Gemalt von: Maha Karaagin, 9 Jahre

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    INHALTSVERZEICHNIS

    Besetzung 3 HINTERGRUNDINFORMATION Zum Autoren Otfried Preußler 4 Tod eines Geschichtenerzählers 5 Warum „Die kleine Hexe“ entstand 6 Die Kleine Hexe – Handlung 8 Geschichten- bzw. Szenenabfolge von „Die kleine Hexe“ 10 Interview mit Joachim von Burchard – Regie bei „Die kleine Hexe“ 11 Begriffe aus der Hexenmythologie 12 Märchen und Sagen aus der Hexenmythologie im Harz 13 PRAKTISCHE ANREGUNGEN FÜR DIE VOR- UND NACHBEREITUNG IM UNTERRICHT

    Theaterpraktischer Workshop (90 Min.) zur Vorbereitung auf den Theaterbesuch zu „Die kleine Hexe“ 16 Übung 1: „Hexentanz auf dem Blocksberg“ 16 Übung 2: „Klatschkreis mit Zauberimpulsen“ 16 Übung 3: „Besentanz“ 17 Übung 4: „Hexenzauber- Geräusche-Maschine“ 18 Übung 5: „Hexen-Hörspiel“ 19 Übung 6: „Abenteuergeschichte zu „Die kleine Hexe“ 20 Gespräch 1: Welche Figuren gibt es in „Die kleine Hexe“ und worum geht es? 21 Übung 7: „Wie bewegen sich die Figuren in „Die kleine Hexe“? 22 Übung 8: „Zauberspiegel“ 22 Übung 9: „Au-Ja-Zauberei“ 23 Übung 10: „Hexen-Fotos“ 23 Übung 11: „Figurenverhältnisse verbessern und verschlechtern“ 24 Gespräch 2: Abschließende Fragen klären 24 Nachbereitung des Theaterbesuchs zu „Die kleine Hexe“ 25 Übung 1: „Die kleine Hexe-Ein-Wort-Nacherzählung“ 25 Übung 2: „Der Hexentanz der kleinen Hexe“ 26 Schreibaufgabe: „Zaubersprüche erfinden“ 26 Bastelaufgabe: „Bastele dir deinen eigenen Abraxas“ 28 „Hexenrätsel“ 29

    Redaktion: Indra Schiller / JUP! Stadttheater Bremerhaven / Theodor-Heuss - Platz / 27568

    Bremerhaven / [email protected] / 0471 – 48 206 269/272

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    „DIE KLEINE HEXE“ - PREMIERE: 20. NOVEMBER 2014 BESETZUNG Die kleine Hexe.……………………………………..…………………………………………… Christine Karall Abraxas/ Musiker……………………………………………...…………………………………………Jan Exner Rumpumpel, Holzweib, Obsthändler, Hauptmann, Junge……………….…………………..….Marc Vinzing Oberhexe, Holzweib, Würstelmann, Schneemann, Menschenfresser……………….…… Christoph Finger Knusperhexe, Herr Pfefferkorn, Förster, Billige Jakob, Schütze, Fastnachtshexe……….Christian Neuhof Kräuterhexe, Blumenmädchen, Vroni…………………………………………...…………………Kika Schmitz Sumpfhexe, Holzweib, Fischverkäufer, Maronimann, Schütze, Junge, Indianer…...………Harald Horváth Inszenierung…………………………………………………………...……….….………Joachim von Burchard Bühne / Kostüme………………………………………………………………….……..….……Jeannine Simon Musikkomposition…………………………………………………………...…………..………………Jan Exner Dramaturgie.…………………………………………………………...………….………………...Tanja Spinger Theaterpädagogik…………………………………………………….…………..………………….Indra Schiller Regieassistenz…………………………………………………....…………Elisabeth Zumpe/ Sandy Gleißner Inspizienz………………………………………………………………..…………………………..Dayen Tuskan

    Dauer: ca. 70 Minuten Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH, Hamburg

    Hinweis: Im Sinne einer besseren Lesbarkeit der Texte wurde von uns entweder die männliche oder weibliche Form von personenbezogenen Hauptwörtern gewählt. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung des jeweils anderen Geschlechts. Frauen und Männer mögen sich von den Inhalten unserer Materialmappe gleichermaßen angesprochen fühlen. Fotos: Probenfotos von Heiko Sandelmann

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    HINTERGRUNDINFORMATIONEN

    zusammengestellt von Indra Schiller

    ZUM AUTOREN OTFRIED PREUßLER

    Porträt

    Otfried Preußler erblickt am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg das Licht der Welt. Zu

    seinen Vorfahren im Vorland des Iser- und Riesengebirges zählen neben Glasmachern und Kleinbauern

    auch ländliche Handwerker, ein paar Kupferstecher und in der weiteren Verwandtschaft zwei Zauberer.

    Seine Eltern sind beide Lehrer, sein Vater nebenbei Heimatforscher. Schon von klein auf holt er sich

    aus der großen Bibliothek der Familie viele Anregungen.

    Prägend wirken auch die volkstümlichen Geschichtenerzähler, allen voran seine Großmutter Dora, die

    über einen unerschöpflichen Fundus verfügt." Das Geschichtenbuch meiner Großmutter, das es in

    Wirklichkeit überhaupt nicht gegeben hat, ist das wichtigste aller Bücher für mich, mit denen ich je im

    Leben Bekanntschaft gemacht habe." Aus der böhmischen Heimat schöpft Otfried Preußler

    seine Erzählstoffe. Als kleiner Junge ist er oft mit seinem Vater unterwegs, der die Sagen des

    böhmischen Isergebirges zusammenträgt.

    Mit ihm sitzt er abends beim Schein der Petroleumlampe in den Stuben der Leute, lauscht ihren

    Geschichten von Zauberern, Raubschützen, Hexen, Wassermännern und Gespenstern.

    Otfried Preußler und das Kindertheater

    Schon früh hat Otfried Preußler sich auch als Bühnenautor betätigt. Fast alle Theaterfassungen seiner

    Bücher hat er selbst geschrieben. Keine Kinderbühne im deutschsprachigen Raum, auf der seine

    Stücke nicht begeistert aufgenommen wurden.

    Otfried Preußler gestaltet seine Bühnenfassungen möglichst einfach, mit klaren Handlungsabläufen und

    einer Sprache, die leicht begreifbar ist. Er will sein Publikum unterhalten, will es zum Lachen bringen

    und ihm die Möglichkeit bieten, sich verzaubern zu lassen, es in eine andere Welt zu entführen.

    Bereits in der Anlage seiner Bühnenfassungen spiegelt sich der Grundsatz wider, dass einfache Kinder-

    stücke sich am besten auch einfacher Mittel bedienen. Denn je reduzierter sie sind, desto stärker wird

    die Phantasie der Kinder geweckt und gefordert.

    Die Kindertheaterstücke von Otfried Preußler gehören heute zu den meist gespieltesten auf

    deutschsprachigen Bühnen. Weit über 2 Millionen Besucher haben seine Stücke in den letzten drei

    Jahrzehnten im Theater gesehen – im Schultheater wie auch auf renommierten Großstadtbühnen.

    Allein „Die kleine Hexe“ und „Der Räuber Hotzenplotz“ verzeichnen 2008 rund 200 verschiedene In-

    szenierungen.

    Quelle.: http://www.preussler.de/index1.htm

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    TOD EINES GESCHICHTENERZÄHLERS 20. Februar 2013: Nachruf auf Otfried Preußler von Violetta Simon und Oliver Das Gupta

    Für viele waren das kleine Gespenst und Räuber Hotzenplotz der erste Kontakt zur Literatur. Dass Otfried Preußler seine Leser ernst nahm, war wohl das größte Geheimnis seines Erfolgs. Am Montag ist der Kinderbuchautor im Alter von 89 Jahren gestorben. Er war eigentlich Lehrer, und dennoch — oder gerade deshalb — erkannte er eines schon früh: Kinder wollen keine Lehrstücke. Und so gab der Schriftsteller Otfried Preußler seinem Publikum, was es wirk- lich wollte: "Geschichten, die der Phantasie Nahrung geben und ihnen auf dem Weg der Poesie helfen, mit mancherlei Ängsten besser fertig zu werden." (…) Es war diese Bereitschaft, Kinder bedingungslos ernst zu nehmen, die Preußlers Werken einen generationenübergreifenden Erfolg bescheren sollte. (…) "Eine herrlich unbeschwerte Zeit" sei seine Jugend gewesen, schreibt Preußler Jahrzehnte später. Nachzulesen ist darüber im Buch "Ich bin ein Geschichtenerzähler", bestehend aus ausdrucksstarken autobiografischen Skizzen. (…) Nach dem Abitur 1942 zieht die Wehrmacht Preußler ein. Zwei Jahre später muss der junge Leutnant nach Rumänien (…). Preußler kommt unverletzt in Gefangenschaft, doch die nächsten fünf Jahre verbringt er hinter Stacheldraht (…). 1949 lassen die Sowjets Preußler frei. (…) Preußler absolviert eine Ausbildung zum Volksschullehrer. Wenn die Kinder unruhig werden, erzählt Preußler Geschichten. Er merkt: Das kommt an. Das kann er. Und "dass sie Geschichten offenbar brauchen". Während seiner Ausbildung jobbt Preußler nebenher als Journalist und schreibt Theater für Laientruppen, fertigt kleine Hörspiele. Er beginnt wieder zu schreiben und setzt dort an, wo er aufgehört hatte: "Ich erzählte die in der Kindheit angesponnenen Geschichten zu Ende." Es waren Erlebnisse und Erinnerungen, nicht selten angereichert durch Elemente aus slawischen Erzählungen oder deutschen Sagen. 1956 entwickelt er eine Geschichte seiner böhmischen Kindheit weiter und schickt das Manuskript an einen Verlag: "Der kleine Wassermann". Im Folgejahr gewinnt er damit den Deutschen Jugendbuchpreis. (…) Es folgen "Räuber Hotzenplotz" und "Die kleine Hexe", die zu den meistgespielten Stücken des Kinder- theaters und nach wie vor zu den Dauerhits unter den Tonträgern für Ki