Merkblatt Einbauteile bei Dachdeckungen - … · Deutsches Dachdeckerhandwerk – Regelwerk –...

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Deutsches Dachdeckerhandwerk Regelwerk Merkblatt Einbauteile bei Dachdeckungen Aufgestellt und herausgegeben vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik e. V. Entwurf zum Weißdruck Dezember 2012
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  • Deutsches Dachdeckerhandwerk

    Regelwerk

    Merkblatt

    Einbauteile bei Dachdeckungen

    Aufgestellt und herausgegeben vom

    Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks

    Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik e. V.

    Entwurf zum Weidruck

    Dezember 2012

  • Vorgnger

    Merkblatt Einbauteile bei Dachdeckungen September 2000

  • Inhaltsverzeichnis

    Vorgnger

    1 Allgemeines

    1.1 Geltungsbereich

    1.2 Begriffe

    1.2.1 Dachfenster

    1.2.2 Dachflchenfenster

    1.2.3 Rohrdurchfhrungen

    1.2.4 Fertiggauben

    1.2.5

    1.2.6

    1.2.7

    1.2.8

    1.2.9

    1.2.10

    1.2.11

    1.2.12

    1.2.13

    1.2.1

    Ausstiege

    Sicherheitsdachhaken

    Schneeschutzsysteme

    Halterungen und Sttzen

    Einrichtungen zum Betreten des Daches (Verkehrswege)

    Rettungswege

    Belichtungssysteme

    Indachanlage

    Wasserdichter Anschluss

    Regensicherer Anschluss

    2

    2.1 Anforderungen

    Erhhte Anforderungen

    2.2 Anschlsse

    2.3 Wrmeschutz

    2.4 Luftdichtheit

    2.5 Dampfsperre

    2.6 Schallschutz

    2.7 Brandschutz

    2.8 Standsicherheit

    2.9 Belichtung

    2.10 Einbauhhe von Dachflchenfenstern und Fertiggauben

    2.11 Sommerlicher Wrmeschutz

    3 Ausfhrung

    3.1 Dachfenster

    3.1.1 Anschluss an eine Unterspannung

    3.1.2 Anschluss an eine Unterdeckung

    3.1.3 Anschluss an ein Unterdach

    3.1.4 Anschluss an die Dachdeckung

    3.2 Dachflchenfenster

    3.2.1 Anschluss an die Innenbekleidung

    3.2.2 Anschluss an die Luftdichtheitsschicht

    3.2.3 Anschluss an die Dampfsperre

    3.2.4 Anschluss an die Wrmedmmung

    3.2.5 Anschluss an eine Unterspannung

    3.2.6 Anschluss an eine Unterdeckung

    3.2.7 Anschluss an ein regensicheres Unterdach

    3.2.8 Anschluss an ein wasserdichtes Unterdach

    3.2.9 Anschluss an die Dachdeckung

    3.2.10 Belftete Dcher

    3.2.11 Einbau in flach geneigte Dachdeckungen

    3.3 Rohrdurchfhrungen 3.3.1 Anschluss an die Dampfsperre und Luftdichtheitsschicht

    3.3.2 Anschluss an die Wrmedmmung

    3.3.3 Anschluss an die Unterspannung und Unterdeckung

    3.3.4 Anschluss an das Unterdach

    3.3.5 Anschluss an die Dachdeckung

    3.4 Fertiggauben 3.4.1 Anschluss an die Innenbekleidung

    3.4.2 Anschluss an die Luftdichtheitsschicht

    3.4.3 Anschluss an die Dampfsperre

    3.4.4 Anschluss an die Wrmedmmung

    3.4.5 Anschluss an eine Unterspannung

  • 3.4.6 Anschluss an eine Unterdeckung

    3.4.7 Anschluss an ein regensicheres Unterdach

    3.4.8 Anschluss an ein wasserdichtes Unterdach

    3.4.9 Anschluss an die Dachdeckung

    3.4.10

    3.5

    3.6

    3.7

    3.8

    3.9

    3.10

    3.11

    Belftete Dcher

    Sicherheitsdachhaken

    Schneeschutzsysteme

    Halterungen und Sttzen

    Einrichtungen zum Betreten des Daches (Verkehrswege)

    Rettungswege

    Belichtungssysteme

    Indachanlagen

    4 Besondere Anforderungen bei nachtrglichem Einbau

    4.1 Nachtrglicher Einbau

    4.2

    5

    Dachgeschossausbau

    Korrosionsschutz

    6 Pflege und Wartung

    Anhang I

    Detailskizzen

    Verzeichnis der Abbildungen

    Anhang II

    Technische Hinweise

  • 1 Allgemeines

    1.1 Geltungsbereich

    Das Merkblatt gilt fr die Planung und den Einbau von Einbauteilen in Dachdeckungen und deren Anschluss an die

    zugehrigen Funktionsschichten. Das Merkblatt gilt fr folgende Einbauteile:

    - Dachfenster,

    - Dachflchenfenster,

    - Rohrdurchfhrungen,

    - Fertiggauben,

    - Ausstiege-Sicherheitsdachhaken

    -Schneeschutzsysteme

    -Halterungen und Sttzen, z.B.: Halterungen fr Solaranlagen, Halterungen fr ueren Blitzschutz

    -Einrichtungen zum Betreten des Daches (Verkehrswege)

    -Rettungswege

    -Belichtungssysteme

    -Indachanlage

    1.2 Begriffe

    1.2.1 Dachfenster

    Dachfenster sind ungedmmte, regensichere Fenster. Sie dienen der Belichtung und Belftung und dem Ausstieg fr

    Wartungsarbeiten an Dachflchen und Kaminanlagen bei nicht ausgebauten Dachgeschossen.

    1.2.2 Dachflchenfenster

    Dachflchenfenster sind schall- und wrmegedmmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie dienen der Belichtung und

    Belftung bei ausgebauten Dachgeschossen. Sie mssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen und sind

    CE-Kennzeichnungspflichtig. Dachflchenfenster mssen aufgrund der erhhten Anforderungen auf ihre

    Schlagregensicherheit geprft sein.

    1.2.3 Rohrdurchfhrungen

    Rohrdurchfhrungen sind Bauteile oder Elemente in Dachdeckungen fr haustechnische Anlagen, Solaranlagen oder

    Lftungsanlagen.

    1.2.4 Fertiggauben

    Fertiggauben sind industriell vorgefertigte Gauben, z. B. aus Holz, Kunststoffen oder Metall mit

    Anschlusselementen und Bekleidungen.

    1.2.5 Ausstiege

    Ausstiege sind industriell vorgefertigte Elemente als Ausgang oder zu Fluchtwegen. Sie knnen mit ihren

    Anforderungen von der Bauaufsicht gefordert werden. Dachflchenfenster und Fertiggauben knnen bei Einhaltung

    dieser Anforderungen als Notausstieg dienen.

    1.2.6 Sicherheitsdachhaken

    Sicherheitsdachhaken sind Bauprodukte, die auf einer geneigten Dachflche angeordnet sind und der Sicherheit von

    Personen sowie der Befestigung von Schutzausrstung, Dachdecker-Auflegeleitern und Dachdeckersthlen dienen. Die BGR 203 ist zu beachten.

    1.2.7 Schneeschutzsysteme

    Schneeschutzsysteme bestehen aus Schneehaltesystemen und Schneefangsystemen einzeln oder in Kombination.

    Schneeschutzsysteme sind Bauteile und /oder Anlagen, die zum Schutz vor Schden durch Abrutschen von Eis

    und/oder Schnee auf geneigten Dachflchen angeordnet werden.

    a) Schneehaltesysteme werden in die Dachflche in unterschiedlichen Rastern auf oder durch die Dachdeckung

    eingebaut und bewirken einen hheren flchigen Widerstand gegen Abrutschen von Schnee und Eis als die

    Dachdeckung.

    b) Schneefangsysteme sind Vorrichtungen, die linienfrmig in einer oder mehreren Reihen senkrecht zur

    Dachneigung eingebaut werden, um das Herabfallen von Schnee und Eis von der Dachflche zu verhindern.

    1.2.8 Halterungen und Sttzen

    Halterungen und Sttzen sind Einbauteile, die die zu erwartenden stndigen und vernderlichen Lasten sicher in die

    Dachkonstruktion einleiten.

    1.2.9Einrichtungen zum Betreten des Daches ( Verkehrswege)

  • Einrichtungen zum Betreten des Daches bestehen aus einer betretbaren oder begehbaren Plattform und einer oder

    mehreren Sttzkonstruktionen, die mit den zugehrigen Befestigungsmitteln mit tragenden Teilen des Daches

    verbunden wird.

    1.2.10 Rettungswege

    Rettungswege sind Zugangsmglichkeiten fr Rettungskrfte zum Zweck der Brandbekmpfung bzw. Rettung

    und/oder Bergung von Mensch und Tier. Bei Planung und Montage sind die Anforderungen der Landesbauordnung

    und der rtlichen Feuerwehr einzuhalten.

    1.2.11 Belichtungssysteme

    Belichtungssysteme leiten das Tageslicht direkt oder durch Anwendung von Lichtleittechnik in das Gebudeinnere.

    1.2.12 Indachanlage

    Anlage, z.B. zur Energiegewinnung, die wie Einbauteile in die Dachdeckung eingebaut und regensicher an diese

    angeschlossen wird.

    1.2.13 Wasserdichter Anschluss

    Anschluss aus wasserdichten Werkstoffen, z.B. Bitumen-, Kunststoffdachbahnen oder Flssigkunststoffen

    entsprechend den ZVDH-Produktdatenblttern mit wasserdichter und werkstoffgerechter Fgetechnik.

    1.2.14 Regensicherer Anschluss

    Anschluss aus mindestens ausreichend wasserundurchlssigen Bahnen, z.B. Unterdeck- und Unterspannbahnen

    entsprechend den ZVDH-Produktdatenblttern oder aus mindestens ausreichend wasserundurchlssigen

    Werkstoffen, und werkstoffgerechter Fgetechnik

    2. Anforderungen

    2.1 Erhhte Anforderungen

    Einbauteile knnen eine erhhte konstruktive Anforderung an die Dachdeckung darstellen und entsprechende

    Zusatzmanahmen erfordern.

    2.2 Anschlsse (1) Der Anschluss der Einbauteile an die Dachdeckung hat mindestens den Anforderungen der Dachdeckung zu

    entsprechen und muss mindestens regensicher sein.

    Vorgefertigte System-/Zubehrteile passend fr die jeweilige Dachdeckung haben sich bewhrt.

    Systemteile sind Bauteile oder Elemente, die in ihrer Formgebung, Farbe und ihren Eigenschaften auf die jeweiligen

    Hauptmerkmale eines Werkstoffes abgestimmt sind. Sonstige handwerkliche Lsungen sind mit geeigneten Mitteln

    fachgerecht herzustellen.

    (2) Der Anschluss der Einbauteile an zustzliche regensichernde Manahmen soll mindestens den Anforderungen

    der Zusatzmanahmen (siehe Merkblatt Unterdcher, Unterdeckungen, Unterspannungen) gengen. Weitere

    Ausfhrungen sind in diesem Merkblatt festgelegt.

    (3) Der Anschluss der Einbauteile an weitere Schichten im Dachaufbau muss den Anforderungen an diese Schichten

    entsprechen.

    2.3 Wrmeschutz

    Die Anforderungen an den Wrmeschutz des Einbauteils einschlielich aller Schichten und Anschlsse mssen bei

    der Planung festgelegt werden. Der Hersteller muss die Kennwerte des Wrmeschutzes von wrmetechnisch

    relevanten Einbauteilen angeben.

    2.4 Luftdichtheit

    (1) Die Luftdichtheit des Anschlusses von Einbauteilen muss mindestens den Anforderungen an die Luftdichtheit

    der Flche entsprechen (siehe Merkblatt Wrmeschutz bei Dach und Wand ).

    (2) Die Luftdichtheit ausschlielich durch die Innenbekleidung kann in der Regel nicht gewhrleistet werden.

    2.5 Dampfsperre

    Die Anforderungen an die Dampfsperre beim Anschluss von Einbauteilen mssen mindestens den

    Systemanforderungen der Flche entsprechen(siehe Merkblatt Wrmeschutz bei Dach und Wand ).

    2.6 Schallschutz

    Die Anforderungen an den Schallschutz des Einbauteils z.B. Fenster einschlielich aller Schichten und Anschlsse

    mssen bei der Planung festgelegt werden. Gegebenenfalls sind spezielle Einbauteile, z. B. Schallschutzfenster, zu

  • verwenden. Der Hersteller muss die Kennwerte des Schallschutzes von schallschutztechnisch relevanten

    Einbauteilen angeben.

    2.7 Brandschutz

    Die Anforderungen an den Brandschutz des Einbauteils z.B. Indach-Solaranlage mssen bei der Planung festgelegt

    werden. Bauaufsichtliche Anforderungen sind in der Landesbauordnung geregelt.

    Zu unterscheiden sind:

    Brandverhalten des Einbauteils,

    Feuerwiderstandsklasse des Einbauteils,

    Funktion des Einbauteils als Rauch- und Wrmeabzugsanlage (RWA),

    Brandweiterleitung und Feuerberschlag durch Lage und Abstand des Einbauteils zu anderen Brandabschnitten bzw. angrenzenden Gebuden.

    2.8 Standsicherheit

    (1) Einbauteile mssen sich standsicher entsprechend den technischen Vorschriften und windsogsicher einbauen

    lassen. Die Art der Befestigung des Einbauteils muss vom Hersteller angegeben werden. Unter Belastung darf die

    Dachdeckung nicht beschdigt werden.

    (2) Mssen fr ein Einbauteil vorhandene Sparren durchgeschnitten oder entfernt werden, sind andersartige

    Lastabtragungen vorzusehen, die das vorherige Tragsystem whrend und nach dem Einbau vollstndig ersetzen.

    Die Anforderungen der Hinweise Holz und Holzwerkstoffe sind zu bercksichtigen.

    2.9 Belichtung

    Dachflchenfenster , Gauben und Lichtleitsysteme knnen zur Belichtung von Dachgeschossen beitragen. Die

    geforderte Lichtflche richtet sich nach der Netto-Grundflche des zugehrigen Raumes und soll mindestens 1/8

    dieser Flche betragen (Musterbauordnung). Je nach Nutzung und Landesbauordnung knnen andere Lichtflchen

    gefordert werden.

    2.10 Einbauhhe von Dachflchenfenstern und Fertiggauben

    Die Einbauhhe dieser Einbauteile ist bei der Planung festzulegen. Die Brstungshhen, auch fr Notausstiege sind

    nach den Anforderungen der Landesbauordnungen einzuhalten. Beispiele fr Einbauhhen sind den Abbildungen 4

    und 5 im Anhang zu entnehmen.

    2.11 Sommerlicher Wrmeschutz

    Anforderungen an den sommerlichen Wrmeschutz sind bei der Planung zu bercksichtigen. Gegebenenfalls sind

    geeignete Vorkehrungen zu treffen, z. B. Rolllden, Markisen, spezielle Verglasungen.

    3 Ausfhrung

    3.1 Dachfenster

    3.1.1 Anschluss an eine Unterspannung

    (1) Seitlich, firstseitig und traufseitig sind die Unterspannbahnen hochzufhren und auf der Dachlattung zu

    befestigen.

    (2) Firstseitig des Dachfensters muss eine schrg laufende Rinne hergestellt werden, die eventuell auf der

    Unterspannung ber dem Fenster herablaufende Feuchtigkeit am Fenster vorbei in ein benachbartes Sparrenfeld

    leitet. Die Rinne kann aus dem Werkstoff der Unterspannung, aus Metall oder einem anderen geeigneten Werkstoff

    hergestellt werden.

    3.1.2 Anschluss an eine Unterdeckung

    (1) Unterdeckbahnen fr berlappte Unterdeckungen oder berdeckte Unterdeckungen mit Bitumenbahnen sind

    seitlich, firstseitig und traufseitig des Dachfensters hochzufhren und auf der Dachlattung zu befestigen. Bei

    berlappten oder verfalzten Unterdeckungen mit Unterdeckplatten erfolgt der Anschluss mit aufliegenden oder

    unterliegenden eingeklebten Blechen oder mit geeigneten Klebebndern, Dichtungsbndern oder Bahnenstreifen.

    Der firstseitige Anschluss erfolgt wie in Abschnitt 3.1.1 (2) angegeben.

    (2) Bei verklebten Unterdeckbahnen oder Unterdeckplatten muss der Anschluss mindestens regensicher erfolgen.

    3.1.3 Anschluss an ein Unterdach

    Unterdcher mssen wasserdicht angeschlossen werden. Regensichere Dachfenster sind fr den Einbau in

    Unterdcher ungeeignet.

    3.1.4 Anschluss an die Dachdeckung

  • Dachfenster haben einen allseitigen zur Deckung passenden Anschlussrahmen. Bei industriell hergestellten

    Anschlussrahmen kann von den Mindestmaen der Fachregeln fr Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk

    abgewichen werden, wenn die Funktionsfhigkeit der Anschlussrahmen durch praxisnahe Versuche nachgewiesen

    und durch eine Materialgarantie beim ZVDH zugesichert wird.

    3.2 Dachflchenfenster

    3.2.1 Anschluss an die Innenbekleidung

    (1) Die Innenbekleidung aus z. B. vorgefertigten Elementen, Holz und Holzwerkstoffen oder Gipskarton wird an

    den Fensterrahmen herangefhrt. Je nach Art der Innenbekleidung und deren Befestigung kann der Anschluss

    beweglich oder starr ausgefhrt werden. Anschlsse mssen bei der Planung festgelegt werden. Der Anschluss

    am Sturz soll waagerecht und an der Brstung senkrecht erfolgen (siehe Abb.4).

    (2) Die Anschlsse an die Luftdichtheitsschicht, Dampfsperre und Wrmedmmung mssen bercksichtigt werden.

    3.2.2 Anschluss an die Luftdichtheitsschicht

    (1) Dachflchenfenster mssen die Anforderungen zur Luftdichtheit erfllen.(vgl. Merkblatt Wrmeschutz bei Dach

    und Wand)

    (2) Geeignet sind Pressungen mit komprimierten Dichtungsbndern, Bahnenstreifen oder Anschlussschrzen mit

    Klebebndern.

    (3) Fugendichtungsmassen oder Fllmaterialien, z. B. Montageschume oder Silikone, sind fr die Herstellung der

    Luftdichtheit ungeeignet.

    (4) Herstellerangaben sind zu bercksichtigen

    3.2.3 Anschluss der Dampfsperre

    (1) Dampfsperren sind mit geeigneten Mitteln an Dachflchenfenster anzuschlieen.

    (2) Soll die Dampfsperre auch Luftdichtheitsschicht sein, gilt Abschnitt 3.2.2.

    3.2.4 Anschluss an die Wrmedmmung

    (1) Wrmedmmungen mssen an das Dachflchenfenster dicht gestoen verlegt werden, damit keine schdlichen

    Wrmebrcken entstehen.

    (2) Die Wrmedmmung muss an jeder Stelle so bemessen sein, dass der Mindestwrmeschutz an jeder Stelle

    erreicht wird. Dies bedeutet bei Wrmedmmung zwischen den Sparren, dass die Aussparung entsprechend grer

    hergestellt werden muss. Die Ausfhrung muss handwerklich oder mit vorgefertigten Dmmrahmen erfolgen.

    3.2.5 Anschluss an eine Unterspannung

    (1) Bei verklebten Unterspannungen muss der Anschluss mindestens regensicher erfolgen.

    (2) berlappungen von Anschlussbahnen, Anschlussschrzen und Einschnitte in Unterspannungen sind regensicher

    auszubilden, z. B. durch Verklebung (siehe Abb. 1 bis 2).

    (3) Firstseitig des Dachflchenfensters muss eine schrg laufende Rinne hergestellt werden, die eventuell auf der

    Unterspannung ber dem Fenster herablaufende Feuchtigkeit am Fenster vorbei in ein benachbartes Sparrenfeld

    leitet. Die Rinne kann aus dem Werkstoff der Unterspannung, aus Metall oder einem anderen geeigneten Werkstoff

    hergestellt werden.

    3.2.6 Anschluss an eine Unterdeckung

    (1) Besteht die Unterdeckung aus Unterdeckbahnen, sind die Anschlsse wie in Abschnitt 3.2.5 herzustellen.

    berlappungen von Anschlussbahnen und Anschlussschrzen in Unterdeckbahnen sind mindestens regensicher

    herzustellen, z. B. durch Verklebung. (siehe Abb. 6 bis 10).

    (2) Besteht die Unterdeckung aus Unterdeckplatten oder Wrmedmmsystemen, die zustzlich die Funktion einer

    Unterdeckung erfllen, sind die Anschlsse an die Unterdeckplatten mit geeigneten Werkstoffen mindestens

    regensicher herzustellen. Die Anschlsse an das Dachflchenfenster sind wie in Abschnitt 3.2.5 herzustellen.

    3.2.7 Anschluss an ein regensicheres Unterdach

    (1) Der Anschluss an das Dachflchenfenster ist je nach Ausfhrung des Unterdaches mit den verwendeten

    Bitumen- oder Kunststoffbahnen regensicher herzustellen. Spezielle Anschlussschrzen sind zulssig, wenn die

    Vertrglichkeit mit den vorhandenen Werkstoffen und die erforderliche Regensicherheit gewhrleistet sind.

    (2) Firstseitig des Dachflchenfensters muss eine schrg laufende Rinne hergestellt werden, die eventuell auf dem

    regensicheren Unterdach ber dem Fenster herablaufende Feuchtigkeit am Fenster vorbei in ein benachbartes

  • Sparrenfeld leitet. Die Rinne kann aus dem Werkstoff des regensicheren Unterdaches, aus Metall oder einem

    anderen geeigneten Werkstoff hergestellt werden.

    (3) Fr die Unterlftung des regensicheren Unterdaches sind eigene Lftungsffnungen vorzusehen.

    3.2.8 Anschluss an ein wasserdichtes Unterdach

    Der Anschluss des Dachflchenfensters an ein wasserdichtes Unterdach ist wasserdicht auszufhren.

    3.2.9 Anschluss an die Dachdeckung

    Anschlsse an Dachflchenfenster knnen mit industriell vorgefertigten Teilen oder handwerklich hergestellt

    werden. Bei handwerklich hergestellten Lsungen sind die Forderungen der Fachregel fr Metallarbeiten im

    Dachdeckerhandwerk zu bercksichtigen. Bei industriell hergestellten Eindeckrahmen kann von den

    Mindestmaen der Fachregel fr Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk abgewichen werden, wenn die

    Funktionsfhigkeit der Eindeckrahmen durch praxisnahe Versuche nachgewiesen und durch eine Materialgarantie

    beim ZVDH zugesichert wird.

    3.2.10 Belftete Dcher

    Bei belfteten Dchern kann durch groe Durchdringungen der Lftungsstrom unterbrochen werden. In diesen

    Fllen (z. B. bei Dachflchenfenstern) sind eigene Lftungsffnungen vorzusehen. Die Anforderungen des

    Merkblattes Wrmeschutz bei Dchern sind zu beachten.

    3.2.11 Einbau in flach geneigte Dachdeckungen

    Dachflchenfenster sollen nicht unter 15 Fensterneigung eingebaut werden. Bei Dachneigungen unter 15 sind

    Sondermanahmen z.B. Aufkeilrahmen erforderlich.

    3.3 Rohrdurchfhrungen

    3.3.1 Anschluss an die Dampfsperre und Luftdichtheitsschicht

    Rohre- und Kabeldurchfhrungen sind z. B. mit geeigneten Anschlussmanschetten und/oder Klebebndern luftdicht

    und/oder dampfdicht an die Luftdichtheitsschicht/Dampfsperre anzuschlieen (siehe Merkblatt Wrmeschutz bei

    Dchern).

    3.3.2 Anschluss an die Wrmedmmung

    Wrmedmmungen mssen an das Einbauteil dicht gestoen verlegt werden, damit keine schdlichen

    Wrmebrcken entstehen.

    3.3.3 Anschluss an Unterspannung und Unterdeckung

    (1) Der Anschluss an die Rohrdurchfhrung ist regensicher mit der Unterspannbahn/Unterdeckbahn herzustellen.

    (2) Bei Verwendung von Formteilen, z. B. Rohrmanschetten, sind diese am oberen Rand gegen Abrutschen zu

    sichern.

    (3) Kabeldurchfhrungen sind regensicher herzustellen.

    Vorgefertigte Zubehrteile passend fr die jeweilige Zusatzmanahme haben sich bewhrt.

    Sonstige handwerkliche Lsungen sind mit geeigneten Mitteln fachgerecht herzustellen.

    (4) Besteht die Unterdeckung aus Unterdeckplatten oder Wrmedmmsystemen, die zustzlich die Funktion einer

    Unterdeckung erfllen, sind die Anschlsse an die Unterdeckplatten mit geeigneten Werkstoffen regensicher

    herzustellen.

    3.3.4 Anschluss an das Unterdach

    (1) Der Anschluss an die Rohrdurchfhrung soll mit einem Formteil, z. B. Rohrmanschette, (ein- oder zweiteilig)

    hergestellt werden und ist wasserdicht mit der Abdichtungsbahn zu verbinden. Der obere Anschluss ist regensicher

    zu verwahren. Die Manschette ist mittels Rohrschelle oder Klebeband an das Rohr anzuschlieen.

    (2) Kabeldurchfhrungen sind wasserdicht an das Unterdach anzuschlieen.

    Vorgefertigte Zubehrteile passend fr die jeweilige Zusatzmanahme haben sich bewhrt.

    Sonstige handwerkliche Lsungen sind mit geeigneten Mitteln fachgerecht herzustellen.

  • 3.3.5 Anschluss an die Dachdeckung

    Anschlsse an Dachdurchdringungen knnen mit industriell vorgefertigten Teilen oder handwerklich hergestellt

    werden und muss mindestens regensicher sein. Bei handwerklich hergestellten Lsungen sind die Forderungen der

    entsprechenden Fachregeln zu bercksichtigen (siehe Fachregel fr Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk).

    3.4 Fertiggauben

    3.4.1 Anschluss an die Innenbekleidung

    (1) Die Innenbekleidung kann z. B. aus vorgefertigten Elementen, Holz und Holzwerkstoffen oder Gipskarton

    bestehen. Die Anschlsse mssen bei der Planung festgelegt werden.

    (2) Die Anschlsse an die Luftdichtheitsschicht, Dampfsperre und Wrmedmmung mssen hierbei bercksichtigt

    werden.

    3.4.2 Anschluss an die Luftdichtheitsschicht

    (1) Fertiggauben mssen die Anforderungen zur Luftdichtheit erfllen.(vgl. Merkblatt Wrmeschutz bei Dach und

    Wand)

    (2) Geeignet sind Pressungen mit komprimierten Dichtungsbndern oder Bahnen mit Klebebndern.

    (3) Fugendichtungsmassen oder Fllmaterialien, z. B. Montageschume oder Silikone, sind fr die Herstellung der

    Luftdichtheit ungeeignet.

    3.4.3 Anschluss an die Dampfsperre

    (1) Ist im Dachaufbau eine Dampfsperre vorhanden, ist der Anschluss fachregelgerecht herzustellen.

    (2) Soll die Dampfsperre auch Luftdichtheitsschicht sein, gilt Abschnitt 3.4.2.

    3.4.4 Anschluss an die Wrmedmmung

    (1) Wrmedmmungen mssen an die Fertiggauben dicht gestoen verlegt werden, damit keine schdlichen

    Wrmebrcken entstehen.

    (2) Die Wrmedmmung muss an jeder Stelle so bemessen sein, dass der Mindestwrmeschutz an jeder Stelle

    erreicht wird.

    3.4.5 Anschluss an eine Unterspannung

    (1) Bei Fertiggauben wird in der Dachlattenebene ein Holzrahmen hergestellt, auf dem die Unterspannbahn

    hochgefhrt und befestigt wird.

    Unterspannbahnen sind seitlich, firstseitig und traufseitig fachgerecht anzuschlieen..

    (2) Firstseitig der Gaube soll eine schrg laufende Rinne hergestellt werden, die eventuell auf der Unterspannung

    ber der Fertiggaube herablaufende Feuchtigkeit an der Fertiggaube vorbei in ein Sparrenfeld neben der Fertiggaube

    leitet. Die Rinne kann aus dem Werkstoff der Unterspannung, aus Metall oder einem anderen geeigneten Werkstoff

    hergestellt werden.

    (3) berlappungen von Anschlussbahnen und Anschlussschrzen und Einschnitte in Unterspannungen sind

    regensicher herzustellen, z. B. durch Verklebung.

    3.4.6 Anschluss an eine Unterdeckung

    (1) Unterdeckbahnen fr berlappte Unterdeckungen oder berdeckte Unterdeckungen mit Bitumenbahnen sind

    seitlich, firstseitig und traufseitig hochzufhren und auf der Dachlattung zu befestigen. Bei berlappten oder

    verfalzten Unterdeckungen mit Unterdeckplatten erfolgt der Anschluss mit aufliegenden oder unterliegenden

    eingeklebten Blechen oder mit geeigneten Klebebndern, Dichtungsbndern oder Bahnenstreifen. Der oberseitige

    Anschluss erfolgt wie in Abschnitt 3.4.5 (2) angegeben.

    berlappungen von Anschlussbahnen und Anschlussschrzen in Unterdeckbahnen sind mindestens regensicher

    herzustellen, z. B. durch Verklebung. (siehe Abb. 6 bis 10).

    (2) Bei verklebten Unterdeckbahnen oder Unterdeckplatten muss der Anschluss mindestens regensicher erfolgen.

    (3) Besteht die Unterdeckung aus Unterdeckplatten oder Wrmedmmsystemen, die zustzlich die Funktion einer

    Unterdeckung erfllen, sind die Anschlsse an die Unterdeckplatten mit geeigneten Werkstoffen mindestens

    regensicher herzustellen. Die Anschlsse an die Fertiggaube sind wie in Abschnitt 3.4.5 herzustellen.

    3.4.7 Anschluss an ein regensicheres Unterdach

  • (1) Der Anschluss an die Fertiggaube ist je nach Ausfhrung des Unterdaches aus der verwendeten Bitumen- oder

    Kunststoffbahn regensicher herzustellen. Spezielle Anschlussschrzen sind zulssig, wenn die Vertrglichkeit mit

    den vorhandenen Werkstoffen und die Regensicherheit gewhrleistet sind.

    (2) Bei Fertiggauben wird in der Dachlattenebene ein Holzrahmen hergestellt, auf dem die Bitumen- oder

    Kunststoffbahn hochgefhrt und befestigt wird.

    (3) berlappungen von Anschlussbahnen und Anschlussschrzen und Einschnitte in Bitumen- oder

    Kunststoffbahnen sind wasserdicht herzustellen, z. B. durch Verklebung.

    (4) Firstseitig der Fertiggaube muss eine schrg laufende Rinne hergestellt werden, die eventuell auf dem

    regensicheren Unterdach ber der Fertiggaube herablaufende Feuchtigkeit an der Fertiggaube vorbei in ein

    benachbartes Sparrenfeld leitet. Die Rinne kann aus dem Werkstoff des regensicheren Unterdaches, aus Metall oder

    einem anderen geeigneten Werkstoff hergestellt werden.

    3.4.8 Anschluss an ein wasserdichtes Unterdach

    Der Anschluss der Fertiggaube an ein wasserdichtes Unterdach ist wasserdicht auszufhren.

    3.4.9 Anschluss an die Dachdeckung

    Beim Anschluss an die Dachdeckung sind die jeweiligen Fachregeln der Deckungen und die Fachregel fr

    Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk zu bercksichtigen.

    3.4.10 Belftete Dcher

    Bei belfteten Dchern kann durch groe Durchdringungen der Lftungsstrom unterbrochen werden. In diesen

    Fllen (z. B. bei Dachgauben) sind eigene Lftungsffnungen vorzusehen. Die Anforderungen des Merkblattes

    Wrmeschutz bei Dchern sind zu beachten.

    3.5 Sicherheitsdachhaken

    3.5.1 Allgemeines

    (1) Das Erfordernis zum Einbau von Sicherheitsdachhaken ergibt sich aus der jeweiligen Landesbauordnung und

    den rtlichen Bestimmungen. Eine ber diese Mindestanforderung hinausgehende vertragliche Vereinbarung,

    z.B. DIN 4426, ist mglich.

    (2) Unfallverhtungsvorschriften, baurechtliche Vorschriften sowie Herstellervorschriften sind zu beachten.

    (3) Technische Sicherheitsmanahmen (Auffangeinrichtungen, wie Fanggerste, Dachfanggerste, Auffangnetze,

    Schutznetze) und

    organisatorische Sicherheitsmanahmen (Seitenschutz, Absperrungen) haben Vorrang vor Anseilschutz.

    (4) Sicherheitsdachhaken mssen eine CE-Kennzeichnung entsprechend EN 517 haben, diese kann auch

    den Begleitdokumenten entnommen werden. Sicherheitsdachhaken nach EN 517 sind unlschbar entsprechend

    dieser Norm zu kennzeichnen.

    (5) Als Anschlagpunkt fr Sicherheitsgeschirr sind Sicherheitsdachhaken nur zur Benutzung durch eine Person mit

    Falldmpfer nach EN 355 vorgesehen.

    (6) Ist eine augenscheinliche und praxisgerechte berprfung eingebauter Sicherheitsdachhaken nicht mglich, ist

    die Benutzung nichtzulssig.

    (7) Sicherheitsdachhaken werden unterschieden in Typ A und Typ B

    Typ A: Aufnahme von Zugkrften in Richtung der Falllinie der Dachflche

    Typ B: Aufnahme von Zugkrften in Richtung der Falllinie der Dachflche (Richtung Traufe), entgegengesetzt der

    Falllinie (Richtung First) als auch senkrecht dazu parallel zur Dachflche (Richtung Ortgang)

    (8) Korrosion, siehe Abschnitt 5

    - Korrosivittskategorie: mindestens C3

    - Schutzdauer: hoch (H) > 15 Jahre

    (9) Der Korrosionsschutz von Einbauteilen, bei denen eine Kontrolle der Funktionstauglichkeit wegen

    Unzugnglichkeit nicht oder nur mit hohem Aufwand mglich ist, siehe Abschnitt 5(3).

    3.5.2Befestigung

    (1) Die Befestigung hat nach Herstellerangaben zu erfolgen.

    (2) Der statische Nachweis ist vom Hersteller der Sicherheitsdachhaken zu fhren.

    Dieser muss den Nachweis fr die Tragfhigkeit des Sicherheitsdachhaken bis zur Befestigung im bzw. am

    Gebude unter Bercksichtigung des vorhandenen Untergrundes und Dachaufbaus (z.B. Holz, Holzwerkstoffe,

    Stahlkonstruktion, Stahltrapezblech, Stahlbeton, Falzdach, Aufdachdmmung) nach den gltigen Vorschriften

    erbringen.

    (3) Fr den Nachweis der Tragfhigkeit der Gebudekonstruktion ist der Bauherr bzw. Auftraggeber verantwortlich.

    Gegebenenfalls muss ein Einzelnachweis gefhrt werden.

  • (4) Schrauben und andere Kleinmaterialien sollten aus Edelstahl bestehen, mindestens muss ein Korrosionsschutz in

    Abhngigkeit zur Korrosionsbelastung nach DIN EN ISO 1461 und DIN EN ISO 12944 gewhrleistet sein.

    (5) Befestigungen, die der freien Bewitterung ausgesetzt sind, mssen korrosionsbestndig sein.

    3.5.3 Planungshinweise

    Der Umfang des Einbaus von Sicherheitsdachhaken sollte in der Planungsphase unter

    Bercksichtigung folgender Gesichtspunkte geklrt werden:

    -Verklammerung von DZ/DS

    -glatte Oberflchen der Deckmaterialien

    -zu erwartende Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten (z.B. an Dachgauben, Anschlssen, Verwahrungen, Bekleidungen, Kehlen, Schornsteinkpfen,)

    3.6 Schneeschutzsysteme

    3.6.1 Allgemeines

    (1) Das Erfordernis zum Einbau von Schnee- und Eisschutzanlagen ergibt sich aus den Bestimmungen der

    Landesbauordnungen, den rtlichen Bestimmungen sowie der Verkehrssicherungspflicht des Hauseigentmers.

    (2) Schneeschutzsysteme bestehen aus Schneefangsystemen und Schneehaltesystemen, einzeln oder in

    Kombination.

    Ausschlielich im Traufbereich wirksame Schneefangsysteme sind bei hohen Schneelasten nicht fr jeden

    Anwendungsfall geeignet.

    Bei groen, steilen oder glatten Dachflchen und bei hohem Schneeaufkommen sollten Systeme verwendet werden,

    die ber die ganze Dachflche wirksam sind.

    Bei Bedarf sind zustzlich Eishalter am Schneefangsystem anzubringen, um das Abrutschen von Eis zu verhindern.

    (3) Unter bestimmten Bedingungen kann es bei eingebauten Schneeschutzsystemen durch Schnee- und

    Eisschmelze zu Rckstauwasser kommen, das auch unter die Dachdeckung geraten kann.

    Um Schden zu vermeiden, sind Manahmen entsprechend dem Merkblatt fr Unterdcher, Unterdeckungen

    und Unterspannungen erforderlich.

    (4) Bei berdurchschnittlichem Schneefall kann es auch bei fachregelgerechten Schneeschutzsystemen zum

    Abrutschen von Schnee und Eis oder zu Schnee- und Eisschden kommen.

    (5) Das Herabfallen geringer Mengen von Schnee und Eis, z.B. aus dem ungesicherten Zwischenraum zwischen

    Dachrand und Schneefangsystem oder aus berschieenden Dachlawinen kann nicht verhindert werden.

    (6) Die Regensicherheit und Funktion des Daches darf durch das Schneeschutzsystem nicht beeintrchtigt werden.

    (7) Korrosion, siehe Abschnitt 5

    - Korrosivittskategorie: mindestens C2,

    - Schutzdauer hoch, (H) > 15 Jahre

    3.6.2 Planungshinweise

    (1) Im Traufbereich knnen bei Bedarf z.B. Metalldeckungen oder Heizungen zum Einsatz kommen.

    (2) Spezielle Dachbereiche, z.B. Kehlen, Gauben, Mansardbereiche knnen hhere Schneelasten aufweisen und

    bedrfen weitergehender Manahmen, z.B. zustzliche Schneeschutzsysteme (weitere Reihe eines Schneefanges).

    (3) Bei groflchigen Belichtungs- und Solaranlagen und dgl., bei denen ein Rckhalten des Schnees unmglich

    und/oder unerwnscht ist, sind besondere Vorkehrungen zu treffen, um Personen und Sachschden zu vermeiden.

    (4) Schneefangsysteme sind in bestehende Blitzschutzanlagen entsprechend der Vorschriften einzubeziehen.

    (Merkblatt uerer Blitzschutz auf Dach und Wand)

    (5) Auf Metalldacheindeckungen sind Schneeschutzsysteme so zu befestigen, dass Krfte aus thermisch bedingten

    Lngennderungen schadlos aufgenommen werden knnen.

    (6) Die Deckmaterialien drfen durch die Schneeschutzsysteme nicht unzulssig belastet werden.

    (7) Schneeschutzsysteme sollen nicht hher dimensioniert werden als es die geplanten Lastannahmen der

    Gebudekonstruktion zulassen.

    3.6.3Anschluss an die Dachdeckung

    (1) Der Anschluss der Einbauteile an die Dachdeckung hat den Anforderungen der Dachdeckung zu

    entsprechen und muss mindestens regensicher sein.

    (2) Anschlsse an Dachdurchdringungen knnen mit industriell vorgefertigten Teilen oder handwerklich

    hergestellt werden.

    (3) Handwerkliche Lsungen sind mit geeigneten Mitteln fachgerecht herzustellen. Die Forderungen der

    entsprechenden Fachregeln sind zu beachten (siehe Fachregel fr Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk).

    (4) Vorgefertigte System-/Zubehrteile, passend fr die jeweilige Dachdeckung, haben sich bewhrt.

  • Systemteile sind Bauteile oder Elemente, die in ihrer Formgebung, Farbe und ihren Eigenschaften auf die jeweiligen

    Hauptmerkmale eines Werkstoffes abgestimmt sind.

    3.6.4Befestigung und Montage

    (1) Die Befestigung und Montage soll unter Beachtung der Herstellerangaben zu erfolgen.

    (2) Der statische Nachweis ist vom Hersteller der Schneeschutzsysteme zu fhren.

    Dieser muss den Nachweis fr die Tragfhigkeit des Schneeschutzsystems bis zur Befestigung im bzw. am

    Gebude unter Bercksichtigung des vorhandenen Untergrundes (z.B. Holz, Holzwerkstoffe, Stahlkonstruktion,

    Stahltrapezblech, Stahlbeton, Falzdach, Aufdachdmmung) nach den gltigen Vorschriften erbringen.

    (3) Fr den Nachweis der Tragfhigkeit der Gebudekonstruktion ist der Bauherr bzw. Auftraggeber verantwortlich.

    Gegebenenfalls muss ein Einzelnachweis gefhrt werden.

    (4) Schrauben und andere Kleinmaterialien sollten aus Edelstahl bestehen, mindestens muss ein Korrosionsschutz in

    Abhngigkeit zur Korrosionsbelastung nach DIN EN ISO 1461 und DIN EN ISO 12944 gewhrleistet sein.

    (5) Befestigungen, die der freien Bewitterung ausgesetzt sind, mssen korrosionsbestndig sein.

    3.6.5Bemessung

    (1) Werden Schneeschutzsysteme zur Reduzierung der Schneelast auf die Tragkonstruktion tieferliegender

    Dachflchen bei Hhensprngen angeordnet oder sind Dachaufbauten, z.B. Schornsteinkpfe, vorgesehen bzw.

    vorhanden, die abgleitende Schneemassen anstauen und ist deren Schutz vorgesehen, so erfolgt die Bemessung der

    Schneeschutzsysteme mit dem Teilsicherheitsbeiwert der anzusetzenden Schneelasten von Q=1,5.

    Die zur Dimensionierung der Schneeschutzsysteme anzusetzenden Lasten ergeben sich aus den Lastannahmen der

    DIN EN 1991-1-3 (ehemals DIN 1055-5 ) oder Hinweise zur Lastenermittlung, Abschnitt 3, Schneelasten.

    (2) Bei Schneeschutzsystemen, die nicht der unter (1) genannten Bestimmung dienen, kann die Bemessung des

    Schneeschutzsystems mit dem Teilsicherheitsbeiwert der anzusetzenden Schneelasten von Q=1,0 erfolgen.

    Die zur Dimensionierung der Schneeschutzsysteme anzusetzenden Lasten ergeben sich aus den Lastannahmen der

    DIN EN 1991-1-3 (ehemals DIN 1055-5) .

    Bei Dimensionierung nach Hinweise zur Lastenermittlung, Abschnitt 3, Schneelasten, muss durch den Faktor 1,5

    dividiert werden..

    (3) Bei Stehfalzdeckungen, bzw. vergleichbaren Metalldeckungen, ist die Lasteintragung durch

    Schneeschutzsysteme in Gleitrichtung zustzlich nachzuweisen.

    (4) Die Prfung der von Schneeschutzsystemen aufnehmbaren Lasten erfolgt in Anlehnung an die NORM B 3418,

    Ausgabe: 2009-10-30.

    Der statische Nachweis hat nach den eingefhrten technischen Baubestimmungen zu erfolgen.

    Das Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks ist einzuhalten.

    Das Nachweisverfahren zur Prfung von Schneeschutzsystemen ist beim ZVDH hinterlegt.

    (5) Die Bemessung kann vereinfachend nach Zuordnung des Herstellers zu den Klassen nach Tabelle 1 oder mit

    genauer Herstellerangabe der aufnehmbaren Krfte erfolgen.

    Tabelle 1: Schneefangsttzen

    Fd/s zulssig - Schnee-Linienlast am Schneefangsystem Klasse A (800mm Sttzenabstand) B (600mm Sttzenabstand)

    I 1,0kN/m 1,3kN/m

    II 2,5kN/m 3,3kN/m

    III 4,0kN/m 5,3kN/m

    Die bemessenen Schneeschutzsysteme sind nur bis zu der aus der Berechnung ableitbaren Schneehhe tragfhig.

    Beispiel 1

    Stuttgart

    SZ 2 (245m . NN)

    DN 45

    halbe Hausbreite b= 6m

    Sparrenlnge ls=8,48m

    sk=0,872 kN/m

    Wahl des Teilsicherheitsbeiwertes nach 3.6.5 (1) oder (2)

    Fd/s= sk *ks* ls

    Fd/s - Schneelast am Schneefanggitter in kN/m

    sk- charakteristische Schneelast auf dem Boden, in kN/m

    ks- Faktor nach Hinweise Lastenermittlung Tabelle 3

    ls- Sparrenlnge

  • Fd/s=0,872*0,6*8,48= 4,44 kN/m (nach Hinweise Lastenermittlung Punkt 3)

    Oder: (nach DIN EN 1991-1-3 bzw. DIN 1055-5, Punkt 5.2)

    Fd/s = 1,5**sk*b*sin

    Fd/s - Schneelast am Schneefanggitter in kN/m

    =0,8 (Formbeiwert fr Schneelasten)

    sk- charakteristische Schneelast auf dem Boden, in kN/m

    b- Grundrissentfernung zwischen Gitter und First, in m

    - Dachneigungswinkel in Grad

    Fd/s =1,5* 0,8*0,872 kN/m*6m*sin45 = 4,44 kN/m

    Ausfhrungsvarianten: z.B.:

    Eine Reihe mit Schneefanggittersttzen : Klasse III,B

    Zwei Reihen bei gleichen Reihenabstnden mit Schneefanggittersttzen: Klasse II,A

    Kombinationen mit unterschiedlichen Reihenabstnden

    Beispiel 2

    Garmisch-Partenkirchen

    SZ 3, (708m . NN)

    DN 30

    halbe Hausbreite b= 7m

    Sparrenlnge ls=8,08m

    sk=3,94kN/m

    Wahl des Teilsicherheitsbeiwertes nach 3.6.5 (1) oder (2)

    Fd/s= sk *ks* ls

    Fd/s - Schneelast am Schneefanggitter in kN/m

    sk- charakteristische Schneelast auf dem Boden, in kN/m

    ks- Faktor nach Hinweise Lastenermittlung Tabelle 3

    ls- Sparrenlnge

    Fd/s=3,94*0,52*8,08= 16,55kN/m (nach Hinweise Lastenermittlung Punkt 3)

    Oder: (nach DIN EN 1991-1-3 bzw. DIN 1055-5, Punkt 5.2)

    Fd/s = 1,5**sk*b*sin

    Fd/s - Schneelast am Schneefanggitter in kN/m

    =0,8 (Formbeiwert fr Schneelasten)

    sk- charakteristische Schneelast auf dem Boden, in kN/m

    b- Grundrissentfernung zwischen Gitter und First, in m

    - Dachneigungswinkel in Grad

    Fd/s =1,5* 0,8*3,94 kN/m*7m*sin30 = 16,55 kN/m

    Ausfhrungsvarianten: z.B.:

    Vier Reihen bei gleichen Reihenabstnden mit Schneefanggittersttzen : Klasse III,B

    Kombinationen mit unterschiedlichen Reihenabstnden

  • 3.6.6 Nachtrglicher Einbau von Schneeschutzsystemen

    (1) Beim nachtrglichen Einbau von Schneeschutzsystemen sind die zustzlich auftretenden Krfte in ihrer

    Wirkung zu berprfen und statische Nachweise zu erbringen, z.B. Normalkrfte in Richtung Traufe, Krfte aus

    thermisch bedingten Lngennderungen.

    (2) Ohne Nachweis drfen bei der Bemessung der Schneefangsysteme nur solche Lasten bercksichtigt werden, die

    bei der Bemessung der Tragkonstruktion angesetzt wurden.

    (3) weitergehende Berechnungen, siehe Anhang II Technische Hinweise

    3.7 Halterungen und Sttzen

    (1) Die Regensicherheit und Funktion des Daches darf durch Halterungen und Sttzen nicht beeintrchtigt werden.

    (2) Herstellervorschriften sowie baurechtliche Vorschriften sind zu beachten.

    (3) Korrosion, siehe Abschnitt 5

    - Korrosivittskategorie: mindestens C2

    - Schutzdauer: hoch (H) > 15 Jahre

    (4) Korrosionsschutz von Einbauteilen, bei denen eine Kontrolle der Funktionstauglichkeit wegen

    Unzugnglichkeit nicht oder nur mit hohem Aufwand mglich ist, siehe Abschnitt 5(3)

    (5) Anschlu an die Dachdeckung, entsprechend 3.6.3

    (6) nachtrglicher Einbau, entsprechend 3.6.6

    3.8 Einrichtungen zum Betreten des Daches (Verkehrswege)

    (1) Verkehrswege, wie z.B. Laufstege, Trittflchen,

    Einzeltritte sind zum Zwecke der Inspektion, Wartung und Instandhaltung

    einzubauen.

    (2) Diese werden in Klasse K1 und K2 nach DIN 516 eingeteilt.

    K1- darf nicht als Anschlagpunkt fr Sicherheitsgeschirr verwandt werden

    K2- darf auch als Anschlagpunkt fr Sicherheitsgeschirr verwandt werden

    (3) Der Umfang des Einbaus von Verkehrswegen, usw. sollte in der Planungsphase unter Bercksichtigung

    folgender Gesichtspunkte geklrt werden:

    --Verklammerung von DZ/DS

    --glatte Oberflchen der Deckmaterialien

    --zu erwartende Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten z.B. an Dachgauben, Anschlssen, Verwahrungen,

    Bekleidungen, Kehlen, Schornsteinkpfen,)

    --Nutzung von Dachflchen (z.B.Solaranlagen)

    (4) Unfallverhtungsvorschriften, baurechtliche Vorschriften (z.B. Landesbauordnung) sowie Herstellervorschriften

    sind zu beachten.

    (5) Einrichtungen zum Betreten des Daches mssen eine CE-Kennzeichnung entsprechend DIN EN 516 haben,

    diese kann auch den Begleitdokumenten entnommen werden.

    Einrichtungen zum Betreten des Daches nach EN 516 sind unlschbar zu kennzeichnen.

    (6) Korrosion, siehe Abschnitt 5

    - Korrosivittskategorie: mindestens C2

    - Schutzdauer: hoch (H) > 15 Jahre

    (7) Ist eine augenscheinliche und praxisgerechte berprfung eingebauter Einrichtungen zum Betreten des Daches

    (Verkehrswege) nicht mglich, ist die Benutzung nicht zulssig.

    (8) Korrosionsschutz von Einbauteilen, bei denen eine Kontrolle der Funktionstauglichkeit wegen

    Unzugnglichkeit nicht oder nur mit hohem Aufwand mglich ist, siehe Abschnitt 5(3)

    (9) Anschlu an die Dachdeckung, entsprechend 3.6.3

    (10) nachtrglicher Einbau, entsprechend 3.6.6

    3.9 Rettungswege

    (1) Rettungswege sind nach der jeweiligen Landesbauordnung einzubauen.

    (2) Unfallverhtungsvorschriften, baurechtliche Vorschriften sowie Herstellervorschriften sind zu beachten.

    3.10 Belichtungssysteme

    (1) Belichtungssysteme sind an alle Funktionsschichten des Daches fachregelgerecht anzuschlieen.

    (2) Um Tauwasser zu vermeiden sind die Forderungen des Mindestwrmeschutzes zu beachten.

    (3) Einbau- und Verwendungsanleitungen der Hersteller sind zu beachten.

    3.11 Indachanlagen

    (1) Unfallverhtungsvorschriften, baurechtliche Vorschriften sowie Herstellervorschriften sind zu beachten.

  • (2) Unter Indachanlagen, welche die Deckwerkstoffe flchig ersetzen und deren fachregelkonforme Regensicherheit

    herstellerseitig nicht gegeben ist, sind wasserdichte Unterdcher anzuordnen.

    (3) Der traufseitige Bereich ist mindestens als regensicheres Unterdach auszubilden (Merkblatt Unterdcher,

    Unterdeckungen, Unterspannungen, Merkblatt Solartechnik fr Dach und Wand)

    (4) Indachanlagen haben einen allseitigen zur Dachdeckung passenden Anschlussrahmen. Bei industriell

    hergestellten Anschlussrahmen kann von den Mindestmaen der Fachregel fr Metallarbeitenim

    Dachdeckerhandwerk abgewichen werden, wenn die Funktionsfhigkeit der Anschlurahmen durch praxisnahe

    Versuche nachgewiesen und durch eine Materialgarantie beim ZVDH zugesichert wird.

    (5) Indachanlagen, die nicht nach der Liste der technischen Baubestimmungen nachgewiesen werden knnen,

    bedrfen:

    -einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung

    -eines allgemeinen bauaufsichtlichen Prfzeugnisses

    -oder eine Zustimmung im Einzelfall

    (insbesondere ist der Nachweis der harten Bedachung durch eine Brandprfung nach DIN 4102-7 oder DIN SPEC

    1187-1 zu erbringen)

    4 Besondere Anforderungen bei nachtrglichem Einbau

    4.1 Nachtrglicher Einbau

    (1) Als nachtrglicher Einbau wird die Montage von Einbauteilen in bestehende Dcher verstanden, bei denen eine

    Koordination der Ausfhrung der einzelnen Schichten wie zuvor unter Abschnitt 2 genannt nicht

    mehr mglich ist. Baurechtliche Vorschriften sind zu bercksichtigen.

    (2) Sind einzelne Schichten, z. B. Unterspannbahn, Unterdeckbahn oder Unterdach, Wrmedmmung, Dampfsperre,

    Luftdichtheitsschichten, Winddichtheitsschicht nicht vorhanden, kann deren Funktion nicht gewhrleistet und mit

    dem Einbau/Austausch des Einbauteils nicht erreicht werden.

    (3) Beim nachtrglichen Einbau oder Austausch vorhandener Einbauteile knnen sich aufgrund der bereits

    vorhandenen bzw. nicht vorhandenen Schichten Sonderlsungen ergeben. Diese Sonderlsungen unterliegen der

    Hinweispflicht und sind mit dem Auftraggeber zu vereinbaren.

    (4) Der statische Nachweis hat nach den eingefhrten technischen Baubestimmungen zu erfolgen. Das Regelwerk

    des Deutschen Dachdeckerhandwerks ist einzuhalten.

    4.2 Dachgeschossausbau

    Wird ein Dachgeschoss nachtrglich ausgebaut und werden Einbauteile vorgesehen, sind die Anforderungen wie bei

    einem Neubau zu bercksichtigen.

    5 Korrosionsschutz

    (1) Die Korrosionsbelastung ist bei atmosphrischer Korrosion in Abhngigkeit von der relativen Luftfeuchtigkeit,

    Kondenswassererscheinungen und Verunreinigungen der Atmosphre nach

    DIN EN ISO 12944-2 in sechs Korrosivittskategorien eingeteilt:

    C1 unbedeutend (beheizter Innenbereich)

    C2 gering (lndliche Bereiche)

    C3 mig (Stadt- und Industrieatmosphre)

    C4 stark (Industrie und Kste mit miger Salzbelastung)

    C5 sehr stark (Industrie mit hoher Feuchte und aggressiver Atmosphre)

    C6 sehr stark (Meer)

    (2) Die Schutzdauer und die Korrosivittskategorie der Einbauteile mssen vom Hersteller dokumentiert und

    nachgewiesen werden (nach DIN EN ISO 1461,DIN EN 12944).

    (3) Der Korrosionsschutz von Einbauteilen, bei denen eine Kontrolle der Funktionstauglichkeit wegen

    Unzugnglichkeit nicht oder nur mit hohem Aufwand mglich ist, ein Versagen sich nicht offensichtlich

    (z.B. Korrosion) ankndigt und eine erhebliche Gefhrdung erwarten lsst, ist fr die beabsichtigte Nutzungsdauer

    fr das Bauteil und die Befestigung nachzuweisen.

    Fr die nachgewiesene Zeit muss die Tragfhigkeit auch ohne Instandhaltung gewhrleistet sein.

    (4) Der Nachweis der Dauerhaftigkeit kann bei Materialien, die keiner Reduktion der Tragfhigkeit unterliegen,

    entfallen (geeignete Materialien siehe z.B. DIN 18516).

    (5) Bei Korrosionsschutzsystemen durch Verzinkung oder spezielle Beschichtungen muss eine berprfung nach

    Ablauf der Schutzdauer, auch unzugnglicher Bauteile, erfolgen, da die Schutzzeit nicht der Lebensdauer

    blicher Gebude entspricht.

    (6) Der Korrosionsschutz muss mindestens dem von Stahl mit einer Feuerverzinkung von 50m (360g/m)

    Schichtdicke nach DIN EN ISO 1461 und DIN EN 12944 entsprechen

  • 6 Inspektion und Wartung

    (1) Zur Inspektion und Wartung eines Daches gehrt auch die berprfung aller Dachdetails im Rahmen der

    Mglichkeiten, insbesondere der Funktionsfhigkeit z.B. der Einbauteile, Einfassungen, An- und Abschlsse u. a.

    (2) Einbauteile sind regelmig auf sichtbare Schden zu prfen.

    (3) Sicherheitsdachhaken und Verkehrswege sind vor der Verwendung durch Sichtkontrolle auf offensichtliche

    Mngel zu prfen, z.B. lose Schraubverbindungen, Abnutzung, Korrosion.

    (4) Regelungen in Fachregeln haben Vorrang.

  • Anhang I

    Detailskizzen

    Die folgenden Skizzen von Dachdetails sind Beispiele fr die Arbeitsausfhrung. Sie sind nicht mastabsgetreue

    bildliche Darstellungen der einzelnen Techniken und dienen der Veranschaulichung der textlichen Beschreibung.

    Verzeichnis der Abbildungen:

    Abb. 1 Anschluss eines Dachflchenfensters an eine Unterdeckung Einschnitte

    Abb. 2 Anschluss eines Dachflchenfensters an eine Unterdeckung Anschluss

    Abb. 3 Rohrdurchfhrung

    Abb. 4 Empfohlene Ausfhrung der Innenbekleidung und empfohlene Einbauhhen

    Abb. 5 Fensterlngen in Abhngigkeit von der Dachneigung

    Abb. 6 Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen an eine Unterdeckbahn in einem

    Dach mit Zwischensparrendmmung mit Herstellung eines Rahmens auf Dachlattenebene

    Abb. 7 Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen an eine Unterdeckbahn in einem

    Dach mit Zwischensparrendmmung mit Fhrung der Bahnen unter die Dachlatten

    Abb. 8 Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen an ein Dach mit

    Aufsparrendmmung

    Abb. 9 Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen an eine Unterdeckbahn in einem

    Dach mit Zwischensparrendmmung unter Verwendung vorgefertigter Dmmelemente

    Abb. 10 Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen an eine Unterdeckbahn in einem

    Dach mit Zwischensparrendmmung unter Verwendung vorgefertigter Dmmelemente

  • Abb. 1: Anschluss eines Dachflchenfensters an eine Unterdeckung

    Einschnitte

  • Abb. 2: Anschluss eines Dachflchenfensters an eine Unterdeckung

    Anschluss

  • Abb. 3: Rohrdurchfhrung

    Abb. 4: Empfohlene Ausfhrung der Innenbekleidung und empfohlene Einbauhhen

    Mae nach

    Landesbauordnung

  • Abb. 5: Fensterlngen in Abhngigkeit von der Dachneigung

    Mae nach

    Landesbauordnung

  • Abb. 6: Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen an eine Unterdeckbahn in einem

    Dach mit Zwischensparrendmmung mit

    Herstellung eines Rahmens auf Dachlattenebene

    Dampfbremsbahn

  • Abb. 7: Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen

    an eine Unterdeckbahn in einem Dach mit Zwischensparrendmmung mit

    Fhrung der Bahnen unter die Dachlatten

    Dampfbremsbahn

  • Abb. 8: Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen

    an ein Dach mit Aufsparrendmmung

    Dampfbremsbahn

  • Abb. 9: Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen

    an eine Unterdeckbahn in einem Dach mit Zwischensparrendmmung unter

    Verwendung vorgefertigter Dmmelemente

    Dampfbremsbahn

    Dampfbremsbahn

  • Abb. 10:Anschluss von Dachflchenfenstern mit separatem Eindeckrahmen

    an eine Unterdeckbahn in einem Dach mit Zwischensparrendmmung unter

    Verwendung vorgefertigter Dmmelemente

    Dampfbremsbahn

    Dampfbremsbahn

  • Anhang II

    Technische Hinweise

    Zu 3.6.7 Nachtrglicher Einbau von Schneeschutzsystemen

    (3)Der Formbeiwert 1 ist nach Tabelle 3 zu ermitteln.

    Fs= Q *1*sk*b*sin (1)

    Fs- Schneelast am Schneefanggitter in kN/m

    sk- charakteristische Schneelast auf dem Boden, in kN/m

    1- nach Tabelle 3

    b- Grundrissentfernung zwischen Gitter und First, in m

    - Dachneigungswinkel in Grad

    Q=1,5 oder 1,0 (Teilsicherheitsbeiwert nach 3.6.5)

    Tabelle 3: Formbeiwerte der Schneelast fr flache und geneigte Dcher

    Dachneigung 030 3060

    Formbeiwert 1 0,8 0,8(60-) / 30 0

    (4)Hhere Schneelasten drfen von Schneefangeinrichtungen in diesem Fall nicht gehalten werden knnen. Ein

    Versagen der Schneefangsysteme ist in diesem Fall zum Schutz der Tragkonstruktion beabsichtigt.

    Hhere Schneelasten als

    si= Q *1*sk (bezogen auf Dachgrundriss/Boden) (2)

    si-Schneelast in kN/m (bezogen auf Dachgrundriss/Boden)

    sk- charakteristische Schneelast auf dem Boden, in kN/m

    1- nach Tabelle 3

    Q=1,5 oder 1,0 (Teilsicherheitsbeiwert nach 3.6.5)

    knnen zum Versagen der Tragkonstruktion fhren.

    In diesem Fall ist das Dach unter Einhaltung bestehender Sicherheitsvorschriften von den hheren Lasten zu

    befreien.

    Gefhrdete Bereiche durch abrutschenden Schnee bzw. Eis sind abzusperren.

    (5)Berechnung der maximalen zulssigen Schneehhe auf dem Dach beim nachtrglichen Einbau von

    Schneeschutzsystemen:

    h= (si*cos )/ (senkrecht zur Dachflche) (3)

    - Wichte des Schnees (=2kN/m)

    h- Schneehhe auf dem Dach in m senkrecht zur Dachflche

    si- Schneelast in kN/m nach (2)

    - Dachneigungswinkel in Grad