Mit dem Plattbodenschiff nach Mallorca

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    14-Nov-2014
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    Travel

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Für den Schiffsführer Das Logbuch - Für Seine Frau Ein Persönliches Tagebuch. Schmerz und Freuden, Sehnsucht und Neugier, Emotionen und Euphorie. Die tiefsten Gedanken und Gefühle Einer Frau, meiner mittlerweile verstorbenen Mutter, in Einem Reisebericht Verfasst. Erleben SiE persönlichste und intime Gedanken, Liebende war Eine Mutter und Ehefrau ungeliebte Auf der Suche nach Harmonie und einklang bewegt. Ein Bewusstseinsstrom von Erkenntnissen des eigenen Lebens Auf Einer bewegenden Reise in die Mandelblüte.

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  • 1. Brigitte Lodders Ich segel dann mal nach Mallorca, zur Mandelblte und zurck Mit dem Plattbodenschiff von der Elbe nach Mallorca Vielen Dank an:1

2. - Diethld Mohr fr die ehrenamtliche elektronische Texterfassung des ersten Teils undIhre stets zuverlssige Freundschaft zu meiner Mutter.- Simone Menradt fr die ehrenamtliche elektronische Texterfassung des zweiten Teils.- Jrg Bromig fr die ehrenamtliche Erstellung der Internetseite und deren Pflege.- Peter Maffay und seiner Tabalugastiftung fr die Zusammenarbeit im Namen meinerMutter. VorwortZu Ehren und Erinnerung an meine liebe Mutter, die Verfasserin dieses Logbuchs, als interessanter Reisebericht und gefhlsstarken Tagebuchs.Legende/Lexikon ( Worterklrungen/Personen)Wilfried: Der Schiffsfhrer, Ehemann und Vater von Ralf Ralf: Der geliebte Sohn Kerstin: Die geliebte Schwiegertochter Shirley: Die geliebte Enkelin Kevin: Der geliebte angenommene Enkel und Sohn von Kerstin Puschek: heisst eigentlich SEinleitungFr IHN das Logbuch Fr Sie das Tagebuch. Fr den Einen ein interessanter Reisebericht Fr den Anderen ein emotionaler Roman. Ein ungekrztes und unverndertes Werk meiner mittlerweile viel zu frh und unerwartet verstorbenen Mutter. Es beschreibt neben den interessant geschriebenen Erlebnissen und Erfahrungen einer langen Reise die tiefsten Gefhle, Gedanken und ngste einer liebenden Mutter und ungeliebten Ehefrau.Nachspann und BemerkungDort, wo meine Mutter heute ist, kann sie nur eine Bereicherung sein. Ich bin traurig, dass ich keine Gelegenheit genutzt habe, als es noch die Mglichkeit gab, meiner Mutter zu sagen und zu zeigen, wie wichtig sie fr mich ist und wie sehr ich sie liebe. Ich vermisse Dich ! Etappe Tespe Port la Nouvelle2 3. 5. Mai 2002 9.45 Abfahrt Hafen Tespe. Wir stechen in See, Temperatur 13 Grad, leichter Regen, Nebel. Warm anziehen ist angesagt. 11.45 erreichen wir Scharnebeck, und ruck-zuck um 12.15 wollen wir durch die Schleuse. Ralf will mit uns mit schleusen, aber so wie immer, nie pnktlich. In Lneburg steht dann die Familie mit Puschek, um uns zu verabschieden. Um 14.00 kommt leicht die Sonne durch, ist aber immer noch khl. 16.30 bei der Schleuse, Schleusenwrter hat aber keine Lust mehr. Macht nichts, ist ein schner Abend, und wir haben einen netten Liegeplatz mit Vogelgezwitscher. GPS macht noch etwas Kummer. Statistik: 1 Schleuse auf 65 km6. Mai 2002 6.45 Dasbekannte Reise-Reise. Schleusenwrter ruft uns auf, jetzt oder irgendwann am Vormittag. Also, dann nichts wie raus aus den Federn. 7.05 in die Schleuse, dauert 20 min. Man bekommt Angst vor der Hhe, 23m. Um 13.30 geht es in den Mittellandkanal, und um 17.00 machen wir an einer ruhigen Ausweichstelle fest. Wetter khl, um die 13 Grad, darum gibts jetzt einen Grog. Den haben wir uns verdient. Statistik: 1 Schleuse auf 85km7. Mai 2022 7.45 ablegen, 10.00 kurz vor Hannover, 10 Grad und trocken. 11.30 Schleuse Anderten (Hindenburgschleuse), mssen nicht warten. Es geht abwrts 14,80m. 11.50 raus aus der Schleuse, es wird etwas wrmer. 12.30 ist erst mal Feierabend, der Mittellandkanal ist gesperrt. So knnen wir zusammen Mittag essen. Es ist 17 Grad warm und schn. Kaum haben wir gegessen, da geht es weiter, 13.15. Vor uns liegen 11 Binnenschiffe. Freuen uns ber eine Wassertankstelle. In dieser Zeit sind die Schiffe weg. Uns kommen 25 30 Schiffe entgegen. Der Grund der Sperrung: nachts war ein Arbeitsboot abgebrannt, nun muss aufgerumt werden. 17.15 machen wir an einer Ausweichstelle fest. Feierabend ist um 20 Uhr. Statistik: 1 Schleuse auf 60km 8. Mai 2002 3 4. 7.45 Oh, Schreck, die Maschine luft und ich bin noch im Bett. Wilfried legt allein ab und lsst mich noch schlafen. Es ist kalt, 9,5 Grad, neblig und es wird den ganzen Tag nicht besser. Muss viel Tee kochen mit einer halben Flasche Medizin. 18.30 sind wir wieder fest, in der letzten Stunde haben wir Sonne. Verabreden uns fr morgen mit Familie Grabbe. Unsere Lichtmaschine ldt nicht, Herr Grabbe will uns helfen. Das ist heute ein langer Tag. Statistik: 115km9. Mai 2002 (Vatertag) 8.30 ablegen. Heute Morgen um 7 Uhr ist dicker Nebel und 12 Grad kalt. Um 8.30 kommt die Sonne durch. 9.45 Einfahrt in den Dortmund-Emskanal. Um 13.00 knnen wir gleich durch die Schleuse Mnster fahren mit einem Binnenschiff. Um 14 Uhr fest im Stadthafen bei 21 Grad. Um 16 Uhr besuchen uns Herr und Frau Grabbe und nehmen uns mit zu sich nach Hause. Wir haben einen sehr schnen Abend mit einem schnen Essen. Um 22.30 sind wir wieder an Bord, und Wilfried freut sich ber einen Anruf von Ralf (wg. Vatertag). Statistik: 1 Schleuse10. Mai 2002 Hafentag in Mnster. Die Lichtmaschine ist defekt, ldt nicht. Wilfried hat sie ausgebaut und gestern Herrn Grabbe mitgegeben, der einen Freund hat, der alles kann.... War ein Fehler, nie wieder! Der hat sie ohne unseren Auftrag nach Gtersloh geschickt, sie soll nicht vor Donnerstag wieder hier sein. Nun sitzen wir in Mnster fest, ohne Lichtmaschine. Dann wre es besser gewesen, wir htten sie so wieder eingebaut. Nun knnen wir gar nicht fahren und sind sehr verrgert. Heute Morgen besichtigen wir dafr die Stadt, Lambertikirche und Dom. Bringen uns noch Obst und Gemse mit. Mal sehen, was uns der Tag morgen bringt. Wilfried will versuchen, eine Peugeotvertretung zu finden. Heute ist Freitag bis Donnerstag ist es lang.11. Mai 2002 Notgedrungen Hafentag. Nachmittags kommt ein Monteur an Bord und verspricht viel. Mal sehen, was kommt. Mittags haben wir immerhin 20 Grad. 12. Mai 200 Hafentag, kalt, 13 Grad, aber trocken.13. Mai 2002 Hafentag. Wir warten. Das Barometer steigt etwas, mittags sind es 20 Grad. Wir sitzen bis kurz vor 20 Uhr drauen.14. Mai 20024 5. 24.30 Uhr. Wir schlafen schon fest, als das Telefon klingelt. Ralf bedankt sich fr die Glckwnsche. Dabei merken wir, dass es toll regnet. Am Morgen ist es sehr windig und kalt, 13 Grad. Beim Frhstck bricht Wilfried ein Zahn ab, heute Abend bekommt er sein Gebiss wieder. Familie Grabbe besucht uns mit 6 Mann hoch. Wir mssen wirklich sagen, diese Kinder sind gut erzogen und brav, sie stren berhaupt nicht. Ist ein netter Abend.15. Mai 2002 Warten auf die Lichtmaschine. Morgen soll es soweit sein. So Gott will!!! Es ist trocken, aber frisch. Mittags sind es 19 Grad.16. Mai 2002 Heute gibt es nur Stress. Morgens um 8 Uhr will der Monteur sich bei uns melden und sagen, wann wir die Lichtmaschine bekommen. Wir warten - und warten! Oh! Um 13 Uhr ruft er an, sie ist um 14 Uhr da. Wie schn. Um 15 Uhr ruft er an und fragt, ob er sie bringen soll (sind wir bld, oder was?). Ich sage ihm, er wsste doch, dass wir noch bis zur Schleuse fahren mssen. Pfingsten wird nicht mehr geschleust, das hiee, wir wrden die ganzen Feiertage im Weser-Dattel-Kanal liegen. Ja, ist gut, ich komme gleich. Um 15.45 ist er immer noch nicht da, obwohl es mit dem Auto nur 5 Minuten entfernt ist. Wilfried ist sauer, mir ist schlecht, vor Wut fange ich an zu heulen. Jetzt geht Wilfried zu Fu los. Um 16.30 ist er wieder an Bord und baut die Maschine ein. Um 17 Uhr legen wir ab. GOTT SEI DANK! Nun haben wir doch noch etwas Glck. Das Wetter ist den ganzen Tag schn, um die 25 Grad, und so knnen wir lange fahren. Um 21.30 Uhr machen wir an der Dattelner Schleuse fest. Auf diesen Tag trinken wir 1, 2, 3 Schnpschen. Gute Nacht Statistik: 41km17. Mai 2002 Heute Morgen um 7 Uhr geht Wilfried zum Schleusenwrter, um uns anzumelden. Auf diesem Weg fllt ihm die Brille ins Wasser. 7.30 erste Schleuse, geht alles wunderbar, keine langen Wartezeiten. Um 15.30 Uhr legen wir an in Wesel am Rhein. Hubhhe von DEK Rhein sind 43m. Der WDK hat 6 Schleusen. Treffe mich mit einer Schulfreundin (Westpfal Gerlinde), die seit 1962 in Dinslaken wohnt und die ich seit der Schulzeit nie wieder gesehen habe. Das sind immerhin 43 Jahre. Das ist ein lustiger Abend bei uns an Bord. Die Mnner trinken Bier und wir 2 Weibsbilder Sekt. Wir erzhlen von der Schulzeit, was aus uns und den anderen geworden ist. Die Zeit geht so schnell vorbei, dass wir es gar nicht glauben knnen. Um 24 Uhr gehen wir zu Bett. Statistik: 6 Schleusen auf 60km, Hafengebhr 8,- Strom 0,50 18. Mai 2002 5 6. 9.40 Uhr ablegen, es ist kalt, wir mssen den Parka anziehen, zwischendurch regnet es auch mal. Der Rhein ist schlecht zu fahren. Es gibt viel Verkehr und kabbeliges Wasser. Ich bin froh, als wir in den Wal-Maas-Kanal einfahren. 1. Schleuse und immer noch keine Wartezeiten. Es sieht aus, als wenn man auf uns wartet. Um 15 Uhr kommen wir in die Maas, und hier wollen wir Feierabend machen. Finden ein Hafenbecken genau in einer Stadt. Kein Wasser, kein Strom, keine Toiletten, keine Duschen. Wir machen trotzdem fest, da kommt schon ein Hafenmeister und will 12,50 von uns. Wilfried, mach die Leinen los, abzocken lassen wir uns nicht! Mssen leider noch 2 Stunden fahren, aber dann finden wir einen ruhigen und netten Hafen mit liebem Hafenmeister. Erfahren spter, dass die Liegepltze in der Stadt zum Einkaufen und nicht zum bernachten vorgesehen sind. Wir vermuten, dass der angebliche Hafenmeister in der Stadt keiner war und sich ein paar Euro verdienen wollte. Es gibt lecker Spargel und Kotelett mit frischen Kartoffeln, noch ein wenig Fernsehen und dann ab, ins Bett im Hafen Gennep an der Maas. Statistik: 1 Schleuse auf 90km, Liegegebhr 7,5019. Mai 2002 (Pfingstsonntag) Morgens noch schnell die Haare gewaschen, gefrhstckt und um 9. 20 ausgelaufen, bei Sonne, aber noch etwas khl. 1. Schleuse 10.15. Man sieht uns, und es wird grn. 2. Schleuse 15.00, 16.00 Jachthafen Poseidon bei Kassel. Der Wind ist kalt, und wir brauchen wieder den ganzen Tag den Parka, abends ist der Wind eingeschlafen, und es sind 23 Grad. Statistik: 2 Schleusen auf 56 km, Liegegebhr 6,6520. Mai 2002 (Pfingstmontag) Der Tag beginnt mit Sonnenschein, 15 Grad, ablegen um 8 Uhr. Kurz vor Maastricht noch tanken. Man fragt uns wei oder rot?. In Holland und Belgien darf man mit Heizl fahren. Da wir aber nach Frankreich weiter wollen, riskieren wir lieber nichts. Die Franzosen sollen sehr