Motivation - Department Pädagogik und · PDF fileRichtig schreiben lernen:...

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Transcript of Motivation - Department Pädagogik und · PDF fileRichtig schreiben lernen:...

  • Dr. Michael Kirch & Dr. Karin ReberLehrstuhl Grundschulpdagogik & Lehrstuhl Sprachheilpdagogik

    Richtig schreiben lernen: Heterogenitt und Differenzierung im Rechtschreibunterricht

    Grundlagen, didaktisches Vorgehen, Umsetzungsideen und Praxismaterialien

    Bad Ischl (sterreich), 10.10.2013

    1. Motivation

    2. Exemplarische Konzepte im Bereich Rechtschreiben

    3. Anforderungen an einen inklusiven Rechtschreibunterricht

    4. Inklusiver Rechtschreibunterricht: Grundkonzept

    5. Inklusiver Rechtschreibunterricht: Konkrete Umsetzung

    6. Entwicklung und Erprobung des Konzepts

    # 2Dr. Michael Kirch & Dr. Karin Reber

    berblick

    Motivation

    4

    Interaktives Ursachenmodell von Schriftsprachstrungen

    Sprache: Snowling et al. 2006, Klicpera et al. 1993, Wise et al. 2007, Fey et al. 2004, Mackie et al. 2004; Aufmerksamkeit: Klicpera et al. 2007, Pennington 2006, Goldston et al. 2007

    (in Anlehnung an Gasteiger/Schabmann/Gasteiger-Klicpera 2007)

    weiterer Verlauf

    Schriftsprachstrungen

    Individuelle Lernvoraussetzungen:v.a. Sprache, Aufmerksamkeit

    UnterrichtFamilire Interaktion

  • # 5Dr. Michael Kirch & Dr. Michael Kirch & Dr. Karin Reber

    Reber/Kirch

    2014

    Hamburger Schreibprobe 3 Anfang Klasse 33. Klasse Grundschule

    Exemplarische Konzepte im Bereich Rechtschreiben

    Schwerpunkt: Umgang mit Heterogenitt

    7

    Lernserver-Materialien (Schnweiss et al.)

    VideoLernserver

    Strke: Integration der Frderdiagnostik & Linguistik

    # 8Dr. Michael Kirch & Dr. Karin Reber

    Individuelle Lernwege nach Beate Lemann

    Schreiben und Rechtschreiben als integrativer Bestandteil des Unterrichts

    Individuelle Lernwege

    Tagebuch Text-Korrektur-Karte Wortschatzaufbau, Wrterklinik

    bzw. Computerlernkartei Rechtschreib-Boxen ABC-Heft, Arbeitshefte, Groe und

    kleine Tricks

    VideoLemann

    Strke: Methodische und inhaltliche ffnung

  • # 9Dr. Michael Kirch & Dr. Karin Reber

    Spiel & Rechtschreiben: Littera (Wildegger-Lack 2003)

    Regelspiele mit Schriftsprache

    Start-Ziel-Spiele Quartettspiele Usw.

    Strke: Motivation durch Spiel & Linguistik & Passung

    Anforderungen an einen inklusiven Rechtschreibunterricht

    # 11Dr. Michael Kirch & Dr. Karin Reber

    Anforderungen an einen inklusiven RSU

    Strukturierte Offenheit

    Individualisierung & DifferenzierungLernstandsmessung!

    Organisatorische, method., inhaltl.

    und soz. Offenheit

    Motivation & Lernen

    Spiel & Eigenverantwortung!

    Inklusiver RechtschreibunterrichtUmgang mit Heterogenitt

    12

    1. Individualisierung und Differenzierung

    Individuelle Frderdiagnostik als Basis fr die Unterrichtsplanung:

    Paradigma Responsiveness to Intervention (RTI)

    Bzgl. Sprachheilpdagogik: Glck 2012, Reber 2012

    Bzgl. Schriftsprache: Diehl 2010, vgl. Rgener Modell (dgs-Kongress Bremen 2012)

    Strukturierte Offenheit

    Individualisierung & DifferenzierungLernstandsmessung!

    Organisatorische, method., inhaltl.

    und soz. Offenheit

    Motivation & Lernen

    Spiel & Eigenverantwortung!

    Individualisierung & DifferenzierungLernstandsmessung!

  • 13

    Exkurs: Responsiveness to Intervention (RTI)

    RTI ist ein organisatorisches, proaktives Konzept zur frhen Identifikation, Prvention und Intervention bei Lern-, [Sprach-] und Verhaltensproblemen.

    Bereits bei leichten Lernrckstnden werden Schlerinnen und Schler in drei Frderstufen mit zunehmender Intensitt und Individualisierung gefrdert.Huber/Grosche 2012, 312, Ergnzung Reber

    Walter 2008, Hartmann 2008, Lyon/Fletcher 2001, Mellard 2003, Sampson Graner et al. 2005; Vgl. auch http://www.nrcld.org

    # 14Dr. Karin Reber

    Hintergrund: Paradigmenwechsel in der Sonderpdagogik

    Huber/Grosche 2012, 313

    RTI

    wait-to-fail

    Wait-to-fail-Paradigma Responsiveness to Intervention (RTI)

    Wait-to-fail-Paradigma: Ausrichtung auf

    eskalierende Lernverlufe

    Prvention statt Intervention: Intervention

    darf nicht erst dann erfolgen, wenn Schler

    gengend auffllig sind

    Sonderpdagogisches Gutachten zur

    Feststellung des sonderpdagogischen

    Frderbedarfs

    Evicenzbasierter Unterricht & Lernprozess-

    Monitoring: Curriculumsbasiertes Messen

    (CBM)

    Verzicht auf frhzeitige

    sonderpdagogische Intervention

    Ziel: frhzeitige, auch sonderpdagogische

    Intervention

    Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma Keine Etikettierung, sondern Optimierung

    diagnostischer und didaktischer Manahmen

    auf 3 Stufen

    # 15Dr. Karin Reber

    Paradigmenwechsel in der Sonderpdagogik

    16

    Exkurs: Responsiveness to Intervention (RTI)

    Intervention darf nicht erst erfolgen, wenn Schler gengend auffllig sind (kein wait-to-fail-Modell); bereits in der Regelschule muss Intervention stattfinden (Sonderschulberweisung als letzter Schritt).

    Qualitativ hochwertiger Unterricht ist geeignet, um Strungen prventiv zu verhindern. Dieser sollte bereits in der Regelschule stattfinden.

    Curriculumsbasiertes Messen ermglicht es einzuschtzen, ob Schler auf eine Intervention erwartungsgem mit Lernzuwachs reagieren (responsiveness tointervention).

    Walter 2008, Hartmann 2008, Lyon/Fletcher 2001, Mellard 2003, Sampson Graner et al. 2005; Vgl. auch http://www.nrcld.org

  • 17

    Exkurs: Responsiveness to Intervention (RTI)

    National Center on Response To Intervention, http://www.rti4success.org/

    18

    Exkurs: Responsiveness to Intervention (RTI)

    Tertire Ebene: Spez./ sonderpd. Intervention

    Sekundre Ebene: Fokussierte Intervention

    Primre Ebene: Regelunterricht

    CBM / Frderdiagnostik als Basis individueller Frderung!

    Ca. 5%

    Ca. 20%

    100%

    2. Offenheit

    Stufen der ffnung nach Peschel 2006:

    Stufe Bedeutung

    1 Organisatorische ffnung

    2 Methodische ffnung

    3 Inhaltliche ffnung

    4 Soziale ffnung

    Nicht nur organisatorische und methodische, sondern auch inhaltliche und soziale ffnung!

    Strukturierte Offenheit

    Individualisierung & DifferenzierungLernstandsmessung!

    Organisatorische, method., inhaltl.

    und soz. Offenheit

    Motivation & Lernen

    Spiel & Eigenverantwortung!

    Organisatorische, method., inhaltl.

    und soz. Offenheit

    20

    3. Strukturierte Offenheit

    Drei groe methodisch-didaktische Konzepte (Schrnder-Lenzen 2007, Kap. 6)

    1. Lesen durch Schreiben nach Reichen 1988

    2. Spracherfahrungsansatz nach Brgelmann/Brinkmann 1998

    3. Fibellehrgang

    Empirische Untersuchungen: Strukturierte Offenheit fr Risikoschler! (Schrnder-Lenzen/Mcke 2005; Schrnder-Lenzen/Merkens 2006; Hanke 2005; Herff 1993; Poerschke 1999)

    Strukturierte Offenheit

    Individualisierung & DifferenzierungLernstandsmessung!

    Organisatorische, method., inhaltl.

    und soz. Offenheit

    Motivation & Lernen

    Spiel & Eigenverantwortung!

    Strukturierte Offenheit

    Klassenunterricht UND offener Unterricht!

  • 21

    4. Motivation & Lernen

    1. Passung von Anforderungen und Fhigkeiten (Flow, Csikszentmihalyi2008), Orientierung an den Fhigkeiten (progress monitoring)

    2. Bedeutung des Spiels (Wildegger-Lack 2003/2011, Oerter 2008)

    3. Bedeutung der Eigenaktivitt (Konstruktivismus): individuelle Lernwege, selbstbestimmtes Lernen (Deci/Ryan 1985/2000; Kahl 2011)

    4. Bedeutung der Selbsteinschtzung (Kahl 2011)

    Strukturierte Offenheit

    Individualisierung & DifferenzierungLernstandsmessung!

    Organisatorische, method., inhaltl.

    und soz. Offenheit

    Motivation & Lernen

    Spiel!

    Motivation & Lernen

    Spiel & Eigenverantwortung!

    Lernformen: Spiel & Kommunikation statt Arbeitsblatt & Isolation!

    Inklusiver Rechtschreibunterricht

    Grundkonzept

    Unterrichtsgestaltung - Methodik

    Gemeinsame und offene Unterrichtsphasen Lernprozess und Lernerfolg muss regelmig erfasst werden

    Klassenunterricht Offener Unterricht Individuelle Hilfen

    Rechtschreiblehrgang : alle SS lernen am gleichen Thema

    Individueller Lehrgang : jeder S lernt an einem individuellen Thema

    Sonderpdagogische Frderung

    Einfhrung von Rechtschreibstrategien(Klassenlernziele)

    Wiederholung von Rechtschreibstrategien(Individuelle Frderziele)

    MSD, Kooperationsklasse, KSF, : Team-Teaching, Beratung

    Leistungsmessung:Diktat (nicht im klass. Sinn), Probe

    Leistungsmessung:Computertest(individualisierte Lernstandserhebung)

    Leistungsmessung:Sonderpdagogische Einzeldiagnostik

    24

    Erfassung der Lernvoraussetzungen: Screening

    National Center on Response To Intervention, http://www.rti4success.org/

  • Ziel: Erfassen des orthographischen Wissens und der Rechtschreibstrategien Klassenstufen 1-9 Materialien: Handbuch, fr jede Klassenstufe Testhefte fr die Kinder und

    Durchfhrungshinweise inkl. Normtabellen Standardisiert, Normierungen liegen (meist) jeweils fr Mitte und Ende des

    Schuljahres vor Informationen: http://www.hsp-plus.de (inkl. Demo-Flash-Video)

    Die Hamburger Schreibprobe (HSP) (May 2010)

    26

    Lernverlaufsbeobachtung: Progress Monitoring

    National Center on Response To Intervention, http://www.rti4success.org/

    Qualitative Lernbeobachtungen: Beobachtungsbogen

    www.karin-reber.de > Fortbildungen Reber/Kirch 2013 28

    Individuelle Unterrichts- und Frderplanung (Data-Based Decision Making)

    National Center on Response To Intervention, h