MSC-Zeitung Aktionswoche 2016

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  • Wahrhaftiges aus der Welt der nachhaltigen Fischerei

    ZURCK IN DIE ZUKUNFTWie wir die Kontrolle ber unser Essen zurckgewinnen. Von Marc Winkelmann, Chefredakteur enorm.

    S. 3

    GRENZEN IM MEERDie Welternhrungsorganisation hat die Gewsser der Welt in 27 Gebiete unterteilt. Warum?

    S. 2

    LIEBESLEBEN DER FISCHEAuch im Fischreich gibt es treue und untreue Partner.

    S. 5

    FISCHPOSTER IM INNENTEILBeliebte Fische und Meeres-frchte fr die Kchenwand. Sieht gut aus und macht schlau.

    S. 6 -7

    FISCH MUSS SCHWIMMENRezept- und Bierempfehlung fr einen lauen Sommerabend.

    S. 11

    WELCHER FISCHTYP BIST DU?Unser Psychotest verrt es dir.

    S. 4

    REDAKTION: MSC | GESTALTUNG: WWW.LITTLEADEN.COM

    KONTAKT: Regionalbro Deutschland, sterreich, Schweiz | Adresse Schwedter Strae 9a, 10119 Berlin | Telefon +49 (0) 30 609 85520 | E-Mail berlin@msc.org

    www.msc.org MSC.Nachhaltige.Fischerei @MSCsiegel

    Der MSC engagiert sich weltweit fr den Erhalt der Fischbestnde und der Lebensrume im Meer. Mehr zur Arbeit des MSC gibt es hier:

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    SCHWARZ WEI

  • 2 SCHWARZ AUF WEI

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    Meeresbewohner interessieren sich herzlich wenig fr Grenzen die meisten halten sich frei-willig nur da auf, wo es ihnen am besten gefllt. Um aber die weltweite Fischerei besser kon-trollieren zu knnen, bedarf es fr uns Erdbewohner defi nier-ter Grenzen. 1956 hat die Welt-ernhrungsorganisation die Gewsser der Welt deshalb in 27 Gebiete unterteilt. Die Grenzen orientieren sich an bestehenden natrlichen Regionsgrenzen und sind in Abstimmung mit in-

    ternationalen Fischereikomitees gezogen worden. Dabei sind 19 sogenannte FAO-Fanggebietefr die Meeresfi scherei und acht fr die Binnengewsser ent-standen. Seit der neuen Lebens-mittelinformationsverordnung der EU muss das Fanggebiet nun auch mit einem fr uns Ver-braucher leicht verstndlichen Namen oder gar einer Karte an-gezeigt werden. Das Rtselraten um das Fanggebiet eines Fisches hat also ein Ende.

    Grenzen im Meer

    INDISCHER OZEAN

    PAZIFISCHEROZEAN

    ANTARKTISCHEROZEAN

    ATLANTISCHEROZEAN

    ARKTISCHEROZEAN

    FAO ist die Abkrzung fr die Food and Agriculture Organization der UN.

    Hierzulande oft als Welternhrungs-organisation bezeichnet.

    BINNENGEWSSER

    01 Afrika02 Nordamerika03 Sdamerika04 Asien05 Europa06 Australien und Ozeanien07 (frhere UdSSR-Gebiete)08 Antarktis

    ATLANTISCHER OZEAN UND BENACHBARTE MEERE

    18 Arktischer Ozean21 Nordwestatlantik27 Nordostatlantik31 Mittlerer Westatlantik34 Mittlerer Ostatlantik37 Mittelmeer, Schwarzes Meer41 Sdwestatlantik47 Sdostatlantik

    INDISCHER OZEAN

    51 Westlicher Indischer Ozean 57 stlicher Indischer Ozean

    PAZIFISCHER OZEAN

    61 Nordwestpazifi k67 Nordostpazifi k71 Westlicher Pazifi k 77 stlicher Pazifi k 81 Sdwestpazifi k87 Sdostpazifi k

    ANTARKTISCHER OZEAN

    48 Antarktischer Atlantik58 Antarktischer Indischer Ozean 88 Antarktischer Pazifi k

    WAS IST EIN FAO-FANGGEBIET?

  • 3 SCHWARZ AUF WEI

    Zurck in die Zukunft

    Zurckverfolgt wurden Lebensmittel auch frher schon, das ist keine neue Erfi ndung. Allerdings nannte man es nicht so. Damals konnte man nmlich noch vertrauen. In den Bauern, zu dem man radelte, um sich Milch und Wurst zu kaufen, oder in den Krmer, der ebenfalls wusste und es erklren konn-te, woher sein Brot und Kse stammten. Spter traten Marken an die Stelle dieser lo-kalen und regionalen Hndler.

    Das war ein Fortschritt und ein Rckschritt zugleich. Einerseits holten diese (Marken-) Unternehmen einem tglich die Welt und damit die Vielfalt ins Haus. Andererseits verloren auch sie im Zuge der Globalisie-rung den berblick. Woher die einzelnen Zutaten stammen? Das konnten sie nicht sagen. Und, um ehrlich zu sein, es interes-sierte lange zu wenige. Erst als Flle von Rinderwahnsinn bekannt wurden und man eine Ahnung davon bekam, was alles in den Mitteln steckt, die wir zum Leben zu uns nehmen, wurde versucht, das Vertrau-en zurck zu gewinnen.

    Die EU fhrte eine Basis-Verordnung ein, Nr. 178/2002. Sie nimmt Produzenten, Hnd-ler und Importeure in die Pfl icht, die Liefer-kette zu dokumentieren. Das ist notwendig und doch zu wenig. Denn in der Praxis fehlt der letzte Schritt, nmlich der zum Kunden. Ihm ist es trotz der Verordnung in der Pra-xis kaum mglich, sich ber die Herkunft zu

    informieren. Und durchgehend berwacht wird die Herstellung offenbar ebenfalls nicht. Das in Lasagne, Gulasch, Tortellini und Dner-Spieen nachgewiesene Pferdefl eisch machte das vor drei Jahren deutlich.

    Siegel versuchen, diese Lcke der Rckver-folgbarkeit zu schlieen. Mit ihren individu-ell festgeschriebenen, einheitlichen Kriteri-en agieren sie als Meta-Marke und sind fr Kunden somit greifbarer und verlsslicher. Allerdings gibt es inzwischen zu viele Sie-gel. Die Handelsketten grnden eigene, statt die etablierten zu nutzen, und Organisatio-nen mit niedrigeren Standards untergraben die Arbeit von serisen. Fr Verbraucher ist das zu einem Problem geworden. Zumal der Vertrauensverlust nicht nur Lebensmit-tel betrifft. Auch Finanzprodukte, Textilien, Unterhaltungselektronik und Reiseanbieter stehen inzwischen in der Kritik, um nur ei-nige zu nennen. Als der vielzitierte mndi-ge Verbraucher msste man sich auch hier stndig schlau machen, um die hufi g gefor-derten bewussten Entscheidungen treffen zu knnen. Das ist im Alltag kaum mglich.

    Was wir brauchen, ist ein Schritt in die Ver-gangenheit, diesmal aber mit moderner Technik. Es gibt Akteure, die das erkannt haben und umsetzen: der MSC mit einem komplexen Rckverfolgbarkeitssystem, das hinter dem fr Endkunden sichtbaren Siegel steht; Marken wie Followfi sh, die es

    Verbrauchern per Tracking Code mglich machen, den Packungsinhalt bers Smart-phone zurck bis ins Wasser zu verfolgen; oder Firmen wie Meine kleine Farm, die ein Foto des Schweins oder des Rindes auf die Verpackung druckt, dessen Fleisch man ge-rade isst - im Netz erfhrt man dann mehr ber Herkunft und Leben des Tieres.

    Je lckenloser, desto besser; je einfacher zu durchblicken, desto vertrauenswrdiger. Herkunft und Erzeugung rcken mittels der digitalen Vernetzung so wieder nah ran an den Konsumenten. Er gewinnt die Kontrolle ber sein Essen zurck, die Glaubwrdig-keit steigt. Ein bloer Trend ist das brigens nicht. Die Zahl der Kunden, die Transparenz einfordern, steigt. Oder anders gesagt: Nur was rckverfolgbar ist, hat eine Zukunft. Jetzt mssen es nur noch mehr Hersteller werden, die nachziehen.

    EIN GASTBEITRAG VON MARC WINKELMANN, CHEFREDAKTEUR DES WIRTSCHAFTSMAGAZINS ENORM.

    Fische und Meeresfrchte, die von MSC-zertifi zierten nachhaltigen Fischereien gefangen wurden, werden weltweit in ber 100 Lndern an mehr als 38.000 Standorten verarbeitet oder verkauft. Jeder dieser Standorte ob Fischerei, Lieferant, Verarbeiter, Hndler oder Restaurant muss strenge Anforderungen erfllen, um si-cherzustellen, dass der Fisch rckverfolgbar und korrekt ausgezeichnet ist. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird regelmig von unabhngi-gen Gutachtern berprft.

    Mehr zum Thema Rckverfolgbarkeit gibts hier: www.msc.org/waehl-blau

  • 4 SCHWARZ AUF WEI

    PSYCHO

    TEST EINS IST SCHON MAL SICHER, ES GIBT FR JEDEN DEN RICHTIGEN FANG!

    Welcher Fischtyp bist du?

    MIEZEKATZE

    Wenn du knntest, wrdest du selbst auf Fischfang gehen. Aber am Ende isst du die Dose, die die Zweibeiner dir ffnen. Wie gut fr deinen Schnheits-schlaf, dass es auch Katzenfut-ter mit MSC-Siegel gibt.

    WG-SCHLUFFI

    Dein Lieblingsfi sch heit Fisch-stbchen, Fanggebiet: Fritteu-se. Auch wenn du deine Thun-fi schpizza am liebsten auf dem Sofa verputzt, die Meere sind dir wichtig wie praktisch, dass das auch immer mehr Le-bensmittelhersteller so sehen.

    FISCHKOPP

    Ein Matjesbrtchen von Pe-tras Fischbude zum ersten M-wenschrei ist noch immer der grte Fischgenuss fr dich. Dir gefllt, dass sich zuneh-mend mehr Fischereien einer nachhaltigen Arbeitsweise ver-schreiben.

    GOURMET

    Du magst Fisch geruchert, pochiert, gebeizt, auf der Haut gebraten und am liebsten mit Anisjus. Dass es mittlerweile auch Frischfi schtheken und Restaurants gibt, die auf nach-haltig gefangenen Fisch setzen, fi ndest du famos.

    Start

    Klar.

    berwas?

    Klar, wer nicht?

    Egal, Hauptsache was zu futtern.

    Ja wie denn sonst?

    Das httet ihr wohl gern!

    N, bin lieber auf Achse, selbst bei

    Schietwetter.

    Mal so, mal so.Wenn ich mal welches htte.

    Wat mutt, dat mutt.

    Selbstverfreilich.N.

    Am Hafen direkt vom Kalle

    sein Kutter.Truhe. Naja,

    und Pizzataxi.Findet sich

    leider keiner.

    Ja, das ist es mir wert.

    Jo Mann!

    Miau.

    Ja. Nur Austern schlrf ich aus

    der Hand.

    Weiter gehts!

    Bleib mir blo weg mit dem schuppigen Zeuch.

    Liegst du gern faul in der Wohnung rum?

    Lsst du dir dein Essen gern servieren?

    Isst du deinen Fisch mit Messer

    und Gabel?

    Gibst du gerneGeld fr gutes

    Essen aus?

    Weit du, was eine Hummerpresse ist?

    Suchst du deinen Fisch in der

    Tiefkhltruhe oder am Hafen?

    Darf dein Fisch wie Fisch aussehen?

    Schon mal was von berfi schung gehrt?

    Dann kann man dir die ber-fi schung der Meere sicher nicht

    vorwerfen! Solltest du irgendwann doch auf den Geschmack kommen, achte auf die nachhaltige Herkunft

    des schuppigen Zeuchs.

    Heute ist dein Glckstag. Es ist nie zu spt, etwas Neues zu lernen. Auf diesen Seiten st