Mut&liebe 162015 ludwigstrae

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Das Thema diesmal: Die Ludwigstraße. Auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär, führt ein Spaziergang von Nord nach Süd durch Höhen und Tiefen Offenbacher Vergangenheit und Gegenwart. Versiegelt und vergessen liegt hier z.B. die Kaiser-Friedrich-Quelle, kurze Zeit eine Option auf eine andere Stadtentwicklung.

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  • Kostenlos sept/oKt/nov 2015

    o f f e n b a c h

    s t a d t m a g a z i n

    16mut liebe

    ludwigstrasse

  • m u t & l i e b e g u d e

    Liebe Leserinnen und Leser,

    36 grad und noch heier , urlaubszeit und sonstige Widrigkeiten erschwerten zum teil die aktuelle mut&liebe Produktion. Natrlich ist es uns trotz alledem gelungen, wieder eine spannende und tolle Ausgabe zusammenzustellen. das thema diesmal: die ludwigstrae. Auf den ersten blick nicht besonders spektakulr, fhrt ein Spaziergang von Nord nach Sd durch Hhen und tiefen Offenbacher Vergangenheit und gegenwart. Versiegelt und vergessen liegt hier z.b. die Kaiser-Friedrich-Quelle, kurze Zeit eine Option auf eine andere Stadtentwicklung. Nur ein paar Schritte weiter, auf dem gelnde der heutigen iHK, befand sich das gestapo gefngnis. So geht es geschichtstrchtig weiter bis ins Nordend und zum Neuen Hafen. Auch das thema 'ludwig-strae' erwies sich schnell wieder als sehr umfangreich, soda wir einige spannende Aspekte auf zuknftige mut&liebe Ausgaben verschieben mssen. (z.b. die Heynefabrik oder die lederwaren-fabrik F. Hammann).

    erfolgreich waren auch unsere anderen mut&liebe Sommeraktivitten: "Mut&Liebe, wir knnen auch Kunst", die Ausstellung im Kunstverein Offenbach lockte ein interessiertes Publikum in den eindruckvollen Raum im KOmm Center. Zum sportlichen Hhepunkt versammelten sich dann zahl-reiche Yogis zu "108 Sonnengren auf der Hafentreppe" in Kooperation mit SamanaYoga. Vielen dank noch einmal an alle untersttzer und mitwirkende.

    Nun geht es weiter mit vielen spannenden Projekten, viel Spa beim entdecken und erleben.

    Petra Baumgardt, Wolfgang Malik, Alexander Kn & das Mut&Liebe Team

    Impressum

    mut&liebe - Stadtmagazin Offenbach am MainV.i.s.d.P: Petra Baumgardt, Alexander Kn, Wolfgang Malik GbR, Magazin Mut&Liebe, Brinkstr. 47, 63069 Offenbach, Tel.: 069 854541 Mail: info@mutundliebeoffenbach.dewww.mulionline.de

    Redaktion: Petra Baumgardt, Alexander Kn, Wolfgang Malik, Layout: Petra Baumgardt www.grafikdesign-baumgardt.deFotos: Lemnitzer-Fotografie, weitere wie jeweils angegeben oder Rechte bei den jeweiligen Personen Titel: Fotos: Lemnitzer-Fotografie, Nicolas Carbenay, Petra Baumgardt, Klingspor Museum Druck: Berthold Druck GmbH, Offenbach

    Kostenlose Auslage im ganzen Stadtgebiet, u.a.: OF InfoCenter, Gastronomie, Jugend- & Kultursttten, vhs, OF-Bildungsbro, Buchlden, Museen, Stadtbcherei, Einzel-handel, Arztpraxen, Rathaus, Sana Klinikum OF, Wochenmarkt

    Nchste Ausgabe: Dezember 2015 (Anzeigenschluss: 17.11.2015)

    Die Verffentlichung von Veranstaltungsterminen erfolgt ohne Gewhr. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeber gestattet. Dieses gilt auch fr Aufnahmen in elektronische Datenban-ken und vervielfltigungen auf CD-ROM.

    Fr Druck und Satzfehler besteht keine Haftung. Auflage: 5.000 St.

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    t H e m A 6 Visionr in Offenbach Prof. Wolfgang Henseler 11 Winters Hotel Offenbacher Hof 14 Nicole's Salon idyll in der ludwigstrae 16 bad Offenbach eine kurze Vision 20 im Westend was Neues! 22 lebensqualitt im Alter 26 afip Akademie fr interdisziplinre Prozesse 27 markttag auf dem Wilhelmsplatz 28 Frsterianer 30 das talberg museum 34 Schriftkunst in der ludwigstrae 38 der Kiosk

    P R O j e K t 33 OPeN HOuSe 1 jahr Zollamt Studios 37 'rbn' Projekt Kulturcaf 41 Atelier Kollektiv ludwig 42 Hafengarten geht weiter 43 Kleines Projekt mit groer Freude 46 Pro Fund e.V. 47 Future Award 2015

    g e S u N d H e i t 44 Nichts ist aussichtslos 51 medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung

  • A R b e i t 49 marokko zu gast bei der berufsberatung 50 ko-Fashion aus Offenbach 52 mode fr die Seele K u N S t W e R K 56 Kunst Specials 58 Mut&Liebe und Galerie Artycon prsentieren: jrgen Frisch

    g O u R m e t 60 Roadkitchen 61 'Ses aus dem Netz' 62 Cafbar am Wochenmarkt 64 Ciao massimo! 65 trinkbar

    H R b A R 67 Cd-tipps von udo boll

    e R l e b e N | S e H e N S W e R t 53 Kino Kulinarisch gala 54 ladenkino geht in die 2. Runde 66 eVO Alte Schlosserei Konzert & lesung 68 mut&liebe Auswahl

    75 Cartoon von Leonore Poth

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  • m u t & l i e b e S e P t / O K t / N O V 2 0 156

    m u t & l i e b e t H e m A

    visionrinoffenbach prof.wolfganghenseler

    Visionen hat, solle zum Arzt gehen. Prof. Wolfgang Henseler hatte und hat Visionen und handelt nach der maxime: Was soll ich machen, ist die falsche Fra-ge. Kreativ sein, wie kann ich Vorstellungen Wirklich-keit werden lassen, darum geht es. die umsetzungen kreativer leistungen steht auf ei-nem anderen blatt. da heit es, Kunden, geldgeber und Verantwortliche von den Visionen zu berzeugen. Auch das ist dem Professor, dessen Kariere nach ei-nem abgebrochenen jurastudium eine recht unge-whnliche entwicklung nimmt, oft genug gelungen. die trockenen Paragraphen werden gegen Flge in alle Welt getauscht. Als Flugbegleiter kommt man

    Text / Fotos: Thomas Lemnitzer

    ludw

    igst

    rae

    12

    n es gibt in Offenbach Professoren, die nicht an der Hochschule fr gestaltung emeritiert sind, aber dort ihre Wurzeln haben. einer von ihnen ist Prof. Wolfgang Henseler, inhaber und managing Creative director von Sensory-minds in der ludwigstrasse 12.

    Hier ist eine der ersten Adressen fr wegweisende entwicklungen im sehr komplexen bereich der Neuen medien. Prof. Wolfgang Henseler lehrt in Pforzheim digitale medien und intermediales design. Sensory-minds ist das Studio fr Neue medien und innovative technologien in Offenbach. ein Visionr der ande-rer Art, Helmut Schmidt, gab mal zum besten: Wer

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    viel rum und als Rheinlnder ins Rhein-main-gebiet. befriedigend war das auf dauer nicht fr den kreati-ven Kopf. und die Frage: Was kann ich studieren?, stand wieder im Raum maschinenbau, Architektur? Als ein Freund meinte: Guck doch mal in der HFG bei den Produktdesignern rein. Architektur, ein bisschen maschinenbau und auch noch design, das musste es sein. Nach dem Studium, grndung eines, heu-te wrde man sagen, Start up unternehmens mit ein paar Kommilitonen in Rumpenheim. die Rume waren nicht richtig zu beheizen, die Heizlfter sorgten stn-dig dafr, das Sicherungen rausflogen und die Rech-ner alles vergaen, was mhsam kreiert worden war. die technik war, fr heutige Verhltnisse, Steinzeit, aber es kamen die ersten Auftrge: z.b. die entwick-lung der Straenbeleuchtung in Offenbach. Schnell adaptierte man auch die neuen medien, gestaltete und entwickelte die damals beliebten Cd-Rom An-wendungen (es sollten ber 200 werden), das unter-nehmen wuchs, beschftigte 60 mitarbeiter und war in die domstrae umgezogen. Zu den Kunden zhlen der bertelsmann Verlag, Chip (die Computerzeitung), Welt der Wunder und andere Periodika.

    Prof. Wolfgang Henselers Vision ist das internet, doch die Kunden sind nur schwer zu berzeugen, noch ist wenig darstellbar auf den grauen Flchen. es ist die Zeit der New economy. Alles scheint mglich und doch sind die entscheider" bei lufthansa fast vom Stuhl gefallen als man ihnen anbietet, tickets bers

    Netz zu vertreiben. eine erste Charge von 200 tickets ist binnen weniger Stunden weg und der Server ver-abschiedet sich vllig berlastet erstmal. Nachdem auch 3000! verkauft werden, hat man berzeugt und der Auftrag ist da. der erste internetauftritt fr Chip wird kreiert und andere folgen schon bald. mercedes, deutsche bank, microsoft, Apple die groen klop-fen an. Was mit Pixelfactory begann, fhrte vor sechs jahren mit Partnern zur grndung von Sensory-minds. Prof. Wolfgang Henseler leitet bei Sensory-minds die bereiche New media business Strategie, usability so-wie Natural user interface Solutions. er ist experte fr kunden- bzw. nutzerorientierte e-business lsungen und Spezialist fr medienbasierte markenerlebnisse und user experience. in Pforzheim hat er den innova-tiven lehrstuhl fr intermediales design begrndet.

    Fragt man den Professor nach seinem Verhltnis zu Offenbach, so wird er sehr unprofessoral: es ist ein zuflliges, fast liebevolles, und pragmatisches die kurzen Wege sind fantastisch. Wenn ich in Frankfurt einen Termin beim OB haben mchte, dauert das ein halbes Jahr, hier gehe ich auf den Markt, (lacht)

    Kreativwirtschaft. Visionen fr Offenbach? da spru-delt es dann so richtig, unruhig sitzt er am tisch, der Stift klackert im takt der ideen: ein kreatives Zent-rum wie etwa emma in Pforzheim, mit regelmigen Vortrgen, events, juristischer beratung, gefrderten Start ups und bros. Kreativwirtschaft ist wichtig,

    m u t & l i e b e t H e m A

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    m u t & l i e b e t H e m A

    aber ihre wirtschaftliche Signifikanz ist weitgehend unerforscht. Was treiben die ganzen ein einfrau/einmann-bros eigentlich? ein Forschungs- und Stu-diengang zur intermedialen Zukunft und usabillity (gebrauchstauglichkeit von Hard- und Software) an der HFg wre wnschenswert, verndern sich doch rasant die e-Commerce Systeme. Nutzer und Kreative zusammenbringen, unternehmen fr die Stadt anwer-ben, dafr engagiert sich Prof. Wolfgang Henseler bei

    der iHK. Nicht zuletzt eine beschilderung der Kreativ Stadt Offenbach, historisch und aktuell, damit die verschiedenen disziplinen leichter zueinander finden und Offenbach-besucher ein bild bekommen, was es heit, eine kreative Stadt zu sein. Vieles ist denkbar, wenn it auf designer trifft, Arbeitspltze allemal.

    Vieles, was vor 20 jahren noch Vision war, ist heu-te alltglich. internet banking, multimediale touch-screens, fr Appl