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Das schweizer Magazin für junge Eltern

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  • DAS SCHWEIZER MAGAZINFR JUNGE ELTERN

    DEZEMBER 2010/FEBRUAR 2011 - CHF 6.

    Nr.1 3

    Geburt Vorbereitungmuss sein

    GeschenkeDie Geheimtipps vom Christkindli

    Miam! Poppige Guetzli zumKnabbern

    Lose fr die

    ganze Familie

    ,

    versuchen Si

    e

    Ihr Glck!

    WETTBEWER

    B

    babymag.ch-

    Tannenbaum

    SCHNEE-SPEZIALDossierWintersport im Miniformat GesundheitUnverwundbar durch Eisesklte und HhensonneBergmodeGut aussehen ohne zu frieren

    BergeBerge

    20Ferienorte frFamilien

  • 18 Ausgabe 13 - Dezember 2010/Februar 2011Verkaufspunkte siehe Adressenseite

    Fotos: DR

    superpapaVON ANDR BERTHOUD

    Ein Mann, Vater, Sohn, Psychologe und Gesprchsleiter fr Vtergruppen

    wendet sich an Paare.

    Vter, werdet nicht zur Zweitmama!

    Wer als Vater Einsatz zeigt, tut dies oft gegen alle und jeden... oder vielmehr jede. Wenn sich ein Vater seine Rolle zu Herzen nimmt, wird er schnell von allen Seiten von Kleinkind-Profi s umzingelt, die genau wissen, wie richtige Er-ziehung funktioniert. Unter den grosszgigen Spenderinnen guter Ratschlge befi nden sich auch solche, die denken, dass Vter sich nicht dazu eignen, diese Rolle auszufllen. Sei es die Schwiegermutter oder die unbekannte Pas-santin, sie sind es sich nicht gewhnt, dass ein Mann in der Vaterschaft aufgeht. Das macht Sie zum Vorreiter, zur Ausnahme, kurz, zum neuen Vater. Angesichts dieses Drucks werfen viele Vter das Handtuch... und werden Hilfsmama. Riesenirrtum! Ihr Ehrgeiz muss hher zielen: Seien Sie ein Vollblutvater!

    MnnerhobbysGemss Beobachtungen des Superpapa-Insti-tuts sind Babys genetisch darauf programmiert, die Lieblingsmusik, -aktivitten, -sportarten und sogar -mannschaften ihrer Vter zu ber-nehmen. Papas, die Muskeltraining machen, wissen es aus eigener Erfahrung: Babys lieben Gewichtheben, vor allem wenn man sie als Han-teln benutzt!

    Da es in seinen Genen steckt, knnen Sie schon frh damit anfangen, Ihr Kind mit Be-schftigungen vertraut zu machen, die Ihnen gefallen: Wenn Sie gern angeln, verzichten Sie also nicht darauf, eine ultraleichte Rolle mit Fadenzhler und Antirutschkurbel mit Gegen-gewicht einzukaufen. Ihre Hobbys sind nicht schdlicher als Shoppingtage mit Kinderwagen. Da Sie nun Bescheid wissen, knnen Sie knftig all den Damen die Stirn bieten, die Ihnen auf den Zahn fhlen wollen. Ihre Einkufe und die mnnliche Art, mit dem Kind umzugehen, sind vllig gerechtfertigt.

    Haben Sie Vertrauen. Sie haben viele F-higkeiten. Werden Sie nicht zur Zweitmama, tun Sie das, was Sie gut knnen. Und folgen Sie vor allem Ihrem Instinkt. a

    www.superpapa.ch

    Gesund. babymag.ch gratuliert der Schweizer Marke Bimbosan zu ihrem Bio-Milchpulver Super Premium. Es ist das erste Milchpulver ohne Palml auf dem Schweizer Markt. Zudem wird es in vorteilhaften und kologischen Nachfllbeuteln verkauft. Hoffen wir also, dass die anderen Marken auch bald dem l-Teppich entsagen.

    Bimbosan Biomilch fr Suglinge, 400 g, CHF 11.90, erhltlichin Apotheken und Drogerien, www.bimbosan.ch

    Ohne

    kleinAls wir warenMonster. Abenteuerliche und haarstrubende Kreatu-ren bevlkern die Trume der Kleinen, mal grausam, mal wohlgesonnen und stets amsant. Die junge belgi-sche Marke We were small macht daraus ein Geschft. Hier die kleine Geschichte: Eine Mama inspirierte sich an den witzigen kleinen Monstern, die ihre Tochter zeichnete, und kreierte davon ausgehend eine Klei-dermarke. Die freundlichen Monsterchen werden auf T-Shirts und kleine Pullis gedruckt und werden so zu Grafi kikonen mit Design-Einschlag. Die Klei-der werden in Portugal aus hochwertigen Materialien hergestellt und lehnen sich humorvoll an die kindliche Fantasiewelt an. Da mchte man wieder klein sein!

    We were small, T-Shirt CHF 60.-, Body CHF 104.-, www.weweresmall.com

    Nachfllbeuteln verkauft. Hoffen wir also, dass die anderen Marken

    CHF 11.90, erhltlich

    Palml

  • news

    Ausgabe 13 - Dezember 2010/Februar 2011 19

    Die dritte BrustSauger. Die Schweizer Marke Medela engagiert

    sich seit bald einem halben Jahrhundert im Kampf frs Stillen und beweist dies nun wieder mit Calma, einem Sauger, der speziell fr Muttermilch geeignet ist. Anders als bei traditionellen Saugern fl iesst die Milch nur, wenn das Kind stark genug saugt: So gewhnt es sich nicht ans leichte Trinken und akzeptiert weiterhin die Mutterbrust. Dank diesem Sauger knnen junge Mamas mit leichter Brust und leichten Herzens auf die Piste gehen.

    Calma, Sauger und Flasche CHF 25.- oder nur Sauger CHF 22.- ,erhltlich in Apotheken und Drogerien oder auf www.medela.ch

    Geek. Die Montessori-Methode (vgl. babymag.ch Nr. 10) wurde vor mehr als 100 Jahren erfunden und passt sich nun endlich den neuen Technologien an. Die Montessori-Erzieher June und Bobby George lancierten gerade die ersten Montessori-Apps frs iPhone. Vorerst gibt es sie nur in Englisch. Mit der ersten kann man Kinder zwischen 3 und 4 Jahren mit Ziffern und Rechnen vertraut machen: Die berhmten roten und blauen Zahlenstangen, die die italienische Pdagogin Maria Montessori erfunden hat, gibt es nun in elektronischer Form. Mit der zweiten App lernen Kinder in Englisch, Buchstaben zu erkennen und zu schreiben. Eine dritte Applikation wird zurzeit entwickelt. Sie wird das Montessori-Alphabet in elektronische Form bringen.

    Intro to Letters und Intro to Math, USD 4.99 pro App, www.montessorium.com

    Old School meets New School

    BlaFair. Kunterbunte Strickspielwaren, T-Shirts mit ultrastylischen Logos, Ruckscke in Form von Frosch-, Affen- oder Katzenkpfen. Die amerikanische Ethik-Marke Blabla will zugleich alles und nichts sagen und ist nun auch in Europa erhltlich. Das brodelnde Gehirn von Florence Wetterwald liefert die Ideen, gebaut wer-den die Spielzeuge von peruanischen Knstlern. Blabla ist eine anerkannte Organisation fr fairen Handel. Genug gequatscht, den Rest erfahren Sie auf der Website.

    www.blablakids.com

    sich seit bald einem halben Jahrhundert

    HemdIhr letztes

    Ethisch. Die starke Idee von cuter&cuter spricht sowohl unsere emotionale als auch unsere kologische Seite an. Die verfhrerisch gute Idee der Firma: V-ter lassen ihre alten Klamotten rezyklie-ren, um daraus Kleider fr ihre Tochter zu machen. Die Designer versprechen alten Hemden ein zweites Leben in Form von Luxuskleidern frs Tchter-chen zwischen 3 Monaten und 6 Jahren. Mtter bleiben nicht aussen vor, auch

    sie knnen beispielsweise das Brautkleid zum Taufkleid um-wandeln lassen! Die Verwand-lungen werden in der Schweiz ausgefhrt; das Modell der in Genf beheimateten Firma ist einzigartig. Als logische Kon-sequenz der Unternehmens-philosophie werden 10% des Kleiderpreises der Organisa-tion SOS Childrens Villages gespendet. Eine Gelegenheit, Kleider zum dauerhaften Fa-milienbesitz zu machen...

    Nur Online-Bestellung mglich: www.cuterandcuter.com

    BlaBlaBla

  • n einer Generation hat sich die Haltung der Kinder ge-genber Geschenken stark

    gewandelt. Heutzutage ist es fr sie normal, viel zu bekommen und das oft. Kinder sind heute wirklich ver-whnter als frher: Ich habe noch nie so viele Spielsachen in einem Zimmer gesehen wie heutzutage, bemerkt der Psychologe, Psychothe-rapeut und Buchautor Didier Pleux. Und wenn man ein Kind nach sei-nem Lieblingsspielzeug fragt, weiss es vor lauter berfl uss nicht, was es sagen soll. Patrick, Vater einer 3-jhrigen Tochter, besttigt: Da ist wirklich etwas Verschwendung dabei. Meine Tochter hat zum Bei-spiel drei Puppen bekommen. Sie spielt aber nicht mit allen dreien...

    Das Geschenk als KompensationDie Gesellschaft wird insgesamt im-mer konsumorientierter. Das Ange-bot ist gross und an Reizen mangelt es nicht. Da die Kinder nach dem Lustprinzip und dem Prinzip der so-fortigen Befriedigung funktionieren, werden sie dazu getrieben, immer mehr zu verlangen. Aber die Ent-wicklung hin zu mehr Konsum ist allgemeiner Natur. Die Erwachsenen stehen den Kindern in nichts nach. Auch andere Faktoren erklren,

    34 Ausgabe 13 - Dezember 2010/Februar 2011

    Bei jeder sich bietenden Gelegenheit regnet es Kinder-geschenke. Ihre Zimmer bersten vor Spielzeug. Einige Anregungen zur Mssigung im Kaufen und zur Wert-schtzung der Spielsachen.

    Text: Cynthia Jhaveri

    Geschenkeohne Ende

    I

    warum die Kinder so verhtschelt werden. Viele Eltern ben mit Ge-schenken Autoritt aus, erklrt der Psychotherapeut. Das ist das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche. Rumt ein Kind zum Beispiel die Splma-schine aus, meint man gleich, es da-fr belohnen zu mssen. So entsteht eine Verpfl ichtung zum Geben, um zu bekommen.

    Andere erziehen ihre Kinder zu lasch. Die trauen sich nicht, nein zu sagen: Sie haben Angst, von ihren Kindern nicht gemocht zu werden, betont Didier Pleux. Erziehen heisst auch, sich auf Konfl ikte viele, kleine, alltgliche Kmpfe einzulassen.

    Die Bedeutung der FrustrationMan sollte also nicht jedem Wunsch, den der Nachwuchs ussert, nach-kommen, wenn es um etwas wie ein Bonbon, ein Eis oder ein Spielzeug geht, denn diesem Wunsch wird immer ein neuer folgen. Kinder sind sehr begabt, wenn es ums Verhandeln und Nachbohren geht. Man muss un-bedingt lernen, dem zu widerstehen: Man kann einmal erklren, warum man einen Wunsch nicht erfllt, aber man sollte sich nicht auf ein Streit-gesprch einlassen, empfi ehlt der Psychotherapeut.

    Die Frustration ist fr die Erzie-hung fundamental wichtig: Wenn ein Kind weint, verwechseln die El-tern oft Frustration und Depression , stellt er fest. Frustration ist normal, sie gehrt zur Psyche. In einer Kon-sumgesellschaft muss das Kind ler-nen, dass es nicht alles sofort haben kann. Es geht nicht darum, seinen

    Willen zu brechen, sondern darum, ihm zu zeigen, wie das Leben funk-tioniert. Fr Patrick gibt es da keinen Zweifel: Mein