Nachhaltiges Allg¤u Nr. 5

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Online Magazin des "Nachhaltigen Allgäu" Vernetzungsheft für den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wandel in der Region.

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InhaltsverzeichnisVon der Einfalt zur VIELFALT Der Brgergarten in Immenstadt Gute LebensmittelversorgungJahreszeiten-Rhythmus: FRHLING Allguer VEGIE-Projekt in Aichstetten HRTSFELDER Bio-Biere im Allgu 4. Bio-Reginal-Fairer Markt Sonthofen Mehr Hecken und Bume im Allgu Anzeigen Naturgestaltung + Elektro Europische Brgerinitiative WASSER Regionales SAATGUT fr d. Allgu

Seite 3 4 5 6 7 8+9 10+11 12 13 14 15 16+17 18+19 20 Ein "Wrdiger Abschied" 2. Aktionstag Schenken Immenstadt Neues v. Permakultur +Transition "Ewiger Wald" + Wildnisschule Wohnprojekt Allgu e.V. Vortrag 16.03. - Biotextilien Allgu Regelmssig stattfindende Termine und Veranstaltungen

Seite 21 22+23 24 25 + 26 27 bis 30 29 31+32 33 34 35

Veranstalungskalender Mrz bis Mai 20131. Eschach Hills MTB-Cup Adress-Daten d. Termin-Kalenders Film "Voices of Transition" b.Rapunzel Samenfestes Saatgut b.Rapunzel Gentechnik-Vortrag 14. Mrz BIENEN die Bestuberinnen der WeltVernissage 21.3. 22.3.- 9.4. AusstellungRapunzel-Kino 26.3, 3.+ 4.4. More then Honey

FIT in den Frhling - Hedy Struck Junge Bewegung - Projekt PeaceAnzeige ReWiG + Gemeinwohl-konomie

W A S ist WIRTSCHAFTEN ?? NATURWERT-Stiftung + -Akademie Wie kann Lernen (Schule) gelingen?

Die Nr. 6 Nachhaltiges Allgu kommt Ende Mai 2013 (fr dasSommerquartal)heraus. Anzeigenschluss ist der 10. Mai 2013 - "Auslegestellen" gesucht! Wer von denLesern, nachhaltigen Firmen und Organisationen, Pltze mit Publikumsverkehr als Auslagestellen kennt, selbst auslegen / inserieren will, ist gebeten, uns das an Vertrieb@nachhaltiges-allgaeu.de mitzuteilen. Diese aktuelle Ausgabe Nr. 5 ist in einer Auflage von 7.000 Exemplaren gedruckt worden. Wenn gengend weitere Auslagestellen zusammenkommen, wird die Auflage auch erhht. Alle bisherigen Ausgaben und die Mediadaten sind downloadbar www.nachhaltiges-allgaeu.de

Copyleft: Die Textbeitrge im "Nachhaltigen Allgu" stehen unter einer "Creative-Commons-Lizenz" (CC). Sie drfen unter Nennung der Autorin / des Autors mit dem Zusatz "aus www.Nachhaltiges-Allgaeu.de frei verwendet (BY) und unter gleichen Bedingungen (SA) weitergegeben werden, http://www.creativecommons.org/. Die Redaktion ist nicht fr Inhalte der Anzeigen, PR-Texte, sowie weiterfhrende Links verantwortlich. Namentlich gekennzeichnete Beitrge geben allein die Meinung der Verfasserinnen und Verfasser wieder. Danke an Gnter Kutter, 87789 Woringen, das Bildrecht / Copyright fr das Allgu-Panaroma des Titelbildes liegt bei ihm. Das Bildrecht beim unteren Teil (Garten) liegt bei Jochen Koller.Herausgeber: PIA Frderverein f. nachhaltiges Wirtschaften Allgu e.V. c/o Jochen Koller + www.pia-verein.de Oberthingauer Str. 4a, 87646 Unterthingau www.permakultur-forschungsinstitut.net/ Redaktion: Sebastian.Mezger@nachhaltiges-allgaeu.de Anzeigen-Betreuung: Peter.Scharl@nachhaltiges-allgaeu.de Anzeigen und Termine Termin-Redaktion: Simonette.Schlattner@nachhaltiges-allgaeu.de fr Nr.6 bis 10.5.! Jochen.Koller + Raimund.Koch Mailadressen dito

: Peter Scharl, Simonette Schlattner, Sebastian Mezger, Jochen Koller + Raimund Koch

Von der Einfalt zur Vielfalt !ist das Motto fr dieses Heft. 2004 hatte ich die Vision von einem Allgu der Zukunft, das vielfltig ist. Meine Vorstellung war, dass man berall sehen kann, wie im Frhjahr die Hecken blhen und eine vielfltigere Kulturlandschaft mit neuen Obstbumen, Hecken, Wasserlufen, Teichen, Mischwldern am Entstehen ist. Im Kleinen passiert das auch mit dem Pflanzen von Hecken, wo die Parole ausgegeben wurde 1.000 km Hecken fr das Allgu. Gleichzeitig wird auch der Versuch unternommen, die Obstbume im Allgu zu erfassen und verschiedene Sorten nachzuziehen und wieder mehr Obstbume zu pflanzen. Ebenso wurde begonnen sich dem Thema Saatgut zu widmen. Hier beginnt eine Allianz von Menschen, (Vereine, Institutionen, die Firma Rapunzel u.a. ) regionales Saatgut zu bewahren (und zu zchten, zu verwenden) und sich unabhngig zu machen von einigen wenigen multinationalen Konzernen. Unsere Wild- und Kulturpflanzenvielfalt ist stark zurckgegangen und manchmal gelingt es nur dank eines Zufalls alte Kultursorten wieder anzubauen. Als Beispiel mag da die Linse Alb-Leisa gelten, die auf der Schwbischen Alb wieder angebaut wird. Saatgut konnte nur noch in einer russischen Samenbank gefunden werden, sie war also fast ausgestorben. Auch bei unseren Allguer Khen, dem Original Braunvieh, gibt es von den ca. 400.000 Rindern im Allgu, gerade noch 400 Originale, denen sich der OBV annimmt. Viele sehen so aus, sind aber Brow Swiss, eine Rckzchtung, die mehr Leistung bringt, aber auch hhere Ansprche ans Futter stellt.Im Bereich des Erhalts alter und vom Aussterben bedrohter Haustierrassen engagiert sich unter anderem die GEH-Regionalgruppe Allgu. Insgesamt gibt es da einige Initiativen, ber die wir in knftigen Heften berichten werden. Vielfalt als Prinzip heit ein Planungsgrundsatz der Permakultur. Gedacht ist er, um ein System stabil zu halten. Das kann ein Garten sein, das gilt aber genauso fr alle andere Bereiche des Lebens, z.B. auch der Energiegewinnung. Deswegen werden auch in Zukunft kleine dezentrale Methoden vorgestellt werden und Workshops und Vortrge zu Klein-Windanlagen, Holzvergaser-BHKW und andere an-3-

geboten. Betreibe ich als Bauer nur Milchwirtschaft, bin ich abhngig vom Milchpreis und den Schwankungen relativ hilflos ausgeliefert. Hilflos dann, wenn es auch nur einen Milchpreis gibt. Das muss nicht sein, wenn sich Verbraucher zusammenschlieen mit ihrem Bauern und Solidarische Landwirtschaft (CSA) betreiben. Da ist das Risiko nicht nur beim Bauern, sondern auf eine Vielzahl von Menschen verteilt und z.B. ein anderer - fairer Milchpreis. Der Film Farmer John zeigt das sehr schn. Allerdings macht Farmer John bzw. die Solidarische Landwirtschaft nicht nur ein Produkt (Milch), sondern meist mehr um die Versorgung der Beteiligten abzudecken. Also auch hier Vielfalt, damit der Ausfall eines Produktes, z.B. der Kartoffel, nicht zu Hungersnten fhrt wie ca. 1850 in Irland, wodurch eine Million Menschen, also etwa zwlf Prozent der irischen Bevlkerung, starben und zwei Millionen Iren nach Amerika auswandern mussten. Vielfltig sollte deshalb auch die Kulturlandschaft sein, damit sie sicher ist. Vielfltig sollten mglichst alle Strukturen sein. Jedes Monopol und jede Monokultur ist das Gegenteil davon und schafft groe Abhngigkeiten. Kleinere und grere Tragdien sowie Machtkonzentrationen sind vorprogrammiert. Das ist beim Geld so (warum sollte bei einem Crash des Euro alles zusammenbrechen, wenn doch Arbeitskraft, Fhigkeiten, Material etc. da ist?), wenn es nur eine Whrung oder nur ein System gibt. Das ist so, wenn Wasser monopolisiert wird, das ist so bei der Bildung, wenn es eine Schulpflicht gibt, die gleichzeitig die Auswahl an Schulmglichkeiten extrem begrenzt usw. Lasst uns viele kleine berschaubare Systeme mit einer groen Vielfalt schaffen. Vielfltig ist auch der Frhling, der beim Bodenleben im Wald schon zu Weihnachten beginnt. In diesem Sinne wnschen wir von der Redaktion einen blhenden Frhling ber viele Wochen. Jochen Koller Links: www.g-e-h.de www.originalbraunviehzuchtverein.de www.solidarische-landwirtschaft.org

Der Brgergarten in ImmenstadtSeit August 2012 ist ein Brgergarten in Immenstadt in Entstehung. Die Initiative Immenstadt im Wandel Transition macht den ehemaligen Schulgarten der Mittelschule Immenstadt zum Gemeinschaftsgarten fr interessierte Brger. Die Transition-Initiative ldt alle Brger ein, die wir, dass schon im Herbst aus dem auf dem ca. 1200 qm groen Grundstck ge- verwilderten Grundstck erste Konturen fr meinschaftlich pflanzen und ernten mchten. den Gemeinschaftsgarten entstanden sind. Der Brgergarten soll ein Lern- und Nutzgarten Mit Untersttzung der Stadtgrtnerei konnten nach Permakultur-Prinzipien werden. im Herbst 2012 erste Rodungs- und VorFr den 4. Mai 2013 um 10:00 und 16:00 Uhr bereitungsarbeiten durchgefhrt werden, die sind alle Interessierten eingeladen, sich vor Ort von den Grundstcks-Nachbarn wohlwollend im Garten ber die Mglichkeiten der beobachtet und teils tatkrftig untersttzt Mitwirkung und das Vorhaben insgesamt zu wurden. Einige Hgelbeete und ein Pflanzfeld informieren. sind bereits entstanden. Das Garten-Team gehrt der TransitionInitiative Immenstadt an, die im Mai 2012 den Aktionstag Schenken im Hofgarten veranstaltete und im Juni im Immenstdter Kino den 2. Film ber Transition Towns zeigte. Eine Gruppe von Jugendlichen legte im Rahmen der JugendZukunftswerkstatt Stadtentwicklung Immenstadt ein Da die Transition Initiative ber keine EinFoto dieses nahmen und Geldmittel verfgt, sind SponGrundstcks als soren fr Gartengerte und Beerenstrucher, `no-go-Platz`oder Pflanzen oder Saatgut sehr willkommen. Auch auch Schandfleck in Immenstadt vor. wird dringend eine 3m x 3,40m groe GarDas war im Juli 2011. Danach begannen tenhtte fr die Gartengerte gebraucht. unsere berlegungen, ob wir dort nicht einen Wir freuen uns auf alle, die diesen BrgerGarten von Brgern fr Brger initiieren knnten. Zuerst hatten wir Bedenken, ob nicht garten mit uns gestalten und hegen werden, Vandalismus unser Vorhaben gefhrden gemeinsam pflanzen, ernten und feiern wollen. knnte, aber nachdem wir den neuen Mehr Informationen am 4. Mai Transition-Film gesehen hatten und aufgrund 10.00 + 16.00 Uhr im Garten der positiven Erfahrungen im Gartenprojekt oder unter gabriele@dohndorf.de. Andernach und in anderen Transition-Stdten waren alle Beteiligten in unserer TransitionGabriele Dohndorf Initiative berzeugt, dass es gelingen knnte. Im August 2012 schlielich schlossen wir einen Tel. Pachtvertrag ber den Garten mit der Stadt- 08323verwaltung ab, die uns das Grundstck, neben 9984513 Knigsegg-Grundschule und Mittelschule gelegen, ohne Pachtzins berlsst. Dem Einsatz und der Tatkraft unserer GartenVerantwortlichen Maria Ingenhaag verdanken-4-

Wie kann eine gute Lebensmittelversorgung im Allgu aussehen?Teilweise Selbstversorgun