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    18-Sep-2018
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  • Neues Emschertal und Emscher-Insel:

    Raum des Wandels,unfertig, kontrastreich,spannend. Eine Quelleder Inspiration.

  • Neues Emschertal und Emscher-Insel:

    Faszinierende Einblicke in 13 Rume,die Schaufenster des Wandels sind.

    Die Emscher-Insel im Alltag oft bersehen, berfahren,bergangen.Sie ist das Herz des Neuen Emschertals ein Tal, das mehrdenn je fr die Zukunftsfhigkeit der Region steht.

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  • Neues Emschertal und Emscher-Insel:Den Wandel sichtbar machen.13 spannungsgeladene Rume laden dazu ein.

    Einfhrung

    Wandel ist immer. Nichts bleibt wie eseinmal war. Doch Wandel erzeugtSpannung. Diese prgt Menschen undRume.An manchen Orten entstehen Kristallisa-tionspunkte der Erneuerung einzigartigerlebbar im Emschertal. Durch die Trieb-feder der Vernderung bilden sich hierzahlreiche fesselnde Kontraste und schil-lernde Faszinationen des Unfertigen.

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    Alles hat einen Anfang und ein Ende. Dazwischen ist Wandel.Wandel sichtbar zu machen, zwischen den augenblicksfixier-ten Momentaufnahmen des Lebens, ist eine echte Herausfor-derung an den Zeigenden und an die Sehenden. Gerade inbekannten Rumen oder in einem uns vertraut anmutendenUmfeld nehmen wir die vielfltigen Aspekte der bestndigenVernderung oft nicht mehr wahr.

    Wir mchten Sie dazu einladen, mit uns in 13 kontrastreiche,faszinierende Schaufenster zu blicken. Diese zeigen Rume imNeuen Emschertal und auf der Emscher-Insel, die fr den per-manenten Wandel im Ruhrgebiet stehen. Sie drcken diesenimmer wieder anders aus: mystisch, schillernd, still, ausgren-zend, abgrenzend, durchgngig, aufregend, zufllig, feurig,nass. Es gibt viele bemerkenswerte Facetten des Wandels imNeuen Emschertal immer sind sie inspirierend undspannend!

    Das Neue Emschertalund die Emscher-Insel:kontrastreich, spannend,wandelbar.

    Emschertal Emscher-Insel

  • Der Weg ist das Ziel von der Quelle bis zurMndung

    Die Schaufenster desWandels machen Wandelvielfltig sichtbar

    Wie eine Perlenschnurreihen sich 13 inspirie-rend-unfertige Rumeaneinander: das NeueEmschertal mit seinenSchaufenstern desWandels.

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  • Weltmeister des Wandels.

    Eine Region im stndigen Fluss.

    Herkunft, Gegenwartund Zukunft

    1789 Emscher-Tourenkarte Masterplan Emscher-Zukunft

  • Die Emscher ist Sinnbild desWandels. Zwischen Quelleund Mndung ist alles immerin Bewegung. Seit vielen Jahr-hunderten. Einst trat der Flussbei Starkregen wild und unge-zhmt ber die Ufer.Dann wurde die Emscherjahrzehntelang kanalisiert undgezhmt dies war die Vor-aussetzung fr fortschreitendeIndustrialisierung und wirt-schaftliches Wachstum in derRegion.Bald ist die Emscher renatu-riert und es werden sich neueLebensrume erffnen. DasNeue Emschertal steht damitmehr denn je fr die Zu-kunftsfhigkeit einer ganzenRegion.

    Menschen prgen Rume Rumewandeln sich. Es gibt wenige Orte, wodies deutlicher zu spren und zu zeigenist als im Neuen Emschertal und auf derEmscher-Insel.

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  • Der erste Raumin Holzwickede

    Nichts ist wirklich.Alles taucht aufund verschwindetwieder, ist Teileines ewigen Kreis-laufs, dessen Ur-sprung verborgenbleibt.

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    Raum des Ursprungs.Spannungsfeld fr Mythosund Wirklichkeit.

    Emscher

    Emscherquellhof

  • Die preuische Landvermessung legte 1824 den Emscherquellhof

    als Quellgebiet der Emscher fest. Eigentlich entspringt sie aus fnf

    Quellen sdwestlich des Hofes im Hixterwald und verschwindet nach

    ca. 200 Metern wieder. Infolge des Bergbaus entstanden neue

    unterirdische Wasserwege, die das Quellwasser aufnehmen und es

    an anderer Stelle wieder zu Tage befrdern. Regenwasser und

    Grundwasser kommen hinzu und sorgen dafr, dass die Emscher

    auch in Sommermonaten nicht trocken fllt.

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    Mythos undWirklichkeit

    Das Geheimnisvolle hat den Menschen immer schon mehr

    fasziniert als das Offensichtliche. Was zu Tage tritt, umgleich wieder ins Dunkle zu entweichen, das hlt er desSuchens fr wert. Das Unergrndliche ist ihm nher als dieVernunft. Wo sich Bewusstes mit Unbewusstem mischt,entstehen ihm Visionen und Ideen. Hat er den Mut, sie mitder Wirklichkeit zu konfrontieren, wird das Unmglichemglich.

  • Der zweite Raumin Dortmund

    Das Herz der neuenStadt glnzt blauwie Stahl. Wasserwird zu Licht,Asche zu Leben.

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    Raum der Stadtlandschaft.

    Spannungsfeld zwischenAsche und Glanz.

    Neue Emscher

    Phoenix West

    VerbindungsraumKlangwald

    Phoenix See

  • Das ber 200 ha groe Gelnde des ehemaligen Hochofenwerks

    (Phoenix West) und des Oxygen-Stahlwerks Hermannshtte

    (Phoenix Ost) prgte den Stadtteil Dortmund-Hrde 160 Jahre lang.

    Das Ende der Stahlproduktion erffnet die Mglichkeit, an dieser

    Stelle qualittsvolle Lebens- und Arbeitsformen zu entwickeln. Der

    ca. 24 ha groe Phoenix See wird ab 2009 geflutet und ist Mittel-

    punkt des Wohngebiets Phoenix Ost. Die neue Emscher fliet am

    Nordrand des Sees entlang. Am sdlichen Seeufer kommen Ge-

    schfte, Restauration und Freizeiteinrichtungen hinzu. Das Gelnde

    von Phoenix West wird gewerblich genutzt werden. Dazwischen

    verluft parallel zur Eliasbahntrasse ein grozgiger, den Emscher-

    lauf begleitender Grnzug.

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    Ascheoder Glanz

    Glanz betrt die Seele und macht das Auge andchtig.Was auch immer hinter dem starken Schein steckt, wird zurpuren Oberflche. Sie mit Verstand und Leidenschaft zudurchbohren, um zum Kern vorzudringen, ist die Aufgabe desforschenden Geistes. Er zerlegt alles in seine kleinsten Teile,zerbrselt jedes Ding zu dem, was es an seinem Ende sowiesosein wird: zu Asche. Genauso wie es die Zeit macht, denn nuraus der Asche kann neuer Glanz entstehen.

  • Der dritte Raumin Castrop-Rauxelund Dortmund

    Landschaft, die sichstndig ndert.Wasser, das ent-steht und vergeht.NatrlicherWandel.

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    Raum der Biotope.Spannungsfeld zwischenEntstehen und Vergehen.

    HochwasserrckhaltebeckenIckern/Mengede

  • Das Hochwasserrckhaltebecken Ickern/Mengede ist ein Ort mit

    einer in die Mittelsteinzeit zurckreichenden Geschichte. Die Zukunft

    ist der Initiierung von Lebens- und Rckzugsrumen fr Pflanzen

    und Tiere gewidmet. In Verbindung mit der wasserwirtschaftlichen

    Funktion eines 33 ha groen Hochwasserrckhaltebeckens entsteht

    ab 2008 eine neue Landschaft mit Erholungsangeboten, die umge-

    ben sein wird von alten Bauernhfen und Drfern. Die Menschen,

    die hier an der Nahtstelle zwischen urbanem und lndlichem Raum

    leben und arbeiten, profitieren von den Vorteilen der rumlichen

    Vielfalt: gute Anbindung und Infrastruktur einerseits, Nhe zur Natur

    und eine strukturreiche Kulturlandschaft andererseits.

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    Entstehenund Vergehen

    Es gibt kein Leben ohne Wasser. Es hat keine Zukunft ohnedas Flssige. Das Leben selbst ist flieend, quillt hervor undversiegt wie Ebbe und Flut. Immer wieder aufs Neue. Ist Ent-stehendes und Vergehendes in einem. Regeneriert sich in jederSekunde bis zum Tod. Leben vergeht, damit neues Leben ent-steht. Vergangenheit und Gegenwart berlagern sich Schichtum Schicht, um zur kollektiven Erinnerung zu werden. AusNatur entsteht Kultur, um neue Natur zu schaffen.

  • Der vierte Raumin Castrop-Rauxel

    Wasser berquertWasser, umschlingtsich, steigt und fllt.Oben ist Unten,Unten wird Oben.

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    Raum der Wassertechnik.

    Spannungsfeld zwischenOben und Unten.

    Wasserkreuz mit Stadtmarke

    EmscherdurchlassEmschersprung

    Wohnen an der Emscher

  • Der Ausbau des Rhein-Herne-Kanals und die Verlegung des

    Emscher-Durchlasses nach Norden bereiten ab 2008 im Bereich

    des Wasserkreuzes Castrop-Rauxel den Boden fr eine Emscher-

    promenade mit einem Sprung ber beide Gewsser, fr innovative

    Wohn- und Lebensformen am Wasser, fr Sport und Freizeit am

    und auf dem Wasser. Das Wasserkreuz definiert auch eine Grenze

    zwischen unterschiedlichen Nutzungen an der Emscher: Auf dem

    Wasserkreuz stehend, zeigt der Blick nach Osten einen geradlinigen

    Flussverlauf mit dichter Wohn- und Gewerbebebauung bis an die

    Ufer. Der Blick nach Westen folgt dem Schwung der Emscher in die

    Kulturlandschaft von Pppinghausen.

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    Obenund Unten

    Stever-Durchlass in Olfen

    Die Schtze der Tiefe sind uns ebenso viel wert wie die der

    Hhe. Wir bohren bis zur Erdmitte und bauen bis an denHimmel. Wir frdern das Unterste nach oben und drehen dasOberste nach unten. Land versinkt und Berge entstehen neu.Wandel heit, alles auf den Kopf zu stellen. Zuerst die Gedan-ken und dann die Welt. Ohne sie zu zerstren. Ohne ihr dieLuft zum Atmen zu nehmen. Um sie zum Besseren zuwenden.

  • Der fnfte Raumin Castrop-Rauxelund Recklinghausen

    Die Menschengehen, die Land-schaft bleibt. DieVergangenheit istgegenwrtig. DieZukunft liegt amWasser.

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    Raum der Kulturlandschaft.

    Spannungsfeld fr Bleibenoder Gehen.

    kologischer SchwerpunktPppinghauser Bogen

    Knig-Ludwig-Trasse

  • Die Trasse der ehemaligen Knig-Ludwig-Zechenbahn verbindet die

    an dieser Stelle 2 km auseinander liegenden Inselufer und fhrt von

    der Emscher durch eine seit Jahrhunderten kleinteilig strukturierte

    Kulturlandschaft zu den Industriebrachen am Hafen Viktor und am

    Rhein-Herne-Kanal mit der heutigen Marina Pppinghausen. Die

    Einwohnerzahl ist von ber 1000 Ende der 80er Jahre auf ca. 700

    zurckgegangen. Sie sind unsicher, wie sich ihre Lebens- und Er-

    werbsperspektiven auf der Insel entwickeln werden. Mit der Auen-

    aufweitung wird der Emscher ihre Aue und damit ein hohes kolo-

    gisches Entwicklungspotenzial zurckgegeben; die Kulturlandschaft

    soll durch Landschaftsentw