Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Februar 2016

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    LEBEN UND ARBEITEN IM

    AUSLANDFEBRUAR 2016

    WORKSHOP

    AUF DER ITB

    AUSLANDS-ENTSENDUNG

    INTERVIEW

    RECHTLICHES

    WELTWEIT

    DIE ART ZU REISEN HAT SICHRADIKAL GENDERT

    ber das vernderte Reiseverhaltender letzten 25 Jahre.

    DIE BESTEN SKIGEBIETE INEUROPA

    Ein Ranking der 100 besten Ski-regionen in Europa.

    KEINE ENTSCHDIGUNG NACHVERSPTETEM FLUG DURCHRANDALE

    Aktuelles Urteil des AmtsgerichtesFrankfurt am Main.

    Kushch Dmitry - Fotolia.com

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    INTERN

    INTERVIEW

    RECHTLICHES

    EXPATRIATES

    AIRLINES

    VERMISCHTES

    WELTWEIT

    10 Vertrauen in Arbeitgeber: Europi-sche und ostasiatische Mitarbeitersind misstrauischer

    10 IT-Branche europaweit von Mnnern dominiert

    11 Europas Top-Manager verdienten2015 hhere Boni als im Vorjahr

    14 Krisenlnder verlieren Urlauber14 Einkommensungleichheit und

    Chancengerechtigkeit sind engmiteinander verbunden

    15 Deutsche mgen es im Urlaubgerne gemtlich und planlos

    16 Die zehn romantischsten Ziele fr Auswanderer

    17 Latino-Kinder in den USA profitieren von Obamacare

    18 Zika-Virus: Was Brasilienreisendewissen mssen

    18 Vor Auslandsreisen Tollwut-Impfung prfen

    19 Gesundheitsratgeber fr Asylsuchende in Deutschland verffentlicht

    19 Body-Mass-Index sagt nichts berGesundheit aus

    20 Krank im Urlaub: Was Deutscheber ihren Gesundheitsschutz imAusland wissen sollten

    22 Die besten Skigebiete in Europa23 Russisch: Die sprachliche Osterwei-

    terung23 Neue Kulturhauptstdte in Europa24 Working-Holiday-Visum fr

    Australien24 Impressum

    GESUNDHEIT

    12 Germania12 Eurowings12 Vueling13 Flughafen Frankfurt und Lufthansa13 Flughafen Istanbul

    4 Die Art zu Reisen hat sich radikalgendert.

    3 Auswanderer leben berwiegend in der Stadt

    3 Kostenloser Workshop ber Aus-landsentsendungen auf der ITB

    3 BDAE auf der Aruna Messe

    EDITORIAL

    7 Neues DBA zwischen Deutschlandund den Philippinen

    7 Keine Entschdigung nach versp-tetem Flug durch Randale

    7 Sdkorea: Sofortige Steuerrcker-stattung fr Touristen

    8 Schweiz: Neue Pflichtangabe beiZollanmeldungen

    8 Praxisleitfaden Arbeitsrecht Schweden

    9 Noch immer kein Sozialversiche-rungsabkommen mit Russland

    9 Abkommen mit Kolumbien berBefreiung von der Visumpflicht

    Liebe Leserin,lieber Leser,Das Wetter spielt in Deutschland gerade verrckt mal scheint die Sonne, dannregnet, hagelt oder schneit es. Es ist nicht richtig winterlich, aber auch noch nichtfrhlingshaft. Wer sehnt sich da nicht in wrmere Gefilde und fiebert dem Som-merurlaub entgegen? Um Ihre Vorfreude auf die schnste Zeit des Jahres nochetwas zu steigern, steht diese Newsletter-Ausgabe ganz im Zeichen des ThemasReisen.

    In unserem Interview mit einem der Gastgeber dergrten Tourismusmesse der Welt die BerlinerITB haben wir beispielsweise darber gespro-chen, inwieweit sich die Art zu reisen, in den ver-gangenen 25 Jahren gewandelt hat (Seite 4). Sielesen auerdem, wie die Deutschen einer Um-frage zufolge am liebsten ihren Urlaub verbringen(Seite 15) aber leider passiert es immer mal wie-der, dass wir im wohlverdienten Urlaub erkran-

    ken. Was in einem solchen Fall zu tun ist, beschreiben wir in einem Beitrag auf derSeite 20. Und allen Last-Minute-Winterurlaubern sei die Hitliste der besten undgnstigsten Skigebiete in Europa (Seite 22) ans Herz gelegt.

    Zudem erfahren Sie etwas, ber die Beantragung des Working-Holiday-Visums frAustralien, das es brigens seit genau 15 Jahren gibt (Seite 24) und lernen diezehn romantischsten Ziele fr Auswanderer kennen (Seite 16).

    Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: DerBDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland!

    Herzlichst, Ihre Silvia Opitz

    ZAHL DES

    Schokoladenpralinen wur-den in den ersten elf Mo-naten des Jahres 2015 ins Ausland exportiert.(Quelle: Destatis)

    75.000TONNEN

    MONATS

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    Gut drei Viertel (77 Prozent) der im Ausland lebendenDeutschen sind auf eigene Initiative ins das jeweiligeZielland gegangen. Rund ein Viertel (23 Prozent) ist voneinem Unternehmen entsandt worden. Das ist ein Ergebniseiner Umfrage der BDAE GRUPPE unter ihren Mitgliedern.

    82 Prozent aller Befragten Auswanderer wie Expatriates(entsandte Mitarbeiter) leben in der Stadt. Lediglich 18 Pro-

    zent hat es in den lndlichen Raum verschlagen. BeliebtestesZielland unter den Umfrageteilnehmern ist Thailand, gefolgtvon China und den Philippinen. Damit wird die Top-Ten-Ta-belle der beliebtesten Wahl-Heimatlnder von asiatischenStaaten dominiert. An vierter Stelle folgt Brasilien, das be-liebte Auswanderer-LandUSA rangiert auf PositionZehn.

    Thailand als Spitzenreiterverwundert insofernkaum, als das Land be-liebt ist bei deutschenRuhestndlern. Mehr alsdie Hlfte der Befragtenist lter als 50 Jahre. DerBDAE bietet mit der Aus-landskrankenversiche-rung Expat Retired eineAbsicherung, die speziellauf die Bedrfnisse vonRuhestndlern im Aus-land zugeschnitten ist.Der Tarif ist einer der l-testen seiner Art auf demdeutschen Markt.

    INTERNAUSWANDERER LEBEN BERWIEGEND IN DER STADT

    Der BDAE veranstaltetauf den Business TravelDays einen kostenfreienWorkshop zum Thema Gutgeplant, sicher entsandt Mitarbeiterentsendungenins Ausland richtig planen.Referentin ist BDAE-Spre-cherin Anne-Katrin Schulz([email protected]).

    Folgende Inhalte bekom-men Teilnehmer geboten:

    Rechtsgrundlagen vonAuslandsentsendungen

    Abgrenzung Dienstreisevon Entsendung

    Phasen der Auslandsent-sendung

    Sicherheit bei Auslands-entsendungen

    Wo: Messe Berlin, Halle 4.1,Raum Regensburg

    Wann: Donnerstag, 10.Mrz 2016, 10:30 11.15Uhr

    KOSTENLOSER WORKSHOP BER AUSLANDSENT-SENDUNGEN AUF DER ITB

    Am 11. Mrz 2016 fin-det von 9:30 bis 17:30Uhr die alljhrliche Messedes Makler-Pools Arunastatt. Austragungsort sinddie Metropolis-Hallen imFilmstudio Babelsberg inPotsdam. Auch das BDAE-Team um VertriebsdirektorDennis Perlmann wird wie-der mit an Bord sein undfr Fragen rund um dasThema Auslandsversiche-rungen zur Verfgung ste-hen.

    Besucher der Aruna-Messekommen neben dem Be-such von Vertriebspartnernin den Genuss von Fachvor-trgen beispielsweise zurneuen Versicherungsver-triebsrichtlinie.

    Um vorab Termine mit demBDAE zu vereinbaren, kon-taktieren Sie bitte DennisPerlmann([email protected]).

    BDAE AUF DER ARUNA MESSE

    [email protected]@bdae.com

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    BDAE: Sie sind Initiator und Gastge-ber der 2005 gegrndeten ITB BusinessTravel Days. Wer ist das Zielpublikumdieser Veranstaltungsreihe und wiekamen Sie auf die Idee, dieses Eventauf die Beine zu stellen?

    Otto-Rieke: Die ITB Business TravelDays in Berlin wenden sich an dasFachpublikum von Travel und EventManagern. Also diejenigen, die in Un-ternehmen und Organisationen in gro-em Mae Geschftsreisen und Veranstaltungen planen,einkaufen und abwickeln. Das sind im Grunde betriebswirt-schaftliche Aufgaben, flankiert von arbeitsrechtlichen Aspek-ten wie etwa Sicherheit auf Reisen.

    Seit 1981 besuche ich die ITB und ich war von Anfang an be-geistert von dem Konzept, das sich mit fast allen Aspektendes Reisens auseinandersetzt. Lange Zeit fehlte jedoch daswichtige Segment der Geschftsreisen. Also versuchte ichber viele Jahre die Macher der ITB davon zu berzeugen,eine Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen, welche dieseLcke schliet. Ich war gewissermaen der pain in theneck und 2005 war es dann soweit. Seitdem sind die Busi-ness Travel Days kontinuierlich gewachsen und haben sich zueinem festen Termin in der Geschftsreise-Branche etabliert.

    BDAE: Sie sind auerdem im Bereich Sicherheit auf Reisenaktiv. Was sind hier die Herausforderungen?

    Otto-Rieke: Viele Unternehmen haben auf dem Werksge-lnde oder in denBros gute Sicherheits-standards. Aber sobaldein Mitarbeiter das Fir-mengelnde verlsst,scheint keiner so rich-tig fr ihn oder sie zu-stndig zu sein. Jenach Reiseziel und dauer gibt es aber etli-che Aspekte, die unterdie Frsorgepflicht des Arbeitgebers fallen: gesundheitlicheVorsorge und schnelle Hilfe bei Erkrankungen oder Unfllenetwa, aber auch Betreuung bei Terroranschlgen und Natur-katas-trophen. All diese Zwischenflle und schlimmen Ereig-nisse knnen inzwischen in jedem Land der Welt passieren.Fukushima etwa hat uns gelehrt, dass Naturkatastrophenauch vor hoch entwickelten Lndern keinen Halt machen. InSchwierigkeiten kommen kann der Reisende aber auchdurch falsche Visa. Hier herrscht immer noch groer Nach-holbedarf fr verantwortungsvolles Personalwesen.

    BDAE: Knnen Sie Beispiele nennen?

    Otto-Rieke: Ein Klassiker ist bei-spielsweise die Einreise mit dem fal-schen Visum, etwa der Akademiker,der in den USA auf einem Kongresseinen Vortrag hlt und mit einem Tou-ristenvisum eingereist ist. Das Referie-ren vor Fachpublikum stellt bereits eineTtigkeit dar und somit ist ein Arbeits-visum erforderlich. Wer mit den fal-schen Einreisepapieren erwischt wird,

    kann unter Umstnden tagelang festgehalten werden, undes droht oft ein Wiedereinreiseverbot. Ein weiteres dramati-sches Erlebnis, das ich kenne, betrifft einen Geschftsreisen-den in Indien. Dieser hatte zwar die richtigen Papiere frKurzreisen, allerdings kommt ein geschftlicher Aufenthalt,der lnger als drei Monate dauert, in Indien einer Geschfts-grndung gleicht. Er wurde zum accidental expat. Dieswiederum zieht eine Steuerpflicht nach sich. Und wer nichtfristgerecht seine Steuern abfhrt, hat umgehend die Finanz-behrde auf den Fersen. In Indien fackelt diese jedoch nichtlange und steckt Steuersnder ganz schnell hinter Gittern.

    Krzlich ist mir zudem der Fall eines Deutschen in Dubai zuOhren gekommen, der Geschftsfhrer einer Zweigstelleeines namhaften Reisebros im Emirat ist. Nachdem er dasvierte Mal in Dubai eingereist war, wurde er ohne jeglicheBegrndung noch am Flughafen verhaftet. Erst nach einigenTagen kam heraus, was der Grund fr diese drastische Ma-nahme war: Einer seiner Angestellten, ein Pakistani, hatte dieAufenthaltsdauer berschritten und sein Arbeitsvisum nichtrechtzeitig verlngert. Als dessen Arbeitgeber machten dieemiratischen Behrden den Deutschen Filialleiter verantwort-lich.

    BDAE: Wie knnen Unternehmen Betroffenen helfen?

    Otto-Rieke: Jede Firma, die Mitarbeiter auf Geschftsrei-sen oder fr langfristige Projekte im Rahmen einer Entsen-dung ins Ausland schickt, sollte ein Notfallkonzept in pettohaben. Dazu gehrt etwa eine entsprechende Hotline, die 24Stunden am Tag, an 365 Tagen im Jahr erreichbar ist. JederMitarbeiter im Ausland und in der Heimatbasis muss wissen,was im Fall der Flle zu tun ist.

    BDAE: Von 1980 bis 2000 waren Sie Chefredakteur vonverschiedenen Reisemagazinen (unter anderem TouristikAktuell) und nach wie vor ist das Thema Reisen Ihr Stecken-pferd. Inwieweit hat sich Reisen im letzten viertel Jahrhun-dert gewandelt? Was sind aus Ihrer Sicht dieeinschneidendsten Vernderungen?

    INTERVIEWDIE ART ZU REISEN HAT SICHRADIKAL GENDERT.

    Seit zehn Jahren ist der Reisejourna-list Gerd Otto-Rieke Gastgeber derITB Business Travel Days. Wir sprachenmit ihm ber das vernderte Reisever-halten der letzten 25 Jahre, sein Aus-tauschjahr in Kalifornien 1967/68, denreisenden Amerikaner und ber Sicher-heit auf Geschftsreisen.

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    Otto-Rieke: Der Flugverkehr hat sich radikal gewandelt:Durch die Liberalisierung gibt es jetzt enormen Wettbewerbmit viel niedrigeren Preisen als frher. Bis Anfang der 80-erJahre hatten die Fluggesellschaften quasi ein Monopol inne.Erst nachdem Prsident Jimmy Carter in den USA die Luft-fahrtbranche deregulierte und diese Bestrebungen auch inEuropa Einzug hielten, entstand berhaupt erst ein Markt frFlugreisen. Bis dato wurden Flugtarife (heute msste es kor-rekterweise eigentlich lapidar Flugpreis heien) von den gro-en Airlines diktiert und mussten behrdlich genehmigtwerden. Infolge der Privatisierung und mit dem zunehmen-den Wettbewerb sind auch die Kapazitten durch Gro-raumflugzeuge und zahlreiche neue Routen gestiegen, wasauch auf den Preis drckt. Dabei sind starke alte Anbietervom Markt verschwunden (etwa PanAm, TWA, Swissair),neue hinzugekommen beziehungsweise erstarkt (etwa Sin-gapore Airlines, Emirates, Turkish Airlines). Fr die jetzigeGeneration ist Fliegen ganz normal, das war vor einem Vier-teljahrhundert lngst nicht so.

    Dramatisch verndert hat sich auch der Buchungsvorgang.Es ist ja heute ganz normal, ein Hotel oder einen Standard-flug selbst auszuwhlen und zu reservieren. Vor 25 Jahrengab es noch Papiertickets vom Reisebro.

    BDAE: Was hat sich noch signifikant fr den Reisenden ver-ndert?

    Otto-Rieke: Im Gastgewerbe ist in Deutschland und welt-weit die Expansion der Kettenbetriebe zu beobachten. Dashat unter dem Strich zu Qualittsverbesserungen fr denGast gefhrt. Auch gibt es im 2- bis 3-Sterne-Bereich ein vielbesseres Angebot. Dass der moderne Kunde vor allem auchtechnische Anforderungen stellt (etwa WLAN), daran musstesich die Hotellerie allerdings erst gewhnen.

    Auch der grenzberschreitende Verkehr ist insgesamt leich-ter geworden, etwa das visafreie Reisen in die USA oder(mge er uns erhalten bleiben) der Schengen-Raum. Durchdie Sicherheitslage bedingt umstndlicher geworden sindviele Abfertigungsvorgnge mit Kontrollen. So leichtfigwie frher reist man dadurch leider nicht mehr.

    Insgesamt ist Reisen aber gnstiger und bequemer gewor-den. Ziele, die frher allein aufgrund der Entfernung uner-reichbar erschienen, sind inzwischen relativ normaleStationen fr die jngere Generation.

    BDAE: Ist dadurch mglicherweise der Zauber, das Beson-dere des Reisens etwas verloren gegangen?

    Otto-Rieke: Die Welt ist ja lngst bei uns zu Hause ange-kommen. Nehmen Sie den einfachen Obsthndler: Frherhatte dieser nur saisonale Frchte im Angebot. Heute be-komme ich nicht nur Bananen und Kiwis, sondern auch sel-tene exotische Frchte wie beispielsweise die thailndischeDurian bei ihm. berall auf den Flughfen begegnen Ihnendie bekannten Handelsketten und Marken. Kurzum, man istbereits an so vieles gewhnt, was es im Ausland gibt. Das istein hinlnglich bekanntes Resultat der Globalisierung. Esmag vielleicht nicht mehr so auergewhnlich sein, bei-spielsweise nach Indonesien zu reisen, aber es ist ein riesigerFortschritt und ein groes Privileg fr uns, das uns so vieleMglichkeiten zur Verfgung stehen, die Welt zu bereisen.Wenn ich sehe, wo meine Shne berall auf der WeltFreunde haben, ist das schon etwas Groartiges.

    BDAE: Sie sind teilweise in den USA aufgewachsen, wo Sieauch Zeit zu Studienzwecken verbracht haben. Wo habenSie genau gelebt und studiert?

    Otto-Rieke: Ich habe das akademische Jahr 1967/68 inSacramento, California als Austauschschler verbracht. Indiesem Jahr an jenem Ort zu sein, war fr mich der Haupt-gewinn. Es war wohl das gigantischste Jahr berhaupt. Inder Zeit traten dort Bands wie Simon & Garfunkel, JeffersonAirplane oder Rockgren wie Jimi Hendrix und Janis Joplinauf. Es war der berhmte Summer of Love, die Zeit der Hip-pie Bewegung. Allerdings war diese Phase auch ambivalent,zerrissen, denn es herrschte gleichzeitig der Vietnam-Krieg.Ich war dabei, als Familien ihre Shne an den Flughafenbrachten, die als Soldaten in den Krieg zogen. Viele kamennicht wieder. Auerdem wurden 1968 Martin Luther Kingund Bobby Kennedy ermordet. All das erlebte ich praktischvor Ort mit. Rckblickend war ich whrend meines Schler-austausches, zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

    INTERVIEW

    nicotombo - Fotolia.com

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    BDAE: Inwieweit hat Sie Ihr Aufenthalt noch geprgt?

    Otto-Rieke: Viele Freundschaften von damals haben bisheute gehalten. Es war eine einmalige Chance, als Jugendli-cher eine andere Kultur von innen heraus zu erleben. DieseErfahrung mchte ich nicht missen. Auch meine beidenShne waren Austauschschler und haben enorm von demErlebnis profitiert. Natrlich lernt man die Sprache ganz or-dentlich, aber viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass die vonzu Hause gewohnte Normalitt anderswo ganz und garnicht normal ist. Und man lebt damit.

    Eigentlich hat man zwei Kulturerlebnisse: das erste im frem-den Land, das zweite bei der Rckkehr in die Heimat. Dannstt einem pltzlich vieles auf zum Beispiel der oft rup-pige Umgangston, deutsche Ungeduld und berheblichkeit,enge Blickwinkel, Humorlosigkeit und Wichtigtuerei. Tradi-tionell sind die USA ja stark angelschsisch geprgt, da ge-hrt Understatement zum guten Ton und dass man auchber sich selbst lachen kann. Das hat sich hierzulande ver-bessert, aber in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren warDeutschland noch sehr autoritr, frauenfeindlich und muffig.Der Beat Club von Radio Bremen galt vielen lteren ja alsTeufelsgeburt. Dabei handelte es sich lediglich um eine Mu-siksendung, die Rockmusik spielte.

    Ich wuchs in Kiel auf, wo ich an eine reine Jungenschuleging. In den USA kam ich dann auf eine gemischtge-schlechtliche Bildungseinrichtung Jackpot! Auch der Lehr-plan an den amerikanischen Colleges unterschied sichdeutlich vom deutschen Modell an den Universitten. Ich be-legte Kurse wie public speaking oder journalism eswar fantas-tisch!

    BDAE: In Ihrer Publikation Slanguage Amerika beimWort genommen klren Sie den Leser sowohl ber geogra-fische als auch ber sprachliche Missverstndnisse auf. In-wieweit unterscheidet sich das Reiseverhalten derAmerikaner signifikant von dem der Europer? Stimmt dasKlischee, dass Amerikaner schlechte geografische Kenntnissehaben und am liebsten nur ihr eigenes Land bereisen?

    Otto-Rieke: Weil die USA ja ein Land mit 50 Bundesstaa-ten sind, mit den groen Nachbarn Kanada, Mexiko und Ka-ribik, bietet sich amerikanischen Urlaubern ja eine enormeErlebnisflle vor der Tr. Allerdings: Von New York nachLos Angeles sind es rund 4000 km Luftlinie, von Oslo nachAthen nur 2600 km. Da die meisten Amerikaner viel wenigerUrlaub haben als etwa Deutsche, steht ihnen weniger Zeitfr Reisen zur Verfgung. Trotzdem sind viele Amerikanerauerordentlich reisefreudig.

    Klar verwechseln manche Amerikaner Genua und Genf.Oder knnen Romanik nicht von Gotik unterscheiden. Aberwer mit dem Finger auf jemanden zeigt, dessen Daumenweist ja zurck. Welcher Deutsche kennt schon die Haupt-stadt von Wyoming oder die Nachbarn von Texas? Everybodyis ignorant, just on different subjects, sagt man in Amerika.Mark Twain hat ja ein wunderbares, selbstironisches Buchgeschrieben, A Tramp Abroad (Bummel durch Europa),voller satirischer bertreibungen. Das Reiseverhalten derAmerikaner gibt es nicht, genauso wenig wie das derDeutschen. Da gibt es ja auch alles zwischen Ballermannund Bildungsreise. Ich habe es mit Amerikanern zu tun ge-habt, die nach zwei Tagen etwas anstrengend wurden, aberauch mit ausgesprochenen Feingeistern und Bildungsboli-den. Als Reisender in den USA habe ich bei ber 120 Besu-

    chen jedenfalls eins immer erlebt: eine riesigeGastfreundschaft.

    INTERVIEW

    GERD OTTO-RIEKE

    Als Reisejournalist und Buchautor hat Gerd Otto-Rieke et-liche hilfreiche Publikationen rund ums Travel-Manage-ment und Verreisen verffentlicht. Diese knnen ber dieWebseite des Alabasta-Verlagswww.mobilitymanager.com in der Rubrik Fachliteratur be-zogen werden.

    ITB

    Der ITB veranstaltet auf den Business Travel Days einenkostenfreien Workshop zum Thema Gut geplant, sicherentsandt Mitarbeiterentsendungen ins Ausland richtigplanen

    Wo: Messe Berlin, Halle 4.1, Raum Regensburg

    Wann: Donnerstag, 10. Mrz 2016, 10:30 11.15 Uhr

    http://www.mobilitymanager.com/http://www.mobilitymanager.com/http://www.expat-news.com/18718/publikationen-ausland/wie-sie-amerikaner-besser-verstehen/http://www.expat-news.com/18718/publikationen-ausland/wie-sie-amerikaner-besser-verstehen/

  • Seit dem 1. Januar 2016 knnen auslndische Touristeneine sofortige Steuerrckerstattung erhalten, wenn sie inzollfreien Geschften einkaufen. Bisher mussten sie dieWaren inklusive Steuergebhren zahlen und konnten danndie Rckerstattung vor Ausreise extra beantragen.

    Doch jetzt ist es mglich, diese Rckerstattung bei einerKaufsumme von unter 200.000 Won (umgerechnet etwa150 Euro) direkt vor Ort zu erhalten. Insgesamt knnen wh-rend des gesamten Aufenthaltszeitraums bis zu 1.000.000

    Won (rund 765 Euro) zurckerstattet werden. Die sofortigeSteuerrckerstattung soll dazu verhelfen, die Wartezeit derauslndischen Touristen zu verkrzen und ihre Reise nochbequemer zu machen.

    Weitere Informationen dazu finden sich unter http://eng-lish.mosf.go.kr (Kor, Eng) sowie unter www.visitkorea.or.kr.

    Quellen: www.cibt.de, www.tip.de

    SDKOREA: SOFORTIGE STEUERRCKERSTATTUNG FR TOURISTEN

    Versptet sich ein Flug, weil es aufgrund von Randale aufdem vorangehenden Flug zu einer Zwischenlandunggekommen war und die Piloten den Flug erst nach der erfor-derlichen Mindestruhezeit fortsetzen konnten, haben diePassagiere keinen Anspruch auf Entschdigung im Sinne derFluggastrechteverordnung. Das verdeutlicht ein Urteil desAmtsgerichts Frankfurt am Main (Az.: 30 C 1066/14(32)).

    Im betreffenden Fall war der Flug des spteren Klgers vonPunta Cana nach Frankfurt am Main erst mit einer Versp-tung von 17 Stunden am Zielort eingetroffen. Bereits aufdem Hinflug von Frankfurt am Main nach Punta Canamusste die Maschine zwischenlanden, weil ein stark alkoholi-sierter und unter Drogen stehender Fluggast randalierte undauf einer Zwischenlandung in Terziera den rtlichen Behr-den bergeben werden musste. Die dadurch entstandeneVersptung fhrte dann in Punta Cana dazu, dass die Pilotenden Rckflug erst nach Einhalten ihrer Ruhezeit erheblichversptet antreten konnten.

    Die Richter wiesen jedoch die Klage des Reisenden auf eine

    Entschdigungszahlung ab. Ihrer Ansicht nach habe die Ver-sptung auf einem auergewhnlichen Umstand beruht. DerAirline sei nicht nachzuweisen gewesen, dass der Passagierbereits beim Einstieg stark alkoholisiert gewesen sei. Auchsei es fr die Fluggesellschaft unzumutbar, am Ort der Zwi-schenlandung eine Ersatzcrew bereitzuhalten. Eine Ersatzma-schine habe sie dort ebenfalls nicht chartern mssen.

    Quellen: www.cibt.de und www.tip.de

    KEINE ENTSCHDIGUNG NACH VERSPTETEM FLUG DURCH RANDALE

    RECHTLICHES

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    jorgenmac100 - Fotolia.com

    Zwischen Deutschland und den Philippinen ist am 1. Ja-nuar 2016 ein neues Doppelbesteuerungsabkommen(DBA) in Kraft getreten, welches das bis dahin geltende Ab-kommen aus dem Jahr 1983 ersetzt. Inhaltlich modernisiertdas neue Abkommen die bis dahin gltigen Regelungen undpasst sich an das aktuelle OECD-Musterabkommen an. Ins-besondere senkt das Neuabkommen die Quellensteuer inBezug auf Zinsen und Lizenzzahlungen von 15 Prozent auf10 Prozent.

    Um Streitigkeiten vorzubeugen, findet sich im Protokollzudem eine klare Abgrenzung zwischen (quellensteuerpflich-tigen) Lizenzzahlungen und nicht der Quellensteuerpflichtunterliegenden Vergtungen fr technische Dienstleistungen.

    Die Quellensteuer auf Dividenden (Artikel 10 DBA) betrgtgrundstzlich weiterhin 15 Prozent. Allerdings sinkt fr den

    Fall, dass die die Dividenden beziehende Kapitalgesellschaftmit zumindest 25 Prozent am ausschttenden Unternehmenbeteiligt ist, der Steuersatz auf 10 Prozent, bei einer Beteili-gung von mindestens 70 Prozent auf 5 Prozent.

    Eine steuerpflichtige Betriebssttte kann nach Magabe desArt. 5 (3) (b) DBA auch durch Erbringung von Beratungsleis-tungen errichtet werden. Voraussetzung hierfr ist, dass Per-sonal des beratenden Unternehmens sich fr eine Dauer vonsechs Monaten innerhalb eines beliebigen Zwlf-Monats-Zeitraum im anderen Land aufhlt.

    Das neue Doppelbesteuerungsabkommen aktualisiert undstrafft zudem die Regelungen zur Verteilung des Besteuerungs-rechts hinsichtlich gesetzlicher und privater Renteneinknfte.

    Quelle: Germany Trade and Invest

    NEUES DBA ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND DEN PHILIPPINEN

    http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Recht-Zoll/Wirtschafts-und-steuerrecht/recht-aktuell,t=philippinen--deutschphilippinisches-doppelbesteuerungsabkommen-tritt-in-kraft,did=1382538.html%20/t%20_blankhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Startseite_node.html%20/t%20_blankhttp://cibtvisas.de/?login=bdae2631http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Startseite_node.html%20/t%20_blankhttp://cibtvisas.de/?login=bdae2631http://www.visitkorea.or.kr/intro.htmlhttp://english.mosf.go.kr/http://english.mosf.go.kr/

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    RECHTLICHES

    Keine Betriebsrte, kaum Kndigungsschutzklagen undnur ein einziges Arbeitsgericht in Sachen Arbeitsrechtunterscheidet sich Schweden erheblich von Deutschland. Umim Land ttigen Arbeitgebern und PersonalverantwortlichenMissverstndnisse oder gar arbeitsgerichtliche Streitigkeitenzu ersparen, hat die Deutsch-Schwedische Handelskammer nunden Praxisleitfaden Arbeitsrecht in Schweden verffentlicht.

    Auf 122 Seiten gibt die Autorin und Juristin Dr. Eva Hulingeinen umfassenden berblick ber die wichtigsten Aspektedes schwedischen Arbeitsrechts. Dabei werden sowohl hand-feste rechtliche Unterschiede als auch kulturell gewachseneTraditionen verstndlich gemacht.

    Schweden sind Mitglieder einer Konsensgesellschaft und alssolche streben sie danach, Konflikte zu vermeiden. Dies giltauch fr das Arbeitsrecht. So versuchen Arbeitgeber- und Ar-beitnehmerseite in der Regel zunchst, ein Problem im gegen-seitigen Einvernehmen zu lsen. Dabei sind sie auch zu weit-gehenden Kompromissen bereit, so dass viele arbeitsrechtli-che Fragen auf dem institutionalisierten Verhandlungsweggelst werden; zu Gerichtsverfahren kommt es ausgesprochenselten heit es etwa in der Einleitung des Praxisleitfadens.

    Thematisch umfasst der Ratgeber alles vom Arbeitsvertragfr neue Angestellte ber Regelungen zu Elternzeit und an-deren Freistellungen, Sozialversicherungen oder der Arbeit-nehmerberlassung bis hin zur Beendigung von Arbeitsver-hltnissen und eventuellen Gerichtsverfahren. Der in Schwe-den anders als in Deutschland organisierten Arbeitnehmer-mitbestimmung ist ebenfalls ein eigenes Kapitel gewidmet.

    Ein Beispiel fr eine Besonderheit: In Schweden gibt es keineBetriebsrte, deshalb spielen die Gewerkschaften eine auer-ordentlich groe Rolle, auch wenn der Arbeitgeber keinemTarifvertrag unterliegt. Hinzu kommt, dass die Bindung an Ta-rifvertrge wesentlich weiter verbreitet ist als in Deutschland.

    Fazit: Wer das Buch liest, erhlt ein besseres Verstndnis derunterschiedlichen arbeitsrechtlichen Kulturen Deutschlandsund Schwedens. Damit sichert man sich als Arbeitgeberleichter das Vertrauen der schwedischen Mitarbeiter und ver-meidet so Streitigkeiten, noch bevor sie entstehen.

    PRAXISLEITFADEN ARBEITSRECHT SCHWEDEN

    Seit dem 1. Januar 2016 muss die Einfuhrzollanmeldung(Schweizer Import) grundstzlich die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID-Nummer) von Importeur, Emp-fnger und Spediteur enthalten. Wenn diese Angabenfehlen, wird die Sendung gesperrt. Dies teilt das SchweizerBundesamt fr Statistik mit.

    Deutsche Unternehmen sollten deshalb die UID von ihrem

    Schweizer-Kunden auf Rechnung oder Lieferschein drucken,um Verzgerungen bei der Zollabwicklung zu vermeiden. DieAusfuhrzollanmeldung (Schweizer Export) muss die UID vonVersender und Spediteur enthalten.

    Weitere Informationen zur Verwendung der UID in der Zoll-anmeldung stellt die Eidgenssische Zollverwaltung (EZV)zum Download bereit.

    SCHWEIZ: NEUE PFLICHTANGABE BEI ZOLLANMELDUNGEN

    BUCHINFORMATIONEN:

    Arbeitsrecht in Schweden Praxisleitfaden fr Arbeit-geber und Personalverantwortliche in der nordeuropi-schen Konsenskultur

    Herausgeber: Deutsch-Schwedische HandelskammerAutorin: Dr. Eva HulingSpringer Gabler-Verlag, 2016ISBN 978-3-658-10204-3122 Seiten; 35 Euro

    iQoncept - Fotolia.com

    http://www.ezv.admin.ch/themen/04099/05115/http://www.handelskammer.se/de%20/t%20_blank

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    RECHTLICHESMit Russland besteht nach Angaben der Bundesregie-rung nach wie vor kein Sozialversicherungsabkom-men. Dies berichtet ihre-vorsorge.de (das Portal derDeutschen Rentenversicherung) unter Berufung aufden Deutsche Bundestag. Demnach habe trotz in-tensiver Bemhungen seitens der deutschenRegierung das Abkommen bislang nicht zuEnde verhandelt werden knnen, heit es inder Antwort der Regierung auf eine KleineAnfrage der Fraktion Bndnis 90/Die Gr-nen.

    Der Plan ein beiderseitiges Abkommen berdie soziale Sicherheit mit den Nachfolgestaa-ten der UdSSR abzuschlieen, bestehe bereits seit1992. Die Initiative gehe zurck auf den Wunsch derdeutschen Seite, den vielen Beschftigten vor allem aus derDDR, die vor der deutschen Einheit in der UdSSR beschftigtwaren, die Anrechnung von Rentenanwartschaften aus die-sen Zeitrumen fr ihre Altersrenten zu ermglichen.

    Die Verhandlungen haben den Angaben zufolge Anfang der1990er-Jahre begonnen und wurden 1995 auf Wunsch derrussischen Seite zunchst ausgesetzt. 2005 seien die Ver-

    handlungen auf Initiative der deutschen Seite wie-der aufgenommen worden. Seitdem habe es

    elf Verhandlungsrunden gegeben, jedochbislang ohne Abschluss.

    NOCH IMMER KEIN SOZIALVERSICHERUNGSABKOMMEN MIT RUSSLAND

    Die Europische Union(EU) und Kolumbienhaben krzlich ein Abkom-men ber die Befreiung vonder Visumpflicht fr Kurz-aufenthalte unterzeichnet.Nach der neuen Regelungknnen EU-Brger visumfreiin das Hoheitsgebiet Kolum-biens und Brger Kolum-biens visumfrei in die EUreisen, wenn der Aufenthalthchstens 90 Tage in einemZeitraum von 180 Tagen be-trgt.

    Fr die Inanspruchnahmedieser Regelung mssen dieBrger der EU und Kolum-biens einen gltigen norma-len Pass oder Diplomaten-,Dienst- oder Sonderpass be-sitzen. Die Befreiung vonder Visumpflicht gilt fr allePersonengruppen und frsmtliche Reisezwecke (bei-spielsweise fr Ferienaufent-halte, kulturelle Besuche,

    wissenschaftliche Ttigkei-ten, Familienbesuche, Ge-schftsreisen und vielemmehr), jedoch nicht fr Per-sonen, die zur Ausbungeiner Erwerbsttigkeit ein-reisen.

    Das Abkommen gilt seitdem 3. Dezember 2015 je-doch nur vorlufig. Gemden EU-Vertrgen beigefg-ten Protokollen werden Ir-land und das VereinigteKnigreich nicht zur An-wendung dieses Abkom-mens verpflichtet sein. DieVisaregelung fr Reisen indiese beiden Mitgliedstaa-ten unterliegt weiterhinderen innerstaatlichenRechtsvorschriften.

    ABKOMMEN MIT KOLUMBIEN BER BEFREIUNGVON DER VISUMPFLICHT

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    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/068/1806872.pdfhttp://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/068/1806872.pdfhttp://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/068/1806872.pdfhttp://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/070/1807096.pdfhttps://www.ihre-vorsorge.de/

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    Zweiundsechzig Prozent der Deutschen vertrauen demUnternehmen, in dem sie angestellt sind. Damit liegtDeutschland laut dem Trustbarometer von Edelman weltweitim Mittelfeld.

    Generell scheinen europische Arbeitnehmer misstrauischerzu sein. Whrend in Spanien, Italien und dem UK hnliche

    Werte verzeichnet werden wie in Deutschland und in Schwe-den und Frankreich sogar noch niedrigere, sind die Vertrau-enswerte in Sdamerika, Indien und China deutlich hher. InSdkorea und vor allem Japan ist das Vertrauen gegenberder Wirtschaft aber ebenfalls nicht besonders ausgeprgt.

    EXPATRIATESVERTRAUEN IN ARBEITGEBER: EUROPISCHE UND OSTASIATISCHE MITARBEITER SIND MISSTRAUISCHER

    Nicht einmal jede fnftePosition als Fachkraftim Bereich Informations-und Kommunikationstech-nik (IKT) ist in Europa miteiner Frau besetzt. Laut dereuropischen Statistik-Be-hrde Eurostat sind es EU-weit 18,1 Prozent.Deutschland liegt mit einemWert von 17,8 Prozentsogar noch leicht unter die-sem Schnitt, kommt aberimmerhin auf einen hherenAnteil als das Vereinigte K-

    nigreich (17,3 Prozent) undFrankreich (16,6 Prozent).Innerhalb der EU-Staatenweist Luxemburg den ge-ringsten Anteil an weibli-chen IKT-Fachleuten auf: nur10,8 Prozent. Die hchstenFrauenanteile haben Estland(29,6 Prozent) und Bulga-rien (31,8 Prozent). Dochauch hier sind mehr als zweiDrittel der beschftigten IKT-Fachleute Mnner.

    IT-BRANCHE EUROPAWEIT VON MNNERN DOMINIERT

    Europische und ostasiatische Angestellte sind misstrauischerAnteil der Personen, die der Firma, in der sie arbeiten, vertrauen

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    EXPATRIATESVorstnde in Europahaben im vergangenenJahr deutlich mehr verdientals im Jahr zuvor. Die Ge-samtvergtung (Grundge-halt plus variableVergtung) der Top-Mana-ger stieg um 4,3 Prozent(2014: 1,9 Prozent). Grunddafr ist vor allem ein An-stieg der Bonuszahlungen.Das Grundgehalt der Mana-ger erhhte sich dagegennur moderat (1,3 Prozent).Zu diesem Ergebnis kommtdie UnternehmensberatungKorn Ferry Hay Group inihrer jhrlichen Untersu-chung der Vorstandsgehl-ter in Europa. Fr dieaktuelle Untersuchung wur-den die Daten von mehr als1.813 Vorstnden und Top-Fhrungskrften aus 22Lndern und 365 Unterneh-men verwendet.

    Fast zwei Drittel der Vor-stnde in Europa erhielten2015 einen hheren Bonusals im Jahr zuvor. Unterneh-men in der Schweiz zahlenihren Top-Managern nachwie vor am meisten. Danachverdienten Vorstnde ambesten in Grobritannien,Russland und Spanien.Deutschland belegt beimVergleich von Vorstnden inEuropa hinter sterreichPlatz sechs. Nimmt man je-doch zum Festgehalt nebenden kurzfristigen auch dielangfristigen Boni hinzu, ver-ndert sich das Bild:Deutschland belegt in die-sem Vergleich hinter Gro-britannien und der SchweizPlatz drei.

    Langfristige Boni erfreuensich in immer mehr LndernEuropas einer wachsendenBeliebtheit. In Grobritan-nien und der Schweiz ma-chen sie mit 39 Prozent und36 Prozent bereits den gr-ten Anteil an der Vorstands-vergtung aus. InDeutschland liegen sie mit32 Prozent noch knapp hin-ter dem Grundgehalt (35Prozent) und kurzfristigenBoni (33 Prozent).

    Die Gesamtvergtung derVorstandsvorsitzenden er-hhte sich im Vergleich zumVorjahr um 4 Prozent (2014:1,2 Prozent). Ihr Grundge-halt stieg lediglich um 1,2Prozent. Am besten verdien-ten Top-Manager im vergan-genen Jahr in der Medien-branche. Dahinter folgenbeim Vergleich der Gesamt-vergtung die Vorstndevon Pharmaunternehmenund der Automobilindustrie.Auf den letzten Pltzen beider Gesamtvergtung liegendie Transportunternehmenund Energieversorger.

    EUROPAS TOP-MANAGER VERDIENTEN 2015 HHERE BONI ALS IM VORJAHR

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    http://www.kornferry.com/

  • Die spanische Niedrigpreisfluggesellschaft kndigt ab Junieine neue Verbindung von Zrich nach London an. Mitsechs Flgen in der Woche soll die neue Strecke ab dem 12.Juni dieses Jahres bedient werden.

    In der schweizer Metropole hebt der Airbus A320 immer mor-gens um 8.00 Uhr ab und landet um 8.50 Uhr in EnglandsHauptstadt. Nach einem Aufenthalt von 45 Minuten geht esum 9.35 Uhr wieder zurck nach Zrich, wo der Flieger um12.15 Uhr landet. (Alle Zeitangaben sind Ortszeiten.)

    12

    GERMANIA

    EUROWINGS

    Die Berliner Fluggesellschaft hat be-reits einen Groteil ihres Winter-flugplans 2016/2017 freigeschaltetund ermglicht Reisenden damit einefrhe Buchung.

    So knnen sich Reisende ab Bremen,Dresden, Erfurt-Weimar, Friedrichsha-fen, Mnster/Osnabrck und Rostockunter anderem auf die KanareninselnFuerteventura, Gran Canaria und Tene-riffa freuen. Die Flge wurden dabei imVergleich zum aktuellen Winterflug-plan aufgestockt: Nach Gran Canariageht es ab Dresden und Erfurt dannzweimal pro Woche, von Mnster/Os-nabrck starten wchentlich zwei Flug-

    zeuge nachFuerteventura. Von Berlin aus bringtGermania ebenfalls zweimal proWoche Reisende nach Teneriffa. AbDresden, Hamburg und Bremen ist au-

    erdem die Blumeninsel Madeira imFlugplan vertreten, nach Zypern bringtGermania Reisende von insgesamtsechs deutschen Abflughfen aus.

    Wer statt Strandurlaub zu machen lie-ber die Stdte der Welt erkundet, kannab Berlin-Schnefeld mit Germanianach Teheran fliegen, um dort Landund Leute kennenzulernen. Auch imWinterflugplan: Tel Aviv. Die israelischeStadt ist ab Hamburg und Dsseldorfim Programm von der Stadt imRheinland aus starten die grn-weienFlugzeuge dann sogar dreimal w-chentlich Richtung Tel Aviv.

    Die Lufthansatochter Eu-rowings ergnzt abAnfang Mai den HamburgerFlugplan um ein weiteresZiel und fliegt neu Cagliari,die Hauptstadt der zweit-grten Mittelmeerinsel Sar-dinien, an.

    Immer samstags startet derAirbus A320 jeweils um6.45 Uhr in der Hansestadtund erreicht Sardinien um9.30 Uhr. Der Rckflug ver-lsst die Insel um 10.10 Uhrund erreicht den NordenDeutschlands wieder um13.00 Uhr. Die neue Strecke

    ist ab sofort online unterhttps://www.eurowings.com/skysales/Search.aspx?cul-ture=de-DE oder im ServiceCenter der Germanwingsunter der Telefonnummer0180 6 320 320 buchbar.

    Daneben hat die AirlineFlge zu neuen Fernzielenverschoben beziehungs-weise ganz abgesagt.

    Die Flge auf den Verbin-dungen von Kln/Bonn nachBoston sowie nach LasVegas beginnen nicht wieursprnglich geplant am 4.

    Mai, sondern erst im Junidieses Jahres. Die Flge indie iranische Hauptstadt Te-heran, die am 29. Mrz star-ten sollten, wurden sogarganz aus dem Flugplan derAirline gestrichen. Passa-giere, die bereits Flugticketsfr diese Route gebuchthatten, wurden auf andereFlge umgebucht. Zudemwurden die Flge vonKln/Bonn nach Dubai imSommer ausgesetzt. Diesesollen von der Konzernmut-ter Lufthansa bernommenwerden.

    AIRLINES

    VUELING

    PhilippSch

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    tolia.

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    https://www.eurowings.com/skysales/Search.aspx?culture=de-DEhttps://www.eurowings.com/skysales/Search.aspx?culture=de-DEhttps://www.eurowings.com/skysales/Search.aspx?culture=de-DE

  • Ein riesiger Tower in Formeiner Tulpe wird zum Er-kennungszeichen des neuenFlughafens in Istanbul wer-den. In einem internationa-len Wettbewerb um den Baudes knftigen Kontrollturmshat sich das Betreiber-Kon-sortium IGA fr den Entwurfder Unternehmen AECOMund Pininfarina entschieden.

    Die Gestaltung des Towersvereint Aspekte derModerne mitElementender Tradi-tion. DieTurm-formba-siertaufeinerTulpe,die seitvielenJahrhunder-ten ein Symbolvon Istanbul ist. Indem sanft geschwungenen,96 Meter hohen Bauwerk,das fr alle ein- und ausflie-genden Passagiere desneuen Groflughafens sicht-bar sein wird, finden sichzudem Bezge zum Flug-zeugbau. Baubeginn fr denTower ist im Mai, im Okto-ber 2017 soll er fertig ge-stellt sein.

    Das US-amerikanische Un-ternehmen AECOM plant,baut, finanziert und betreibtInfrastrukturanlagen in ber150 Lndern. Die italieni-sche Designfirma Pininfarinahat unter anderem Fahr-zeuge fr Ferrari, AlfaRomeo oder Jaguar entwor-fen. Die beiden Unterneh-men setzten sich in einem

    internationalen Wettbewerbgegen fnf weitere Archi-tektenteams durch. Nebendem Tower erhielten sie auchden Zuschlag fr den Baueines technischen Gebudesfr den neuen Airport.

    35 Kilometer von der Stadt-mitte Istanbuls entfernt undauf der europischen Seiteam Schwarzen Meer ist derIstanbul New Airport eines

    der grten Infra-strukturpro-

    jekte in derGe-

    schichtederTr-kei.BeiseinerErff-

    nungim Frh-

    jahr 2018wird er zu-

    nchst eineAbfertigungskapa-

    zitt von 90 Millionen Flug-gsten pro Jahr haben.Geplant ist der Ausbau aufsechs Startbahnen und dreiTerminalgebude. Nach sei-ner Fertigstellung wird derIstanbul New Airport bereine Kapazitt von jhrlich200 Millionen Fluggstenverfgen und einer dergrten Airports der Weltsein.

    Verantwortlich fr seinenBau und zugleich Betreiberdes neuen Airports ist IGAHavalimani Isletmesi A.S.(IGA), ein Konsortium ausfnf trkischen Unterneh-men. Jeder der Partner Cen-giz, Kolin, Limak, MAPA andKalyon hlt 20 Prozent ander IGA.

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    FLUGHAFEN ISTANBULFLUGHAFEN FRANKFURT UND LUFTHANSA

    AIRLINESDie beiden Partner Luft-hansa und Fraport star-ten gemeinsam amFrankfurter Flughafen neuedigitale Shopping-Angebotefr Passagiere. Entlang dergesamten Reisekette wer-den ihnen knftig onlinemehr Komfort, Qualitt undWahlmglichkeiten gebo-ten. Mit dem LoungeShopping bieten Lufthansaund Fraport die erste ge-meinsame Serviceplattform.Damit knnen Reisende inausgewhlten Lufthansa-Lounges am FrankfurterFlughafen ber bereitge-stellte iPads exklusive Pro-dukte aus den Flughafen-Shops kaufen und sich bin-nen einer halben Stunde lie-fern lassen. Das Online-Warenangebot reicht vonDelikatessen und Spirituo-sen ber Accessoires bis hinzu Reise- und Lederwaren.

    In den nchsten Monatensoll die verfgbare Produkt-palette weiter ausgebautwerden. Auerdem wird dieLieferung in die Lounges frabreisende Passagiere nochim ersten Quartal des Jahresum einen entsprechendenService fr ankommende

    Reisende erweitert dasInflight Shopping. AufLangstreckenflgen nachFrankfurt knnen Lufthansa-Passagiere bereits whrenddes Flugs Produkte der Flug-hafen-Shops kaufen und be-kommen diese nach derLandung direkt am An-kunfts-Gate berreicht.

    Mit dem neuen Gourmetser-vice Taste & Travel wer-den Lufthansa und Fraportebenfalls neue digitaleWege gehen. Dazu werdenim Check-in-Bereich und inder Nhe der Sicherheits-kontrolle in Krze iPads zurVerfgung stehen, aufdenen Lufthansa-FluggsteWahlmens fr die Liefe-rung an das Abflug-Gate or-dern knnen. Diese werdendann in hochwertigen undwrmedmmenden Verpak-kungen geliefert, sodass derFluggast seine ausgesuchteMahlzeit sogar im Flugzeugzu sich nehmen kann.

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    VERMISCHTESKRISENLNDER VERLIEREN URLAUBER

    Im Januar 2016 buchten Kunden deut-lich weniger Pauschalreisen in jeneLnder, die in den vergangenen Mona-ten von terroristischen Anschlgen be-troffen waren, als noch vor einem Jahr.Betrachtet wurden alle im Januar 2015und Januar 2016 ber CHECK24.de ge-buchten Pauschalreisen. Betroffen vonden Rckgngen sind Tunesien, gyp-ten und die Trkei. Im Gegenzug frag-ten Pauschaltouristen hufiger nachSpanien, Griechenland und Bulgarien.Das vernderte Buchungsverhaltenmacht sich auch im Preis bemerkbar.

    Im Januar 2016 fiel der Anteil fr Pau-schalreisen nach Tunesien um 59 Pro-zent im Vergleich zum Vorjahresmonat.Auch die Trkei wurde anteilig rund 30Prozent weniger nachgefragt. Trotz-dem bleibt sie das zweitbeliebteste Rei-seland. Das beliebtestePauschalreiseziel Spanien buchten Kun-den den Anteilen entsprechend 19 Pro-zent hufiger als im Vorjahresmonat.Auch andere europische Urlaubsln-der wie Griechenland, Bulgarien oderPortugal gewannen bis zu zwei DrittelBuchungsanteile hinzu.

    Mit der Vernderung des Buchungsver-haltens sanken auch die Preise fr diekrisengebeutelten Lnder: Pauschalrei-sen in die Trkei waren im Januar 2016im Schnitt elf Prozent gnstiger als imVorjahresmonat. Auch fr einen Urlaubnach gypten zahlten Pauschaltouris-ten durchschnittlich 16 Prozent weni-ger. Umgekehrt stiegen die Kosten frsichere Urlaubslnder: Eine Pauschal-reise nach Spanien kostete 2016 vier

    Prozent, ein Urlaub in Portugal sogarfnf Prozent mehr. Neben den politi-schen Vernderungen ist ein mglicherGrund fr die unterschiedliche Ent-wicklung der Preisniveaus die Unsicher-heit der Kunden in Folge derTerroranschlge in Tunesien, gyptenund der Trkei und die dadurch gestie-gene beziehungsweise gesunkeneNachfrage.

    EINKOMMENSUNGLEICHHEIT UND CHANCENGERECHTIGKEIT SIND ENG MITEINANDER VERBUNDEN

    Je strker Einkommensunterschiede von der eigenen An-strengung und nicht von der Herkunft eines Menschenabhngen, desto grer ist die Chancengerechtigkeit ineiner Gesellschaft. Whrend eigene Anstrengung allerdingseine bewusste persnliche Entscheidung ist, entziehen sichHerkunft und Kindheitserfahrungen der eigenen Kontrolle.Eine aktuelle Studie des Zentrums fr Europische Wirt-schaftsforschung (ZEW) zeigt, dass der Anteil der Einkom-mensungleichheit aufgrund uerer Lebensumstnde wieHerkunft und Kindheit bei mindestens 31,8 Prozent in Gro-britannien bzw. 45,7 Prozent in den USA liegt. Mit anderenWorten: Fr knapp ein Drittel der Einkommensunterschiedein Grobritannien und sogar fr fast die Hlfte in den USAsind die ueren Lebensumstnde in der Kindheit ausschlag-gebend.

    Die Untersuchung der Wissenschaftler sttzt sich auf repr-sentative Mikrodaten des Zentrums fr Lngsschnittstudienam University College London sowie des Arbeitsministeriumsder Vereinigten Staaten. Die beiden Trendstudien (dabei wer-den zu bestimmten Zeitpunkten immer wieder Stichprobengenommen) bercksichtigen sowohl das soziale Milieu deruntersuchten Jahrgnge whrend der Kindheit als auch die

    kognitiven und nicht-kognitiven Fhigkeiten, das heit Lern-und Leistungsfhigkeit, Wahrnehmung und Erinnerung ei-nerseits sowie Motivation, Disziplin und soziale Kompeten-zen andererseits. Die Wissenschaftler gehen dabei davonaus, dass alle Erfolge und Verhaltensweisen von Kindern biszum Alter von 16 Jahren den ueren Lebensumstnden zu-gerechnet werden mssen.

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    Sortiert nach beliebteste Lnder

    http://www.zew.de/de/http://www.zew.de/de/

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    VERMISCHTESDEUTSCHE MGEN ES IM URLAUB GERNE GEMTLICH UND PLANLOS

    Ein Viertel der Deutschen mchte im Urlaub das lokaleLeben des Gastlandes entdecken, viele neue Orte ken-nenlernen und lokale Spezialitten genieen. Das ist ein Er-gebnis einer aktuellen reprsentativen Studie der KroatischenZentrale fr Tourismus. Untersucht wurde dabei das Verhal-ten von Reisenden aus elf Lndern darunter auch von1.000 Deutschen. Heraus kam, dass die deutschen Urlauberentgegen gngiger Vorurteile nicht nur in ihrer bekanntenHotel-Wohlfhlzone bleiben, sondern im Lndervergleichsogar ein berdurchschnittlich groes Interesse daran haben,Land und Leute kennenzulernen.

    Mit Hilfe von gezielten Fragen und Charakterprofilen wurdenalle Teilnehmer der Studie in sieben Urlaubstypen kategori-siert: Lokal-Experte, Strandhschen, Jung und Frei, Fa-milien-Organisator, Kulturliebhaber, Romantiker,Abenteurer. Passend fr jeden Urlaubstypen schlgt dieKroatische Zentrale fr Tourismus im Anschluss die idealenReiseorte in Kroatien vor (siehe Grafik).

    Als Romantiker kann man 15 Prozent der Deutschen be-zeichnen. Der Romantiker verbringt seinen Urlaub am lieb-sten mit dem Partner und schtzt ruhige, abgelegene Pltze,wo er in Ruhe entspannen kann. Dicht dahinter folgt direktder Abenteurer (14 Prozent). Er erlebt im Urlaub gerne neueDinge. Generell verbringen 24 Prozent der Deutschen ihrenUrlaub aktiv an der frischen Luft. Damit liegen sie im Lnder-vergleich ber dem Durchschnitt.

    Fr den idealen Urlaub brauchen die Deutschen die richtigeReisebegleitung, gastfreundliche Menschen vor Ort, ein si-cheres Reiseziel sowie die Mglichkeit, neue Erfahrungen zusammeln. Auerdem wollen sie Entspannung und bentigeneinen Schuss Sonnenmilch die darf bei 53 Prozent nicht imReisegepck fehlen. Entgegen gngiger Klischees wollen dieDeutschen im Urlaub einmal keinen genauen Plan verfolgen.Mehr als die Hlfte sagt sogar, dass sie ihr Smartphone zuHause lassen knnten. Auerdem ist es fr sie wichtig, imUrlaub herumreisen zu knnen, neue Orte und Menschenkennen zu lernen und vor allem die lokalen kulinarischenSpezialitten zu probieren. Currywurst und Pommes stehendaher fr die meisten deutschen Urlauber nicht auf demSpeiseplan.

    Im Vergleich zu anderen Lndern sind die Deutschen mehr-heitlich gemtliche Zeitgenossen. Obwohl sie berdurch-schnittlich gerne an der frischen Luft sind, suchen siebeispielsweise im Vergleich zu den Norwegern eher wenigernach unvergesslichem Nervenkitzel. Und whrend andereNationen wie die Franzosen gerne die Nchte durchfeiern,genieen sie ihre freie Zeit vor allem am Strand. Fr alle Be-fragten spielen grundlegende Faktoren wie Wetter, Unter-kunft und Kosten eine magebliche Rolle. Weniger wichtigist es dabei, dass das Reiseziel nah an zu Hause liegt und siedas gleiche Ziel wie im Vorjahr besuchen (jeweils vier Pro-zent).

    Dabei ist Kroatien eine beliebte Urlaubsdestination fr diemeisten Deutschen. Das Land wurde als eine der Top 10 Ur-laubsdestinationen der Welt von den Teilnehmern der Studiegewhlt. 84 Prozent der befragten Deutschen, die Kroatienbereits bereisten, bewerten ihre Urlaube als berdurch-schnittlich positiv, egal zu welcher Jahreszeit.

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    VERMISCHTESDIE ZEHN ROMANTISCHSTEN ZIELE FR AUSWANDERER

    Fr alle, die noch auf derSuche nach der Liebeihres Lebens sind, haben dieMitglieder des Social Net-works InterNations die ro-mantischten Lnder derWelt gewhlt: Ein Umzugnach Ecuador, Costa Ricaoder Malta bietet demnachgute Chancen, den nchs-ten Valentinstag in trauterZweisamkeit zu verbringen.Auch Israel, die Philippinen,Indonesien, Panama, Thai-land, Portugal und Mexikosind berdurchschnittlich ro-mantische Lnder fr Aus-wanderer.

    Fr die jhrliche Expat In-sider 2015 Studie befragteInterNations mehr als14.000 Expats, die in 195verschiedenen Lndernleben, zu ihrer Zufriedenheitmit der eigenen Liebesbezie-hung. Basierend auf denAntworten hat InterNationsein Ranking der glcklich-sten Prchen erstellt.

    Whrend Paris, Rom und dieMalediven bekanntlich po-pulre Reiseziele fr Liebes-prchen sind, empfehlensich die folgenden 10 Ln-der fr alle Romantiker, diefr lngere Zeit ins Auslandwollen:

    Romolo Tavani - Fotolia.com

    https://www.internations.org/expat-insider/https://www.internations.org/expat-insider/

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    GESUNDHEITLATINO-KINDER IN DEN USA PROFITIEREN VON OBAMACARE

    Mit 9,7 Prozent hat die Quote von hispanischen Kindernohne Krankenversicherung in den USA einen bislangunbekannten Tiefstand erreicht. Laut jngsten Erkenntnissenschrumpfte deren Anzahl von 2013 bis 2014 landesweit um300.000 auf rund 1,7 Mio. Das ist ein Minus von knapp zweiProzentpunkten. Diese Zahlen gehen hervor aus einer aktuel-len Studie des Healthy Policy Insitute der Georgetown Uni-versity in Kooperation mit der NGO National Council of LaRaza.

    Den Grund fr diesen starken Rckgang sehen die Studien-autoren vor allem in den politischen Anstrengungen der Ad-ministration Obama im Bereich des Gesundheitswesens. Mitdem "Patient Protection and Affordable Care Act" weitetedie US-Regierung den versicherungstechnischen Anspruchauf Gesundheitsleistungen enorm aus, wovon in erster Liniebislang unversicherte Niedrigverdiener und armutsgefhrdeteMenschen profitieren, darunter zahlreiche hispanische Fami-lien. Im gleichen Zeitraum sank auch der Anteil aller in denUSA lebenden Kinder ohne Krankenversicherung auf sechsProzent. Der Rckgang betrgt hier allerdings nur 1,1 Pro-zentpunkte.

    Neben den soziokonomischen Divergenzen zwischen denverschiedenen ethnischen Gruppen in den USA sind jenach Heimatbundesstaat auch innerhalb der hispanischenCommunity deutliche Unterschiede zu erkennen. So betrgtbeispielsweise die Quote von nicht krankenversicherten La-tino- Kids in New York nur 3,8 Prozent, in Illinois 4,5 Prozentund in Kalifornien 6,8 Prozent. Im Gegensatz dazu liegt die-ser Wert in Georgia und Texas bei jeweils 15,3 Prozent, inArizona bei 12,7 Prozent. Dem landesweiten Durchschnittkommt am nchsten der Bundesstaat Colorado mit 9,6 Pro-zent.

    Im Jahr 2014 kamen zwei von drei unversicherten hispani-schen Kindern aus den Bundesstaten Texas, Kalifornien, Flo-rida, Arizona und Georgia. 30,6 Prozent aller Kinder aushispanischen Familien ohne Krankenversicherung leben inTexas. Die Zahlen der Studienautoren zeigen ebenfalls, dassdie Wirkung der Gesundheitsreform trotz ihres bundeswei-ten Charakters teilweise von der politischen Ausrichtung desjeweiligen Bundesstaats abhngt.

    Die auch unter dem Schlagwort "Obamacare" bekannte Re-form stt innerhalb der republikanischen Partei auf breiteAblehnung. Sie sieht darin eine sozialistische Bevormundungder Bevlkerung. Demokraten befrworten hingegen die Ini-tiative ihres Prsidenten. Dass nun ausgerechnet Kinder aushispanischen Familien von "Obamacare" berdurchschnitt-lich stark davon profitieren, zeigt, in welchem Dilemma sichdie republikanischen Prsidentschaftskandidaten gegenwr-tig befinden.

    Schlielich sind Hispanics die am schnellsten wachsendeMinderheit in den USA und als Whlergruppe zunehmendbedeutender. Laut Prognosen soll der Anteil von Hispanics ander Gesamtbevlkerung von heute 17 auf 29 Prozent biszum Jahr 2060 steigen. Der Anteil von Afroamerikanernbleibt hingegen stabil bei zwlf Prozent, so die Vorhersagedes Center for American Progresshttps://americanprogress.org.

    Quelle: www.pressetext.com

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    http://www.pressetext.com/https://americanprogress.org%20%5ct%20_blank/http://nclr.org/http://nclr.org/http://hpi.georgetown.edu/

  • GESUNDHEITZIKA-VIRUS: WAS BRASILIENREISENDE WISSEN MSSEN

    Das Zika-Virus wird durch Stechmcken bertragen, istbesonders anspruchslos und breitet sich zurzeit rasantaus. Der Erreger kann Fieber und Hautausschlag verursachenund steht im Verdacht, dem Gehirn ungeborener Kinder zuschaden. Ursprnglich aus Uganda stammend, ist das Zika-Virus aktuell in Brasilien am strksten verbreitet. Expertenvermuten, dass es sich durch die vielen Reisenden whrendder Fuball-WM in 2014 so schnell so flchendeckend ver-breiten konnte. Und nun steht mit den diesjhrigen Olympi-schen Spielen im August die nchste groe Sportveranstal-tung auf dem sdamerikanischen Kontinent vor der Tr.

    Das Virus und seine SymptomeDas Zika-Virus wird durch die so genannte Aedes-Stech-mcke auf Menschen bertragen. Betroffene klagen hufigber Fieber, Hautausschlag und seltener ber Muskel- undKopfschmerzen oder Erbrechen. Whrend der Ausschlag biszu sechs Tage andauern kann, ist von den anderen Sympto-men meist frher nichts mehr zu spren. Problematisch istdie diagnostische Abgrenzung zu Dengue- und Westnilfie-ber, die mit hnlichen Symptomen einhergehen. Nur eineBlutuntersuchung kann hier Aufschluss geben.

    Fr wen ist das Virus gefhrlich?Da das Zika-Virus in der Regel nicht von Mensch zu Menschbertragen wird, ist eine Verbreitung durch eingeschleppteFlle in Deutschland nicht zu erwarten. Und fr gesunde Er-wachsene besteht meist keine Gefahr fr Leib und Leben.Das fr Infektionskrankheiten zustndige Robert-Koch-Insti-tut rt schwangeren Frauen, eine Reise in betroffene Gebieteunbedingt zu vermeiden. Denn extrem gefhrlich soll dasVirus fr Ften sein. Infiziert sich die schwangere Frau, kanndas Zika-Virus schwere Fehlbildungen bei ihrem ungebore-nen Kind verursachen. Dabei sind der Schdel und das Ge-hirn des Kindes kleiner als normal. Je nach dem Grad derFehlbildung leiden Kinder, die die Geburt berleben, unterEinschrnkungen bis hin zu schweren geistigen Behinderun-gen.

    Wie knnen sich Schwangere schtzen?Werdende Mtter, die unbedingt in die gefhrdeten Gebietereisen mssen oder knftig Schwangere, die auf das Erlebnisder Olympischen Spiele nicht verzichten mgen, sollten ei-nige Vorsichtsmanahmen treffen. Da es keine Impfung gibt,bleibt nach Auskunft der ARAG Experten nur die konse-quente Einhaltung persnlicher Mckenschutzmanahmen.So beispielsweise das Tragen langer, bedeckender Kleidungs-stcke, das tglich mehrfache Auftragen von Mckenschutz-mitteln auf unbedeckte Hautflchen sowie das Schlafenunter imprgnierten Moskitonetzen. Auch ein Besuch beieinem Tropen- oder Reisemediziner vor Antritt der Reise istunbedingt empfehlenswert.

    Quelle: ARAG Rechtstipps und Urteile

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    VOR AUSLANDSREISEN TOLLWUT-IMPFUNG PRFEN

    Je nach Reiseziel sollten Urlauber ber eine Tollwut-Imp-fung nachdenken. Insbesondere Trekking-Reisenden, dieauch in entlegenen Drfern Station machen, raten Expertenzu einer Impfung, wie das Gesundheitsmagazin "ApothekenUmschau" berichtet. "Der aktive Impfstoff ist extrem gut ver-trglich", sagt der Mnchner Infektiologe Dr. Nikolaus Frh-wein. Um die Schutzwirkung aufzubauen, sind dreiImpfungen innerhalb eines Monats erforderlich. Grundstz-lich knnen alle Sugetiere die Erreger weitergeben auchohne zu beien: Die gefhrlichen Viren sind im Speichel derkranken Tiere enthalten und knnen ber Schrfwundenoder die Schleimhute auch in unserer Blut gelangen, bei-spielsweise wenn man einen infizierten Straenhund strei-chelt oder fttert.

    Dr_Kateryna - Fotolia.com

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    http://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/reise-und-freizeit/08024/

  • Der Body-Mass-Index (BMI) liefert falsche Rckschlsseber die Gesundheit das kritisieren Forscher der UCLAhttp://ucla.edu in einer neuen Studie, die im "InternationalJournal of Obesity" verffentlicht wurde. So werden vieleMenschen als ungesund eingestuft, obwohl sie lediglicheinen hheren BMI (gemessen durch: Gewicht in Kilogrammdividiert durch Krpergre in Meter zum Quadrat) haben.

    "Viele Menschen sehen Adipositas als Todesurteil an", er-klrt A. Janet Tomiyama, Hauptautorin der Studie. "Aber dieDaten zeigen, dass es Millionen Menschen gibt, die berge-wichtig und adips, aber in bester Gesundheit sind." Geradedeshalb ist das Vorhaben amerikanischer Unternehmen, dieprospektiven Gesundheitskosten anhand des BMI zu bemes-sen, problematisch.

    Fast die Hlfte jener Amerikaner, die durch ihren BMI alsbergewichtig eingestuft werden, sind gesund - das sindetwa 34,4 Mio. Menschen. Weitere 19,8 Mio. Menschen, dieals adips eingestuft werden, sind ebenfalls gesund. Dafrhaben mehr als 30 Prozent der Menschen mit "normalem"BMI schlechte Werte bei den anderen Gesundheitsmessun-gen, die Blutdruck, sowie Blutzucker-, Cholesterin- und Tri-glycerid-Level beinhalten.

    "Es gibt gesunde Menschen, die aufgrund einer fehlerhaftenGesundheitsmessung bestraft werden knnten, whrend esungesunde Menschen mit normalem Gewicht gibt, die unbe-merkt bleiben und nicht mehr fr ihre Krankenversicherungzahlen mssen", kritisiert Tomiyama. "Arbeitgeber, Gesetz-geber und Versicherungsfirmen sollten sich auf richtige Ge-sundheitsmessungen konzentrieren."

    Quelle: www.pressetext.com palau83 - Fotolia.com

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    GESUNDHEITGESUNDHEITSRATGEBER FR ASYLSUCHENDE IN DEUTSCHLAND VERFFENTLICHT

    Das Gesundheitsministerium hat den Ratgeber Gesund-heit fr Asylsuchende in Deutschland verffentlicht.Der Ratgeber wurde in Zusammenarbeit mit dem Ethno-Me-dizinischen Zentrum e.V. und in enger Abstimmung mit denzustndigen Behrden aus Bund und Bundeslndern erstellt.Der Ratgeber soll die Helfer ebenso wie die Behrden vor Ortund Asylsuchenden helfen, sich in unserem Gesundheitswe-sen zurechtzufinden. Er enthlt wichtige Informationen infnf Sprachen von den notwendigen Erstuntersuchungen biszum Impfausweis. Der Gesundheitsratgeber erscheint inDeutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch (Kurmanci) undPaschto. Damit ist er in den Sprachen erhltlich, dieAsylsuchende am hufigsten sprechen. Der Ratgeberwird unter anderem an Ministerien in den Ln-dern, Migrantenorganisationen und Wohl-fahrtsverbnde versandt.

    Weitere Informationen sowie den Ratgeberals PDF zum Download finden Sie unter: www.bmg.bund.de/online-ratgeber-fluechtlinge

    BODY-MASS-INDEX SAGT NICHTS BER GESUNDHEIT AUS

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    http://www.bmg.bund.de/?id=25420http://www.bmg.bund.de/?id=25420http://www.pressetext.com/http://www.ucla.edu/

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    GESUNDHEITKRANK IM URLAUB: WAS DEUTSCHE BER IHREN GESUNDHEITSSCHUTZ IM AUSLAND WISSEN SOLLTEN

    Gut jeder zehnte Deutsche muss laut einer Erhebung derDAK im Urlaub zum Arzt. Hufigste Ursache sind starkerSonnenbrand (36 Prozent), eine Erkltung (35 Prozent) sowieeine Magen-Darm-Erkrankung (30 Prozent).

    Aber auch ernstere gesundheitliche Zwischenflle wie eineAllergie (14 Prozent), ein Knochenbruch (zehn Prozent), eineLebensmittelvergiftung (sechs Prozent) oder ein Verkehrsun-fall (drei Prozent) machen den Arztbesuch im Ausland unum-gnglich.

    Neben der Enttuschung, den Urlaub aufgrund der Erkran-kung nicht richtig genieen zu knnen, kommt oft sptes-tens nach der Heimkehr neuer Frust auf: nmlich wenn die

    Krankenkasse die vorgeleisteten Arzt- und Krankenhauskos-ten gar nicht oder nicht in voller Hhe erstattet. Noch immerist vielen Deutschen nicht bewusst, dass die GesetzlicheKrankenkassen (GKV) und zum Teil auch die Privaten Kran-kenversicherungen (PKV) fr Gesundheitskosten auerhalbder Europischen Union (EU) nicht aufkommen. Und auch in-nerhalb der EU besteht nur sehr eingeschrnkt Versiche-rungsschutz. Zwar haben die europischen Staaten bereitsvor mehr als zehn Jahren vereinbart, dass jeder Europer sichmit der Europischen Gesundheitskarte (im Fachjargon EHIC)im EU-Ausland behandeln lassen darf, aber dies betrifft nurdie ffentlichen Gesundheitseinrichtungen und keine Priva-trzte oder Kliniken.

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    Auslndische Krankenhuser akzeptieren EHIC oftmalsnichtEin weiterer wichtiger Aspekt: Die Kasse in Deutschland er-stattet fr gewhnlich nur bis zu der Hhe wie sie auch inDeutschland zahlen wrde. Soweit so gut, allerdings weigernsich oft auch die staatlichen Krankenhuser im Ausland, dieEHIC anzunehmen, weil sich die Abrechnungsprozedur mitder Vertragskasse ber Jahre hinziehen kann. Die Folge: Sieverlangen von auslndischen Patienten, dass diese in Vorleis-tung gehen. Das Problem: Wer privat bezahlt, hat automa-tisch den Status eines Privatpatienten. Das bedeutet jedochim Umkehrschluss, dass sich die rzte nicht mehr an die ver-einbarten Behandlungsstze halten mssen, sondern einberhhtes Honorar abrechnen. Auf der Differenz bleibtdann der Urlauber sitzen.

    Auch das Versorgungsniveau ist in vielen europischen Ur-laubslndern weit unter dem in Deutschland gewhnten, sodass fr den bevorzugten Standard (zum Beispiel Zweibett-zimmer im Krankenhaus statt Schlafsaal) Zuzahlungen oderhohe Eigenanteile fllig werden, die nicht von der eigenenKrankenkasse oder Versicherung bernommen werden.Hinzu kommt, dass deutsche Touristen in Urlaubsregionengerne in teure Kliniken verlegt oder zu bestimmten rztengebracht werden, die an auslndischen Patienten besondersgut verdienen wollen.

    Finanzieller Ruin durch Krankenrcktransport mit Flug-zeugIm dramatischsten Fall kann eine schwere Erkrankung oderein Unfall im Urlaub sogar den finanziellen Ruin zur Folgehaben nmlich insbesondere dann, wenn ein Ambulanz-flugzeug zum Einsatz kommt, das den Patienten nachDeutschland fliegt. Es gilt die Faustregel: Je lnger der Flug,desto teurer. So genannte Kran-kenrcktransporte ins Heimat-land zahlen die Krankenkassenjedoch nicht. Laut dem ADACkostet ein Ambulanz-Sonderflugvon zum Beispiel gypten oderden Kanarischen Inseln nachDeutschland bis zu 45.000 Euro.

    Ein Intensivtransport aus Mexiko wiederum kann bis zu70.000 Euro kosten. Und medizinisch notwendige Flge ausAsien oder Australien schlagen schnell bis zu 130.000 Eurozu Buche. Solche Rcktransporte sind laut ADAC-Statistikhufiger notwendig als man vermuten wrde. Im Jahr 2014wurde fr mehr als 10.000 Urlauber ein Krankenrcktrans-port in die Heimat organisiert.Dies alles sind Kosten, die Patienten aus eigener Tasche zah-len mssen wenn sie keine private Auslands-Reisekranken-versicherung abgeschlossen haben. Wer krank im Urlaub istund auf eine serise Police zurckgreifen kann, muss sichkeine Sorgen um Finanzen machen. Voraussetzung ist je-doch, dass die Versicherung mindestens folgende Leistungs-merkmale aufweist:

    bernahme von Kosten bei Behandlung von rzten (am-bulant) und Krankenhusern (stationr)

    Soforthilfe ber eine 24-Stunden-Hotline in Notfllen (sogenannte Reise-Assistance)

    Organisation und Bezahlung des medizinisch sinnvollenKrankenrcktransports sowie des Transports in eine geeig-nete Klinik (zum Beispiel bei komplizierten Krankheitsbil-dern)

    Erstattung von Arznei-, Heil- und Verbandsmitteln

    Nicht vergessen: Urlauber sollten unbedingt berprfen, wieviele Wochen im Jahr die Auslands-Reisekrankenversicherunggltig ist. Je nach Anbieter variiert der Versicherungszeit-raum. Und die allermeisten Policen sind tatschlich nur frurlaubsbedingte und nicht fr berufliche Aufenthalte gltig.

    Den Testsieger unter den Auslandsreiseversicherungen kn-nen Sie kostengnstig hier abschlieen.

    GESUNDHEIT

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  • Ein Ranking listet die Top 100 Skigebiete aus 19 Lndernin Europa. Dabei ist sterreich die Heimat von sechs derzehn besten Skigebiete in Europa, basierend auf GoEurosneuestem Ski-Ranking. Dazu wurden ber 2.200 Skigebietein ganz Europa untersucht, um die Top 100 der Skigebietefr diesen Winter zu analysieren. Als Gewinner kristallisiertsich das sterreichische St. Anton am Arlberg heraus, mitBestwerten in Sachen Bezahlbarkeit, Qualitt des Skierlebnis-ses, Erreichbarkeit, Aprs-Ski und dem Angebot an Familien-aktivitten.

    Deutschland ist unter anderem mit der Zugspitzarena undOberstdorf vertreten. Das Skigebiet am Feldberg im Schwarz-wald beweist, dass auch die deutschen Mittelgebirge viel Pis-tenspa zu bieten haben. Auch einige osteuropischeLnder, wie Polen, Russland oder Tschechien, knnen mitguten Platzierungen in der Rangliste aufwarten.

    SKIGEBIET PREIS/TAGESPASS

    Welches Gebiet fr wen geeignet ist

    Das Teuerste: Die Skigebiete der Schweiz rangieren unterden preisintensivsten in Europa, mit Zermatt an der Spitze,wo der Preis fr einen Tagespass bei 72,70 Euro liegt. Den-noch, neben den hohen Preisen, bietet Zermatt aber auch360 km Pisten sowie viele Mglichkeiten fr Extrem-Ski-Sportarten.

    Das Gnstigste: In Osteuropa finden sich die preislich gns-tigsten Skigebiete, mit dem Gewinner Bjelasnica in Bosnienund Herzegowina (Tagespass fr 17,00 Euro pro Person). All-gemein steigen die osteuropischen Skigebiete in der Gunstder Skifahrer, die gern etwas Neues zu erschwinglichen Prei-sen ausprobieren.

    Das Grte: Das italienische Sestriere darf sich wegen seinerGesamtpistenlnge von 400 km Europas grtes Skigebietnennen. Das Resort eignet sich perfekt fr Anfnger, aberauch fr erfahrene Skifahrer, die ihre Fhigkeiten in einemweitlufigen Terrain testen wollen.

    Am besten erreichbar: Nicht alle Skigebiete sind leicht zuerreichen, weshalb dieses Kriterium als ein Schlsselfaktor indie Rangliste miteinbezogen wurde. In diesem Bereich hat St.Anton am Arlberg (sterreich) aufgrund seiner guten Ver-kehrswege und der Vernetzung die Nase vorn. An dieserStelle muss aber auch das slowenische Kravec erwhnt wer-den, das nur 5,5 km vom nchsten Bahnhof entfernt undgleich zwischen zwei Flughfen liegt.

    Familienfreundlichkeit: Die Alpen sind die Heimat der fa-milienfreundlichsten Skigebiete mit jeder Menge Einrichtun-gen und Angeboten fr Kinder. Adelboden in der Schweizfhrt diese Kategorie aufgrund seiner Skiparks, Schlitten-hnge, Eislaufbahnen und Kinos an.

    Aprs-Ski-Resorts: In dieser Disziplin entscheidet die Kombi-nation aus exklusiven Hotels, Spas, Sternerestaurants undnatrlich den Skipisten selbst. Auf Platz 1 steht hierbei Ischglin sterreich.

    Um festzulegen, welche Faktoren fr eine europaweiteRangliste der Skigebiete herangezogen werden sollen, wur-den die Pisten in 19 Lndern unter der Bercksichtigung von30 Kriterien betrachtet, um die besten 100 auszuwhlen.Dazu wurden smtliche offiziellen Webseiten analysiert, Be-wertungen von Reisenden gesammelt sowie Daten aus derReisebranche hinzugezogen. Die finale Rangliste basiert aufvier Kriterien: Preis-Leistungs-Verhltnis, Erreichbarkeit sowieverfgbare Aprs-Ski- und Familienaktivitten. Zur Liste hier.

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    WELTWEITDIE BESTEN SKIGEBIETE IN EUROPA

    1 Bjelasnica, Bosnien und Herzegovina 17,00

    2 Jahorina, Bosnien und Herzegovina 17,40

    3 Bo Dar - Neklid, Tschechien 18,10

    4 Zieleniec Ski Areana, Polen 20,00

    5 Szczyrk, Polen5 Szczyrk, Polen 20,00

    6 Zakopane Harenda, Polen 20,00

    7 Sheregesh, Russland 20,20

    8 Dombai, Russland 20,20

    9 Pec pod Snkou, Tschechien 23,70

    10 Harrachov, Tschechien 24,10

    pierluigipalazzi - Fotolia.com

    http://www.goeuro.de/reisen/skiurlaub%20/l%20/family%20/t%20_blank

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    Russisch wird in Europaimmer seltener gelernt.Mittlerweile wird in allenStaaten, fr die bei EurostatDaten vorliegen, in der Se-kundrstufe 1 in den Schu-len hufiger Englisch alsRussisch unterrichtet.

    Ohnehin ist Englisch fastberall Fremdsprache Num-mer eins: Mit Ausnahme derenglischsprachigen Lndergibt es nur in Belgien undLuxemburg mehr Schler,die eine andere Fremdspra-che lernen (in diesen FllenFranzsisch) als Englisch.Weiterhin verbreitet ist dasErlernen von Russisch in denbaltischen Lndern, indenen auch viele russischeMuttersprachler leben. Inanderen Lndern des ehe-maligen Ostblocks liegt derAnteil jedoch weit unterfnfzig Prozent.

    WELTWEITRUSSISCH: DIE SPRACHLICHE OSTERWEITERUNG

    Das polnische Wrocaw und dasspanische San Sebastian sind die-ses Jahr die offiziellen europischenKulturhauptstdte.

    Seit 1985 werden in jedem Jahr die Eu-ropischen Kulturhauptstdte gekrt.Die Auszeichnung bietet Stdten einegute Gelegenheit, mehr Touristen an-zuziehen und ihre Entwicklung berdie Kultur voranzutreiben. Studienhaben gezeigt, dass die Zahl von Tou-risten, die eine Stadt besuchen, imDurchschnitt um 12 Prozent im Ver-gleich zum Vorjahr steigt, wenn eineStadt Europische Kulturhauptstadt ist.

    2017 werden Aarhus (Dnemark) undPafos (Zypern) den Titel tragen, im Jahrdarauf Valletta (Malta) und Leeuwar-den (Niederlande).

    NEUE KULTURHAUPTSTDTE INEUROPA

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    WELTWEIT

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    Mehr als 25.000 Deut-sche im Alter von 18bis 30 Jahren zieht es jhr-lich nach Australien zum sogenannten Working Holiday,einer Kombination aus Rei-sen und Arbeiten im Gast-land. Seit Juli 2000 gibt esdiese Mglichkeit, denn da-mals trat das Visumsabkom-men zwischen Australienund Deutschland in Kraft.

    Junge Backpacker und Fansvon Down Under habennun die Mglichkeit, berCIBTvisas ein dafr notwen-diges Working-Holiday-Visum zu beauftragen. ImGegensatz zum regulrenTouristen-Visum, das keineArbeitserlaubnis beinhaltet,kann man sich mit demWorking-Holiday-Visum biszu 12 Monate in Australienmit befristeten Arbeitsver-hltnissen aufhalten. Dabeibietet das Multiple Entrydie Mglichkeit, das Landinnerhalb von 12 Monatenbeliebig oft zu verlassen undauch wieder einzureisen.Damit eignet sich das Visumfr Schulabgnger oderjunge Menschen, die nachihrer Ausbildung oder ihremStudium Auslandserfahrungsammeln mchten. Dabeikann dann im Urlaub gleich-zeitig der Einstieg ins Ar-beitsleben geprobt werden.

    Voraussetzungen fr dasWorking-Holiday-Visumfr Australien:

    Bei Beantragung mussder Antragsteller 18-30Jahre alt sein.

    Der Antragsteller muss(z.B.) die deutscheStaatsbrgerschafthaben.

    Als Reisezweck muss derUrlaub im Vordergrundstehen, nicht die Beschf-tigungszeit.

    Die Dauer der Beschfti-gung darf maximal 6Monate pro Arbeitge-ber betragen.

    Der Reisepass muss min-destens fr die geplanteAufenthaltsdauer gltigsein.

    Es muss ein Vermgens-nachweis von mehr als5.000 Australischen Dol-lar (rund 3.147 Euro) beiEinreise nachgewiesenwerden.

    Das Working-Holiday-Visumfr Australien knnen Inter-essierte bei CIBTvisas ganzeinfach hier online beantra-gen.

    WORKING-HOLIDAY-VISUM FR AUSTRALIEN

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    IMPRESSUM

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