Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juli 2016

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    15-Feb-2017
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  • 1

    LEBEN UND ARBEITEN IM

    AUSLAND

    PORTALEGNSTIGSTEN

    INTERVIEW

    EXPATRIATES

    GESUNDHEIT

    MAN KANN IN PERU VIEL ER-REICHEN, WENN MAN ESSELBST IN DIE HNDE NIMMT.

    ber das Leben und Arbeiten inPeru.

    GESCHFTSREISENDE LEBENUNGESUND

    Wie die Reisegestaltung die Ge-sundheit auf Geschftsreisenpositiv beeinflussen kann.

    KRANKENVERSICHERUNGS-SCHUTZ IN DER EU BEI AUS-LANDSENTSENDUNGEN:WARUM DIE A1-BESCHEINI-GUNG NICHT AUSREICHT

    Welche Antrge Unternehmen frdie gesundheitliche Absiche-rung von Mitarbeitern bei Auslandsein-stzen stellen sollten.

    Mihai Tufa fr die BDAE GRUPPE

    JULI 2016

  • 2

    INTERVIEW

    RECHTLICHES

    EXPATRIATES

    AIRLINES

    VERMISCHTES

    WELTWEIT

    7 Krankenversicherungsschutz in derEU bei Auslandsentsendungen:Warum die A1-Bescheinigung nichtausreicht

    11 ltere Menschen verbringen Urlaub gerne zu Hause

    11 Deutsche und Australier wrdengerne miteinander tauschen

    12 Deutsche wrden gerne auswandern

    12 Die gnstigsten Portale fr Flugreisen

    13 Wo Menschen die grte Lebens-erwartung haben

    13 Studie: Babys schlafen schneller,wenn man sie schreien lsst

    14 Portugiesische Studie: Kein erhh-tes Schlaganfall-Risiko fr Fuball-fans

    14 Medikamenteneinnahme auf Fern-reisen: Zeitzonen beachten

    15 Geschftsreisende leben ungesund15 Die drei hufigsten Stressgrnde

    weltweit

    16 Preisanstieg fr Mallorca-Immobilien

    17 Lissabon unter den Top 10 der beliebtesten Geschftsreiseziele

    17 Impressum

    GESUNDHEIT

    9 Austrian Airlines9 Icelandair 10 Lufthansa10 Transavia10 Emirates

    3 Man kann in Peru viel erreichen,wenn man es selbst in die Hndenimmt.

    EDITORIAL

    5 Urlaubsschnppchen: Was Sie zuReisen in Krisenlnder wissen mssen

    5 Italien vollstreckt Geldbuen inDeutschland

    6 Autounfall in den USA: WoraufReisende achten sollten

    6 Vorsicht mit Sportbooten im Ausland

    Liebe Leserin,lieber Leser,sind Sie auch im Fuballfieber und verpassen kein EM-Spiel? Mir kommt es so vor,als wrden von WM zu WM und EM zu EM immer mehr Menschen von diesensportlichen Groereignissen angezogen werden. Viele von ihnen nimmt der Ner-venkitzel auf dem Rasen, der fr die Spieler die Welt bedeutet, derart mit, dass ichschon oft um die Gesundheit der Fans gefrchtet habe. Portugiesische Medizinergeben nun allerdings Entwarnung: Fuballfans haben kein erhhtes Risiko frSchlaganflle. Details zur Studie finden Sie auf der Seite 14.

    In unserer Gesundheitsrubrik haben wir noch weitere spannende Erkenntnisse frSie zusammengestellt. Dort lesen Sie unter ande-rem, welche die drei hufigsten Stressgrndeweltweit sind (Seite 15), was in punkto Medika-menteneinnahme bei Reisen durch unterschiedli-che Zeitzonen zu beachten ist (Seite 14) undwarum Geschftsreisende besonders ungesundleben (Seite 15).

    Die Personaler unter Ihnen, aber auch unsere Ex-pats drfte der Fachbeitrag ber die A1-Beschei-

    nigung bei Entsendungen innerhalb der EU interessieren. In diesem erlutern wir,warum diese fr den Krankenversicherungsschutz nicht ausreicht (Seite 7).

    Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: DerBDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland!

    Herzlichst, Ihre Silvia Opitz

    ZAHL DES

    haben Mitarbeiter deut-scher Unternehmen imletzten Jahr zurckgelegt.(Quelle: Airplus)

    11.230.812.562

    MONATS

    FLUGMEILEN

  • 3

    BDAE: Sie sind gebrtiger Hamburger,leben aber zurzeit in Lima, der Haupt-stadt Perus. Was machen Sie dort be-ruflich?

    Stahmann: Ich bin Fotograf undAutor und arbeite derzeit an verschie-denen Ausstellungsprojekten undeinem Roman. Das reicht zum Lebennoch nicht aus, daher gebe ich nochKurse, organisiere Touren und Eventsund mache vieles mehr freiberuflich.

    BDAE: Was hat Sie ausgerechnet nach Peru verschlagen?

    Stahmann: Nachdem ich bereits Buenos Aires und Argen-tinien bereist und angefangen hatte, Spanisch zu lernen,wollte ich als Nchstes auch die berhmte RuinenstadtMachu Picchu kennenlernen. Und ich wollte das urbaneStadtleben einer so groen Metropole wie Lima mit der Ka-mera einfangen. Dort hat es mir dann so gut gefallen, dassich beschloss, etwas lnger dort zu bleiben. Daraus sind mitt-lerweile schon sieben Jahre geworden und das obwohl Limaso eigentlich nicht auf meinem Plan stand da musste ichmeine einstigen Traumziele Paris, Barcelona und New Yorkerst einmal durchstreichen.

    BDAE: Wie lebt und arbeitet es sich in Peru?

    Stahmann: Whrend meiner ersten Jahre in dem Anden-staat war ich noch He-rausgeber eineskleinen E-Papers inenglischer Sprache undall meine Einnahmenund Kunden waren aufder ganzen Welt ver-breitet. Das machtedas Dableiben auchleichter. Als ich michentschlossen hatte,etwas anderes zu tun und einen Job vor Ort suchte, mussteich vor allem kreativ werden. Es ist nicht unbedingt so, dassJobs an jeder Ecke auf einen warten, es sei denn, man arbei-tet in Bereichen, die hier hnderingend bentigt werden sozum Beispiel Ingenieure, Architekten, Entwicklungshelfer,Geologen, Lehrer oder rzte. Fr einen langjhrigen Journa-listen, der auf Deutsch und Englisch geschrieben hat, warberhaupt kein Bedarf. Also fing ich an, Kurse zu geben,Touren und Events zu organisieren und eine deutschspra-chige Webseite ber Peru aufzubauen. Man kann in Peru vielerreichen wenn man sich nicht auf andere verlsst unddie Dinge selbst in die Hand nimmt.

    BDAE: Was waren Ihre grten An-fangsschwierigkeiten beim Einleben inPeru?

    Stahmann: Sofern man die spani-sche Sprache beherrscht, halten sichProbleme in Grenzen. Aber man mussimmer davon ausgehen, dass die Dingenicht funktionieren, dass Termine nichteingehalten oder verschoben werdenund dass Meetings so gut wie nie

    pnktlich anfangen. E-Mail Anfragen werden oft nicht be-antwortet, persnliche Kontakte sind Gold wert hier in Lima.Und dann gibt es noch eine furchtbare Brokratie in derStadt. Fr alles braucht man Genehmigungen, Papiere undUnterschriften, die mter und Banken sind unorganisiert undrauben einem viel Zeit und Nerven.

    BDAE: Was hat Ihnen geholfen?

    Stahmann: Gleich in der zweiten Woche meines Aufent-haltes in Peru bin ich zu einem Treffen von InterNations ge-gangen. Damals vor ber 7 Jahren war die weltweiteCommunity noch eine sehr kleine Gruppe in einer ber-schaubaren Ecke einer Bar. Aber der Austausch mit anderenExpats hat mir sehr viel weitergeholfen. ber die Jahre ent-standen daraus auch viele Freundschaften, das persnlicheNetzwerk hat mir darber hinaus auch im Arbeitsleben vieleTren ffnen knnen.

    BDAE: Heute sind Sie selbst als Ambassador fr Inter-Nations ttig und kmmern sich um andere Expats in Lima.Weshalb?

    INTERVIEW

    maspartame - Fotolia.com

    MAN KANN IN PERU VIEL ERREICHEN, WENN MAN ESSELBST IN DIE HNDE NIMMT.

    Oliver Stahmann wanderte vor einpaar Jahren nach Peru aus. Wiees dazu kam, wer ihm beim Einlebenhalf und was er an Land und Leutenliebt, erzhlt der 40-Jhrige im Inter-view.

    https://www.internations.org/

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    INTERVIEWStahmann: Ich bin bereits seit fnf Jahren Ambassador.Am Anfang meiner Zeit waren es rund 400 Mitglieder, da-raus wurden in den letzten Jahren bereits knapp 12.000 wir haben das wohl ganz gut gemacht. Unser Bestreben wares, dass die Leute sich auf den von uns organisierten Veran-staltungen wohlfhlen und dass sich die Expats untereinan-der anfreunden und weiterhelfen knnen. Wir wollten eseinfach anders machen als es hier vor Ort charakteristisch ist.Auf typischen peruanischen Events ist es nicht einfach, je-manden kennenzulernen. Selbst auf Geburtstagsfeiern bil-den sich viele kleine Gruppen und man hat Schwierigkeiten,mit jemanden ins Gesprch zu kommen, den man noch nichtkennt. Auch wenn man abends mit Freunden ausgeht, sitztman zumeist ziemlich isoliert in einer Ecke eines Clubs, undaufgrund der Lautstrke sind Gesprche oft ausweglos.

    Auf den InterNations-Events helfe ich den Gsten dabei, soviele Informationen wie mglich ber die Organisation unddie Stadt Lima zu erhalten, andere Mitglieder zu treffen undich sorge dafr, dass sich niemand langweilt. Manchmal be-reite ich dafr spezielle Networking-Icebreaker oder Videosvor. Zudem halte ich den Kontakt zu den englischsprachigenMedien vor Ort und anderen Expat-Gruppen. Dazu koordi-niere ich mit den Consuls das sind die Organisatoren vonkleineren Freizeitaktivitten bei InterNations deren Ter-mine, schaue, dass sich nichts berschneidet und gebe Anre-gungen und Kontakte weiter. Mittlerweile haben wir in Limawirklich groartige Aktivitten und sehr motivierte Consuls.

    BDAE: Was haben Sie bereits von Ihrem Auslandsaufenthaltmitgenommen?

    Stahmann: Ich habe gelernt, wie wichtig es sein kann,gute Kontakte in der ganzen Welt zu haben, das kann imtglichen Leben vieles einfacher machen. Und ich wei nun,wie wichtig es ist, viele Sprachen zu beherrschen. Ich persn-lich habe mit Spanisch, Englisch und Deutsch rund um dieUhr drei verschiedene zu managen.

    BDAE: Was wrden Sie potenziellen Auswanderern nachPeru ans Herz legen?

    Stahmann: In Peru ist es wichtig, tolerant zu sein, Fehlerund scheinbar Unmgliches als gegeben zu akzeptieren undvon vornherein damit zu rechnen, dass manches schiefgeht.Ein Plan B ist in Peru immer notwendig. Sofern man der pe-ruanischen Kultur immer freundlich und offen begegnet,wird man nie Probleme haben. Man muss hier vieles mit Hei-terkeit und Optimismus angehen. Wenn man sich schon amfrhen Morgen ber die unmgliche Fahrweise der Autofah-rer aufregt, wird man den Rest des Tages auch nicht mehrglcklich. Und wenn das Meeting eine halbe Stunde versp-tet beginnt, der erwartete Scheck immer noch nicht rausge-gangen ist, obwohl man schon seit zwei Monaten daraufwartet, das Internet mal wieder nicht funktioniert und manstundenlang im Stau steckt, dann fllt es manchmal schwer,die Stadt zu mgen. Das gut