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Ein Tisch, an dem alle Platz haben - das Diakoniekonzept und die Umsetzung

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  • Nr 2 / Mrz 2013Zeitschrift fr die Mitarbeitenden der Zrcher Landeskirche

    Seite 6

    Von Karfreitag zu OsternSo vielfltig und vielstimmig feiern Kirchgemeinden Passion und Auferstehung: ein Querschnitt

    Ein Tisch, an dem alle Platz habenWie das Diakoniekonzept in die Tat umgesetzt wird

    Seite 8

    Reformation gemeinsam feiernLutheraner und Zwinglianer feiern ihr 500-Jahr- Jubilum gemeinsam mglich gemacht hat dies erst die Leuenberger Konkordie

    notabene

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  • notabene 2 / 20132

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Zeichnen Sie doch einmal in Gedanken

    schnell und ohne zu berlegen eine Kir-

    che. Haben Sies? Klar doch: ein Hus-

    chen mit Turm. Ohne Turm gehts nicht,

    oder? Sonst knnte es ja auch eine

    Scheune, ein Einfamilienhuschen oder

    eine Markthalle sein. Der Turm macht

    die Kirche zur Kirche. Er gibt die Rich-

    tung vor, zeigt nach oben. Und das ist es

    doch, worum es in der Kirche geht. Oder

    nicht?

    Entschuldigen Sie die Unterstellung

    und die theologische Engfhrung! Ich

    weiss, dass Sie, liebe Leserin, lieber Le-

    ser, die Kirche nicht so eindimensional

    denken; und als Reformierte schon gar

    nicht so vertikal ausrichten und leben.

    Trotzdem: der Kirchturm ist so einprg-

    sam, dass er zu einem Markenzeichen

    fr die Kirche geworden ist, und als sol-

    ches auch eine Deutungsrichtung an-

    gibt. Eben: eine vertikale.

    Dass Kirche eher nicht oder zumin-

    dest nicht nur vertikal ist, wurde mir

    beim Layout dieser Nummer wieder ein-

    mal so richtig bewusst. Die Breite der

    Titelseite des notabene reichte mir

    diesmal nmlich bei Weitem nicht, um

    das ins Bild zu setzen, um was es in der

    Kirche viel massgeblicher geht. Die Kir-

    che ist nmlich auch ein Tisch. Und was

    fr einer!

    Der Tisch erinnert an die Mahlge-

    meinschaften, die Jesus mit den unter-

    schiedlichsten Menschen gehalten hat.

    Er erinnert auch an sein letztes Abend-

    mahl, und das steht fr Gemeinschaft

    und Hingabe, Verbundenheit und Teil-

    habe. Die Mahlgemeinschaft ist im

    neuen Diakoniekonzept der Landeskir-

    che denn auch das Urmodell und Leit-

    motiv fr das soziale Handeln der Kir-

    che. Oben und unten gibt es nicht an

    diesem Tisch. Dafr eine Mitte und

    Breiten- und Ln-

    genmasse, die so

    gross sind, dass alle

    Platz daran finden.

    Wie man den

    Tisch deckt, wie

    man einldt, auf-

    trgt und teilt, das ist Thema dieser

    Nummer (ab Seite 8) und Schwerpunkt

    der Arbeit in vielen Kirchgemeinden,

    die das Konzept in der nchsten Zeit

    umsetzen wollen. Wenn es gelingt, die

    Tafel um ein paar Sthle zu erweitern,

    ist viel gewonnen. Und vielleicht noch

    mehr, wenn die Menschen beim Wort

    Kirche spontan nicht nur an Trme,

    sondern auch an Tische denken.

    Christian Schenk

    Redaktor notabene

    Aktuell

    Nachrichten3 5

    ko-Tipp5

    Schwerpunkte

    Von Karfreitag bis Ostern: So feiern die Gemeinden

    im Kanton6 7

    Damit alle Platz haben am Tisch:

    Sozialdiakone ber das Diakoniekonzept

    8 11

    Das Reformationsjubilum gehrt allen

    12

    Rubriken

    Themen und Termine12 14

    Stellenmarkt14

    kreuz & quer: Uetikon auf dem Glatteis

    15

    Impressum16

    Editorial / Inhaltsverzeichnis

    Die Kirche ist auch ein Tisch.

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  • notabene 2 / 2013 3

    tungspositionen in der Landeskirche ab.

    Dass mit der GKD-Reorganisation

    eine zustzliche Baustelle erffnet wird,

    ist dem Kirchenrat bewusst. Es msse

    deshalb zielgerichtet, umsichtig und mit

    guter Planung vorgegangen werden, da-

    mit die GKD ihre guten und substan-

    ziellen Leistungen weiterhin erbringen

    knnten.

    In einem ersten Schritt wird nun bis im

    Sommer 2013 eine Organisationsanalyse

    vorgenommen. Darauf abgesttzt er-

    folgt bis Ende 2013 die Entwicklung

    konkreter Konzepte. Fr die Phase ab

    Januar 2014 ist die Umsetzung geplant.

    Mit der Durchfhrung des Projekts hat

    der Kirchenrat Andreas Werren, Bera-

    tergruppe fr Unternehmensentwick-

    lung, betraut.

    Weitere Infos: www.gkd-intranet.ch

    An der VMM vom 22. Mai 2013 haben

    Mitarbeitende die Mglichkeit, mit dem

    Kirchenrat ins Gesprch zu kommen.

    kom. Reformen bei den Kirchgemein-

    den (KirchGemeindePlus), Reformen

    beim Stadtverband (siehe Seite 6) und

    jetzt auch bei den Gesamtkirchlichen

    Diensten (GKD): In einem Schreiben

    vom 6. Mrz an die Mitarbeitenden

    kndigt der Kirchenrat an, in den nchs-

    ten zwei Jahren die Struktur und die Or-

    ganisation der GKD anpassen und auf

    ihre Effizienz hin prfen zu wollen.

    Handlungsbedarf bestehe aus zwei

    Grnden: Komplexe Grossprojekte wie

    Ttigkeitsprogramm, KirchGemeinde-

    Plus, Umsetzung des Milieu-Ansatzes

    (Sinus), Stadtakademie, Umsetzung Di-

    akoniekonzept erforderten vermehrt ab-

    teilungsbergreifendes Zusammenwir-

    ken. Zum zweiten wrden auch die

    rcklufigen Finanzen eine strkere

    Bndelung der Krfte ntig machen.

    Der Kirchenrat erachtet es in dieser Si-

    tuation als wichtiges Signal nach aussen,

    dass die Landeskirche ihren Vernde-

    rungswillen auch auf kantonaler Ebene

    bekundet, schreibt der Kirchenrat. Es

    zeichne sich ausserdem in den nchsten

    Jahren eine Neubesetzung mehrerer Lei-

    Semper reformanda:

    Auch auf kantonaler

    Ebene soll die

    Landeskirche

    reorganisiert werden.

    Kirchenrat / Reformen auch bei Gesamtkirchlichen Diensten

    sch. Das Kirchenparlament befindet an

    seiner nchsten Sitzung vom 12. Mrz

    ber die Ausgestaltung einer Ausspra-

    chesynode. Der Kirchenrat beantragt,

    das von der Kommission Kirche 2019

    ausgestaltete Programm gutzuheissen.

    Geplant ist eine ganztgige Veranstal-

    tung am 25. Juni 2013 mit verschiedenen

    Ausgangspunkten und einer Debatte

    und Vesper mit Abendmahl in Zrich.

    Der Anlass, der explizit keinen Event-

    charakter haben soll, steht unter dem

    Titel perspektive kirche. Dabei sollen

    Zukunftsaussichten fr das Kirche-Sein

    diskutiert und sichtbar gemacht werden.

    Auf der Traktandenliste der ordentli-

    chen Versammlung vom 12. Mrz ste-

    hen weitere Geschfte wie die Teilrevi-

    sion der Synodalwahlverordnung und

    ein Postulat betreffend das Projekt

    KirchGemeindePlus. Letzteres for-

    dert vom Kirchenrat, auf die schemati-

    sche Festlegung der Grsse einer Kirch-

    gemeinde bei der jngst angelaufenen

    Strukturreform zu verzichten.

    www.zh.ref.ch/kirchensynode

    Aussprachesynode /

    Perspektiven statt Event

    Illu

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  • notabene 2 / 20134

    Infoveranstaltung / Finanzen planen

    Dossier freiwillig engagiert /

    Kompetenzen von Freiwilligen sichtbar machen

    Wer sich freiwillig engagiert, kann sei-

    nen Einsatz in einem Dossier festhalten

    lassen und seine Kompetenzen damit

    besser sichtbar machen. Das neue Dos-

    sier freiwillig engagiert lst den 2001 im Rahmen des Uno-Freiwilligenjahres eingefhrten Schweizerischen Sozial-zeitausweis ab und entwickelt ihn weiter. Herausgeber ist Benevol Schweiz, die Dachorganisation der Fach- und Ver-mittlungsstellen fr Freiwilligenarbeit in der Deutschschweiz, zu der auch die Fachstelle Freiwilligenarbeit der Lan-deskirche zhlt. Da der Begriff Sozial-zeit fr einige Freiwilligengruppen ein-schrnkend wirkte, ist im Zuge der berarbeitung eine Namensnderung vollzogen worden. Die Mappe und die Druckvorlagen erscheinen zudem in ei-nem neuen Erscheinungsbild.

    Der Hintergrund des Dossiers frei-willig engagiert bleibt der gleiche wie beim Sozialzeitausweis: Wichtig ist die Anerkennung von Kompetenzen und Fhigkeiten, die durch Freiwilligenar-beit erworben wurden. Diese Anerken-

    nung soll auf der gesellschaftspoliti-schen Ebene erfolgen; ebenso wichtig ist, dass jede einzelne Person aus ihrem freiwilligen und ehrenamtlichen Enga-gement einen Gewinn fr das berufliche Weiterkommen erzielen kann. Dies ist dadurch mglich, dass Wissen, Fhig-keiten und Kompetenzen, die in der Freiwilligenarbeit eingesetzt und ge-schult werden, sichtbar gemacht und an-erkannt werden.

    Zur Handhabung hilft das Internetpor-tal www.dossier-freiwillig-engagiert.ch mit Wegleitung, Textbausteinen und Druckvorlagen. Fr das Ausweisen von Einstzen im kirchlichen Bereich besteht die Mglichkeit, die Wegleitung auf www.kirchen.ch/dossierfreiwillig zu nut-zen. Nachweis- und bersichtsbltter aus dem Sozialzeitausweis knnen dank

    modularer Struktur in der neuen Mappe abgelegt werden. Frnzi Drst

    Arbeiten mit dem DossierFr Kirchgemeindeverantwortliche bietet die Fachstelle Freiwilligenar-beit die Mglichkeit, das Dossier an einem Kurs kennenzulernen. Fr persnliche Beratung stehen die Mitarbeiterinnen der Fachstelle gerne zur Verfgung.

    Mo 27. Mai, 13.30 bis 16 Uhr. Hir-schengraben 50, Zrich. Anmel-dung: freiwilligenarbeit@zh.ref.ch

    Fr 14. Juni, 9.30 bis 12 Uhr. (In Zu-sammenbarbeit mit Benevol Win-terthur), Liebestrasse 3, Winterthur. Anmeldung: sekretariat@benevol-winterthur.ch

    www.dossier-freiwillig-engagiert.chwww.kirchen.ch/dossierfreiwillig

    Der Nachfolger des Sozialzeitausweises: das Dossier freiwillig