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Freiwilligenarbeit: Talente im Fokus

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  • Nr 6 / Juli August 2012Zeitschrift fr die Mitarbeitenden der Zrcher Landeskirche

    Seite 6

    BVK: Zur Kasse, bitte!Warum die Landeskirche der Pensionskasse die Stange hlt und wie viel die Sanierung kostet

    Freiwilligenarbeit: Talente im FokusBegabung frdern statt mtchen verteilen

    Seite 10

    Singend von Tansania nach ZrichMusikalische Begegnungen mit einem Chor aus Afrika

  • notabene 6 / 20122

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Nein, Sie mssen das jetzt nicht lesen. Die Lektre des notabene ist freiwil-lig, erst recht das Editorial. Da drfen Sie frhlich weiterblttern, Sie knnen einen Papierflieger aus der Seite basteln oder mir auf dem Foto oben einen lusti-gen Schnauz malen. Tun Sie, was Sie fr richtig halten! Sie sind absolut freiwillig hier auf dieser Seite.

    Ich bin es nicht ganz. Es gehrt zu meinem Beruf, diese Zeilen zu schrei-ben, und ich kriege dafr auch einen an-stndigen Lohn. Aber im Grunde habe

    ich den Job freiwillig gewhlt, weil es fr mich eine Freude ist, Texte zu schreiben und Informationen rund um das kirchli-che Leben zusammenzutragen, die Sie dann eben freiwillig lesen mchten. Und das ist gerade das Beste daran. Wenn Sie lesen mssten, was ich schreibe, dann wrd ichs lieber sein lassen.

    Und damit sind wir lngst beim Thema: bei der Freiwilligkeit, und der Kraft und Motivation, die ihr inne-wohnt. Was freiwilliges Engagement in der Kirche heisst und wie tragend das

    Mitwirken aus freien Stcken fr das Gemeindeleben ist, das ist ein Schwer-punktthema dieser Nummer.

    Nur so viel vorweg: Die Kunst ist, da-fr zu sorgen, dass Freiwilligkeit zum Tragen kommt, indem man vermehrt Talente und Begabungen der Menschen anspricht und etwas weniger die Aufga-ben und mtchen fokussiert, die man meint, verteilen zu mssen. Freiwillig-keit, Engagement, das von Innen her kommt, kann Berge versetzen. Das ver-sichern uns die Profis der Freiwilligenar-

    beit in der Landeskirche. Und das wissen wir eigentlich alle aus eigener Erfahrung.

    Wenn Sie nun praktische An-stsse suchen, wie Sie die Talente in Ihrer Gemeinde aufspren, wie Sie Themen setzen, die an-sprechen und zur Mitarbeit mo-

    tivieren, dann erfahren Sie mehr im Ar-tikel ab Seite 8. Oder Sie lassen sich kompetent beraten und inspirieren von der Fachstelle fr Freiwilligenarbeit der Landeskirche. Das alles ist Sie ahnen es ganz und gar freiwillig.

    Christian SchenkRedaktor notabene

    Aktuell

    Kurznachrichten3 5

    Kolumne Wers glaubt:Glaubt ihr nicht, ...

    5

    Brennpunkte

    BVK: Mitarbeitende zur Kasse gebeten

    6 7

    Talente suchen statt Aufgaben verteilen

    Umdenken in der Freiwilligenarbeit

    8 9

    Nicht nur Zuhrer seinMusikalische Begegnung

    mit einem Chor aus Afrika 10 11

    Rubriken

    Themen und Termine12 14

    Stellenmarkt14

    kreuz & quer: Seelsorge in Pfffikon

    15

    Denkzettel / Impressum16

    Editorial / Inhaltsverzeichnis

    Diese Seite ist freiwillig.

    Doppelnummer:

    Im August erscheint kein notabene. Die

    nchste Nummer ist Mitte September

    wieder in Ihrem Briefkasten.

  • notabene 6 / 2012 3

    Kirchensynode / Legislaturziele unbestritten, aber kontrovers ausgelegt

    mo/sch. Mit grossem Mehr stimmte die Kirchensynode den Legislaturzielen 20122016 des Kirchenrates an der Sit-zung vom 12. Juni zu. In den nchsten vier Jahren will die Landeskirche insbe-sondere den Gottesdienst strken, eine Stadtakademie aufbauen und bei der Gestaltung der Angebote strker auf die Lebenswelten der Mitglieder abstellen (notabene 5/12 berichtete).

    Bei den Mitgliedern der Kirchensyn-ode stiessen die Legislaturziele in der Debatte insgesamt auf positive Reso-nanz. Besonders die Strkung des Got-tesdienstes wurde begrsst. Allerdings gingen die Meinungen darber, wie das zu bewerkstelligen ist, betrchtlich aus-einander. Es wurde etwa darber debat-tiert, wie stark einzelne Aspekte wie Li-turgik, Zeitpunkt oder Inhalte zu

    gewichten sind. Unterstrichen wurde von den Synodalen zudem die Wichtig-keit von vermehrten Angeboten fr die Altersgruppe 16 bis 25, die in der Kirche nur schwer zu beheimaten sei.

    Was heisst Beteiligungskirche?

    Willi Honegger, Prsident der Evange-lisch-kirchlichen Fraktion, bezeichnete es als mutigen Paradigmenwechsel, dass der Gemeindeaufbau gemss den Legis-laturzielen in Richtung einer Beteili-gungskirche gehen soll. Die einstige Einheit von Staatsbrger und Kirchen-brger sei lngst nicht mehr Realitt. Langfristig werde man nur jene Mitglie-der halten knnen, die sich in irgendei-ner Form in der Kirche beteiligen.

    Huldrych Thomann, Mitglied der

    Tagungszentrum Boldern / Boldern hat Zukunft, aber welche?

    sch. Das Gsteprofil hat sich auf Bol-dern verndert: Gruppen aus dem kirch-lichen Bereich werden seltener. Touristen und Einzelgste aus der Wirtschaft neh-men zu. Es sind dies die Auswirkungen der derzeitigen Strategie der Hotellei-tung. Hans Egli ist vom Boldern-Verein beauftragt, den Betrieb nach dem Weg-fall der direkten Zusammenarbeit mit der Landeskirche whrend der nchsten fnf Jahre verlustfrei zu fhren. Von den Vergnstigungen fr kirchliche Gruppen musste er Abstand nehmen, das Jugend-haus wurde geschlossen. Dafr gibt es fr Gste mehr Annehmlichkeiten wie

    TV im Zimmer, eine Sommerbar und ei-nen Lounge-Bereich. Wir sind auf Kurs, sagt Hans Egli, obwohl es nicht leicht sei, die Neuausrichtung ohne Zu-satzbudget zu bewltigen.

    Wie aber sieht nun die langfristige Zu-kunft des langjhrigen kirchlich geprg-ten Tagungszentrums aus? Darber be-finden ab 1. September die Mitglieder des Vereins. Dann startet mit der Zu-kunftskonferenz ein strategischer Pro-zess, der 2013 in einen Entscheid ber die knftige Ausrichtung mnden soll. Roman Baur, Projektleiter der Zu-kunftskonferenz, erklrt, es gehe darum,

    liberalen Fraktion, mochte dieser Lesart der Legislaturziele nicht beipflichten und warnte davor, diejenigen Mitglieder auszugrenzen, die der Kirche etwas fer-ner stnden, die sich aber doch mit der Kirche verbunden fhlten. Die Verbun-denheit vieler Menschen sei auch heute noch sehr gross. Auch Thomas Grossen-bacher, liberale Fraktion, unterstrich das Moment der Freiheit in den Legisla-turzielen und rief in Erinnerung, dass eben auch Kirchensteuernzahlen eine wertvolle Art der Beteiligung sei.Im Anschluss an die Legislaturdebatte genehmigte die Kirchensynode die Rech-nung 2011 der Zentralkasse ohne Gegen-stimme. Die Rechnung schliesst mit ei-nem Ertragsberschuss von 4,7 Mio. Franken. Das positive Ergebnis ist auf die Pfarrlhne zurckzufhren, die tiefer als budgetiert ausgefallen sind, sowie auf tiefere Sachkosten und den guten Ab-schluss des Klosters Kappel.

    Engagement fr Palliative Care

    Ebenfalls ohne Gegenstimme berwies die Kirchensynode ein Postulat von Rita Fa-mos-Pfander, Uster, das den Kirchenrat bittet, zu prfen, ob und wie in der Lan-deskirche ein Schwerpunkt Palliativ Care geschaffen werden soll. Ein kirchliches Engagement in diesem Bereich wurde von den Synodalen als berfllig bezeichnet.

    Stossrichtungen und Visionen zu entwi-ckeln. Auf die Frage, ob es sakrosankt sei, dass Boldern ein Ort der Kirche bleibt, sagt Baur: Sakrosankt ist gar nichts, alle Ideen sind zugelassen. Es werde sich herauskristallisieren, was rea-lisierbar sei. Erste Weichenstellungen sind an einer Ergebniskonferenz im Feb-ruar 2013 geplant. Entscheiden wird die Vereinsversammlung. Der Kirchenrat hat die Kirchgemeinden und Stadtver-bnde, die Mitglieder im Trgerverein sind, dazu aufgerufen, die Zukunft von Boldern aktiv mitzugestalten.

  • notabene 6 / 20124

    Schpfungszeit / Damit Milch und Honig fliessen

    kom. Grten, cker, Wiesen und Wei-den stehen im Zentrum der Schpfungs-zeit-Aktion dieses Jahres. Kirchgemein-den sind auch dieses Jahr im Herbst eingeladen, im Gottesdienst, im Unter-richt oder in der Erwachsenenbildung dem Thema Bewahrung der Schpfung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Das diesjhrige Thema, erarbeitet vom Verein oeku Kirche und Umwelt, heisst Damit Milch und Honig flie-ssen. Die Aktion stellt das Kulturland als Lebensraum ins Zentrum, und mit ihm die Menschen, die es bewirtschaf-ten. Ein nachhaltiger Umgang mit dem Kulturland stellt sicher, dass auch in Zu-kunft Milch und Honig fliessen, schreibt oeku und stellt eine Dokumen-tation mit biblischen Bezgen und An-regungen fr die Umsetzung des The-mas zur Verfgung. Fr Kirchgemeinden

    ist das eine gute Gelegenheit, Buerin-nen und Bauern, Konsumentinnen und Konsumenten sowie Umweltorganisati-onen ins Gesprch zu bringen.

    Die Schpfungszeit dauert vom 1. September bis zum 4. Oktober und schliesst das Erntedankfest und den Bet-tag mit ein.

    Die Aktionsmaterialien umfassen eine

    Arbeitsdokumentation (Fr. 12.) mit

    Predigtimpulsen, liturgischen Texten,

    Lieder- und Aktionsvorschlgen sowie ein

    Magazin (Fr. 5.; Beilage zur Ref. Presse).

    Bestellung: www.oeku.ch

    sch. Die Kirchenratskanzlei und das Ju-ristische Sekretariat werden knftig zu einer Dienststelle zusammengefhrt. Die neue Dienststelle Rechtsdienst und Kanzlei steht unter der Gesamtleitung von Martin Rhl, dem bisherigen Leiter des Juristischen Sekretariats und des Se-kretariats Synodales. Die Leitung der Kanzlei bernimmt, nach der Pensionie-rung von Eva Hunziker per 30. Juni, Ar-nold Schudel. Weitere Mitarbeitende sind Barbara Mathis Aeppli (Rechtsbe-ratung), Doris Helm (Sekretariat Syno-dales und Rechtsdienst) und Regula Walder (Sekretariat Rechtsdienst und Kanzlei).

    Das Kulturland steht dieses Jahr im Zentrum der Schpfungszeit.

    Kanzlei und Juristisches Se-

    kretariat / Fusioniert

    kom. Eine Studie des Statistischen Amts des Kantons Zrich zeigt die Entwick-lung der Mitgliederzahlen der beiden grossen Kirchen in den letzten zehn Jah-ren. Dass die reformierte Kirche m