Open Government Data - frei verfügbare Daten des öffentlichen Sektors

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Zeppelin Universität In einem Gutachten für die Deutsche Telekom AG hat die Zeppelin Universität,bzw. der Autor des Gutachtens, Jörn von Lucke, alle Komponenten abgedeckt:Es wird der Stand der Dinge vorgestellt, und bietet so den perfektenEinstieg für Menschen, die womöglichzum ersten Mal in Berührung mit Open Government Data kommen, und deren interesse vielleicht schon geweckt ist.

Transcript of Open Government Data - frei verfügbare Daten des öffentlichen Sektors

  • zeppelin university Hochschule zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik

    Open Government Data

    Frei verfgbare Daten des ffentlichen Sektors

    Gutachten fr die Deutsche Telekom AG

    zur T-City Friedrichshafen

    Version vom 03.12.2010

    Prof. Dr. Jrn von Lucke Christian P. Geiger, M.A.

    Deutsche Telekom Institute for Connected Cities Zeppelin University Friedrichshafen

    Zeppelin University gGmbH Am Seemooser Horn 20 88045 Friedrichshafen | Bodensee

    Jrn von Lucke Prof Dr Lehrstuhl fr Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik Deutsche Telekom Institute for Connected Cities (TICC) Fon +49 6009-1471 Fax +49 6009-1499 [email protected]

    zeppelin-university.de http://t icc.zeppelin-university.de

  • II

    Zusammenfassung:DieZeitenndernsichundwirmitihnenIn einer immer komplexer werdenden Welt wird die ffentliche Verwaltung tglich mit neuenHerausforderungen,ArbeitsweisenundErkenntnissenkonfrontiert.Forderungennacheinem freienZugangzuDatenerreichenauchdenffentlichenSektor,dersichinDeutschlandbisherdiesbezglicheher verschlossen gab. Eingebettet in eine behutsameffnung von Staat und Verwaltung (OpenGovernment) knnten frei verfgbareDaten undWeb 2.0Technologien neue Formen der Transparenz,BeteiligungundZusammenarbeitbewirken.IndenUSAundanderenangelschsischenStaatenwirddiesmitHilfevonOpenData,LinkedOpenData,OpenGovernmentDataundLinkedOpen Government Data praktisch realisiert. Insofern ist es von Interesse,welcheMehrwerte inDeutschlandknftigvonfreiverfgbarenVerwaltungsdatenausgehenknntenundwelcherNutzenbesteht. Konkret erffnen sich Potentiale zur ffnung von Staat und Verwaltung, zur Wiederverwendung und Weiterverwertung bestehender Datenbestnde sowie zur Strkung von Transparenz, Partizipation, Kollaboration und Innovation. Weitere Perspektiven ergeben sich zurGovernanceundzurWirtschaftsfrderung.Fr dieseberlegungen gibt esmit Blick auf dieDatenbestnde des Bundes, des Landes BadenWrttemberg,desBodenseekreisesundderStadtFriedrichshafenmehrereAnknpfungspunkte.DerBund knnte etwa seine Haushaltsdaten tagesaktuell frei zugnglich machen, um die Brger zuinformieren,wasmitdenSteuergeldernpassiert.WeitereImpulselassensichdurcheinenfreienundoffenen Zugang zu Fahrplandaten, Zug und Flugbewegungen sowie Wetterdaten setzen. AufLandesebene istanden Landeshaushaltund seineBewirtschaftung,Straenverkehrsdaten,PolizeiberichtesowieUmweltdatenzudenken.Bildungssendungen inHrfunkundFernsehen frderndieWissbegierdevonKindernundJugendlichen.AufEbenederLandkreisesollteberdasPotentiallokalerhobener Geodaten fr die Wirtschaft vor Ort nachgedacht werden. Eine frei zugngliche VerffentlichungderPrfergebnissederGaststttenaufsichtknntedasGesundheitsniveaunachhaltigerhhen.AufkommunalerEbenebietetsichzudemein freierZugangzuHaushaltsdaten,zuWahlergebnissensowiezuBebauungsplnenundinformationenan.WeitereAnknpfungspunktefindensichindenbereitspubliziertenDokumentenderRatsinformationssystemeundBehrdenportale.Fr eine erfolgreicheUmsetzung reicht alleinedie Kenntnisber Potentialeund relevanteDatenbestnde nicht aus. Vielmehr sind die damit verbundenen vielfltigen Herausforderungen zubewltigen. Esmssen teilweise die rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst,Manahmen zurSicherstellung datenschutzrechtlicher Vorgaben eingeleitet, Informationsbestnde aufbereitet,VorsorgegegenMissdeutungenundFehlinterpretationengetroffen,einVernderungsmanagementsichergestelltundStrategiedefizitebehobenwerden.Konkret auf die TCity Friedrichshafen bezogen knnen mit einem Gutachten nur Sachverhalteerklrt,PotentialeaufgezeigtundEmpfehlungengegebenwerden.EsliegtinderVerantwortungderzustndigenStellenzuprfen,inwieweitdieskizziertenberlegungenrealisiertwerdenknnenundsollen.Realistischistdavonauszugehen,dasssichBehrdenundGebietskrperschaftenschrittweisemitfreizugnglichenDatenauseinandersetzenwerden.DabeiwerdensiemitAktivittenbeginnen,beidenenaneinerffnunggroesInteressebesteht.EinHandbuchkannhelfen,dieverschiedenenHerausforderungenwiedieAuswahlgeeigneterDatenbestnde,denAufbauvonDatenkatalogenundDatenportalensowiedieDurchfhrungvonAnwendungswettbewerbenerfolgreichzubewltigen.

  • III

    InhaltsverzeichnisZusammenfassung:DieZeitenndernsichundwirmitihnen ......................................................II Inhaltsverzeichnis...........................................................................................................................III

    TabellenundAbbildungsverzeichnis..............................................................................................IV 1 ...............................................................................................................................1 Einfhrung

    2 ..............................................................................2 VonOpenDatazuOpenGovernmentData2.1 .............................................................................................................................. 2 OpenData2.2 ................................................................................................................... 3 LinkedOpenData2.3 ......................................................................................................... 4 OpenGovernmentData2.4 ............................................................................................. 6 LinkedOpenGovernmentData2.5 ................................................................. 7 FreiverfgbareDatenvonStaatundVerwaltung

    3 .......................................10 NutzenundMehrwertvonfreiverfgbarenDatenderVerwaltung3.1 ..................................................................................... 10 ffnungvonStaatundVerwaltung3.2 ...................................................................... 11 WiederverwendungundWiederverwertung3.3 .......................................................................................................................... 12 Transparenz

    3.4 ..................................................................................... 13 PartizipationundZusammenarbeit3.5 ............................................................................................................ 13 BessereGovernance3.6 ................................................................................................................ 14 OffeneInnovation3.7 ........................................................................................................... 14 Wirtschaftsfrderung

    3.8 ............................................. 15 Kompaktanalyse:Strken,Schwchen,ChancenundRisiken4 ...................................................17 BestimmungvongeeignetenverfgbarenDatenbestnden4.1 ............................................................ 18 berlegungenzudenDatenbestndendesBundes4.2 ............................................................ 19 berlegungenzudenDatenbestndendesLandes4.3 ..................................................... 20 berlegungenzudenDatenbestndendesLandkreises4.4 .................................. 21 berlegungenzudenDatenbestndenderStdteundGemeinden

  • IV

    5 AllgemeineHerausforderungenausOpenGovernmentData .................................................22 5.1 ......................................................................................... 22 RechtlicheRahmenbedingungen5.2

    .................. 23 SchutzffentlicherBelange,behrdlicherEntscheidungsprozesse,personenbezogener

    Daten,geistigenEigentumssowievonBetriebsundGeschftsgeheimnissen5.3 ................................................................. 23 InformationsflutundInformationsaufbereitung5.4 ......................................................... 24 FurchtvorMissdeutungenundFehlinterpretationen5.5 .................................. 24 Vernderungsmanagement,PersonalkapazittenundFinanzierung5.6 ................................................................ 25 StrukturundKulturderffentlichenVerwaltung5.7 .................................... 26 RahmenstrategiezurberwindungvorhandenerStrategiedefizite

    6 .............................................................27

    KonkreteHerausforderungOpenGovernmentData: EmpfehlungenimKontextderTCityFriedrichshafen6.1 ............................................................................................. 27 SchaffungeinesBewusstseins6.2 ............................................................... 27 StrategiezufreizugnglichenVerwaltungsdaten6.3 ............................................................ 28 HandbuchmitEmpfehlungenunderstenSchritten6.3.1 ......................................................................................... 28 berlegungenzurKonzeption6.3.2 ............................................................................... 29 berlegungenzurImplementierung6.3.3 ...................................................... 29 berlegungenzuBereitstellungundWeiternutzung

    Literatur ........................................................................................................................................31

    VerzeichnisderzitiertenRichtlinienundGesetze ..........................................................................33

    TabellenundAbbildungsverzeichnisTabelle1:RelevanteDateiformatefrfreiverfgbareDatendesffentlichenSektors.................... 9 Tabelle2:KompaktanalysezufreiverfgbarenDatenderffentlichenVerwaltung ...................... 16 Abbildung1:ErgebnissederOnlineNutzerbefragung2010zuOpenDataimLandBerlin.................. 17

  • 1

    1 EinfhrungImerstenTICCGutachtenzurTCityFriedrichshafen(vonLucke2010)wurdediebehutsameffnungvonStaatundVerwaltunggegenberderBevlkerungundderWirtschaftthematisiert.DiesekannzumehrTransparenz,zumehrTeilhabe,zueiner intensiverenZusammenarbeitundzueinerStrkunggemeinschaftlicherBelangebeitragen,aberauch Innovationsimpulse imffentlichenSektorsetzen.Im angelschsischen Sprachraumhat sich frdieseEntwicklung,diebesonders vondenWeb2.0Te