Operatives Controlling – Unternehmenssteuerung im Mittelstand Dr. Michael Zabel,...

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  • Operatives Controlling Unternehmenssteuerung im Mittelstand Dr. Michael Zabel, Steuerberater
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  • Seite 2 27.01.2014 Inhalt 1. Grundlagen des Controlling 2. Controlling als Mittel der Preiskalkulation 3. Controlling als Mittel der Unternehmensplanung 4. Controlling als Mittel der Liquiditts- und Rentabilittsplanung (sog. Working Capital Management) 5. Controlling als Mittel der Unternehmenssteuerung und -analyse 6. Controlling als Mittel der Krisenfrherkennung
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  • Seite 3 27.01.2014 1. Grundlagen des Controlling: Abgrenzung zur Kostenrechnung Kostenrechnung Aufgabe der Kostenrechnung ist die Erfassung, Verteilung und Zurechnung der Kosten, die bei der betrieblichen Leistungserstellung und -verwertung entstehen mit dem Ziel der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und der Kalkulation des Angebotspreises bzw. der Feststellung der Preisuntergrenze. Controlling Controlling ist die Bereitstellung von Methoden und Informationen fr arbeitsteilig ablaufende Planungs- und Kontrollprozesse sowie die funktionsbergreifende Untersttzung und Koordination solcher Prozesse.
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  • Seite 4 27.01.2014 1. Grundlagen des Controlling: Formen des Controlling Strategisches Controlling Es erfolgt im Wesentlichen eine lngerfristige i.d.R. drei bis fnf Jahre umfassende Analyse und Ausrichtung des Unternehmens. Im Mittelpunkt stehen fragen nach Branchenzugehrigkeit, Eigenfertigung/Fremdbezug, Konkurrenz-Analyse, Diversi- fikation und Benchmarking. Tun wir die richtigen Dinge? Operatives Controlling Kurzfristige oftmals wochen- oder monatsbezogene Analyse der Unternehmensttigkeit und Pro- jektdurchfhrung. Zentrale Fragestellungen sind die (kurzfristige) Verbesserung der Rentabilitt, Sicherung der Liquiditt und Erhhung der Wirtschaftlichkeit. Tun wir die Dinge richtig? Gemeinsam: Vermittlung entscheidungsrelevanter Informationen
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  • Seite 5 27.01.2014 1. Grundlagen des Controlling: Abgrenzung zu anderen Funktionsbereichen
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  • Seite 6 27.01.2014 2. Controlling als Mittel der Preiskalkulation Kostenartenrechnung Kostentrgergemeinkosten Kostenstellenrechnung Kostentrgerrechnung Separate Erfassung der primren Kostenarten Kostentrgereinzelkosten Koordination, Planung und Steuerung der Prozesse: Controlling
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  • Seite 7 27.01.2014 2. Controlling als Mittel der Preiskalkulation Kostenstellenrechnung
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  • Seite 8 27.01.2014 2. Controlling als Mittel der Preiskalkulation Kostentrgerrechnung Aufgaben: Preiskalkulation Selbstkosten plus Gewinnzuschlag bei fehlenden Marktpreisen oder ffentlichen Auftrgen kostenmige Preisuntergrenzen Ermittlung interner Verrechnungspreise Bewertung von Halb- und Fertigfabrikaten Kostentrgerergebnisrechnung Differenzierung der Erlse nach Artikelgruppen, Artikeln und Sorten Effizienzvergleiche
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  • Seite 9 27.01.2014 2. Controlling als Mittel der Preiskalkulation Kostentrgerrechnung Kostenartenrechnung Kostentrgergemein- kosten Kostenstellenrechnung Hilfskostenstellen Hauptkostenstellen Herstellkosten Verwaltungsgemeinkosten Vertriebsgemeinkosten Vertriebseinzelkosten Selbstkosten Materialkosten Fertigungskosten Materialeinzelkosten Materialgemeinkosten Fertigungseinzelkosten Fertigungsgemeinkosten Kalkulationselemente Kostentrgerrechnung Kostentrgereinzel- kosten
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  • Seite 10 27.01.2014 3. Controlling als Mittel der Unternehmensplanung: Vorgehensweise Strategischer Plan Ausgangspunkt des operativen Controlling ist der strategische Plan, der im Rahmen der langfristigen Unternehmensplanung (Strategisches Controlling) aufgestellt/verabschiedet worden ist. Operative (Unter-)Plne Ausgehend vom langfristigen Ziel werden im Rahmen der operativen Ausrichtung Teil- oder Unterplne erarbeitet und budgetiert. Denkbar sind sowohl Top-Down- als auch Bottom-Up-Planungen.
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  • Seite 11 27.01.2014 3. Controlling als Mittel der Unternehmensplanung: Erfolgsplanung Umsatzplanung Ausgangspunkt der Erfolgsplanung ist stets die Umsatzplanung (Top-line-Derivation). Grundstzliche Vorgehensweisen: Zwei Methoden Planung nach Produkten/Produktgruppen: Bottom-up-Planung der einzelnen Produktionsbereiche. Planung nach Kunden: grds. ebenfalls Bottom-Up-Planung der entsprechenden Vertriebsbereiche. Plausibilisierung durch Vergangenheitswerte und -gren.
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  • Seite 12 27.01.2014 3. Controlling als Mittel der Unternehmensplanung: Kostenplanung Materialaufwand Ausgehend von der Umsatzplanung erfolgt die Planung der ent- sprechenden Bezugskosten. Personalaufwand Ebenfalls in Abhngigkeit von der geplanten Produktionsmenge erfolgt die Personal(kosten)planung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Auch hier erfolgt die Planung der betroffenen Positionen (i.d.R. Mieten, Leasingaufwendungen, Strom/Gas/Wasser etc.) grds. in Abhngigkeit von der geplanten Produktionsmenge.
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  • Seite 13 27.01.2014 3. Controlling als Mittel der Unternehmensplanung: Investitionsplanung Investitionsplanung Sind die vorhandenen Produktionskapazitten und -ressourcen ausgelastet, stellen Neu- oder Ersatzinvestitionen notwendige Planungsschritte dar. Hieraus folgen zwei Konsequenzen: Abschreibungsplanung In Abhngigkeit von vorhandenem und neu anzuschaffendem Anlagevermgen sind die Abschreibungen abzuleiten. Finanz(mittel)planung Neuanschaffungen bedrfen hinreichender Planung der verfgbaren Mittel und der Fristenkongruenz (Aufrechterhaltung der Zahlungsfhigkeit; Working Capital Management).
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  • Seite 14 27.01.2014 3. Controlling als Mittel der Unternehmensplanung: Bilanzplanung Ergebnis der Ertrags- und Finanzmittelplanung Bilanz als Ergebnis der Ertrags- und Finanzmittelplanung Planung der Umsatzerlse fhrt zu Bilanzposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Planung des Materialaufwands fhrt zu Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Investitions- und Abschreibungsplanung fhrt zu Ableitung und Entwicklung des Anlagevermgens Finanzmittelplanung fhrt zu Bankguthaben/Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten Eigenkapital als Residualgre bei unterstellten Gewinnverwendungen Bilanz als Vorratsspeicher/Abfallprodukt der Ertragsplanung
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  • Seite 15 27.01.2014 4. Controlling als Mittel der Liquiditts- und Renta- bilittsplanung (Working Capital Management) Liquidittsmanagement Permanente Kontrolle der Aufrechterhaltung der Zahlungsfhigkeit Grund: Illiquiditt fhrt zur Insolvenz ( 17 InsO), Drei-Wochen- Frist des 15a InsO beachten! Komponenten des Liquidittsmanagements: Kreditoren und Debitoren Zahlungsziele Vorrats-, Lagerhaltung (insb. im Handelsbereich)
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  • Seite 16 27.01.2014 4. Controlling als Mittel der Liquiditts- und Renta- bilittsplanung (Working Capital Management) Zu beachtende Positionen/Jahresabschlussposten: sog. nicht zinstragende Vermgenswerte und Schulden Aktivseite: Kassenbestand, Schecks, (Post-)Bankguthaben, kurzfristige Forderungen (insb. aus Lieferungen und Leistungen), Vorrte Passivseite: kurzfristige Verbindlichkeiten (insb. aus Lieferungen und Leistungen und gg. Kreditinstituten), [kurzfristige Rck- stellungen (strittig)]
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  • Seite 17 27.01.2014 4. Controlling als Mittel der Liquiditts- und Renta- bilittsplanung (Working Capital Management) Mittel des Liquidittsmanagements und -controllings: mindestens wchentliche (besser: tgliche) Kontrolle des Kassen- bestandes und der Zahlungsein- und -ausgnge auf Bankkonten mindestens monatliche (besser: wchentliche) Kontrolle der Debitoren- und Kreditorenliste; funktionierendes Mahnwesen Abstimmung/Harmonisierung eingerumter und erhaltener Zahlungsziele (DPO ->