PAC-Whitepaper: Die IT braucht eine digitale Agenda! a248.g. · PDF fileIn Deutschland sind...

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  • Die IT braucht eine digitale Agenda! Bedeutung und Herausforderungen der IT im digitalen Zeitalter

    Juli 2015

  • Die IT braucht eine digitale Agenda! 2

    PAC 2015

    Herausgegeben von

    SAP Deutschland SE & Co. KG

    Hasso-Plattner-Ring 7, 69190 Walldorf

    Pierre Audoin Consultants (PAC) GmbH

    Holzstr. 26, 80469 Mnchen

    Kontakt:

    Andreas Stiehler ([email protected])

    Nicole Dufft ([email protected])

  • Die IT braucht eine digitale Agenda! 3

    PAC 2015

    INHALT

    1. Executive Summary ................................................................................................................................ 4 2. Digitale Transformation die Herausforderung ..................................................................................... 5 3. Digitale Transformation der Weg ......................................................................................................... 9 4. Fazit und Aussicht ................................................................................................................................ 19

    ABBILDUNGEN

    Auswirkungen der Digitalisierung Einschtzung deutscher IT- und Marketing-Verantwortlicher ................ 7 Vorgehensweise bei der Digitalisierung in deutschen Unternehmen ............................................................. 8 Die drei strategischen Imperative der Digitalisierung ..................................................................................... 8 Ableitung der digitalen Agenda ...................................................................................................................... 9

  • Die IT braucht eine digitale Agenda! 4

    PAC 2015

    1. EXECUTIVE SUMMARY

    Der extrem schnelle Wandel im Zeitalter der Digitalisierung erfordert von Unternehmen ein immer hheres

    Innovationstempo und ein bisher ungekanntes Ma an Agilitt und Anpassungsfhigkeit. Unternehmen,

    deren IT-Strukturen und -Organisationen dafr nicht gerstet sind, werden mittelfristig nicht wettbewerbs-

    fhig sein. Fr IT-Verantwortliche und -Abteilungen erwachsen aus der digitalen Transformation Chancen

    und Herausforderungen gleichermaen. Auf der einen Seite haben sie die Mglichkeit, zum Treiber und

    Wegbereiter IT-basierter Geschftsinnovationen zu werden und damit eine zentrale strategische Rolle im

    Unternehmen einzunehmen. Auf der anderen Seite erfordert dies von der IT, sich selbst fundamental zu

    wandeln, um den neuen Anforderungen gerecht werden zu knnen. Die IT bentigt selbst eine digitale IT-

    Agenda!

    Ausgangspunkt fr die digitale Agenda der IT sind die drei strategischen Imperative der Digitalisierung:

    1. Konsequente Kundenorientierung

    2. Datenbasierte Geschftsstrategien

    3. Agilitt und Innovationsfhigkeit

    Konsequente Kundenorientierung

    Die ganzheitliche und individualisierte Optimierung der Kundenerfahrung ber alle Kontaktpunkte muss im

    digitalen Zeitalter in den Fokus von Geschftsstrategien rcken. Eine bessere Customer Experience lsst

    sich aber nur erzielen, wenn die hierfr genutzten Technologien miteinander und mit dem Backend tief

    integriert sind. Gleichzeitig mssen innovative und individualisierte Produkte und Services durch hinter-

    legte Routinen hochgradig automatisiert erbracht werden (Mass Customization). Die IT spielt hierbei eine

    zentrale Rolle: 1. als Koordinator, technischer Berater und Integrator von Projekten an der Kundenschnitt-

    stelle sowie 2. als Wegbereiter fr eine optimale Customer Experience.

    Datenbasierte Geschftsstrategien In Zeiten explodierender Datenvolumina wird der intelligente Umgang mit Daten immer mehr zum kriti-

    schen Wettbewerbsfaktor und dies sowohl im B2C- als auch im B2B-Umfeld. Datenbasierte Innovatio-

    nen und Entscheidungsprozesse mssen Teil der Unternehmens-DNA werden. Beides ist ohne eine

    starke IT als Businesspartner kaum vorstellbar. Die IT wird sowohl als Orchestrator der Datenstrme als

    auch als Vordenker und Berater im Bereich Analytics bei der Umsetzung datenbasierter Modelle dringend

    bentigt. Kein anderer Fachbereich innerhalb der Unternehmen bringt die hierfr notwendigen Kompeten-

    zen mit.

    Agilitt und Innovationsfhigkeit

    Im schnelllebigen Umfeld der Digitalisierung ist die Fhigkeit, flexibel auf neue Markttrends zu reagieren

    und Innovationen hervorzubringen, berlebensnotwendig. Unternehmen mssen konventionelle Denk- und

    Arbeitsweisen, veraltete Managementanstze und traditionelle Steuerungsmechanismen ber Bord wer-

    fen, wenn sie das im digitalen Zeitalter notwendige Ma an Agilitt und Innovationskraft erreichen wollen.

    Und sie bentigen agile IT-Architekturen und -Arbeitsumgebungen. Die IT muss dabei zum Vorreiter und

    Inkubator fr die Umsetzung iterativer und agiler Prozesse, zum Koordinator agiler Anstze in der Liefe-

    rantenzusammenarbeit und zum Wegbereiter von mehr Agilitt und Innovationsfhigkeit durch den Aufbau

    agiler IT-Infrastrukturen werden.

  • Die IT braucht eine digitale Agenda! 5

    PAC 2015

    2. DIGITALE TRANSFORMATION DIE HERAUSFORDERUNG

    Die Digitalisierung und ihre Folgen fr Unternehmen ist derzeit eines der bestimmenden Themen auf Top-

    Management-Ebene. Und dies zu Recht! Denn die wirtschaftlichen Umwlzungen, die von der zunehmen-

    den Verbreitung der so genannten SMAC-Technologien (Social, Mobile, Analytics, Cloud) ausgehen, sind

    ber alle Branchen hinweg gewaltig.

    Das Kundenverhalten ndert sich fundamental

    Wesentlicher Treiber der Umwlzungen ist das im Zuge der Digitalisierung deutlich vernderte Kunden-

    verhalten:

    Markttransparenz: Nie zuvor hatten Kunden in Echtzeit so viele Informationen ber Qualitt, Funktionalitt, Preise, Alternativangebote oder Kundenservice verfgbar wie heute. Kaufentschei-

    dungen werden nicht mehr nur auf Basis der von Herstellern und Hndlern bereitgestellten Infor-

    mationen, sondern immer strker auf Basis der Empfehlungen und Erfahrungen anderer Konsu-

    menten getroffen. Das gilt fr Bcher ebenso wie fr beratungsintensive Finanzprodukte. Und nie

    zuvor war es fr Kunden einfacher, per Mausklick zu einem alternativen Anbieter zu wechseln.

    Vom Produkt zum Service: Kaufentscheidungen werden zudem immer strker abhngig vom Serviceangebot rund um ein Produkt getroffen. Damit ist der Service hufig wichtiger fr die Diffe-

    renzierung am Markt als das Produkt selbst. Das gilt fr vernetzte Sportartikel wie Schuhe, Skier,

    oder Snowboard-Helme, die per App die sportlichen Leistungen analysieren, ebenso wie fr ver-

    netzte Hausgerte und Maschinen, die per App gesteuert werden oder deren Wartungszustand

    remote analysiert werden kann. Gleichzeitig mssen Produkte nicht mehr notwendigerweise

    selbst in Besitz genommen, sondern knnen als Service genutzt werden. Sharing-Modelle gibt es

    nicht nur fr Autos, Fahrrder oder Musik, sondern auch fr Handtaschen oder komplexe Maschi-

    nen.

    Mehrwert durch Vernetzung: Im digitalen Zeitalter wird der Mehrwert eines Produktes oder

    einer Dienstleistung zudem wesentlich bestimmt durch den Grad der Vernetzung, den es ermg-

    licht. So ist der Niedergang digitaler Kompaktkameras nicht allein durch die Fotofhigkeiten von

    Smartphones begrndet, sondern vor allem durch deren Mglichkeiten der Vernetzung und des

    Teilens mit anderen Nutzern via WhatsApp, Instagram, Snapchat & Co. Auf diesen drei Platt-

    formen werden tglich 1,5 Mrd. Fotos weltweit hochgeladen und geteilt.

    Omni-Channel: Kunden erwarten heute ber eine immer grere Anzahl an digitalen und nicht digitalen Kanlen interagieren, kaufen und sich informieren zu knnen. Ein lckenloses und ab-

    gestimmtes Einkaufserlebnis auf allen Kanlen und darauf abgestimmte Prozesse, z. B. in der

    Rechnungsstellung und der Logistik, sind gerade fr Handelsunternehmen eine zentrale Anfor-

    derung. So setzt beispielsweise der Outdoor-Spezialist Globetrotter auf eine Kombination aus

    Erlebnis-Stores, Print-Katalog, Online-Shop, Web-TV und einem interaktiven Community-Portal.

    Individualisiert und in Echtzeit: Kunden erwarten heute personalisierte Erlebnisse und Ange-bote, die auf ihre individuellen Prferenzen zugeschnitten sind. Da sich individuelle Prferenzen

    jedoch stetig ndern knnen, mssen Unternehmen in Echtzeit oder besser noch: voraus-

    schauend auf Kundenerwartungen oder vernderte Nachfrage reagieren knnen. Der Einzel-

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    PAC 2015

    hndler Zara beispielsweise analysiert Abverkauf und Kundenfeedback in den Filialen in Echtzeit

    und hat seine Supply Chain so optimiert, dass neue oder angepasste Produkte innerhalb von nur

    drei Wochen im Geschft verfgbar sind.

    Vernderte Kundenerwartungen auch in B2B-Mrkten

    Whrend die oben angesprochenen Vernderungen bisher am deutlichsten auf Konsumentenmrkten

    (B2C) zutage treten, haben sie lngst auch massiven Einfluss auf B2B-Mrkte. Geschftskunden erwarten

    ebenso eine Interaktion ber verschiedene Kanle online und offline, personalisierte und vernetzte Pro-

    dukte oder Serviceangebote, sowie datenbasierte Dienstleistungen. Damit mssen sich Produkthersteller

    immer strker zu Lsungsanbietern entwickeln. Der Landmaschinenbauer CLAAS ist ein gutes Beispiel

    dafr, wie sich ein Maschinenbauer vom Teilelieferanten zum Systempartner entwickelt hat, um so den

    wachsenden Bedarf an individuellen Services besser decken und auf diesem Weg Wettbewerbsvorteile

    erzielen zu knnen.

    Die Leistung unserer Fahrzeuge ist weitgehend ausg