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  • PFARREIENGEMEINSCHAFT BAD WÖRISHOFEN

    › AUSGABE 1 › SOMMER 2013 ST. JUSTINA › MARIÄ HEIMSUCHUNG › ST. MARTIN

    ST. MICHAEL › ST. STEPHAN › ST. ULRICH

    950 Jahre Wörishofen, 120. Todestag von Pfarrer Kneipp

    › PFARREIENGEMEINSCHAFT BAD WÖRISHOFEN aktuell GOTTESDIENSTE UND TERMINE 3. JUNI 2017 BIS 2. JULI 2017 Au

    sg ab

    e 4/

    20 17

  • 32

    StadtgeschichteZum Geleit

    Warum Wörishofens Geschichte eigentlich mit St. Justina beginnt

    Bad Wörishofen feiert heuer sein 950-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum bezieht sich auf das Jahr 1067, in dem ein Othalm de Werens- hova eine Urkunde über eine Schenkung ei- nes Grafen Swigger von Balzhausen /Schwab- egg an das Chorherrenstift bei St. Peter am Perlach in Augsburg mit unterschreibt. Damit ist nachgewiesen, dass es dieses Werenshova zu diesem Zeitpunkt gegeben haben muss. Viel wichtiger für die Geschichte und für die Entwicklung des Ortes ist aber eine zweite Schenkung, die 1243 in der damals schon vorhandenen Kirche St. Justina getätigt wurde. Christina von Fronhofen nämlich schenkt dort „all ihrer Besitzungen hier und an anderen Orten“ an dem Dominikanerpa- ter Friedrich von Rotenburg mit der Auflage, dass dieser damit ein Kloster gründe oder sie verkaufe und den Erlös als Almosen verteile. Der Umfang der Schenkung scheint durch- aus passabel gewesen zu sein, denn daraus entstand schon im Jahre 1251 das Kloster St. Katharina in Augsburg. Das wiederum ist für die geschichtliche Entwicklung Wörishofens deshalb von entscheidender Bedeutung, weil dieses Kloster dann für circa 500 Jahre die Herrschaftsrechte über den Ort ausüben durfte. Dazu gehörte beispielsweise auch das Patronatsrecht, mit dem verbunden war, dass es den jeweiligen Pfarrer vorschlagen und den Zehenten beziehen durfte. Allerdings musste St. Katharina auch für den Unterhalt des Pfarrers und des Pfarrhofs sorgen.

    Die Augsburger Ordensfrauen woll- ten nicht so streng leben

    Diese Verbindung von St. Katharina in Augsburg zu Wörishofen war Jahrhunderte später dann auch ausschlaggebend für die Gründung des Dominikanerinnenklosters

    in Wörishofen, für das im Jahre 1719 die Grundsteinlegung erfolgte und für das be- reits 1723 die Weihe der Klosterkirche und sämtlicher Gebäude stattfand. St. Katharina war verpflichtet worden, in seinem Bereich ein Kloster mit strenger Observanz mit voll- ständiger Enthaltung von Fleischspeisen einzurichten. Dies schien den Dominika- nerinnen in Augsburg für sich selbst nicht besonders zu gefallen. St. Katharina hatte sich deshalb dafür entschieden, ein eigenes Kloster der strengen Enthaltung zu bauen und erinnerte sich dabei an seine Besitztü- mer in Wörishofen.

    Wende in der Geschichte

    Als in dieses Kloster im Jahre 1855 schließ- lich Pfarrer Sebastian Kneipp als Beichtvater einzog, sollte die Geschichte des Ortes eine entscheidende Wende erhalten, die bis in die heutige Zeit nachhaltig wirkt. Der Ur- sprung dazu allerdings lag, wie gesehen, in der Kirche von St. Justina und in der darin vollzogenen Schenkung der Christina von Fronhofen.

    Helmut Bader

    Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste,

    „Viel Glück und viel Segen, auf all deinen Wegen, Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei!“ Mit diesem vierstimmigen Ka- non von Werner Gneist gratuliere ich allen Jubilaren des Monats Juni. Besonders den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bad Wörishofen gratuliere ich zum Stadt- jubiläum und den Gläubigen der Pfarrei St. Ul- rich zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrei. Viel Glück … …Glück bekommen wir nicht, wenn wir auf ein vierblättriges Kleeblatt schauen, son- dern wenn uns etwas geschenkt wird, das sozusagen unverhofft vom Himmel fällt. Der Zufall kommt ins Spiel. Aber zum Zufall benötigt es jemanden, der uns etwas zufal- len lässt. Ich bin überzeugt, dass dies Gott Vater ist, der uns immer wieder neu über- rascht. Viel Segen auf all deinen Wegen… … wünsche ich Ihnen allen. Vor allem, dass Sie immer wieder spüren und erfahren, dass Gott mit Ihnen durchs Leben geht und Sie in schwierigen Situationen trägt. Gesundheit… …Beim Wort Gesundheit muss ich an Pfar- rer Kneipp denken, der über seine Kranken

    und Hilfesuchenden sagte: „Erst, als man den Zustand ihrer Seele kannte und da Ordnung hineinbrachte, ging es mit dem körperlichen Leiden auch besser. Sie beka- men mehr Ruhe und Zufriedenheit, kurz, sie fühlten sich besser.“ Leib und Seele gehören untrennbar zusammen. Vergessen wir die Sorge um unsere Seele nicht. Frohsinn … … Dazu passt das Zitat von Don Bosco: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spat- zen pfeifen lassen.“ Wer anderen hilft und sich einbringt, der kann trotzdem sein Leben genießen, denn beides schließt sich nicht gegenseitig aus. Genießen wir unser Leben, besonders, dass wir in Bad Wörishofen leben oder hier in unserer Kneippstadt Zeit verbringen dürfen. Denn wer nicht genie- ßen kann, der wird ungenießbar.

    Herzlichen Glückwunsch!

    Pfarrer Andreas Hartmann

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    FeierlichkeitenPfarreigeschichte

    Pfarrei Sankt Ulrich feiert Jubiläum

    50 Jahre sind für eine Pfarrei noch kein Alter, aber dennoch ein erfreulicher Grund zum Feiern. Von 1965 bis 1967 wurde im jungen Bad Wörishofer Ortsteil Gartenstadt die Pfarrkirche Sankt Ulrich errichtet, und im Jahr der Fertigstellung konnte auch die dazugehörige Pfarrei gegründet werden (wir berichteten in Ausgabe 3/2017). Dieses Jubiläum soll beim Pfarrfest am Sonntag, 25. Juni, gebührend gefeiert werden. Zum Gottesdienst wurden alle ehemaligen noch lebenden Priester der Pfarrei Sankt Ulrich und der späteren Pfarreiengemeinschaft eingeladen.

    Gottesdienst mit allen ehemaligen Pfarrern

    Der Jubiläumsgottesdienst beginnt um 10.15 Uhr und anschließend, gegen 11.15 Uhr, wird die Ausstellung „50 Jahre Pfarrei St. Ulrich – 1967 bis 2017“ eröffnet. Auf der Grundlage der bis Ende der neunziger Jahre akribisch geführten Chronik von Sankt Ul- rich hat Helmut Bader eine umfangreiche Bilderausstellung zusammengestellt. Ge-

    führt wurde diese Chronik zu- nächst von Margit Krattenma- cher, geborene Agricola, und Elvira Kubelka, später 23 Jahre lang von Kriemhilde Stecken- leiter. Weitere Grundlage war die umfangreiche Chronik des Frauenbundes. Helmut Bader konnte auch auf seine eigenen Texte und Fotos zurückgreifen, die sich im Laufe der Jahre während seiner Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei der Min- delheimer Zeitung angesam- melt haben. So entstanden mit der Unterstützung von Paola

    Rauscher und Dr. Joachim Rapp aus dem Pfarrgemeinderat von Sankt Ulrich rund 35 Bildtafeln, die die 50-jährige Geschichte von Sankt Ulrich nachvollziehen lassen und die in der Kirche zum Jubiläum ausgestellt werden. Die Ausstellung ist in den kommenden Wo- chen in der Kirche frei zugänglich.

    Großes Jubiläumsfest

    Gegen Mittag startet das Pfarrfest mit Blas- musik und vielen Attraktionen. Neben dem beliebten abwechslungsreichen Programm mit Musik, Tanz- und Showeinlagen wird speziell für Kinder viel geboten. Auch ein Zauberer und eine Hüpfburg sind mit von der Partie. Zudem besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem neuen Hausmeister von Sankt Ulrich, Franz Bucher, in weniger bekannte Gebäudeteile der Sankt-Ulrichs- Kirche Einblick zu nehmen. Kulinarisch kommt auch jeder auf seine Kosten, dafür sorgt eine breite Auswahl an Speisen, Ge- tränken und Kuchen.

    Daniela Hölzle

    Stadtjubiläum: 950 Jahre Bad Wörishofen

    Bad Wörishofen steht im Jahr 2017 ganz im Zeichen zweier großer Jubiläen: am 17. Juni jährt sich der Todestag von Pfarrer Sebasti- an Kneipp zum 120. Mal, und nur kurze Zeit später, am 29. Juni, folgt der 950. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Wörishofen. Das Stadtjubiläum wird vom 29. Juni bis einschließlich 2. Juli 2017 gefeiert, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Alle Gäste und Bürger so- wie Freunde Bad Wörishofens, sind zu den Festtagen eingeladen. Die Veranstaltungen finden ohne Eintritt statt. Mit einem gemeinsamen ökumenischen Gebet im Musikpavillon vor dem Kurhaus unter dem Motto „Wir wollen aufstehn, auf- einander zugehn“ beginnt der Festakt am Donnerstag, 29. Juni, um 18.15 Uhr. Für die musikalische Gestaltung ist der Bad Wöris- hofer Kirchenmusiker Karl Stepper verant- wortlich. Sangesfreudige, die sich schon um 17.30 Uhr zur Probe am Musikpavillon einfinden, sind eingeladen, im Projektchor mitzuwirken. Nach dieser Andacht wird die Veranstaltung im Kurhaus fortgesetzt.

    Neues Spiel zur Stadtgeschichte

    Alle vier Blaskapellen aus Bad Wörishofen und den Ortsteilen führen gemeinsam den „Werenshova-Marsch“ auf, den Sanni Risch für diesen Anlass komponiert hat. Kinder aus der Pfarrer-Kneipp-Grund- und Mittel- schule befassen sich in dem Einakter „950 Jahre Wörishofen – Christina von Fronhofen

    und Otthalm de Werenshova“ mit der Stadt- geschichte. Als Ehrengast und Festredner wird Pfarrer Rainer Maria Schießler erwartet. Bei Regen findet die gesamte Veranstaltung im Kursaal statt, Einlass ist dann ab 17.45 Uhr.

    Ausstellungen im Kurhaus

    Schon jetzt bis zum Sonntag, 2. Juli, sind im Kurhaus täglich zu den Öffnungszeiten zwei Ausstellungen zu besichtigen: Im Info-Pavil- lon können in einer Guckkasten-Ausstellung eine Reihe von digitalisierten historischen Fotos in 3-D-Optik bestaunt werden, und auf der Kurhaus-Galerie zeigen zehn Tafeln die wichtigsten Stationen aus 950 Jahren Stadtgeschichte. Am traditionellen Stadtfest- und Steier- markfest-Wo