Pisa - Stadt der Wunder

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    05-Feb-2016
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Der “Schiefe Turm von Pisa”: jeder kennt ihn und unzählige Besucher haben ihn schon gesehen. Leider reduziert sich für viele Touristen Pisa genau auf dieses Monument. “Pisa, Stadt der Wunder” wird einige Einblicke in ein Pisa geben, welches weit über den Piazza del Duomo hinaus geht.

Transcript of Pisa - Stadt der Wunder

  • Mit einer Lnge von 241 km ist der Arno der achtlngste Fluss Italiens. Er fliet durch die Provinzen Arezzo, Florenz und Pisa. Im Stadtteil Marina di Pisa mndet der Arno nach seiner Reise durch die Toskana in das Tyrrhenische Meer.

    WILLKOMMEN

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  • INHALT

    1! WILLKOMMEN

    2! PIAZZA DEI MIRACOLI

    3! MUSEEN

    4! BOTANISCHER GARTEN

    5! SEHENSWERT

    6! ESSEN & TRINKEN

    7! SHOPPING

    8! LOKALER TRANSPORT

    9! ANREISE

    10! IMPRESSUM

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  • WILLKOMMEN IN PISA

    Pisa birgt Schtze von groem Wert, die es zu einer der wichtigsten Kunststdte Italiens machen. Der Hauptanziehungspunkt ist gewiss die Piazza dei Mira-coli (Platz der Wunder), wo sich aus der grozgigen Grnflche in marmorner Reinheit der berhmte Schi-efe Turm, der durch die vor kurzem abgeschlossene Restaurierung in seinem ursprnglichen Glanz er-strahlt, der prchtige Dom und das beeindruckende Baptisterium, erheben.

    Wenige Minuten vom Turm entfernt befinden sich der Botanische Garten, der lteste Europas und die male-rische Piazza dei Cavalieri, das Herzstck des mittel-alterlichen Pisas. Das heutige Erscheinungsbild ist einem Projekt Vasaris zu verdanken, der im Auftrag von Cosimo dem lteren de Medici die Gebude und deren rumliche Anordnung im - zu jener Zeit bahnbrechenden Renaissance-Stil - entwarf.

    Unweit davon, an den Ufern des Flusses Arno, wo die Meeresrepublik ihren Ursprung hat, bieten die Lungarni mit ihren prchtigen Palazzi aus der gro-herzoglichen Zeit und ihren romanischen und goti-schen Kirchen sowie Befestigungsanlagen aus der florentinischen Herrschaftsepoche einen reizvollen Anblick. Jedes Jahr am 16. Juni werden die Huser

    und Brcken in der Nacht des Heiligen Ranieri (Notte di San Ranieri) von unzhligen Lichtern geschmckt, um den Stadtpatron zu feiern: Das ist die magische Atmosphre der Luminara.

    Die Lungarni bilden seit einigen Jahren den zweiten Polo museale (Museumsverband) der Stadt. In dem Museo Nazionale di San Matteo, dem Museo di Pa-lazzo Reale, dem Museo della Grafica und Palazzo Blu sowie bald auch das neue Museo delle Navi Ro-mane (Rmisches Schiffsmuseum) kommen Liebha-ber des Mittelalters, der Renaissance und der Mode-rne auf Ihre Kosten.

    Von dieser faszinierenden Stadt, die allzu viele noch rein mit dem Schiefen Turm assoziieren, hat Rudolf Strutz es geschafft, bewusst unbekannte und stim-mungsvolle Ansichten einzufangen und zu beleuch-ten, indem er wunderbare Bilder mit kurzen und aus-sagekrftigen Texten versah, um die einzelnen Aspek-te in ihrem urbanen und geschichtlichen Kontext ein-ordnen zu knnen und dem Leser somit einen wert-vollen Interpretierungsschlssel der entdeckenswer-ten Stadt Pisa bietet.

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    Maurizio BertiniProvincia di Pisa

  • PISA, STADT DER WUNDER

    Der Schiefe Turm von Pisa: jeder kennt ihn und un-zhlige Besucher haben ihn schon gesehen. Leider reduziert sich fr viele Touristen Pisa genau auf die-ses Monument. Pisa, Stadt der Wunder wird einige Einblicke in ein Pisa geben, welches weit ber den Piazza del Duomo hinaus geht.

    Wenn man Pisa mit dem Zug besucht, hat man natr-lich den Vorteil, dass man durch den nicht so bekann-ten Teil der Stadt gehen kann. Pisa sollte man ber Pisa Centrale entdecken. Die Haltestelle Pisa San Rossore ist zwar nher am Schiefen Turm, wenn man aber einen Eindruck von der Stadt bekommen will, ist der Hauptbahnhof die richtige Wahl. Der BB EuroNight hlt auch auch in Pisa Centrale.

    Der Weg vom Hauptbahnhof bis zum Piazza del Duo-mo ist etwa 2 km lang und fhrt an vielen Geschf-ten, Bars und Cafs vorbei. Nachdem man den Arno auf einer der Brcken berquert hat, gelangt man auf

    den Piazza dei Cavalieri ein, der durch seine prchti-gen und monumentalen Bauten auffllt.

    Umso nher man an den Piazza del Duomo heran kommt, der auch Piazza dei Miracoli genannt wird, desto dichter wird der Touristenstrom.

    Besonders in der Via Santa Maria befinden sich zahl-reiche kleine Restaurants, die sich auf den Ge-schmack der internationalen Gste eingestellt haben.

    In der Nhe des Platzes der Wunder befindet sich auch der Botanische Garten. Bei einem Besuch in Pisa muss man diesen Garten gesehen haben.

    Dieses eBook entstand in Zusammenarbeit mit den sterreichischen Bundesbahnen, der Italienischen Zentrale fr Tourismus Enit und dem Tourismusamt der Stadt Pisa.

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    Rudolf J. StrutzAutor & Fotograf

  • Der Piazza del Duomo ist Teil des UNESCO-Welterbes. Der Dichter und Schriftsteller Gabriele D'Annunzio beschrieb den Platz als Wiese der Wunder, seitdem wird er im Volksmund so genannt. Hier steht die Taufkirche, der Friedhof, der Dom und nicht zuletzt der Schiefe Turm.

    PIAZZA DEI MIRACOLI

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  • BATTISTERO DI SAN GIOVANNIDas Baptisterium ist die weltweit grte Taufkirche. Das Gebude wurde 1152 erbaut und ber die Jahrhunderte immer wieder er-gnzt und verschnert. Die ffnung in der Mitte der Kuppel wurde 1394 mit einem kleinen Gewlbe geschlossen. Die Taufkirche ver-fgt ber ein fantastisches Echo. Hin und wieder stimmt der Wch-ter verschiedene Gesangstne an, die dies unter Beweis stellen. Das eindrucksvolle Gebude hat einen Umfang von 107 Metern und ist 54 Meter hoch. Auf der Spitze des Gotteshauses steht seit dem 15. Jahrhundert eine Bronzestatue von Johannes dem Tufer.

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  • CAMPOSANTO MONUMENTALEDer Legende zufolge soll Erzbischof Ubaldo de Lanfranchi im Jahr 1203 Erde aus dem heiligen Land mitgebracht haben, diese soll im Boden des Friedhofs enthalten sein. Das lange Gebude steht im Norden des Piazza del Duomo und bildet einen eindrucksvollen Hin-tergrund fr die drei Bauwerke davor.

    Im Zweiten Weltkrieg wurden der Camposanto Monumentale durch die Bomben der Alliierten stark beschdigt. Nach dem Krieg wurden die Fresken restauriert. Bei diesen Arbeiten wurden die Vorlagen der Fresken die Sinopien entdeckt. Eine Skizze direkt auf Wand zu zeichnen wurde bis ins frhe 16. Jahrhundert beibehalten. Diese sind im Museo delle Sinopie zu bewundern.

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  • DOM SANTA MARIA ASSUNTADer Dom Santa Maria Assunta ist die Kathedrale des Erzbistums Pi-sa. Im Jahr 1063 wurde vor der alten Stadtmauer mit dem Bau des Doms begonnen. Die Finanzierung wurde durch die gewonnene Schlacht gegen die Sarazenen vor Palermo sichergestellt. Der Dom hat einen Grundriss in Form eines Kreuzes, was zur Zeit der Erbau-ung etwas vllig Neues war. Die Fassade, die Ende des 12. Jahrhun-derts entstand, wurde zum Vorbild in der Toskana. Besonders er-whnenswert ist die um 1300 von Giovanni Pisano geschaffene Kan-zel. Das Mosaik des Christus Pantokrator in der Apsis ist berwlti-gend. Auch das Kuppelfresko Maria in der Glorie und die kunstvol-len Kassettendecken sind atemberaubend.

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  • TORRE DI PISADer Schiefe Turm von Pisa ist eines der weltweit bekanntesten Bau-werke. Bereits einige Jahre nach dem Baubeginn, begann sich der Turm zu neigen. Nachdem drei Stockwerke fertig waren, musste der Bau 100 Jahre ruhen bevor weitergebaut wurde. Die folgenden vier Stockwerke wurden schrg gebaut um die Neigung auszugleichen. Von den geplanten 100 Metern wurden nur 54 Meter gebaut. Im Jahr 2001 wurden alle notwendigen Sanierungsmanahmen abge-schlossen und der Turm wieder der ffentlichkeit zugnglich ge-macht. Der Turm, in welchem der Legende nach Galileo Galilei die Fallgesetze entdeckte, ist zu jeder vollen und halben Stunde fr 40 Besucher geffnet (Tickets im Internet kaufen).

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  • Pisa hat einige sensationelle Museen. Abseits vom Stress der weltberhmten Museen von Florenz und dem hektischen Trei-ben am Piazza dei Miracoli, kann man hier entspannt genies-sen und beeindruckende Exponate sehen.

    MUSEEN

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  • Im Kloster von San Matteo befindet sich das Nationalmuseum San Matteo. Hier wird die Kunst aus Pisa vom 13. bis zum 15. Jahrhundert gezeigt. Auch Ausstellungst-cke aus der Zeit, in der Florenz die Region beherrschte und florentinische Knstler ihre Eindrcke hinterlieen. Sehenswert auch die vielen Skulpturen.

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    MUSEO SAN MATTEO

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  • MODIGLIANI FLSCHUNGAmedeo Modigliani war ein italienischer Knstler, der vor allem durch die in seiner Zeit als skandals empfundenen Aktgemlde sehr bekannt wurde. Nach seinem Tod 1920 stiegen seine Werke im Preis und zahlreiche Flscher verdienten an dieser Tendenz. 1984 wurden drei Steinskulpturen in einem Kanal von Livorno gefunden. Das Gercht, Modigliani warf sie whrend seines letzten Aufenthalts in seiner Heimatstadt selbst in den Kanal, machte schnell seine Run-de. Fr einige Experten stand die Echtheit der Werke auer Zweifel. Eine Gruppe von Studenten und ein Hobbyknstler bekannten sich aber schlielich dazu, die Skulpturen anlsslich des 100. Geburts-tags des Knstlers geschaffen und anschlieend versenkt zu haben.

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  • Das Nationalmuseum des kniglichen Palastes wurde 1583 erbaut. Der Palast war die Winterresidenz der Medici. Direkt hinter dem Gebude befindet sich die Chiesa S. Nicola, die mit einem bergang verbunden ist. Im Turm des Palazzo Reale fhrte Galileo Galilei dem Groherzog seine ersten Experimente mit dem Teleskop vor.

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    PALAZZO REALE

  • 1543-44 wurde der botanische Garten in Pisa von Luca Ghini gegrndet. Cosimo I. de Medici forderte die Universitt Pisa auf, Lesungen ber Arzneikruter im Medizinstudium aufzuneh-men. Anfnglich lag der Garten innerhalb der Universitt.

    BOTANISCHER GARTEN

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  • In Pisa wurde zwar der erste botanische Garten weltweit gegrndet, da er aber spter an einem anderen Standort verlegt wurde, gilt der bota