Planungshilfe für Sanitärräume · 2013. 2. 25. · Dusche, über bodengleiche Duschwan-nen,...

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GC MIA Planungshilfe für Sanitärräume MIA-Information zur DIN 18040 Mobil im Alltag
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    28-Mar-2021
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  • GC MIA

    Planungshilfe für SanitärräumeMIA-Information zur DIN 18040

    Mobil im Alltag

  • Impressum

    HerausgeberGC-Sanitär- und Heizungs- Handels-Contor GmbHPostfach 10 66 23, 28066 Bremen

    RedaktionManfred Stritzke

    Für die Richtigkeit der Angaben und für etwaige bei der Zusammenstellung und beim Druck entstandene Irrtümer wird keine Haftung übernommen.Nachdruck und fotomechanische Vervielfältigung durch Dritte sind – auch auszugsweise – nur nach vorheriger Genehmigung durch den Herausgeber gestattet.

    MIA180040/1.0/02-11Redaktionsstand 02/2011

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  • Inhalt

    Marktchancen und Möglichkeiten „Mobil im Alltag“ aktueller als 1997 4Eine Zielgruppe mit Ansprüchen 4Mehr Kaufkraft als Jugendliche und junge Erwachsene zusammen 5Produkte von höchster Qualität und Komfort 6Das Konzept „Mobil im Alltag“ – eine eigenständige Marke 6Die neue DIN 18040 7

    Barrierefreies Bauen Einleitung 8Die Sinne 10Platzbedarf und Bewegungsflächen 12

    DIN 18040 Teil 1 Öffentlich zugängliche Gebäude

    Anwendungsbereich 14Allgemeine Anforderungen an Sanitärräume 15Bewegungsflächen 15Toilette 16Waschplatz 17Duschplatz 18Weitere Ausstattungen 19

    DIN 18040 Teil 2 Wohnungen Anwendungsbereich 20Allgemeine Anforderungen an Sanitärräume 20Planungsmaße und Bewegungsflächen 21Planungsmaße und Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer R 22Toilette 23Waschplatz 24Duschplatz 24Badeplatz 25

    Service Anforderungen der barrierefreien Ausführung für Kinder 26Checkliste für WC / Dusche / Waschplatz 27

    MontageempfehlungenWC / Dusche / Waschtsich 28-29Allgemein 30-31

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  • EineZielgruppemitAnsprüchenDie Zielgruppe hat viele Namen: Best Ager, Woopies (well off older people), Golden Oldies, Silver Generation oder z. B. Generation 50+ – das Alter spielt hier keine konkrete Rolle. Die Generation fühlt sich weitaus jünger und sieht auch jünger aus. Wichtig sind die Lebensumstände, ob jemand noch berufstätig ist, mit Kindern und Enkel kindern in einem Haus wohnt oder alleine in seinen vier Wänden.

    Marktchancen und Möglichkeiten

    „MobilimAlltag“aktuellerals1997Als die GC-Gruppe gemeinsam mit dem Industriepartner HEWI, Architek-ten, Planern und SHK Fachbetrieben 1997 das Partnerschaftskonzept „Mobil im Alltag“ in die Welt setzte, war sie praktisch eine der ersten am Markt mit einem umfassenden Pro-gramm ganzheitlicher Sanitärlösungen für die ständig wachsende Generation 50+.

    Nach mehr als 13 Jahren ist das Konzept aktueller und gefragter denn je, denn die Statistik zeigt: Wir werden immer älter. Man redet nicht mehr vom Lebensabend, sondern von einem neuen aktiven Lebensabschnitt. Die Le-benserwartungen steigen, bereits heute ist knapp ein Drittel der Gesamtbevöl-kerung über 55 Jahre alt, laut dem sta-tistischen Bundesamt wird 2050 jeder Dritte über 60 Jahre sein. Demografi e-Experten vom Max-Planck-Institut gehen sogar davon aus, dass etwa die Hälfte der heute in Deutschland Neugebore-nen 100 Jahre alt werden könnten.

    Die ältere Generation fühlt sich jünger

    viel/etwas älter

    so alt wie ich bin

    etwas jünger

    viel jünger

    Quelle: GfK

    60+(gesamt) 60 - 64 65 - 70 70+

    .. fühle mich:

    Alter in Jahren

    um durchschnittliche Jahre 9,3 8,9 9,1 10

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    Altersgruppen in Deutschland (in %)

    2008

    Bevölkerung gesamt in Mio.

    Altersgruppe 60+Altersgruppe 50-59 Altersgruppe 40-49

    Altersgruppe 30-39Altersgruppe 20-29Altersgruppe

  • 1MillionMenschenmultipliziertmit15.000EurofürUmbaumaß-nahmenentspricht15.000Millio-nenEuroproJahr.

    MehrKaufkraftalsJugendlicheundjungeErwachsenezusammenDie Generation 50+ denkt nicht daran, die Früchte ihrer Arbeit auf die hohe Kante zu legen und zu vererben. Im Gegenteil – nach Informationen des Deutschen Instituts für Altersforschung vererben Sie bereits zu Lebzeiten 10 % ihres Erbvolumens und geben Geld für sich, ihre Eltern, Kinder und Enkelkinder aus. Dabei verfügen sie über eine be-achtliche Summe frei werdender Mittel. Die Generation 50+ erhält zusätzlich zu ihrer hohen Kaufkraft einen Großteil der zukünftigen Hinterlassenschaften und dies sind einer Studie des Deut-schen Instituts für Alters forschung zu-folge immerhin 2 Billionen Euro. Schon heute verfügen die über 44-jäh-rigen mit ca.12,3 Mrd. Euro pro Jahr über deutlich mehr Kaufkraft als Jugend-liche und junge Erwachsene zusam-men. Eine wachsende Personengruppe mit großem fi nanziellen Potenzial.

    durchschnittliche Kaufkraft je Einwohner/Jahr

    3806 �Euro15-19 Jahre

    15175 �Euro20-29 Jahre

    25823 �Euro30-39 Jahre

    26798 �Euro40-49 Jahre

    25167 �Euro50-59 Jahre

    24903�Euro60-64 Jahre

    20819�Euroab 65 Jahre

    Altersgruppe

    Quelle: GfK

    Kaufkraft nach Altersklassen

    Ein erheblicher Teil wird für Dinge ausgegeben, die man sich früher nicht leisten konnte, beispielsweise eine kostspielige Reise. Nach Angaben eines führenden Reise-unternehmens in Deutschland sind 40 % aller Gäste im Sommer und 50 % im Winter über 50 Jahre. Die Altersklasse für den Kauf z. B. einer Mercedes CL-Klasse liegt im Durchschnitt bei 55 Jahren. 15.000 Euro geben einer LBS-Studie zufolge jährlich eine Million Menschen aus, um ihre Lebensräume komfortabler bzw. barrierefrei umzu-bauen.

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  • stimmt, mit gleichzeitigem Anspruch an Komfort, Qualität und Ästhetik. Zu dem Netzwerk gehören deutschlandweit mehr als 170 umfangreich und exklusiv ausgestattete GC-Badausstellungen mit speziell geschulten Ansprechpartnern für Beratung, Planungsunterstützung, persönliche Betreuung und Vermittlung zu weiteren Institutionen und Partnern. Hier können anspruchsvolle Kunden in Ruhe und angenehmer Atmosphäre Pro-dukte testen und anfassen. 1600 spezi-ell geschulte SHK Fachbetriebe planen und realisieren dann den persönlichen Traum vom Bad.

    ProduktevonhöchsterQualitätundKomfortDie „jungen Alten“ haben hohe Ansprü-che an die Produkte, aber auch an den Service. Nicht Produkte, die aussehen wie Pfl egehilfsmittel, sondern Produkte mit einer einfachen Anwendung und ansprechendem Design sind gefragt. Eben Produkte, die ein Lebensgefühl mit Komfort vermitteln. Wenn der Nutzen, die Qualität, der Service und die Funk-tionalität übereinstimmen, dann sind die „jungen Alten“ auch gerne bereit, im Premiumsegment zu investieren.

    Marktchancen und Möglichkeiten

    Der Wunsch der Generation 50+: mehr Service

    höhere Qualität

    mehr ServiceQuelle: Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung

    Indust

    rie

    Baug

    ewerb

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    Groß

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    %

    Bei einer Umfrage mit der Zielgruppe 50+ haben 1100 Rückläufe bestätigt, der Wunsch nach mehr Service steht in den Bereichen Industrie, Baugewerbe, Groß-handel und Einzelhandel an erster Stelle, noch vor dem Wunsch nach höherer Qualität.

    DasKonzept„MobilimAlltag“–eineeigenständigeMarkeEin Konzept für die Zukunft – bestehend aus einem deutschlandweit fl ächen-deckendem Netzwerk aus Industriepart-nern, SHK-Fachbetrieben, Architekten, Planern, weiteren Institutionen und der GC-Gruppe. Das Konzept „Mobil im Alltag“ hat sich auf die besonderen Wünsche und Bedürfnisse der Gene-ration 50+ eingestellt.

    Ganzheitlich grenzenlose Sanitärlösun-gen, individuell auf die Erfordernisse und Räumlichkeiten der Nutzer abge-

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  • Namhafte Industriepartner, wie z. B. HEWI, entwickeln aus Anregungen und Informationsaustausch neue, innovative Produktlösungen und stehen bei der Planung und bei Fragen zur Verfügung. HEWI ist seit der ersten Stunde dabei und unterstützt wesentlich das Konzept „Mobil im Alltag“.

    Geprägt wird das Konzept von durch-gestylten, funktionalen und qualitativ hochwertigen Produkten für jeden Anspruch. Vom Waschtisch bis zur Dusche, über bodengleiche Duschwan-nen, schwellenlose Duschabtrennungen, unterfahrbare Waschtische, höhen-verstellbare WCs – „Mobil im Alltag“ bietet die gesamte Produktpalette für den komfortablen Sanitärbereich. Kurze Lieferzeiten und ein perfekter Service sind selbstverständlich.

    DieneueDIN18040Seit Mitte 2010 löst die neue DIN 18040 die bis dahin langjährig gültigen DIN-Normen 18024 und 18025 ab.

    Die Norm besteht aus zwei Teilen (Teil 1 wurde im Oktober 2010 ver öffentlicht, fürdenTeil2stehtdieVeröffentlichungnochaus): 1. für öffentlich zugängliche Gebäude und 2. für Wohnungen. Neu aufge-nommen wurden sensorische Anforde-rungen (Sehen, Hören, Tasten). Des Weiteren sind Freiräume für eigene Planungsideen berücksichtigt – durch Zielvorgaben und Beispiellösungen. Einige Möglichkeiten und Beispiele finden Sie in dieser Broschüre. Natür-lich sind die Produkte aus dem „Mobil im Alltag“-Konzept ideal einsetzbar zur Umsetzung von öffentlichen und privaten Sanitärbereichen gemäß der DIN 18040.

    Viel Spaß beim Lesen.

    7

  • Barrierefreies Bauen

    Einleitung

    Bewegungsfreiheitfüralle„Barrierefreiheit“ ist die zentrale For-derung, um allen Menschen – auch Menschen mit Behinderungen – ein gleichberechtigtes Miteinander in der Gesellschaft zu ermöglichen. Diese For-derung ist im Grundgesetz verankert.

    So ist in Artikel 3, Abs. 3, des Grund-gesetzes festgelegt:„...Niemand darf wegen seiner Behin-derung benachteiligt werden“. Unter-stützt wird diese Forderung im § 8 des Gleichstellungsgesetzes, im Sozialge-setzbuch IX Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen, im § 1, Abs. 6, Punkt 3 des Baugesetzbuches, im § 50 der Musterbauordnung und darauf aufbauend in den Bauordnungen der Länder. Das Behindertengleichstellungs-gesetz des Bundes BBG ist im Mai 2002 in Kraft getreten. Das Regelwerk beinhaltet die Selbstverpflichtung, dass alle neu zu errichtenden oder umfas-send umzugestaltenden Gebäude des Bundes barrierefrei zu errichten sind.

    Das Gesetz verpflichtet außerdem die Wirtschaft erstmalig, Verhandlungen über Zielvereinbarungen zur Schaffung der Barrierefreiheit aufzunehmen. Die erste vorliegende Zielvereinbarung betrifft den Bereich der Hotels und Gaststätten.

    Inzwischen haben auch alle Bundes-länder Behindertengleichstellungsge-setze verabschiedet. So sind auch alle neu zu errichtenden oder umfassend umzugestaltenden Gebäude der Länder barrierefrei zu errichten. In einigen Bundesländern wird dies auch von den kommunalen Gebäuden gefordert.

    Der Weg zu allgemeingültigen, ge-setzlichen Regelungen für barrierefreies Bauen ist noch weit. Bauen ist „Länder-sache“ – so sind in den einzelnen Bundesländern auf der Grundlage der Musterbauordnung differenzierte Anfor-derungen zum barrierefreien Bauen in den Bauordnungen verankert. Diese sind jeweils konkret heranzuziehen.

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  • DIN18040–GenerelleHinweiseIn der DIN 18040 werden ins-besondere die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung, Blindheit, Hörbehinderte, Gehör-lose, Ertaubte und Schwerhörige stärker berücksichtigt.

    Damit insbesondere Informatio-nen, die warnen, leiten oder ori-entieren, auch für Menschen mit sensorischen und/oder kognitiven Einschränkungen erfassbar sind, sind sie über mindestens zwei Sinne zu vermitteln – 2-Sinne-Prinzip.

    So sollte die Kennzeichnung von Sanitärräumen neben dem guten Kontrast eine taktile Erfassbarkeit bieten (z. B. Symbole von HEWI in kräftigem Farbton auf weißem Grund sowie erhaben und somit tastbar).

    GrundsätzlichistderTrend: ■ Öffentlich zugängliche Gebäude

    sind, in den dem allgemeinen Besucherverkehr dienenden Teilen, barrierefrei zugänglich und ohne fremde Hilfe zweck entsprechend nutzbar zu gestalten.

    ■ Gebäude, die überwiegend oder ausschließlich von alten oder behin-derten Menschen – nach verschie-denen Bauordnungen auch von Menschen mit Kleinkindern – ge-nutzt werden, sind völlig barrierefrei zu gestalten.

    ■ Einige Länder haben Angaben zur Ausführung (Maße, Neigungen von Rampen, Toiletten) in ihre Bauord-nung aufgenommen.

    ■ In Gebäuden mit mehr als zwei, vier oder sechs Wohnungen müssen die Wohnungen mindestens eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müs-sen die Wohn-Schlafräume, eine Toilette, ein Bad sowie die Küche bzw. Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.

    DieNormfürbarrierefreiesBauen:Mindestanforderungen für barriere-freies Bauen sind in einer neuen Norm festgelegt:

    ■ DIN18040-1 10.10 Barrierefreies Bauen; Planungsgrundlagen; Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude

    ■ DIN18040-2* Barrierefreies Bauen; Planungsgrundlagen; Teil 2*: Wohnungen

    DieseNormersetztfolgendeNormen: ■ DIN18024-211.96 Öffentlich

    zugängige Gebäude und Arbeits-stätten

    ■ DIN18025-1 12.92 Wohnungen für Rollstuhl benutzer

    ■ DIN18025-2 12.92 Barrierefreie Wohnungen

    ■ DIN18024-1.98 Barrierefreies

    Bauen; Straßen, Plätze, Wege öf-fentliche Verkehrs- und Grünanlagen sowie Spielplätze; Planungsgrund-lagen gilt vorerst und soll zu einem späteren Zeitpunkt von der neu zu erarbeitetenden Norm DIN 18070 abgelöst werden.

    Die Normen DIN 18024 und DIN 18025 wurden in fast allen Bundesländern als technische Baube-stimmungen eingeführt (nicht in Bayern und NRW, in einigen Ländern ohne DIN 18024-1). Darüber hinaus haben die Bundesländer weitere Richtlinien, Erlasse und Hinweise zum barrierefrei-en Bauen herausgegeben. Vor Beginn der Baumaßnahmen sollten Informatio-nen zu rechtlichen Regelungen in den betreffenden Bundesländern eingeholt werden.

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus. 9

  • Barrierefreies Bauen

    DieSinne

    Sensorik:SehenEinschränkungen betreffen die Seh-schärfe, Akkomodation (Umschalten fern – nah), Adaption (hell – dunkel), Linseneintrübung (höherer Lichtbedarf, grün und blau schwerer unterscheid-bar), Verkleinerung der Pupille (höherer Lichtbedarf), Gesichts- und Blickfeld, frühe und späte Erblindung. Anforde-rungen, die sich daraus herleiten sind insbesondere:

    ■ Blendfreie, reflexionsarme Oberflä-chen (Keramik, Zubehör, Wände, Decken, Böden)

    ■ Helle, aber blendfreie Ausleuchtung ■ Keine dunklen Schatten, in denen

    Gegenstände „verschwinden“, aber auch nicht so diffus, dass Gegen-stände und Untergrund ineinander „schwimmen“. Das fordert neben einer gezielten Ausleuchtung (an Spiegeln z. B. rechts und links, im Idealfall außerdem darüber, nie nur eine Allgemeinbeleuchtung), auch die Ausbildung von Kontrasten in Leuchtdichte und Farbe (z. B. weiße Keramik auf farbigen Fliesen oder umgekehrt, gleiches gilt für Zubehör).

    ■ Vorzugsweise Tageslicht-Quellen, bei farbiger Beleuchtung Neben-effekte beachten (z. B. veränderte Tiefenwahrnehmung, vorübergehen-de Weitsichtigkeit bei rotem Licht und Kurzsichtigkeit bei blauem Licht)

    ■ Wichtige Informationen (z. B. Raumkennzeichnung) nicht nur ausreichend groß und kontrast-reich, sondern auch taktil erfassbar (2-Sinne-Prinzip)

    ■ Zusammenhang Farbe / Leucht-dichte – Form – Oberflächen – Strukturen beachten

    Sensorik:HörenEinschränkungen resultieren im wesent-lichen aus Schwerhörigkeit, Spätertau-bung und Gehörlosigkeit. Sie betreffen, neben schwerer Verständlichkeit, das nicht Trennen können der gezielten Laute von Hintergrundgeräuschen. So sollten bei Alarmsignalen oder auch wichtigen Durchsagen gleichzeitig automatisch Hintergrundgeräusche (wie die häufig in WC-Anlagen eingespielte Musik) weggeschaltet werden. Außer-dem sollten parallel wichtige Signale optisch gegeben werden.

    Sensorik:Riechen,SchmeckenSpielt im Sanitarbereich „nur“ insoweit eine Rolle, als es nicht heißen sollte „immer der Nase nach“, wohl aber können angenehme Düfte entspannend und orientierend wirken.

    Sensorik:Tasten/FühlenInsbesondere Sehgeschädigte können Defizite durch gezielte haptische und taktile Merkmale kompensieren. Der Wechsel des Bodenbelages wird vielfach mit den Füßen wahrgenommen und dient der Orientierung. Taktil erfassbare Informationen – von der Raumfunktion bis zur WC-Spülung bzw. eindeutiger Armaturenbedienung – können helfen. Das Tasten mit dem Stock erfordert bis auf ca. 15 cm über OKFF herunter gezogene Ausstattun-gen bzw. deren Abbildung oder eine mind. 3 cm hohe Abbildung auf dem Boden, um sie vor dem Gegenlaufen zu erfassen.

    10

  • KognitionKognition beschreibt die Fähigkeiten des Menschen, die es ihm ermöglichen sich in seiner Umwelt zu orientieren und anzupassen. Um bei eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten Barrieren abzu-bauen, sollte:

    ■ mit klaren, einfach verständlichen Symbolen bzw. wenigen, einfachen und deutlichen Worten Hinweise und Erklärungen gegeben werden,

    ■ keine Werbung im gleichen Blick- /Hörfeld von Hinweisen, die war-nen, orientieren, informieren oder leiten, platziert werden,

    ■ Raumstrukturen überschaubar, klar und führend in einer Übereinstim-mung aus Form, Farbe und Funktion gestaltet werden.

    MotorikNeben der Erfordernis ausreichender Bewegungsflächen und Durchgangs-breiten sind insbesondere bei der Auswahl von Bedienelementen (von gut zu greifenden Formen der Haltegriffe und Armaturen bis hin zu Service-Steck-dosen mit seitlichem Knaufaufsatz, um leichter den Stecker ziehen zu können) zu beachten:

    ■ verminderte bzw. nachlassende Kraft,

    ■ Geschicklichkeitseinschränkungen in den Bereichen Grob- und Fein-motorik,

    ■ aber auch Akzeleration (immer grö-ßere Menschen) und Kleinwüchsig-keit sowie Kinder – unterschiedliche Erreichbarkeiten bzw. Durchgangs-höhen.

    11

  • 70 110 120

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    120125

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    PlatzbedarfundBewegungsflächen

    Maßgeblich für das Wohl befi nden im Bad ist eine ausreichende Bewegungs-freiheit.

    Das ideale Bad erfüllt sowohl die aktuellen als auch die zukünftigen Bedürfnisse seiner Benutzer.

    Barrierefreies Bauen

    12

  • ≥ 50 ≥ 50

    ≥ 50≥ 50

    ≥ 50gemessen an Drückerachse

    ≥ 50

    ≥ 90

    ≥ 90

    ≥ 150

    ≥ 150

    ≥ 15

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    BewegungsflächenvorTürenInsbesondere im Bereich der Türen ist die Bewegungsfreiheit nicht nur ein Komfortmerkmal, sie dient auch der Sicherheit hilfsbedürftiger Personen.

    GriffbereichderArmeAlles in Reichweite. Neben dem Raum zur freien Bewegung müssen alle sani-tären Ausstattungen gut erreichbar sein.

    13

  • WerdenbarrierefreieToiletten,WaschplätzeundDuschplätzevorgesehen,sindnachfolgendeAnforderungeneinzuhalten.• Badewannen können eine

    sinnvolle Ergänzung darstel-len, ersetzen jedoch nicht per se einen barrierefreien Duschplatz.

    • Barrierefreie Sanitärräume sollten von Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren, Seh-behinderung oder erblinde-ten Personen gleicher maßen genutzt werden können.

    • Um das Blockieren von Drehtüren zu vermeiden, dürfen diese nicht in den Sanitärraum schlagen. Ferner müssen Türen zu barrierefrei-en Sanitärräumen von außen entriegelt werden können.

    • Als Armaturen sollten nur Ein-hebel- oder berührungslose Armaturen installiert werden. Letztere sind mit einem Tem-peraturbegrenzer auszurüs-ten, der die Temperatur auf 45° Celsius begrenzt.

    • Zur optimalen Orientierung sollte die Farbgebung aller Ausstattungselemente in einem starken Kontrast zu ihrer Umgebung stehen.

    • Sofern Kleiderhaken geplant sind, sollten diese durch Anbringung in zwei Höhen für sitzende sowie stehende Personen gut erreichbar sein.

    DIN 18040 Teil 1 Öffentlich zugängliche Gebäude

    Anwendungsbereich

    Dieser Teil der DIN 18040 bezieht sich auf die barrierefreie Planung und Aus stattung öffentlicher Gebäude inkl. der Außenanlagen. Insbesondere die Bereiche, die durch die Öffentlichkeit betreten und genutzt werden, sind bar-rierefrei zu gestalten. Zu der Kategorie öffentlicher Gebäude (vgl. § 50 Abs. 2 Musterbauordnung) gehören vor allem:

    ■ Einrichtungen der Kultur und des Bildungswesens,

    ■ Sport- und Freizeitstätten, ■ Einrichtungen des Gesundheits-

    wesens, ■ Büro-, Verwaltungs- und Gerichts-

    gebäude, ■ Verkaufs- und Gaststätten, ■ Stellplätze, Garagen ■ Toilettenanlagen.

    Vorgesehen ist die Norm für Neubau-ten, aber auch bei umfangreichen Modernisierungen und Umbauten sollte eine barrierefreie Planung nach DIN 18040 berücksichtigt werden.

    SchutzzieleIn der Norm sind sogenannte Schutz-ziele anhand von Beispiellösungen für die verschiedenen Bereiche von Sanitärräumen formuliert. Sie bilden die Basis für die Barrierefreiheit. Diese Ziele können unter Berücksichtigung der verschiedenen Bedürfnisse und Nutzer auch in Form anderer Lösungsansätze, als in den Beispiellösungen (ab Seite 16) gezeigt, erreicht werden.

    14

  • Bewegungsflächen

    Es ist eine grundsätzliche Bewegungs-fl äche von mindestens 150 x 150 cm vor allen Sanitärausstattungen (z. B. WC-Becken, Waschtisch, Duschplatz) einzuplanen. Diese Bewegungsfl ä-chen dürfen sich überschneiden. Das WC-Becken sollte eine Tiefe (gemes-

    90 90

    150

    70150

    150

    150

    150

    Planungsmaße für Stell- und Bewe-gungsfl ächen im Sanitärbereich nach DIN 18040 Teil 1

    Sanitärräume

    AllgemeineAnforderungenSanitärräume sind so zu gestalten, dass sie für alle Menschen barrierefrei nutzbar sind. Sie müssen in die Lage versetzt werden, von fremder Hilfe weitgehend unabhängig zu sein. Die Anforderungen an die Orientierung ent-sprechen auch den Bedürfnissen Blinder und Sehbehinderter. Die Bewegungs-fl ächen sind nach dem Mindestplatzbe-darf der Rollstuhlbenutzer zu bemessen.

    In jedem öffentlich zugänglichen Ge-bäude ist mindestens ein Sanitärraum für Rollstuhlbenutzer einzuplanen, der auch von anderen Personen benutzt werden kann. Zumindest in ausgedehn-ten Gebäuden sollten jedoch mehrere Anlagen integriert werden. In der DIN 18040 wird pro Sanitäranlage eine barrierefreie Toilette gefordert. Grund-sätzlich benötigt der Sanitärraum für den Rollstuhlbenutzer keinen Vorraum und kann von weiblichen bzw. männ-lichen Personen benutzt werden, wenn sie einen separaten Zugang haben.

    sen von der Beckenvorderkante zur WC- tragenden Wand) von mindestens 70 cm aufweisen. Links und rechts vom WC ist eine Fläche von mindestens 90 cm Breite einzuplanen, damit das WC von beiden Seiten her angefahren werden kann.

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  • Toilette

    70

    (65 - 70)

    ≥ 90

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    ≥ 20

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    3

    DIN 18040 Teil 1 Öffentlich zugängliche Gebäude

    • 1Rückenstütze• 2Stütz-Klapp-Griffe, beidseitig• 3Toilettenpapier und

    Spülauslösung• 4a/bNotruf Zugschalter• 5Handtuchspender, darunter

    Behälter für Papierhandtücher• 6Spiegel• 7Waschtisch

    • 8Seifenspender• 9a/bEvtl. Stütz-Klapp-Griffe,

    Stütz-Halte-Griff neben dem Waschtisch

    • 10Kleiderhaken• 11Zuziehgriff• 12Abfallbehälter• 13Ablagefl äche• 14Toilettenbürstenhalter

    Bei Bedarf kann eine Klappliege unter Beachtung der dafür erforder-lichen Bewegungsfl äche eingeordnet werden.

    ■ Höhe des WC-Beckens beträgt inkl. Sitz 46 - 48 cm

    ■ Platzierung der Rückenstütze: 55 cm, gemessen ab der Vor-derkante des WC-Beckens (der WC-Deckel reicht als Rückenstütze nicht aus)

    ■ Voraussetzung für die Spülaus-lösung: aus dem Sitzen heraus erreichbar in unveränderter Sitz-position. Eine berührungslose Spül-auslösung muss gegen ungewolltes Auslösen gesichert sein.

    ■ Stützgriff: klappbar, möglichst rechts und links des Beckens, sie sollten 15 cm über die Vorderkante des WC-Beckens hinausragen. Betätigung (hoch-/runterklappen) mit geringem Kraftaufwand ohne spezifi sche Einrastposi tionen.

    ■ Positionierung des Stützklappgriffes: Oberkante 28 cm über der Sitz-höhe, Abstand zwischen den Grif-fen 65 - 70 cm. Außerdem muss der Stützklappgriff eine Punktlast von mind. 1 kN am vorderen Griffende tragen.

    ■ Papierhalter: Wie die Spülaus-lösung muss auch dieser erreicht werden können ohne die Sitz -posi tion zu ändern.

    ■ Abfallentsorgung: hygienisch, beispielsweise durch einen dichten, selbstschließenden Abfallbehälter der einhändig bedient werden kann.

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  • Waschplatz

    ≤ 10

    ≥ 35

    ≥ 30

    ≥ 67≤

    80

    ≤ 40

    ≥ 55

    ■ Voraussetzung Waschtisch: unter-fahrbar mindestens 55 cm, um die Armatur gut zu erreichen. Der Ober-körper sollte den vorderen Rand des Waschbeckes erreichen, so dass von dort die Armatur mühelos betätigt werden kann. Höhe des Waschtisches max. 80 cm.

    ■ Armatur-Positionierung: max. 40 cm vom vorderen Rand des Waschtisches

    ■ Beinfreiraum unter dem Waschtisch: sollte axial gemessen eine Breite von 90 cm aufweisen.

    ■ Weitere Ausstattung im Umfeld des Waschtisches: einhändig bedien-barer und gut erreichbarer Seifen-spender, Papierhandtuchspender oder Handtrockner und Abfallbe-hälter

    ■ Spiegel über dem Waschtisch: Mindesthöhe des Spiegels 100 cm, Nutzbarkeit von sitzen-den wie auch stehenden Personen berücksichtigen.

    17

  • Duschplatz

    DIN 18040 Teil 1 Öffentlich zugängliche Gebäude

    Öffentlicher Sanitärraum mit Dusche nach DIN 18040 mit Armaturen, Halteeinrichtungen und Duschsitz.70 - 80

    50 - 60

    45 - 55

    3046 -

    48

    8585 -

    105

    185

    60 70

    164025

    150

    150

    70 - 80

    50 - 60

    45 - 55

    3046 -

    48

    8585 -

    105

    185

    60 70

    164025

    150

    150

    ■ Voraussetzung Duschplatz: möglichst bodengleich, mit einer maximalen Differenz von 2 cm zum übrigen Bodenbe-reich, optimalerweise komplett geneigt ohne Ausführung einer „Barriere”, damit das Befahren mit Rolla toren und Rollstühlen problemlos ist.

    ■ Bodenbelag Duschbereich: rutschhemmend (nach GUV-I 8527 mind. Bewertungsgruppe B)

    ■ Weitere Ausstattung –Halte griffe: waagerecht in einer Höhe von 85 cm über OFF (Achsmaß) sowie senkrechte Hal-tegriffe, bei mehreren Ausstat-tungselementen an der Wand (z. B. Armatur und zwei Halte-griffe) darf das Achsmaß des obersten Austattungselementes maximal auf einer Höhe von 105 cm liegen.

    ■ Duschsitz: stabil, alternativ auch klappbar oder mobil berücksich-tigen

    ■ Maße Duschsitz: Tiefe min. 45 cm, Sitzhöhe 46 - 48 cm

    ■ Dusch-Armatur: Optimal eine Einhebel-Duscharmatur mit Hand-brause und nach unten zeigendem Mischhebel, damit sich sehbehin-derte Personen beim Bücken nicht verletzen können. Erreichbarkeit der Armatur aus sitzender Position gewährleisten, Montage in 85 cm Höhe über OFF seitlich der Sitz-möglichkeit.

    ■ Stützklappgriffe: stufenlos hoch-klappbar, leicht bedienbar ohne großen Kraftaufwand, links und rechts des Duschsitzes

    ■ Positionierung der Stützklappgriffe: 28 cm über der Dusch-Sitzhöhe, Abstand zwischen den Griffen 65 - 70 cm, die Griffe sollten um 15 cm länger als der Sitz sein.

    ■ Bei Verwendung von Klarsicht-Trennwänden oder Duschtüren: Markierung wie bei Glastüren vorsehen, visuell stark kontrastierend zur Umgebung, mit starkem Hell- / Dunkelkontrast, um verschiedene Lichtverhältnisse im Hintergrund aufzuzeigen, über die gesamte Glasbreite in zwei Höhen zwischen 40 - 70 cm und 120 - 160 cm über OFF.

    18

  • WeitereAusstattungen

    Toilettenkabinen ■ Kleiderhaken: in den Höhen 85

    und 150 cm ■ Ablagefläche: 15 x 30 cm,

    in 85 cm Höhe

    Klappliege–inSanitärräumenvonRast-undSportstätten

    ■ Für in der Mobilität eingeschränkte Personen als Umkleidemöglichkeit, Liegefläche 180 x 90 cm, Höhe zwischen 46 - 48 cm, Bewegungs-fläche vor der Liege 150 x 150 cm, alternativ ist auch eine mobile Klappliege möglich.

    NotrufinToiletten ■ Auslösung des Notrufs vom WC-

    Becken aus, bedienbar sowohl in sitzender, als auch liegender Posi-tion, das Notruf-Ausstattungselement muss in Form und Farbe kontrastie-rend zur Umgebung gestaltet sowie taktil erfassbar und auffindbar sein, mit klarer Funktionskennzeichnung für sehbehinderte Menschen.

    19

  • Anwendungsbereich

    Der Teil 2 befasst sich mit der Planung und Ausstattung von Wohnungen im Neubau. Er kann aber auch sinngemäß für Neubauten oder Modernisierungen verwendet werden. Die Norm fordert, während der gesamten Planung bei allen Verkehrs- und Bewegungsflächen darauf zu achten, dass diese uneinge-schränkt von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Dies umfasst alle Wohnungsein- und -zugänge, Aufzüge, Keller und Flure.In der DIN 18040 Teil 2 wird zwi-schen Wohnungen, die barrierefrei nutzbar sind, und Wohnungen, die

    uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutz-bar sind, differenziert. Letztgenannte Wohnungen für eine uneingeschränkte, barrierefreie Rollstuhlnutzung werden mit einem R gekennzeichnet. Dabei wird mit den Standardrollstuhlmaßen von 70 x 120 cm gerechnet. Je nach Nutzergruppe können noch zusätzliche Anforderungen entstehen. Für das Er-reichen der hier definierten Schutzziele gibt es, wie in Teil 1 Umsetzungsbei-spiele (ab Seite 22), die je nach Anfor-derung modifiziert werden müssen.

    DIN 18040 Teil 2 Wohnungen - Entwurf*

    Hierfürgiltgenerell:• Um das Blockieren von Dreh-

    türen zu vermeiden, dürfen diese nicht in den Sanitärraum schlagen. Ferner müssen Türen zu barrierefreien Sanitärräu-men von außen entriegelt werden können.

    • Als Armaturen sollten nur Einhebel- oder berührungslose Armaturen verwendet werden. Letztere sind mit einem Tem-peraturbegrenzer auszurüsten, der die Temperatur auf 45° Celsius begrenzt.

    • Zur optimalen Orientierung sollten alle Ausstattungselemen-te in einem starken Kontrast zu ihrer Umgebung stehen.

    • Sofern Kleiderhaken vorge-sehen sind, sollten diese für sitzende sowie stehende Perso-nen gut erreichbar sein.

    Sanitärräume

    AllgemeineAnforderungenVerfügt eine Wohnung über mehrere Sanitärräume, so muss zumindest einer der Räume den barrierefreien Ansprü-chen der DIN 18040 entsprechen. Dieser Raum sollte dabei die Bedürf-nisse von sehbehinderten und blinden Menschen sowie Personen mit moto-rischen Einschränkungen und Rollstuhl-fahrern berücksichtigen.

    Bei der Planung sollten die Wände bauseits so ausgebildet sein, dass bei Bedarf Stütz- und Haltegriffe neben Wanne und Dusche, WC und Wasch-

    tisch installiert werden können. Ist eine automatische Lüftung nicht vorhanden und kann nur über das Fenster gelüftet werden, so muss sichergestellt sein, dass dieses auch von einer Person im Rollstuhl oder einem Menschen mit motorischen Einschränkungen leicht geöffnet werden kann. Hierfür muss der Fenstergriff in einer Höhe von 85 - 105 cm über OKFFB angebracht sein. Sollte dies aus baulicher Sicht nicht realisierbar sein, so muss ein automatisches System zur Öffnung eingesetzt werden.

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.20

  • vor und neben dem WC vor dem Waschtisch Dusche

    PlanungsmaßeundBewegungsflächen

    entlang der Badewanne

    ≥ 30

    70

    120

    120

    ≥ 20

    120

    120

    45

    120

    120

    120

    120

    Beispiel Überlagerung der Bewegungsfl ächen

    120

    120

    120

    120

    120

    21

  • 90 9015

    0

    Beispiel Sanitärraum R

    DIN 18040 Teil 2 Wohnungen - Entwurf*

    vor und neben dem WC

    150

    150

    55

    ≥ 20

    vor dem Waschtisch

    90

    150

    ≥ 20

    150

    150

    ≥ 90

    15070

    ≥ 30

    Dusche

    150

    150

    entlang der Badewanne

    150

    150

    PlanungsmaßeundBewegungsflächenfür Rollstuhlfahrer R

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.22

  • 50

    30 40

    5515

    Toilette

    WC Anlage DIN 18040 Teil 2 R

    70

    (65-70)

    46 -

    48

    28

    85 -

    110

    70

    50 - 60

    85

    Abstände ■ Generell ein seitlicher Mindestab-

    stand von 20 cm zur Wand und zu anderen Sanitärobjekten

    Abstände / MaßefürRollstuhlfahrer ■ Vor und neben dem WC-Becken

    muss ausreichend Raum vorhanden sein, wahlweise an einer Seite mind. eine 90 cm breite Fläche, ge-genüberliegend eine 30 cm breite Fläche für eine Hilfsperson berück-sichtigen. Abstand der Beckenvor-derkante zur Wand 70 cm, Höhe inkl. Sitz zwischen 46 - 48 cm über OFF.

    ZusätzlichbenötigteBedienelementeundStützgriffefürRollstuhlfahrer

    ■ Rückenstütze: Platzierung 55 cm hinter der Vorderkante des WC- Beckens (der WC-Deckel als Rückenstütze reicht nicht aus)

    ■ Spülauslösung: aus dem Sitzen heraus erreichbar, sollte diese berüh-rungslos funktionieren, so muss die Automatik gegen ein versehentliches Auslösen gesichert sein.

    ■ Abfallbehälter/Toilettenpapierhalter: Entsprechend der Spülung müssen diese erreichbar sein, ohne die Sitzposition zu ver ändern.

    ■ Stützklappgriffe: Je rechts und links des WCs mit einem Abstand von 65 - 70 cm zueinander, Höhe 28 cm über der Sitzfl äche (Ober-kante Stützklappgriffe), die Griffe sollten das WC-Becken an der Vorderkante um 15 cm überragen und an der Spitze eine Punktlast von 1 kN tragen, das Rauf- und Runter-klappen der Stützklappgriffe muss stufenlos und mit wenig Kraftauf-wand möglich sein.

    23

  • ≤ 10

    ≥ 35

    ≥ 30

    ≥ 55

    ≥ 67≤

    80

    ≤ 40

    Waschplatz

    DIN 18040 Teil 2 Wohnungen - Entwurf*

    Duschplatz

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.

    ■ Waschplätze müssen so gestaltet sein, dass eine Nutzung auch im Sitzen möglich ist.

    ■ Dafür ist ein Beinfreiraum unter dem Waschtisch erforderlich.

    ■ Weiter muss die bauseitige Mög-lichkeit vorhanden sein, einen mindestens 100 cm hohen Spiegel bei Bedarf unmittelbar über dem Waschtisch anzuordnen.

    ZusätzlicheAnforderungenfürRoll-stuhlfahrer

    ■ Montagehöhe Oberkante Wasch-tisch max. 80 cm.

    ■ Beinfreiraum unter dem Waschtisch mit einer Breite von mindestens 90 cm (axial gemessen) und einer Tiefe von mindestens 55 cm. Im Be-reich der Knie wird eine Bodenfrei-heit von min. 67 cm von Unterkante Waschtisch bis OFF benötigt. Die anschließende Bodenfreiheit darf 35 cm nicht unterschreiten.

    ■ Der Abstand der Armatur zur Vorder-kante Waschtisch darf max. 40 cm betragen.

    ■ Ein 100 cm hoher Spiegel ist un-mittelbar über dem Waschtisch anzuordnen.

    ■ Möglichst bodengleich, mit einer maximalen Differenz von 2 cm zum übrigen Bodenbereich, optimaler-weise komplett geneigt ohne Ausführung einer „Barriere”, damit das Befahren mit Rollatoren und Roll-stühlen problemlos ist.

    ■ Bodenbelag Duschbereich: rutsch-hemmend (nach GUV-I 8527 mind. Bewertungsgruppe B)

    ■ Weitere Ausstattung – Haltegriffe: waagerecht in einer Höhe von 85 cm über OFF (Achsmaß) sowie senkrechte Haltegriffe, bei mehre-ren Ausstattungselementen an der Wand (z. B. Armatur und zwei Haltegriffe) darf das Achsmaß des obersten Austattungselementes maxi-mal auf einer Höhe von 105 cm liegen.

    ■ Duschsitz: stabil, alternativ auch klappbar oder mobil berück-sichtigen

    ■ Maße Duschsitz: Tiefe min. 45 cm, Sitzhöhe 46 - 48 cm

    24

  • Badeplatz

    (90)95

    150

    ≥ 20

    150

    300

    150

    ≥ 90

    150

    300

    70

    ≥ 30

    Möglicher Stellplatzfür eine

    Waschmaschine

    ≥ 20

    80

    120

    ≥ 20≥ 30

    250

    120

    120

    180

    90≥ 20

    Möglicher Stellplatzfür eine

    Waschmaschine

    150

    250

    ≥ 90

    150

    300

    70

    ≥ 30

    75

    75

    Planungsbeispiel 1

    Planungsbeispiel 3Planungsbeispiel 2

    ■ Die Nutzbarkeit eines Sanitärraumes kann in barrierefreier Hinsicht stark erhöht werden, wenn die Wahl-möglichkeit zwischen Dusche und Badewanne besteht. Aus diesem Grund wird empfohlen, bauseits diese Wahlmöglichkeit einzuplanen.

    ■ Um die Barrierefreiheit im Sanitär-raum mit einer Badewanne für einen Rollstuhlfahrer zu sichern, muss die Wanne für einen Lifter nutzbar sein. Letzterer sollte in diesem Anforde-rungsprofi l ebenfalls nachgerüstet werden können.

    25

  • Service

    H

    H

    S

    H

    S

    15

    A

    H

    H

    S

    H

    S

    15

    A

    H

    H

    S

    H

    S

    15

    A

    DiePlanungsempfehlungfürKinderberuhenaufErfahrungswertenundsindkeineFestlegunginNormen.

    Die Montageposition für Stütz- und Hal-tegriffe richtet sich nach dem Alter bzw. der Körpergröße der Nutzer. Bei den genannten Maßangaben handelt es sich um Empfehlungen. Eine Übersicht der Maße (in cm) entsprechend der anthropometrischen Durchschnittswerte fi nden Sie in der Tabelle.

    H Montagehöhe Stützklappgriffe, Haltegriffe, Duschhandlauf

    A Montageabstand StützklappgriffeSSitzhöhe Duschsitz

    Alter H A S4 - 6 60 45 306 - 9 65 50 389 - 12 70 56 42Erwachsene 85 70 48

    AnforderungenderbarrierefreienAusführungfürKinder

    26

  • ChecklistefürWC/Dusche/Waschplatz

    Dusche Ist der Duschbereich bodengleich

    angelegt?

    Wird ein besonders rutschhemmen-der Boden belag verwendet?

    Sind Haltegriffe und Stützgriffe notwendig?

    Sind Höhe und Position von Griffen und Armaturen angemessen?

    Muss eine Temperaturbegrenzung vorgesehen werden?

    Ist ein Duschsitz notwendig?

    Können aus dem Sitzen die Armaturen gut bedient werden?

    Für Armaturen mit Mischhebel: Zeigt dieser nach unten?

    Sofern durchsichtige Duschwände installiert sind, ist eine ausreichende Markierung angebracht?

    Beschneidet die Duschabtrennung die Bewegungs fl ächen?

    Wird ein Spritzschutz für personelle Hilfe benötigt?

    Waschplatz Ist der Waschtisch ausreichend tief

    dimen sioniert?

    Kann der Waschtisch ausreichend weit unterfahren werden?

    Stellt die Höhe des Waschtisches ausreichenden Fußraum zu Verfü-gung.

    Stört der Sifon die Beinfreiheit?

    Kann die Armatur aus sitzender Position gut erreicht werden?

    Ist die Armatur ergonomisch und funktions gerecht?

    Muss eine Temperaturbegrenzung vorgesehen werden?

    Befi nden sich Seifenspender, Papierhandtuchspender oder Handtrockner und Abfallbehälter in erreichbarer Position?

    Werden Haltegriffe benötigt?

    Ist der Spiegel im Sitzen und Stehen gut zu nutzen?

    WC Ist die Montagehöhe der Toilette

    angemessen?

    Ist die Bautiefe des Toilettenbeckens ausreichend dimensioniert?

    Befi ndet sich rechts und links der Toilette ausreichend Bewegungs-raum?

    Wurde der Bewegungsraum vor der Toilette berücksichtigt?

    Ist die Toilette mit Rückenstütze ausgestattet?

    Kann die Spülung problemlos bedient werden?

    Ist eine automatische Spülauslösung gegen versehentliches Auslösen gesichert?

    Kann der Papierhalter gut erreicht werden?

    Ist eine Möglichkeit zur Abfallent-sorgung in angemessener Reich-weite?

    Sind Stützklappgriffe rechts und links der Toilette angebracht?

    Sind Abstände und Montagehöhe angemessen?

    Sonstiges Sind Kleiderhaken in zwei Höhen angebracht, damit sie sitzend und stehend

    erreicht werden können?

    Sind Ablagefl ächen aussreichend groß dimensioniert und können sie sitzend und stehend erreicht werden?

    Ist in einer Rast- oder Sportstätte eine Liegefl äche zur Umkleidemöglich-keit vorgesehen?

    Ist die Liegefl äche und Bewegungsfl äche angemessen?

    Muss ein Notruf eingesetzt werden?

    Ist der Notruf von sitzender als auch liegender Position erreichbar?

    Müssen Türen nach außen öffnend gesetzt sein und müssen sie von außen entriegelt werden können?

    27

  • WC

    Montageempfehlungen

    18040Teil1 18040Teil2*

    Öffentlich Wohnungen für Rollstuhlfahrer Wohnungen

    Sitzhöhe 46 - 48 cm inkl. Sitz 46 - 48 cm inkl. Sitz individuell

    WC-Tiefe Ausladung mind. 70 cm Ausladung mind. 70 cm individuell

    Rückenstütze 55 cm hinter der Vorderkante WC 55 cm hinter der Vorderkante WC

    seitlicheBewegungsfläche 90 cm 90 cm

    seitlicheBewegungsflächeWC-Wand

    30 cm 20 cm

    BewegungsflächevorWC 150 x 150 cm 150 x 150 cm 120 x 120 cm

    Stützklappgriffe links und rechts links und rechts

    Oberkante Stützklappgriff 28 cm über Sitzhöhe

    Oberkante Stützklappgriff 28 cm über Sitzhöhe

    Stützklappgriff mind. 15 cm über WC hinausragend

    Stützklappgriff mind. 15 cm über WC hinausragend

    individuell

    Abstand zw. Griffen 65 - 70 cm Abstand zw. Griffen 65 - 70 cm

    Papierrollenhalter im Sitzen erreichbar im Sitzen erreichbar individuell

    BelastbarkeitStützklappgriffe Punktlast von 1 kN am vorderen Griffende

    Punktlast von 1 kN am vorderen Griffende

    WC-Spülung vom Sitzenden mit Hand oder Arm erreichbar

    vom Sitzenden mit Hand oder Arm erreichbar

    individuell

    Abfallbehälter Abfallbehälter mit einer Hand zu bedienen

    dicht- und selbstschließend

    Notrufanlage in der Nähe des WC Beckens angebracht

    vom WC aus sitzend und liegend erreichbar

    visuell kontrastierend gestaltet, taktil erfassbar und auffindbar

    Montageempfehlungen

    Dusche

    Montageempfehlungen

    18040Teil1 18040Teil2*

    Öffentlich Wohnungen für Rollstuhlfahrer Wohnungen

    Bodenbelag rutschhemmend nach GUV-I 8527 mind. Bewertungsgruppe B

    rutschhemmend nach GUV-I 8527 mind. Bewertungsgruppe B

    rutschhemmend nach GUV-I 8527 mind. Bewertungsgruppe B

    Duschbereich zum angrenzenden Sanitärraum niveaugleich

    zum angrenzenden Sanitärraum niveaugleich

    zum angrenzenden Sanitärraum niveaugleich

    nicht mehr als 2 cm abgesenkt Gefälle max. 2 % Gefälle max. 2 %

    Bewegungsfläche 150 x 150 cm 150 x 150 cm 120 x 120 cm

    Duschsitz Sitzhöhe 46 - 48 cm Sitzhöhe 46 - 48 cm individuell

    Klappsitz Ausladung mind. 45 cm

    alternativ: mobiler, stabiler Duschsitz

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.

    28

  • Waschtisch

    Montageempfehlungen

    18040Teil1 18040Teil2*

    Öffentlich Wohnungen für Rollstuhlfahrer Wohnungen

    MontagehöheOKWaschtisch Höhe Vorderkante max. 80 cm Höhe Vorderkante max. 80 cm individuell

    BewegungsflächevorWaschtisch

    150 x150 cm 150 x150 cm 120 x 120 cm

    Unterfahrbarkeit Unterfahrbarkeit von mind. 55 cm Unterfahrbarkeit von mind. 55 cm Beinfreiheit erforderlich

    Kniefreiheit 67 cm gemessen bis 30 cm hinter Vorderkante Waschtisch

    Kniefreiheit 67 cm gemessen bis 30 cm hinter Vorderkante Waschtisch

    unterfahrbar in einer Breite von 90 cm

    unterfahrbar in einer Breite von 90 cm

    UnterfahrbarkeitHandwaschbecken

    Unterfahrbarkeit von mind. 45 cm

    Armatur Einhebelmischer oder berührungslos Einhebelmischer oder berührungslos Einhebelmischer oder berührungslos

    berührungslose Armatur nur in Ver-bindung mit Temperaturbegrenzung

    berührungslose Armatur nur in Ver-bindung mit Temperaturbegrenzung

    berührungslose Armatur nur in Ver-bindung mit Temperaturbegrenzung

    Auslauftemperatur max. 45° C Auslauftemperatur max. 45° C Auslauftemperatur max. 45° C

    Abstand Armatur zum vorderen Rand des WT max. 40 cm

    Spiegel mind.100 cm hoch, Einsicht muss im Sitzen und Stehen möglich sein

    mind.100 cm hoch, Einsicht muss im Sitzen und Stehen möglich sein

    bei Bedarf 100 cm hohen Spiegel direkt über WT angeordnet

    unmittelbar über dem Waschtisch angeordnet

    unmittelbar über dem Waschtisch angeordnet

    Bedienungselemente Einhand-Seifenspender, Papiertuch-spender, Abfallbehälter, Handtrock-ner

    müssen im Bereich des Wasch-tisches angeordnet sein

    Haken in mind. 2 Höhen für sitzende und stehende Personen

    Dusche

    Montageempfehlungen

    18040Teil1 18040Teil2*

    Öffentlich Wohnungen für Rollstuhlfahrer Wohnungen

    Klappgriff auf jeder Seite des Klappsitzes muss 1 Stützklappgriff montiert sein

    Nachrüstmöglichkeit für Stützklapp-griffe

    Oberkante Stützklappgriff 28 cm über Sitzhöhe

    Oberkante Stützklappgriff 28 cm über Sitzhöhe

    15 cm über den Sitz hinausragend, Abstand zw. den Griffen 65 - 70 cm

    Armatur Einhebel-Duscharmatur mit Handbrause

    im Sitzen erreichbar, seitlich in 85 cm Höhe

    BadewanneimWohnbau nachträgliches Aufstellen einer Badewanne im Duschbereich muss möglich sein

    nachträgliches Aufstellen einer Badewanne im Duschbereich sollte möglich sein

    mit dem Lifter unterfahrbar

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.

    29

  • AllgemeinMontageempfehlungen

    18040Teil1 18040Teil2*

    Öffentlich Wohnungen für Rollstuhlfahrer Wohnungen

    BehindertenWCs pro Sanitäranlage mind. eine barrierefreie Toilette

    jeweils in die geschlechtsspezi-fischen Bereiche integrieren od. separat geschlechtsneutral ausführen

    Tür Drehflügeltüren dürfen nicht in den Sanitärraum schlagen

    Drehflügeltüren dürfen nicht in den Sanitärraum schlagen

    Drehflügeltüren dürfen nicht in den Sanitärraum schlagen

    Tür muss von außen entriegelt werden können

    Tür muss von außen entriegelt werden können

    Tür muss von außen entriegelt werden können

    WändeSanitärräume Nachrüsten von senkr. und waager. Stütz- oder Haltegriffen am WC, Dusche und Wanne muss möglich sein

    Nachrüsten von senkr. und waager. Stütz- oder Haltegriffen am WC, Dusche und Wanne muss möglich sein

    Flurbreite nutzbare Breite mind.150 cm nutzbare Breite mind.150 cm nutzbare Breite mind.150 cm

    Gebäude in Durchgängen mind. 90 cm in Durchgängen mind. 90 cm in Durchgängen mind. 90 cm

    120 cm ausreichend, wenn Wen-defläche von 150 x 150 cm vorh.

    FlureWohnungen nutzbare Breite mind. 120 cm nutzbare Breite mind. 120 cm

    Bewegungsfläche von 150 x 150 cm ist vorzusehen

    Glaswände müssen deutlich erkennbar sein

    visuell stark kontrastierende Sicher-heitsmarkierungen

    Türen Karusselltüren, Pendeltüren als einziger Zugang ungeeignet

    lichte Breite mind. 90 cm mind. 90 cm mind. 90 cm

    lichte Höhe mind. 205 cm mind. 205 cm mind. 205 cm

    Tiefe Leibung max. 26 cm max. 26 cm max. 26 cm

    Drücker, Griff Abstand zu Bauteilen, Ausstattungs-elementen mind. 50 cm

    Abstand zu Bauteilen, Ausstattungs-elementen mind. 50 cm

    Abstand zu Bauteilen, Ausstattungs-elementen mind. 50 cm

    Beschilderung Höhe über OKFFB 120 - 140 cm Höhe über OKFFB 120 - 140 cm Höhe über OKFFB 120 - 140 cm

    manuellbedienbareTüren

    Drücker Mitte Drückernuss 85 cm Mitte Drückernuss 85 cm Mitte Drückernuss 85 cm

    im Einzelfall 85 - 105 cm vertretbar im Einzelfall 85 - 105 cm vertretbar im Einzelfall 85 - 105 cm vertretbar

    Griff waagerecht Achse über OKFFB 85 cm Achse über OKFFB 85 cm Achse über OKFFB 85 cm

    Griff senkrecht Greifhöhe über OKFFB 85 cm Greifhöhe über OKFFB 85 cm Greifhöhe über OKFFB 85 cm

    automat.Türen Tastermitte 85 cm über OKFFB Tastermitte 85 cm über OKFFB Tastermitte 85 cm über OKFFB

    Drückergarnituren greifgünstig ausbilden, bogen- oder u-förmige Griffe

    greifgünstig ausbilden, bogen- oder u-förmige Griffe

    greifgünstig ausbilden, bogen- oder u-förmige Griffe

    senkrechte Bügel bei manuell betätigten Schiebetüren

    senkrechte Bügel bei manuell betätigten Schiebetüren

    senkrechte Bügel bei manuell betätigten Schiebetüren

    Drehgriffe sind ungeeignet Drehgriffe sind ungeeignet Drehgriffe sind ungeeignet

    Montageempfehlungen

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.

    30

  • AllgemeinMontageempfehlungen

    18040Teil1 18040Teil2*

    Öffentlich Wohnungen für Rollstuhlfahrer Wohnungen

    OrientierungshilfenanTüren taktil eindeutig erkennbare Türblätter, -zargen

    taktil eindeutig erkennbare Türblätter, -zargen

    taktil eindeutig erkennbare Türblätter, -zargen

    visuell kontrastierende Gestaltung visuell kontrastierende Gestaltung visuell kontrastierende Gestaltung

    Glastüren Sicherheitsmarkierungen über die gesamte Glasbreite

    Sicherheitsmarkierungen über die gesamte Glasbreite

    Sicherheitsmarkierungen über die gesamte Glasbreite

    visuell stark kontrastierend visuell stark kontrastierend visuell stark kontrastierend

    helle und dunkle Anteile helle und dunkle Anteile helle und dunkle Anteile

    Höhe über OKFFB 40 - 70 cm und 120 - 160 cm

    Höhe über OKFFB 40 - 70 cm und 120 - 160 cm

    Höhe über OKFFB 40 - 70 cm und 120 - 160 cm

    Schwellen falls technisch unabdingbar max. Höhe 2 cm

    falls technisch unabdingbar max. Höhe 2 cm

    falls technisch unabdingbar max. Höhe 2 cm

    Bodenbeläge rutschhemmend, fest verlegt und für die Nutzung durch Rollstühle etc. geeignet sein (sinngem. mind. R9 nach BGR 181)

    im Eingangsbereich rutschhem-mend, fest verlegt und für die Nut-zung durch Rollstühle etc. geeignet sein (sinngem. mind. R9 nach BGR 181)

    im Eingangsbereich rutschhem-mend, fest verlegt und für die Nut-zung durch Rollstühle etc. geeignet sein (sinngem. mind. R9 nach BGR 181)

    visuell kontrastierend, ohne Spiege-lungen, Blendungen

    visuell kontrastierend, ohne Spiege-lungen, Blendungen

    visuell kontrastierend, ohne Spiege-lungen, Blendungen

    Handläufe Höhe 85 - 90 cm Höhe 85 - 90 cm Höhe 85 - 90 cm

    ohne Unterbrechung an Treppen-auge und Zwischenpodest

    ohne Unterbrechung an Treppen-auge und Zwischenpodest

    ohne Unterbrechung an Treppen-auge und Zwischenpodest

    Handlaufende mind. 30 cm über Treppenanfang, -ende hinausragend

    Handlaufende mind. 30 cm über Treppenanfang, -ende hinausragend

    Handlaufende mind. 30 cm über Treppenanfang, -ende hinausragend

    griffsicher, z. B. runder od. ovaler Querschnitt von 3 - 4,5 cm

    griffsicher, z. B. runder od. ovaler Querschnitt von 3 - 4,5 cm

    griffsicher, z. B. runder od. ovaler Querschnitt von 3 - 4,5 cm

    visuell kontrastierend zum Hintergrund

    visuell kontrastierend zum Hintergrund

    visuell kontrastierend zum Hintergrund

    es sollten taktile Informationen wie Stockwerk, Wegebeziehung enthalten sein

    in Gebäuden mit mehr als 2 Ge-schossen können taktile Informa-tionen wie Stockwerk, Wegebezie-hung enthalten sein

    in Gebäuden mit mehr als 2 Ge-schossen können taktile Informa-tionen wie Stockwerk, Wegebezie-hung enthalten sein

    Bedienelemente barrierefrei erkennbar und nutzbar barrierefrei erkennbar und nutzbar barrierefrei erkennbar und nutzbar

    nach dem Zwei-Sinne-Prinzip gestaltet

    nach dem Zwei-Sinne-Prinzip gestaltet

    nach dem Zwei-Sinne-Prinzip gestaltet

    Funktion sollte erkennbar sein Funktion sollte erkennbar sein Funktion sollte erkennbar sein

    barrierefrei zugänglich stufenlos zugänglich stufenlos zugänglich

    Achsmaß von Bedien-, und Greifhö-hen beträgt 85 cm über OKFFB

    Achsmaß von Bedien-, und Greifhö-hen beträgt 85 cm über OKFFB

    Achsmaß von Bedien-, und Greifhö-hen beträgt 85 cm über OKFFB

    * Für den Teil 2 steht die Veröffentlichung noch aus.

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  • GC SANITÄR- UND HEIZUNGS-HANDELS-CONTOR GMBH www.gc-gruppe.de

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