Porzellan Friedrich Kaestner

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    24-Mar-2016
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Porzellan Friedrich Kaestner Oberrohnhof

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  • 5Gedanken ber Albert Schwarz

    Von Beruf Porzellanmaler, ist erfllt von einem Suchen nach den Werten, die das Leben lebenswert machen. Er bleibt nicht auf dem halben Weg stehen. Die uere Form ist ihm Mittel, Dinge auszudrcken, die auf einer hheren Ebene liegen. Sein

    vielfltiges Schaffen ist von einheitlichem Rhythmus erfllt und erfreut durch die Reichhaltigkeit seiner Vorwrfe.

    (Katalog: Gruppe 1950/ Archiv, Nachlass Georg Brhl)

    Albert Schwarz (05.09.1895 26.09.1977), Maler und Grafiker, freischaffender Knstler und Dozent an der Mal- und Zeichenschule von Prof. Carl Michel in Zwickau, war unser Grovater. Seine Tochter Irmgard Vogl, geb. Schwarz (1927 bis 2000) demnach unsere Mutter. Mein Bruder Tilo Vogl wurde 1949 und ich, Jrgen Vogl, wurde 1952 in Zwickau geboren. Unser Grovater und unsere Eltern wohnten in der Lindenstrae. Hufig besuchten wir uns gegenseitig. Als Kinder begleiteten wir unseren Grovater in den Vielauer Wald, dort fand er die vielen Lieblingsmotive fr seine Bilder.

    Mit wenigen, aber dafr exakten Pinselstrichen entstanden Skizzen und Bilder, die wir schon damals sehr bewunderten. Die fr ihn typischen Farben und Formen waren genau zu erkennen. Zu Hause holte er oft Ton aus einer alten Zinkwanne im Garten und begann in der Wohnstube den Tonklumpen zu kneten, um daraus etwas frei zu modellieren. Ich bekam auch ein Stck und versuchte ebenfalls, etwas nur mit meinen Hnden und Fingern zu formen.

    Seine beliebtesten Motive waren Kpfe, Menschen, Tiere sowie Mutter mit Kind, Liebespaare und Engel. Schnell nahmen die Tonklumpen Gestalt an. Mit einem Holzspatel wurden die Feinheiten herausgearbeitet (Augen, Mund, Nase, Hnde usw.). Das versetzte mich jedesmal in Erstaunen. Nach kurzer Zeit war der Klumpen Ton lebendig und die Dinge hatten einen Namen.

    Grovater half mir gern bei meinen Arbeiten. Schade, ich habe diesen Sachen damals nicht die ntige Bedeutung beigemessen und sie leider nicht aufgehoben. Nach dem Modellieren nahm er die Tonfiguren mit auf Arbeit, zur Firma Kaestner; dort wurden sie gebrannt und nach einiger Zeit brachte er sie wieder mit nach Hause.

    Sie wurden nicht bemalt und standen dann in Opas Wohnung und er erfreute sich daran. Von seinen Arbeiten konnte er sich nur schwer trennen. Von Zeit zu Zeit verschenkte oder verkaufte er etwas.Gern erinnere ich mich an die Atmosphre, und die Stunden, die ich mit meinen Opa verbrachte.

    Jrgen Vogl

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