Pr¤sentation: Dr. Wolfgang Schrader

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    02-Jan-2016
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Richtig schreiben. und. Einführung. Überblick. Präsentation: Dr. Wolfgang Schrader. Orthographie. . . . richtig. schreiben. Orthographie/Orthografie - PowerPoint PPT Presentation

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  • Prsentation:Dr. Wolfgang Schrader

  • OrthographierichtigschreibenOrthographie? Orthografie?Ortografie?Ortogravieh?Orthographie/OrthografieDie Hauptvariante ist die bisherige fremdsprachige Schreibweise (Orthographie), die zulssige Nebenvariante die integrierte (eingedeutschte) Schreibweise Orthografie.Bertelsmann: Die neue deutsche Rechtschreibung

  • Solange man in unserer Gesellschaft und Berufswelt Rechtschreibung noch als untrglichen Gradmesser fr Gebildetsein und Intelligenz ansieht, solange ein unsicherer Rechtschreiber geringere berufliche Aufstiegschancen hat und vom Besuch weiterfhrender Schulen ausgeschlossen wird oder eine gesellschaftliche Abwertung erfhrt, bleibt es eine vorrangige Aufgabe unserer Grund- und Hauptschule, die Schler mit einer hinreichenden Rechtschreibsicherheit auszustatten gleichwohl, welche eigene Meinung der einzelne Lehrer zum Stellenwert orthographischer Normen einnimmt. (Greil/Kreuz)Die heutige Bewertung der Orthographie in Schule und Gesellschaft steht in keinem angemessenen Verhltnis zu ihrem tatschlichen Wert fr die Kommunikation.(MESSELKEN)Primre Aufgabe des Sprachunterrichts ist Vermittlung und Ausbau von Sprache. Demgegenber erscheint das Erlernen der richtigen Schreibung als ein sicher wichtiger, aber sekundrer Bereich. (WEISGERBER)Rechtschreiben fordert und frdertWahrnehmungLogisches Denkenkonvergentes DenkenGedchtnisTransferAufmerksamkeitGenauigkeitSorgfaltKonformittDisziplingamrzomesabegaxel

  • Der Lerngegenstand SchriftGraphem Kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit auf schriftsprachlicher EbenePhonem Kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit auf sprachlicher EbeneMorphem Kleinste bedeutungstragende Einheit (Anfangs-, Haupt-, Endmorphem)Seine BestandteileSein Prinzip Alphabetschrift Schriftzeichen als konventionelle, willkr- lich festgelegte Symbole reprsentie- ren Lautzeichen. Parallelitt von Lautfolge und Buchsta- benkette Zusammenhang von Buchstabenfolge und Wortbedeutung Buchstabenverbindungen als Wortbau- steine (Silben, Morpheme, Signalgruppen)

  • Der Lerngegenstand Schrift30 Grapheme stehen fr ca. 90 PhonemeDie Orthographie orientiert sich an der genormten Hochsprache.Ein Graphem steht fr verschiedene PhonemeVerschiedene Grapheme reprsentieren ein PhonemEin Graphem oder eine Graphemgruppe reprsentiert dieselbe Phonemkombination Eine Graphemgruppe steht fr ein PhonemPhonemkombinationen werden durch ein Graphem vertretenFremdwrter werden nach dem etymologischen Prinzip oder als Lehnwrter verschriftet.

    Strukturelle Eigenheiten fr /e:/ in Weg, fr // in Bett , fr /f/, , , fr /ks/ fr // in Schuh/ts/ durch phonographisch und/oder fonografisch

  • Der Lerngegenstand Schrift Etymologisch-morphematisches Prinzip: Wortverwandtschaftenjagen-Jger Hund-Hunde-HundsfottPrinzipien der RechtschreibungPhonologisches Prinzip: Lauttreueaber: identische Schreibung (rein-Rain-Rhein) Schrfung/Dehnung mit und ohne Zeichen (hat- hatte, Tal-Saal-kahl) hnlichkeitsschreibung (b-p, g-k, i--y)aber: alt-Eltern Grammatikalisches Prinzip: RegelnSemantisches Prinzip: inhaltliche Bedeutungaber: Bank-Bank (Homonyme)Historisches Prinzip: TraditionMohr-Moor(Homophone)Li-ebe-Liebe, Kaiser, Maiaber: TorGraphisch-formales Prinzip: sthetik, optische Wirkungaber: am, nahm(Viele Ausnahmen!)Sohn, LohnkamOrthographischer Dschungel (Brgelmann)

  • Grund- bzw. ArbeitswortschatzDer deutsche Wortschatz umfasst zwischen 300.000 und 600.000 Wrter.Der Normalbrger kennt zwischen 12.000 und 16.000 davon.Goethe benutzte 20.000.Ein Akademiker verwendet im Schnitt 3000.Adenauer kam mit 1.000 aus.Brgelmann 1989, 156Sprachfrequenzuntersuchungen ergaben:

    Mit den 100 hufigsten Wrtern werden 50 % aller Normaltexte erfasst ...... mit den 1000 hufigsten Wrtern ca. 80 % ...... mit den 4000 hufigsten Wrtern immerhin 95 %.

    Die 35 hufigsten Morpheme decken 50 % allen flieenden Textes ab, die hufigsten 100 bereits 70 %, die hufigsten 200 sogar 85 %.Brgelmann, 147Hufigkeit als Hauptkriterium fr den Grundwortschatz.

  • uerungen in einem Volkshochschulkurs mit sogenannten Null- Anfngern, gesammelt von Gabriele Schumann & Claudia CrmerEichhrnchen! So ein langes Wort fr so ein kleines Tier. (Petra, 22 Jahre)Messer schreibt man mit , also schreibt man ein kleines Messer mit .(Peter, 29 Jahre) Wenn in der Schssel viel Salat ist, schreibt man Salat mit .(Peter, 29 Jahre)Schiff Schiff kann man nicht anfassen, weil es so gro ist. (Andreas, 30 Jahre)

  • Teilleistungen

  • Teilleistungenvisuelle Wahrnehmungauditive Wahrnehmungkinsthetische WahrnehmungSymbolverstndnismotorische Entwicklungrhythmisches EmpfindenSprachwissenArtikulation

    kognitive FaktorenMotivationKonzentrationSelbstkonzeptProblemlseverhalten

  • Methodische StufenDie Schreibbewegung ist der Angelpunkt der Rechtschreibfertigkeit. (LAY, A.W.)Die sichere Einprgung der Physiognomie der Wrter , was natrlich vorzugsweise durch die Vermittlung des Auges geschieht, ist Aufgabe des Rechtschreibunterrichts (BORMANN, K.) Nach Durchnahme der Regel eines Paragraphen mu also jedes Wort desselben von den Schlern richtig geschrieben werden knnen (MEYER, J.)Wenn auch das Ohr nicht fhig ist, die Wortbilder festzuhalten und zu reproduzieren, so untersttzt es doch die Auffassung der Wortbilder insofern, als die Schallbilder die Sprachwerkzeuge anregen und so die motorische Vorstellung des Wortbildes vermitteln. (WAWRYK, J.)(nach Brgelmann, H., 223)

    Als gesichert gilt:

    Kinder unterscheiden sich in den Zugriffen auf die Schrift. Ebenso wie Anfnger (Novizen) und Experten Es gibt unterschiedliche Lerntypen. Der falsche Schluss daraus: Methodenmonismus. Wahrnehmungen der verschiedenen Sinneskanle sttzen sich gegenseitig und verstrken den Gedchtniseindruck. Der richtige Schluss:

    Vielkanal-Rechtschreiben

  • Sprachentwicklungsmodell(nach Gnther, Spitta)Prliteral-symbolische StufeLogographemische StufeAlphabetische StufeOrthographische StufeIntegrativ-automatisierte StufeSymbolverstndnis im produktiven und rezeptiven Bereich: Mimik und Gestik verstehen; Lesespiele, KritzelbriefeOrientierung am Wortbild: an prgnanten Buchstaben, an der Wortgrenzen, Wortlngen (PP = Puppe)Einsicht in Graphem-Phonem-Korrespondenzen: lautgetreue Verschriftungen, bestimmt durch die Umgangssprache (Fata, Schpiln, gesdan)Orientierung an Wortbausteinen und Regeln; zunehmende Sicherheit im Grundwortschatz (bergeneralisierungen: Vata Vater liler (= lila) Automatisierung, Rechtschriftliche Sicherheit durch kompetente Anwendung der Lsungshilfendiaethylaminoaethoxydi-ae-thyl-a-mi-no-ae-tho-xy

  • Funktionelle AspekteStrukturmerkmale als Lern- und bungsmaterial:

    Grapheme/PhonemeSilbenMorphemeSignalgruppenRegeln/Ausnahmenvisuelle Funktionmehrmaliges Anschauen, gliederndes Lesenakustische Funktionaufmerksames Hren, akustische Differenzierung, gliederndes Sprechensprechmotorische Funktionartikuliertes Sprechen, gliederndes Mitsprechen beim Schreibenkognitive FunktionGesetzmigkeiten erfassen Analogiebildungenmnemotechnische Funktionnicht zu begrndende, nicht abzuleitende Besonderheiten erfassen, Eselsbrckensemantische FunktionSchreibweise mit Bedeutung assoziierengraphomotorische Funktionmotorisches Einprgen der Schreibspur

  • Lsungshilfen nach Oswald Watzkehistorisch-etymologische MethodeSchreibe abstammungsgetreu!phonetische MethodeSchreibe lauttreu!grammatisch-logische MethodeSchreibe nach den Regeln und beachte die Ausnahmen!Kombinierte Methode Bentze alle Lsungshilfen! (Redundanz schaffen): mechanische MethodeSchlage nach und schreibe richtig! Verwende ein Programm!senso-motorische Methodebe die Schreibbewegungen ein!Akusto-motorische MethodeSchreibe wie du hrst und sprichst!Visuell-motorische MethodePrge dir Wortbilder ein!

  • Aufbau des neuen Grundschullehrplans (Jgst. 3)auditive, visuelle und strukturierende Wahrnehmung schulen:

    Lautfolgen abhren Reimwrter Lautqualitten unterscheiden in Sprechsilben, Wortbausteine zerlegenRechtschreibstrategien aufbauen und sichern:

    lautgetreue Verschriftung Wortbausteine verwenden Wortzusammensetzungen (Fugen-s, 3 Konsonanten) regelgeleitete Strategien (Gro-/Kleinschreibung, Verlngerungen, Ableitungen) nicht regelgeleitete Wrter erarbeiten, einprgen und anwenden (v, aa, ks, , ck) Wrter, Sinnschritte und Stze sicher aufschreiben mit dem Wrterbuch umgehen Fehler berichtigen

  • Strukturmodell zu einer Sequenz Arbeit am KernwortschatzBegegnung mit dem WortmaterialSprachliche SituationInhaltliche KlrungIsolieren der WrterEinprgen von WortbildernKennenlernen der WortgestaltenStrukturieren der WortbilderEinbetten in neue WortstrukturenKontrolleAnwendung Lernstandsdiagnose, LeistungsmessungIntegration, weitere bungseinheitenAbwechslungsreiche, interessante, informative, altersgeme, humorvolle Situationen begnsti-gen eine lustvolle Auseinandersetzung: Rtsel, Fortsetzungsgeschichten, Bild-Wort-Zuordnungen, Karikaturen, EntscheidungsfragenZur Sicherung des Verstndnisses: Wortumschreibungen, neue Stze bilden, Synonyme, Pantomime, SatzergnzungenIdentifizieren der Lernwrter mit Zielangabevisuelle, akustische und motorische Auffassung und Durchdringung der Wrter (ganzheitlich) durch Manahmen zur Erfassung der Klang-gestalt, des Schriftbildes und des Schreib-bildesdetaillierte Erfassung der Binnengliederung des Wortes durch Analyse- uns Synthesebungen (Purzelwrter, Wortergnzungen, Strichbilder) Wortvernderungen zum Zweck der Wortschatzerweiterung und der besseren Verfgbarkeit: Flexionen, Analogiebildungen, Zusammensetzungen, Ableitungen, Signalgrup-penkategorien, Diktate, Kurzdiktate, Lckentexte, Individualisierung, Differenzierung, Wortlistentraining, Wortkarteien, Verschriftungen in Sinnzusammenhngen

  • Nihil est in intellec