Projekt «Optimierung Rettungswesen im Kanton Zürich» .5.7.2 Datenerfassung und Kennzahlen 21 5.8

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  • Kanton Zrich Gesundheitsdirektion

    Erluterung vom 12. April 2018 603-2014 / 784-07-2016/ vem/McK

    Projekt Optimierung Rettungs-wesen im Kanton Zrich Anforderungen an die Rettungs- und Verlegungs-dienste Version 3 April 2018

  • Gesundheitsdirektion Rettungswesen 12. April 2018 2/30

    Inhalt

    1. Einleitung 4

    2. Gesetzliche Grundlagen 6

    3. Die Neuerungen im berblick 8 3.1 Separate Bewilligung fr Verlegungstransporte 8 3.2 ELZ koordiniert alle Rettungseinstze und erhlt ein erweitertes

    Weisungsrecht gegenber den Rettungsdiensten 9 3.3 Kantonale Qualittsanforderungen an Personal und Einsatzmittel sowie

    deren berprfung 10 3.4 Dispositionsrichtlinien 10

    4. Einsatzkategorien und Disposition 12 4.1 bersicht 12 4.2 Einsatzkoordination / Disposition 14 4.3 Nchst-Best-Strategie 15 4.4 Bewilligungen 16 4.4.1 Zwei Bewilligungen 16 4.4.2 Ausnahme von der Bewilligungspflicht 17

    5. Rettungsdienste (Kat. A - D) 18 5.1 rztliche Leitung 18 5.2 Operative Leitung 18 5.3 Vorhalteleistungen und Einsatzbereitschaft 18 5.4 Notarztsystem 18 5.5 Anforderungen an das Personal / Rettungsteam 19 5.5.1 Nichtrztliches Personal im Rettungseinsatz 19 5.5.2 Notrztinnen/Notrzte 19 5.6 Ausrstung 19 5.6.1 Rettungstransportwagen (RTW, Typ C) 19 5.6.2 Notarzteinsatzfahrzeug 20 5.6.3 Mobile Ausrstung 20 5.6.4 Spezialtransporte 20 5.6.5 Bekleidungsrichtlinien 20 5.7 Betriebliche Organisation 21 5.7.1 Betriebshandbuch 21 5.7.2 Datenerfassung und Kennzahlen 21 5.8 Schulung First-Responder / berprfung der Einsatzkonzepte fr

    Veranstaltungen 21

    6. Verlegungsdienste (Kat. E) 23 6.1 rztliche Leitung 23 6.2 Operative Leitung 23 6.3 Anforderungen an das Personal / Rettungsteam 23

  • Gesundheitsdirektion Rettungswesen 12. April 2018 3/30

    6.4 Krankentransportwagen (KTW, Typ A1, ohne Sondersignalanlage) 24 6.5 Isolettentransporte 24 6.6 Betriebliche Organisation 25

    7. Sanittsdienstlicher Postendienst (ohne Transportleistung) 26

    8. Prfkonzept 27 8.1 berprfung der Anforderungen 27 8.2 berprfungsorgan (Expertengremium) 27 8.3 berprfungsmittel 28 8.3.1 Jahresbericht 28 8.3.2 Expertenbesuch 28 8.3.3 Inspektion 29

    9. Einfhrung / Inkraftsetzung der Anforderungen 30

  • Gesundheitsdirektion Rettungswesen 12. April 2018 4/30

    1. Einleitung Der Regierungsrat hat als Massnahme fr die Legislaturperiode 2015 - 2019 festgelegt, die Qualitt und Effizienz des Zrcher Rettungswesens zu optimieren. Damit hat er der Ge-sundheitsdirektion den Auftrag erteilt, das Rettungswesen zu analysieren und Verbesse-rungsmglichkeiten aufzuzeigen. Gemeinsam mit der zrcherischen Einsatzleitzentrale und Vertretern der Rettungsdienste hat die Gesundheitsdirektion die personellen, organisatori-schen und materiellen Anforderungen erarbeitet, die fr bodengebundene Rettungsdienste im Kanton Zrich ab 1. Juli 2018 gelten. Basis fr die Projektarbeiten bildeten die Richtli-nien des Interverbands fr Rettungswesen (IVR).

    Diese Anforderungen wurden im Winter 2015 in die Vernehmlassung gegeben. Die Ver-nehmlassungsantworten waren insgesamt positiv. Die Rckmeldungen konzentrierten sich grsstenteils auf einzelne Punkte in den Anforderungen. Das Projektteam hat die Rckmel-dungen geprft und die Anforderungen soweit mglich und sinnvoll angepasst. Der um-strittenste Punkt in den Stellungnahmen war das flchendeckende Notarzt-System. Die Projektleitung fhrte deshalb einen Workshop mit Befrwortern und Kritikern des flchen-deckenden Notarzt-Systems sowie weiteren Experten durch. In der Diskussion identifizier-ten die Fachexperten Verbesserungspotenziale im aktuellen System, die mit den vorgese-henen Anforderungen an ein flchendeckendes Notarzt-System allein nicht vollstndig be-hoben wren. Die Projektleitung wird deshalb mit den Experten in den nchsten Monaten ein Modell fr die Notarztversorgung im Kanton Zrich entwickeln. Dementsprechend ent-hlt dieses Dokument noch keine Vorgaben zur Notarztversorgung.

    Im Jahr 2016 hat das Projektteam verschiedene Dispositionsvarianten der bodengebunde-nen Rettungsdienste geprft. Die heute geltende Dispositionsregelung bleibt bestehen, wird jedoch in einigen Punkten aktualisiert. Wichtigste Neuerung ist die Einfhrung der Dis-position gemss Nchst-Best-Rettungsmittel wie auch Nchst-Best-Spital fr ausgewhlte Situationen. Auf deutlich umfassendere Dispositionsvarianten wie eine Aufteilung des Kan-tons Zrich in vier bis fnf Rettungsregionen und Rettungsdienste oder eine Zusammenfas-sung zu einer einzigen kantonalen Rettungsorganisation wird vorerst verzichtet. Die mit den geplanten Massnahmen erhofften Verbesserungen werden nach vier Jahren berprft. Die Dispositionsvarianten werden anhand dieser Ergebnisse erneut evaluiert.

    Fr die Definition der fr ein Einsatzgebiet notwendigen Vorhalteleistungen und fr die Aus-arbeitung des Notarztkonzeptes fehlt aktuell die Datengrundlage. Die Fachhochschule St. Gallen ist deshalb beauftragt worden, die Ist-Situation zu analysieren und Verbesse-rungsmglichkeiten aufzuzeigen und zu simulieren. Aufgrund der Ergebnisse werden die Vorhalteleistungen definiert und das Notarztkonzept erstellt werden.

    Die Regelungen fr den Bereich der Luftrettung wird in Anlehnung an die vorliegenden An-forderungen an die bodengebundenen Rettungsdienste in den nchsten Monaten erarbei-tet.

    Im April 2017 wurde Version 2.0 der vorliegenden Anforderungen verabschiedet und den Rettungsdiensten zugestellt. Diese wurden darauf hingewiesen, dass die Anforderungen auf den 1. Juli 2018 in Kraft gesetzt wrden. Den Rettungsdiensten wurden somit 15 Mo-nate gewhrt, um ihre Organisation und ihre Ablufe an die Anforderungen anzupassen. Die Gesundheitsdirektion hat die Anforderungen in einem Rechtserlass, der Verordnung ber das Rettungswesen (RWV), verfgt. Sie wird auf den 1. Juli 2018 in Kraft gesetzt. Die

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    Vorliegende Version 3 der Anforderungen ist die an die RWV angepasste Fassung von Version 2.0.

    Die Gesundheitsdirektion wird die in diesem Dokument fehlenden Vorgaben zum Notarzt-system und der Luftrettung sobald als mglich ergnzen. Fr die Umsetzung der Vorgaben werden adquate bergangsfristen gewhrt werden.

    Weisungen zu den folgenden Themen werden im nchsten Quartal erlassen und publiziert werden:

    - Stichworte Nchst-Best-Rettungsmittel

    - Verdachtsdiagnosen / Symptome Nchst-Best-Spital

    - Vorgaben zur Verfassung des Jahresberichts

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    2. Gesetzliche Grundlagen Die definierten Anforderungen an die Rettungs- und Verlegungsdienste przisieren die Vor-gaben gemss 36 des Gesundheitsgesetzes vom 2. April 2007 (GesG; LS 810.1).

    Erteilung der Bewilligung

    36. 1Die Bewilligung wird erteilt, wenn die Institution: a. den angebotenen Leistungen entsprechend eingerichtet ist, b. ber das fr eine fachgerechte Versorgung der Patientinnen und Patienten not-

    wendige Personal verfgt, c. der Direktion eine gesamtverantwortliche Leitung bezeichnet hat und d. der Direktion ein Mitglied der gesamtverantwortlichen Leitung bezeichnet hat, das

    fr die Einhaltung der gesundheitspolizeilichen Vorschriften verantwortlich ist; diese Person muss, ausser im Falle von Altersheimen, ber eine Bewilligung ge-mss 3 verfgen, die das Leistungsangebot der Institution fachlich abdeckt. 2Im brigen gelten die Vorschriften ber die Bewilligungserteilung und den Bewilligungs-

    entzug der Berufe im Gesundheitswesen sinngemss.

    Entzug der Bewilligung

    5. 1Die Direktion entzieht die Bewilligung, wenn die Voraussetzungen fr ihre Erteilung nicht mehr vorliegen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Inhaberin oder der Inhaber a. schwerwiegend oder wiederholt Berufspflichten verletzt, b. die berufliche Stellung missbruchlich ausntzt oder c. anderweitige Handlungen vornimmt, die mit ihrer oder seiner Vertrauensstellung nicht ver-

    einbar sind. 2Der Entzug kann verffentlicht werden. 3Die Verwaltungs- und Strafverfolgungsbehrden sowie die Gerichte teilen der Direktion

    Wahrnehmungen mit, die fr einen Bewilligungsentzug erheblich sein knnen.

    Kompetenzregelung zwischen Gemeinden und Kanton

    44. 1Die Gemeinden gewhrleisten das Krankentransport- und Rettungswesen. Sie kn-nen diese Aufgabe Dritten bertragen.

    2Die Direktion kann Organisations- und Qualittsvorschriften sowie Einsatzrichtlinien erlas-sen oder entsprechende Verbandsrichtlinien verbindlich erklren.

    3Sie stellt die Vermittlung der Krankentransportdienste und die Alarmierung der Rettungs-dienste durch eine oder mehrere vernetzte Alarmzentralen sicher. Sie beschafft und unterhlt die fr Grossereignisse notwendige Ausrstung. Sie kann entsprechende Einrichtungen selbst betreiben oder Dritten Leistungsauftrge erteilen.

    4Die zustndigen Alarmzentralen vermitteln die Krankentransportdienste und alarmieren die Rettungsdienste. Sie sind gegenber den Rettungsdiensten weisungsberechtigt.

    Aufsicht, Vollzug

    59. 1Die Direktion vollzieht dieses Gesetz und seine Ausfhrungserlasse. Vorbehalten bleiben insbesondere:

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    a. b.

    2Die Direktion ist befugt: a. bei Personen und Institutionen, die eine Heilttigkeit ausknden oder ausben,

    jederzeit unangemeldet Kontrollen und Inspektionen durchzufhren, b. verwaltungsrechtliche Sanktionen zu ergreifen, insbesondere Praxen und Instituti-

    onen zu schliessen, Gegenstnde zu beschlagnahmen oder illegale Bekanntma-chungen zu beseitigen.

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    3. Die Neuerungen im ber-blick

    3.1 Separate Bewilligung fr Verlegungstrans-porte

    Die Einsatzleitzentrale von Schutz und Rettung (ELZ) teilt bisher die Rettu