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    Prof. Dr. Rose Boenicke Institut für Bildungswissenschaft

    Universität Heidelberg

    Proseminar: „Wie lösen Lehrer Konflikte?“

    Texte und Materialien zum Seminar

    Sommersemester 2007 Di. 16.15-17.45

    R 005 und Gruppenräume

  • 1

    Inhalt 1. Informationen zum Seminar

    1.1 Ziele des Seminars 1.2 Semesterplanung 1.3 Bibliographie: Grundlagen 2. Seminarmethoden

    2.1 Möglichkeiten, einen Schein zu erwerben 2.1.1 Gestaltung einer Arbeitsgruppensitzung 2.1.2 Plenumspräsentation 2.1.3 Produktion und Präsentation eines Videos 2.1.4 Hausarbeit

    2.2. Wie komme ich an Literatur? 2.3. Beratungsbedarf? 2.4. Die Rolle der Seminarleitung 2.5 Wie bekomme ich meinen Leistungsnachweis? 3. Einführung in das Thema

    J. Schnack, Umgang mit Konflikten. Herausforderung und Lerngelegenheit PÄDAGOGIK 2006, Heft 11, S. 6-9 4. Texte und Informationen für die Arbeit in Gruppen

    4.1 Überblick: Termine für die Moderation von Arbeitgruppen und Präsentationen 4.2. Themenfelder, Texte, Arbeitsweisen

    4.2.1 Themenfeld 1: Konfliktursachen 4.2.2 Themenfeld 2: Konfliktanalysen 4.2.3 Themenfeld 3: Lösungsmodelle

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    1. Informationen zum Seminar 1. 1 Ziele des Seminars In diesem Seminar möchten wir mit Ihnen einerseits neue Ansätze des Umgangs mit Unterrichtskonflikten erarbeiten und diskutieren. Dabei sollen die „ganz normalen“ Unterrichtsstörungen im Zentrum stehen, die den Unterrichtsalltag von Lehrern erschweren, nicht aber die dramatischen Formen von Konflikten, d.h. manifeste Gewalttätigkeiten von Schülern. Diese Fragen werden uns beschäftigen: Was alles spielt mit bei der Entstehung von Unterrichtskonflikten? Welche Möglichkeiten gibt es, darauf zu reagieren und welche Interpretationen der eigenen Rolle als Lehrer stehen jeweils dahinter?

    Gleichzeitig möchten wir die Seminarform auch als Übungsfeld für die Weiterentwicklung Ihrer eigenen Unterrichtskompetenzen nutzen und Ihnen mit der von uns entwickelten Form der Seminargestaltung eine Möglichkeit verschaffen, selbst aktiv mit Unterrichtssituationen Erfahrungen zu sammeln (vgl. Kap. 2).

    Deshalb wird es einen Wechsel von Plenums- und Arbeitsgruppensitzungen geben, und Sie werden in den Arbeitsgruppen zwischen der Rolle der Lernenden und Lehrenden wechseln, indem Sie die Moderation einer Arbeitsgruppensitzung planen und durchführen. Dazu bekommen Sie von uns eine Reihe von Hilfestellungen.

    Außerdem möchten wir, dass Sie im Laufe des Semesters mit Experten aus der Schulpraxis Ihre Eindrücke und Fragen diskutieren. Dadurch soll noch deutlicher werden, welchen Stellenwert die Theorien, die wir behandeln, tatsächlich in der Schulrealität haben, was bereits umgesetzt wird und zu welchen Modifikationen diese Umsetzung führt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Konfliktverständnis von Lehrern und damit, ob Lehrerinnen und Lehrer pädagogische Konzepte zur Konfliktbewältigung entwickeln, welche Gestaltungsmöglichkeiten sie dabei haben und wo diesen Freiheiten Grenzen gesetzt sind. Rose Boenicke Matthias Billinger

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    1.2 Semesterplanung Thema Inhaltliche Schwerpunkte

    Materialen Arbeitsform

    Einführung 17.04. Semesterplanung

    Gestaltungsformen des Seminars, Leistungsnachweise

    Ablauf des Seminars (Wandplakate) Arbeitstechniken (PPP) Ausblick nächste Sitzung Gruppenbildung: Terminplanung

    1. Plenum (70’) Vorträge Hausaufgabe: Text Miller lesen (Moodle) Reader ausdrucken Arbeitsgruppen (20’)

    24.04. Einführung ins Thema: Perspektiven auf Konflikte Gruppenarbeit: „Welchen Anteil hat die Schule an der Entstehung von Konflikten?“

    Text zu Rahmenbedingungen von Unterricht (Miller 20029

    2. Plenum (ca. 15’), danach: Arbeitsgruppen (75’): Vorstellungsrunde Diskussion Mindmap

    01.05. Feiertag

    Themenblock 1: Konfliktursachen 08.05. Schüler als Konfliktursache Texte Arbeitsgruppen 15.05. Lehrer als Konfliktursache Texte Arbeitsgruppen 22.05. Konflikte als Lernanlass für

    Lehrer/innen und Schüler/innen

    Feedback-Methoden zur Erfassung des Unterrichtsgeschehens

    3. Plenum Diskussion mit Eva Diel Inst. f. Qualitätsentwicklung Wiesbaden

    Themenblock 2: Konfliktanalysen 29.05. Fallanalysen

    Texte

    Arbeitsgruppen

    05.06. Fallanalysen

    Eigene Fallbeispiele Arbeitsgruppen

    12.06. Theorien zur Entstehung von Konflikten

    Vortrag: Die Perspektive d. Erziehungswissenschaft Film: Subjektive Theorien von Lehrern

    4. Plenum Präsentation: Selbstgedrehtes Video

    Themenblock 3: Lösungsmodelle 19.06. Disziplin und Strafe – Ist das

    die Lösung? Materialien zur Streitschrift von Bueb

    Arbeitsgruppen

    26.06.

    Einführende Texte und Materialien

    Arbeitsgruppen

    03.07.

    AG 1: Prävention AG 2: Soziales Lernen AG 3: Prozessbegleitung AG 4: Trainingsraum AG 5: KTM AG 6: Mediation

    Vertiefende Texte oder Diskussion mit Experten aus der Praxis

    Arbeitsgruppen

    10.07. Lösungsmodelle Präsentationen der Gruppen 1- 3

    5. Plenum

    17.07. Lösungsmodelle Präsentationen der Gruppen 4- 6

    6. Plenum

    Didaktische Auswertung 24.07. Nachbesprechung

    Didaktische Erfahrungen Plakate Diskussion Evaluationsbögen

    Arbeitsgruppen Anschl. Abschlussplenum

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    1.3 Bibliographie: Grundlagenliteratur Becker, G. E. (2006), Lehrer lösen Konflikte. Ein Studien- und Übungsbuch. Weinheim, 11. Aufl. Dreikurs, R. u.a. (1987), Lehrer und Schüler lösen Disziplinprobleme. Weinheim Fend, H. (2000), Entwicklungspsychologie des Jugendalters. Ein Lehrbuch für Pädagogische und psychologische Berufe. Opladen Gordon, Th. (2006), Lehrer-Schüler-Konferenz. Wie man Konflikte in der Schule löst. München, 18. Aufl. Hillenbrand, C. (2003), Didaktik bei Unterrichts- und Verhaltensstörungen. München, Basel Kleber, H. (2003), Konflikte gewaltfrei lösen. Medien- und Alltagsgewalt: Ein Trainingsprogramm für die Sekundarstufe I. Berlin Kowalcyk, W./Ottich, K. (2004), Erziehen: Handlungsrezepte für den Schulalltag in der Sekundarstufe. Bd. 1: Grundlagen. Bd. 2: Respektvoller Umgang miteinander (mit DVD). Berlin Lemme, M./Eberding, A. (2006), Präsenz und Autorität. Gewaltfreier Widerstand gegen Gewalt und destruktive Verhaltensweisen in der Schule. PÄDAGOGIK, Heft 2, S. 18-21 Lohmann, G. (2003), Mit Schülern klarkommen. Professioneller Umgang mit Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten. Berlin Nolting, H.-P. (2002), Störungen in der Schulklasse. Weinheim Olweus, D. (2002), Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten – und tun können. Bern Petermann, F./Petermann, U. (2003), Training mit Jugendlichen. Förderung von Arbeits- und Sozialverhalten. Göttingen et al., 7. Aufl. Petermann, F./Wiedebusch, S. (2003), Emotionale Kompetenz bei Kindern. Göttingen et al. Schäfer, Chr. (2006), Wege zur Lösung von Unterrichtsstörungen. Jugendliche verstehen – Schule verändern. Baltmannsweiler Seibert, N. (Hg.)(1998), Erziehungsschwierigkeiten in Schule und Unterricht. Bad Heilbrunn Singer, K. (1996), Lehrer-Schüler-Konflikte gewaltfrei regeln. „Erziehungsschwierigkeiten und Unterrichtsstörungen als Beziehungs-Schwierigkeiten bearbeiten. Weinheim, 5. Aufl. Spreiter, M. (Hg.) (1993), Waffenstillstand im Klassenzimmer. Weinheim, Basel Winkel, R. (1996), Der gestörte Unterricht. Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Bochum, 6. Aufl.

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    2. Seminarmethoden In diesem Seminar versuchen wir Ihnen zwei unterschiedliche Wissensformen gleichzeitig zu vermitteln: Theoriewissen und Handlungswissen. Pädagogisches Theoriewissen ist für Studierende, die Lehrer werden wollen, wichtig, um ein Kategoriensystem zur Beurteilung von Schule, Unterricht und eigenen Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und dies auch formulieren zu können. Ohne Begriffe lässt sich die eigene Position weder klären noch begründen. Insofern kann man wirklich sagen, dass eine gute Theorie praktisch ist.

    In gewissem Umfang wird jedoch in diesem Seminar auch zum Erwerb von Handlungswissen angeregt: durch die Planung, Durchführung und Auswertung einer Arbeitsgruppensitzung. Ziel der Arbeitsgruppen ist nicht die Erarbeitung der „einen“, „richtigen“ Position, Lösung oder Antwort, sondern das Kennenlernen eines Diskussionsstands und die Entwicklung einer eigenen Haltung (die begründet werden muss, wozu man Begriffe, Kategorien etc. braucht, s.o.). Ziel der Arbeitsgruppen ist auch, die Schülerrolle zu verlassen und Verantwortung für den gemeinsamen Lernprozess zu übernehmen. Deshalb gibt es keine Tutoren, die in die Rolle des Lehrers schlüpfen, sondern jeder Teilnehmer ist im Laufe des Semesters selbst einmal Lehrperson.

    2.1 Möglichkeiten, einen Schein zu erwerben

    2.1.1 Gestaltung einer Arbeitsgruppensitzung Für jede Arbeitsgruppensitzung übernimmt ein Moderator oder besser noch ein Moderatoren- Tandem, d.h. zwei Studierende, die Verantwortung. Moderator sein heißt: Sie planen die Arbeitsgruppensitzung, führen sie durch und werten sie aus.

    Für folgende Punkte sind die Moderatoren verantwortlich: • Zunächst gilt es, die Texte zu lesen, die im Reader angegeben sind, gerne können Sie

    auch andere Quellen nutzen. • Struktur der Stundengestaltung

    Wir hätten gerne von Ihnen eine Woche vor der Sitzu