Publizieren mit Open Access

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    15-Jun-2015
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    Education

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Präsentation von Lisa Schilhan und Walter Scholger im Rahmen des Workshops Literaturverwaltung und Veröffentlichung, Mai 2014, Uni Graz.

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  • 1. Publizieren mit Open Access Dr. Lisa Schilhan & Mag. Walter Scholger 14.03.2014 Optional Logo

2. 2 Publikationsprozesse Urheberrecht Verlagsvertrge Creative Commons Was ist Open Access? Selbstvermarktung Online Publikationen bersicht 3. 3 1. Einreichen 2. Reviewverfahren 3. berarbeiten 4. Annahme des berarbeiteten Manuskripts 5. Publikation Publikationsprozesse 4. 4 1. Einreichen 2. Call for Papers 3. Initiativeinreichung Publikationsprozesse 5. 5 2. Reviewverfahren Single blind peer review AutorIn ist namentlich bekannt, Reviewer sind anonym Double blind peer review Autor/innen und Reviewer sind anonym Open / Public peer review AutorIn und Reviewer sind namentlich bekannt. Wird oft in Verbindung mit einem dynamischen Reviewprozess verwendet (z.B.: Forum: jeder kann begutachten und Kommentare verfassen) Publikationsprozesse 6. 6 3. berarbeiten Ist in fast allen Fllen notwendig 4. Annahme des berarbeiteten Manuskripts - eventuell noch einmal Review oder berarbeitung 5. Publikation Publikationsprozesse 7. 7 Wissenschafter/-in wird von ffentlichkeit bezahlt und forscht zu einem Thema Wissenschafter/-in reicht Ergebnisse in Form eines Artikels bei einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift ein Zwei oder drei Wissenschafter/-innen begutachten kostenlos die Ergebnisse (Peer Review Verfahren) Hrsg. der ZS entscheidet ob der Artikel publiziert wird oder nicht Artikel wird angenommen und publiziert, Autor/-in bekommt kein Geld dafr (bei 75% der Journals muss man einen Druckkostenbeitrag leisten) und gibt oft Verwertungsrechte an den Verlag ab Bibliothek kauft/abonniert die Fachzeitschrift ffentlichkeit bezahlt zwei mal: zuerst frs Forschen, dann frs Lesen Traditionelles Publizieren 8. 8 Traditionelles Publizieren 9. 9 Urheberrecht Allgemeine Erklrung der Menschenrechte Resolution 217 A (III), UN Generalversammlung, 10.12.1948 Artikel 27 1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Knsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben. 2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen. 10. 10 Was ist ein Werk? 1 UrhG. (1) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind eigentmliche geistige Schpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Knste und der Filmkunst. (2) Ein Werk geniet als Ganzes und in seinen Teilen urheberrechtlichen Schutz nach den Vorschriften dieses Gesetzes. Eigentmlich = individuell (die Persnlichkeit des Schpfers muss durchscheinen) Geistig = Gedankenprodukt (der Schpfer muss sich etwas dabei gedacht haben) Aber: nicht der Gedanke selbst, sondern der Form gewordene Gedanke ist geschtzt, der Gedanke muss ausgedrckt worden sein. 11. 11 Wer ist der Urheber? 10 UrhG. (1) Urheber eines Werkes ist, wer es geschaffen hat. stets eine natrliche Person, juristische Personen knnen keine das UrhR. begrndende geistige Ttigkeit entfalten Recht des Urhebers entsteht mit der Werkschpfung, erfordert keine Registrierung Schutzdauer betrgt 70 Jahre nach dem Tod des Autors/der Autorin (oder 70 Jahre nach Verffentlichung) 12. 12 Persnlichkeitsrecht (unbertragbar!) Schutz der Urheberschaft Urheberbezeichnung Werkschutz Verwertungsrechte (bertragbar) Verwertung der Bearbeitung des Werkes ( 14 UrhG) Vervielfltigungsrecht ( 15 UrhG) Verbreitungsrecht ( 16 UrhG) Senderecht ( 17 UrhG) Vortrags-, Auffhrungs- und Vorfhrungsrecht ( 18 UrhG) Zurverfgungstellungsrecht ( 18a UrhG) Rechte des Urhebers 13. 13 Verwertungsrechte knnen bertragen werden an Dienstgeber (Dienstnehmerwerke) Verwertungsgesellschaften (z.B. AKM, Literar-Mechana) Ab Beitritt gilt bertragung fr bestehende und zuknftige Werke! Verlage Exklusives Werknutzungsrecht = keine eigene Nutzung durch Autor! Selbstzahlervertrge (Druckkostenzuschuss durch Autor) Verlagsvertrge sind verhandelbar! Rechtebertragung Werknutzungsrecht: exklusives Recht an Dritten Werknutzungsbewilligung: Rechteinhaber bleibt der Urheber Verwertungsrechte 14. 14 UrhG 42 (1) Jedermann darf von einem Werk einzelne Vervielfltigungsstcke auf Papier oder einem hnlichen Trger zum eigenen Gebrauch herstellen. (2) Jedermann darf von einem Werk einzelne Vervielfltigungstcke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trgern zum eigenen Gebrauch zu Zwecken der Forschung herstellen, soweit dies zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist. (3) Jede natrliche Person darf von einem Werk einzelne Vervielfltigungsstcke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trgern zum privaten Gebrauch und weder fr unmittelbare noch mittelbare kommerzielle Zwecke herstellen. Freie Werknutzungen 15. 15 Ausnahme fr die Lehre UrhG 42 (6) (eigener Schul- und Lehrgebrauch) Schulen und Universitten drfen fr Zwecke des Unterrichts beziehungsweise der Lehre in dem dadurch gerechtfertigten Umfang Vervielfltigungsstcke in der fr eine bestimmte Schulklasse beziehungsweise Lehrveranstaltung erforderlichen Anzahl herstellen (Vervielfltigung zum eigenen Schulgebrauch) und verbreiten [] Auf anderen als den im Abs. 1 genannten Trgern ist dies aber nur zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke zulssig. 16. 16 Zurverfgungstellung UrhG 18a (1) Der Urheber hat das ausschlieliche Recht, das Werk der ffentlichkeit drahtgebunden oder drahtlos in einer Weise zur Verfgung zu stellen, dass es Mitgliedern der ffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugnglich ist. Online-Publikation = Zurverfgungstellung Keine der Freien Werknutzungen ( 42) enthlt Zurverfgungstellung! 17. 17 Zitatrecht UrhG 46 Zulssig sind die Vervielfltigung und die Verbreitung sowie der ffentliche Vortrag, die Rundfunksendung und die ffentliche Zurverfgungstellung: 1. wenn einzelne Stellen eines verffentlichten Sprachwerkes angefhrt werden; 2. wenn einzelne Sprachwerke oder Werke [] in einem durch den Zweck gerechtfertigten Umfang in ein die Hauptsache bildendes wissenschaftliches Werk aufgenommen werden; ein Werk [] darf nur zur Erluterung des Inhaltes aufgenommen werden. 18. 18 Creative Commons Vorhandene Inhalte sollen einfacher genutzt werden knnen, darauf aufbauend soll wiederum Neues entstehen. Das Creative Commons Lizensierungssystem will [] helfen, die Nutzungsrechte an [] Werken auf intelligente, unbrokratische Weise zu regeln. Modulare Open Content Lizenzen fr juristische Laien Vom Autor frei whlbar Lizenztext online und downloadbar https://creativecommons.org/ http://wiki.creativecommons.org/Austria 19. 19 Lizenztypen [by] Namensnennung (attribution) [nc] Nicht fr kommerzielle Zwecke (no commerical use) [nd] Werk darf nicht verndert / bearbeitet werden (no derivatives) [sa] Weitergabe unter denselben Bedingungen (share alike) Gemeinfrei (Public Domain) Name des Urhebers muss genannt werden, Werk darf nicht fr kommerzielle Zwecke genutzt werden, Werk darf nicht bearbeitet werden. Name des Urhebers muss genannt werden, Werk darf nicht fr kommerzielle Zwecke genutzt werden, Werk muss zu denselben Bedingungen weitergegeben werden. Werk ist gemeinfrei verfgbar 20. 20 ist das Bemhen wissenschaftliche Literatur frei im Internet zur Verfgung zu stellen d.h. ohne Zugangsbeschrnkungen (nicht kostenpflichtig, keine Einschrnkung auf IP-Kreis, ) von der ffentlichkeit finanziertes Wissen (Output von Unis, Forschungsfrderungen, etc.) soll der ffentlichkeit frei zur Verfgung stehen Was ist Open Access? 21. 21 Open Access Policy / Mandate / Statement ist eine Richtlinie fr einen Universitt, Forschungseinrichtung, o.. die entweder sehr verpflichtend (mandate) oder nur eine Empfehlung sein kann. Die Universitt Graz empfiehlt ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nachdrcklich, ihre Forschungsergebnisse ber den institutionellen Publikationsserver unipub Open Access zugnglich zu machen (Green Way). Als weitere Mglichkeit befrwortet sie die Erstverffentlichung in Open-Access-Zeitschriften (Golden Way). Quelle: http://ub.uni-graz.at/de/dienstleistungen/open-access/die-uni-graz- und-open-access/open-access-policy/ Was ist Open Access? 22. 22 Wissenschafter/-in publiziert wie bisher in Subskriptionszeitschriften, legt dann aber eine Kopie auf ein Repository ab Repository ist frei verfgbar fr alle Leser/- innen Green Way 23. 23 Wissenschafter/-in publiziert von vorneherein in einem Open Access Journal Qualitt wird wie bisher durch Peer Review gewhrleistet Autor behlt alle Rechte Autor bzw. Institution bezahlt APC (Article Processing Charge) 70% der OA Journals verrechnen keine APC! Viele haben sog. waiver, d.h. Ausnahmen fr Personen ohne institutionellen Background Golden Way 24. 24 Green Way Institutional Repository Disciplinary Repository zu einer Forschungseinrichtung gehrend (Uni, FH, FWF, Max-Planck Institut, etc.) bildet den wissenschaftlichen Output ab Inhalte: wissenschaftliche Artikel, Dissertationen, Konferenzbeitrge, Buchkapitel, etc. u:scholar (Uni Wien) EPUB WU EPUB OEAW fachlich orientiert Autoren von verschiedenen Institutionen Inhalte: wissenschaftliche Artikel, Dissertationen, Konferenzbeitrge, Buchkapitel, etc. Philpapers.org arxiv.org CERN document server SSOAR 25. 25 Open DOAR (Directory of Open Access Repositories) verzeichnet 2200 Repositories weltweit Suche NACH und IN Repositories mglich Suche nach Fachgebieten http://www.opendoar.org/ Green Way 26. 26 Weitere Suchmaschinen fr Repositories http://oaister.worldcat.org/ http://roar.eprints.org/ https://beta.openaire.eu/ Philpapers.org (Journal List: http:// philpapers.org/pubs.pl?jlist=2 arxiv.org CERN document server SSOAR Green Way 27. 27 OA Zeitschriften knnen subventioniert sein (von einer Forschungseinrichtung, Vereine, etc.) oder eine APC einheben (oft inkludiert in Form eines Publikationszuschusses in einer Forschungsfrderung) Sind frei im Internet verfgbar Li