Raus aus München Ausgabe 01/2015

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Raus aus München Nr. 01/2015 ist eine Sonderveröffentlichung der InMagazin Verlags GmbH mit Sitz in München.

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  • RAUS AUS MNCHEN

    REISEN KULINARIK WELLNESS OUTDOOR

    SONDERVERFFENTLICHUNG

  • Ein bisserl biomde? Tatschlich darfman manche Mitmenschen derzeitnicht auf das Thema ansprechen. Ent-tuschung, rger, Wut. Aber mal ganzehrlich, auch verstndlich. Auf den Pa-ckungen im Supermarkt picken Logosber Logos, die uns das Grne vomKohl versichern und letztendlich denKlebstoff nicht wert sind, der sie ander Tomate festhlt. Skandale, Beschissund Hilflosigkeit. Tut berhaupt ir-gendwer irgendetwas? Wir haben unsmal umgehrt und ein paar gefragt,die es wissen mssen:

    LV Bayerische Bioeminenz Hinter den Kulissen der bayerischenBioszene agiert in Wirklichkeit einegroe Unbekannte, spinnt Fden, be-dient Netzwerke. Eine Institution, de-ren Bezeichnung zunchst einmal socharmant brokratisch schillert wie einAmtsblatt. Der zweite Blick enthllt,dass sich just unsere populrsten Labelzum Thema allesamt unter dem Dachdieser Landesvereinigung fr denkologischen Landbau in Bayerne.V. (LV)tummeln. Die unangefoch-ten integeren Agrarmarken wieBioland, Demeter, Naturland undBiokreis, die Qualittsfelsen in derBrandung der Lebensmittelskanda-le, sind u.a. genau die kologischenAnbauverbnde, deren Interessenauf Politik- und Verwaltungsebenevon ebendieserLV vertreten wer-den. Ergo lohnt ein bisserl Schnf-feln hinter den Brotren: Das sympathische, immer gut aus-gelastete und so gar nicht brokra-tische LV-Team residiert mitsamtseinem Geschftsfhrer Harald Ul-mer in der Landsberger Strae hierin Mnchen. Doch die Schallkraftder hiesigen Arbeit muss regelm-ig bis Berlin und nicht selten sogarbis Brssel reichen, um auch denProdukten und Konditionen dermehr als 5000 kobauern des Frei-staates ihren fairen Platz im EU-Bio-Dschungel zu gewhrleisten.Neben diesem Einsatz auf Bundes- undEuropaebene, bedeutet das Wirkender LV auch einiges an Engagementan der Heimatfront, heit Aufklrungund Aktivierung der Hauptakteure wieLandwirte und anderer Erzeuger, Ein-bindung der Partner, wie Gastronomieund Hotellerie und letztendlich auchdie Entwicklung von Bildungs- und Fr-derprogrammen. Da ffentlichkeitsar-beit recht weit oben auf der To-do-Lis-te vom Herrn Ulmer steht, drfen auchwir auf die aktuellsten Erkenntnisse

    zur bayerischen Bioentwicklung quasiaus erster Hand hoffen. Zudem die-nen Veranstaltungen und Initiativenwie z.B. die jhrlichen Bayerischenkoerlebnistage der Information derVerbraucher und vermitteln hautna-hen Einblick in die Basisarbeit. Seit 14

    Jahren immer im Herbst, die Termine2015 werden im Februar verffentlicht.www.lvoe.de www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/oekolandbauwww.bio-einkaufsfuehrer-bayern.de www.oekoerlebnistage.de

    koregion BayernBayern ist bereits heute absoluter Spit-zenreiter in Sachen Bio innerhalbDeutschlands: 6.600 kobetriebe und

    RAUS AUS MNCHEN

    Die kosendung mit der MausHeute: Was ist die LV und wieviel Bio steckt in unserem Tourismus?

    eine kologisch bewirtschaftete Flchevon rund 212.000 Hektar! Das bedeu-tet, dass sich nahezu ein Drittel allerkobetriebe der Republik in Bayernbefinden. Alle Achtung! Und es sollennoch mehr werden, die Gesamtko-produktion soll bis 2020 verdoppelt

    werden. Das hat immerhin ein HerrHorst Seehofer 2013 als Vorgabeaufgerufen, um damit der berpro-portionalen Nachfrageentwicklungnach Bioerzeugnissen gerecht zuwerden. Eine wohltuende Portionl auf die Mhlen der LV und ih-ren Verbndeten und natrlich dienchsten fnf Jahre berreichlichArbeit an allen Fronten fr das netteTeam in der Landsberger Strae:

    BioRegio Bayern 2020 heit dieInitiative inzwischen, die Plne ste-hen lngst (auch online nachzulesenauf der LV-Seite) und da berfls-siger Brokratismus wie gesagt Tabuist, wird bereits fleiig an der Reali-sierung gearbeitet. Es galt natrlichzuerst, die Position der Erzeuger vorrangig der Bauern zu strken,ber erhhte Prmien Anreize frUmsteiger zu schaffen und auchInvestitionen z.B. in artgerechte

    Tierhaltung zu bezuschussen. Und dader Herr Ministerprsident ja explizitund hchstpersnlich das Projekt for-ciert (danke!), sollte die Finanzierungauch kein Problem sein.

    Zeitgleich sieht das Konzept u.a.den Aufbau sogenannter kologi-scher Wertschpfungsketten vor.Zugegeben, eine recht sperrige undleblose Formulierung. Letztlich bedeu-tet es, fr ein Produkt einen nachweis-lich lckenlos biologisch einwandfrei-

    en Weg vom Acker auf den Teller zugarantieren. Noch einfacher gesagt:Eher suboptimal, wenn die liebevollund rundum kologisch aufgezogeneKuh in ihrer Heimatregion keinen Ab-nehmer findet und eine emissionsrei-che und qulende Reise quer durch dieRepublik auf sich nehmen muss. Oderdas Biorestaurant keine Chance hat,an die entsprechenden Lebensmittelzu kommen. Zwingend erforderlich istalso bedarfsgerechte Produktion unddie Installation sinnvoller und funktio-nierender Absatz- bzw. Vertriebsstruk-turen sowie passender Vermarktungs-strategien. Auf Sicht kann die Entschei-dung fr den kologisch verantwor-tungsvollen Landbau also ohnehin nureinen bereichsbergreifenden ganz-heitlichen Ansatz verfolgen, der auchall die anderen relevanten Aspekte mitins Kalkl zieht und den berhmtenBlick ber den Tellerrand wagt. Regio-nalitt, Nachhaltigkeit, CO2-Fuab-druck, Umwelt-und Tierschutz undselbstverstndlich auch Fairness undSozialvertrglichkeit. Mit etwas Nach-denken sind sicher ganz rasch nochviele Begriffe parat, die in diesem Zu-sammenhang durchaus Gehr verdienthaben.

    Hand in Hand ko ModellregionenBesonders gut an der BioRegio 2020gefllt uns das Teilkonzept derko Modellregionen: Hierbei riskie-ren ganze Landstriche exemplarischden Sprung in medias res und versu-chen sich an der Realisierung einesdurchweg kologisch einwandfreienErzeuger-Vermarkter-Verbraucher-Kreislaufs. Ambitionierte Gemeinde-bndnisse konnten sich bis 31.12. frdieses innovative Projekt bewerben.Eigeninitiative, Teamgeist und Kreati-vitt sind gefordert, die gewnschte,eben ganzheitliche Herangehensweisean das Thema Biolandbau soll konse-quent in den entscheidenden Belangender Wertschpfungsketten umgesetztwerden. Bereits im Vorfeld musstenzur Bewerbung Manahmenvorschl-ge zur Steigerung der Produktion unddes Absatzes von heimischen ko- Lebensmitteln erarbeitet werden an-gefangen von der Erzeugung und Ver-arbeitung bis hin zur Vermarktung undGemeinschaftsverpflegung. Puh, washier so unglaublich sprde amts-deutsch aufstt, ist defakto in man-chen Punkten eine eher vergngli-che Angelegenheit. Hinter Gemein-schaftsverpflegung z.B. verbergensich tendenziell lebensbejahende Ein-

    Genuss ohne Reue BIOGEMSE

    Lebendiges Wasser ST. LEONHARDS

    60 IN 1 / 2015

    Redaktion_0115_Redaktionsseiten 05.01.2015 13:09 Seite 23

  • richtungen wie Gasthuser, Restau-rants und Hotels. Ois bio natrlich! Wo-mit sich jetzt auch fr uns an dieserStelle der Kreis schliet und wir unswieder wenn auch ber einen kleinenUmweg den gewohnten Inhalten un-serer Reiserubrik nhern. Neben Land-schaftspflege, Ressourcenschutz, Ener-giemanagement u.v.m., steht auch dieintegrative Frderung des Tourismusauf dem Hausaufgabenzettel derfrischgebackenen Vorzeigeregionen.Fnf Gemeindeverbnde haben bereitsam 6.3. den Ritterschlag zur Modellre-gion empfangen, die weiteren fnfkennen wir noch nicht, da der Bewer-bungszeitraum ja bis Jahresende lief.

    Heile kozukunft zwischen Inn, Salzachund ChiemseeDie Jury, die ber die Bewerber-Ge-meinden zu befinden hat und extradafr ins Leben gerufen wurde, be-steht u.a. aus Experten der Land- und

    Forstwirtschaft, der Regionalplanung,des Umwelt- und Naturschutzes, derVermarktung, Gastronomie und derlndlichen Entwicklung des Tourismus.Die fnf ersten Verbnde (etwas merk-wrdiges Wort, aber heit halt mal so),die Landwirtschaftsminister HelmutBrunner im Frhjahr auf ihren span-nenden Weg Richtung 2020 entlassenhat, verteilen sich quer durch Bayern:

    In Franken Nrnberg mit NrnbergerLand und Roth, in der Oberpfalz dieSteinwald-Allianz und in Oberbayerndie Quasi-Nachbarn Isental, Ruperti-winkel und Waginger See. Letztere ha-ben wir uns mal etwas genauer ange-sehen liegen ja schlielich vor unsererHaustr. Wie sehen sie also aus die Ge-meinden, die so vorbildlich in die Zu-kunft investieren?

    An der Bewerbung der Region Waginger See Rupertiwinkel (st-lich und nordstlich vom Chiemsee),die mit insgesamt sieben Gemeinden,z.B. Waging, Tittmoning und Taching,ins Rennen geht, beeindruckte die Ju-roren besonders das bereits Bestehen-de, mehr allerdings noch die konkretformulierten Ziele. Ganz oben stehtdie Verbesserung der Absatzmglich-keiten fr Biomilch und Biofleisch, einebessere Vernetzung von Lieferantenund Gastronomie und u.v.a. auch dieFrderung des Tourismus. Dabei sollenz.B. Radtouren entwickelt werden, dieBiohfe einbeziehen und Bio-Mit-machaktionen geschaffen werden, diesowohl Schulkinder als auch Gste miteinbeziehen. Weiterhin sind wertvolleLandschaftsschutzmanahmen wieMoorrenaturierung und die Pflanzungvon heimischen Obstbumen undWildfruchthecken geplant

    Touristisch vllige Terra incognita,in Sachen kolandbau, aber bereits ein

    Bio macht frei GALLOWAY RINDER ZWISCHEN INN UND SALZACH

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    VERLOSUNG

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    Das gesunde Nass wirken lassenvon innen und auen: Eine Heil-therme mit Innen- und Auen-becken, ein ausgedehnter Spa-und Wellnessbereich mit eigenerNaturheilpraxis und ZEN-sitiv-em Naturgarten. Und die wohl-schmeckenden naturbelassenenWsser der St. Leonhards-Quelle

    stehen den Hotelgsten jederzeit sogar kostenfrei zur Verfgung. Er-gnzen knnen unsere Gewinner ihren Aufenthalt mit verschiedenstenganzheitlichen Angeboten, wie Ayurvedamassagen, Jin Shin Jyutsu, Yogaund mehr. Die 41 selbstverstndlich baubiologischen Zimmer in weichenFarben erfllen hchste Ansprche. Lustvoll und gesund ist auch dasMotto der Bio-Genusskche, in der ausschlielich frisch und