retail 0412

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medianet.at retail Interview mit Mondelez International-Chef Andreas Kutil 28 Hofer Der Discounter betankt jetzt auch Elektro-Autos 30 Online-Bio denn’s wagt den Einstieg in das Digital Retail 30 Bierkultur Wir habens schriftlich: Bier ist nicht deppert 31 Finstere Brille Natalie Oberhollenzer über die sieben Todsünden 32 SPAR Verkauf von Halal- Fleisch gestoppt SALZBURG. Spar gab gestern, Donnerstag, bekannt, den kürzlich begonnenen Ver- kauf von Halal-zertifiziertem Fleisch wieder einzustellen. Dies geschehe „aufgrund der (unbegründeten!) Vorwürfe und der überhitzten Facebook-Dis- kussion“, so das Unternehmen. Der Rewe-Konzern hält hin- gegen in den Merkur-Märkten an Produkten aus nach islami- schen Regeln geschlachtetem Fleisch weiterhin fest. (APA) Freitag, 4. Dezember 2015 COVER 25 „Wie ein Schlag ins Gesicht“ Snjezana Brajinovic, Zielpunkt-Betriebsratschefin, erzählt im medianet-Interview warum Pfeiffer kein guter Arbeitgeber war. © APA/Helmut Fohringer 26 © Panthermedia.net/Baronb Der medianet Sonderthemenplan 2016 ist hier abrufbar! (www.medianet.at) Die medianet rankingweek erscheint ab jetzt im Früh- jahr (4. März 2016). Erstmalig werden auch Daten, Informa- tionen und Ratings aus xpert. network, dem ersten B2B- Portal für die Kommunikations- branche, in die Bewertung miteinbezogen. ranking week 201 5/16 DAS BRANCHENRANKING VON medianet
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    retail

    Interview mit Mondelez International-Chef Andreas Kutil 28

    Hofer Der Discounter betankt jetzt auch Elektro-Autos 30

    Online-Bio denns wagt den Einstieg in das Digital Retail 30

    Bierkultur Wir habens schriftlich: Bier ist nicht deppert 31

    Finstere Brille Natalie Oberhollenzer ber die sieben Todsnden 32

    Spar

    Verkauf von Halal-Fleisch gestopptSALZBURG. Spar gab gestern, Donnerstag, bekannt, den krzlich begonnenen Ver-kauf von Halal-zertifiziertem Fleisch wieder einzustellen. Dies geschehe aufgrund der (unbegrndeten!) Vorwrfe und der berhitzten Facebook-Dis-kussion, so das Unternehmen. Der Rewe-Konzern hlt hin-gegen in den Merkur-Mrkten an Produkten aus nach islami-schen Regeln geschlachtetem Fleisch weiterhin fest. (APA)

    Freitag, 4. Dezember 2015 cOver 25

    Wie ein Schlag ins GesichtSnjezana Brajinovic, Zielpunkt-Betriebsratschefin, erzhlt im medianet-Interview warum Pfeiffer kein guter Arbeitgeber war.

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    Der medianet Sonder themenplan

    2016 ist hier abrufbar!

    (www.medianet.at)

    Die medianet rankingweek erscheint ab jetzt im Frh-jahr (4. Mrz 2016). Erstmalig werden auch Daten, Informa-tionen und Ratings aus xpert.network, dem ersten B2B- Portal fr die Kommunikations-branche, in die Bewertung miteinbezogen.

    ranking week 2015/16 D A S B R A N C H E N R A N K I N G V O N medianet

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    auch bei den Betriebsversammlun-gen vor Ort.

    Betriebsversammlung Die bereits erwhnte Betriebsver-sammlung fand am Dienstagnach-mittag in Wien Donaustadt statt. Die Zielpunkt-Belegschaft trifft sich zur zweiten von insgesamt drei Betriebsversammlungen, in denen sie von Vertretern der Ge-werkschaft, der Arbeiterkammer, des AMS, des WAFF (Wiener Ar-beitnehmerInnen Frderungsfonds) und dem Insolvenzverwalter Georg Freimller ber ihre Rechte aufge-klrt und beraten wird. In erster Linie geht es um die Vollmachts-erklrungen, die die AK von jedem Mitarbeiter bentigt, um die For-derungen beim Gericht geltend machen zu knnen. Die Angestell-ten sind sichtlich niedergeschla-gen, besonders die lteren unter ihnen die Angst vor einer langen

    Von Nataa Nikolic

    WIEN. Wir haben in den letzten Jahren viele Eigentmer gehabt, aber die waren den Mitarbeitern gegenber nicht so abwertend wie Pfeiffer, kritisiert Zielpunkt Betriebsratschefin Snjezana Bra-jinovic im exklusiven Interview mit medianet unmittelbar vor der Betriebsversammlung am Diens-tag. Wir haben frher auch schon Kndigungen gehabt, aber da ist es fairer abgelaufen, so Brajinovic, die das Interview immer wieder kurz unterbrechen muss, da sie von besorgten Kollegen angespro-chen wird.

    Auf die Frage, ob sie die Vorwr-fe konkretisieren und ein Beispiel nennen kann, sagt die Betriebrats-chefin: Pfeiffer hat mit Tricks gear-beitet und uns Dinge versprochen, die sie dann nicht eingehalten ha-ben. Zum Beispiel haben heuer ei-nige Mitarbeiter sogar auf einen Teil ihres Gehalts verzichtet, weil man (Anm. Pfeiffer) gesagt hat, dass wir damit wirtschaftlich ein Zeichen setzen. Ein anderes Bei-spiel sei eine langjhrige Kollegin, der von Pfeiffer eine Stelle im Un-ternehmen versprochen wurde, die letztlich aber gar nicht frei gewe-sen ist. Das ist fr die Mitarbeiter eigentlich nicht zumutbar. ber den Vorbesitzer Jan Satek sagt Brajinovic, die in ihren 22 Jahren bei Zielpunkt viele Geschftsfh-rer kommen und gehen sah: Von der menschlichen Seite her, kann ich sagen, dass er den Mitarbeitern gegenber fair war. Ihm ist nur einfach gesagt das Geld ausge-gangen.

    Pfeiffers Chance auf BueApropos Menschlichkeit: die kann Georg Pfeiffer nun bei den Logis-tik- und Holding-Mitarbeitern aus der Zentrale im 23. Bezirk be-weisen, die zwar nicht unter die Insolvenz fallen, aber unmittelbar betroffen sind, da auch sie bald gekndigt werden. Fr diese etwa 300 Beschftigten, die bereits vor-sorglich beim AMS zur Kndigung angemeldet wurden, verhandeln Betriebsrat und Gewerkschaft derzeit einen Sozialplan aus. Die Betriebsratsvorsitzende ist zuver-sichtlich, dass dieser auch zustan-de kommen wird: Georg Pfeiffer hat ja gesagt, er wrde gern helfen; den Zielpunkt-Mitarbeitern kann er nicht mehr helfen, die Logistik- und Holding-Mitarbeiter sind aber immer noch bei ihm beschftigt, und da bin ich mir sicher, dass er sein Versprechen einlst.

    Um einen guten Deal fr die (noch) verbliebenen Mitarbeiter auszuhandeln, gibt es Rckenwind von der Gewerkschaft der Privat-angestellten Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). Fr deren Unter-sttzung ist Brajinovic sehr dank-bar: Sie begleiten uns schon seit einigen Jahren, verstrkt vor allem in den letzten Monaten, seit sich die Gesprche zwischen Betriebs-rat und Geschftsfhrung etwas verndert haben. Von Geschfts-fhrerseite soll es in jngster Zeit immer wieder zu Missverstndnis-sen und Verschiebungen gekommen sein, weshalb alle weiteren Gespr-che im Beisein der Gewerkschaft stattgefunden htten. Die GPA ist

    Arbeitslosigkeit ist gro. Einige Frauen haben ihre Babies dabei, sie trifft die Kndigung whrend ihrer Karenz. Das Unternehmen, fr das manche schon seit Jahrzehnten arbeiten, hat so kurz vor Weihnach-ten Insolvenz angemeldet und sie alle zu Arbeitslosen gemacht.

    Immer wieder schtteln einige unglubig den Kopf, whrend sie die Infozettel lesen, die ihnen beim Betreten des Veranstaltungsorts von Vertretern der SLP (Sozialis-tische LinksPartei) in die Hand gedrckt werden. Darin steht u.a., dass die Millionrsfamilie Pfeif-fer ber ein Vermgen von ca. 770 Mio. Euro verfgt und Zielpunkt mit knapp 3.000 Beschftigten in die Arbeitslosigkeit schickt. Das steigert die ohnehin schon vorhan-dene Wut der Anwesenden. Kurz vor Weihnachten den Job zu ver-lieren und zumindest vorerst ohne Novembergehalt und Weihnachts-geld dazustehen, ist eben ein star-kes Stck.

    Lohn vielleicht vor WeihnachtenWir als Betriebsrat haben das nicht erwartet, sagt Snjezana Bra-jinovic zu ihren (Noch-)Kolleginnen und Kollegen. berrascht sei sie vor allem wegen der vielen ue-rungen der Pfeiffer-Geschftsfh-rung in diversen Medien, in denen stets bekrftigt wurde, dass Ziel-punkt auf einem guten Weg sei. Irrefhrend war auch der Brief an die Belegschaft vom 4. Novem-ber, in dem stand, dass es keine Zukunft gibt ohne Zielpunkt und dass krftig in uns investiert wird.

    Exakt eine Woche vor Bekanntwer-den der Insolvenz gab Pfeiffer- Geschftsfhrer Erich Schnleitner dem WirtschaftsBlatt ein Interview, in dem er u.a. betonte, dass Pfeiffer noch an Zielpunkt glaubt. Fr die Belegschaft und die Betriebsrte war dies natrlich wie ein Schlag ins Gesicht.

    Die sichtlich mitgenommene Be-triebsrtin kmpft auf der Bhne mit den Trnen, als sie ihren Kol-legen erklrt: Mir ist wichtig, dass ihr wisst, dass wir die Mitarbei-ter nicht dafr verantwortlich sind. Wir haben nichts falsch ge-macht und die letzten Jahre immer unser Bestes gegeben. Doch das Problem war, dass wir nie gewusst haben, fr was wir stehen und in den nchsten Wochen ist es fr uns eigentlich vorbei.

    Eine gute Nachricht hat Brajin-ovic fr die Anwesenden dennoch: Nach einem Treffen der Zielpunkt-Betriebsrte mit Werner Faymann und Rudolf Hundstorfer, die viel Verstndnis fr die Situation der

    Pfeiffer hat mit Tricks gearbeitetBetriebsratschefin Snjezana Brajinovic erzhlt im exklusiven medianet-Interview, was Pfeiffer aus ihrer Sicht falsch gemacht hat, und bezeichnet den Umgang mit Mitarbeitern auch vor der Insolvenz als nicht zumutbar.

    Proteste Noch in dieser Woche sind Proteste der Be-legschaft geplant. Die SLP (Sozialis-tische LinksPartei) ruft auf: Mach deine Wut zu Widerstand!

    Arbeitslosigkeit Ca. 3.000 Men-schen verlie-ren durch die Zielpunkt-Pleite ihre Jobs; 2.710 trifft es besonders hart: Sie warten noch auf ihre Novembergehlter und das Weih-nachtsgeld. Die restlichen ca. 300 fallen nicht unter die Insolvenz, werden aber auch bald gekndigt, da sie nicht ge-braucht werden.

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    Die Logistik- und Holding- Mitarbeiter sind immer noch bei Georg Pfeiffer beschftigt, und da bin ich sicher, dass er sein Verspre-chen, zu helfen, einlst.

    26 COVERSTORY Freitag, 4. Dezember 2015

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 COVERSTORY 27

    Zielpunkt-Mitarbeiter haben, ist man sehr zuversichtlich, dass das Weihnachtsgeld noch vor Weih-nachten auf die Konten kommt versprechen knne man das aber nicht. Die Banken wrden hier ebenfalls kooperiern und keine berziehungszinsen verrechnen, sodass die Menschen Geld zur Verfgung haben, das sie abheben knnen, wie wenn das Gehalt am Konto wre.

    Die Kndigungen der 2.710 Mit-arbeiter werden im Jnner ausge-sprochen. Solange noch Ware da ist (vermutlich bis Ende Dezember), rt GPA-Regionalsekretr Mario Ferrari den Filialmitarbeitern, un-bedingt arbeiten zu gehen und Ar-beitswillen und -bereitschaft zu zeigen. Die Insolvenz beendet ihr Dienstverhltnis nicht es ist wei-ter aufrecht. Wenn sie einfach da-heimbleiben, ist das Arbeitsverwei-gerung und ein Entlassungsgrund, sagt auch Claudia Grabner vom Insolvenzschutzverband der Arbei-terkammer Wien. Grabner klrte die Mitarbeiter im Anschluss ber die Insolvenzdaten des Unterneh-mens und Anmeldefristen auf: Bis 25. Februar muss der Massever-walter Georg Freimller die For-derungen geprft haben; mit der Wahl des Masseverwalters sei die Gewerkschaft sehr zufrieden, sagt Ferrari, denn sie habe mit ihm be-reits gute Erfahrungen aus frhe-ren Insolvenzfllen gemacht.

    Die hatten keine StrategieDoch was waren aus Sicht der Mit-arbeiter tatschlich die Grnde fr das Versagen? Einer, der vielfach genannt wurde, ist die fehlende bzw. stndig wechselnde Strategie der Kette. Das Konzept-Wirrwarr war nicht nur fr Kunden, son-dern auch fr die Belegschaft ver-wirrend. Die haben einfach keine Strategie gehabt. Das waren ein-

    deutig Management Fehler. Diese htte vor allem Erich Schnleitner zu verantworten, der bei Zielpunkt die letzten drei Jahre das Sagen hatte und somit groteils alle Entscheidungen gefllt hat. Dass Pfeiffer keine oder zumindest keine gute Strategie hatte, findet auch die Feinkost-Mitarbeiterin einer Favoritner Zielpunkt-Filiale; sie berichtet gegenber medianet, dass sie und ihre Kollegen allein in diesem Jahr zwei Mal die Arbeits-kleidung gewechselt htten in eine andere Farbe. Auerdem wur-den im Zuge der Modernisierungs-arbeiten funktionstchtige Gerte, wie Feinkostwaagen, ausgetauscht, obwohl eigentlich kein Bedarf da-

    nach bestand, sie kritisiert diese Vorgehensweise und nennt sie ab-surde unntige Verschwendung. Die Mitarbeiterin fragt sich, war-um nicht einfach jene Filialen, die nicht gut liefen, geschlossen wur-

    den, whrend die profitablen wei-terhin bestehen blieben. Ein Indiz, das sie im Nachhinein auch stutzig macht, sei, dass in den letzten Mo-naten, zumindest in der Feinkost, nahezu die doppelte Menge der

    bestellten Produkte vom Lager ge-liefert wurde, und das, was zu viel war, wurde sofort mit einem Akti-onspickerl versehen und kam in den Ausverkauf, der Rest blieb in der Feinkosttheke.

    Fazit: viele VerliererDie Causa Zielpunkt geht fr kei-nen der Beteiligen gut aus: Die Mitarbeiter verlieren ihren Arbeits-platz und damit ihre wirtschaftli-che Existenzgrundlage, und Georg Pfeiffer muss sich vom Traum ei-nes nationalen Anbieters verab-schieden und mit dem Unmut der ffentlichkeit erst einmal klarkom-men. Ob er den ffentlichen Druck mindern und sein Image gerade-rcken kann, hngt sehr stark davon ab, wie er sich gegenber den verbliebenen Mitarbeitern der Zentrale verhlt. Ein Schritt in die richtige Richtung wre jedenfalls, auf die Sozialplan-Forderungen des Betriebsrats und der Gewerk-schaft einzusteigen und damit zu beweisen, dass ihm die Mitarbeiter nicht unwichtig sind. Die Vorwr-fe der Gewerkschaft, Pfeiffer habe den Sozialplan verschleppt, mss-ten dann zumindest, was diese Mitarbeiter angeht nicht wieder erhoben werden.

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    Gerd Huber und Snjezana Brajinovic sprachen am Dienstag mit Werner Faymann, Rudolf Hundstorfer und Josef Ostermayer.

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    Pfeiffer hat mit Tricks gearbeitet und uns Dinge versprochen, die sie dann nicht eingehalten haben. Fr die Mitarbeiter ist das eigentlich unzumutbar.

  • medianet.at28 ssswaren Freitag, 4. Dezember 2015

    Seit Sommer dieses Jahres ist Andre-as Kutil Managing Director von Mon-delez International und als solcher fr die Mrkte in s-

    terreich, Schweiz und Ungarn zu-stndig. ber die den Lndern ge-meinsame Handelskonzentration, die Cocoa Life-Frderung an der Elfenbeinkste und die Frage, ob denn Schokolade Snde sein kann, spricht er im exklusiven medianet- Interview.

    medianet: Mondelez befindet sich in der Umstrukturierung. In Ih-ren Verantwortungsbereich fallen nun neben sterreich die Lnder Ungarn und Schweiz. Wie stellen sich die Mrkte in ihrer Gren-ordnung dar?Andreas Kutil: Sowohl die Schweiz als auch Ungarn stehen fr jeweils rund die Hlfte des sterreichi-schen Geschfts. Somit sind beide sehr gute und entwickelte Mrkte, mit etwas differierendem Fokus. Beispielsweise ist in der Schweiz unser Hauptgeschft der Kaugum-mi. In Ungarn ist wie in sterreich die Schokolade das Hauptthema. Zustzlich haben wir in Ungarn ein sehr groes Keksgeschft nicht nur mit Oreo und BelVita, sondern auch mit starken lokalen Marken wie Gyri des oder Pilta, die damals im Zuge der bernahme

    des Danone-Keksgeschftes ge-kauft wurden.

    medianet: Wie ist denn die Han-delskonzentration in diesen Ln-dern?Kutil: In sterreich wie in der Schweiz ist sie extrem hoch, aber auch in Ungarn im Vergleich zu anderen Ostlndern sehr hoch. Auch in Ungarn sind die Kernspie-ler am Markt, etwa Spar oder Tesco, sehr groe Unternehmen.

    medianet: Ist Ungarn nicht ein sehr schwieriger Markt?Kutil: Nicht fr uns fr uns ist das ein Markt, der stark wchst, strker als sterreich oder die Schweiz.

    medianet: Wie gewichtig ist nun die Lnderorganisation sterreich, Schweiz, Ungarn im europischen Kontext?Kutil: Mondelez teilt Europa der-zeit in vier Regionen, und wir fal-len in die Region Zentraleuropa,

    wo wir hinter Deutschland umsatz-mig die Nummer zwei sind so gesehen sind wir schon wichtig.

    medianet: Kommen wir zum fr uns nahesten Markt: Wie geht es Mondelez in sterreich?Kutil: In den letzten Jahren ist es uns in sterreich sehr, sehr gut ge-gangen. Nur heuer haben uns die beiden Hitzemonate Juli und Au-gust in den Schokolade-Umstzen nicht gutgetan. In Summe wird

    sich aber hchstwahrscheinlich ein leicht positives Ergebnis aus-gehen.

    medianet: Wie sind Sie denn hier-zulande mit Marken und Markt-anteilen aufgestellt?Kutil: Im Schokoladenbereich ist Milka die Hauptmarke schlechthin, im Keksbereich sind es Oreo oder Mikado als internationale Marken aber wir sind auch mit wichtigen lokalen Marken vertreten, etwa Mirabell oder Bensdorp. Im Markt-anteil liegen wir laut Nielsen bei mehr als 30 Prozent bei den S-waren, in der Menge sind es mehr als 34 Prozent.

    medianet: Ich gehe davon aus, dass die Marktanteile im Tafel-schokoladenbereich entsprechend hher sind?Kutil: In der Kategorie Tafelscho-kolade liegen wir wertmig bei nahezu 63 Prozent, das ist fr uns Brot und Butter in einem. Der Akti-onsanteil ist hoch und seit Jahren eine stabile Gre wie blich fr einen Impulsartikel.

    medianet: Wie schauts vergleichs-weise im Keksmarkt aus?Kutil: Wir sind in sterreich in 2007 mit dem Keksgeschft gestar-tet, damals haben wir drei Milka-Kekse in den Markt gebracht. Das war gleichzeitig ein Testmarkt fr einen europischen Rollout, der

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    Von Christian Novacek

    Ohne Bohne gibt es keinen KakaoMondelez International Director Andreas Kutil im medianet-Inter-view ber die Notwendigkeit der nachhaltigen Kakaolieferkette.

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 ssswaren 29

    ein paar Jahre spter dann auch wirklich passiert ist. Und seither entwickeln wir uns mit den Keksen sehr dynamisch und sind derzeit mit mehr als 17 Prozent eine starke Nummer zwei am Markt.

    medianet: Weil Sie sterreichs Funktion als Testmarkt erwhnen Sie produzieren ja auch in ster-reich; was genau?Kutil: Wir produzieren in Bludenz Grotafeln mit 300 Gramm fr ganz Europa. Wir haben dort in den letzten Jahren ber 45 Millionen Euro in neue Anlagen investiert. Vor einigen Jahren haben wir die konzerninterne Auszeichnung als Kompetenzzentrum erhalten.

    medianet: Kommen wir zur Posi-tionierung der Mondelez-Marken. Mir fllt auf, dass Sie im Ver-gleich zu einigen Mitbewerbern die Kinder in ihren Werbeaus-sagen auen vor lassen?Kutil: Schn, dass Sie das sehen, das finde ich super, weil wir seit vielen, vielen Jahren die Entschei-dung getroffen haben weltweit, nicht nur in sterreich , ganz be-wusst Marketing nicht an Kinder zu adressieren. Das heit auch, dass Sie unsere Werbespots nie in Kinderkanlen und auch nicht im Umfeld von Kindersendungen in den klassischen Fernsehzeiten se-hen. Das ist eine Selbstverpflich-tung, die bei uns seit 2005 gilt.

    andreas Kutilist neuer Ma-naging Director von Mondelez International das heit, er ist neben sterreich nun auch fr die Lnder Ungarn und Schweiz verantwortlich. In sterreich steht Mondelez fr einen Umsatz von 309 Mio. , weltweit sind es 32 Mrd. .

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    Wir haben seit vielen, vielen Jahren die Entscheidung getroffen, Marketing nicht an Kinder zu adressieren weltweit, nicht nur in sterreich.

    MarktanteileMondelez Interna-tional ist fhrender Swaren-Herstel-ler in sterreich mit einem Markt-anteil von ber 30% (Umsatz: 30,4%, Absatz: 34,4%). (Quelle: Nielsen, Swa-renmarkt AT, Wert und Volumen, LH exkl. H/L, MAT KW40/2015)

    30%

    medianet: Im Fokus der Werbeaus-sagen der Marke Milka steht somit was?Kutil: Milka ist eine klassische Marke fr die ganze Familie. Wobei doch immer wieder einzelne Pro-duktbereiche fr unterschiedliche Bereiche strker beworben werden. Aktuell sprechen wir beispielswei-se mit Milka Collage bewusst unse-re Generation, also die nicht mehr ganz so Jungen, an.

    medianet: Neben der Frage, wie feinfhlig man mit Swaren heutzutage werben muss, spielt die Nachhaltigkeit in der Produktion eine wichtige Rolle. Wie ist Monde-lez da aufgestellt?Kutil: Wir haben eine Initiative auf die Beine gestellt, die nennt sich Cocoa Life. Damit haben wir uns verpflichtet, in den nchsten Jah-ren, also bis 2022, mehr als 400 Millionen Euro in die Ursprungs-lnder zu investieren mit dem Ziel, die Kakaolieferkette nachhaltiger zu gestalten.

    medianet: Wie kann ich mir das konkret vorstellen?Kutil: In den Hauptanbaulndern Elfenbeinkste, Ghana, aber auch Brasilien oder Indonesien, werden vor Ort in den Kooperativen al-so mit den Produzenten einerseits und den Gemeinden andererseits Projekte bearbeitet, die das Leben der Kakaobauern dort verbessern sollen. Das Monitoring unserer Ak-tivitten bernimmt die Harvard University, aber wir sind auch mit einigen NGOs in Kontakt, um Pro-jekte zu betreiben, etwa WWF oder Care International.

    medianet: Sie machen das in Ei-genregie und bernehmen somit Aufgaben, die sonst Zertifizie-rungsorganisationen erledigen. Glauben Sie, dass das auf Dauer vom Image her besser ist, als Ver-gleichbares etwa unter einem Fair-trade-Siegel zu bewerkstelligen?

    Kutil: Ich glaube, dass es langfris-tig der richtige Weg ist. Langfristig mssen sich die Konzerne eigen-stndig am Ursprung engagieren. Warum? Das ist ja auch immer die Frage: nur weil wir nette Menschen sind? Das glaube ich nicht, auch wenn wir grundstzlich nett sind. Aber es geht auch darum, dass wir als weltgrter Schokoladenprodu-zent sicherstellen mssen, dass wir fr unsere Produkte ausreichend mit Kakaobohnen versorgt werden. Ohne Bohnen gibt es keine Schoko-lade, und um das sicherzustellen, brauchen sie eine nachhaltige Lie-ferkette.

    medianet: Sie sprechen somit von der Gefahr, dass die Kakaobauern, wenn sie zu wenig verdienen, das einfach nicht mehr anbauen?Kutil: Genau. Die Ernte in den Ka-kaoplantagen erfolgt ganzjhrig und ist sehr komplex und aufwen-dig. Wenn man dort nicht ein halb-wegs vernnftiges Einkommen er-wirtschaftet, gehen die Leute weg von den Plantagen, und es gibt keine Kakaobohnen mehr. Zustz-lich gibt es auch noch Klimathe-men und andere Faktoren, welche langfristig gesehen Einfluss auf die Verfgbarkeit von Kakaobohnen haben.

    medianet: Neben der Nachhaltig-keit rckt als mediales Reizthema der Zucker verstrkt ins Zentrum der Kritik von Ernhrungsexper-ten. Ist Zucker bse?Kutil: Zucker als solcher ist nicht bse, Fett ist auch nicht bse. Man muss das eine wie das andere als Teil einer ausgewogenen Er-nhrung betrachten nur Zucker oder Schokolade zu essen, ist halt genauso schlecht, wie sich aus-schlielich von Schweinebraten zu ernhren. Ich glaube, dass Swa-ren als Genussprodukt durchaus einen Stellenwert im Rahmen einer ausgewogenen Ernhrung haben drfen. Selbstverstndlich geht

    es fr jeden von uns darum, eine halbwegs balancierte Variante von Kalorienaufnahme und -abgabe hinzubekommen. Aber in Maen genossen, sind Swaren nichts Schlechtes. Schlielich geht es auch darum, durch bewussten Ge-nuss einen freudvollen, positiven Zugang zur Ernhrung zu erhalten.

    medianet: Das heit, es geht we-niger um den Zucker an sich und mehr um das Ernhrungsverhal-ten generell?Kutil: Wenn Sie sich nicht genug bewegen, dann muss man sich an-ders ernhren, das ist klar.

    medianet: Man darf Mondelez zu-gutehalten, dass Sie Ernhrungs-angaben deutlich auf die Verpa-ckung bringen.Kutil: Wir wollen dem Konsumen-ten grundstzlich die Wahlfreiheit geben und geben ihm somit auch die Information, die er braucht, um eine ausgewogenen Ernhrung hinzubekommen. Ernhrung ist aber natrlich immer ein Thema aktuell luft bei uns beispielsweise ein gro angelegtes Programm, um den Salzgehalt in vielen Produkten zu reduzieren.

    medianet: Was ist Ihr persnlicher Standpunkt zwischen Ernhrung und Schokolade?Kutil: Ich bin der festen berzeu-gung, das Genuss auch ein biss-chen Snde sein muss.

    medianet: Und wie schaut Ihr Konsum aus?Kutil: Ich bin bei Schokolade durchaus beherrscht. Aber ich hab das Glck, mit zwei bis drei Stck-chen zum Genuss zufrieden sein zu knnen.

    medianet: Da gehren Sie zu den Glcklichen ...Kutil: Und wenn es etwas mehr ist, dann muss die Laufrunde in der Frh eben etwas grer sein ...

  • medianet.at

    Hauszustellung

    Biokette denns startet OnlineshopWIEN. Die mit 21 Standorten in sterreich vertretene Bio-Super-marktkette denns liefert ab sofort in Wien Lebensmittel bis vor die Haustr. Die Zustellung wird von dem vor einem Jahr gegrndeten Lieferservice Zuper, der auch be-reits mit Billa, Hofer und Merkur kooperiert, durchgefhrt.

    Wer sich seine Lebensmit-tel nach Hause liefern mchte, braucht nur auf die denns-Web-seite gehen, wo er automatisch auf www.zuper.at umgeleitet wird. Shop auswhlen, virtuellen Wa-renkorb nach Lust und Laune fl-len, und auf die Bestellung warten. Die Lieferkosten betragen dabei zwischen 4,90 und 7,90 , je nach Gewicht. Derzeit ist der Online-versand nur in Wien mglich, eine Ausweitung auf weitere Landes-hauptstdte wie Linz und Graz sei jedoch bereits in Planung. (APA)

    30 aktuelles Freitag, 4. Dezember 2015

    PFAFFENSCHLAG/SATTLEDT. Fr umweltbewusste Autofahrer hat die Hofer KG knftig ein ganz be-sonderes Zuckerl parat: An mehr als zehn Hofer-Standorten sol-len sterreichweit ELLA-Schnell-ladestationen errichtet werden, die es Kunden ermglichen, ihr

    Elektroauto whrend des Einkaufs bequem zu laden. Geplant sind Schnelllader mit bis zu 50 kW und Supportlader mit 11 kW, welche ausschlielich mit Strom aus er-neuerbaren Energiequellen, kon-kret W.E.B. Grnstrom, versorgt werden. Fr Hofer-Kunden beson-

    ders erfreulich: Wer einen Einkauf beim Supermarkt ttigt, darf gratis tanken. Die ELLA-Ladekarte kann an der Kassa der jeweiligen Filiale abgeholt werden, whrend das Au-to an der wettergeschtzten Lade-zone vollgeladen wird.

    Fr eine bessere UmweltDie Zusammenarbeit mit der ELLA AG spielt zustzlich auch Hofers Nachhaltigkeitsinitiative Projekt 2020 in die Karten, welche bis zum Jahr 2020 mehrere nachhaltige Zie-le, wie beispielsweise die Redukti-on von Mll, den Schutz der Wlder oder die nachhaltige und verant-wortungsvolle Zucht von Fischen im Visier hat. Ebenso engagiert sich Hofer bei seinem Projekt fr eine nachhaltige Stromproduktion. Dies geschieht vor allem durch Re-duzierung des Energieeinsatzes in den Filialen, aber auch die neuen Auto-Ladestationen helfen dabei.

    ELLA, Tochterfirma der WEB Windenergie AG, freut sich ber die Zusammenarbeit: ELLA hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein sterreichweit flchendeckendes Netz an modernen Schnellladesta-tionen fr Elektroautos aufzubau-en. Eine gute Standortplanung ist fr die Entwicklung der Elektro-mobilitt sehr wichtig, und unser Partner Hofer untersttzt uns bei der Umsetzung dieser Mission mageblich. Auerdem werden mit der Mglichkeit der ELLA-Brger-beteiligung visionre Personen angesprochen, die nachhaltig und umweltbewusst investieren wollen und damit zustzlich einen Beitrag zur Energiewende und kologi-schen Gestaltung des Individual-verkehrs leisten knnen, so Vor-stand und Unternehmensgrnder Andreas Dangl. (jul)

    autos grn laden bei HoferAn ber zehn Hofer-Standorten sollen knftig in Zusammenarbeit mit ELLA Schnellladestationen fr Elektroautos aufgestellt werden.

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    Kostenloses Laden fr Elektroauto-Besitzer ist bald an vielen Hofer-Parkpltzen mglich.

    Dank euch seit 125 Jahren.Manner mag man eben.

    www.manner.com

    NEU

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 Bier 31

    LINZ. Es ist bereits der siebte Bier-kulturbericht, den die Brau Union sterreich vor wenigen Tagen pr-sentierte. 600 sterreicher ab 18 Jahren wurden vom Linzer mar-ket-Institut telefonisch interviewt; zentrales Ergebnis: Eine gehobene Bierkultur ist weiter auf dem Vor-marsch, und der Stellenwert von Bier im Bereich der Getrnkekul-tur ist stabil auf sehr hohem Ni-veau. Als Brautechniker liebe ich die groe Vielfalt und den Varian-tenreichtum des Biers jeder Stil, jede Sorte bereichert auch unsere Bierkultur. Dass diese in sterreich immer weiter verbreitet ist, freut uns natrlich sehr gleichzeitig sind wir uns aber auch unserer Verantwortung im Umgang mit dem Bier als alkoholisches Getrnk bewusst, so Brau Union Generaldi-rektor Markus Liebl. Der Bericht le-ge auch dieses Jahr seinen Schwer-punkt auf mavollen Genuss.

    Besseres ImageAuch in Sachen Image konnte Bier in den letzten Jahren dazugewin-nen: 37 Prozent der Befragten sind berzeugt, dass sich das Image von Bier in den letzten Jahren weiter verbessert hat; fr 49 Prozent ist das Image von Bier gleich geblie-ben, und nur fr 5 Prozent hat es sich verschlechtert. Im Trendver-lauf entspricht dieser gute Wert denen der letzten Jahre. Auffallend ist weiter, dass besonders in der Al-tersgruppe der 30- bis 49-Jhrigen beachtliche 44 Prozent eine Image-verbesserung beim Bier sehen, wh-rend sich in der Gruppe der 18- bis 29-Jhrigen das Image von Bier nur fr 23 Prozent verbessert hat.

    Am wichtigsten finden die Be-fragten in absteigender Reihen-folge: dass whrend der Schwan-gerschaft kein Alkohol konsumiert wird, kein Alkoholausschank an Ju-gendliche, kein Alkohol, wenn man mit dem Auto fhrt, generell kein maloses Trinken ber den Durst, kein Alkoholkonsum vor Kindern und Jugendlichen bzw. kein Alko-holkonsum whrend der Arbeits-zeit. Ein bisschen mehr konsumie-ren die sterreicher zu besonderen Anlssen, z.B. bei Familienfeiern oder Hochzeiten.

    Vier von zehn wollen in der Ge-sellschaft ein hheres Verantwor-tungsbewusstsein beim Alkohol-konsum als noch vor zehn Jahren erkennen. Darauf basiert auch der

    Trend zu alkoholreduzierten und alkoholfreien Produkten, die immer mehr ihren Platz in der heimischen Bierkultur beanspruchen. Fr 92 Prozent der sterreicher ist Bier wichtig fr die heimische Getrn-kekultur, das Image wird von vie-len in einem Wandel zum Positiven

    wahrgenommen. Die Lust auf in-ternationales Bier ist im Vergleich zum Vorjahr auf drei Prozent ge-sunken. Dies kann zum einen dar-an liegen, dass die heimische Bier-kultur in den letzten Jahren noch einmal massiv an Niveau zugelegt hat, vermutet Liebl. (jp)

    in der Bierkultur steigt das NiveauDer neue Bierkulturbericht zeigt, dass fast alle Befragten auf Verantwortungsbewusstsein beim Konsum von Bier Wert legen; alkoholfreie Produkte gewinnen an Beliebtheit.

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  • medianet.at32 SHOP der wOcHe Freitag, 4. Dezember 2015

    eCommerce WatchcalidaDie Wschemarke launcht einen Webshop in sterreich. Es ist dies der siebte eCommerce-Markt fr das Unternehmen.

    OttoDer Versender optimiert die Lo-gistik. Nutzer erhalten nach der Bestellung eine E-Mail mit dem stundengenauen Liefertermin. Die Genauigkeit der Liefervorher-sage liegt laut Otto bei 90% und soll in den kommenden Wochen weiter optimiert werden.

    Hugo BossDie Modemarke feilt an ihrer Digitalstrategie. Der aktuelle Filialfinder soll um ein neues Kassensystem mit CRM, Click & Collect, kostenloses WLAN in den Filialen, Same Day Delive-ry, Click & Reserve, Ship from Store, Mobile Payment und digi-tale Quittungen ergnzt werden.

    Mango Die spanische Modemarke er-ffnet auf Amazon Europe einen eigenen Webshop mit lnder-spezifischen Sortimenten.

    dHL Der Logistiker expandiert mit seiner ersten Packstation nach sterreich; sie steht in Wien Floridsdorf in direkter Nhe zu einem Merkur Markt.

    OcadoDie britische Supermarktkette bastelt an einer automatisier-ten Lsung, die mit so wenig menschlicher Interaktion wie mglich Bestellungen vorhersa-gen und Lebensmittel ausliefern kann. Knstliche Intelligenz und Roboter sollen den Lebensmit-telversand ren tabler machen.

    dPdDer Paketdienst hat neue Funk-tionen fr seine App gelauncht. Paketempfnger haben nun die Mglichkeit, in der Anwendung Feedback zum Lieferservice zu geben.

    SHOP der wOcHe

    Beer LoversPRSTERCHEN. Dieses in der Wiener Gum-pendorfer Strae neu erffnete Geschft ist ein paradiesischer Ort fr Bierliebhaber: Das Beer Lovers offeriert seinen Kunden an die 1.000 verschiedene Biere aus rund 100 Brauereien von berall aus der Welt: Vom Waldbier der sterreichischen Bundesforste, ein absolutes Gustostckl fr Gourmets, ber viele in den USA gerade sehr trendigen Sour Beers ber ein Espresso-Stout aus Japan bis hin zu einem nach weier Erdbeere schmeckendem Gers-tensaft auf Frankreich hier ist fr jedes Bier-schnaberl das Richtige dabei.

    Betrieben wird das Geschft vom Getrnke-fachhndler Ammersin, der neben diesem hier noch weitere Standorte in der Bundeshaupt-stadt betreibt, unter anderem einen mit einer ebenfalls sehr betrchtlichen Biersorten-Aus-wahl in der Wiedner Hauptstrae. Besonders am Beer Lovers ist die eigene Mini-Brauerei und die Zapfhhne; welche Sftchen dort ge-zapft werden, erfahren die Kunden ber Twitter und Facebook. (no)

    1. Das Stammteam im Beer Lovers: Jenni Lippl, Markus Maurer und Melanie Heiss; 2. Im Eingangsbereich wer-den laufend Neuheiten prsentiert; 3. Nette Geschenks-idee: spezielle Weihnachtsbiere; 4. Die teuersten Gerstensaft-Sorten werden von einem Gitter geschtzt; 5. Brutales Bier aus den USA.

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    die sieben TodsndenSklaverei-Saft, Kinderarbeit-Schokolade und Palml-Wahnsinn: Am Kauf-nix-Tag standen unsere Konsumsnden am Pranger.

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    Zitat des Tages Juanito Alvarez Molina pensionierter Pharmakologe

    Ein neuer Triumph der Wissenschaft: Eine Pille, fr die es noch keine Krank-heit gibt.

    die Finstere Brille Von Natalie Oberhollenzer

    SENSENMNNER. Was den Schnppchen jgern und Konsumzwnglern der Black Friday ist (je-weils der vierte Freitag im November), das ist den Antikommerzlern der am Tag darauf statt-findende Kauf-nix-Tag. Dieses Mal gabs ver-gleichsweise wenig Wirbel, was dem Naturell des Tages ja eigentlich entspricht, zumal er ja empfiehlt, etwas nicht zu tun. Aber einige Ver-eine haben sich dennoch etwas berlegt. Zum Beispiel die NGOs Sdwind und Global2000. Aktivisten der Organisationen machten in Wien, Graz und Salzburg, als Sensenmnner und -frauen verkleidet, auf die sieben Todsnden

    des Konsums aufmerksam. Und die betreffen interessanterweise mehr oder weniger alle den Supermarkt-Bereich.

    Dosenthunfisch? Lieber nichtSnde Nummer eins ist der Sklaverei-Orangen-saft. Um unseren Hunger nach ihm zu stillen, werden massenhaft Menschen auf brasiliani-schen Plantagen ausgebeutet, erklrt ein Kam-pagnenleiter von Sdwind. Ebenso verhlt es sich bei der Kinderarbeit-Schokolade, fr die die Kleinsten in Afrika stundenlang mit gefhr-lichen Macheten Kakaobohnen pflcken mssen. Weiter gehts mit dem Fleisch aus Massentier-haltung. Ist selbsterklrend; selbst die dicksten Wurstmampfbuche wissen mittlerweile, wie es in besagten Stllen zugeht. Noch eher weni-ger angeprangert hingegen wird der Landraub, den unser enormer Bedarf von Palml mit sich bringt. Der Stoff ist berall drin: in der Pizza, in der Margarine, im Waschmittel und im Lippen-stift. Dann fr ganz bse halten die Aktivisten

    auch den Kauf von Dosen-Thunfisch. Wir wis-sen: Fr das Billigfischerl aus dem Blecherl wer-den die Meere leergefischt. Zudem kommt meist so gut wie alles rein, was in den Netzen hngen-bleibt. Die Todsnde Nummer sechs betrifft den verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln im Allgemeinen und bei der siebenten wird es wohl drum gegangen sein, den siebener voll zu machen. Denn bei ihr geht es nur mehr ganz pauschal um Umweltgifte.

    Wie gro das Projekt hinter diesen Aktionen ist, mchte man nicht glauben: 29 Organisati-onen aus ganz Europa machen bei der Kampa-gne Supply Chain make Supermarkets fair mittlerweile mit. Im Moment am strksten im Visier ist der Orangensaft, ein Produkt, von dem die meisten sich wohl niemals htten trumen lassen, dass dessen Konsum auch schon zu einer Todsnde werden kann. Alsdann: Ade, Vitamin C, unfaire Schoko und Dosenfisch. Das Christ-kind will bei Laune gehalten werden. Todsnden kommen bis Weihnachten keine mehr ins Haus!

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    Fundador Emperador kauft Sherry-Macher aus Spanien 35

    Repossi Luxuskonzern LVMH steigt bei Juwelier ein 35

    Pagro Aktionen und Tiefpreise kurz vor Weihnachten 38

    Supermrkte Heimischer Handel punktet mit kostrom 39

    Vorfreude Weihnacht-liche Geschenkideen fr sie und ihn 40

    Freitag, 4. Dezember 2015 coVeR 33

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    Zielpunkt: nderung im Kartellrecht wird gefordertVizekanzler und Handelsverband denken an nderungen im Kartell-recht, die BWB und ihr Chef Theodor Thanner bleiben skeptisch. 34

    International Ein Rekordtag fr den US-Handel.

    einkaufszentren Der ganz normale Flchen wahnsinn von Bratislava bis Parndorf. 3635

    InSolVenZ

    Nach Zielpunkt ist Schirnhofer pleiteWIEN/GRAZ. So wie die Ziel-punkt-Pleite ausschlaggebend fr die Insolvenz des oststei-rischen Fleischverarbeiters Schirnhofer ist, so zieht diese nun Probleme fr die Rind-fleisch-Marke Almo nach sich. Der AAB und die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) forderten am Mittwoch die Rettung des sozialen Vor-zeigebetriebs, hie es in einer Aussendung.

    Schirnhofer ist ein Partner der ko-Region Hartberg und exklusiv Verarbeiter der Almo-Produkte. Die Lieferanten-Ge-meinschaft aus dem Naturpark Almenland, welche in den letz-ten Jahren die Marke aufgebaut hat, steht jetzt selbst vor Pro-blemen. Es gibt vorerst einen Schlachtstopp, da Schirnhofer der grte Abnehmer der 320 Erzeuger ist.

    Pro Jahr lieferten die Almo-Bauern rund 3.500 Ochsen an Schirnhofer. Dass seit Bekannt-werden der Insolvenz keine Tie-re mehr geschlachtet werden, sei aber nur eine Vorsichtsma-nahme, so Almo-Obmann Jo-hann Pessl; bisher seien keine Verluste zu verzeichnen. (APA)

    Kotte & Zeller

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    minister Reinhold Mitterlehner (VP) und Handelsverbands-Chef Rainer Will werden mittlerweile Forderungen nach einer nderung im Kartellrecht laut: Auch andere Lebensmittelhndler sollen Filialen bernehmen drfen. Anders als in Deutschland, sei die Mitarbeitersi-tuation im Kartellrecht derzeit kein Kriterium, dies sei eine Zukunfts-aufgabe, so Mitterlehner laut APA.

    Qualifizierung der MitarbeiterWir sind keine Befrworter von Marktkonzentration, erklrt Will. Es folgt ein Aber: Dass eine ber-nahme durch Non-Food-Filialisten fr die Belegschaft unkompliziert verlaufen wrde, zweifelt er an. Mit Sicherheit wrde sich eine Zielpunkt-Kassiererin rein theore-tisch auch in einem Modegeschft zurechtfinden. Aber in einem Le-bensmittelgeschft sind generell andere Qualifikationen gefordert als eben beispielsweise im Mode-handel, ist der Geschftsfhrer des Handelsverbands berzeugt. Die Pfeiffer-Gruppe glaubt laut einem Bericht in der Tageszeitung Die Presse das Gegenteil: Die Mit-arbeiter knnen sehr wohl auch in anderen Branchen arbeiten.

    Zu den Mitgliedern des Handels-verbands gehrt unter anderem auch der Lebensmittelkonzern Re-we, der mit seinen Tchtern Billa, Penny, Adeg und Merkur in ster-reich einen Marktanteil von 35% im Lebensmittelhandel hat. Ein weiteres Mitglied ist der Diskonter Hofer, der auf einen Marktanteil von 18,9% kommt. Zusammen mit Spar (Marktanteil: 30,6%) erreichen Rewe und Hofer einen Marktanteil von ber 80% im sterreichischen Einzelhandel.

    Sollten die Anteile von Zielpunkt also 2,8 Prozent an eben diese Hndler gehen, so die Sprecherin der Bundeswettbewerbsbehrde,

    Von Daniela Prugger

    WIEN. Mglichst viele Arbeits-pltze erhalten vor allem darum geht es nun in der aktuellen Ziel-punktpleite. Die Zukunft der 69 Zielpunkt-Lehrlinge zumindest scheint gesichert: Sie knnen ihre Ausbildung bei anderen Lebens-mittelhndlern fortsetzen. Die Ziel-punkt-Filialen selber sollen noch bis Mitte Jnner geffnet haben. Sowohl der Masseverwalter Georg Freimller als auch die Bundes-wettbewerbsbehrde (BWB) be-mhen sich, dass so viele Filialen wie mglich einen neuen Betreiber finden. Wrde etwa eine Schuh-handels- oder Drogeriekette einen Standort bernehmen wollen, wre das auch kein Problem, so Theodor Thanner, Chef der BWB.

    Doch dass es auch unter den we-nigen Mitbewerbern im Lebensmit-telhandel Interessenten gibt, ist ein offenes Geheimnis. Wir sind an attraktiven Standorten immer inte-ressiert und wrden das im Falle, dass es uns angeboten wird, pr-fen; die Entscheidung dafr liegt aber nicht bei uns, erklrt etwa Rewe-Sprecherin Lucia Urban. Man sei auch bereit, eine Lsung einzu-bringen, die dazu dient, mglichst viele Arbeitspltze zu erhalten. Mehr knne und wolle man dazu nicht sagen.

    nderung gefordertEinfach wrde sich eine Stand-ortbernahme vonseiten Rewe oder Spar aus kartellrechtlicher Sicht derzeit nicht gestalten: Wir als Bundeswettbewerbsbehrde schtzen den Wettbewerb. Je kon-zentrierter der Markt, desto weni-ger Wettbewerb gibt es und desto schlechter ist das fr die Gesell-schaft. Wenn die Marktkonzentra-tion steigt, dann steigen auch die Preise, der Konsument hat weniger Entscheidungsmglichkeiten und die wenigen ohnehin bereits star-ken Handelsketten werden in ihrer Position noch weiter gestrkt, er-klrt die BWB-Pressesprecherin ge-genber medianet. Fr die Konsu-menten sind die momentanten Be-stimmungen und Richtlinien eher von Vorteil. Doch in der Branche, von Vizekanzler und Wirtschafts-

    dann wre das ein hchst prob-lematischer Vorgang. Dass die bernahmewelle bestehender Fi-lialen der Handelsunternehmen Konsum, Meinl oder Adeg zu der bestehenden hohen Konzentration im sterreichischen LEH gefhrt hat, ist laut Katharina Kodorff, Geschftsfhrerin des Fachverban-des der Lebensmittelindustrie, eine Tatsache.

    Eine weitere Konzentration gel-te es zu verhindern. Wir hoffen, dass nun kluge strukturpolitische Entscheidungen folgen und unsere Hersteller, die den Konsumentin-nen und Konsumenten mit ihren Lebensmitteln Sicherheit, Qualitt

    und Genuss bieten, nicht noch wei-ter unter Druck gesetzt werden, so Kodorff.

    BWB bleibt skeptischFr unsere Mitglieder wrden sich lediglich minimale Vorteile ergeben, beschwichtigt Will im medianet-Gesprch. Schlielich seien auch nicht alle Zielpunkt-Standorte so interessant, dass sie von einem anderen Unternehmen bernommen werden wrden. Viel mehr pldiere man dafr, dass im geltenden Kartellgesetz eine Re-gulierungsanpassung bzw. eine Verordnung etwa im Sinne einer Beschftigungsgarantie erfolge.

    Es gibt lobenswerterweise auch von der Politik Bestrebungen, der Zielpunkt-Belegschaft zu helfen, so Will. Entscheidend sei jedoch, dass sich mglichst bald etwas tut. Und wenn die staatlichen Manahmen nicht greifen und aber Unternehmen auch aus dem Food-Bereich durch eine Stand-ort- und Mitarbeiter-bernahme helfen knnten, dann msse man eine Marktkonzentration eben in Kauf nehmen. Stattdessen wrden sie momentan auf kartellrechtliche Grenzen stoen, ergnzt Will und zieht Vergleich mit der dayli-Insol-venz: 90% der dayli-Mitarbeiter ha-ben einen Job bekommen, aber erst nach zweieinhalb Jahren. Und die aktuelle Arbeitsmarktsituation sei alles andere als rosig.

    Wirtschaftsminister Mitterleh-ner versicherte auf alle Flle seine Untersttzung fr die Mitarbeiter. Doch, dass genau eine nderung des Kartellrechts der Belegschaft von Zielpunkt helfen knnte, be-zweifelt die Bundeswettbewerbs-behrde. Man bleibe skeptisch, schlielich beanspruchen Geset-zesnderungen in der Regel auch viel Zeit Zeit, die die Arbeitneh-mer nicht haben.

    Wer hat Angst vor Rewe & Spar?Sowohl Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner als auch Handelsverbands-Geschftsfhrer Rainer Will wrden eine nderung im Kartellrecht begren; eine noch strkere Marktkonzentration wre die Folge.

    Die Nummer 6 Zielpunkt ist in sterreich die Nummer 6 am Markt. Betrachtet man aber nur den Wiener Markt, ist Zielpunkt weiter vorn: Die Kette betreibt allein in der Bundes-hauptstadt 126 der 229 Filialen. In Niedersterreich ist Zielpunkt mit 53 Standorten vertreten, im Burgenland mit 23 und in der Steier-mark mit 27.

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    Wir sind keine Befrworter von Marktkonzentra-tion. Fr unsere Mitglieder wr-den sich ledig-lich minimale Vorteile ergeben.

    34 cOVERSTORY Freitag, 4. Dezember 2015

  • medianet.at

    WASHINGTON. In den USA ist der Trend zum Einkaufen im Internet derweil ungebrochen. Am Montag nach dem langen Thanksgiving-Wochenende dem sogenannten Cyber Monday drften die On-linehndler einen Rekordumsatz geschrieben haben. Der Cyber Monday ist fr Onlinehndler der umsatzstrkste Tag des Jahres. Schtzungen zufolge drften sie insgesamt 2,84 Mrd. eingenom-men haben. Bis 10:00 Uhr mor-gens (New Yorker Zeit) stiegen die Umstze um 14% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    Plus von 17 ProzentDer Ansturm auf Sonderangebo-te war in diesem Jahr so gro, dass Branchengren wie Wal-Mart Stores oder der Bezahldienst PayPal mit langsamen Verbindun-gen zu kmpfen hatten. Bei Tar-get war die Webseite wegen des groen Andrangs zeitweise nicht mehr erreichbar. Auch am langen Feiertagswochenende, das am Don-nerstag mit dem Thanksgiving-Fest begann, konnten die Onlinehndler demnach deutliche Zuwchse ver-buchen. In den vier Tagen seien mehr als acht Mrd. Dollar umge-setzt worden das ist ein Plus von immerhin 17%.

    Trend geht weg von stationrLaut dem US-Einzelhandelsver-band kauften mehr als 103 Mil-lionen online ein. In die Lden drngten am langen Thanks Gi-ving-Wochenende knapp 102 Mio. Menschen. Der Trend gehe weg vom

    traditionellen Ansturm auf die Ge-schfte am sogenannten Schwar-zen Freitag, der dem Thanksgiving-Fest am Donnerstag folgt, erklrte der Verband.

    Jahrzehntelang hatten Verbrau-cher in der Nacht zum Schwarzen

    Freitag selbst bei klirrender Klte vor den Lden ausgeharrt, um bei der Schnppchenjagd die ersten zu sein.

    Die jngste Umfrage von Pros-per Insights & Analytics zeige, wie sich die Einkaufsgewohnheiten an den Feiertagen nderten, erklrte der Prsident des Einzelhandels-verbandes, Matthew Shay. Die ur-alte Tradition, mit Angehrigen und Freunden einkaufen zu gehen, stehe nun gleichauf mit der Suche nach Sonderangeboten im Internet.

    Mehr Einkufer gezhltDer Umfrage zufolge sind an dem langen Wochenende insgesamt 151 Mio. US-Brger einkaufen gegan-gen entweder in Geschften oder online oder beides. Wer beides tat, wurde aber nur einmal gezhlt. Im vergangenen Jahr hatte der Verband 133,7 Mio. Einkufer ge-zhlt.

    Ein genauer Vergleich der Zahlen knne aber nicht vorgenommen werden, weil das Meinungsfor-schungsinstitut seine Methodik ge-ndert habe, erklrte der Verband. Genauso sei es bei der Hhe der Ausgaben: In diesem Jahr kauften die US-Brger am Thanksgiving-Wochenende im Schnitt fr knapp 284 ein. (dp)

    Freitag, 4. Dezember 2015 retail international 35

    rekordtag fr US-HandelAm traditionellen Thanksgiving-Wochenende hielten sich die Anzahl der Onlineshopper und der Einkufer im stationren Handel die Waage.

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    Emperador kauft Sherry-MacherMANILA. Der philippinische Spirituosenhersteller Empe-rador kauft den spanischen Brandy- und Sherry-Macher Fundador. Emperador zahle 275 Mio. an den derzeiti-gen Besitzer von Fundador, die Gruppe Beam Suntory. Emperador, heute der grte Schnapshersteller der Philip-pinen, fing selbst als Brandy-Produzent an und hat in den vergangenen Jahren vor allem im Ausland zugekauft: die schottische Whiskymarke Whyte and Mackay fr 580 Mio. , einen 50%-Anteil am spanischen Brandy-Hersteller Bodega Las Copas fr 60 Mio. sowie mehrere Weingter in Spanien. (APA)

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    LVMH steigt bei Juwelier einPARIS. Der franzsische Lu-xuskonzern LVMH ist beim italienischen Edeljuwelier Repossi eingestiegen. Re-possi habe sich angesichts der Lage auf dem Markt und angesichts des Wettbewerbs dazu entschieden, LVMH einen Minderheitsanteil zu berge-ben, so die Kreativdirektorin Gaia Repossi. Die Beteiligung ermgliche es dem Juwelier, bestimmte Standorte zu ent-wickeln. (APA)

    Knapp 102 Mio. US-Brger drngten in die Lden, mehr als 103 Millionen kauften online.

  • medianet.at36 einkaufszentren Freitag, 4. Dezember 2015

    Dienstag, 24. Novem-ber 2015, vormit-tags: Walter Wl-fer, Head of Retail Austria & CEE von CBRE sterreich, verkndet in Wien

    vor Medien die aktuellsten Trends im Markt der europischen Einzel-handelsimmobilien; seine Kernbot-schaft: Generell bieten die CEE-Mrkte strkeres Wachstum und bessere Renditen als die westeuro-pischen Retail-Investmentmrk-te. Wlfer gewann diese Insights auf der MAPIC Retailimmobilien-messe, die von 16. bis 18. Novem-ber in Cannes ber die Bhne ging. Laut CBRE, dem weltweit grten Beratungs- und Maklerunterneh-men fr Gewerbeimmobilien, set-zen Investoren in Europa nach wie vor auf Einkaufszentren. Weil aber diese Mangelware seien, steige das Interesse an alternativen Re-tailobjekten wie Fachmarktzentren oder Designer Outlets. Und dieser Trend stimme das CBRE-Manage-ment auch zuversichtlich, dass die Preise bei Investitionen in Re-tailobjekte in Europa hoch bleiben, beziehungsweise weiter steigen werden.

    Glckliche Handelsimmobilien?Ist somit trotz Flchtlingswelle und Wirtschaftsflaute alles paletti in der mitteleuropischen Handel-simmobilien-Branche? Zweifel an diesem Szenario drften bei jener Gruppe von Real EstateManagern aus dem heimischen Banken- und Einzelhandelssektor aufgekommen sein, die am selben Tag an der Stu-dienreise nach Bratislava, Hain-burg und Parndorf teilnahmen, organisiert vom Beratungsinsti-tut Standort + Markt gemeinsam mit dem Austria Council of Shop-ping Centers (ACSC). Allzu deutlich mani festierte sich beim Lokalau-genschein in der slowakisch-bur-genlndischen Shoppinglandschaft der Eindruck des ungebremsten Flchenwahnsinns, ausgelst durch den lemmingartigen Zulauf von Retail-Investoren unterschied-lichsten Kalibers.

    Erste Station der Stippvisite war Borry Mall am nrdlichen Stadtrand von Bratislava. Das im heurigen Frhjahr erffnete Ein-kaufs- und Entertainment Center mit einer Verkaufsflche von fast 50.000 m2 steht auf freiem Feld, einziger Nachbar ist der neue Met-ro Markt. Die Wohnanlage mit 330 Einheiten, die eine mit Pinien be-pflanzte Gstettn in eine schmu-cke Vorstadt fr Besserverdiener verwandeln soll, wird erst ab dem kommenden Jnner gebaut; in Planung ist auch ein Busbahnhof. Besser zu frh als zu spt, mochte sich der Investor, das tschechische Private Equity Unternehmen Pen-ta, gedacht haben, der in mehre-

    ren CEE-Lndern Krankenhuser, rztezentren und Apotheken sowie zwei Banken betreibt und mit Bor-ry Mall den ersten Schritt in das SC-Business wagte. Die Mall ist das jngste von sechs groen Shop-pingcenters in der slowakischen Hauptstadt, ein siebentes soll noch folgen. Fr das elegante Design zeichnet Massimilano Fuksas ver-antwortlich, der italienische Star-architekt, der seinerzeit auch den Europark Salzburg entwarf.

    In 10 Jahren amortisiertMilan Klgr, Managing Director des Zentrums, gibt sich auskunftsfreu-dig: Befragt nach der Amortisati-onsdauer des Borry Mall-Invest-ments, nennt er einen Zeitraum von zehn Jahren. Und erntete dafr bei den Besuchern aus sterreich unglubiges Lcheln. Eine Skep-sis, der sich beim anschlieen-den Besuch der innerstdischen Shopping Malls Central (36.000 m2 Mietflche), Eurovea (60.000 m2) und Aupark (56.400 m2) noch ver-strkte. Mit dem EU-Beitritt der Slowakei im Jahr 2004 kam es zu einem regelrechten Wildwuchs in der Shoppingcenter-Landschaft der Metropole, deren Einwohnerzahl von knapp 440.000 etwa ein Viertel der Wiener Bevlkerung ausmacht mit dem Ergebnis, dass nur die drei letztgenannten City-Zentren dank einer hochmodernen Archi-tektur (am attraktivsten ist die am Donauufer gelegene Galleria Eurovia) mit einer einigermaen zufriedenstellenden Frequenz von

    tglich 25.000 bis 30.000 Kunden aufwarten knnen. Nachzgler Borry Mall muss sich aktuell noch mit durchschnittlich 16.000 Besu-chern pro Tag begngen. Luxuri-se Ausstattung und bescheidener Kundenandrang das schaut nach einer langen Durststrecke fr den Investor und nach hohen Anspr-chen an die Marketingknste der Shopbetreiber aus.

    Das gilt insbesondere fr die Shops der Mode-Branche, die, wie uns Klgr erklrt, fr slowakische Konsumenten eine besonders ho-he Bedeutung hat: Die Tschechen legen Wert auf gutes Essen, hier aber gibt man viel Geld fr inter-nationalen Modelabels aus. Der Haken daran: In jedem der vier besuchten Zentren begegneten wir denselben Verticals: von H&M, Zara und Mango ber C&A und Peek & Cloppenburg bis zu Billiganbietern wie Deichmann. Dieser Umstand

    verschrft den Standortwettbe-werb zwischen den frh erbauten Zentren wie dem Polus (ein Im-mofinanz-Projekt, bereits im Jahr 2000 erffnet) und dem von Ikea als Mixed Use-Objekt betriebenen Avi-on Shopping Park und den jnge-ren, im Design ungleich attraktiven innerstdtischen Zentren. Das Polus beherbergt einen der drei Carre-four-Hypermrkte in der Stadt, die von lokalen Franchisenehmern be-trieben, laut Expertenauskunft im-mer mehr zu kmpfen haben.

    Billa und Tesco starkIm Super- und Verbrauchermarkt-Business machen Billa und Tesco einen guten Job. Jan Borvka, Ma-nager der innerstdtischen, von ECE betriebenen Einkaufsgale-rie Central, ber die Performance des 2.000 m2 groen Billa: Dieser Markt luft auf Hochtouren. Er ist vom Umsatz her der zweitstrks-

    Von Hanspeter Madlberger

    Lokalaugenschein im wilden OstenDer ganz normale Flchenwahnsinn von Bratislava bis Parndorf. medianet stellt die Frage: Kann sich das jemals rechnen?

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    Designer Outlet CenterBaustufe 5, Erweiterung um 5.000 m2 (40 Shops) auf 36.000 m2, der Neu-bau auf den Parkpltzen zwischen bestehenden Gebuden des DOC ist bereits genehmigt.

    fashion Outlet CenterErrichtung eines Verbin-dungstrakts zwischen den beiden Bauteilen, dadurch Erweiterung der Verkaufsflche um 6.500 auf 27.500 m2, noch nicht genehmigt; geplante Inbetriebnahme 2016.

    einkauszentrum neuseeIm Gemeindegebiet Neu-siedl, schon seit Jahren geplant, genehmigt, aber bislang noch kein Baubeginn Investor: Thomas Hnigs-berger; laut Website ist ein Shoppingcenter mit 21.000 m2 Verkaufsflche und 45 Shops geplant.

    Kleine Kunde von groen Ausbauplnen Die CEE-Mrkte bieten strkeres Wachstum und Renditen als die westeuropi-schen Retail-In-vestmentmrkte.

    euroveaErrichtet 2010, moderner Gebu-dekomplex an der Donau mit SC, Sheraton Hotel, Neue Oper.Wurde laut CBRE von der irischen Investorengruppe Ballymore an den slowakischen Investor J&T Real Estate fr 350 Mio. verkauft; 60.000 m2 Miet-flche, 3 Etagen, berwiegend Shops mit Premi-umsortimenten.

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 einkaufszentren 37

    te Standort der Rewe in der CEE-Region. Der jhrliche Umsatz pro Quadratmeter berschreite die 6.000 -Marke und sei damit mehr als doppelt so hoch wie die Flchenproduktivitt des gesam-ten Zentrums, die bei 3.000 /m2

    liegt. Zum Vergleich: In sterreich kommt das Billa-Format auf eine Quadratmeterleistung von knapp unter 6.000 .

    Mietkosten: 1% vom UmsatzAls Kundenmagnet hat ein Markt wie Billa gegenber dem Zentren-betreiber besonders gute Karten beim Ausverhandeln der Miete. Im Central liegt die durchschnittliche

    Jahresmiete bei 27 /m2, kleinere Flchen zahlen bis zu 75 . Somit betragen in diesem stark frequen-tierten Zentrum die fixen Miet-kosten im Durchschnitt 1% vom Umsatz, bei einem hochprodukti-ven Format wie Billa ist die Miet-kostenbelastung vermutlich noch niedriger. Bei dieser gnstigen Konstellation kommen Hndler, Zentrenbetreiber und Immobili-eninvestor gleichermaen auf ihre Rechnung. Aber angesichts der sich aufstauenden berkapazitten im ehemaligen Pressburg (einst mit Wien durch eine Straenbahn ver-bunden) drfte das eher die Aus-nahme sein. In der Regel luft beim

    stlichen Nachbarn vieles nicht so rund, was die Rentabilitt der Retail-Immobilien betrifft. Abzu-lesen ist dieser Trend am hufigen Wechsel beim Immobilieneigen-tum und beim SC-Management. So stieg Unibail Rodamco 2008 mit 50% beim Aupark als Investor ein und erwarb 2011 die zweite Hlf-te. Als neuer Eigentmer unterzog der franzsische Immobilien- und Investmentkonzern das Zentrum einem umfangreichen Refurbish-ment; nach Einschtzung von S+M gilt der Aupark heute als erfolg-reichste Shopping Mall der Stadt. hnlich die Entwicklung beim Central. Erst als die Otto-Tochter ECE im Jahr 2012 das Management bernahm, setzte der Aufschwung ein. Eurovea, das eleganteste Zen-trum, wurde krzlich von der iri-schen Investorengruppe Ballymore an den slowakischen Investor J&T Real Estate verkauft, CBRE bet-tigte sich als Vermittler.

    Expansionseuphorie in ParndorfWhrend sich solcherart in Bratis-lavas Shoppingcenter-Szene immer mehr die Spreu vom Weizen trennt, herrscht diesseits der Grenze im Businesspark Parndorf/Neusiedl eine wahre Aufbruchs- und Ex-pansions-Euphorie, die neutrale

    Beobachter in unglubiges Stau-nen versetzt. Der Langzeiterfolg des FOC-Branchenprimus McAr-thurGlen weckte die Begehrlich-keit vorwiegend sterreichischer Immobilieninvestoren. Mehr als 30.000 Besucher pro Tag, das ist die Zauberformel des Designer Outlets, die jede Menge Trittbrett-fahrer anlockt. Die WiBAG-Tochter Businessparks Burgenland leistete diesem Hype krftigen Vorschub, indem sie fr das riesige Gelnde im Gemeindegebiet von Parndorf und Neusiedl die notwendige Infra struktur schafft, zum Abbau brokratische Hrden beitrgt und auf sehr professionelle Weise Investoren akquiriert.

    So jagen einander Flchener-weiterungen bei Factory Outlet

    Centers und Neustarts von tradi-tionellen Einkaufszentren. Bru-no Kracher, Geschftsfhrer der WiBAG und der Businessparks Burgenland, erlutert bei der Bus-rundfahrt durch das Gelnde den Masterplan dieser pannonischen Retail-Landschaftspflege: Die Ge-samtflche des Businessparks Parndorf umfasst 740.000 m2, da-von sind bereits 560.000 m2 ver-kauft. Viel freien Platz gibt es noch im angrenzenden Gewerbegebiet Neusiedl: Dieses umfasst 330.000 m2, davon sind erst 110.000 m2 im Eigentum von Immobilienentwick-lern ...

    Renditen-Fantasie?Wie gelingt es, immer wieder In-vestoren anzulocken, die sich von der Einzelhandels-Agglomeration gigantischen Ausmaes im dnn besiedelten Flachland zwischen Schwechat, Neusiedl und Kittsee, eine ordentliche Rendite erwarten? Ganz einfach, indem man das Kun-den-Einzugsgebiet uerst groz-gig bemisst. ber fnf Mio. Men-schen erreichen Parndorf aus den Hauptstdten Wien, Bratislava und Budapest innerhalb einer Stunde Autobahnfahrt. Das ergibt fr das Designer Outlet Center 4,7 Mio. Besucher im Jahr. Aber wie schaut es mit der Umsatzentwicklung bei rasant steigender Einzelhandels-flche aus? Darber halten sich die Investoren bedeckt, denn sie sind ja nur Vermieter und nicht Shopbe-treiber. CBRE stellt die Hypothese auf, dass neue Betriebstypen des Einzelhandels wie Factory Outlet Centers, Fachmarktzentren und Luxus-Shoppingcenters, angerei-chert mit Gastronomie und Enter-tainment, der Immobilienbranche neues Wachstum erschlieen. Aber auch der einkaufserlebnishungri-ge Konsument, selbst wenn er als schwerreicher Chinese von Wien nach Parndorf anreist, kann sein Geld fr Louis Vuitton-Accessoires und Hugo Boss-Klamotten nur ein-mal ausgeben ob in Paris, Dubai oder Parndorf, das ist die Frage.

    Dazu kommt die Konkurrenz des weltweiten Online-Handels, der speziell den Modebereich, das mit Abstand umsatzstrkste Sortiment in Parndorf, ordentlich aufmischt. Die Kunden kaufen Modelabels, egal ob online oder offline, egal, ob es sich um Handels- und Her-stellermarken handelt, und daher ist die Marktabgrenzung zwischen den Shops der Hersteller im Factory Outlet und den Shops der vertika-len Hndler in den Shoppingcenters lngst obsolet totaler Wettbewerb im globalisierten Gebrauchsgter-Einzelhandel. Welches Stck von diesem Umsatzkuchen sich die hy-bride Puszta-Idylle Parndorf/Neu-siedl knftig davon abschneiden kann, bleibt mehr als ungewiss.

    Galleria Danubia(Bild oben) erffnete am 18.3.2015, in der historischen Stadtmitte (Areal der ehemaligen Austria Tabakfab-rik), 25 Shops inkl. Lidl und Merkur.

    shopping Center ParndorfEKZ-Widmung liegt vor, aber noch kein Baube-ginn. Investor: Prdium Grundverwaltung GmbH des Dr. Walter Steindl.Geplant ist ein zweige-schossiger Hybrid (EKZ plus Fachmarktzeile); 27.000 m2 Mietflche fr rd. 50 Shops, 60 bis 65 Mio. wurden investiert.

    Mbelmrkte der Lutz-GruppeLutz hat auf dem Gelnde des Gewerbeparks Neu-siedl (sdliche Schleife der Autobahnabfahrt) ein Grundstck mit 110.0000 m2 erworben. Geplant und genehmigt sind ein XXX Lutz mit 12.000 m2 Verkaufsflche und ein mmax mit 8.000 m2.

    Weitere ProjekteWeiters stehen die Businessparks Burgen-land, Tochter der WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) in Ver-handlungen mit Hornbach ber die Errichtung eines Baumarkts mit Garten-center. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollstndigkeit.

    Gewerbepark Parndorf-Neusiedl

    Die Tschechen legen Wert auf gutes Essen, die Slowaken geben mehr Geld fr internationale Modelabels aus.

  • medianet.at

    LEGO

    Schmuggel von Lego-FlschungenHAMBRUG. Zllner haben im Hamburger Hafen einen Gro-schmuggel von Lego-Plagiaten verhindert. Es handle sich um rund 22.200 illegal nachgeahmte Lego-Artikel in 89 Kartons, teilte der Zoll am Montag in der Han-sestadt mit. Sie seien im Oktober und November in insgesamt drei Schiffscontainern aus China ent-deckt worden, die weiter nach Polen gehen sollten. Die entspre-chenden Originalartikel htten dem Zoll zufolge einen Verkaufs-wert von knapp 334.000 . Den von den Ermittlern verffentlichten Fotos zufolge handelte es sich bei den sichergestellten Spielsachen um Kopien von Lego-Originalen, etwa Figuren von Comic- oder Superhelden. Die Kartons hatten keine Legoschriftzge, sondern trugen Aufschriften wie Lele oder hnliches. (APA)

    38 SchrEibwarEn & cO. Freitag, 4. Dezember 2015

    GUNTRAMSDORF. Basteln macht nicht nur Spa, sondern liegt so kurz vor Weihnachten wieder be-sonders im Trend. Von ihrer kreati-ven Seite zeigen sich deshalb auch die Papier- und Broexperten unter den sterreichischen Unternehmen. Pagro Diskont etwa bemht sich

    um ein hochwertiges Angebot zum kleinen Preis: Das Pagro Diskont- Sortiment erfllt die Anforderun-gen des momentanen DIY-Trends in den Bereich Basteln, Geschenke verpacken, Backen, etc. perfekt. Es freut uns, dass wir heuer auch die-ses Angebot ber unseren Online-

    Shop, ber Facebook und Pinterest anbieten knnen, erklrt Petra Jobstmann, die Marketingleiterin von Pagro.

    Das Unternehmen fhrt ein rund 10.000 Artikel umfassendes Sorti-ment an Bromaterial, Papier und Haushaltsartikeln zum gnstigen Preis. Weitere Schwerpunkte liegen bei Schule, Basteln und Technikar-tikeln fr den Office-Bereich. Saiso-nale Aktionsartikel runden das Sor-timent ab. Wir fhren bereits ber 400 Produkte fr Schule und Bro, die nach strengsten Kriterien vom Ministerium fr ein lebenswertes sterreich geprft wurden, sagt Geschftsfhrer Michael Krem-ser. Im Sortiment befinden sich auch Markenprodukte wie Stabilo, Scotch, Lamy, Pelikan, Jolly, Uhu und auch die Eigenmarke Pagro, welche derzeit ca. 310 Produkte umfasst. Wir setzten den Wachs-tumspfad fort, 5 bis 6 Prozent zum Vorjahr, wei Jobstmann.

    Stricken und BackenIm Moment legt Pagro online wie auch in den ber 140 sterreichi-schen Standorten einen Schwer-punkt auf das Thema Stricken; im-mer mehr junge Menschen wrden dieses Hobby fr sich entdecken, so das Unternehmen.

    Daneben spielt auch Backen eine groe Rolle, egal ob Backrezepte oder Ideen fr Dekoration und Ver-packung. Auch den Start ins neue Jahr will Pagro fr seine Kunden so einfach und organisiert wie mg-lich gestalten und lockt vor Jahres-schluss mit Nimm 3 Zahl 2, stark preisreduzierten Top-Produkten und Mega Pack- Produktvortei-len. Fr Firmen bietet Pagro ber die Bonuskarte zahlreiche Vorteile an. (red)

    Schreiben, basteln und dabei sparenPagro Diskont ist Experte fr Papier- und Browaren. Kurz vor Weihnachten lockt das Unternehmen seine Kunden mit Aktionen und Tiefpreisen.

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    Sowohl online als auch im stationren Handel spielt Stricken bei Pagro eine groe Rolle.

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  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 Klima-SupermrKte 39

    WIEN. Whrend in Paris die Welt-Klimakonferenz luft (bis 11. Dez.), hat Greenpeace das Thema Klima-schutz im sterreichischen Handel untersucht: Testsieger im soge-nannten Greenpeace-Marktcheck sind die Diskonter: Penny Markt schneidet knapp besser ab als der direkte Konkurrent Hofer.

    Bewertungskriterien waren: Khlmittel, Einsatz erneuerbarer Energien, Energiesparen, erreichte und zuknftige Unternehmensziele zur CO

    2-Reduktion sowie der poli-

    tische Einsatz fr 100% erneuerba-re Energie bis 2050. Beim letzten Punkt haben die klassischen Su-permarktformate von Rewe und Spar die Nase vorn. Als wesentli-ches Klimaschutz-Manko bei den Supermrkten sieht Greenpeace die Verwendung von klimaschdi-genden Khlmitteln.

    Wichtigster Faktor in Sachen Klimabilanz der Supermrkte ist der richtige Strom-Mix: Mehr als die Hlfte des gesamten Energie-bedarfs wird nmlich ber Strom gedeckt. Hofer bezieht kostrom (versehen mit dem sterreichischen Umweltzeichen), Rewe (mit Pen-ny, Billa und Merkur), MPreis und Lidl setzen auf 100% erneuerba-ren Strom ohne Kohle, Gas, l und Atom. Der Tiroler Filialist MPreis sammelt dann noch einige Extra-punkte mit einem ambitionierten Programm zur Errichtung von Photo voltaikanlagen. Erfreulich sind auch die umgesetzten Ener-giesparmanahmen, kommen-tiert Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. Beispielsweise setzen fast alle Supermrkte auf LED-Lampen, Wrmerckgewinnungsanlagen und kologische Gebudestan-dards. Dringenden Verbesserungs-bedarf in Sachen Klimaschutz se-

    hen wir im Bereich der Khl- und Kltemittel, hlt Schuster fest.

    Schlimmer als CO2

    Die hufigsten Kltemittel seien die Klimakiller genannten, teilha-logenierten Fluorkohlenwasser-stoffe (H-FKW). Die in Supermrk-

    ten eingesetzten Kltemittel tragen pro Tonne 3.000-mal so stark zum Klimawandel bei wie Kohlendioxid (CO

    2). Aufgrund von Leckagen im

    Khlsystem entweichen im Schnitt 3 bis 10% jhrlich in die Atmosph-re das entspricht dem jhrlichen Aussto von rd. 50.000 Pkw. (nov)

    Handel punktet mit kostromBeim Klimaschutz sind laut Greenpeace Marktcheck Lidl und Hofer die Besten im LEH. In Sachen erneuerbarer Energie haben Rewe und Spar die Nase vorn.

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    Die besten Klimaschtzer im LEH sind die Harddiskonter Hofer und Penny.

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    z.B. NORDITALIEN

    Medianet JP 04.12.2015.pdf 1 30.11.15 14:33

    Klimagipfel

    WKO verlangt weltweite EinigkeitWIEN. Wirtschaftskammer-Prsi-dent Christoph Leitl beharrt fr die Pariser Klimakonferenz auf einer weltweit verbindlichen Ver-einbarung als Ergebnis. Ein allei-niges Vorpreschen der EU sollte es nicht geben, sonst drohe eine wei-tere Abwanderung der Industrie aus Europa samt Arbeitspltzen. Die Wirtschaftskammer sterreich (WKO) fhle sich dem 2-Grad-Senkungsziel verpflichtet, aber im internationalen Gleichklang. Dazu sollte in Paris ein rechtlich verbindlicher Klimavertrag her-auskommen mit einer Evaluierung alle fnf Jahre. Bei einem eigenen Weltklimagerichtshof sollten Verste dann eingeklagt und mit Urteilen und Sanktionierungen versehen werden knnen, sonst bleibt es unverbindlich. (APA)

  • medianet.at40 Geschenkideen Freitag, 4. Dezember 2015

    Will habenDas perfekte Geschenk

    fr sie und ihn.

    Mit diesen Geschenken kann das christkind nichts falsch machen.

    Von Nataa Nikolic

    intergalaktisch

    Kochaffine Star Wars-Fans beschenkt man dieses Jahr u.a. mit einem edlen Messerset. Der Star Wars Messerblock X-Wing besteht aus fnf hochwertigen Messern und wird

    der ganze Stolz jedes Jedis-im-Herzen sein. Online erhltlich.

    www.kotte-zeller.de

    nachhaltiger Genuss

    Um am ersten Weihnachtstag ganz schnell munter zu werden, empfielt sich eine or-

    dentliche Tasse Kaffee. caf + co ist auf die-sem Gebiet ein Spezialst und stellt kurz vor Weihnachten sein neues Kapsel system mit Kaffee aus Nachhaltigkeits zertifikaten vor.

    www.cafeplusco.at

    delikate Weihnachten

    Wer den Gaumen eines wahren Feinschme-ckers verwhnen mchte, ist mit einer

    Portion exquisitem Kaviar gut beraten. Der en-k de caviar aus Frankreich ist beim

    Premium-Fischhndler Eishken Estate ab 21,10 pro 15 Gramm in einem chicen Etui erhltlich. Da Kaviar am besten mit Cham-

    pagner schmeckt, legen Sie einfach eine Fla-sche zum Geschenk dazu.

    www.enkdecaviar.eu

    Vertrumt

    Mit Schmuck kann man viel falsch machen, sofern Mann den Geschmack einer Frau

    nicht kennt. Mit schlichten Stcken ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite. Cajoys

    Kette mit rosvergoldetem Ornamentanhn-ger passt zum Cocktailkleid sowie zu einer lssigen Bluse. Fr all jene, die Silber prfe-rieren, gibt es eine Variante mit rhodinier-

    tem Ornamentanhnger.

    www.cajoy.com

    im Bierhimmel

    Kaum ein Produkt lsst Mnnerherzen hher schlagen wie Bier. Einen Bierfan zu beschenken, ist daher eigentlich ziemlich

    einfach. Speziell zu Weihnachten gibt es bei Bier Deluxe eine Weihnachts-Craft-Beer-Box

    aus edlem Holz mit 12 Craft-Bieren zum AusproBieren.

    www.bier-deluxe.de

    XMas ist Fitness

    Weihnachten ist leider auch ein bisschen das Fest der Vllerei um den damit einhergehenden, schnell aufge-speckten Kilos gleich zum Festtag den Kampf anzusagen, dafr empfehlen sich als genial moralisches Weih-nachtsprsent John Harris-Gutscheine: Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden im eigenen Krper ist ja wohl das beste aller Gschenke! Erhltlich sind sie in allen Clubs oder per E-Mail. John Harris Fitness ist ein Pre-miumanbieter in Sachen Fitness- und Wellness in ster-reich mit Standorten in Wien, Linz, Steyr und Graz.

    [email protected]

    Chlo Love ist einer der Klassiker unter den Chlo-Dften und damit ein Must-have diesen Winter.

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    Paradiesisch

    Roberto Cavallis Paradiso ist eine kleine Hommage an die Lebenslust. Der blumig-holzige Duft mit Bergamotte, Mandarine

    und Orange in der Kopfnote erinnert an ein weit entferntes Paradies und sorgt im kal-ten, tristen Winter fr gute Stimmung. Aber

    Achtung: Fernweh-Gefahr!

    www.robertocavalli.com

  • medianet.at

    retail

    Weihnachtlich Watson von IBM kennt die Trends zum heurigen Fest 42

    Zeitfenster Exakte Liefertermine sorgen fr Kundenzufriedenheit 43

    Roaming Zahlung von Produkten ber ausln-dische Netzprovider 43

    Mitternacht Online-Shop-per geben Nachts mehr Geld aus als am Tag 46

    Preistrger Die Preis-trger des Anton Award stehen fest 47

    Freitag, 4. Dezember 2015 coveR 41

    Ben Rodrian

    ceo Yatego Local Viele Einzelhndler schpfen

    noch lange nicht alle Mg-lichkeiten der zunehmenden

    Digitalisierung aus. Ein lokaler Online-Marktplatz knnte die

    digitale Erlebbarkeit einer gesamten Einkaufsregion viel

    besser abbilden als viele, kleine Insellsungen.

    Gnter Birnstingl

    ceo DHL Paket Austria Wir wollen 25 Paketabholsta-tionen in Wien installieren. Ver-

    brauchermrkte wie Merkur sind dafr hervorragend geeignet,

    weil die Menschen hier ohnehin ihre Besorgungen erledigen

    und zur Abholung oder Versand eines Pakets keine zustzlichen

    Wege mehr notwendig sind.

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    aCommerce

    e-commerce

    Terry von BibraAlibaba Germany

    Der chinesische Online-Riese Alibaba hat jetzt einen

    Deutschland-Chef: Der bisheri-ge Karstadt-Manager Terry von

    Bibra bernimmt. Weiters wurde Sebastien Badault zum GF der Alibaba-Gruppe in Frankreich.

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    Gutes Zeugnis fr WebshopsEine Studie des IFH Kln bescheinigt heimischen Webshops ein hohes Qualittslevel, das fr Kundenbindung sorgt.

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    Harald Gutschi, Unito-Chef: Umstieg vom reinen Kataloggeschft zum Onlineshop formidabel gemeistert.

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  • medianet.at42 e-commerce Freitag, 4. Dezember 2015

    Index-Wert von 83,6 Punkten je-doch nun an die Spitze setzen.

    Der geringe Abstand zum Zweit-platzierten Tchibo/Eduscho (83,0 Punkte) ist nicht zuletzt auf die h-here Kundenzufriedenheit in punc-to Websitedesign, Usability und Bezahlung zurckzufhren. Insge-samt haben es drei Drogerie- und Kosmetikanbieter in die Top 10 der besten Online-Shops aus Kunden-sicht geschafft: Bipa, dm und Ma-rionnaud. Das gute Abschneiden der Drogerie- und Kosmetik-Shops zeigt, dass die Branche fr den s-terreichischen Online-Markt gut gerstet ist, sagt Kai Hudetz, Ge-schftsfhrer des IFH Kln.

    Von Chris Haderer

    WIEN. Der Handel braucht Multi-channel-Strategien, um auch in Zu-kunft die Wnsche der Konsumen-ten bedienen zu knnen. Wie die Studie Erfolgsfaktoren im eCom-merce Top-Online-Shops in ster-reich 2015 zeigt, fr die das ECC Kln in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband sterreich, der sterreichischen Post und Google Austria rund 2.300 sterreichische Online-Shopper befragt hat, kn-nen Hndler, die bereits stationr ein gutes Image genieen, von ihrer Markenbekanntheit auch im Inter-net profitieren.

    Kundenzufriedenheit zhltFr die Studie wurden sieben Er-folgsfaktoren aus Konsumenten-sicht hinsichtlich Bedeutung und Zufriedenheit bewertet: Website-design, Usability, Preis-Leistung, Sortiment, Service, Bezahlung & Check-out sowie Versand & Liefe-rung (siehe Tabelle unten).

    Das Ergebnis: Der beste Online-Shop der Alpenrepublik aus der Sicht des Kunden ist heuer Esprit: Der Fashion-Anbieter lag 2014 be-reits auf Platz zwei, konnte sich im Jahr 2015 mit einem Online-Shop-

    Soll das duale Prinzip aus stati-onrem Geschft und Online-Shop auf breiter Basis greifen, dann muss der Einzelhandel allerdings noch deutlicher fr die Kunden im Internet sichtbar werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag von Yatego Local vom Online Marktforschungsinstitut Fittkau & Maa Consulting durch-gefhrt wurde. Demnach sagt fast ein Drittel der deutschen Konsu-menten, dass sie mehr in regiona-len Geschften einkaufen wrden, wenn deren Angebote auch im Netz sichtbar wren eine weitere He-rausforderung fr Multichannel-Kampagnen der Unternehmen.

    Oft sind lokale Geschfte ber-haupt nicht im Internet vertreten und immerhin sind 72% der Nut-zer sind mit ihren Suchergebnis-sen unzufrieden. Je kleiner der Ort, desto schwerer sind Geschfte im Internet auffindbar.

    Was fr Deutschland gilt, hat sinngem auch fr sterreich Ge-wicht: Viele Einzelhndler schp-fen noch lange nicht alle Mglich-keiten der zunehmenden Digita-lisierung aus, sagt Ben Rodrian, CEO von Yatego Local, und emp-fiehlt die Errichtung von lokalen Online-Marktpltzen im Netz.

    Gut gerstet Der sterreichische eCommerce ist auf einem guten Kurs. Die Top-Shops bieten ein gutes und ausgereiftes Nutzererlebnis.

    Kai Hudetz Der Geschftsfh-rer des IFH Kln stellt sterreichi-schen Online-Shops ein gutes Zeugnis aus; vor allem die Droge-rie- und Kosmetik-branche schneidet im Ranking sehr gut ab.

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    SucHmaScHinenoptimierunG

    Gesucht und gefunden

    WIEN. Der beste Webshop ist sinnlos, wenn nie-mand von ihm wei oder ihn im Web findet. Das Angebot im Internet ist dermaen gro und un-berschaubar, dass ohne Suchmaschinen nichts mehr geht. Systeme wie Google oder Bing lassen Suchroboter zwar stndig im Web rotieren und neue Seiten indizieren der Eintrag in einer Such-maschine ist aber nur so gut wie die Daten, die von der Website zur Verfgung gestellt werden.

    Im Suchmaschinenmarketing bieten sich grund-stzlich zwei unterschiedliche Anstze die Such-maschinenwerbung und die Suchmaschinenop-timierung. Whrend die Suchmaschinenwerbung (SEA) eine Form von bezahlter Werbung darstellt, geht es bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) darum, die Inhalte und Struktur einer Webseite zu optimieren. Ziel ist es, den eigenen Shop in den natrlichen Suchergebnissen mglichst weit oben zu positionieren sowie die Sichtbarkeit fr den Kunden zu erhhen und die Bekanntheit des Online-Shops bzw. der Marke zu steigern. Nicht nur das Auffinden der Webseite selbst steht bei der Suchmaschinenoptimierung im Fokus.

    Der eCommerce Software-Dienstleister Speed4Trade bietet mit seiner Middleware em-Mida eine zentrale eCommerce-Software fr die Steuerung von Marktpltzen und Online-Shops; zudem ermglicht emMida die direkte Eingabe von SEO-Texten in komfortable Artikelmasken.

    trendanalySe

    Watson kennt Weihnachten

    WIEN. Weihnachten naht mit Riesenschritten und wie jedes Jahr sind Tausende Menschen bis kurz vor dem Fest mehr oder weniger ratlos, was sie schenken sollen. Hier wrde eine Trendanalyse gute Dinge leisten und IBM hat eine App vor-gestellt, die auf dem kognitiven System Watson basiert (eine IBM-Entwicklung in Richtung knst-licher Intelligenz) und genau diese Informationen liefert. Die IBM Watson Trend App zeigt Kunden, welche Produkte momentan angesagt sind und welche bald ausverkauft sein knnten.

    Dies geschieht nicht, wie sonst blich, durch ein statisches Ranking. Vielmehr analysiert die IBM Watson Trend App, was ber Produkte gesagt wird. Dazu filtert sie aus Millionen von Online-Konversationen im Internet sowie in Social Media, Blogs und Foren die entscheidenden Informatio-nen heraus: die Meinung anderer Konsumenten zu Produkten. Watson kann menschliche Sprache verstehen und dazulernen.

    Die heurigen Trends: Laut Watson wird Lego sehr begehrt sein, vor allem das Star Wars Set-Fotoliebhaber wenden sich laut Watson wieder Kameras mit vielen Funktionen zu. Watson hat das Modell Nikon D-SLR als Favorit erkannt. Laut Watson heuer ebenfalls im Trend: Laufschuhe des Anbieters Nike.

    Eine Studie des IFH Kln bescheinigt den Online-Shops der Alpenrepublik ein hohes Qualittsniveau; ausbaufhig ist die Webprsenz im Einzelhandel.

    sterreichische Shops

    Shop Kundenzufriedenheit

    Esprit 83,6%

    Tchibo/Eduscho 83,0%

    Bipa 82,4%

    Thalia 82,3%

    dm 82,2%

    Marionnaud 82,1%

    Spar Weinwelt 82,0%

    Deichmann 81,8%

    Amazon 81,2%

    Happy Foto 81,1%Quelle: ECC Kln

    deutsche online-Shops

    Shop umsatz 2014

    Amazon.de 6,57 Mrd.

    Otto.de 1,99 Mrd.

    Zalando.de 872,4 Mio.

    Notebooksbilliger.de 563,0 Mio.

    Cyberport.de 469,1 Mio.

    Tchibo.de 420,0 Mio.

    Bonprix.de 419,5 Mio.

    Conrad.de 412,7 Mio.

    Alternate 367,6 Mio.

    Apple 358,3 Mio. Quelle: Statista

    Die sterreichische Droge-rie- und Kosmetikbranche ist online gut gerstet.

  • medianet.at

    Von Chris Haderer

    KLN/WIEN. Der stationre Han-del steht unter Druck. Online-Shops haben sich als eine zunehmende Konkurrenz fr das klassische La-dengeschft herausgestellt. Wer am Markt erfolgreich sein will, muss also in mehreren Vertriebskan-len aktiv sein. Als beim Online-Ge-schft wesentliche Komponente hat sich der Versand enttarnt: Die Zu-stellung ist das bislang schwchste Glied im Omnichannel-Bereich, da hier einerseits zustzliche Kosten anfallen, andererseites auch die In-teraktion mit den Konsumenten ge-fragt ist, da diese eine reibungslose bergabe der gekauften Waren zu einem von ihnen bestimmten Zeit-punkt wnschen.

    Teure RetourenSo geben 29% der fr die EHI-Stu-die Versand- und Retourenma-nagement im eCommerce 2015 befragten Onlinehndler an, alter-native Zustellmglichkeiten anzu-streben. Auch konkrete Lieferfens-ter wollen die Hndler anbieten. Die Vermeidung von kostspieligen Retouren steht fr viele Hndler weit oben auf der Agenda immer-hin 10 kostet eine Retoure die Hndler im Durchschnitt.

    Fr die Studie wurden 134 On-linehndler aus Deutschland, s-terreich und der Schweiz sowie sieben Versanddienstleister be-fragt. Sie erwirtschafteten zusam-men einen Gesamtumsatz in Hhe von etwa 12 Mrd. . Eine Betrach-

    tung der Vertriebskanle zeigt, dass 99% der befragten Hndler einen eigenen Online-Shop betrei-ben. Die Hlfte vertreibt Produkte ber einen Online-Marktplatz, wie Amazon oder eBay, und 23% ber den klassischen Versandhandel.

    72% sind als klassische Multi- bzw. Omnichannel-Hndler sowohl on-line als auch stationr aktiv.

    Problemfall ZeitfensterLaut der EHI-Studie haben Kunden derzeit nur bei 19% der Hndler die Mglichkeit, zwischen verschie-denen Logistikdienstleistern oder verschiedenen Zustellvarianten zu whlen; 22% planen aber, ihren Kunden die Auswahloptionen zu-knftig anbieten zu knnen.

    Die Lieferung an eine Pick-up-Station, zum Beispiel an eine DHL- Packstation oder einen Hermes Paketshop, ist bei 57% der Online-hndler mglich. Rund 40% gaben an, ihren Kunden die Lieferung an ein stationres Ladengeschft an-bieten zu knnen. Damit haben die Cross-Channel-Aktivitten im Ver-gleich zum Vorjahr um 6% deutlich zugenommen. Die Lieferung an Pa-ketksten oder Paketbutler ist eine auf dem Markt noch relativ neue Lsung, dennoch wird diese Option bereits von mehr als einem Drittel (39%) der Befragten angeboten.

    Etwas dster sieht es derzeit mit Wunschterminen fr die Lieferung aus: Der Anteil der Omnichannel-Hndler, der bereits ein konkretes Zeitfenster zur Auswahl anbieten kann, ist mit 10% noch sehr gering.

    Freitag, 4. Dezember 2015 e-commerce 43

    Zeitfenster im FokusIm Omnichannel-Segment gewinnen vor allem alternative Liefermglichkeiten sowie vom Kunden definierte Zustellzeiten verstrkt an Bedeutung.

    Tee-Sign von Mark & Mark

    Das Packungs-Design fr Teekanne by Mark & Mark. mark-mark.at THE POWER OF DESIGN

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    Mobile Finanz-AngeboteWIEN. Laut einer Studie des IT-Dienstleisters Consol werden im Jahr 2016 Finanz-dienstleister und Versicherun-gen von der mobilen Revoluti-on erfasst werden. Unter dem Schlagwort FinTech (Financial Services Technology) wird an elektronisch abgewickelten Ge-schftsmodellen gearbeitet, um Angebote auf mobilen Gerten verfgbar zu machen.

    Denkbar sind zum Beispiel auch mobil buchbare Aus-landskrankenversicherungen, die bei Eintritt in eine Roa-ming-Zone angeboten und ber den Netzprovider abgerechnet werden.

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    berprfung der KaufberechtigungKARLSRUHE/WIEN. Kas-persky Lab ermglicht mit der Integration von asknet Verify die zuverlssige und schnelle Online-berprfung von Kauf-berechtigungen von mehr als drei Mio. Studenten an Hoch-schulen in Deutschland, s-terreich und der Schweiz. Die Integration der Lsung ist laut Kaspersky mit wenig Aufwand in alle gngigen Shop-Plattfor-men und Individual-Lsungen mglich.

    Viele Online-Hndler bieten die Option, die Bestellung an ein Ladengeschft zu liefern.

  • medianet.at44 e-commerce Freitag, 4. Dezember 2015

    Der Weg, den das s-terreichische Start-up-Unternehmen Zuper geht, ist ein etwas anderer, als der von klassischen Handelsketten be-

    gangene. Whrend Lebensmittel-hndler wie Billa oder Merkur ihre Onlineshops dramatisch ausbauen und ihre Plattformen mit zustzli-chen Digital-Features ausstatten, schickt Zuper seine Mitarbeiter zum Einkaufen in klassische La-dengeschfte frei nach dem Mot-to: Dein Lieblings-Supermarkt kommt zu Dir nach Hause, wie es Zuper-Grnder David Savasci aus-drckt.

    Im Prinzip ist Zuper eine Platt-form, die den Lebensmitteleinkauf an Studenten delegiert: Der Kon-sument whlt via Internet aus den Produkten verschiedener Handels-ketten und kleinen Biolden aus der tatschliche Einkauf wird von Studenten im jeweiligen Geschft erledigt und dann zum Besteller an einem bestimmten Liefertermin nach Hause gebracht.

    Same Day Delivery heit das Zauberwort, das in der Branche eine immer grere Rolle spielt entweder durch Botendienste (wie etwa Veloce, der fr Bipa auslie-fert) oder auch ber die Abholung der Ware von Paketstationen. Es ist ein Paradigmenwechsel, der den Onlinehandel derzeit durchzieht und der auch den Lebensmittelsek-tor durchdringt.

    Umfassende TransformationenDen modernsten Onlineshop des Landes will Billa betreiben. Das Unternehmen war bereits in den 1990er-Jahren im Bereich von Internet-Hauszustellungen aktiv, das Projekt ist ber die Jahre aller-

    dings versandet. Seit heuer betreibt Billa einen komplett runderneuer-ten Onlineshop, in dem neben dem Einkauf von Lebensmitteln auch Vorteils-Club-Angebote online ein-gelst und regionale Produkte be-zogen werden knnen.

    Wir haben in unserem Un-ternehmen einige weitreichende Transformationen vorgenommen, die es uns ermglichen, unseren Kunden sterreichs modernsten Lebensmittel-Onlineshop zu bie-ten, sagt Billa-Vorstandssprecher Volker Hornsteiner. Deshalb hat Billa bereits 2012 eine eigene eCommerce-Abteilung eingerichtet, die den Onlinehandel mit Lebens-mittel als ganzheitliche Strategie umsetzt. Mit Julia Stone, Head of eCommerce, wurde auerdem eine erfahrene und international ttige Expertin ins Unternehmen geholt.

    Mittlerweile zhlt die Abteilung beinahe zehn Mitarbeiter, die an der Umgestaltung, der laufenden Optimierung und Programmie-rung des Onlineshops arbeiten. Darber hinaus kann Billa auf das Know-How der Rewe Group in Deutschland mit dem Geschfts-bereich Rewe Digital zurckgrei-fen. Fr Creation und Program-mierung zeichnet sich die Agentur diamond:dogs verantwortlich, die Kampagne wurde von DDFG umge-setzt. Mit dem neuen Onlineshop gelingt es Billa weiterhin, Stan-dards im heimischen Onlinehandel mit Lebensmitteln zu setzen, sagt Hornsteiner.

    Komplette RunderneuerungDerzeit sind im Billa Onlineshop etwa 8.000 Produkte verfgbar so-wie beispielsweise Brot und Milch

    aus der jeweiligen Region. Anhand Postleitzahl des Lieferorts wird das Sortiment je nach Standort angepasst und bietet den Kunden relevante und regional-spezifische Artikel zur Auswahl an. Wer bis 10:00 Uhr bestellt, kann durch den Same Day Delivery-Service noch am selben Tag seine Bestellung in Empfang nehmen. Neben dem Lieferservice knnen Kunden ihre Online-Bestellung auch direkt in einer der Click & Collect-Filialen abholen. Wird bis 12:00 Uhr mit-tags bestellt, steht die kompakte Abholkiste zwischen 17:00 und 19:30 Uhr in ausgewhlten Filialen zur Abholung bereit.

    Der Billa Onlineshop soll als Komplementrkanal verstanden werden und bietet den Kunden ei-ne bequeme Ergnzung zum Ein-kauf in der Filiale ohne den sta-tionren Lebensmittelhandel dabei ersetzen zu knnen, sagt Billa-

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    Von Chris Haderer

    Wenn der Greiler zweimal klingeltDer Lebensmittelhandel hat den Online-Bereich entdeckt; das Problemkind ist allerdings noch die Zustellung.

    Kerstin Neumayer Die Merkur-Vorstndin forciert digitale Kommu-nikationskanle und setzt auch auf WhatsApp als Mittel zum Marke-tingzweck.

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 e-commerce 45

    Vorstand Josef Siess. Der Bil