«Riesiges Potenzial im Mittelland»

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    19-Jun-2015
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MySign Die junge Werbeagentur aus Olten surft mit Erfolg auf der Social-Media-Welle

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  • B C M Y Seite 2 OT

    ot I Dienstag, 4. Januar 2011Wirtschaft12

    Bestimmt haben auch Siewhrend der Festtage etwasSchmackhaftes und Bekmmli-ches gegessen. Vielleicht einFondue chinoise oder ein Roll-schinkli, wie es vielerorts Tradi-tion ist? Haben Sie sich dabeiberlegt, woher das Fleischauf Ihrem Teller stammt undunter welchen Bedingungen esproduziert worden ist?

    ber Fleischkonsum undFleischproduktion wird zurzeitviel diskutiert. Bei der Fleisch-produktion kommt dem Tier-wohl sowie der Nachhaltigkeithchste Prioritt zu. Beidessind Themen, denen wir unsbei Bell schon seit geraumerZeit widmen. In der Branchegilt Bell als Pionier auf diesemGebiet.

    Wir produzieren nachhaltigunter Einbezug von konomie,kologie und Sicherheit. Wirbekennen uns zur Produktionaus artgerechter Haltung undFtterung und stellen dielckenlose Rckverfolgbarkeitdes auf den Markt gebrachtenFleisches sicher. kologischsinnvolle Verpackungen, die

    richtige Verwertung von Rest-stoffen sowie der verantwor-tungsvolle Umgang mit Energieund Wasser bilden weiterewichtige Eckpunkte.

    Schweizer Fleisch hat zu Rechtein positives Image, das esim Hinblick auf eine mglicheffnung der Grenzen frlandwirtschaftliche Produktezu nutzen gilt. Dies ist mitein Grund, weshalb sich Bellklar zum Standort Schweiz be-kennt: Bell hat in den ver-gangenen zehn Jahren in derSchweiz 500 Millionen Frankeninvestiert, weitere Investi-tionen sind in Vorbereitung.

    In Niederbipp ist ein modernerBetrieb fr Schweinefleischver-edelung geplant. Der Standortist aufgrund der gnstigen Ver-kehrslage im Mittelland sowieder Nhe zum Frischfleischzen-trum in Oensingen ideal. Wirdder Produktionsstandort der-einst in Betrieb genommen,schafft dies neue Arbeitspltzeund somit wirtschaftliche Im-pulse fr die Region.

    In Niederbipp investieren wirin die Zukunft. In die MarkeBell, die bereits seit 140 Jahrenfr Genuss und hervorragendeQualitt steht, genauso wiein eine tiergerechte und nach-haltige Fleischproduktion.

    Ich wnsche Ihnen ein genuss-volles und erfolgreiches neuesJahr!

    Woher stammtdas Fleisch aufIhrem Teller?

    *Thorid Klantschitsch ist Leiterinvon Bell Schweiz in Basel

    [email protected]

    Hier sprichtdie ChefinThorid Klantschitsch*

    Bellhat indenletztenzehnJahreninderSchweiz500MillionenFranken investiert.

    Hundert Jahre nach Henry Ford(18631947) ist dessen These zur Na-tur der Werbung aktueller denn je:Er wisse, dass die Hlfte seiner Wer-bung verpulvertes Geld sei blosswisse er nicht, welche Hlfte das sei,hielt der clevere amerikanische Auto-pionier bereits im frhen 20. Jahr-hundert fest. Nun ist die Qual derWahl Strategie, Botschaft, Medium,Technik nicht kleiner geworden.Die jungen digitalen Kommunika-tionstechniken haben vieles vern-dert. Marken und Botschaften ms-sen heute medienbergreifend funk-tionieren. Eine Social-Web-Kultur Facebook, Twitter, Youtube, Blogs ist daran, sich zu etablieren. Die zen-trale Herausforderung besteht darin,den richtigen Mix aus klassischenund neuenWerbemitteln zu finden.

    Start mit einer Webdesign-BudeEin Kind der jngeren Generation

    der Werbeagenturen ist die MySignAG aus Olten. Den Grundstein leg-ten Mike Mller und Reto Baumgart-ner, beide 39 und ehemalige OltnerKantonsschulkollegen, vor 12 Jahren.Whrend eines Trips nach Paris be-schlossen die zwei, eine Webdesign-

    Bude zu grnden. Anfang 2006schloss sich Urs Koller (42) mit sei-nem ebenfalls noch jungen Werber-team an. Mller hat in Zrich Wirt-schaft studiert, Koller in St. GallenBetriebswirtschaft. Baumgartner istvon Hause aus Naturwissenschafter,hat danach die Unternehmerschule

    der Fachhochschule Nordwestschweizabsolviert.

    MySign zhlt heute 28 Beschftig-te, darunter zwei Lernende, dasheisst angehende Applikationsent-wickler. Die Crew ist im Schnittkaum 30-jhrig. Bei MySign werdeauf eine familire Unternehmens-kultur Wert gelegt, versichert Baum-gartner. Um als Team Erfolg zu ha-ben, msse es auch im Bauch stim-men. Domiziliert ist die Agentur ineiner ehemaligen Armaturenfabrik,die in grosszgig dimensionierteBrolofts umgebaut wurde. Es gibtauch ein Agenturleben ausserhalbvon Zrich, Bern und Basel, meintReto Baumgartner mit Schalk in denAugen. Dahinter steckt mehr alsbloss gesundes Selbstbewusstsein.Baumgartner ergnzt: Hier im Mit-

    telland gibt es viele spannende Fir-men und das Potenzial ist riesig.

    Sieg auf nationaler BhneMySign kann auf namhafte Refe-

    renzkunden aus diversen Branchenverweisen, darunter Unternehmenwie Allianz, Alpiq, Baur au Lac, Kern-kraftwerk Leibstadt, Die Post oderPostauto. Im Herbst 2010 holte sichMySign wie schon 2007 den natio-nalen Corporate CommunicationsAward, diesmal in der KategorieGrossunternehmen mit einer Cross-media-Kampagne fr das Stromun-ternehmen Alpiq seit 2009 auchSponsor des Skiverbands Swiss-Ski.

    Die MySigner sind fachlich in denneuen Medien zu Hause und bringendamit jene Kompetenzen mit, die eserlauben, als Full-Service-Agentur

    aufzutreten bis hin zur eigenen Vi-deoproduktionsfirma. E-Commerce-Lsungen sind zu einem strategi-schen Standbein geworden. Als Er-folgsbasis streicht Baumgartner imGesprch mit der az die Vernetzungder verschiedenen Kommunikations-kanle heraus. Viel Potenzial steckein der Verknpfung von Social-Me-dia-Kanlen mit echten Kontaktenund realen Events.

    Agile Werber finden heute einenguten Nhrboden. MySign-Mitinha-ber Reto Baumgartner relativiert:Als Folge der Vielzahl von neuen Ka-nlen und Kommunikationsmglich-keiten war es noch nie so spannend,in der Werbung ttig zu sein. Aberder Aufwand, um an neue Auftrgezu kommen, ist auch nicht kleinergeworden.

    MySign Die junge Werbeagentur aus Olten surft mit Erfolg auf der Social-Media-Welle

    Riesiges Potenzial im MittellandVON RUEDI MDER

    MarkenundBotschaf-tenmssenheutemedienbergreifendfunktionieren.

    Die Chefs und Inhaber von MySign: Urs Koller, Mike Mller und Reto Baumgartner. HO

    Vor elf Jahren erlangte der Oberaar-gauer Peter Schpbach ber die Regi-on hinaus eine zumindest mediale Berhmtheit. Der Mitgrnder undChef der Firma Miracle brachte dasSoftwarehaus an die Brse. Im dama-ligen Internet- und Technologiehypeexplodierte der Aktienkurs, und baldwar die vergleichsweise kleine Firmamit 1,3 Milliarden Franken bewertet.Erste Meldungen ber Softwarefehler Miracle entwickelte ein auf KMU zu-geschnittenes Programm zur Ressour-cenplanung vom Einkauf bis zum Ver-trieb liessen den Kurs schmelzenwie Schnee an der Sonne. Kundensprangen ab, wenige Monate spterging das Unternehmen mit damalsrund 300 Angestellten in Konkurs. Mi-racle gilt innerhalb der geplatztenDotcom-Blase als eine der grsstenPleiten in der Schweiz. Ein strafrecht-liches Verfahren gegen Miracle-Mana-ger wurde eingestellt und zivilrecht-liche Klagen sind keine mehr hngig,wie Peter Schpbach versichert.

    Medial ruhig, aber nicht unttigDanach wurde es medial ruhig um

    den Oberaargauer. Das heisst abernicht, dass ich unttig gewesen bin,blickt er zurck. Er habe seit dem

    Absturz fnf Unternehmen aufge-baut und bei mehr als 30 Start-up-Unternehmen in Europa und in denUSA investiert. Darunter befandensich Netzwerk-Firmen wie Xing, stu-diVZ oder Kyte. Trotz des Debakelsmit Miracle blieb seine Meinung alsJungunternehmer gefragt, die er inunzhligen Vortrgen verbreitete.

    2005 wurde Peter Schpbach zumBusiness Angel of the Year gewhlt.Die Auszeichnung geht jeweils an Per-sonen, die Unternehmensgrndernmit Geld und Rat zur Seite stehen.Unter den zuvor geehrten Unter-nehmern befindet sich etwa auch Da-niel Borel, Grnder der Computerzu-behrfirma Logitech. Ausgezeichnetwurde Schpbach fr sein Engage-ment bei der Firma GenevaLogic, dieer 2003 von seinem verunglcktenBruder bernahm und weiterfhrte.Die Softwareentwicklerin fr den

    Computerunterricht an Schulen warrasant unterwegs und erzielte 2008mit rund 50 Angestellten einen Um-satz von 9 Millionen Franken. Da zuklein, um finanziell mit der technolo-gischen Entwicklung Schritt haltenzu knnen, verkaufte Schpbach Ge-nevaLogic im Sommer 2008 an die d-nische, brsenkotierte Netop-Gruppe.Dort sitzt er im Verwaltungsrat.

    Neuen Online-Modeshop aufgebautInzwischen ist Schpbach wieder

    direkt an der unternehmerischenFront aktiv. Als Mitgrnder, Verwal-tungsrat und Geschftsfhrer bauteer den Online-Modeshop FashionFriends auf. Das Unternehmen kauftLagerwaren bei Herstellern und Hnd-lern auf und bietet diese auf dem On-line-Portal zum Kauf an. Wir arbeitenmit allen grossen Markenartikel-Her-stellern wie Nike, Puma, Diesel oder

    Pepe Jeans zusammen und erhaltenjeweils fr wenige Tage exklusive An-gebote fr unsere Mitglieder, erlu-tert Schpbach das Geschftsprinzip.Jede Verkaufsaktion sei deshalb zeit-lich auf maximal vier Tage be-schrnkt und die Verfgbarkeit be-grenzt, aber mit bis zu 70 Prozent un-ter dem normalen Ladenpreis.

    Eine Besonderheit ist, dass derKunde Mitglied im Shoppingclubsein muss. Die Mitgliedschaft ist kos-tenlos. Die Kunden knnen ihre indi-viduellen Wnsche deponieren underhalten dann von Fashion Friendsnur Informationen zu Kleidern, diesie auch interessieren.

    Tamedia hat sich beteiligtOffenbar berzeugt die Geschfts-

    idee. Nach eigenen Angaben zhlt Fa-shion Friends anderthalb Jahre nachdem Startschuss ber 200000 Mit-glieder und mehr als 50000 regel-mssige Kunden. Wir haben bis heu-te mehr als 300000 Artikel ber diePlattform verkauft, und im soebenabgelaufenen Geschftsjahr 2010 er-warten wir einen Umsatz von 18 Mil-lionen Franken, erklrt Schpbach.Fashion Friends mit Sitz in Langen-thal zhle heute 60 Angestellte. In ei-nem Logistik-Joint-Venture seien wei-tere 25 Mitarbeitende angestellt.

    Auch der Medienkonzern Tamediascheint vom Erfolg berzeugt zusein. So beteiligte sich das Medien-haus kurz nach der Grndung mit25 Prozent an Fashion Friends. DerRest der Aktien gehrt den Grndernund dem Management. Der 48-jh-rige Peter Schpbach hat mit demPortal grosse Plne. Wir wollen diegrsste