S. Becht A. Ohmstede A. Pfeiffer R. Roßdeutscher · graphie als eher strahlenarme und...

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S. Becht R. Bittner A. Ohmstede A. Pfeiffer R. Roßdeutscher Lehrbuch der röntgendiagnostischen Einstelltechnik Begründet von M. Zimmer-Brossy
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  • S. Becht

    R. Bittner

    A. Ohmstede

    A. Pfeiffer

    R. Rodeutscher

    Lehrbuch der rntgendiagnostischen Einstelltechnik

    Begrndet von M. Zimmer-Brossy

  • Stefanie BechtRoland C. BittnerAnke OhmstedeAndreas PfeifferReinhard Rodeutscher

    Lehrbuch der rntgendiagnostischen EinstelltechnikBegrndet von Marianne Zimmer-Brossy

    Unter Mitarbeit vonKlaus Bootsveld, Volker Diehl, Hans-Hermann Dumont, Ursula Eckstein, Hilde Feldmann, Cornelia Haupt, Karl-Friedrich Kamm, Ulrich Kraemer, Matthias Linde, Thomas Plecko, Alex Riemer, Gabriele Schler, Alexander Winter

    Sechste, neubearbeitete Auflage

    123

  • Stefanie BechtLeitende MTRAInstitut fr RadiologieUnfallkrankenhaus BerlinWarener Str. 712683 Berlin

    Dr. med. Roland C. BittnerChefarzt des Instituts fr Diagnostische und Interventionelle RadiologieHelios Klinikum Emil von BehringWalterhferstrae 1114165 Berlin

    Anke OhmstedeLeiterin der MTA-SchuleKlinikum Oldenburg gGmbHBrandenburger Str. 1926133 Oldenburg

    Andreas PfeifferServicecenter InformationstechnikKlinikum StuttgartKriegsbergstr. 6070174 Stuttgart

    Reinhard RodeutscherChefarzt der Abteilung fr RntgendiagnostikJohanniter-Krankenhaus im FlmingJohanniterstr. 114929 Treuenbrietzen

    ISBN 978-3-540-31708-1 Springer Medizin Verlag Heidelberg

    Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    Dieses Werk ist urheberrechtlich geschtzt. Die dadurch begrndeten Rechte, insbesondere die der bersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfil-mung oder der Vervielfltigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Vervielfltigung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland vom 9. September 1965 in der jeweils geltenden Fassung zulssig. Sie ist grundstz-lich vergtungspflichtig. Zuwiderhandlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechtsgesetzes.

    Springer Medizin Verlagspringer.de

    Springer Medizin Verlag Heidelberg 1962, 1974, 1982, 1992, 1998, 2008

    Produkthaftung: Fr Angaben ber Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag keine Gewhr bernommen werden. Derartige Angaben mssen vom jeweiligen Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit berprft werden.

    Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutzgesetzge-bung als frei zu betrachten wren und daher von jedermann benutzt werden drfen.

    Planung: Dr. med. Lars Rttinger, HeidelbergProjektmanagement: Willi Bischoff, HeidelbergLektorat: Frauke Bahle, KarlsruheLayout und Umschlaggestaltung: deblik BerlinSatz: Fotosatz-Service Khler GmbH, Wrzburg

    SPIN: 11592723

    Gedruckt auf surefreiem Papier 106/2111 5 4 3 2 1 0

  • V

    Vorwort zur 6. Auflage

    Wie kaum ein anderes Fach in der Medizin unterliegt die Radiologische Diagnostik durch die Flle technischer und digitaler Neuerungen einer rasanten Anpassung. Eine berarbeitung des Standard-Lehrwerks, 10 Jahre nach der letzten Auflage, war deshalb mehr als geboten.

    Die Schnittbilddiagnostik mit der CT und MRT sowie die Sonographie haben zu deutlichen nderungen diverser Indikationsstellungen gefhrt; nach wie vor hat aber die Projektionsradio-graphie als eher strahlenarme und kostengnstige Methode ihren Stellenwert. Durch die Digita-lisierung haben sich allerdings Bildaufnahme und -verarbeitung, aber auch der radiologische Workflow von der Anmeldung bis zur Abrechnung deutlich gewandelt. ber- und Unter-belichtungen kommen praktisch nicht mehr vor, es gibt keine verloren gegangenen Rntgen-aufnahmen mehr, und das digitale Bild kann praktisch unbegrenzt reproduziert und nachbe-arbeitet werden.

    Verlag und Herausgeber waren sich einig, das Herzstck des Buches die Einstelltechnik einer grndlichen Revision zu unterziehen. So wurden fast alle Einstellaufnahmen und viele Rntgenbilder erneuert. Ebenso wurde die berarbeitete Leitlinie der Bundesrztekammer zur Qualittssicherung in der Rntgendiagnostik, die 2008 erscheinen wird, schon bercksichtigt.

    Spezielle rntgendiagnostische Methoden, wie z.B. die Mammographie, die CT, die Sono-graphie, die Angiographie sowie angiographische und CT-gesteuerte Interventionen sind ent-sprechend ihres diagnostischen bzw. therapeutischen Stellenwertes umfangreich beschrieben. Die verschiedenen Untersuchungsprotokolle bei diesen Verfahren knnen nur Empfehlungen sein, Hinweise auf verschiedene Internetseiten dienen der weiteren Orientierung.

    Die vielfltigen Mglichkeiten der radiologischen Diagnostik erfordern enormes Detail-wissen. Ohne die Mitarbeit vieler Expertinnen und Experten wre die grndliche berarbeitung des Werkes nicht mglich gewesen. Wir bedanken uns bei allen, die mitgearbeitet haben. Unser Dank gilt auch Herrn Privatdozenten Dr. Ajay Chavan, Direktor des Instituts fr Radiologie, Klinikum Oldenburg, der uns die Einstellungsaufnahmen in seinem Institut ermglicht hat.

    Dem Springer-Verlag, insbesondere Herrn Dr. Lars Rttinger, danken wir fr die geduldige und dennoch stringente Untersttzung bei der aufwendigen Koordination zwischen den fnf Herausgebern.

    Das Buch soll ein Nachschlagewerk im Alltag sein und als Lehrbuch fr die Aus- und Weiter-bildung dienen. Es hat seinen Fokus auf der Einstelltechnik, ist aber um wesentliche andere Be-reiche der Radiologie erweitert worden.

    Oktober 2007S. Becht, R. Bittner, A. Ohmstede, A. Pfeiffer, R. Rodeutscher

  • VII

    Inhaltsverzeichnis

    1 Allgemeiner Teil . . . . . . . . . . . . . . . 11.1 Der Beruf des/der Medizinisch-

    Technischen Radiologie-assistenten/-in (MTRA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

    1.1.1 Der Patient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31.2 Die Rntgenabteilung. . . . . . . . . . . . . 5

    1.2.1 Wie funktioniert eine Rntgenabteilung? 51.2.2 Untersuchungsraum und Rntgenunter-

    suchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61.2.3 Kinder in der Radiologie . . . . . . . . . . . 81.2.4 Zubehr im Rntgenraum . . . . . . . . . . 101.2.5 Hygiene in der Rntgenabteilung . . . . . 101.3 Strahlenschutz in der Radiologischen

    Diagnostik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

    1.3.1 Ionisierende Strahlung . . . . . . . . . . . . 141.3.2 Die Rntgenverordnung . . . . . . . . . . . 141.4 Qualittssicherung und Konstanzprfung 181.5 Physikalische Grundlagen der Rntgen-

    technik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    1.5.1 Schwchung von Rntgenstrahlen . . . . 191.5.2 Abstandsquadratgesetz . . . . . . . . . . . 221.5.3 Direktradiographische Vergrerung . . . 241.5.4 Kontaktaufnahme und Nahdistanz-

    aufnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251.5.5 Brennfleck und Brennflecknennwert . . . 281.6 Faktoren, die die Rntgenbildqualitt

    bestimmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

    1.6.1 Spannung = Strahlenqualitt . . . . . . . . 281.6.2 Rhrenstrom = Strahlenquantitt . . . . . 311.6.3 Belichtungsautomatik. . . . . . . . . . . . . 341.6.4 Streustrahlenraster. . . . . . . . . . . . . . . 351.7 Analoge Bildentstehung und

    -verarbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

    1.7.1 Verstrkungsfolien . . . . . . . . . . . . . . . 371.7.2 Rntgenfilme . . . . . . . . . . . . . . . . . . 401.7.3 Filmentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . 431.8 Digitale Bildentstehung und

    -verarbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

    1.8.1 Digitale Lumineszenzradiographie (DLR) . 481.8.2 Digitale Flachdetektorradiographie (DR) . 491.9 Archivierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

    1.9.1 Konventionelle Archivierung . . . . . . . . 511.9.2 Digitale Archivierung . . . . . . . . . . . . . 521.10 Bildbetrachtung . . . . . . . . . . . . . . . . 53

    1.10.1 Rntgenschaukasten . . . . . . . . . . . . . 531.10.2 Monitorsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . 541.11 Reproduzierbarkeit und Identifikation . . 541.12 Rntgenologische Standardprojektionen 55

    1.12.1 Richtungs- und Lagebezeichnung . . . . . 57

    2 Skelettdiagnostik . . . . . . . . . . . . . . 592.1 Hand und Handwurzel . . . . . . . . . . . . 622.2 Unter- und Oberarm . . . . . . . . . . . . . 942.3 Schultergelenk . . . . . . . . . . . . . . . . . 1092.4 Schultergrtel . . . . . . . . . . . . . . . . . 1272.5 Brustkorb. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1432.6 Schdel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1482.7 Zhne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1992.8 Wirbelsule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2172.9 Becken, Hftgelenk und Oberschenkel . . 2612.10 Oberschenkel, Kniegelenk und

    Unterschenkel . . . . . . . . . . . . . . . . . 2952.11 Sprunggelenk und Fu . . . . . . . . . . . . 326

    3 Innere Organe . . . . . . . . . . . . . . . . . 3633.1 Thoraxorgane . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3643.2 Halsweichteile . . . . . . . . . . . . . . . . . 3743.3 Bauchraum (Abdomen) . . . . . . . . . . . . 3773.4 Gastrointestinaltrakt (Speiserhre,

    Magen und Dnndarm). . . . . . . . . . . . 3833.5 Dickdarm (Kolon, Intestinum crassum) . . 3923.6 Gallenblase und Gallenwege . . . . . . . . 402

    4 Spezielle rntgendiagnostische Methoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 407

    4.1 Rntgendiagnostik der weiblichen (und mnnlichen) Brust . . . . . . . . . . . 408

    4.2 Rntgendiagnostik der Gelenke (Arthrographie mit Rntgenkontrast-mittel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 421

    4.3 Rntgendiagnostik des Urogenital-systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 429

    4.4 Rntgendiagnostik von Gngen, Hhlen und Fisteln . . . . . . . . . . . . . . . 437

    5 Interventionelle Radiologie . . . . . . . 4415.1 Rntgendiagnostik der Arterien

    (Arteriographie, Angiographie) . . . . . . . 442

  • InhaltsverzeichnisVIII

    5.2 Gefintervention, perkutane trans-luminale Angioplastie (PTA) . . . . . . . . . 467

    5.3 Angiographische medikamentse Thrombolyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . 473

    5.4 Angiographische Embolisation . . . . . . . 4755.5 Rntgendiagnostik der Venen

    (Veno- oder Phlebographie) . . . . . . . . . 4755.6 Rntgendiagnostik der Lymphgefe

    und -knoten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4835.7 Rntgendiagnostik des Rckenmarks

    (Myelographie) . . . . . . . . . . . . . . . . . 4875.8 Perkutane transhepatische Cholangio-

    graphie (PTC) und Drainage (PTCD) . . . . 4925.9 Perkutane Nephrostomie (PTN) . . . . . . . 4935.10 Sonstige bildgesteuerte Interventionen 4935.11 Perkutane Nukleotomie . . . . . . . . . . . 495

    6 Spezielle bildgebende Verfahren . . . 4976.1 Tomographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4986.2 Computertomographie (CT). . . . . . . . . 5026.3 Ultraschalldiagnostik (Sonographie) . . . 5306.4 Magnetresonanztomographie (MRT) . . . 533

    7 Kontrastmittel . . . . . . . . . . . . . . . . 5417.1 Rntgenkontrastmittel . . . . . . . . . . . . 5427.2 Eigenschaften der kontrastgebenden

    Substanzen und ihre Anwendung . . . . . 5467.3 Intravasale Kontrastmittelunter-

    suchungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5517.4 Kontrastmittel in der MRT . . . . . . . . . . 5547.5 Ultraschallkontrastmittel . . . . . . . . . . . 554

    Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 555

    Anhang: Empfehlungen zur Prophylaxe und Behandlung von Kontrastmittel-zwischenfllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 565

    Sachverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 569

  • IX

    Verzeichnis der Einstellungen

    Skelettdiagnostik

    Hand und HandwurzelHand, dorsopalmar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64Hand, schrg in Zitherstellung . . . . . . . . . . 66Hand, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67Mittelhandknochen (IV und V), schrg,

    palmodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69Daumen, dorsopalmar . . . . . . . . . . . . . . . . . 70Daumen und 1. Mittelhandknochen, seitlich . . . 74Daumengrundgelenk, Stressaufnahme . . . . . . 75Daumensattelgelenk, Stressaufnahme . . . . . . . 76Finger IIV, dorsopalmar . . . . . . . . . . . . . . . . 77Finger II, seitlich, ulnoradial und Finger III, IV

    und V seitlich, radioulnar . . . . . . . . . . . . . 79Handwurzel und Handgelenk, dorsopalmar . . . 81Handwurzel und Handgelenk, seitlich . . . . . . . 83Kahnbein, Spezialaufnahmen . . . . . . . . . . . . 84Kahnbein, weitere Spezialeinstellungen . . . . . . 86Handwurzel, schrg, dorsopalmar (Dreieckbein) . 87Handwurzel, schrg, palmodorsal (Erbsenbein) . 88Mittelhandknochen I, II und Handwurzel palmo-

    dorsal, Os trapezium und Os trapezoideum . 89Handwurzel, schrg und Darstellung des

    Hamulus ossis hamati . . . . . . . . . . . . . . . 91Handwurzel, axial (Karpaltunnel) . . . . . . . . . . 92

    Unter- und OberarmUnterarm, ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . 94Unterarm, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96Ellenbogengelenk, ventrodorsal . . . . . . . . . . . 97Ellenbogengelenk, seitlich . . . . . . . . . . . . . . 99Ellenbogen, axial, bei aufliegendem Oberarm

    (Olekranonaufnahme) . . . . . . . . . . . . . . 101Ellenbogen, axial, bei aufliegendem Unterarm

    (Sulcus-ulnaris-Aufnahme) . . . . . . . . . . . . 102Radiuskpfchen, schrg, mediolateral . . . . . . . 103Kronenfortsatz der Ulna (Processus coronoideus

    ulnae), schrg, lateromedial . . . . . . . . . . . 105Oberarm, ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . . 106Oberarm, seitlich, mediolateral . . . . . . . . . . . 107Oberarm mit Ellenbogengelenk, seitlich,

    lateromedial (nach Janker) . . . . . . . . . . . . 108

    SchultergelenkSchultergelenk, ventrodorsal

    (Glenoid-Tangentialaufnahme) . . . . . . . . . 110Schultergelenk, Schwedenstatus (IIII) . . . . . 113Schultergelenk, axial, im Liegen . . . . . . . . . . . 116Schultergelenk, axial, im Sitzen . . . . . . . . . . . 118Schultergelenk und Oberarm, transthorakal,

    stehend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119Schultergelenk, transskapular (Y-Aufnahme) . . . 120Supraspinatus- oder subakromiale Tunnelauf-

    nahme (outlet view). . . . . . . . . . . . . . . 121Schulter, tangential, Bizepssehnenkanal . . . . . . 122Schultergelenk, Nachweis eines Hill-Sachs-

    Defekts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123Schultergelenk, Nachweis einer Bankart-Lsion . 126

    SchultergrtelSchlsselbein, dorsoventral, ventrodorsal . . . . . 129Schlsselbein, Tangentialaufnahme . . . . . . . . 130Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk),

    ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk),

    Stressaufnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134Schulterblatt, ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . 135Schulterblatt, axial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136Brustbein, dorsoventral . . . . . . . . . . . . . . . . 139Brustbein, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140Brustbein-Schlsselbein-Gelenke (Sterno-

    klavikulargelenke), dorsoventral . . . . . . . . 142

    BrustkorbRippen (Hemithorax), dorsoventral und

    ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144Rippen, schrg (RAO, LAO) . . . . . . . . . . . . . . 145

    SchdelSchdel, okzipitofrontal (p.-a.), in Bauchlage

    oder im Sitzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151Schdel, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154Hinterhaupt, bregmatikookzipital, Aufnahme

    nach Towne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156Gesichtsschdel, Profilaufnahme . . . . . . . . . . 157Hypophysensattel (Sella turcica), Profilaufnahme 159Nasenbein, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160

  • X

    Schdel, okzipitonasal: Gesichtsschdel (Waters view), Nasennebenhhlen-(NNH-)Aufnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162

    Schdel, okzipitomental: berkippte Aufnahme nach Titterington . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165

    Orbita, Vergleichs- oder Brillenaufnahme . . . . . 166Jochbogen, submentobregmatikal (Henkel-

    topfaufnahme) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167Jochbogen, Aufnahme nach Zimmer durch

    den geffneten Mund . . . . . . . . . . . . . . . 168Schdel, axial, mit hngendem Kopf, im Liegen . 170Schdel, axial, submentobregmatikal (Schdel-

    basisaufnahme) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172Schdel, berkippt axial, Aufnahme nach Welin,

    im Sitzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175Felsenbein, Aufnahme nach Stenvers . . . . . . . 177Felsenbein, Aufnahme nach Mayer . . . . . . . . . 182Felsenbein- und Warzenfortsatz, Kiefergelenk,

    Aufnahme nach Schller . . . . . . . . . . . . . 185Felsenbein, Aufnahme nach Chauss III . . . . . . 187Pyramiden- oder Felsenbein, Vergleichsauf-

    nahme nach Altschul-Uffenorde . . . . . . . . 189Sehnervenkanal, Aufnahme nach Rhese-Goalwin 190Fremdkrperlokalisation im Auge . . . . . . . . . . 192

    Skelettfreie Aufnahme des vorderen Augen-abschnitts nach Vogt . . . . . . . . . . . . . . . 192

    Aufnahme nach Vogt und Comberg . . . . . . . . 192Kiefergelenk, dorsoventral, Vergleichsaufnahme

    nach Clementschitsch . . . . . . . . . . . . . . . 195Unterkiefer, schrg, isolierte Unterkieferauf-

    nahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 197Kinn, axial (mit Bissfilm), Mundbodenaufnahme 198

    ZhneHalbwinkeltechnik nach Cienszynski-Dieck . . . . 203Flgelbissaufnahmen nach Raper . . . . . . . . . . 207Rechtwinkel- oder Paralleltechnik . . . . . . . . . . 207Aufbiss- oder Okklusalaufnahmen

    des Oberkiefers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208Aufbissaufnahme des Unterkiefers . . . . . . . . . 208Mahlzhne des Oberkiefers

    (obere Molaren) 8 7 6 6 7 8 . . . . . . . . . . . 210Backenzhne des Oberkiefers

    (Prmolaren) 5 4 4 5 . . . . . . . . . . . . . . . 211Eckzahn des Oberkiefers (Caninus) 3 3

    (isolierte Darstellung) . . . . . . . . . . . . . . . 212Schneidezhne des Oberkiefers (Incisivi)

    2 1 1 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212

    Mahlzhne des Unterkiefers (untere Molaren) 8 7 6 6 7 8 . . . . . . . . . . 213

    Backenzhne des Unterkiefers (Prmolaren)5 4 4 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214

    Eckzahn des Unterkiefers (Caninus) 3 3(isolierte Darstellung) . . . . . . . . . . . . . . . 215

    Schneidezhne des Unterkiefers (Incisivi) 2 1 1 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216

    WirbelsuleHalswirbelsule, ventrodorsal . . . . . . . . . . . . 218Atlas und Axis, ventrodorsal, transoral . . . . . . . 222Halswirbelsule, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . 224Halswirbelsule, schrg . . . . . . . . . . . . . . . . 228Hals-Brustwirbelsulen-bergang

    (zervikothorakaler bergang), seitlich, Wasserskifahrer . . . . . . . . . . . . . . . . . 231

    Hals-Brustwirbelsulen-bergang (zervikothorakaler bergang) seitlich, bei hngenden Schultern . . . . . . . . . . . . 233

    Hals-Brustwirbelsulen-bergang (zervikothorakaler bergang), seitlich, im Liegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234

    Hals-Brustwirbelsulen-bergang (zerviko-thorakaler bergang), seitlich, im Liegen, horizontaler Strahlengang . . . . . . . . . . . . 234

    Hals-Brustwirbelsulen-bergang (zervikothorakaler bergang), schrg, Fechterstellung (=RAO) . . . . . . . . . . . . . . 235

    Brustwirbelsule, ventrodorsal, im Liegen oder Stehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237

    Brustwirbelsule, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . 240Brustwirbelsule, schrg, 45 (=Kostotransversal-

    gelenke) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243Brustwirbelsule, schrg, 75 (=Zwischenwirbel-

    gelenke) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244Lendenwirbelsule, ventrodorsal . . . . . . . . . . 244Lumbosakraler bergang, ventrodorsal,

    im Liegen, nach Barsoni . . . . . . . . . . . . . 249Wirbelsule, Ganzaufnahme . . . . . . . . . . . . . 250Lendenwirbelsule, seitlich, im Liegen . . . . . . . 253Lendenwirbelsule, schrg, im Liegen . . . . . . . 256Kreuzbein, ventrodorsal, im Liegen . . . . . . . . . 258Steibein, ventrodorsal, im Liegen . . . . . . . . . 259Kreuz- und Steibein, seitlich . . . . . . . . . . . . . 260

    Verzeichnis der Einstellungen

  • XI

    Becken, Hftgelenk und OberschenkelBeckenbersicht, ventrodorsal, im Liegen . . . . 262Spezialprojektionen des Beckens, Einblickauf-

    nahmen nach Pennal I und II . . . . . . . . . . 265Beckenbersicht, im Stehen . . . . . . . . . . . . . 268Becken, axial, im Sitzen nach Martius . . . . . . . . 269Becken, seitlich nach Guttmann, zur

    Bestimmung der Conjugata vera (C.v.) . . . . 272Symphyse, dorsoventral . . . . . . . . . . . . . . . . 273Kreuz-Darmbein-Gelenk (Iliosakralgelenk),

    ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274Kreuz-Darmbein-Gelenk (Iliosakralgelenk),

    schrg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 276Hftgelenk, ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . 277Schenkelhals, seitlich, kaudokranial

    (Sven Johansson) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279Schenkelhals, seitlich, kraniokaudal

    mit Sattelkassette . . . . . . . . . . . . . . . . . 281Hftgelenk, nach Lauenstein I und II . . . . . . . . 281Hftgelenk, schrg, Foramen-obturatum-

    Aufnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283Hftgelenk, schrg, Ala-Aufnahme

    (Judet-Aufnahme) . . . . . . . . . . . . . . . . . 284Hftgelenk, schrg, Faux-Profil (Falsch-Profil-

    Aufnahme) nach Lequesne. . . . . . . . . . . . 285Hftgelenke, seitlich, 90 Beugung, 45 Abduktion,

    nach Imhuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287Hftgelenke, zur Bestimmung des Antetorsions-

    winkels nach Rippstein . . . . . . . . . . . . . . 288Hftgelenk, Aufnahme nach Schneider . . . . . . 289Hftgelenk, Funktionsaufnahmen in Ab- und

    Adduktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292Beckenbersicht bei Sugling und Kleinkind . . . 293

    Oberschenkel, Kniegelenk und UnterschenkelOberschenkel mit Hftgelenk, ventrodorsal . . . 298Oberschenkel mit Hftgelenk, seitlich . . . . . . . 299Oberschenkel mit Kniegelenk, ventrodorsal . . . 300Oberschenkel mit Kniegelenk, seitlich . . . . . . . 302Kniegelenk, ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . 303Kniegelenk, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304Kniegelenk, ventrodorsal, im Stehen . . . . . . . . 306Ganzbeinstandaufnahme . . . . . . . . . . . . . . . 307Kniegelenk, 45 Innenrotation (Fibulakpfchen-

    aufnahme) und 45 Auenrotation . . . . . . 309Kniegelenk, ventrodorsal, nach Frik (Tunnel-

    aufnahme) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 310

    Kniegelenk, Stressaufnahme, ventrodorsal . . . . 311Kniegelenk, Stressaufnahme, seitlich . . . . . . . . 313Kniescheibe, dorsoventral . . . . . . . . . . . . . . . 315Kniescheibe, axial, in Bauchlage . . . . . . . . . . . 316Kniescheibe, axial, kaudokranial . . . . . . . . . . . 317Kniescheibe, dorsoventral nach Kuchendorf . . . 320Unterschenkel mit Kniegelenk, ventrodorsal . . . 321Unterschenkel mit Kniegelenk, seitlich . . . . . . . 323Unterschenkel mit Sprunggelenk, ventrodorsal . 324Unterschenkel mit Sprunggelenk, seitlich . . . . . 325

    Sprunggelenk und FuOberes Sprunggelenk (OSG), ventrodorsal . . . . 328Oberes Sprunggelenk, seitlich . . . . . . . . . . . . 330Sprunggelenk, schrg, in Innenrotation und

    Auenrotation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 331Spezialaufnahmen des hinteren unteren

    Sprunggelenks, nach Brodn . . . . . . . . . . 333Oberes Sprunggelenk, schrg, zur Darstellung

    des Auenknchels . . . . . . . . . . . . . . . . 335Oberes Sprunggelenk, Stressaufnahme,

    ventrodorsal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 337Oberes Sprunggelenk, Stressaufnahme, seitlich . 338Orthoradiographie: Aufnahme zur Beinlngen-

    bestimmung, im Liegen . . . . . . . . . . . . . 339Unterschenkel-Sprunggelenk, im Stehen,

    von hinten, Alignment-Aufnahme . . . . . . . 341Ganzaufnahme des Fues (Doppelaufnahme),

    dorsoplantar, im Stehen . . . . . . . . . . . . . 342Fu, seitlich, im Liegen . . . . . . . . . . . . . . . . . 344Fu, seitlich, im Stehen (Einbeinstand) . . . . . . . 345Fu, dorsoplantar, bei Sugling und Kleinkind . . 347Fu, seitlich, bei Sugling und Kleinkind . . . . . . 348Fersenbein, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 349Fersenbein, axial, im Stehen . . . . . . . . . . . . . 350Fersenbein, axial, im Liegen . . . . . . . . . . . . . . 351Mittel- und Vorfu, dorsoplantar . . . . . . . . . . . 352Mittel- und Vorfu, plantodorsal . . . . . . . . . . . 354Fu, schrg, lateromedial . . . . . . . . . . . . . . . 355Zehen, dorsoplantar . . . . . . . . . . . . . . . . . . 356Zehen, schrg, mediolateral, plantodorsal . . . . 357Grozehe, dorsoplantar . . . . . . . . . . . . . . . . 358Grozehe, seitlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 359Vorfu, tangential oder axial (Darstellung

    der Sesambeine der Grozehe) . . . . . . . . . 360

    Verzeichnis der Einstellungen

  • XII

    Innere Organe

    ThoraxorganeThorax, p.-a., im Stehen, Herz-Lungen-Aufnahme 365Thorax, seitlich, im Stehen . . . . . . . . . . . . . . 368Thorax, bei Suglingen und Kleinkindern . . . . . 370Thorax, in Seitenlage, horizontaler Strahlengang 371Lungenspitzen, a.-p., Lordoseaufnahme

    nach Castellani . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 371Thorax, im Liegen (Bettaufnahme,

    Stationslunge, Intensivthorax) . . . . . . . 373

    HalsweichteileHalsweichteile nativ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375Halsweichteile nach peroraler Kontrastierung . . 376

    Bauchraum (Abdomen)Abdomen in Rckenlage, vertikaler

    Strahlengang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 378Abdomen in Linksseitenlage, horizontaler

    Strahlengang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 380Abdomenbersicht im Stehen, dorsoventral . . . 381

    Gastrointestinaltrakt (Speiserhre, Magen und Dnndarm)Speiserhre, Magen, Duodenum

    (Doppelkontrastmethode) . . . . . . . . . . . . 385sophagus, Magen, Duodenum (wasser-

    lsliches, jodhaltiges Kontrastmittel) . . . . . 389Dnndarm (Doppelkontrastuntersuchung

    mit Sonde, Methode nach Sellink/Herlinger) . 389

    Dickdarm (Kolon, Intestinum crassum)Dickdarm, Doppelkontrastmethode . . . . . . . . 394Dickdarm, wasserlsliches, jodhaltiges

    Kontrastmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 398Dickdarm ber Anus praeter (knstlicher

    Darmausgang) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 399Defkographie (Evakuationsproktographie) . . . 400

    Gallenblase und GallenwegeIntraoperative Cholangiographie . . . . . . . . . . 403Postoperative Cholangiographie

    ber T-Drainage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 403Endoskopisch-retrograde Cholangio-

    pankreatikographie (ERCP). . . . . . . . . . . . 404

    Spezielle rntgendiagnostische Methoden

    Rntgendiagnostik der weiblichen (und mnnlichen) BrustMammographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409Aufnahme der Axilla und der vorderen

    Achselfalte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 416Galaktographie (Fllung der Milchgnge

    mit Rntgenkontrastmittel) . . . . . . . . . . . 417Ergnzende Untersuchungsmethoden . . . . . . 418Digitale Mammographie . . . . . . . . . . . . . . . . 419Magnetresonanztomographie der Mamma . . . . 420

    Rntgendiagnostik der Gelenke (Arthrographie mit Rntgenkontrastmittel)Arthrographie des Schultergelenks . . . . . . . . . 422Arthrographie des Ellenbogengelenks . . . . . . . 424Arthrographie des Handgelenks . . . . . . . . . . . 425Arthrographie des Hftgelenks . . . . . . . . . . . 425Arthrographie des Kniegelenks . . . . . . . . . . . 426Arthrographie des oberen Sprunggelenks . . . . 428Arthrographie der kleinen Gelenke . . . . . . . . . 429

    Rntgendiagnostik des UrogenitalsystemsUrographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430Retrograde Pyelographie . . . . . . . . . . . . . . . 434Retrograde Zystographie, Miktionszysturethro-

    graphie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 435Retrograde Urethrographie . . . . . . . . . . . . . . 436Vasovesikulographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 436Hysterosalpingographie (HSG) . . . . . . . . . . . . 436

    Rntgendiagnostik von Gngen, Hhlen und FistelnSialographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 437Dakryozystographie oder Nasolakrimographie . 438Fistulographie (Fisteldarstellung mit Rntgen-

    kontrastmittel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 438

    Interventionelle Radiologie

    Rntgendiagnostik der Arterien (Arteriographie, Angiographie)bersichtsaortographie . . . . . . . . . . . . . . . . 451Angiographie der Aorta thoracalis, des Aorten-

    bogens und der supraaortalen ste (Halsgefe) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 452

    Verzeichnis der Einstellungen

  • XIII

    Selektive Angiographie der hirnversorgenden Gefe: A. carotis interna, A. vertebralis . . . 454

    Koronarangiographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 456Arteriographie der Viszeralarterien (Eingeweide-

    arterien): Zliakographie, Mesenteriko-graphie und indirekte Spleno-/Mesenteriko-portographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 458

    Selektive Nierenarteriographie . . . . . . . . . . . . 460Arteriographie der Becken- und Beinarterien . . 462Arteriographie der oberen Extremitten

    (inkl. Shuntdarstellung) . . . . . . . . . . . . . . 464Pulmonalarteriographie . . . . . . . . . . . . . . . . 466Pharmakoangiographie . . . . . . . . . . . . . . . . 467

    Gefintervention, perkutane transluminale Angioplastie (PTA)Supraaortale Gefe, Karotisgabel . . . . . . . . . 467Nierenarterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 469Mesenterialarterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 470Beckenarterien, Extremittenarterien . . . . . . . 471Nahtverschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 472

    Rntgendiagnostik der Venen (Veno- oder Phlebographie)Aszendierende Phlebographie des Beins (direkte

    Phlebographie) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 476Untere Kavographie (ggf. mit Kavaschirmeinlage) 478Schulter-Arm-Phlebographie und obere

    Kavographie (direkte Phlebographie) . . . . . 480Selektive (Organ-)Phlebographie bzw. selektive

    Venenblutentnahme . . . . . . . . . . . . . . . 482

    Rntgendiagnostik der Lymphgefeund -knotenLymphangioadenographie . . . . . . . . . . . . . . 483

    Rntgendiagnostik des Rckenmarks (Myelographie)Lumbale Myelographie. . . . . . . . . . . . . . . . . 487(Lumbale) Funktionsmyelographie . . . . . . . . . 490Aszendierende Panmyelographie . . . . . . . . . . 491

    Spezielle bildgebende Verfahren

    Computertomographie (CT)CT des Schdels (CCT), Erwachsener, Standard . . 510CT des Schdels (CCT), Erwachsener, Trauma/

    Gesichtsschdel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 511CT des Schdels (CCT) bei Kindern, Standard . . 513CT des Halses, Weichteile . . . . . . . . . . . . . . . 514CT des Thorax, Standard . . . . . . . . . . . . . . . . 516CT des Thorax Angio-CT (Aorta, Pulmonal-

    arterien) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 518CT des Thorax, HR (High Resolution) . . . . . . . . 520CT des Abdomens, Standard . . . . . . . . . . . . . 521CT von HWS, BWS, LWS, Sakrum und

    knchernem Becken . . . . . . . . . . . . . . . 523CT der Extremitten und Gelenke . . . . . . . . . . 526Ganzkrper-CT, Polytrauma (AUDI) . . . . . . . . . 528

    Verzeichnis der Einstellungen

  • XV

    Mitarbeiterverzeichnis

    Dr. med. Klaus BootsveldPraxis Dr. Steen und PartnerHauptstr. 8526131 Oldenburg

    Volker DiehlMTRAPraxis fr MRT-Diagnostik Bremen NordDr. Markus HenschelHammersbecker Str. 22828755 Bremen

    Hans-Hermann DumontAcordialstr. 3026129 Oldenburg

    Ursula EcksteinLeitende MTRAHelios Klinikum Emil von BehringInstitut fr Diagnostische und Interventionelle RadiologieWalterhferstr. 1114165 Berlin

    Hilde FeldmannMTABusestr. 7528213 Bremen

    Cornelia HauptPhilips Medizin Systeme GmbHGeschftsbereich RntgensystemePhilips Medizin Systeme GmbH, HamburgRntgenstr. 2422331 Hamburg

    Karl-Friedrich KammProdukt Manager Digitale RadiographieGeschftsbereich RntgensystemePhilips Medizin Systeme GmbH, HamburgRntgenstr. 2422331 Hamburg

    Dr. med. Ulrich KraemerLeitender OberarztHelios Klinikum Emil von BehringInstitut fr Diagnostische und Interventionelle RadiologieWalterhferstr. 1114165 Berlin

    Matthias LindeMTRA-LehrkraftMTA-Schule Klinikum Oldenburg gGmbHBrandenburger Str. 1926133 Oldenburg

    Dr. rer. nat. Thomas PleckoZentralinstitut fr Klinische Chemie und LaboratoriumsmedizinKlinikum StuttgartKriegsbergstr. 6070174 Stuttgart

    Alex RiemerClinical Application ManagerToshiba Medical Systems GmbH DeutschlandHellersbergstr. 441460 Neuss

    Dipl.-Phys. Gabriele SchlerInstitut fr RadiologieUnfallkrankenhaus BerlinWarener Str. 712683 Berlin

    Dr. med. Alexander WinterOberarztKlinik fr UrologieKlinikum Oldenburg gGmbHDr.-Eden-Str. 1026133 Oldenburg

  • XVII

    Abkrzungsverzeichnis

    A. ArterieAa. Mehrzahl von A.AC-Gelenk AkromioklavikulargelenkAl Aluminiuma.-p. anterior-posteriorAPL Anthropological LineARO AuenrotationAT-Winkel Antetorsionswinkelatm Atmosphre

    (physikalische Druckmessung)AUR Ausscheidungsurographiea.v. arteriovensAVK arterielle Verschlusskrankheit

    B BronchusB(-Bild) Brightness (= Helligkeit, s. Ultraschall)B/s Bild(er) pro SekundeBaSO4 BariumsulfatBF BelichtungsfaktorBL BelichtungBLP BelichtungspunktBPS BelichtungspunktesystemBV BildverstrkerBV-TV Bildverstrker-FernsehmonitorBW(K) Brustwirbel (Krper)BWS Brustwirbelsule

    C ZervikalwirbelCAD Computer aided diagnostic system

    (computergesttzte Diagnostik)CCA A. carotis communisCCD-Winkel Zentrum-Collum-Diaphysen-WinkelCCT Cranial computerized tomography

    (=Computertomographie des Schdels)CEA karzinoembryonales Antigen

    (Tumorantigen)CD-ROM digitale Bildplatte (= compact disc read

    only memory)CD-Winkel Collum-Diaphysen-WinkelCO2 KohlendioxidCT ComputertomographieCTA Computertomographie-AngiographieCu KupferCv Conjugata vera

    D DorsalwirbelDD DifferenzialdiagnoseDHC Ductus hepatocholedochus (Gallengang)DHS dynamische HftschraubeDICOM Digital Imaging and Communication

    in MedicineDIN Deutsches Institut fr Normung e.V.DIP distales Interphalangealgelenk

    (Endgelenk)d.p. dorsopalmarDLR digitale LumineszenzradiographieDSA digitale SubtraktionsangiographieDSI digital spot imaging

    (= digitale Zielaufnahmetechnik)d.v. dorsovolar; dorsoventral

    ECA A. carotis externaEEG ElektroenzephalographieEK Empfindlichkeitsklasse

    (Film-Folien-System)EKG ElektrokardiogrammERC endoskopisch-retrograde Cholangio-

    graphieERCP endoskopisch-retrograde Cholangio-

    pankreatikographie

    F French (Maeinheit fr Angiographie-katheter)

    FDI Fdration Dentaire InternationaleFDA Fokus-Detektor-AbstandFFA Fokus-Film-AbstandFNP FeinnadelpunktionFOA Fokus-Objekt-AbstandFOV Field of view

    Gy Gray (Einheit der Energiedosis; Gray hat rad abgelst: 1 rad = 0,01 Gy)

    h StundeHD high densityHE Hounsfield-Einheit(en) (Einheit fr die

    Absorptions- bzw. Dichtemessung in der CT)

    HL7 Health language 7

  • XVIII

    HRCT High resolution CTHSG HysterosalpingographieHU Hounsfield unit (s. HE)HW(K) Halswirbel(krper)HWS HalswirbelsuleHz Hertz (Einheit der Frequenz)

    i.a. intraarteriellICA A. carotis internaI.E. internationale Einheit(en)i.m. intramuskulrIRO InnenrotationISG Iliosakralgelenki.v. intravens

    J Jod

    KE Kontrasteinlauf (des Kolons)kHz Kilohertz (Frequenz im Ultraschall)KIS KrankenhausinformationssystemKM Kontrastmittelkp KilopondkV Kilovolt (Aufnahmespannung)

    L Linie; Lumbalwirbel l LiterLAO Left anterior oblique

    (2. schrger Durchmesser)lat. lateralLig. LigamentumLigg. Mehrzahl von Lig.LIH last image hold (Durchleuchtung)LK LymphknotenLp LinienpaareLWK LendenwirbelkrperLWS Lendenwirbelsule

    m MeterM. MusculusmA MilliampremAs Milliampresekunde/-n, Produkt

    aus Milliampre und Sekunde (Belichtungswert)

    MDCT Mehrzeilen-Spiral-CTMDP Magen-Darm-Passagemg MilligrammMHK MittelhandknochenMHz Megahertz

    MIP Maximum intensity projectionml MilliliterMm. Mehrzahl von M.Mo MolybdnMPG MedizinproduktegesetzMPR multiplanare RekonstruktionMRA MagnetresonanzangiographieMRI Magnetic resonance imagingMRT Magnetresonanztomographiems MillisekundenmSv Millisievert (s. Sv)MTRA medizinisch-technische(r) Radiologie-

    assistentin/-assistent

    N. NervusNaCl Natriumchlorid (Kochsalz)NMRT Nukleare MagnetresonanztomographieNn. Mehrzahl von N.NNH NasennebenhhlenNPP Nucleus pulposus prolabs

    (Bandscheibenvorfall)

    OBB OberbauchODA Objekt-Detektor-Abstando.f. okzipitofrontalOFA Objekt-Film-Abstando.m. okzipitomentalOS OberschenkelOSG oberes SprunggelenkOT Obertisch

    PACS Picture Archiving and Communicating System

    p.-a. posterior-anteriorp.d. palmodorsalPEEP positiv-endexspiratorischer Druck

    (pressure)p.i. post injectionemPIP proximales Interphalangealgelenk

    (Mittelgelenk)Proc. Processus (Fortsatz)PTA perkutane (transluminale) AngioplastiePTC perkutane transhepatische Cholangio-

    graphiePTC-D perkutane transhepatische Cholangio-

    graphie und DrainagePTCA perkutane transluminale coronare

    Angioplastie

    Abkrzungsverzeichnis

  • XIX

    PTN perkutane NephrostomiePTT Partial thromboplastin time

    (= Thromboplastinzeit, Gerinnungszeit)

    Qf Querfinger

    R. Ramus; Ratio (Schachtverhltnis, Lamellenhhe zu Lamellenabstand)

    RF Radiofluoroskopie (Durchleuchtung)Rh RhodiumRIS RadiologieinformationssystemRIVA Ramus interventricularis anteriorROI region of interestRV RntgenverordnungRr. Mehrzahl von R.

    S Sakrum (Kreuzbein)s SekundeSAR Subarachnoidalraums.c. subkutanSC Speed Class (Empfindlichkeit digitaler

    Bildempfnger)SC-Gelenk SternoklavikulargelenkSE seltene Erden (Folien);

    Spin-Echo-Sequenz

    StGB StrafgesetzbuchStrlSchV StrahlenschutzverordnungSv Sievert (quivalentdosis im Strahlen-

    schutz)

    T Tesla (Ma der Magnetfeldstrke)Th ThorakalwirbelT1 longitudinale Relaxationszeit

    (Zeitkonstante in der MRT)T2 transversale Relaxationszeit

    (Zeitkonstante in der MRT)

    US Ultraschall; UnterschenkelUT Untertisch

    V. Venev.d. ventrodorsal; volodorsal VF VerstrkungsfaktorVol. VolumenVUR vesikoureteraler RefluxVv. Mehrzahl von V.

    W Wolfram

    Abkrzungsverzeichnis

  • 1

    1 Allgemeiner Teil

    1.1 Der Beruf des/der Medizinisch-TechnischenRadiologieassistenten/-in (MTRA) 2

    1.2 Die Rntgenabteilung 5

    1.3 Strahlenschutz in der Radiologischen Diagnostik 14

    1.4 Qualittssicherung und Konstanzprfung 18

    1.5 Physikalische Grundlagen der Rntgentechnik 19

    1.6 Faktoren, die die Rntgenbildqualitt bestimmen 28

    1.7 Analoge Bildentstehung und -verarbeitung 37

    1.8 Digitale Bildentstehung und -verarbeitung 44

    1.9 Archivierung 51

    1.10 Bildbetrachtung 53

    1.11 Reproduzierbarkeit und Identifikation 54

    1.12 Rntgenologische Standardprojektionen 55

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

    1

    2

    1.1 Der Beruf des/der Medizinisch-Technischen Radiologie-assistenten/-in (MTRA)

    Der MTRA-Beruf hat unter den nichtrztlichen Gesundheitsfachberufen eine lange Tradition und ist im Laufe der Zeit immer wieder in der Ausbildungs-struktur verndert worden. Diese Vernderungen gingen einher mit der technischen Entwicklung in der Radiologischen Diagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Nach der Entdeckung der Rntgenstrahlen von W.C. Rntgen am 8. November 1895 wurde bereits im Januar 1896 mit der Ausbil-dung der Rntgenfotografin an der Lette-Schule in Berlin begonnen. Seit dem wurde die Ausbildung kontinuierlich verndert. Mit der Novellierung des MTA-Gesetztes 1993 wurde die bislang unfassendste nderung der MTA-Ausbildung vollzogen, nmlich die Verlngerung von 2 auf 3 Jahre und die konse-quente Trennung von Laboratoriumsmedizin und Radiologie. Seitdem gibt es unter dem Dach des MTA-Gesetztes 4 MTA-Berufe (Radiologie [MTRA], Labor [MTLA], Funktionsdiagnostik [MTFA] und Veterinrmedizin [MTVA]).

    Mit der Novellierung des MTA-Gesetztes wurde 1994 auch die Ausbildungs- und Prfungsverord-nung gendert. Dem Gesetzgeber war wichtig, dass die Verlngerung nicht zu einer weiteren Verschu-lung der Ausbildung fhren sollte. So wurden die Inhalte in den theoretischen und praktischen Unter-richt an der Schule und die praktische Ausbildung in Radiologischer Diagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin in Krankenhusern und privaten Instituten gegliedert. Von insgesamt 4 400 Stunden sind allein 1 600 Stunden (einschlielich 230 Stun-den Krankenpflege) als praktische Ausbildung zu absolvieren.

    Das MTA-Gesetz regelt u. a. auch das Ausbil-dungsziel und die vorbehaltenen Ttigkeiten. Die MTRA-Ausbildung soll dazu befhigen, unter An-wendung geeigneter Verfahren in der Radiologi-schen Diagnostik und anderer bildgebender Verfah-ren die erforderlichen Untersuchungsgnge durch-zufhren sowie bei der Erkennung und Behandlung von Krankheiten in der Strahlentherapie und Nukle-armedizin mitzuwirken. In den schriftlichen, prak-tischen und mndlichen Prfungen wird letztlich geprft, ob die erlernten Fhigkeiten und Kenntnisse

    die selbststndige und eigenverantwortliche Berufs-ausbung zulassen. Die erfolgreich bestandene Pr-fung berechtigt zur Fhrung der Berufsbezeichnung Medizinisch-Technische/r Radiologieassistent/in und zur Ausbung der diesem Beruf vorbehaltenen Ttigkeiten ( 9 Nr. 2 MTA-Gesetz).

    Vorbehaltene Ttigkeiten dienen dem Patienten-schutz und sollen dafr Sorge tragen, dass Patienten nur von qualifiziertem Personal untersucht und be-handelt werden. Von allen nichtrztlichen Gesund-heitsfachberufen haben nur MTA aller 4 Fachrich-tungen und Hebammen Vorbehaltsttigkeiten. Die Vorbehaltsttigkeiten der MTRA umfassen:4 Durchfhrung der technischen Arbeiten und die

    Beurteilung der Qualitt in der Radiologischen Diagnostik und anderen bildgebenden Verfah-ren einschlielich der Qualittssicherung;

    4 technische Mitwirkung in der nuklearmedizi-nischen Diagnostik und Therapie einschlielich der Qualittssicherung;

    4 technische Mitwirkung in der Strahlentherapie bei der Erstellung des Bestrahlungsplans und dessen Reproduktion am Patienten einschlie-lich der Qualittssicherung;

    4 Durchfhrung messtechnischer Aufgaben in der Dosimetrie und im Strahlenschutz in der Radio-logischen Diagnostik, Strahlentherapie und Nuk-learmedizin.

    Das MTA-Gesetz erfllt damit auch Artikel 17 der Richtlinie Euratom 97/43. Sie besagt, dass Personen, die berechtigt sind, in einem anerkannten Spezial-gebiet ttig zu werden, eine angemessene Ausbil-dung erhalten und ber einschlgige Kenntnisse im Strahlenschutz verfgen mssen. Weitere relevante Gesetze fr die Berufsausbung als MTRA sind die Rntgenverordnung vom 1. Juli 2002 (Geltungsbe-reich Radiologische Diagnostik und die Behandlung mit Rntgenstrahlen) und die Strahlenschutzver-ordnung vom 1. August 2001 (Geltungsbereich Nuk-learmedizin und Strahlentherapie).

    In radiologischen Abteilungen stehen eine Reihe von bildgebenden Modalitten zur Verfgung, an denen MTRA entweder eigenstndig auf Anforde-rung des Arztes Rntgenuntersuchungen durchfh-ren oder aber dem Arzt assistieren, wie z. B. in der Angiographie. Bei allen Ttigkeiten steht der Patient im Mittelpunkt. MTRA haben gewissermaen eine

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    Schlsselposition hinsichtlich der verschiedenen T-tigkeiten in der Radiologie. Im Umgang mit Patien-ten sind Hilfsbereitschaft, Einfhlungsvermgen und Anpassungsfhigkeit, aber auch Geduld, Zu-rckhaltung und Verschwiegenheit erforderlich.

    Wie in jedem medizinischen Beruf muss ein/eine MTRA im Umgang mit Schwerverletzten und Schwerkranken, mit Erste-Hilfe-Manahmen, Hy-giene und Sauberkeit sowie Instrumentenpflege vertraut sein. Ein gesunder Menschenverstand und ein klares, rasches Denken, v. a. in Notfallsituationen, gehren dazu. MTRA stehen wie rzte, Rechtsan-wlte und Geistliche unter dem Gebot der Schweige-pflicht. rzte und nichtrztliches Personal, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen infolge ihres Be-rufs anvertraut worden ist und das sie in dessen Aus-bung wahrgenommen haben, werden bestraft. Die Verletzung des Berufsgeheimnisses ist auch nach Be-endigung der Berufsausbung oder des Studiums strafbar.

    Auszug aus dem DeutschenStrafgesetzbuch (StGB) 203, Abs. 1: Wer unbefugt ein fremdes Geheimnis, namentlich ein zum persnlichen Lebensbereich ge-hrendes Geheimnis oder ein Betriebs- und Ge-schftsgeheimnis, offenbart, das ihm als1. Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker oder Ange-

    hriger eines anderen Heilberufes, der fr die Berufsausbung oder die Fhrung der Berufsbe-zeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung erfordert,

    2. Berufspsychologen mit staatlich anerkannter wissenschaftlicher Abschlussprfung,

    3. Rechtsanwalt usw.

    anvertraut worden oder sonst bekannt geworden ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder Geldstrafe bestraft.

    203 Abs. 3: Den in Abs. 1 Genannten stehen ihre berufsmig ttigen Gehilfen und die Personen gleich, die bei ihnen zur Vorbereitung auf den Beruf ttig sind.

    203 Abs. 4: Die Abstze 13 sind auch anzu-wenden, wenn der Tter das fremde Geheimnis nach dem Tode des Betroffenen unbefugt offenbart.

    Der Patient kann allerdings den Arzt und andere von der Schweigepflicht entbinden.

    Neben der Betreuung der Patienten hat die/der MTRA eine Reihe von technischen Aufgaben zu er-ledigen. Die Qualitt einer Rntgenaufnahme hngt im Wesentlichen von der technischen Durchfh-rung ab, d. h. die Lagerung des Patienten, die Aus-wahl der Aufnahmeparameter einschlielich Film-Folien-Kombination, Zentrieren und Begrenzen des Nutzstrahls sowie die Anwendung geeigneter Strah-lenschutzmittel liegen in der Verantwortung der/des MTRA. MTRA haben einen wesentlichen Anteil an der Begrenzung der bentigten Dosis fr eine Rnt-genaufnahme. Die Digitalisierung in der Radiologie in den letzten Jahren fhrte zu weiteren Einfluss-gren auf die Bildqualitt. Mithilfe von Bildbe-arbeitungsprogrammen knnen digitale Bilder nachbearbeitet werden und in einem digitalen Ar-chiv gespeichert werden.

    Die Digitalisierung der Projektionsradiographie, Rntgeninformationssysteme (RIS) und elektro-nische Archive (PACS) vernderten die alltglichen Anforderungen und setzen eine hohe Bereitschaft fr Fort- und Weiterbildung voraus. Dies gilt auch fr Computertomographie (CT), Magnetresonanz-tomographie (MRT), Durchleuchtung und Angio-graphie. Darber hinaus gehrt die Durchfhrung der vielfltigen Qualittskontrollen in der Radiolo-gie ebenso zum Aufgabengebiet der/des MTRA wie die administrativen Aufgaben.

    1.1.1 Der Patient

    MTRA haben eine Brckenfunktion zwischen Mensch und Technik, denn die Ttigkeit in der Ra-diologie bringt es mit sich, auf der einen Seite hoch-komplexe Technik zu bedienen und auf der anderen Seite den Patienten durch die Untersuchung zu fh-ren. Ein angemessener Ton und ein freundlicher Umgang mit den Patienten gehren zum Wichtigs-ten in der Ttigkeit eines Arztes und des nichtrzt-lichen Personals, seien es MTRA oder Pflegeperso-nal. Patienten haben ein Recht darauf, unabhngig ihres sozialen Status, ihrer Religionszugehrigkeit, ihrer Rasse, Geschlecht, Alter oder womglich einer Behinderung behandelt zu werden.

    Der erste Eindruck der Rntgenabteilung prgt sich dem Patienten ein. Er beurteilt die Abteilung nicht nach gut zentrierten Rntgenaufnahmen, son-

    1.1 Der Beruf des/der Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten/-in (MTRA)

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

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    dern danach, wie er behandelt und betreut wird. Das ntige Verstndnis und das richtige Einfhlungsver-mgen fr die psychische Situation, in der sich der Patient befindet, sind insbesondere dem Berufsan-fnger nicht angeboren und stellen selbst erfahrene MTRA immer wieder vor neue Herausforderungen. Anleitung durch berufserfahrene MTRA und der Besuch geeigneter Fortbildungen sind daher uner-lsslich. In ein Rntgeninstitut kommen viele Men-schen, die unterschiedlich auf uns wirken und unter-schiedlich auftreten. Ob ein Patient z. B. sympathisch oder unsympathisch auf uns wirkt, hngt z. T. vom Patienten, z. T. aber auch von uns selbst ab. Im Fol-genden sollen einige Mglichkeiten angesprochen werden, welche Patienten uns im Alltag begegnen knnen:4 Der dankbare Patient tritt freundlich und be-

    scheiden auf, befolgt, was von ihm gewnscht wird, und ist dankbar fr jede Aufmerksamkeit, die ihm entgegengebracht wird. Er kann seine Dankbarkeit auch in Worten zum Ausdruck bringen. Bei diesem Patienten ist darauf zu ach-ten, dass er mglicherweise sein Unbehagen oder seine Angst nicht uert.

    4 Der wortkarge, dankbare Patient ist nicht we-niger dankbar, findet aber die richtigen Worte nicht so leicht.

    4 Der wortkarge, mrrische Patient hadert evtl. mit seinem Schicksal, ist unzufrieden wegen seiner Krankheit und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten, z. B. der Anfertigung einer Rntgenaufnahme. Er wirkt in seiner Art oft verletzend, ohne sich dessen bewusst zu sein. Vielleicht drckt der Patient sich so aus, weil er mit seiner Situation nicht zurechtkommt. Es kann sein, dass er, wenn er mit dem rechten Wort zur rechten Zeit angesprochen wird und mit Freundlichkeit, aber dennoch dezidiert behan-delt wird, beim Verlassen des Instituts eine ande-re Miene macht und vielleicht seine Einstellung gendert hat.

    4 Verngstigte Menschen bedrfen besonders ent-gegenkommender Betreuung. In diese Kategorie fallen meistens Kinder. Gerade in Abteilungen, in denen berwiegend Erwachsenenradiologie betrieben wird, muss das Bewusstsein vorhan-den sein, dass eine Untersuchung auch einmal lnger als geplant gehen kann und mehr Perso-

    nal erfordert. Kinder sind in der Radiologie keine kleinen Erwachsenen und mchten auer-dem nicht belogen werden. Falls eine i.v.-Injek-tion ntig sein sollte, ist es zwecklos, zu verheim-lichen, dass der Piks weh tut. Eine Erklrung in einfachen Worten vor jeder Handlung erzeugt die ntige Kooperationsbereitschaft fr eine ge-lungene Untersuchung. Ein Einheitsrezept fr den Umgang mit Kindern gibt es nicht, hier ist viel Geduld und Erfahrung ntig.

    4 Der nervse und verngstigte Patient beobachtet oft argwhnisch genau jede Bewegung, jeden Blick, jedes Wort und bezieht alles auf sich. Er versucht evtl. durch geschickte, vielleicht auch berrumpelnde Fragen von der/dem MTRA etwas ber seine Erkrankung zu erfahren. Es ist mglich, dass sich dieser Patient so verhlt, weil er befrchtet, eine Krebserkrankung zu haben. Der Umgang mit diesen Patienten ist schwierig und erfordert viel Fingerspitzengefhl.

    4 Der gesprchige oder geschwtzige Patient inte-ressiert sich schon nach dem zweiten Satz fr die persnlichen und privaten Angelegenheiten der Angestellten. Die verbale Verletzung des Patien-ten durch barsche Antworten sollte auf jeden Fall vermieden werden. Mit einer sachlichen Ge-sprchsfhrung ist dem Patienten am besten zu begegnen. Bei technisch schwierigen Aufnah-men kann der Patient darauf hingewiesen wer-den, dass die einzustellende Rntgenaufnahme eine gewisse Ruhe und Konzentration verlangt.

    4 Die Zahl der alten Menschen nimmt zu. Im Um-gang mit ihnen ist hchste Umsicht geboten. Der alte Mensch hat hufig Mhe, sich einzuordnen, um so mehr, wenn er pltzlich krank wird, in eine fremde Umgebung kommt und mit unper-snlicher Technik konfrontiert wird. Ein Rnt-genapparat wird als etwas Fremdes empfunden. Eine auf seine Bedrfnisse angepasste Kommu-nikation erleichtert ihm die Untersuchung. Bei gehrlosen oder sehr schwerhrigen Patienten kann auch einmal mithilfe eines Notizzettels der Ablauf erklrt werden. Es versteht sich von selbst, dass die Umgangsformen respektvoll bleiben mssen. Kein Patient soll so alt und so gebrech-lich er auch sein mag auf sein Alter oder seine Behinderung gestoen werden. Auch alte und behinderte Patienten werden nicht geduzt.

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    Das im Krankenhaus ttige Personal muss die Khle und Sterilitt, die viele Krankenhuser ausstrahlen, und das Unpersnliche eines Untersuchungsapparats wenigstens durch menschliche Wrme und Einfh-lungsvermgen ausgleichen. Gerade weil dies bei zu-nehmendem Zeit- und Leistungsdruck schwieriger wird, muss man sich diesen Grundsatz immer wieder ins Gedchtnis rufen. Besonders ist darauf zu achten, ob die Patienten Hilfe bentigen, um ihnen dann beim Aus- und Anziehen, ber die Trschwelle, auf die Fubank oder den Hocker am Durchleuchtungsgert zu helfen. Bei den fernbedienbaren Rntgengerten ist die Mithilfe des Personals wichtig: Dem mg-licherweise verngstigten Patienten muss erklrt wer-den, dass trotz Fernsteuerung Arzt und MTRA hilfs-bereit in der Nhe sind.

    Privatgesprche mit Kollegen/-innen vor Patien-ten sollten vermieden werden. Der Patient empfindet dies in der Regel als unhflich. Im Hrbereich des Patienten sollten Bemerkungen wie: Der Magen sitzt in der Kabine, die Lunge kann sich anziehen und gehen oder hnliches unterbleiben. Und schlie-lich: Es mag nur eine uerlichkeit sein, aber das gepflegte Erscheinungsbild des Personals ist fr den Patienten nicht ohne Bedeutung.

    1.2 Die Rntgenabteilung

    Anhand der folgenden Unterkapitel wird der Weg eines Patienten durch eine Rntgenabteilung von der Anmeldung bis zur fertigen Untersuchung exempla-risch dargestellt. Dies gilt sowohl fr eine analog als auch fr eine digital arbeitende Abteilung.

    1.2.1 Wie funktioniert eineRntgenabteilung?

    Um einen reibungslosen Untersuchungsablauf mit kurzen Wartezeiten zu gewhrleisten, ist eine gute Organisation Voraussetzung. Mit einer kompetent besetzten Anmeldung steht und fllt der Erfolg des Betriebsablaufes, erst recht in einer digitalen Abtei-lung. Das wird hufig unterschtzt. Die Zeiten, zu denen ein Durchleuchtungsgert und mehrere kon-ventionelle Bucky-Arbeitspltze vorhanden waren, sind vorbei. Eine moderne Abteilung muss kon-

    ventionelle Arbeitspltze, Durchleuchtungsgerte, C-Bogenanlagen fr die Angiographie, Schockraum und Grogerte wie CT und MRT im Blick haben.

    Eine MTRA in der Anmeldung, die die Untersu-chungsablufe, deren Zeitbedarf und die apparative Ausstattung der Abteilung kennt, kann entsprechend Gerte- und Untersuchungszeiten buchen. Unklare, unplausible oder technisch sinnlose Anforderungen werden bereits bei der Anmeldung zuverlssig aus-sortiert. Das Personal ist hier sehr gefordert und in Abteilungen mit vielen stationren und ambulanten Patienten sind Konfrontationen, hufig mit dem Personal anderer Abteilungen, nicht auszuschlieen. Trotzdem soll jedem Patienten, Stationspersonal und allen Fragenden stets in gutem Ton begegnet werden; dies gilt insbesondere fr den Patienten, der sich fragend und Hilfe suchend in einer neuen Um-gebung bewegt. Der Patient soll das Gefhl haben, dass er willkommen ist.

    In den seltensten Fllen findet sich der Patient aus freien Stcken in der Abteilung ein. Grundlage fr die Rntgenuntersuchung ist eine konkrete Fra-gestellung eines zuweisenden Arztes. Idealerweise stellt der Zuweiser eine Verdachtsdiagnose und no-tiert eine Fragestellung, z. B. Verdacht auf Sinusitis maxillaris. Danach obliegt es dem Facharzt (Radio-loge), die rechtfertigende Indikation festzustellen. In der Routine findet sich jedoch meist das Vorgehen, dass der anfordernde Arzt bereits das gewnschte Untersuchungsverfahren angibt. Dies ndert nichts daran, dass die Anforderung vom Radiologen zu prfen ist ( 23 RV). Verfahren, die ohne die An-wendung ionisierender Strahlung zur Beantwortung der Fragestellung fhren, sind vorzuziehen.

    Vor der Rntgenuntersuchung sind von jedem Patienten die Personalien aufzunehmen: Name, Vor-name, Geburtsdatum, Wohnort und Kostentrger, bei Kindern auch der Name des versicherten Eltern-teils. Wichtig ist auch die Telefonnummer, falls eine Terminnderung erforderlich wird. Wurde der Pa-tient vorher in einem Krankenhausinformationssys-tem aufgenommen, werden diese Stammdaten idea-lerweiser an das Radiologieinformationssystem bermittelt.

    Die Rntgenverordnung (RV) 23 verpflichtet zur sog. Strahlenanamnese, d. h. der Patient muss nach entsprechenden vorausgegangenen rntgeno-logischen oder nuklearmedizinischen Untersuchun-

    1.2 Die Rntgenabteilung

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

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    gen befragt werden. Ein Rntgennachweisheft (Rnt-genpass des Patienten) erleichtert die Befragung. Vor der Durchfhrung einer Rntgenuntersuchung muss zumindest nach dem Rntgennachweisheft gefragt werden. Eine Verpflichtung zur Fhrung des Rntgenpasses besteht allerdings nicht. Wird jedoch vom Patienten ein Pass vorgelegt, so mssen die nachfolgenden Rntgenuntersuchungen eingetra-gen werden ( 28 RV). Fr Patienten, die noch keinen Rntgenpass besitzen, sind derartige Psse vorzuhalten und anzubieten. Bei Frauen im gebr-fhigen Alter ist eine Schwangerschaft vor Anwen-dung ionisierender Strahlung auszuschlieen. Wird eine Magnetresonanztomographie durchgefhrt, stellen ein Herzschrittmacher, ein Defibrillator oder hnliche Implantate (z. B. Cochleaimplantat) eine absolute Kontraindikation dar.

    War der Patient bereits fr frhere Untersuchun-gen in der Abteilung, sind die vorhandenen Rnt-genbilder herauszusuchen. Die Voraufnahmen wer-den auch zur Feststellung der rechtfertigenden Indi-kation bentigt. Handelt es sich um einen neuen Patienten, ist eine Rntgentte und ggf. ein Scribor-streifen anzulegen. Es ist dafr zu sorgen, dass die Unterlagen zgig am Arbeitsplatz ankommen, an dem die Untersuchung durchgefhrt wird, sodass die/der dort ttige MTRA von der Anwesenheit des Patienten Kenntnis nimmt.

    Wird in der Abteilung mit einem RIS und einem PACS (Picture Archiving and Communication Sys-tem, vgl. 7 Kap. 1.9) gearbeitet, wird zunchst die Untersuchung eingebucht und die Daten elektro-nisch an den Arbeitsplatz bermittelt. Die Kommu-nikation zwischen RIS und PACS erfolgt mit dem sog. HL7-Standard (Health Level 7). Am Arbeits-platz sind die Patientendaten vor Untersuchungsbe-ginn an der Modality Worklist aufzurufen. Damit werden die angefertigten Aufnahmen dem Patienten zugeordnet. Bei Speicherfolienkassetten mssen die Kassetten vor dem Auslesen mittels Kassettenbar-code und Modality Worklist des Auslesesystems dem untersuchten Patienten zugeordnet werden. Sind Voraufnahmen vom Patienten vorhanden, mssen diese aus dem digitalen Bildarchiv an der Workstation aufgerufen werden. Dies wird bei den meisten PAC-Systemen durch eine Prefetch-Funk-tionalitt (automatisches Vorladen relevanter Bilder aus dem Archiv) erleichtert.

    Die Wartezeit wird dem Patienten in einem hellen, freundlichen, aufgerumten und sauberen, gelfteten und gut temperierten Wartezimmer mit Lektre und mglichst bequemer Sitzgelegenheit verkrzt. Sitz- und Spielgelegenheiten fr Kinder sollten vorhanden sein. Bei unvorhergesehen langer Wartezeit wird dem Patienten der Grund mitgeteilt und um sein Verstndnis gebeten. Ganz entschei-dend ist an diesem Punkt, dass der Patient wirklich kompetent informiert wird. Meistens haben die Pa-tienten fr Wartezeiten im Klinikbetrieb Verstnd-nis. Kein Verstndnis hat ein Patient jedoch dafr, dass er nicht informiert wird und nicht wei, wie lange er warten muss. Je nach Grund der Verzge-rung ist der Wartende ber den Fortgang der Arbeit zu informieren, sodass er das Gefhl bekommt, nicht vergessen worden zu sein.

    Schwerverletzte und Verletzte haben Vorrang. Wichtig ist ein gezieltes Vorgehen und den Patienten um Mithilfe zu bitten, damit die weitere Untersu-chung in seinem eigenen Interesse rasch durchge-fhrt werden kann. Verletzte werden auf einer Un-fallliege oder im Rollstuhl mglichst umgehend in einen Rntgenraum gefahren. Bei schwersten Ver-letzungen, z. B. der Wirbelsule, muss zur Lagerung ein Arzt geholt werden.

    1.2.2 Untersuchungsraumund Rntgenuntersuchung

    Der Patient wird erst unmittelbar vor der Untersu-chung in die Kabine gerufen oder gefhrt. Das Warte-zimmer ist zum Warten da und die Kabinen zum Aus- und Ankleiden! Das Warten in der engen, halb-dunklen Kabine ist fr den entkleideten Patienten unangenehm. Leider kommt es immer wieder vor, dass Patienten in der Kabine vergessen werden oder die im angrenzenden Untersuchungsraum gefhr-ten Arzt-Patienten-Gesprche und die Untersu-chung miterleben mssen. Der/die aufmerksame MTRA begleitet ltere, geh- und sehbehinderte Pa-tienten in die Kabine und fragt, ob er/sie beim Aus- und Ankleiden behilflich sein kann.

    Schwerkranke und Schwerverletzte, die direkt in die Rntgenabteilung eingeliefert werden, werden vordringlich untersucht. Patienten mit Schulter-Arm-Verletzungen mssen vorsichtig ausgekleidet

  • 17

    werden: zuerst die gesunde, unverletzte Seite von Kleidern befreien, dann das Hemd oder den Pullo-ver bis zum Hals aufrollen und ber den gebeugten Kopf nach vorne abstreifen. Beim Ankleiden beginnt man mit der verletzten Seite, dann folgt die gesunde Seite. Beim Auskleiden der Hose geht man entspre-chend vor. Sie wird weit heruntergestlpt, dann zu-nchst am gesunden Bein weggezogen und uerst vorsichtig am kranken Bein. Bei schwerverletzten Patienten werden die Kleidungsstcke aufgeschnit-ten. Dabei ist Sorge zu tragen, dass der Patient so gelagert wird, dass ihm wenig Schmerzen und wenig Anstrengung zugemutet werden.

    Bei Erbrechen und schweren Blutungen aus Mund und Nase mssen die Patienten in Seitenlage gebracht werden, damit sie Erbrochenes oder Blut nicht aspirieren. Eine hohe Anforderung wird an die Arbeit im interdisziplinren Team gestellt. Bei Un-fallpatienten muss sich die/der MTRA den Weg zum Patienten hufig am Ansthesisten, Chirurgen und am Pflegepersonal vorbei regelrecht freikmpfen. Beim Anfertigen der Aufnahmen muss immer auch auf den Strahlenschutz der umstehenden Personen geachtet werden. Das Drngeln nach den ersten Bil-dern ist dabei an der Tagesordnung und kein Grund, sich verunsichern zu lassen. In groen Kliniken wer-den Unfallpatienten mittlerweile in sog. Schock-rumen erstversorgt, die fr die interdisziplinre Zusammenarbeit konzipiert sind und ber umlage-rungsfreie Transportsysteme verfgen. In Schock-rumen kommt meist ein CT und eine konventionelle Rntgeneinrichtung zum Einsatz.

    Der/die MTRA muss sich die Zeit nehmen, dem Patienten zu erlutern, was fr eine Untersuchung durchgefhrt wird, wie sie abluft und evtl. wie lange sie dauert. Damit Frauen nicht mit entbltem Oberkrper dem Arzt oder dem/der MTRA im Un-tersuchungsraum entgegentreten mssen, erhalten die Patientinnen ein praxis- oder krankenhauseige-nes Hemd. Auf das Schamgefhl pubertierender Patienten muss ebenfalls Rcksicht genommen werden. Untersuchungen wie die Mammographie sollten nach Mglichkeit von weiblichem Personal durchgefhrt werden.

    Der Untersuchungsraum muss sauber, aufge-rumt und belftet sein. Es drfen keine gebrauchten oder gar verschmutzten Gegenstnde herumliegen. Der Patient soll den Eindruck haben, dass man ihn

    erwartet und er nicht die nchste Nummer ist. In den abgedunkelten Rntgenuntersuchungsrumen knnen sich ltere Patienten (ohne Brille und ohne Gehstock) oft schlecht orientieren und sind daher fr Hilfe dankbar.

    Langes Liegen auf einem harten Untersuchungs-tisch kann durch eine saubere, weiche Unterlage und Kissen, ggf. noch durch eine Decke, erleichtert wer-den. Im Untersuchungsraum muss alles vorhanden sein, was gewhnlich oder in Ausnahmefllen fr die Untersuchung bentigt wird. Es macht einen schlechten Eindruck auf den Patienten, wenn der/die MTRA zu Beginn der Untersuchung fortluft, um verschiedenes Zubehr zu holen.

    Damit der Patient keinen Schrecken bekommt, wird darauf hingewiesen, dass sich z. B. die Rntgen-rhre ber dem Patienten oder der Untersuchungs-tisch mit dem Patienten whrend der Untersuchung bewegt. Der Patient sollte mglichst nur kurz im Rntgenraum allein gelassen werden. Schwerver-letzte oder verwirrte Patienten, Unruhige, Bewusst-lose oder Patienten mit starkem Erbrechen drfen nicht ohne Aufsicht bleiben.

    Muss eine misslungene Aufnahme wiederholt werden, sollte der/die MTRA dem Patienten den wahren Grund fr die Notwendigkeit einer Wieder-holung der Untersuchung angeben. Wenn es das Verschulden der/des MTRA ist, sollte er/sie dies ein-gestehen. Das Personal macht sich unglaubwrdig, wenn es immer dem Patienten die Schuld zuschiebt, z. B. mit der Bemerkung, er habe die Rntgenauf-nahme verwackelt oder veratmet. Da sich der Patient in der Regel ernsthaft bemht, bei der Unter-suchung alles richtig zu machen, schtzt er sein Fehl-verhalten oder das des/der MTRA richtig ein und mchte nicht fr dumm verkauft werden.

    Wiederholungsaufnahmen sind aus strahlen-hygienischen Grnden mglichst zu vermeiden. Zudem ist die rechtfertigende Indikation zu be-achten.

    Nach der Entwicklung bzw. dem Auslesen der Rnt-genbilder ist auf die Dokumentation der in der Rnt-genverordnung 28 geforderten Parameter zu ach-ten. Die Rntgentte wird mit den angefertigten

    1.2 Die Rntgenabteilung

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

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    Aufnahmen vervollstndigt. Ist ein PACS vorhanden, werden die Aufnahmen elektronisch archiviert.

    Sind die Rntgenaufnahmen fertig oder die Rntgenuntersuchungen vom Arzt abgeschlos-sen, so ist das Interesse des Patienten am Ergeb-nis der Untersuchung verstndlich. Das nicht-rztliche Personal ist jedoch zu einer Auskunft ber das Resultat nicht berechtigt.

    Das Personal sollte auch keine Andeutungen mit Worten oder Mimik machen. Untersuchungsergeb-nisse teilt ausschlielich der untersuchende oder der behandelnde Arzt mit.

    Die Rntgenbilder bleiben Eigentum des Arztes oder der Abteilung. Sie werden dem Patienten nur in begrndeten Fllen ausgehndigt oder dem be-handelnden Arzt, Gutachter und krankenhaushn-lichen Institutionen bergeben. Hierfr ist allerdings das Einverstndnis des Patienten einzuholen. Wer-den aus einem PACS Archiv-CDs erstellt, soll auf DICOM-Konformitt (DICOM=Digital Imaging and Communications in Medicine, vgl. 7 Kap. 1.9)geachtet und die Aufnahmen nicht in einem simplen Grafikformat (z. B. JPG oder TIFF) gespeichert wer-den. Dies fhrt sonst dazu, dass die Aufnahmen beim Betrachter ggf. nicht in ein vorhandenes PACS als Fremdaufnahmen bernommen werden knnen. Abschlieend wird der Patient freundlich verab-schiedet und zur Tr begleitet. Damit wird der sym-pathische Eindruck, den der Patient vom Institut erhalten hat, noch verstrkt.

    1.2.3 Kinder in der Radiologie

    Kinder haben in dunklen Rumen Angst und lassen sich gerne an die Hand nehmen oder tragen. Durch ein Glockenspiel, einen Teddybr oder ein besonde-res Bild an der Wand knnen sie abgelenkt werden. Bei der Untersuchung kann die Anwesenheit eines begleitenden Elternteils auf das Kind beruhigend wirken. Allerdings darf sich der/die MTRA auch das Recht herausnehmen, die Eltern aus dem Raum zu schicken, wenn dadurch eine bessere Aufnahme ge-whrleistet wird. Der/die einfhlsame MTRA soll

    dem Kind in angemessenen Worten erklren, was gemacht wird, dass die Untersuchung nicht schmerz-haft ist und selbst der Stich mit einer Injektionsnadel rasch vorbei ist. Sofern in der Abteilung vorhanden, kann mit einem Lokalansthetikum in Salbenform die Injektion sogar schmerzfrei durchgefhrt wer-den. Werden kalte Rntgenkassetten als unange-nehm empfunden, knnen diese vorher angewrmt werden. Dies empfiehlt sich besonders fr Aufnah-men auf einer neonatologischen Station. Wird dem Kind eine kleine Belohnung in Aussicht gestellt, muss das Versprechen eingehalten werden. Untersu-chungen bei Kindern verlangen ein besonderes Ein-fhlungsvermgen, viel Zeit und Geduld. Dies sollte auch bei der Terminplanung bercksichtigt werden. Fr Wartezeiten haben Kinder kein Verstndnis!

    Aufgrund der greren Strahlensensibilitt der Kinder ist zwingend eine groe Sorgfalt im Hinblick auf den Strahlenschutz notwendig und die Strahlen-exposition ist mit allen zur Verfgung stehenden Mitteln zu reduzieren (z. B. hochempfindliche Film-Folien-Systeme, Aufhrtung der Strahlung durch Zusatzfilter, enges Einblenden des Strahlenfeldes, gepulste Durchleuchtung). Insbesondere bei Md-chen ist zu beachten, dass sich die Gonaden whrend der Entwicklung von kranial nach kaudal verschie-ben (. Abb. 1.1). Sehr strahlensensibel ist das blut-bildende rote Knochenmark. Beim Kind besteht immer die Gefahr, dass mit dem Strahlenfeld ein grerer Teil des roten Knochenmarks exponiert wird als beim Erwachsenen. Die Verteilung des roten Knochenmarks ist in . Abb. 1.2 dargestellt. In Be-reichen mit viel rotem Knochenmark muss eng ein-geblendet werden.

    Zur Belichtungssteuerung beim Kind ist darauf hinzuweisen, dass eine grere Schwrzung des Bilds mit einer hheren kV-Zahl erreicht werden soll, und nicht mit einer hheren mAs-Zahl. Wird eine geringere Schwrzung bentigt, ist vornehm-lich die mAs-Zahl zu reduzieren. Dabei ist abzu-wgen, ob der dadurch geringere Kontrast der Auf-nahme die Befundung zu sehr beeintrchtigt. Kn-nen Aufnahmen von Frakturen etc. ohne konven-tionellen Gips angefertigt werden, ist dies zu tun, da sich die Dosis bei nassem Gips etwa viertelt und bei trockenem Gips etwa halbiert! Bei Baycast oder Polyurethan ist der Unterschied nicht mehr so gro, es kann etwa eine kV- oder eine mAs-Stufe gespart

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    werden. Gleiches gilt fr die Streustrahlenraster. Bei Aufnahmen ohne Raster kann ein Viertel der Dosis gespart werden. Abschlieend sei auf eine Besonder-heit bei konventionellen Film-Folien-Systemen hin-

    gewiesen. Fr die Pdiatrie sind Kassettensysteme mit einem Karbondeckel vorhanden, der besonders strahlendurchlssig ist. Damit lassen sich nochmals 12 kV- oder mAs-Stufen Dosis einsparen.

    . Abb. 1.2Verteilung des blutbildenden, roten Knochenmarks beim Kind und beim Erwachsenen

    . Abb. 1.1Entwicklung der Gonaden whrend der Entwicklung von kranial nach kaudal

    1.2 Die Rntgenabteilung

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

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    1.2.4 Zubehr im Rntgenraum

    Auer dem erforderlichen Strahlenschutzzubehr (s. S. 17) gehren zum Rstzeug einer Rntgenun-tersuchung verschieden groe Bleigummiabdeckun-gen fr Kassetten oder Bleigummiabdeckungen fr den Patienten, um berbelichtungen durch Streu-strahlen an den Krperkonturen zu vermeiden. Wei-tere unerlssliche Hilfsmittel sind Bleibuchstaben zur Seitenbezeichnung sowie Zahlen und Schriftzei-chen zur Aufbelichtung auf die Filme oder Speicher-folien. Fr jede Rntgenuntersuchung soll eine an-gemessene Anzahl an Kassetten mit geeigneten Film-Folien-Systemen bereitstehen, die nicht im Untersuchungsraum gelagert werden. Verschieden groe und unterschiedlich geformte Lagerungshilfen aus Schaumstoff und Holz, Bnder und Sandsck-chen zum Fixieren, Reismehlsckchen zum Dicken-ausgleich oder Ausgleichfilter (z. B. Keil-, Schulter- oder Schdelfilter) und ein Kompressionsband dr-fen nicht fehlen. Gerade Kompressionsbnder sind an neuen Anlagen aus der Mode gekommen, liefern jedoch z. B. bei adipsen Patienten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Bildqualitt. Zum Zu-behr gehren auch spezielle Lagerungs- und Fixie-rungshilfen fr Suglinge (z. B. Babixhlle) und Kleinkinder sowie technische Gerte fr gehaltene Aufnahmen und Gewichte fr Belastungsaufnah-men. Werden hufig Aufnahmen im Stehen ange-fertigt, kann eine Halterung am Rasterwandstativ hilfreich sein, an der sich der Patient festhlt. Auf weiteres spezielles Zubehr wird bei den entspre-chenden Untersuchungen eingegangen.

    Fr den Patienten steht am Untersuchungstisch eine Fubank oder ein Schemel, sofern der Tisch nicht hhenverstellbar ist. Abwaschbare, strahlendurchls-sige Schaumstoffunterlagen und Tcher aus Stoff oder Papier sowie Kopfkissen liegen fr den Untersu-chungstisch bereit. Der Patient erhlt ggf. ein Abdeck-tuch, eine Decke oder ein Hemd. Eine Rolle unter den Knien erleichtert das ruhige Liegen. Das Zubehr muss pfleglich behandelt, mit geeigneten Desinfek-tionsmitteln gereinigt und tglich auf Vollstndigkeit und Funktionsfhigkeit berprft werden.

    In Unfallrntgenrumen (Schockraum) sind eine Sauerstoff- und Absaugeinrichtung wichtig. Auer den Notfallmedikamenten (s. Anhang) sollen vor-handen sein:

    4 Blutdruckmessgert und Stethoskop,4 Stauschlauch,4 Schere und Pinzette,4 Einmalhandschuhe,4 Hautdesinfektionslsungen,4 Tupfer und sterile Kompressen,4 Einmalspritzen und Kanlen einschlielich Ver-

    weilkanle,4 Infusionen (Volumenersatz),4 Infusionsstnder,4 Klebestreifen.

    Je nach Funktion des Rntgenraums knnen hufig bentigte Medikamente (z. B. Spasmolytikum oder Antihistaminikum) im Rntgenraum aufbewahrt werden. Fr die sonst in einer Rntgenabteilung er-forderlichen Medikamente sollte ein sicherer Auf-bewahrungsort bestimmt werden. Rntgenkontrast-mittel werden auerhalb des Rntgenraums dunkel gelagert. Medikamente, die dem Betubungsmittel-gesetz unterliegen, mssen unter Verschluss gehal-ten werden.

    1.2.5 Hygiene in der Rntgenabteilung

    In den vergangenen Jahrzehnten haben rzte, MTA und die ffentlichkeit erneut lernen mssen, dass der Patient im Krankenhaus unabhngig von seiner Grunderkrankung spezifischen Gefahren infektiser Natur ausgesetzt ist. Diese im Krankenhaus er-worbenen Infektionskrankheiten werden heute als Krankenhaus-, Hospital- oder Nosokomialinfek-tionen bezeichnet. Eine sorgfltige Hygiene gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.

    In den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts wer-den radiologische Einrichtungen in die Bereiche mit mittlerem Infektionsrisiko eingestuft. In Abhngigkeit von Untersuchungsart und Erkrankungen sind diffe-rente antiinfektise Manahmen erforderlich.

    Konventionelles RntgenIm Untersuchungsablauf kommt es zum Kontakt der Hnde des Personals mit der Krperoberflche des Patienten, Lagerungshilfen, Bedienelementen der Rntgenanlage, Entwicklungsmaschinen, digitale Ausleseeinheiten, Trklinken, PC-Tastaturen etc. Die hygienische Hndedesinfektion ist die entschei-

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    dende Manahme zur Vermeidung von Kreuzinfek-tionen. Leicht zugngliche Waschbecken mit Seife und Desinfektionsmittel sind obligat, das Tragen von Handschuhen bei Infektionsgefhrdung an-gezeigt. Eine gezielte Apparatedesinfektion ist nach Kontamination mit Sekreten, Exkreten und Blut er-forderlich. Untersuchungsliegen und Lagerungs-hilfen werden heute berwiegend durch Einwegab-deckungen vor Verschmutzung und Kontamination geschtzt, ebenso Filmkassetten bei der Rntgenauf-nahme am Patientenbett.

    Interventionelle RadiologieMit zunehmender Dauer und Komplexitt der inva-siven Eingriffe unter Durchleuchtung nimmt nicht nur die Strahlenbelastung, sondern auch die Infek-tionsgefhrdung zu. Interventionsdiagnostische Ver-fahren mit Implantation von Stents, Prothesen, Filtern und Embolisationen sowie bildgesteuerte Biopsien verlangen chirurgische Hndedesinfektion, sterile Schutzkleidung, Kopfbedeckung, Mund-Nasen-Schutz, bei zu erwartenden Blutspritzern Schutz-schirm oder -brille sowie adquate Patienten- und Apparateprparation. Operationshnliche Hygiene-standards (Schleuse, Materiallager, Klimatechnik) sind allein schon wegen der potenziellen Notwendig-keit der Fortsetzung von Eingriffen durch offene Chi-rurgie im Fall von Komplikationen wnschenswert.

    Immunsupprimierte PatientenBei Aufnahmen bei immunsupprimierten Patienten mit Knochenmarktransplantation sind folgende Manahmen zu prfen:4 Einzelzimmer: Schutzkittel bei Patientenkontakt

    (Schutzkittel verbleibt im Zimmer oder in der Schleuse),

    4 hygienische Hndedesinfektion vor Betreten des Zimmers, vor aseptisch durchzufhrenden Manahmen, nach Kontakt mit infektisem Material,

    4 Wischdesinfektion aller Kontaktflchen (z. B. Rntgenkassetten),

    4 sterile Abdeckung fr patientennahe Teile der Rntgenanlage.

    Patienten mit MRSAEntscheidend ist die Hndedesinfektion (mind. 30 Sekunden) vor und nach dem Patientenkontakt. Die

    Umgebungskontamination durch MRSA (Multi-resistenter Staphylococcus aureus) kann reduziert werden, wenn sich auch der Patient vor der Unter-suchung die Hnde mit alkoholischem Hndedes-infektionsmittel desinfiziert. Durch das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes soll verhindert werden, dass der Patient seine Hnde durch Berhren der eige-nen Nase (natrliches Reservoir von S. aureus) immer wieder kontaminiert.

    Darber hinaus sollten Personen, die direkten Kontakt zum Patienten haben, Handschuhe und einen langrmeligen Schutzkittel tragen. Ein Mund-schutz ist dann erforderlich, wenn die Mglichkeit besteht, dass man direkt angehustet wird (Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt). Eine Hndedesinfektion ist zudem auch nach Berhrung von Bett oder Ober-flchen notwendig, die mit dem Patienten unmittel-bar in Berhrung kamen.

    In der Regel werden zwei technische Assistenten bentigt. Ein Mitarbeiter bedient die Gerte, ffnet oder schliet Tren und fhrt alle Ttigkeiten ohne Patientenkontakt aus. Der andere trgt die oben angegebene Schutzkleidung, lagert und betreut den Patienten und ist fr die Wischdesinfektion der vom Patienten berhrten Flchen zustndig. Er entsorgt nach Untersuchungsende auch evtl. verwendetes Abdeckpapier in einem geschlossenen Abfalleimer (normaler Klinikmll). Nicht unbedingt zwingend, aber empfehlenswert, ist die Einbestellung des Pati-enten am Ende des jeweiligen Tagesprogramms.

    Ansteckungsfhige TuberkulosePatienten mit offener, also ansteckungsfhiger Lun-gentuberkulose, sollten einen chirurgischen Mund-schutz tragen. Eine spezielle Klimatisierung wre ideal, ist aber in der Regel nicht verfgbar. Daher sollten TBC-Patienten am Schluss des Tagespro-gramms ohne Wartezeit im allgemeinen Wartebe-reich einbestellt werden. Alle Personen, die sich im gleichen Raum mit dem Patienten befinden, mssen eine Maske mindestens der Schutzstufe FFP2 tragen. Beim Anlegen ist auf sorgfltigen Dichtsitz zu achten (vorher trainieren!).

    Bei mechanischer Belftung des Untersuchungs-raumes muss die Klimaanlage entweder auf Unter-druck um- oder ganz abgeschaltet werden, um eine Erregerausbreitung in umliegende Rume zu ver-meiden. Dementsprechend mssen die Tren zum

    1.2 Die Rntgenabteilung

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

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    umliegenden Bereich geschlossen gehalten werden, auch in benachbarten Rumen sollten sich keine Patienten mehr aufhalten. Nach Beendigung der Untersuchung kann nach einer 30-mintigen Lf-tung bei geffnetem Fenster zum Freien hin von einer ausreichenden Verdnnung evtl. im Raum schwebender Trpfchenkerne ausgegangen werden. Danach kann der Raum wieder normal benutzt wer-den. Eine Wischdesinfektion der Oberflchen ist nicht routinemig, aber nach Kontamination z. B. mit Sekret, erforderlich.

    HIV, Hepatitis B und CBei diesen und anderen im Krankenhausbereich durch Blutkontakt bertragenen Erkrankungen gelten die universellen Vorsichtsmanahmen zum Schutz vor Stichverletzungen und sonstigem Blut-

    .Tab. 1.1. Hygieneplan fr eine Rntgenabteilung

    Was Wann Womit Wie

    Hndereinigung Bei Betreten bzw. Verlassen des Arbeitsbereiches, vor und nach Patientenkontakt

    Flssigseife aus Spender Hnde waschen, mit Ein-malhandtuch abtrocknen

    Hygienische Hnde-desinfektion

    z. B. vor Verbandswechsel, Injek-tionen, Blutabnahmen, Anlage von Blasen- und Venenkathetern; nach Kontamination (bei grober Ver-schmutzung vorher Hnde wa-schen), nach Ausziehen der Hand-schuhe

    Alkoholisches Hndedesin-fektionsmittel

    Ausreichende Menge ent-nehmen, damit die Hnde vollstndig benetzt sind, verreiben bis Hnde trocken sind; kein Wasser zugeben

    Chirurgische Hndedesinfektion

    Vor OP-hnlichen Eingriffen 1. Alkoholisches Hndedesinfektionsmittel: Hnde und Unterarme 1 min waschen und (bei sichtbarer Ver-schmutzung) Ngel und Nagelfalze brsten, anschl. Hndedesinfektionsmittel whrend 3 min portions-weise auf Hnden und Unterarmen verreiben

    2. PVP-Iod-Seife: Hnde und Unterarme 1 min waschen und dabei Ngel und Nagelfalze brsten (nur bei sicht-barer Verschmutzung), anschl. 4 min waschen, unter flieendem Wasser absplen, mit sterilem Handtuch abtrocknen

    Hautdesinfektion Vor Punktionen, bei Verband-wechsel usw.

    z. B. (alkoholisches) Haut-desinfektionsmittel oder

    Sprhenwischensprhenwischen (Dauer: 30 s)

    Vor radiologischen Eingriffen, bei denen der Katheter nur durch eine Punktion eingefhrt wird

    PVP-Iod-Alkohol-Lsung Mit sterilen Tupfern mehr-mals auftragen und ver-reiben; Dauer: 1 min

    Vor radiologischen Eingriffen, bei denen der Zugang zum Gef ber eine chirurgische Inzision erfolgt

    Mit sterilen Tupfern mehr-mals auftragen und ver-reiben; Dauer: 3 min

    kontakt einschlielich des Impfschutzes gegenber Hepatitis B.

    Verwendung von Perfusorspritzen(Injektoren) und Kontrastmittelgebindenfr mehrere Patienten in FolgeDie Verwendung derartiger Infusionssysteme fr mehrere Patienten in Folge kann aus krankenhaus-hygienischer Sicht ohne Validierung durch den Her-steller nicht generell zugelassen werden. Fr das je-weilige System (Perfusor und berleitungssystem mit Rckschlagventilen) muss daher individuell durch Gutachten belegt werden, dass auch die Rck-diffusion kleiner Partikel mit ausreichender Sicher-heit ausgeschlossen werden kann. Einen exempla-rischen Hygieneplan fr eine Rntgenabteilung zeigt . Tab. 1.1.

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    .Tab. 1.1 (Fortsetzung)

    Was Wann Womit Wie

    Schleimhaut-desinfektion

    z. B. vor Anlage von Blasenkathetern z. B. PVP-Iod-Lsung ohne Alkohol

    Unverdnnt auftragen (Dauer: 30 s)

    Instrumente Nach Gebrauch Reinigungs- und Desinfektionsautomat, verpacken, auto-klavieren oder in Instrumentenreiniger einlegen, reinigen, absplen, trocknen, verpacken, autoklavieren. Bei Verlet-zungsgefahr: Zusatz von (aldehydischem) Instrumentendes-infektionsmittel

    Blutdruckman-schette, Kunststoff

    Nach Kontamination Mit Flchendesinfektionsmittel bzw. Isopropylalkohol (70%) abwischen, trocknen, oder Reinigungs- und Desinfektions-automat

    Blutdruckman-schette, Stoff

    Nach Kontamination In Instrumentenreiniger einlegen, absplen, trocknen, auto-klavieren, oder Reinigungs- und Desinfektionsautomat

    Stethoskop Bei Bedarf und nach Patienten-kontakt

    Isopropylalkohol (70%) Abwischen

    Sauerstoffanfeuch-ter (Gasverteiler, Wasserbehlter, Verbindungs-schlauch, Maske)

    Bei Patientenwechsel Reinigungs- und Desinfek-tionsautomat

    Trocken und staubfrei auf-bewahren oder reinigen, trocknen, autoklavieren

    Gerte, Mobiliar Einmal tglich Umweltfreundlicher Reiniger Abwischen

    Beatmungsbeutel Nach Gebrauch Reinigungs-und Desinfektionsautomat

    Rntgentische, Rntgenscheiben, Rntgenkassetten

    Nach Patientenkontakt; nach Konta-mination

    Flchendesinfektionsmittel Abwischen

    Waschbecken Einmal tglich Mit umweltfreundlichem Reiniger

    Abwischen

    Strahlregler Einmal pro Woche Reinigen, entkalken (z. B. Essigwasser, Splmaschine)

    Steckbecken, Urinflasche

    Nach Gebrauch Steckbeckensplautomat

    Fuboden Einmal tglich Umweltfreundlicher Reiniger Hausbliches Reinigungs-system

    Nach Kontamination Flchendesinfektionsmittel Wischdesinfizieren

    Abfall, bei dem Verletzungsgefahr besteht (z. B. Skal-pelle, Kanlen)

    Direkt nach Gebrauch (bei Kanlen kein Recapping)

    Entsorgung in durchstichsichere und fest verschliebare Kunststoffbehlter

    Nach Kontamination: nach Kontakt mit (potenziell) infektisem Material.

    1.2 Die Rntgenabteilung

  • Kapitel 1 Allgemeiner Teil

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    1.3 Strahlenschutz in der Radiolo-gischen Diagnostik

    1.3.1 Ionisierende Strahlung

    Rntgenstrahlen gehren zu den ionisierenden Strahlen und knnen bei der Anwendung am Men-schen sowohl krperliche (somatische) als auch Schden an den Keimzellen (genetische) hervor-rufen. Trotzdem ist der Nutzen der Rntgendiagnos-tik in der Medizin unbestritten, sofern die Anwen-dung der Rntgenstrahlung aus medizinischer Sicht geboten erscheint und mit fachlicher Kompetenz erfolgt.

    Die Wirkung der Rntgenstrahlung auf den Or-ganismus hngt von der bertragenen Strahlendosis und der Art des betroffenen Gewebes ab. Die Einheit fr die quivalentdosis im Strahlenschutz ist das Sievert (Sv). Um diese Gre anschaulich zu machen, kann man auf den Wert der jhrlichen natrlichen Strahlenbelastung aus dem Boden, der Umgebung (Gebude) und dem Kosmos zurckgreifen: Die na-trliche Belastung liegt in Deutschland im Jahres-mittel bei 2,4 Millisievert (mSv). Je nach Wohnort und Lebensgewohnheit schwankt der Wert zwischen 15 mSv.

    Beruflich strahlenexponierte Personen unterlie-gen der gesetzlich vorgeschriebenen Personendosis-berwachung. Die Ergebnisse der Auswertung der Filmdosimeter ber viele Jahrzehnte zeigt, dass bei 50% der beruflich strahlenexponierten Personen keine nachweisbare Dosis auftritt. Dennoch wird im statistischen Mittel die mehr hypothetische jhrliche Dosisbelastung aus beruflicher Strahlenexposition in der Medizin mit 1 mSv angegeben. Etwas verein-facht bedeutet das, dass die Strahlenbelastung der MTRA in der Schwankungsbreite der natrlichen Strahlenbelastung liegt.

    Die Wirkung derartig kleiner Strahlendosen ist z. T. statistischer Natur, d. h. Strahlenfolgen werden in einem groen Kollektiv nach dem Zufallsprinzip hervorgerufen. Jede Abschtzung der Strahlenfolgen ist mit einer betrchtlichen Unsicherheit versehen. Eine mgliche somatische Strahlenwirkung ist das Auftreten maligner Tumoren. In Deutschland stirbt jeder Fnfte an Krebs, d. h. das Risiko, an Krebs zu sterben, betrgt 20%. Durch die berufliche Strahlen-exposition erhht sich das vorhandene Risiko, an

    Krebs zu sterben, um 0,4%. Dieses zustzliche Risiko durch Strahlenwirkungen ist noch geringer als die uerst geringe Wahrscheinlichkeit, einen tdlichen Unfall zu erleiden.

    Die besondere Sensibilitt des ungeborenen Lebens gegenber Strahlung ist bekannt. Bei vor-schriftsmiger Anwendung des Strahlenschutzes in der Radiologie kann eine schwangere MTRA weiter-hin Rntgenaufnahmen anfertigen, d. h. ihrem Beruf nachgehen, ohne das werdende Leben zu ge-fhrden.

    Zur Strahlenwirkung auf die Keimzellen, also zum genetischen Risiko, gibt es bislang in keiner der bekannten Untersuchungen Hinweise auf durch Strahlung hervorgerufene, vererbbare Wirkungen am Menschen. Nicht einmal bei den Atombombenopfern in Japan zeigten sich derartige Wirkungen. Eine Zu-nahme von Erbschdigungen bei Kindern von Radio-logen wurde ebenfalls niemals nachgewiesen.

    Das Strahlenrisiko wird demnach hufig aus Unwissenheit berschtzt. Dies zeigt sich v. a. dann, wenn das Strahlenrisiko mit anderen Risiken des tglichen Lebens verglichen wird. Das Gefhrdungs-potenzial durch liebgewonnene Gewohnheiten wie Rauchen und Alkohol oder sportliche Bettigung in der Freizeit ist um ein Vielfaches hher als durch die berufliche Strahlenexposition.

    1.3.2 Die Rntgenverordnung

    Es ist die Aufgabe des Strahlenschutzes, durch ge-eignete Schutzmanahmen dafr zu sorgen, das mit der Anwendung von Rntgenstrahlen verbundene Strahlenrisiko fr Patienten, Personal und Umwelt so gering wie mglich zu halten. Eine Reihe von Ge-setzen, Verordnungen und Richtlinien bilden die Rechtsgrundlagen fr die Anwendung von Rntgen-strahlen in der Medizin. Die Verordnung ber den Schutz vor Schden durch Rntgenstrahlen (Rnt-genverordnung, RV) in ihrer genderten Fassung von 1987 und 1990 ist seit dem 01. Juli 2002 in Kraft. In verschiedenen Richtlinien werden einzelne Aspek-te der Rntgenverordnung geregelt. Auf einige wich-tige Punkte soll im Folgenden eingegangen werden.

    Strahlenschutzverantwortlicher. Die Verantwor-tung fr die Anwendung von Rntgenstrahlen trgt

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    der Strahlenschutzverantwortliche (SSV). Der SSV muss keine Fachkunde im Strahlenschutz besitzen, es kann eine juristische Person sein oder eine rechts-fhige Personengesellschaft.

    Strahlenschutzbeauftragter. Der Strahlenschutz-beauftragte (SSB) muss Fachkunde im Strahlen-schutz besitzen. SSB werden vom SSV ernannt und sollten in ausreichender Zahl (entsprechend den radiologischen Arbeitspltzen in einem Kranken-haus oder einer Praxis) eingesetzt werden. Der SSB ist fr alle Fragen des Strahlenschutzes zustndig und organisiert in enger Abstimmung mit dem SSV, Betriebsrat/Personalrat und Arbeitsschutz den Strahlenschutz vor Ort. Dazu gehren beispielsweise die Organisation der Personendosimetrie, Bereit-stellung von Strahlenschutzmitteln wie Bleischrze und Hodenkapsel und die jhrliche Unterweisung im Strahlenschutz fr das Personal.

    Teleradiologie. Bei der Teleradiologie ist der ver-antwortliche Arzt mit Fachkunde im Strahlenschutz nicht am Ort der technischen Durchfhrung. Ein Arzt mit Kenntnissen im Strahlenschutz erhebt die Anamnese fr die Rntgenuntersuchung und klrt die rechtfertigende Indikationen mithilfe el