Sandini Sammlungamicale. materiels WW2/Waffen... · PDF file 2010. 6. 12. ·...

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  • Sandini Sammlung

  • KANONENJAGDPANZER

    PANZERAßWEHR -LE KFLUGK ÖRPER 8\0 COßRA

    Sandini Sammlung

  • Band 124

    rsena Waffen und Fahrzeuge der Heere und Luftstreitkräfte

    dJ=' v WAFFEN- ARSENAL

    rr rPfP.

    ••

    PANZERJAGER DER BUNDESWEHR Von der Panzerabwehrkanone zum Lenkflugkörper

    Wolfgang Schneider ' Lars Ukerwitz

    PODZUN·PALLAS·VERLAG ·6360 Friedberg/H. 3 (Dorheim)

    Sandini Sammlung

  • Alle Rechte. au ch die des ausz ugswe isen Nac h- drucks. beim Podzun-Pallas-Vcrlag Gm b H. Markt 9. 6360 Friedberg 3

    Das Waffe n-Arsen al : Gesamtredaktion Horst Scheiben

    Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor.

    ISBN 3-7909 -0406-6

    Vertrieb : Podzun-Palla-Verlag Gmbll \ lark I 9 . Postfach 3 14 636 0 Fri cdberg 3 tD orhcirr n Telefon : 060 31/ 3131 + 3160 Telefax: 0603 1/62969

    Alleinvertrieb für Österreic h:

    Pressegrobver trieb Salzburg 508 1 Salzburg-Anif Niedera lm 300 Telefon: 06 N 6/3 7 21

    Verkauf sprei s ruf Öste rreic h : 100.- Schill ing : Schwe iz: 12.80 sfr. Deutschland: 12.80 D\! Für den östcrrcichischen Buchhandel : Verlag sau slieferung Dr. Hain. Industriehof Stadla u. Dr. Otto-Neur at h-Gasse 5. 1220 Wien

    COPYRIGHT 1990 PODZUN -PALLAS-VERLAG G:\lßH . 6360 Friedberg 3

    Auf dem vo rdere n Umsc hlag (Ti te lseite) ist e in JA GUAR 1 abge bildet.

    QU E LLEN

    Für die Übe rlassung von Bildmateri al danken d ie Autoren de n Fi rm en : - Krupp-Mak - MBB - Th yssen- Hen sch el so wie dem - Ar chi v der Pan zertruppen schule in Mu nst er. - Die Durch sich tsk izze des JAG UAR I wurde de r Zeitschrift PA;\ZER (Tokio I en tno m me n.

    ENTWICKLUNG UND AUSRÜSTUNG

    Die En twick lu ng der Pan ze rjägertruppe der Bun - de swehr wurde entscheidend bestimmt durch die Waffensyst em e. di e zur A uss ta tt u ng der zu bilden - den Panzerjägertruppent eile verfügbar waren . In der Wehnnacht gehörten di e Panzerj ägerverbän - de zur Panzertruppe. Häufig waren im Zw e iten Weltkrieg die Panzerjägerabteilungen der Infante- riedivisionen (w ie auch die Sturmgesch ützverb än- de) und die jeweiligen 14. Kompanien (PAK mot . ) der Infanterie-R egim enter das Rück grat der Vert ei- digung. Die Lehrgän ge der Panzerj ägertruppe fanden an den Schulen der Panzertruppe sta tt . e igene Panzer - jägerschulen gab es erst ab 1944. Au sgehend von diesen Erfahru nge n wurde 1956 die Panzerjäger- truppe als eigene Waffengattung aufgestellt. Die Geschichte der Panzerj äger (Pz.lg) se it 195 6 verlief in mehreren Abschnitten. vo n denen jeder vo n ei ne r neu en Heeresstruk tur begleitet war. Den-

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    noch spiegeln sie stä rker als d ie En twic klung der übrigen gepanzerte n Kam pf tr up pen alle Ve rä nde- rungen der Konzep tion des Heeres wider. Der e r s t e A b s c h n i t t der En twic klu ng um faßt di e Jahre 1956-59. Die Panzerj ägert ru pp e wurde in sie ben Panzerjä- gerba taillo ne gegliede r t. die den Divisiun en zuge- o rdnet waren. Es waren die s di e Bat aill one der fünf zuers t aufgestellte n Heeresdivi sionen I bis 5 sowie das Pan zerjägerbataill on 8 der Gebirgsjägerd ivision und da s Panzerjägerbat aill on 9 der Luftl an ded ivi- sion. Fern er bestand bei der Panzerjägerschule in Brem en da s Panzerj äger-Lehrbat aillon . Die Ausrü- stu ng best an d aus dem leichten ame rika nisc hen Panzer \1 41 und spä ter au s dem Kampfpan zer :\1 47 . Jed es Bataillon hatte drei PzJ gKp mit je- weil s 22 Pan zern : dazu kamen vier Wagen der Ba- taill onsführu ng.

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  • Zur gleichen Zeit begannen die Übe rlegunge n. wie ein neuer Kano nenjagd panzer ausse he n müßte. Es wurde gefordert. daß dieser au s der damals geplan- te n Sc hützenpa nzerfamilie entwickelt werden soll- te . Damit ve rbunden wa r eine Gewichtsbegrenzung auf 15 Tonnen . So e ntstand der Kano nenj agdpan - ze r HS 30 . dessen Entwick lung abe r nach Fe r tig- ste llung e ine s Pro lo ty ps 1955 eingeste llt wurde. Zu un be fried igend waren die Schieß leis tungen der Ka- none . die noch nicht ausgereifte franz ös ische ~Iuni­ tion und da s Platzangebot im Kampfraum. Somit begann 1959 die E n twick lung des dann später ein - gefüh rt en Kano nenjagd panzers. Die Panzerabwehrkomponente der neuaufgestellten Pa nzergre nadi er-Bat aill one bestand. zum Teil nur auf dem Pa pier. aus e iner auch zur Au fkläru ng ei n- zuse tzende n zbV-Gru ppe Pan zer . au sgest attet mi t fün f ~t oll sowie in jede r Panzergrenadierkom pa- n ie ei ne m it zwei Leich tgesc hü tzen 106 n1l11 ausge- stattete Le ich tgesch ützgruppe. Die Bedi cner dieser Waffe n waren Infante risten .

    De r z w e i t e A b s c h n i t t begann mi t der Unigliederung des Heeres auf den Divisionstyp 59 de r Heeresst ruk tu r 2 .

    Die Führung des Heeres war zu dem Schlu ß gekom- men. daß der ä rgste Feind der Infanterie der Feind- panzer sei und daß dieser am wirkungsvollsten durch eigene Kam pfp an zer zu be kämpfen war. Die Pa nzerjäger truppe wurde nach kurzer Se lbstän- digkeit aufge löst und de r Infante rie zugeo rd net. Die Pan zerj äger mußten von rosa auf grün " um pas- po liere n". Die Kam p fgru ppen der Divisionen wur- den zu Brigaden. d ie Pan zerj ägerbat a illo ne der Divi- sio nen zu Panzerbataillonen unigegliedert . Die neu- geschaffenen Panzergrenadier-Brigaden erhielten nun e ine se lbstä nd ige Panzerj ägerkompanie . die mit 18 Kamp fpunzern . nämlich zehn M 4 7 und ach t ~t 4 1. au sgerüstet wa ren . Gepla n t war die Auf- ste llung von 24 dieser Kompan ien . 19 wurden wirk lich aufges te llt.

    Der leichte amerikanische Kamp fpan zer ~14l ge- hörte zur Ersta uss ta tt ung de r Panzerj äger t ruppe. Das hier a bge bildete Ex emplar steh t im Panzer- m use um in Munst e r. Bei de n bundesdeu tsche n Pan- ze rn wurden an be id en T urm seit en je vie r Wurf- beche r ZUIll Versch uß vo n Nebel wurfk örpern ange- brach t.

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  • Die Panzerj ägerschu le. die bereits im April 195 8 nach :\Iunster verlegt worden war. bli eb vo n diesen Entwicklungen natürlich nicht verschont. Sie wur- de im Februar 1959 in Panzerabwehr-Schule umbe- nann t. Ha tt e sie bislang die Aufgabe. die eigene Waffen gattung auszubilden. betrieb sie vo n nun an die Ausbildung auf dem Gebiet der Panzerabwehr aller Truppen. wobei besonders die Panzernahbe- kämpfung mi t Pan zerabwehr-Handwaffen an Be- de utu ng gew ann. Au ch das Panzerj äger-Lehrbatail- Ion wurde aufgelö st: ledi glich ei n sogena nnter Stab Pz.lgl.ehrß tl mit sec hs Soldaten blieb be stehen. und als Lehrei nheiten wurden die PdgLehrKp 20 und 70 gebildet. In den Pan zergren ad ierba ta illo nen tSPz) e n tf ie len zunächst d ie Leich tgeschü tze 106 mm. Dafür wur- den in den Schwere n Kompa nien Pnnzerj ägerkano- nenzüge aufgestellt . die mit den freiwerdenden t fünf) :\1 41 au s den Pan zerj ägerkompanien ausge- statte t werden ko nnten. Im J ahr 1959 wa r parallel zur Entwic kl ung des ei- gene n deu tsch en Kan onenjagdpan zers als Ersatz für d ie amerikanischen M 41 und :\1 47 mit der Kon- st ru ktion eines mit Pan zerabwehr-Lenkflugk iirper ausger üste te n Jagdpanzers begonnen worden .

    Ab Ende 1961 erhie lten 17 der 19 Panzerjägerkom- panien einen Panzerj äger- Rnkete uz ug mit dem Ra- ketenjagdpanzer HS 30. der mit der Panzerabwehr- lenkrakete SS I 1 ausgestattet wa r. Sie hatte ei ne Reichweite von 600 bis 3.300 m und wurde vo m Lenksc hützen d urc h eine n sich vo m Flugkörper ab- spulenden Drah t nach de m sog . Z ie ldeckungsver- fa hren in das Ziel ge lenkt. Von d iesen Fahrzeuge n wurde e ine kleine Serie von 95 Stück a n di e Tru ppe au sgeliefert. Die mo torisier te n Panzergrenadierba taillone erh iel- ten einen Panzerabweh r-Rakete nz ug mit der Pan - ze rabwehrle nkrake te 8 10 KOBRA auf dem Lkw 0 .25 t DKW. Die KO BRA wurde ebe nfa lls über Draht ge lenk t. ha tt e aber ei ne geringere F luggesc hwind igkeit und war deutlich le ichter als die SS 11 . Sie hatte eine Reichweite von 400 bis 1.600 m . Beide Lenkflug- körper hatten. wie sic h aus den Mindestreichweiten ergibt. einen "tote n Raum" gemeinsam . der sic h da raus ergab . daß sie ers t ab etwa 500 m auf die Lenkkom ma nd os des Lenkschützen reagierten .

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  • Die durch diese Umgliederung freiw erdenden Leichtgeschütze 106 mm wurden in den PeGrenßtl ISPz ) weiterverwendet . jeder Panzergrenadierzug erhie lt ein Leich tgeschütz (4. Gru ppe ). da s auf dem Sc hützenpanzer HS 30 lafettiert wurde. Die Bedie- ner ware n norma le Panzergrenadiere . Im J ahre 196 3 waren d ie Erprobu ngen des Kan o- nenjagdpanzers abgeschlosse n. und ab Mitte 1966 wu rden die Panzerj ägerkompanien mit die sem Kampffahrzeug ausgerüstet. Sie ersetzten dort den Kampfpanzer ~I 4 7. In den PZGrenBtl iS Pz ) wur- den anstelle des Panzerj äger-Kanonenzuges mit dem Kampfpanzer M 41 zwe i Züge mit Kanonen- jagdpanzern ausgestatt e t. Die Pan zerj äger der Bun - deswehr hall en e nd lich ei n Kamp ffahrzeug. das ei- ne wendige Gefec htsführu ng ermöglichte . Zudem wurde der " to te Raum" durch ei n wirk liches Ge- fec htsfahrze ug abgedeckt. denn bis dahin wirk te dort nur das Leichtgeschütz als mehr oder wenige gelungene No tlösu ng . Insgesam t wurden 750 Ka- nonenjagdpanzer e ingefü hrt. Die ~li tte der 60er Jahre brachte noch weitere in- te ressan te Entwicklungen in die Pan zerjägertruppe. So wurde d ie Luftla nde-Panze rabwehrlehrkompa- nie 270 (zugeh örig zu r Luftlande-B rigade 27) in Mun ster aufgestell t. nachdem dort be reits 1963 die Pan