SAP BW auf SAP HANA – Implementierung und Migration · PDF file49 SAP HANA wird als...

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  • LeseprobeSAP HANA wird als Appliance ausgeliefert und ist somit ein Gesamt-produkt aus Serverhardware, Betriebssystem und SAP HANA. Diese Leseprobe geht auf alle Bestandteile ein. Sie zeigt Ihnen, welche Aus-wahlmglichkeiten Sie haben, und was es zu beachten gilt.

    Matthias Merz, Torben Hgens, Steve Blum

    SAP BW auf SAP HANA Implementierung und Migration489 Seiten, gebunden, Dezember 2014 69,90 Euro, ISBN 978-3-8362-2965-4

    www.sap-press.de/3660

    Kapitel 2: Architektur von SAP HANA

    Inhalt

    Index

    Die Autoren

    Leseprobe weiterempfehlen

    Wissen aus erster Hand.

    https://www.galileo-press.de/sap-netweaver-bw-auf-sap-hana_3660/?GPP=lpnmailto:?body=Leseproben-Empfehlung:%20%C2%BBSAP%20BW%20auf%20SAP%20HANA%20%E2%80%93%20Implementierung%20und%20Migration%C2%AB%20von%20SAP%20PRESS,%20http://gxmedia.galileo-press.de/leseproben/3660/leseprobe_sappress_sap_bw_auf_sap_hana.pdf&subject=Leseprobe:%20%C2%BBSAP%20BW%20auf%20SAP%20HANA%20%E2%80%93%20Implementierung%20und%20Migration%C2%AB

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    SAP HANA wird als Appliance ausgeliefert, und ist somit ein Gesamtprodukt aus Serverhardware, Betriebssystem und SAP HANA. In diesem Kapitel mchten wir auf diese Bestandteile im Detail eingehen. Wir erklren, welche Rolle sie spielen, welche Auswahlmglichkeiten Sie haben, und was es zu beachten gilt.

    2 Architektur von SAP HANA

    In Abschnitt 1.4, Technische Grundlagen: Warum ist SAP HANA soschnell?, haben wir bereits darauf beschrieben, welche innovativenPrinzipien SAP HANA von anderen Datenbanken unterscheiden.Nun mchten wir auf die Architektur eingehen, also auf das Zusam-menspiel zwischen den verschiedenen Komponenten eines HANA-Systems. Unter dem Begriff Architektur verstehen wir dabei Hard-ware und Software allgemein und die SAP-HANA-Prozesse im Spezi-ellen.

    AufbauIn Abschnitt 2.1, Hardware, mchten wir uns mit der Frage ausein-andersetzen, welche Kriterien ein zertifiziertes HANA-System aus-machen. Fr die Aufrstung eines bestehenden HANA-Systems wer-den wir auf die Begriffe Scale-up und Scale-out eingehen. Der Einsatzeiner In-Memory-Datenbank stellt besondere Anforderungen an dieDatensicherheit und das Hauptspeichermanagement. Daher habenwir auch diesen Themen eigene Abschnitte gewidmet. Als Alterna-tive werden wir zudem auf die HANA-Cloud-Angebote von SAP ein-gehen und ihre Unterschiede verdeutlichen.

    In Abschnitt 2.2, Software, werden wir uns mit der Frage beschf-tigen, wie die parallele Nutzung eines HANA-Servers fr mehrereZwecke mglich ist. Auf den Betrieb von HANA in virtuellen Maschi-nen gehen wir gesondert ein. Abschlieend weisen wir auf einigeBesonderheiten der Betriebssystemwahl hin.

    Im Rahmen der Architektur mchten wir auch detailliert auf dieFunktionsweise von SAP HANA eingehen. In Kapitel 6, Administra-

  • Architektur von SAP HANA2

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    tion mit dem SAP HANA Studio, sowie im sonstigen Verlauf diesesBuches werden Sie gelegentlich auf HANA-Prozesse oder -Enginesaufmerksam gemacht. Deren Funktionsweise erklren wir inAbschnitt 2.3, SAP-HANA-Prozesse. Den Indexserver-Prozessbehandeln wir dabei gesondert, da er als Herzstck von SAP HANAfr eine Vielzahl von Aufgaben zustndig ist.

    Aktuelle

    Informationen

    Behalten Sie bitte beim Lesen im Hinterkopf, dass SAP HANA einsich schnell weiterentwickelndes Produkt ist: Allein whrend desVerfassens dieses Buches wurde ein weiteres Betriebssystem zur pro-duktiven Nutzung mit SAP HANA freigegeben, einige Details desHauptspeichermanagements verndert und der produktive Betriebin virtuellen Maschinen gestattet. Damit Sie sich ber den aktuellenStand informieren knnen, verweisen wir, wenn mglich, auf dieentsprechenden SAP-Hinweise. Wenn ein Thema Ihr Interesseweckt, empfehlen wir Ihnen, sich mit diesen Hinweisen auf denaktuellen Stand zu bringen.

    2.1 Hardware

    Heutige Server verfolgen wie auch Desktop-PCs ein flexibles Hard-warekonzept. Ihre Hard- und Software ist darauf ausgerichtet, einemglichst groe Kombinationsvielfalt der unterschiedlichen Hard-warebestandteile zu untersttzen. Gut erkennen lsst sich dies amAufwand, den Hardware- und Betriebssystemhersteller ebenso wieKunden betreiben mssen, um Treiber zu entwickeln, zu warten undzu installieren.

    Einheit von Soft-

    ware und Hardware

    In der IT-Welt gibt es jedoch auch populre Gegenbeispiele wie dieGerte von Apple, die Spielekonsolen von Sony, Microsoft oder Nin-tendo oder die bei Bastlern beliebten Kleinstcomputer wie denRaspberry Pi. Bei diesen Produkten wird versucht, die Hard- undSoftware mglichst eng zusammenarbeiten zu lassen. Je weniger derProgramm- und Treibercode an unterschiedliche Bauteile angepasstwerden muss, desto weniger Aufwand in der Entwicklung und Aus-fhrung. Als Folge davon entstehen Softwareprojekte, die eineerstaunliche Performance besitzen. Eine stark auf die Hardwarezugeschnittene Anwendungsentwicklung fhrt also zu besserer Per-formance.

    Hardware 2.1

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    SAP HANA

    Appliance

    Auch bei SAP HANA wird ein hnliches Konzept verfolgt. Dafr wur-den Richtlinien fr die Hard- und Softwareumgebung auf den Ser-vern geschaffen, damit der Datenbankbetrieb stets in einer mglichsthomogenen Umgebung stattfindet. Dadurch soll fr jede Applianceeine hohe Performance und niedrige Fehleranflligkeit erreicht wer-den. Gegenwrtig wird nur eine zertifizierte Auswahl an Servern undBetriebssystemen fr den produktiven Einsatz mit SAP HANA unter-sttzt. Das Gesamtprodukt, bestehend aus Hardware, Betriebssys-tem, SAP HANA und allen dazugehrigen Tools, wird als Appliancebezeichnet. Ein Kunde hat also fr die Anschaffung von SAP HANAfr produktive Zwecke die Wahl zwischen vordefinierten Paketen. Jenach Szenario werden zudem mehrere Server fr Scale-out, Test- undEntwicklungssystem oder Hochverfgbarkeitsszenarien eingesetzt.

    Im Folgenden mchten wir auf die zahlreichen Mglichkeiten einge-hen, welche Hardware Sie einsetzen und wie Sie diese verwendenknnen.

    2.1.1 Zertifizierung

    Hardware-Zertifi-

    zierungsprozess

    Zertifizierte Hardware ist insbesondere fr den produktiven Einsatzvon SAP HANA erforderlich. Die meisten SAP-Hardwarepartnerhaben bereits mehrere ihrer Server fr den Einsatz mit SAP HANAvon SAP zertifizieren lassen. Im Zertifizierungsprozess werden dieHardwarebestandteile auf ihre Leistungsfhigkeit hin berprft; diesbetrifft besonders die Geschwindigkeit der Prozessoren und Haupt-speicher sowie ihr Mengenverhltnis. Fr ein BW-auf-HANA-Systembetrgt das notwendige Verhltnis z.B. 16 GB pro Prozessorkern beiNutzung eines 8-Kern-Prozessors. Zustzlich wird die Geschwindig-keit der Netzwerkschnittstelle und der Festplatten in Betracht gezo-gen. Gegenwrtig werden nur Server mit Intel-Prozessoren unter-sttzt. Server, die diesen Prozess erfolgreich durchlaufen haben,werden fr den Kunden in der sogenannten Product AvailabilityMatrix (PAM) aufgelistet. Sie werden unterteilt in Server, die mitSUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications oder mit Red HatEnterprise Linux betrieben werden. Einige hiervon untersttzenzudem die Virtualisierung ber VMware vSphere auch fr den pro-duktiven Betrieb.

    Tailored Data

    Center Integration

    Eine Alternative ist die Tailored Data Center Integration. Dabei kn-nen Sie das Hardwarepaket, das blicherweise in einer Appliance

  • Architektur von SAP HANA2

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    ausgeliefert wird, in Zusammenarbeit mit ihrem Hardwarepartnerindividuell zusammenstellen. Sie bentigen dazu weiterhin einenzertifizierten Server und eine zertifizierte Storage-Lsung. Einspa-rungen sind mglich, wenn Sie Teile davon bereits besitzen. Ihnenist dann der produktive Einsatz von SAP HANA auf dieser Hardwaregestattet. Anders als bei dem Appliance-Ansatz mssen Sie anschlie-end jedoch selbst die Installation und Konfiguration des Betriebs-systems und von SAP HANA vornehmen. Der verantwortliche Mitar-beiter bentigt dafr ein Zertifikat einer Schulung fr SAP-HANA-Installationsadministratoren. Fr Kunden, die bereits ber leistungs-fhige und geeignete Hardware verfgen, kann dies dennoch einekostengnstige Alternative darstellen. Zunchst sollten Sie dazu dasTesttool im SAP-Hinweis 1943937 (http://service.sap.com/sap/sup-port/notes/1943937) ausfhren. Dieses Tool berprft die Bestand-teile des Servers und liefert ein erstes Urteil ber dessen Eignung.Dabei werden insbesondere die Netzwerkanbindung und die Schnel-ligkeit der Storage-Lsung berprft.

    2.1.2 Cloud

    SAP HANA kann sowohl zum Testen als auch fr produktive Zweckein der Cloud betrieben werden. Auf Cloud-Angebote wird blicher-weise zurckgegriffen, wenn auf eine kostengnstige Skalierung undmglichst niedrige fixe IT-Kosten Wert gelegt wird. In den vergange-nen Jahren hat sich eine Vielzahl an Angeboten entwickelt.

    Definition Die Cloud ist einer der aktuellen Technologietrends. Da dieser Mode-begriff oftmals falsch verwendet wird, mchten wir zunchst klren,was ein Cloud-Angebot ist. Das National Institute of Standards andTechnology (NIST) hat 2011 eine Definition erstellt (siehe http://csrc.nist.gov/publications/nistpubs/800-145/SP800-145.pdf), die frCloud-Dienste folgende Merkmale feststellt:

    Der Kunde kann Hardwareressourcen automatisch mieten, alsoohne menschliche Interaktion.

    Der Dienst ist im Netzwerk (meist im Internet) verfgbar.

    Virtuelle und physische Ressourcen des Anbieters werden zwi-schen Kunden aufgeteilt.

    Ressourcen knnen flexibel an den Kundenbedarf angepasst undskaliert werden, falls notwendig.

    Hardware 2.1

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    Die Last und Nutzung wird gemessen, um Transparenz fr Kundenund Anbieter zu bieten.

    Dienst und KanalZusammengefasst kann man bei einer Cloud von einem IT-Dienstsprechen, der ber ein Netzwerk mehreren Kunden angeboten wird.Zu unterscheiden ist, welcher Dienst angeboten wird und ber wel-chen Kanal dies passiert. Es werden meist die folgenden drei Typenunterschieden.