schau.gmuend Nr.25

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Das Magazin der Rems-Zeitung zur Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014

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  • 1. 2INHALT, EDITORIAL[Inhaltsverzeichnis]Editorial und SchlussworteEhrenamt und KirchenBilanz Einzelhandel und StadtmarketingKunst fr einen SommerSportliche GartenschauGlckwnsche in der Rems-Zeitung,ein RiesenerfolgDie Gartenschau als HeimatfilmGroe Monats-Chronik der GartenschauStrahlendes ErdenreichStarkes Engagement der LandfrauenFotokunstLandwirtschaft und GartenbauAusblick auf die Remstal-Gartenschau 2019Zupackendes HandwerkGesunde GartenschauHeimat LandschaftsparkDie Europa-MinikcheAuf dem Wochenmarkt, Krimi-RckblickBilanz der GastronomenUnvergessliche Blumenausstellungen2/34/56-910/1112/13141617--404142/434445--5051--54555657585960/6162/63Das Magazin schau.gmnd zur Landesgartenschauwird herausgegeben von der Rems-Zeitung im Verlagder Remsdruckerei Sigg, Hrtel u. Co. KGParadiesstrae 12, 73525 Schwbisch GmndAnzeigen: (verantwortlich)Andreas Lonardoni,Dietmar SchmidTelefon (0 71 71) 60 [email protected]: Heino SchtteTelefon (0 71 71) 60 [email protected]: Diana WellnerBesuchen Sieschau.gmndim Internet:schau-gmuend.deremszeitung.defacebook.com/remszeitung[Impressum]Nach Gmnd 2014ist vor Remstal 2019Zum Abschied von der schnsten und herzlichsten Landesgartenschau, die es je gabchen Chronik-Teil, geordnet nach Mona-ten.Wir haben uns mit dieser Schlussaus-gabeaber auch vorgenommen, gegen all-zutiefe Traurigkeit anzukmpfen.Denn Schwbisch Gmnd startet nun zu-sammenmit den 15 anderen Stdten undGemeinden des Remstals auf der Grundla-geder wunderbaren Erfahrungen der letz-ten166 Tage voll durch ins nchste riesen-groebrgerschaftlich-blhende Mitei-nander:Stadt Land Rems 2019. Dieseeinzigartige interkommunale Gartenschauinnerhalb des 80 Kilometer langen Land-schaftsparkszwischen Essingen und Rem-secklsst schon jetzt gren. Und Schw-bischGmnd spielt die ehrenvolle Rolle, indieser Perlenkette als jetzt schon strahlen-desSchmuckstck mittendrin zu sein.So heits an diesem Wochenende nichtAde, scheiden tut so weh! sondernAuf Wiedersehen, und zwar schonbald!Es hat auch uns allen viel Freude bereitet,sieben Tage in der Woche und von frh-morgensbis oft spt in die Nacht hineindie Gmnder Gartenschau zu begleiten,zu dokumentieren, manchmal auch kri-tischzu kommentieren und vor allem auchmit einigen tollen Veranstaltungshhe-punktenaktiv zu bereichern.Danke an viele Partner und an die Mitar-beiterinnenund Mitarbeiter der Landes-gartenschauGmbH fr die vertrauensvolleund angenehme Zusammenarbeit.HerzlichstIhr schau.gmnd-Teamvon der Rems-ZeitungLiebe Leserinnen und Leser unserergroen Schlussausgabe vonschau.gmnd! An diesem letztenWochenende der 25. Landesgarten-schauBaden-Wrttemberg ist noch-malsgroes Kino angesagt, vorallem am Sonntag mit emotionsgela-denenAbschlussveranstaltungen.Bereits in den letzten Tagen war beiPressekonferenzen und anderenBilanzgesprchen Traurigkeit ange-sichtsdes Endes der besucherstrks-ten,schnsten und auch herzlichstenLandesgartenschau aller Zeiten zuspren.Diese starke Wehmut resultiert aus dernoch strkeren Glckseligkeit von zweiMillionen Besuchern und exakt 5271 eh-renamtlichenHelfern und Mitwirkendenangesichts des rundum gelungenenGmnder Jahrhundertereignisses. Wobeidiese Gartenschau von Anfang an dieAusstrahlung eines regionalen Ereignisseshatte. Landrat Klaus Pavel betont dazu jaauch seinen Eindruck, dass sich mit dieserherzlichen Brgerveranstaltung in Gmndendgltig auch die Einheit der Ostalb-See-levollzogen habe.Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser,mit dieser Sonderausgabe unseres Garten-schaumagazinsschau.gmnd dazu ein,Rckschau zu halten auf jede Menge un-vergesslicheeditorialMomente.Wir wissen und freuen uns stolz, dass esviele treue schau.gmnd-Sammler gibt.Hier nun eine Abrundung mit vielen Dan-kesworten,Bilanzen und einem ausfhrli-

2. 3GRUSSWORTESchluss- undDankeswortemit Blick indie ZukunftOB Richard Arnold und Landrat Klaus Pavelwrdigen enormes Brgerengagement und dankenauch dem schau.gmnd-Team der Rems-ZeitungUnglaublich, oder? Was war das nur fr ein traumhaftes halbesJahr! Wir alle haben uns ja auf ein tolles Fest im Jahr 2014eingestellt. Aber dass es ein solcher Gmnder Wundersommerwird, das htte doch vorneweg kaum einer vermutet. Gut zweiMillionen Besuche haben wir auf der Landesgartenschauzwischen Himmel und Erde gezhlt. Die Besucherinnen undBesucher waren hellauf begeistert.Was war das Geheimnis dieses Wundersommers? Vieles hat dazu bei-getragen.Aber letztlich war es das Zusammenspiel vieler Hnde undvieler Herzen, die die 25. Landesgartenschau in Baden-Wrttembergzu einer solchen besonderen Veranstaltung werden lie. Ein mutiges,freches, kreatives Team der Landesgartenschau GmbH und der Stadt-verwaltung,das Tag und Nacht fr dieses Projekt arbeitete und fieber-te,gut 1300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die nicht nur vieletausend Stunden hart fr die Gartenschau im Einsatz waren, sondernauch den Gsten den ganz speziellen Gmnder Charme mit Frhlich-keit,Gastfreundschaft, Offenheit und Toleranz vermittelten, die Ge-meindenund das Team des Ostalbkreises, des Forsts und der Verbndeund Vereine rund um die Themen Garten, Natur und Landschaft, un-zhligeMitarbeiter und Partner in Verbnden, Einrichtungen, Organi-sationenund Unternehmen, die vielen Sponsoren und, und, und.Die Aufzhlung findet hier kein Ende. Sie alle wuchsen in den vergan-genenMonaten zu einer groen Gartenschau-Familie zusammen.Und sie alle machten aus einer Schwbisch Gmnder Gartenschaueine Brger-Gartenschau unserer ganzen Region. Ihnen allen gilt dahermein groer, groer persnlicher Dank und natrlich der Dank derganzen Stadt. Zu diesem einzigartigen gemeinsamen Gmnder Gar-tenschau-Gefhl haben freilich auch die Medien mit einer umfangrei-chenund beeindruckenden Berichterstattung ein gutes Stck beigetra-gen;lassen Sie mich an dieser Stelle besonders die schau.gmndherausheben, die mit viel Herzblut, viel Einsatz und mit groer Reso-nanzbei vielen Gsten und Besuchern zu einem festen Bestandteil desGartenschau-Programms wurde.Aber wars das nun? Was bleibt nach der Landesgartenschau 2014? Einschner Stadtpark im Erdenreich, ein spannender Landschaftspark imHimmelsgarten? Nein. Nicht nur. Die aufregenden Zeiten fr Schw-bischGmnd beginnen eigentlich erst. Lassen Sie uns den Schwungund die Dynamik dieses Gmnder Sommermrchens in die nchstenJahre weitertragen.Was sind unsere Ziele? Unser neues Schwbisch Gmnd soll mehrEinwohner bringen, ein attraktives Umfeld fr Fachkrfte und damitauch fr neue, innovative Firmen schaffen, mehr Gste fr einen Frei-zeitausflug,Kurztrip oder einen kleinen Urlaub in das Herz des Rems-talslocken und als kinderfreundliche Stadt den jungen Familien einePerspektive fr eine sichere, anregende und gut aufgestellte Heimatbieten. Dies wird die Herausforderung der nchsten Jahre sein. EineHerausforderung, die Spa macht!Ach ja, und dann sollten wir nicht vergessen: Nach der Gartenschau istin Gmnd auch vor der Gartenschau. Im Jahr 2019 gehts nmlich wei-ter.Mit unserer groen Remstal-Gartenschau. Packen wirs wieder ge-meinsaman!Ihr Richard ArnoldOberbrgermeisterDie 25. Auflage der Landesgartenschau in SchwbischGmnd wurde vor nicht ganz 166 Tagen am 30. Aprilerffnet. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand auch nurerahnen, dass diese Gartenschau alle Rekorde sprengenwrde. Tausende Veranstaltungen und Aktionen habenBesucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland undteils auch aus dem Ausland begeistert und gefangengenommen.Auch die Brgerinnen und Brger des Ostalbkreises und der Re-gionsprechen immer mehr von ihrer Gartenschau. Betrachtetman die enormen Besucherzahlen, so lsst sich vermuten, dassfast jede Einwohnerin und jeder Einwohner des Ostalbkreises dieLandesgartenschau ein- oder mehrmals besucht hat. Ein schnesZeichen, welches zeigt, dass die Gmnder Landesgartenschauein starker Impuls fr den Ostalbkreis und die Region war undweiterhin sein wird. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dasssich der Ostalbkreis als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraumin Schwbisch Gmnd mit all seinen Facetten prsentieren konn-te.An fnf verschiedenen Standorten war der Ostalbkreis pr-sent:Im Forum Gold und Silber konnten wir ber fnf Stockwerke ver-teiltdie Vielfalt des Ostalbkreises prsentieren. Am Eingang derHimmelsleiter wurden die Besucherinnen und Besucher amPlatz der Freundschaft empfangen. Im Taubentalwald hat derForstbereich die einmalige Chance genutzt, sich auf einem riesi-genGelnde im Wald zu prsentieren. Die XXL-Kugelbahn istMagnet und Lieblingsspielplatz von Gro und Klein und ein ab-solutesHighlight. Rund 220.000 Holzkugeln haben einen neuenBesitzer gefunden. Im Himmelsgarten angekommen stellteder Bereich Landwirtschaft den Vergleich der Landwirtschaft vonfrher zu heute dar. Ein weiterer fester Bestandteil des Landes-gartenschauprogrammswaren die regelmig stattfindendenOstalbvesper an der 21m langen Ostalbtafel. Bei ber 50 Ostalb-vespernhaben 42 Kommunen, Vereine oder Institutionen bewir-tetund den Erls des Vespers einem guten Zweck zukommenlassen.Diese Landesgartenschau ist und war ein Highlight an sich. Dieregelmig und schn aufgemachte wchentliche Beilage derRems-Zeitung schau.gmnd ergibt eine bleibende Dokumen-tation.Die Landesgartenschau hat Schwbisch Gmnd, den Ostalbkreisund die Region bereichert und zusammengeschweit. DiesesGefhl gilt es nun mitzunehmen und weiterzutragen, diesenSchwung gilt es nun auch fr kommende Projekte zu nutzen. Ichhoffe, dass Sie alle diese Begeisterung noch lange in sich tragenund alle Beteiligten stolz sind auf das, was in Schwbisch Gmndgeleistet wurde!Allen haupt- und ehrenamtlichen Krften mit Oberbrger-meisterRichard Arnold an der Spitze danke ich fr das einmaligeschne Landesgartenschau-Erlebnis sehr herzlich!Ihr Klaus PavelLandrat 3. 4EHRENAMTDanke, all ihrguten Geister!5271 Brger aus dem Raum Gmndengagierten sich als ehrenamtliche Helferehrenamtstruktur bildete sich fr die Durchfhrung derGroveranstaltung nach einem Aufruf vonOberbrgermeister Richard Arnold aus derBrgerschaft heraus: Rund 1400 Menschenerklrten sich spontan bereit, an den Ein-gangs-und an einigen Aufsichtsbereichen alsHelfer mitzuwirken.Und das waren dann viel, viel mehr als nurTicketkontrolleure. Vom ersten Tag an warendie Ehrenamtlichen Ansprechpartner frziemlich alle kleinen und groen Anliegen vorallem bei den auswrtigen Gste.Auch an den Parkplatzzufahrten waren dieHelfer oftmals auch Prellbock und Blitzab-leiterzugleich, wenns an manchen TagenStau- und Wartestress gab.Dann immer und immer wieder wertvolle In-fosund millionenfaches Hallo und GrGott! oder auch Auf Wiedersehen. Klingtbescheiden, doch die Ehrenamtlichen stan-denbei Gluthitze oder auch mitten imschlimmsten Regenschauer fr das groeEine ihren Posten: Fr das freundliche undunvergesslich strahlende Gesicht der Garten-schaustadtGmnd. Ein Geist, der fortlebenwird: Danke an Euch alle! hsDie 25. Landesgartenschau Baden-Wrt-tembergwar gleichzeitig auch die wohlgrte Ehrenamts-Schau, die das Lnd-leje erlebt hat. Ohne diesen groarti-genAufmarsch von so vielen guten Geis-ternwre dieser Gartenschau-Erfolg nieund nimmer mglich gewesen.Die Feststellung, verbunden mit viel Respektund herzlichen Dankesworten wurden nichtnur unablssig bei zahlreichen Pressekon-ferenzenund anderen offiziellen Anlssenvor allem in der Schlussphase der Garten-schaubetont. Dieses Phnomen des selbstlo-senFr- und Miteinander bekam letztendlichjeder Gast zu spren.Alle Beteiligte von Verbnden, Initiativen, Kir-chenund Vereinen eingerechnet, sind esexakt 5271 Frauen und Mnner sowie auchJugendliche gewesen, die sich an den 166 Ta-genin zehntausenden Arbeitsstunden frei-willigengagierten, um an verschiedenen Po-sitionendie Besucher zu betreuen und zu be-raten.Die Pioniere hierbei waren gewiss dieMitglieder des Salvator-Freundeskreises. Dieeindrucksvollste Ehrenamts- Organisations-Das hat noch keine andere Gartenschau erlebt: Mindestens2000 ehrenamtliche Helfer, die bei Wind und Wetter und 166Tage lang auf verschiedenen Posten standen. Fotos: hs 4. 5KIRCHEANZEIGENKirche neuerfahrenDie Kirchen der Stadt waren in vielerleiHinsicht auf der Gartenschau vertretendas Ziel jenes, Antworten zu geben. Vielmehrsollten Anregungen gegeben werden, dieeine Sehnsucht wecken nach einem gereif-ten,erfllten, befreiten, erlsten und liebens-wertenLeben, bei dem inmitten unserer er-schaffenen,endlichen Welt eine Ahnung vomEwigen aufscheint.Ein weiteres Symbol fr Begegnung und Zu-sammenkunftim Rahmen der Gartenschauwar der Kreuztisch im Himmelsgarten. Tg-lichum zwlf Uhr waren die Gartenschaube-sucherhier eingeladen, am Mittagsgebet teil-zunehmen.ber 16 000 Besucher begaben sich im Sin-nenparkauf dem Schnblick auf eine ganzbesondere Zeitreise. Unter dem Motto Men-schenbegegnen Jesus wurde eigens fr dieGartenschau ein Sinnenzelt aufgestellt, daseinlud zum Eintauchen in die Welt des NeuenTestaments. Viele positive Rckmeldungenhaben die Verantwortlichen erreicht; die Be-geisterungwar gro. Neben den 200 Schn-blick-Mitarbeitern waren insgesamt 300 wei-tereehrenamtlich ttige Mitarbeiter in derSinnenwelt ttig. Eigens fr die Gartenschauhatte das Christliche Gstezentrum Schn-blickauch seine Kapelle von auen zugng-lichsowie die Essbaren Grten begehbar ge-macht.Nicht zuletzt bildeten die Kirchen selbst einenAnziehungspunkt fr die Besucher aus Nahund Fern. Neben Johanniskirche, Franziskus-kirche,Heilig-Kreuz-Mnster, Augustinuskir-cheund der Wallfahrtssttte St. Salvatorrckte durch die Nhe zur Gartenschau auchdie Kolomankirche in den Blickpunkt des In-teresses.nbNicht anders war es auf dem Lebensweg, derErdenreich und Himmelsgarten verbindet undals Meditationsweg auch ber die Garten-schauhinaus Bestand haben wird. Die Kunst-installationenvon Martin Burchard sollendazu anregen, sich mitten in der Natur mitgrundstzlichen Fragen des Lebens zu be-schftigen.Angelegt wurde der Meditations-wegso, dass der Weg von oben ebenso ge-gangenwerden kann wie von unten. Nie warKirche neu, von einer anderen Seite oderganz individuell fr sich selbst zu erfah-ren dieses Ziel haben sich die Kirchen-vertreteraus Gmnd und Umgebung mitBeginn der Gartenschau gesetzt. In vie-lerleiHinsicht zeigten sie in den vergan-genenMonaten Prsenz und luden dieGartenschaubesucher ein zum Dialog.Bei Gesprchen im modernen Kreuzgangoder beim gemeinsamen Wandeln aufdem Lebensweg war dies im kleinenKreis mglich. Eine groe Anzahl an Be-suchernnahm hingegen stets an denSonntagsgottesdiensten teil, die auf derSparkassenbhne stattfanden.Der Leitspruch zur Gartenschau ZwischenHimmel und Erde wurde von den Kirchender Stadt erweitert zum Motto Leben zwi-schenHimmel und Erde. Dies wurde in vie-lerleiHinsicht erreicht nicht zuletzt auch miteiner unglaublich hohen Anzahl an ehren-amtlichenMitarbeitern.Allein beim modernen Kreuzgang beim Fnf-knopfturmwaren fast 100 Mitarbeiter im Ein-satz,die fast tglich zum gemeinsamen Ge-sprcheinluden. Die Menschen dort zu errei-chen,wo sie sind dieses Ziel ist hier zwei-felsohnegelungen. Kirche mittendrin warals Motto der Kreuzgang-Installation in gro-enLettern dort zu lesen. Eine Plakatausstel-lungverwies auf die Geschichte der Kirchenund Klster in der Stadt sowie deren karitati-veund soziale Arbeit. Eine Ausstellung, dievon den Gartenschaubesuchern meist aus-fhrlichund in Ruhe betrachtet wurde. Eilewar hier fehl am Platz.Die Gottesdienste auf der Sparkas-senbhnewaren immer gut besucht.Das Thema Kirche war fr alle Besu-cherder Gartenschau prsent. 5. 6HANDELANZEIGENWir habengepunktet!Dr. Christof Morawitz vom Handels- undGewerbeverein zieht positive Bilanzman mit der Gartenschau bei allen Gstengepunktet habe und man durchaus vieleneue Gesichter in der Stadt zum Einkaufenangetroffen habe. Aber auch frhere Kundenseien wieder zurckgekehrt, die aufgrund derBau- und Verkehrssituation Gmnd gemie-denhatten. Sie alle waren neugierig gewor-den,was Dr. Morawitz letztlich auch auf diesehr intensive Pressearbeit ber die Garten-schauzurckfhrt.Wer natrlich davon profitiert habe, sei dieGastronomie und die Hotelerie. Denn dieRahmenbedingungen htten gestimmt undes sei in der ganzen Stadt eine Wohlfhl-athmosphreentstanden. Natrlich httenauch Geschfte gute Umstze gemacht, diein unmittelbarer Nhe zum Gartenschauge-lndeliegen. Zum Beispiel in der Ledergasse.Die Befrchtungen, die manche hatten, dassdie Geschfte leer bleiben, seien gottseidanknicht eingetroffen. Aus den Rckmeldungenwerde man schon in wenigen Tagen die ent-sprechendenSchlsse ziehen.Hat sich die Gartenschau fr denEinzelhandel in Schwbisch Gmndpositiv ausgewirkt? Ein Fazit zumAbschluss der fast 24 Wochen Top-ereignissein Gmnd zieht Dr. ChristofMorawitz vom Vorstand des GmnderHandels- und Gewerbevereins (HGV).Der HGV hat alle seine Mitglieder, rund 150,angeschrieben und um eine Bewertung ge-beten.Damit will man sich ein detailliertesStimmungsbild verschaffen, denn von Bran-chezu Branche kann dieses unterschiedlichausfallen.Bei der Einstimmung auf die Landesgarten-schauvor rund einem Jahr hat der HGV sei-nenMitgliedern suggeriert, dass man durch-ausUmsatzsteigerungen von zehn bis 15 Pro-zentaus der Gartenschau erwarten kann. Dassind Erfahrungswerte aus anderen Stdten.Im Nachhinein meint Morawitz, dass dies imeinen oder anderen Fall durchaus eingetrof-fensein knnte, doch viel wichtiger sei, dass(Rheinstrae 21, 73529 Schwbisch GmndTelefon 0 71 71 / 8 18 30, Fax 0 71 71 / 8 11 25 6. 7HANDELANZEIGENStadt ist schnund hat etwaswerbung der Gartenschau htten alle profi-tiert.Morawitz: Die Stadt hat sich von ihrerSchokoladenseite gezeigt.Ein Problem, das schon vor der Gartenschauentstanden ist, ist die Robert-von-Ostertag-Strae. Diese muss wieder beidseitig aufge-machtwerden, denn wir brauchen den inne-renRing, sagt der HGV-Chef klar und deut-lich.Die Josenbrcke knne aber vom Ver-kehrfreigehalten werden. Damit habe mandie Flaniermeile Richtung Stadtgarten.Damit der HGV knftig auf breitere Beine ge-stelltwerden kann, will man nun auch eineMitgliederwerbeaktion starten. Diejenigen,die am meisten von der LGS profitiert haben,sollten zuerst auch dem HGV beitreten.So ein Elektrozgle kostet rund 35 000 Euro,dazu braucht man einen Fahrer, den manaber auf 450-Euro-Basis anstellen knnte. Dr.Morawitz hat schon eine Vorstellung, wieman dies zusammen mit der Stadt finanzierenknnte. Profitieren knnte davon auch dieTourismusbranche. Schon immer habe derHGV eng mit dem Fremdenverkehrsverein zu-sammengearbeitet. Von der groen Image-Der Rckblick auf 166 Tage Gartenschauheit fr den Handels- und Gewerbever-einaber auch gleich Ausblick. Was kannbleiben, was muss man ndern, wie kannman noch mehr Kunden in die Stadt zie-hen,die schn ist und Atmosphre hat,wie Dr. Christof Morawitz im Gesprchmit der Rems-Zeitung sagt.Sehr positiv angekommen ist das Elektrozg-le,das knftig zumindest an den Wochenen-denweiterhin fahren soll. Doch das muss fi-nanziertwerden, sagt Morawitz, denn da-durchwerde die grorumige Verkaufsflchein der Innenstadt besser erschlossen. Die Fu-wegewerden einfach krzer.voestalpine PolynormHigh-tech-Leichtbau aus Schwbisch GmndDas phs-ultraform center Schwbisch GmndAls Teil des international agierenden voestalpine Konzerns fertigt und liefertdie voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG in Schwbisch Gmnd Karosserie-baugruppenauf hchstem Leichtbau-Niveau. Unsere Kunden befinden sichauf der ganzen Welt beispielsweise in China, Sdafrika und den USA.Durch die hohen und stndig neuen Anforderungen unserer Kunden bietetdie Weiterentwicklung des phs-ultraform-Verfahrens in unserer Groserien-produktionein spannendes Bettigungsfeld fr Leichtbau-Experten wie Sie.Interessiert? Unsere aktuellen Job-Angebote finden Sie im Internet unter:www.voestalpine.com/group/de/jobsvoestalpine Polynorm GmbH & Co. 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Manmuss nach Schwbisch Gmnd fahren, umzwischen Himmel und Erde unterwegs zusein, empfahl beispielsweise auf einer gan-zenSeite die Ostthringer Zeitung ihren Le-sern.Und die Frankfurter Allgemeine Zeitunginformierte bundesweit darber, wieSchwbisch Gmnd und sein Oberbrger-meisterzeigen, wozu eine Gartenschautaugt. Die Gmnder Gartenschau war so einThema in vielen berregionalen Printmedien,im Rundfunk und in zahlreichen Fernsehauf-zeichnungenund berichten.Allein der SWR war mit Grnzeug-Sendun-gen,mit bunten Unterhaltungsprogrammen,mit den Wetterreportern, der Landesschauund vielen anderen Formaten mehr fast jedeWoche zu Gast in Gmnd. Die nachhaltige,spannende und umfangreiche regionale Be-richterstattung besonders genannt sei hierdas Printprodukt schau.gmnd hat nichtzuletzt die Landesgartenschau SchwbischGmnd als Schaufenster der gesamten Ost-albals eine Brgergartenschau, nahe beiden Menschen und der Heimat, verankert.Rund zwei Millionen Besucherinnen undBesucher, ein landesweites Medienecho,Busgruppen aus ganz Deutschland: DieLandesgartenschau 2014 in SchwbischGmnd hat den Charme und die Attrakti-vittder ltesten Stauferstadt nicht nurin der Region in die Herzen der Men-schengetragen, sondern auch weit inden Sdwesten und darber hinaus be-kanntgemacht. Das sagt Markus Herr-mann,Geschftsfhrer der Touristik- undMarketing GmbH der Stadt Gmnd.Die Erfahrung von Thomas Steeb, Vorsitzen-derdes Gmnder FremdenverkehrsvereinsPro Gmnd, in seinem Urlaub auf Sardinienhaben auch viele andere Gmnderinnen undGmnder ganz hnlich gemacht: Als er amStrand von anderen Gsten auf seinen Hei-matortangesprochen wurde, kam sofort dieReaktion: Ach so, Schwbisch Gmnd dortist doch grade diese tolle Landesgarten-schau!Thomas Steeb schmunzelt: Frhermusste ich erlutern, dass SchwbischGmnd eine hbsche Stadt stlich von Stutt-gartist. Heute erklre ich, dass Stuttgart dasStdtle westlich von Schwbisch Gmnd ist.Dank der Landesgartenschau werden Schw-Markus Herrmann, Geschftsfhrerder Touristik- und Marketing GmbH.Benzholzstrae 1673525 Schw. Gmnd07171 / 92714-0Gmnder Einhorn-MnzeSeit 1914 Qualitt mit Traditionwww.alois-rettenmaier.deJetzt Termin reservierenSanfte und schonendeHautbildverbesserung mit derMethode T-AwaySofort weg mit:CouperoseSpider NaeviAltersfleckenFibromeBlutschwmmchenwww.sabine-kaiser-cosmetic.de 8. 9HANDELNicht nur auf dem Gelnde derGartenschau war viel geboten,auch in der Innenstadt konntendie Besucher die Stadt Gmndvon ihrer besten Seite erleben.Anmeldungenfrs Jahr 2015Die positiven Rckmeldungen stimmenzuversichtlich, dass das Hoch anhltANZEIGENfr das nchste Jahr angekndigt oder bereitsgebucht haben.Das Medienecho, die uert positive Reso-nanzder Besucherinnen und Besucher unddas groe ehrenamtliche Engagement, dasden Gsten von auerhalb einen besondersgastfreundlichen, frhlichen und offenenEmpfang bereitet hat, haben SchwbischGmnd deutlich sprbar weit ber die Gren-zender Region hinaus bekannt gemacht.Dieser Marketing-Erfolg soll nun gemeinsamvon T&M, der Stadt und den Partnern, wieHandel, Gastronomie, dem Congress-Cen-trumStadtgarten und vielen weiteren Mit-streiternmehr in den nchsten Jahren fortge-fhrtwerden.Die Basis dafr ist vorhanden, weitere bauli-cheVernderungen sind schon vorgesehen.Der Hotelneubau, der Anbau am Stadtgar-ten,der jetzt schon als Blumenhalle benutztwurde, die Anbindung von Rther Moden andie Innenstadt und, und, und.mel und Erde.Besonders positiv: Viele Gartenschaubesu-cherhaben entweder zu Fu oder mit denElektrozgle in diesem Jahr auch den Weg indie Innenstadt Gmnds gefunden. Die Gas-tronomenim gesamten Innenstadtbereichverzeichnen zum Teil auerordentliche Zu-wchse;auch der Handel freut sich ber zahl-reicheneue Kundinnen und Kunden, wennauch nicht in jedem Fall gleich eingekauftwurde, sondern man zunchst beim erstenBummel durch Gmnd lediglich geschnup-pertwurde.Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat dabeiimmer wieder neue Besuchergruppen in dieStadt gefhrt; begeisterte Gartenschau-Fanshaben zu Hause ihre Vereine, ihre Familienoder weitere Gruppen zu einem Besuch inSchwbisch Gmnd animiert. Die Touristikund Marketing GmbH freut sich dabei beson-dersdarber, dass schon jetzt etliche Grup-peneinen Ausflug in die lteste StauferstadtMarketing heit das Zauberwort aufneudeutsch, mit dem man nichts anderesausdrcken will, als Werbung fr einbestimmtes Produkt, ein Unternehmen,eine Ware oder auch eine Veranstaltungzu machen.Und das ist auch eine Hauptaufgabe der Tou-ristik-und Marketing GmbH, deren Ge-schftsfhrerMarkus Herrmann in seinerDoppelrolle als gleichzeitiger Sprecher desOberbrgermeisters in diesen 166 Tagen zweiFliegen mit einer Klappe schlagen konnte.Werbung fr Schwbisch Gmnd war Wer-bungfr die Landesgartenschau, und Wer-bungfr die Landesgartenschau war Wer-bungfr die lteste Stauferstadt.Nicht nur beim Medienecho, sondern vor al-lemauch in Mails, Rckmeldungen und Reak-tionender Gartenschaugste selbst zeigt sichfast ausschlielich Zustimmung und Begeiste-rungfr die Veranstaltung zwischen Him-Tinte.Toner.Akkus.Durch Recycling sparen und die Umwelt schtzen.modenBrautAbendmodenAbschlussball-KleiderFestl. Damenmodefr jeden AnlassTel. 0 71 71/3 71 33 Kapuzinergasse 2 Schwbisch Gmndab 10.00 Uhr durchgehend geffnet www.spille-brautmoden.de 9. 10KUNSTANZEIGENKunstbraucht ZeitVertrautes und Neues man gewinnt es liebKnstler um Teilnahme gebeten wurden. DieBeitrge von acht Kreativen wurden ausge-whlt,hinzu kamen die Sonderprsentationzweier Figuren der Altmeister Max Seizund Sepp Baumhauer am Forum Gold undSilber und die ergtzliche Reihe dreier lie-benswerterkleinerer Plastiken von Jakob Wil-helmFehrle am Staudenband des Lions-Arbo-retumim Himmelsgarten, die Badende,Europa und Irrwisch, schlielich nochAndreas Futters witzige Kleinplastik vor demZugang zum Himmelsstrmer-Turm.Bleiben wird die Altkunst, die nach demUmbau des Stadtgartens zum Remspark anden angestammten Platz zurckkehrte oder,wie die drei Musen am Stadtgarten, weichenmusste: Eugen Greiners restaurierte Liegen-deLwin, wie in den Jahrzehnten zuvor ge-rittenvon Kindern, Fehrles Einhorn und Bron-ze-Muse, die Kunstbank von Max Seiz, diewunderbare Sonnenuhr, die jetzt mitten imBarockgarten steht, die Mendel-Bste undWilhelm Widemanns Geiger-Brunnen, aucher besser zu sehen als in Jahrzehnten zuvor.Vielleicht schafft es das Kroatenkreuz zurckan seinen alten Standort, wenn der Zaun de-montiertist. rwKunst braucht Zeit. Und Publikum. Eswerden gewiss nicht alle Gartenschaube-sucheram Josefsbach lustwandelt sein.Aber doch einige Hunderttausend, die ei-nenBlick auf die Skulpturen warfen odersie grndlich betrachteten. Besucherzah-lenjedenfalls, von denen in Galerien,Sammlungen und Museen ausstellendeKnstler nur trumen knnen.Wertet Kunst den ffentlichen Raum auf, ver-schafftsie ihm eine edlere Anmutung, gibt sieeiner bestimmten Umgebung einen hherenStatus, der zugleich die Lust am Unfughemmt? Vielleicht sollte man die Kunst nichtmit solchen Ansprchen befrachten. Denmeisten gengt, dass sie da ist. Dass sie Au-genweideund Blickfang ist.Das war sie am Josefsbach auf jeden Fall, undvielleicht auch etwas mehr: eine Anregungzum Nachdenken, ein Aha-Erlebnis, eineFreude, wenn man sie als witzigen Kommen-tarerkannte.Man wird die Objekte vermissen, auch wenneines davon bleiben wird. Das gehrte zumWettbewerb fr die Kunst auf der Landesgar-tenschau,fr den 45 Knstlerinnen undBttinger Spielwaren & AccessoiresInh. Elke DeiningerAm Kornhaus Schwbisch GmndTelefon 0 71 71/26 45ffnungszeiten:Mo.Fr. 9.3012.30, 14.0018.00 UhrSa. 9.3013.00 UhrKthe Kruse sigikid HABA DIE SPIEGELBURG Steiff OstheimerSelecta fagus rice Kaloo DJECO GrimmsSpezialist frWirbelsulenschmerzenD I M I T R I O SG O R L A SHeilpraktikerLerchenweg 5 73547 LorchTel. 0 71 72/2 16 74Fax 0 71 72/74 90Mobil: 01 72/7 13 01 52www.Gorlas.de [email protected] ein selbstbestimmtes LebenDies ist der Leitgedanke des Seniorennetzwerks. Die meisten lteren mchtenin den eigenen vier Wnden wohnen bleiben. Hufig brauchen Sie dabeiUntersttzung. Das Seniorennetzwerk mchte einen Teil dazu beitragen undsucht Ehrenamtliche, die sich fr unsere lteren Mitbrgerinnen und Mitbrgermit ihrem Knnen und Wissen in den unterschiedlichen Ttigkeitsfelderneinsetzen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Birgit Schmidt, Tel. 8 74 28 13,E-Mail: [email protected] Verkauf Montagewww.rundumdiekueche.de 10. 11KUNSTKunst freinen Sommer.... oder vielleicht doch fr lnger?ANZEIGENvon Max Hoffmann, Daniel Wagenblasts tollkhnerMann auf dem Krokodil, das rote Mobile von DonCutter, das Rostforum vom Gerd Martin Wahl,durchaus ein bedeutsames Gegenstck zum ForumGold und Silber was wre die Menschheit, die Zivi-lisationohne Eisen? , Alkie Osterlands grnes Glas-band,das die Hochwasser-Phasen berstand, die Ret-tungsringevon Andreas Welzenbach mit den Namenuntergegangener Schiffe, die aus der Zwingermaueram Josefsbach einen Katastrophen-Kai machen. Nichtzu vergessen Franz Hubers Wo ist Eva-Stele amBockstor-Platz, ursprnglich auch ein Wettbewerbs-beitrag.Gewiss nicht bleiben werden zwei Objekte: Niki de St.Phalles Horus et sa grace kehrt zurck hinter die si-cherenMauern von Gotteszell, der Wallfahrer, daszweite Objekt von Daniel Wagenblast, ist eine Leihga-bedes Frdervereins Stradorf und wird nchstes Jahrauf den Wegen zur Kunst in Stradorf nahe derHangkante aufgestellt. Von dort blickt man auf beideGartenschau-Areale, unten und oben. Und erinnertsich an den Sommer, in dem ganz viel Kunst im ffent-lichenRaum Gmnds stand.rwLinks geht es bachaufwrts, dortschlngelt sich der Pfad, von dem ausman die Objekte der acht Knstler insAuge fassen kann. Die Arbeiten befindensich ber, neben oder im Wasser.Vom Waldstetter Tor bis zum Forum Gold und Silber ein komponiertes Kunstband, gehalten von zwei fi-grlichenWerken. Dietrich Klinges Gordian oben,durch dessen Krper das Licht fllt, und der Paradi-zervon Christiane Hringer, auf dessen poliertenKreisen sich das Licht bricht. Beide nehmen meditativePosen ein, scheinen zu sinnieren. Wie man es von vie-lenGraben-Besuchern kennt, wenn sie auf den Bn-kensitzen. Das grne Band der Stadt als Kunstmeile ein vorbergehendes Projekt. Ein Werk soll nach derLandesgartenschau angekauft werden und bleiben,gerne drfen es mehrere sein, wie Jury-Mitglied undKunstvereinsvorsitzender Prof. Dr. Klaus Ripper sagt:Paten sind gesucht, hier kann man sich verewigen.Man kann die Objekte als Kommentare lesen: dieTropen-Tiere Elefant und Giraffe von Editha Prbstleam Haus der Firma Kessler, die irgendwie die Zungeherausstreckende, nach Wasser drstende PflanzeWohnraum-stoffeperfektinszeniertWir bieten IhnenindividuelleGestaltungslsungenmit kompetenterBeratung undfachmnnischerAusfhrung.ML GlasEnergiesparenIsolierglasaustauschTelefon (0 71 71) 8 33 25 11. 12SPORTBrasilianischesFlair in GmndFootvolley-Cup und Sportkreis-Sportgalazhlen zu den sportlichen Hhepunktenheit dieser aufstrebenden Sportart, bei deroftmals mit Fallrckziehern oder anderenakrobatischen Einlagen der Ball ber das Netzbefrdert wird.24 Sportler aus neun Nationen erlebten vordem Rathaus ein traumhaftes Ambiente undbrachten die brasilianische Lebensfreudenach Gmnd. Da passte es auch ins Bild, dassmit Helinho und Leo Tubarao die Brasilianerdas deutsche Duo Mo Obeid/Daniel Wehr imEndspiel bezwangen. Die Premiere war jeden-fallsein so grandioser Erfolg, dass sich Ober-brgermeisterRichard Arnold, Hauptorgani-satorWolfgang Khne und RZ-Sportredak-teurJrg Hinderberger schnell einig waren:2015 wird es in Schwbisch Gmnd den 2.Internationalen Footvolley-Cup geben.Ende Juli folgte dann auf der Bhne im Him-melsgartenein Querschnitt des sportlichenKnnens quer durch den gesamten Ostalb-kreis.Bei der Sportgala des Sportkreises Ost-albhatte der Sportkreisvorsitzende ManfredPawlita nicht zu viel versprochen, als er einFeuerwerk sportlicher Hhepunkte angekn-digthatte. Dafr sorgten zwei Tage lang 200Sportlerinnen und Sportler aus der Region von Rhythmischer Sportgymnastik berSportakrobatk bis zur fernstlichen Kampf-kunstwar alles geboten. alvragend war sicherlich der 1. InternationaleFootvolley-Cup, der sich vom 19. bis zum 22.Juni als ein im Vorfeld in dieser Dimension nieerwarteter Publikumsmagnet erwies. DieRems-Zeitung als exklusiver Medienpartnerund das WK Sportmanagement aus Leinzellbewiesen ein gutes Nschen mit der innovati-venIdee, dieses viertgige Event nach Schw-bischGmnd zu holen. Allein 1500 Zuschau-erwhrend des Traumfinales zwischen denbesten Footvolleyballspielern aus Deutsch-landund Brasilien untermauerten die Beliebt-Vier Tage lang herrschte Mitte Juni aufdem Marktplatz ein einzigartiges Copa-cabana-Feeling der 1. InternationaleFootvolley-Cup brachte die brasilianischeLebensfreude nach Gmnd. Knapp vierWochen spter sorgte die Sportgala desSportkreises Ostalb fr ein weiteressportliches Feuerwerk.Nein, auch an sportlichen Hhepunkten man-geltees im Rahmen der Landesgartenschaugewiss nicht in Schwbisch Gmnd. Heraus-ANZEIGENEin fantastischesShowpro-grammgabes bei derSportgala desSportkreisesOstalb zu sehen.Auch die SuebiaGymnastics derSG Bettringenzeigten ihrKnnen.Foto: gbrNicht nur einmal faszinierte derbrasilianische Footvolley-ProfiHelinho auf dem GmnderMarktplatz mit seinem Fallrck-zieherdas Publikum.Foto: Jens SchambergerDanke fr 166 Tage Landesgartenschau 12. 13SPORTViel sportlicheProminenz warzu BesuchWM-Talk und Frisch Auf-Prsentationmoderiert wurde. Der Verlauf der Weltmeis-terschaft,die Aussichten der deutschen Na-tionalmannschaft,aber auch die sportlich kri-selndeSituation beim schwbischen Bundes-ligistenVfB Stuttgart waren die interessantenGesprchsthemen. Zum Star und Publikums-lieblingdes WM-Talks avancierte Ettmayer,der mit seinem trockenen Humor beide Maledie Lacher auf seiner Seite hatte.Fleiig Autogramme verteilten im Rahmen ei-nerMannschaftsvorstellung die Fuballprofisdes Zweitligisten VfR Aalen. Aber nicht nurder Fuball wurde whrend der Landesgar-tenschaugrogeschrieben, auch die Hand-ballerdes Bundesligisten Frisch Auf Gppin-genprsentierten sich ihren Gmnder FansMitte September im Erdenreich.Auf die Autogrammstunde, bei der MimiKraus, Tim Kneule, der neue Trainer MagnusAndersson und Co. die Signierwnsche ge-duldigerfllten, folgte eine Diskussion mitprominenter Besetzung: SportbrgermeisterDr. Joachim Blse, Bernhard Bauer (Prsidentdes Deutschen Handballbundes), ModeratorKarl-Heinz Beck, Ulrich Derat (Hauptge-schftsfhrerdes Landessportverbandes Ba-den-Wrttemberg) und Frisch Auf-Ge-schftsfhrerGerd Hofele diskutierten berdie Nachwuchsarbeit im Handball. alvPassend zur Weltmeisterschaft in Brasi-lienversammelte sich auf der Remspark-Bhne an zwei Sonntagen im Juni undJuli die geballte Fuball-Prominenz zumWM-Talk der WWG Autowelt und Rems-Zeitung. Mit dem Fuball-ZweitligistenVfR Aalen und dem Handball-Bundesli-gistenFrisch Auf Gppingen gaben sichauf der Landesgartenschau weitereSportpromis die Klinke in die Hand.Fr Richard Arnold waren es die zwei Groer-eignisseschlechthin in diesem Jahr: die Lan-desgartenschauin Schwbisch Gmnd unddie Weltmeisterschaft in Brasilien. Deshalbholen wir den Fuball hierher, machte derOberbrgermeister Lust auf den von derWWG Autowelt veranstalteten und von derRems-Zeitung prsentierten WM-Talk, derauf der Remspark-Bhne gleich an zweiSonntagen zwei kurzweilige Expertenrundenmit hochkartigen Gsten zu bieten hatte.Weil die ehemaligen Profis Guido Buchwald,Maurizio Gaudino, Karl Allgwer, Klaus Fi-scher,Fritz Walter, Silvio Meiner und Buf-fyEttmayer etwas vom Fuball verstehen,entwickelte sich jeweils eine launige, kurz-weiligeRunde, die auerdem von der Stimmedes Ruhrpotts, Werner Hansch, kompetentANZEIGENDie Autogramme der Handballprofisvon Frisch Auf Gppingen waren heibegehrt bei den Besuchern der Landes-gartenschau.Einen Nachmittag langprsentierte sich der Bundesligist inSchwbisch Gmnd. Foto: vogBeim ersten WM-Talk diskutierten(v. l.) Maurizio Gaudino, BuffyEttmayer, Werner Hansch, GuidoBuchwald und Karl Allgwer.Foto: edkComposite 6.Okt.2014 11:53:32KorrekturabzugObjekt:E-tag:Hhe:SDZ11.10.201485,01Rubrik:Auftragsnummer:Breite:11 11U130 Lokale Geschftsanzeige2014-041423_A92,41sagen danke . . .U>i`iv`iiVi}iLiUiii`B`ivi}iiLi vi`VvUii iViv/}iiVi}}ii`i`i}iVU`i-LvivVi}UiiLiL}iii,V``]}iii 13. Bii}iiivi 14. ii `i]`ii}i`ii`i}iV{ Li}i}iLitVielen Dank! 15. 14GLCKWUNSCHANZEIGENANZEIGENHerzlichenGlckwunsch!Rund 3000 kostenlose Kleinanzeigen in der RZnes Kindes. Alles war dabei.Es soll Abonnenten geben, die am Morgenals erstes die Bilder anschauen, ob sie jemanddarauf erkennen.Denn die Anzeigen sahen alle recht unter-schiedlichaus, von unseren Mediengestalternnach Wunsch der Leser/innen hergestellt.Eine aufwndige Sache, die uns aber gezeigthat, dass der Wunsch nach solchen Anzeigenvorhanden ist.Diese knnen wir zwar nicht stndig kosten-losanbieten, aber wir machen unseren Lese-rinnenund Lesern oder den Dauerkarten-besitzern,die ihren Gutschein nicht eingelsthaben oder nicht einlsen konnten, ein Su-per-Angebot: Die Glckwunschanzeigenwerden wir zum schwbischen Sparpreis von25 Euro statt 66 Euro weiterhin anbieten. Un-serDankeschn fr eine wunderschne Gar-tenschau-Zeit in Gmnd. Dieses Angebot giltaber nur fr reine Glckwunschanzeigen.dem man in der Rems-Zeitung eine kostenlo-seGlckwunsch-Anzeige schalten kann. DerWert der Anzeige: 66 Euro.Damals war aber auch noch nicht absehbar,dass der Dauerkartenverkauf so ein Ausmaannehmen wrde. Am Ende gab es zwarDauerkarten, aber keine Gutscheinheftemehr. Und in den vergangenen Tagen undWochen huften sich die Kleinanzeigen inunserer Zeitung. Von ganz einfachen Glck-wnschenzum Geburtstag, zur bestandenenPrfung bis hin zur Gratulation zur Geburt ei-Der Andrang wurde von Tag zu Taggrer: Alle Dauerkartenbesitzer hattendie Mglichkeit, aus ihrem Gutscheinhefteine kostenlose Glckwunschanzeige inder Rems-Zeitung zu schalten. Unddavon wurde auch reichlich Gebrauchgemacht: rund 3000 Mal!Als die Landesgartenschau GmbH lange vordem Verkauf der Dauerkarten bei uns nach-gefragthatte, ob wir nicht auch einen Gut-scheinfr die Dauerkartenkufer zur Verf-gungstellen wollten, war klar: Da ist dieHeimatzeitung dabei! Aber es musste jaschon etwas Besonderes sein, denn ein Ange-bot,zum Beispiel zum zehntgigen Probe-lesender Rems-Zeitung wollten wir nicht ma-chen.Das kann man auch ohne den Kauf ei-nerEintrittskarte haben.Letztlich fiel die Entscheidung, als Bonbon frdie Kufer einen Gutschein anzubieten, mitNeueHerbstmodeeingetroffen!Schnhardter Pferdehofremszeitung.deSMALERFACHBETRIEB ACHSENMAIERGmbHPensions- und AusbildungsstallDressur- und SpringunterrichtBeritt, Reithalle, Auenreitplatz,Longierzirkel, Pferdelaufband,Koppeln,gute AusreitmglichkeitenTelefon 01 75 /8 46 38 48 16. artismedia.deProgramm 12.10.2014Danke!Himmelsgarten10:00 Uhr kumenischer Abschiedsgottesdienst12:30 Uhr hringer Tag16:00 Uhr Fahnenbergabe17:30 Uhr Laternenumzug ins ErdenreichErdenreich17:00 Uhr 19:30 Uhr 20:45 Uhr 21:30 Uhr zwischen Himmel und Erde.Was war das fr ein Sommer! Wir bedanken uns bei allenehrenamtlichen Helfern, Besuchern, Sponsoren, Ausstellern,Vereinen und Mitwirkenden des Veranstaltungsprogrammes,die uns zu diesem groen Erfolg verholfen haben und denSommer 2014 in Schwbisch Gmnd zu einem unvergesslichenErlebnis gemacht haben!www.gmuend2014.deAbschlussfeier am12. Oktobermit groemLaternenumzug!Old Johnnys CrewLandespolizeiorchesterFeuershow FlammandraHeinz und die Bembel 17. 16HEIMATFILMDie Gartenschauals HeimatfilmGerhard Schiff und Uli Fitzel vomFilmautorenclub Gamundia haben frdie Leser von schau.gmnd undRems-Zeitung viele bleibendeDokumente und Erinnerungen gestaltetreiche Gestaltung und Vertonung der Sze-nen.ber etwa vier Jahre Gartenschau-Vor-bereitungund nun an 166 Tagen entstandunter vielfltigen Themen eine unvergngli-cheund sehenswerte Sammlung an Videodo-kumenten.hs Diese und auch Videos zu anderenThemen sind abrufbar unter remszei-tung.de, dort dann auf der Homepageim rechten Bereich das Stichwort Hei-matfilmeanklicken, so dass dann diekomplette Liste der Themen und Vi-deoserscheint.der Gartenschau unterwegs, um vor allemauch die unvergesslichen Momente vielerVeranstaltungen fr die Ewigkeit festzuhal-ten.Den Werken von Gerhard Schiff und Uli Fitzelist sofort anzusehen, welche Mhe, Leiden-schaftund auch Gmnder Herzblut in dieserArbeit steckt. Es ist lngst nicht damit getan,nur bei Wind und Wetter mit der Kameraunterwegs zu sein. Daheim beginnt dann dieSichtung des Rohmaterials. Mit gutem Blickund viel Erfahrung folgen dann die Zusam-menstellung,die Bearbeitung, manch trick-Die Gmnder Gartenschau lebt in unse-rerbeliebten Internet-Rubrik Heimatfil-mefort. Dafr haben die beiden fleii-genund kreativen Video-Chronisten Ger-hardSchiff und Uli Fitzel dankenswerter-weisegesorgt.Die beiden Dokumentarfilmer als Profis zubezeichnen, ist gewiss nicht bertrieben. UliFitzel und Gerhard Schiff sind erfahrene undgeschtzte Mitglieder des FilmautorenclubsGamundia. In Zusammenarbeit mit der Rems-Zeitung haben sie sich schon seit Beginn desStadtumbaus und der Vorbereitungen fr dieGartenschau zur Aufgabe gemacht, die Ver-nderungenund Ereignisse mit der Videoka-merazu dokumentieren. Die Filme knnenvllig kostenlos und unverbindlich im Inter-net-Angebot der Rems-Zeitung angeklicktund betrachtet werden.Gerhard Schiff gehrt auch zu den aktivstenMitstreitern im Salvator-Freundeskreis, sodass er auch von den brgerschaftlichen Be-mhungenum Pflege und Erhalt der einzig-artigenWallfahrtssttte zahlreiche Filme an-gefertigthat.Beide Dokumentarfilmer waren - so hats zu-mindestden Anschein - an allen 166 TagenANZEIGENUli Fitzel (oben)und GerhardSchiff (links)haben alsHeimatfilmerdie Gartenschauverewigt.Fotos: hsEtablierte WELTNEUHEIT: Fett weg ohne OPSie mchten sich wiederwohlfhlen in Ihrer Haut,Ihre Konturen festigen unddas gesamte Hautbildverjngen und verbessern?Oder unliebsamePlsterchen entfernen unddie Silhouette straffen?Machen Sie es wie diePromis, ntzen Sie dieneuesten Technologien undMglichkeiten, die Ihnenohne OP ein besseresAussehen ermglichen.Vereinbaren Sie gleicheinen Beratungstermin.Wir gehen individuell aufIhre Wnsche ein.Wir bieten Ihnen natrlichauch weiterhin kosmetischeBehandlungen, PermanentMake-Up u. dauerhafteHaarentfernung an.Schwbisch Gmnd MarktgssleTelefon 0 71 71/6 10 3412. Oktober von 13.0017.00 UhrWir halten Sie tglich auf demLaufenden 18. Was fr ein Tag, was fr eineVorfreude, gepaart mit Spannung:Wir schreiben den Mittwoch, 30. April:Erffnung der 25. LandesgartenschauBaden-Wrttemberg 2014! Die StadtSchwbisch Gmnd hatte jahrelangdiesem Tag entgegengefiebert.Mit einem Schlag war auch vergessen, wiemhselig dieser jahrelange Weg war. Vorallem dieses Zittern und Bangen um recht-zeitigeFertigstellung des Gmnder Ein-horn-Tunnels. Dessen Einweihung hattesich wiederholt verzgert, war ursprng-lichschon zwei Jahre zuvor angepeilt, da-mitalle Bau- und Gestaltungsmanahmenvor allem auch an den Verkehrsknoten undBrcken in Ruhe und vor allem ohne Staushtten ber die Bhne gehen knnen.Doch es kam alles anders. Nur fnf Mona-teblieben als Puffer, mithin brachen dieBauzeitenplne fr Gartenschau undStadtumbau vllig zusammen. Stress undVerkehrschaos pur.Ach was, Schnee von gestern! Am Tag Xkam Ministerprsident Winfried Kretsch-mannstaufrei und berpnktlich zur gro-enEinweihungsfeier. Mit ihm das Stau-nender schwbischen Welt: Er und andereEhrengste erkannten Gmnd nicht wie-der.Eine fortan glnzende Remstal-Metro-poleffnete ihr Schaufenster. Das Som-mermrchendurfte beginnen! hs17RCKBLICK APRIL 19. Der erste TagFeuchtfrhliche Erffnungsfeiermit mchtigen Salutschssen eines Gewitterszur Erffnung der Gartenschau zu gren.Ein heilloses Verkehrchaos entwickelte sichdann in und um Wetzgau, weil zur Mittags-zeittausende Gste gleichzeitig zum Brger-undKinderfest in den Himmelsgarten strm-ten.Vor allem auch die geduldigen Ehren-amtlichenbestanden gleich ihre erste groeFeuerprobe. Delegationen aller beteiligtenInitiativen und Vereine paradierten durchsSpalier auf die Bhne. Dass das eine oder an-dereschief lief, sorgte eher fr Erheiterung.Ihre Knigliche Hoheit Diane von Wrttem-berggab den Startschuss zu einem tausend-fachenLuftballonstart, wobei sich gut 500der Gaskugeln im Gewitterregen in Bumenund am Himmelsstrmer verfingen - undnoch wochenlang dort zu bewundern waren.Bewundert wurde bis kurz vor Erffnung undteils sogar noch am Festtag selber die Schaf-fenskraftder Gartenschaumacher. Im buch-stblichletzten Augenblick wurde die Remssogar so aufgestaut, dass sie jenen Compute-ranimationender Planer entsprach, die eineSeen- und Strandlandschaft im Mndungs-bereichvon Rems und Josefsbach verspro-chenhatten. Aufgrund extremer Trockenheitwar davon zunchst nicht viel zu sehen. hsDer denkwrdige erste Tag auf derGartenschau. Es gab sogar mchtigeSalutschsse vom Himmel, als sich dieTore erstmals offiziell ffneten.Ein Termin jagte den anderen. Und biszur sprichwrtlich letzten Minute rolltensogar noch Bagger durch den neuenRemspark.Schon anlsslich der Erffnung wurde derCharakter der Brgergartenschau unterstri-chen.Denn nicht Grokopfede aus der Lan-despolitikhatten den ersten Zutritt, sondernschlicht und einfach die Brger:Hunderte versammelten sich am Morgen amHaupttor zum Himmelsgarten, um gemein-samden Countdown zu zelebrieren. Es warkeine Drngelei, sondern ein freudenstrah-lendesMiteinander. Denn gemeinsam hattenPolitik und Brgerschaft dieses Ziel nun er-reicht.Das einzig Offizielle in diesem Mo-ment:Oberbrgermeister Richard Arnoldhatte einen mchtigen, schmiedeeisernenSchlssel mitgebracht, exakt jenen, den erimmer an Fasnet als Rathausschlssel der nr-rischenRegierung aushndigt. Zum Schls-selerlebnisam Himmelsgarten verfinstertesich prompt der Himmel selbst. Aber nur umDie letzten Minuten bis zur Erffnung,der Countdown luft: Bis kurz davorwurde noch gebaggert. Dann warfeuchtfrhliche Festtagsstimmungangesagt.18RCKBLICK APRILapril 20. Wonnemonat Mai auf der Garten-schau.Wirklich wonnig? Irgendwiewaren diese ersten Wochen immernoch extrem aufregend, Lampenfieberder Beteiligten eingeschlossen.Denn auch die ersten Programmhhe-punktemit Feuertaufe fr Bhnenund Schaupltze standen anZum ersten Highlight gehrte der groeFamilientag mit Entenrennen und Jugend-blaulichttag,zu dem die Rems-Zeitung ge-meinsammit dem Lions Club Limes Ostalbsowie mit tatkrftiger Untersttzung derJugendgruppen aller Gmnder Blaulicht-organisationeneingeladen hatte.Die Vorbereitungen auf diese Groveran-staltungwaren der reinste Nervenkitzel. Imweiteren Verlauf der turbulenten Garten-schaudurften die Verantwortlichen imNachhinein ber manch brenzlige Fragenschmunzeln, die sich da Anfang Mai stell-ten:Darf man den neuen, tiefgrn-gln-zendenRollrasen berhaupt betreten -ohne dass Gartenschau-GeschftsfhrerKarl-Eugen Ebertshuser sauer ist? Oder:Inwieweit drfen die Uferzonen in die Ak-tivittendes Familientages einbezogenwerden - ohne dass Oberbrgermeister Ri-chardArnold um das seelische Befindendes soeben erst ausgesetzten Schwanen-paaresfrchtet? Alles ging gut! hs19RCKBLICK MAI 21. 20RCKBLICK MAIDie erstenEindrckeund die letztenBaustellenMit Tulpenmeer undStiefmtterchenbltesondern man kann sich sogar echt reinset-zen.Und weiter ganz ungeheuerlich: Mandarf in der Rems planschen und Strand-burgenbauen! Die Gartenschau wurde zurGmnder Wunderwelt, denn auch die Brgerselbst entdeckten ihre Stadt pltzlich ganzneu. Wer htte das noch vor wenigen Jahrenfr mglich gehalten, als sich hier im Bereichdes Remsparks noch der allerschlimmste Ver-kehrsknotender Stadt befand und nur unterBeton und hinter staubigen Hecken eineGewsserlandschaft zu vermuten war.Das grte Problem nun im Gartenschau-April: Zwar gab es immer wieder Gewitter,doch der erhoffte groe Regen blieb aus.Zeitweise gabs die Befrchtung, dass der Jo-sefsbachvllig austrocknen knnte. Enormwar der Aufwand, um die Rasen-. und Blu-menflchenausreichend zu bewssern.Die Besucher holten sich die ersten Eindr-cke,waren gleich hellauf begeistert, auchwenn sie noch der einen oder anderen Bau-stelleauszuweichen hatten.Es gab gleich einen riesigen Besucheransturmdank des gigantischen Dauerkartenverkaufsund regen Medienechos gleich in den erstenTagen. Die Ahnung keimte auf: Da blht derStadt im Sommer noch was! hsGerade noch rechtzeitig hatte dieGartenschau ihre Tore geffnet, ehe dieviel zu frhe Tulpenblte des Jahres 2014schon vorbei gewesen wre. Der Winterwar auergewhnlich mild, der Frhlingkam sehr frh, so dass die Vegetation aufdem Gartenschaugelnde ihrer kalkulier-tenZeit einige Wochen voraus war.Dennoch durften sich die Besucher ange-sichtsdes blhenden Farbenmeeres, ber-wiegendbestehend aus Tulpen und Stiefmt-terchenerfreuen. Beliebtestes Fotomotiv ausjenen Tagen: Der aus dem Tulpenmeer in denleuchtend blauen Himmel emporragendeAussichtsturm Himmelsstrmer sowie das Fo-rumGold und Silber im Licht der untergehen-denSonne.Wre der Himmelsstrmer auf den tausen-denFotos kein Aussichtsturm gewesen, son-derneine Windmhle, dann wre unwillkr-lichder Gedanke aufgetaucht: Das ist dochnicht das Schwabenland, sondern das ist Hol-land.Dazu passend auch das Nordsee-Erlebnisam neuen Remsstrand: Da stehen pltzlichStrandkrbe! Keine Dekoration, wie manchverdutzter Gmnder zunchst vermutete,Auch die Schwne fhlten sichvom ersten Tag an wohl im neuenParadies Remspark. Im Himmelsgartenstrudelten die letzten Tulpen undmai Stiefmtterchen. Foto: hs 22. maiRiesenspaund starkeHelfer-SchauFamilientag mit Entenrennen undJugendblaulichttag am 10. MaiRenntag: Extrem niedriger Wasserstand,kaum Strmung und dazu auch noch Gegen-wind.Was machten also unsere Rennenten:Statt remsabwrts ins Ziel, strebten sie mun-terflussaufwrts in Richtung Josefsbach undWaldstetten. Noch schlimmer: Gar die Him-melsrichtungnach Aalen whlten sie.Tolle Leistung sodann der vielen Helfer vonFeuerwehr und vom Technischen Hilfswerk,die dafr sorgten, dass die Enten doch nochin die richtige Richtung getrieben wurden.Toller und unvergesslicher Auftritt auch vonOberbrgermeister Richard Arnold und Li-ons-Prsidentin Kathrin Bechstein, die imRettungsboot die wunderbare Titanic-Szenenachstellten.Aber dann vor allem: Die Jugendgruppen derHilfsorganisationen zeigten eine groeSchaubung, die sogar Ehrengast Innenmi-nisterReinhold Gall in Staunen versetzte. InNullkommanonix bauten die Jungen undMdchen sogar das Prachtexemplar einerHolzbrcke ber die Rems.Alle waren sich einig: Diesestarke Junghelfer-Show wareine Spitzenleistung und gleichim ersten Monat einer derschnsten Momente derSchau. hsWie viele und durchweg begeisterteReaktionen zeigten: Der Samstag,10. Mai, das war der erste Hhepunktder Gartenschau, voller Lebensfreudeund vor allem mit viel Gemein- undHelfersinn.Damit rund 10 000 Zuschauer und hunderteMitmacher beim groen Familientag mit En-tenrennenund Jugendblaulichttag ihrenSpa hatten, gabs aufwndige Vorbereitun-gen.Rems-Zeitung, der Lions Club und dieJugendgruppen smtlicher Gmnder Hilfsor-ganisationenhatten sich zusammen getan,um diese Groveranstaltung zu stemmen.Erstmals wurde hierbei auch den Brgernund Besuchern der Gartenschau vor Augengefhrt, welche tollen Mglichkeiten vor al-lemder neue Remspark mit Strand und Ter-rassenbietet.Ein Riesenspa und Spannung pur brachte al-leinschon das Quietschentenrennen. Zu-gunstendes Baus eines Spielplatzes speziellauch fr Behinderte am Josefsbach hattenRems-Zeitung und Lions Club das Enten-Pro-jektin Angriff genommen. Ganz schn frechund strrisch waren aber die Plastiktierchenbereits bei der Generalprobe und sodann am21RCKBLICK MAI 23. 22RCKBLICK MAIDie Aufreger imAuftaktmonat MaiLeberkswecken hoch im Kurs undfehlende WC sowie gefhrliche KakteenLeberks-Aufregung gelegt. Den Garten-schau-Gastronomen schlug durchaus auchAnerkennung frs vielfltige Angebot unddie attraktive Gestaltung der Verpflegungs-bereicheentgegen. Vor allem das pfiffigeRestaurant Kuhstall wurde zum Hit.Whrenddessen wurde ein noch viel gre-resProblem deutlich: An allen Ecken und En-denvon Erdenreich, Himmelsleiter und Him-melsgartenwurden Toiletten vermisst. Vor al-lemim Taubental herrschte hchste Not.Links und rechts des Lebens- und Besin-nungswegssowie des Waldentdeckerstegsentsorgte Hufla mit leuchtend weienTempotaschentchern passten nicht geradezum Himmelsleiter-Konzept. Da schlug dieStunde der Dixie- oder auch Toi-Toi-Husla.Einige wurden so schief aufgestellt, dass im-merzwei Personen beim Gang aufs stille rt-chenbeteiligt waren: Einer, der musste,und einer, der von drauen das WC vormUmfallen bewahrte.Auch die eine oder andere Absperrung fehltenoch. So gabs im Mrklin- und Kakteengar-tennicht nur Zugunglcke, sondern dereine oder andere Lausbub holte sich hierbeiauch noch einen dicken Stachel im Fingeroder im Allerwertesten. hsEs war alles noch so neu und frisch, alsim Mai die ersten Zehntausende dasGartenschaugelnde strmten. Derstndige Begleiter war in den ersten Wo-chenauch kritische Neugierde. Schlie-lichhatte man ja auch viel Geld fr seineDauerkarte oder auch nur Tageskarteinvestiert. Da war der Blick natrlichgeschrft.Insgesamt zeigten sich die Dauerkarten-Gs-tezufrieden, denn in Nullkommanix hattesich schon im ersten Monat ihr Kauf amorti-siert.Und von Woche zu Woche rgertensich immer mehr Tageskartenkufer darber,dass sie nicht gleich in das Dauer-Ticket in-vestierthatten.Aber: Da gabs auch echte Aufreger, die frviel Gesprchsstoff sorgten. Vor allem wardies in den ersten Tagen die Preisgestaltungim Gastronomiebereich: 6.90 Euro fr dessparsamen Schwaben liebstes und schnells-tesVesper, den Leberkswecken. Umgerech-netfast 14 Mark, das war weit jenseits derSchmerzgrenze.Zur Ehrenrettung sei jedoch daran erinnert:Es wurde rasch nachjustiert, auch bei den an-derenAngeboten. So hatte sich Ende Mai diemaiEine Scheibe Leberks mit einemWecken fr knapp sieben Euro!Die Gartenschau hatte gleich zuBeginn ihren ersten Rekord. 24. Routine kommt rein die Gartenschauluft von Tag zu Tag runder, derProgramm-Mix in Erdenreich undHimmelsgarten ist zugkrftig. Stadt-fest,SYLA-Bandcontest, Altersgenos-senfesteund sogar die Fuball-WMsind keine Konkurrenten, sondernwillkommene Erweiterungen der hei-terenGartenschau-Atmosphre.Eine ganz andere Lebensqualitt inSchwbisch Gmnd bemerkt Landesver-kehrsministerWinfried Hermann, als erAnfang Juni am Tag des Fahrrads in der Le-dergasseund vor dem Forum Gold und Sil-bersteht: Gmnd leuchtet, bei Tag sowie-sound in den kurzen Nchten um dieSommersonnwende auch. Der Sommerlsst sich gut an, zu gut sogar: Es ist viel zutrocken, ber Pfingsten erbarmungsloshei. Rems und Josefsbach sind wiedereinmal schwache Rinnsale, die Stadtgrt-nerkommen mit dem Wssern der dursti-genPflanzen kaum noch nach.Die Pfingstferien bescheren der Garten-schauZulauf. Es ist der Monat der groenChorauftritte, 1000 ltere Herrschaftentanzen gleichzeitig im Stadtgarten beimTreffen des Landesverbands Seniorentanz,die Fahnenschwinger tragen Meisterschaf-tenaus. Am Monatsende setzt die Barock-wocheein Glanzlicht sondergleichen. rw23RCKBLICK JUNI 25. 24RCKBLICK JUNIjuniDas Lebenals InszenierungDie Barockwoche schwelgt in OpulenzZeitalter so papageienbunt auf die Strae ge-henwie die Herren der Historischen Tanz-gruppe?Hinzu kamen vier Auffhrungen des Sing-spielsIch habe ihn gekannt, die Mozart-Revue von Stephan Kirchenbauer und eineHommage an den verstorbenen Autor selbst.Dessen Wunsch war es, die Stadt whrendder Landesgartenschau in ein barockes Am-bientezu versetzen. Kathrin Bechstein fhrteRegie, untersttzt von Sonja Westphal, diePhilharmonie Schwbisch Gmnd unterKnud Jansen spielte, zahlreiche Solisten, Dar-stellerund Chorsnger wirkten mit. Im Stckkamen Zeitzeugen Mozarts zu Wort, an ihrenBerichten entlang entwickelte sich die Hand-lungmit Schlsselszenen aus Mozarts kurzemLeben. Die Auffhrungen hinterlieen tiefenEindruck.Aber noch weitere Schauspiel-Produktionenluden ein: die Gmnder Bhne fhrte DrSpruchbeitel und sei dressierte Jongfraunach Molires Schule der Frauen auf, einBarocklabor und Carpe diem auf undnieder, immer Mieder brachen starre For-menauseinander, und auch Annabella Akcalsan der Rems angesiedelter Europaparkspielte mit Motiven, Figuren und Gattungendes Barockzeitalters. rwAls Stadt hat Schwbisch Gmnd einmittelalterliches Wesen, doch es ist ver-borgenunter einer barocken Maske. Dasversptete Barock des 18. Jahrhunderts,im Rokoko ausklingend, prgt denMarktplatz bis heute. Prediger, Augus-tiner,Franziskaner mit ihren Kirchen alle barock. Gmnd erlebte zum Ende sei-nerReichsstadt-Epoche hin noch einmaleine Bltezeit. Dass ein bitterer Absturzfolgte, sei blo kurz angemerkt.Denn in der Gmnder Barockwoche, halbnoch im Juni, halb Anfang Juli, ging es umPracht, Opulenz, rauschende Festroben dasLeben als Inszenierung und groe Oper. Mu-sikdes 18. Jahrhunderts erklang, gravitti-scheTnze wie Menuett und Gigue der His-torischenTanzgruppe gehrten dazu, einLichterfest und ein groes Feuerwerk. Einesolche Kulisse wie das Rokoko-Schlsschenim nach barocken Muster neu angelegtenStadtgarten, die kann man schlechterdingsnicht ungenutzt lassen.Dort hinein passten die eng geschnrten Tail-len,die hoch getrmten Percken der Da-men;dort gehrten sie hin, die langen Rock-scheund Kniebundhosen der Mnner. Undwann bitte knnte ein Mann im brgerlichenIch habe ihn gekannt: Solisten im Sing-spielvon Stephan Kirchenbauer-Arnold.Schwbisch Gmndhat eine barockeberformung undlebt damit seit 250Jahren. Das istkeine Kulisse das ist Alltag.Damit fllt denSngerinnenund Sngern dieEinfhlung in dieEpoche leicht. 26. Nach obenMeisterschaft im FahnenhochwerfenZwlf Uhr mittags der Beginn einesShowdowns zwischen elf Vereinen ausganz Baden-Wrttemberg.Es ging an jenem Donnerstag, 19. Juni imHimmelsgarten darum, den Meister imFahnenhochwerfen zu ermitteln. EineShow fr die Zuschauer war das Ganze na-trlichauch auch wenn die bei 15 Meterstehende Weltrekordhhe von den 150Teilnehmern nicht berboten wurde. Eswar dennoch beeindruckend.Das Hochwerfen ist eine Disziplin des Fah-nenschwingens,und das hat im Lndleeine groe Tradition. Seit Stadtjubilums-Tagen ist man auch in Schwbisch Gmnddavon begeistert. Die Fahnenschwingerdes Staufersaga-Vereins vertraten dieStadt, und sie waren sichtlich stolz darauf,dass der Wettkampf in der Heimat ausge-tragenwurde. Sechs Jungen und Mdchenstellten sich der Herausforderung.Wie funktionierts? Es gewinnt immer derhchste Wurf. Die Fahne muss ber eine Ei-senstangegeworfen werden, die an einemKran befestigt wird. Das Tuch darf die Stan-genicht berhren, der Werfer muss dieFahne wieder korrekt auffangen.Die Gmnder konnten ebenfalls stolz aufihre Leistungen sein. In den verschiedenenAltersgruppen kamen sie auf die zweitenbis fnften Pltze.juniChorgesang invielen VariationenGroauftritt: Gospel Day, Tag der Chre und SeniorentanzDen Juni prgten darstellende Knste in Massenauf-tritten:Chorgesang in vielen Varianten und Tanz.Ganz vornedran: der Gospel Day in Erdenreich undHimmelsgarten am 9. Juni Pfingstmontag, einglhend heier Tag.Pfingsten passend fr Gospel, spricht doch das Pfingst-wunderdavon, dass die Jnger Christi voller Begeisterungfr ihren Glauben in fremden Zungen zu sprechen began-nen.Welche Sprache ist universeller als die Musik, welcherSound gesttigter von der Erhebung der Seele, dem Trostund der Freude des Glaubens als Gospel? Sechs Chre san-gen,berwiegend aus der Region, aber auch einer ausNrnberg war dabei. Oh happy day!Drei Tage spter war die Rasenflche im Stadtgarten so vollwie selten: 1000 reifere Damen und Herren folgten der Ein-ladungdes Landesverbands Seniorentanz, einige Tanzfreu-digeaus Bayern waren auch dabei. Gleich zu Beginn be-wegtensich alle zu Sambaklngen ein spekta-kulresBild. Am Nachmittag verteilten sichdie Tanzgruppen in der Stadt, jederkonnte mitmachen. Gmnd tanzte.Schon war es wieder Sonntag: dertraditionsreiche Chorverband Fried-richSilcher lud zum Tag der Ch-re.Fnf Vereine traten auf, vonFrohsinn Stetten bis zum Gesang-undMusik-vereinCcilia Ig-gingen.Ein schnesGeschenk fr dieGartenschau beimTag der Chre: EinPop-Song mit demTitel zwischenHimmel und Erde.Mnnerchre,gemischte undKinderchre tratenauf. Oben:Gospel-Sngerin-nen,unten:Seniorentanzim Stadtgarten25RCKBLICK JUNI 27. juni26RCKBLICK JUNITag des Gmnder SportsShow und Vorfhrungen , Bewegung und Mitmachangebotesuchern mit all ihren Facetten auf demGartenschau-Gelnde mit Vorfhrun-gen,sehenswerten Showeinlagen undMitmach-Angeboten.Vormittags schauten nur die Garten-schau-Besucher zu, nachmittags ka-menKinder und Jugendliche in Scharenzu den Mitmach-Aktionen. Beim Kett-leball,Fechten, Jiu-Jitsu, der Rhythmi-schenSportgymnastik, Skilanglauf oderbeim Fuballturnier mit den Brger-meisternbebte der Boden. Bei derSportgymnastik-Show mit und ohneHandgerte des TV Bargau, der Showdes TV Wetzgau aus Tanz, Ballett undRhythmischer Sportgymnastik und derTurn- und Tanzshow Bollywood hat-tenauch die Erwachsenen sehr vielFreude.Der Sport ist Freude pur, lobte Ober-brgermeisterRichard Arnold. Stadtr-teund andere Vertreter gesellschaftlichrelevanter Gruppen machten sich frei-lichbei der Erffnung des Tags desSports rar.Schwbisch Gmnd bleibt fit wer will das ernsthaft bezweifeln?An vier Orten der Landesgarten-schaurckte am 26. Juni der Sportin den Fokus.Bis in den Abend hinein prsentiertensich die Gmnder Sportvereine den Be-Die groeTrockenheitDer Sommer drehte kurz aufDoch, doch, der Sommer 2014 hat richtigaufgedreht. Erinnern Sie sich? Das wargleich am Anfang, in der ersten Junihlfte.Schwbisch Gmnd brutzelte in Sonnen-glastund -glut. Und die Landesgartenschaugleich mit.Am deutlichsten zu sehen fr alle, die im Him-melsgartenparkten. Die Gartenschau-GmbHerlaubte sich eine unschne Visitenkarte vordem Eingang: Der Kreisel mit seinem Rollrasensah aus, als wre er von Arizona nach Wetzgauverpflanzt worden eine Symphonie desBrauns. Aber das wurde schleunigst revidiert:Mit Sommerflor bepflanzt, wurde der Kreiselauf Teufel komm raus bewssert und die Ca-briofahrergleich mit. Zwei Monate nach der Er-ffnungglich das Hanflabyrinth noch einerSteppenlandschaft. Knastertrocken auch derWald entlang der Himmelsleiter, hier murmeltekein Bchlein mehr. Rems und Josefsbach fhr-tenNiedrigstwasser. Die Feuerwehr spritzte hef-tigWasser ins Mndungsdreieck, damit die Fi-schenoch Luft schnappen konnten. Bis zu 700Kubikmeter Wasser verteilten die Mitarbeiterder Gartenschau am Tag in Erdenreich und Him-melsgarten,das auf der Wetzgauer Hochflchevom Wind zustzlich ausgedrrt wurde. Langeher. Es ist dann doch sehr feucht und grn indiesem Sommer geworden. Eine Gartenschauohne Wasser von oben, das geht gar nicht. 28. Es war ein ganz besonderer Zauber,der ber dem Gartenschau-Monat Julilag und sich diesem zu entziehen, warkaum mglich. Frhliche Klnge ver-zaubertendie Besucher des Landes-musikfestivalsund des Tages derGmnder Schulen; atemberaubendeAussichten boten sich ab Juli erstmalsbei den Langen Turmabenden.Mit dem Lichterfest und dem Abschluss-abendzur Barockwoche entzckte derMonat Juli die Gartenschaubesuchergleich zu Beginn. Und eines steht fest: DerZauber, der von diesen beiden lauen Som-merabendenausging, wird noch langenachwirken.Bei einem anderen groen Ereignis dem17. Landesmusikfestival Baden-Wrttem-berg zeigte sich, dass die Anziehungs-kraftder Gartenschau auch weit ber dieGrenzen der Stadt hinausstrahlt. 81 Verei-nemit 3000 Laienmusikern wirkten daranmit und zogen die Besucher der Stadt anverschiedenen Orten in Bann. Angemeldethatten sich einige mehr. Wie alle anderenMonate stand auch der Monat Juli fr Viel-falt mit dem Blaulichttag und dem Flug-tagfanden zwei weitere Highlights statt,die bei Jung und Alt gleichermaen frgroes Interesse sorgten. nb27RCKBLICK JULI 29. 28RCKBLICK JULIjuliBarockzauberim ErdenreichTausende Besucher beim Lichterfest unddem Abschlussabend zur BarockwocheFahnenschwinger ebenso im Erdenreich zu-gegenwaren wie der Fanfarenzug, histori-scheTanzgruppen sowie alle anderen an derBarockwoche Beteiligten.Auch zu einem Festmahl auf der Remspark-bhnewurde die Barockgesellschaft eingela-den.Es war jede Minute wert und es wareine Ehre, dabei zu sein, versuchte einer derAkteure in Worte zu fassen, was er und dieanderen die vergangenen Tage erlebt hatten.Ein Barockfeuerwerk, untermalt mit der Feu-erwerksmusikGeorg Friedrich Hndels, bilde-teeinen wirklich schnen Abschluss dieserganz besonderen Woche.Mit diesen zwei tollen Abenden ist gleichzei-tigauch ein Traum von Stephan Kirchenbau-er-Arnold in Erfllung gegangen. Einer seinerletzten Wnsche war es, die Stadt im Rah-mender Gartenschau in ein barockes Am-bientezu tauchen.Organisiert wurde das Ganze von der Lands-gartenschauGmbH und dem Verein Staufer-sagaund in der Gewandmeisterei wurde be-reitsan Ostern 2013 damit begonnen, dievielen pompsen Kleider zu entwerfen undzu nhen. Viel Zeit und Arbeit steckte auch inden Hten und in den aufwendig gestaltetenPercken. nbDas Lichterfest am 3. Juli und derAbschlussabend zur Barockwoche am4. Juli offenbarten wieder einmal, wasden ganz besonderen Reiz der GmnderGartenschau-Veranstaltungen ausmacht.Trotz, dass es Hunderte, teils Tausende Besu-cherwaren, die sich an den beiden Sommer-abendenim Erdenreich tummelten, ging derfamilire Charakter nicht verloren. EinSchwtzchen hier, ein Schwtzchen da, Blu-menzauberim Abendglanz und ein Lichter-meeraus Kerzen und Fackeln, das sich ent-langder Blumenbeete im Stadtgarten ebensoeinen Weg bahnte wie entlang der Rems so-wieFeuerballons und eine Feuershow, dieHunderte in Bann zog dieser 3. Juli liewahrlich keine Wnsche offen.An diesem und auch am folgenden Tag dem Abschlussabend zur Barockwoche warder Stadtgarten das, was ein frstlicher Gar-tenbereits zur Zeit des Barock war: ein Ortder Vergngungen. Mit das beliebteste Foto-motiv:Die Gewandeten, die ber die Wieseflanierten, sich offen und geduldig zeigtenfr ein Gesprch und nie aufhrten zu strah-len.Prchtig und ppig wie zu Zeiten des Ba-rockgings am 4. Juli zu - ein Tag, an demEin Feuerwerk untermalt mit derFeuerwerksmusik Georg FriedrichHndels bildete den Abschluss derBarockwoche. 30. Flug- undBlaulichttag imHimmelsgartenIm Juli gabs jede Menge hilfreicheund faszinierende Actionfang waren natrlich die ausgestellten Segel-flugzeugesowie kleine Seilstarts und undEinfhrungen ins Gleitschirmfliegen.Ein Hit war auch der Papierfliegerwettbewerbder Fliegergruppe Schwbisch Gmnd. Esgab viele attraktive Preise zu gewinnen, da-runtersogar eine Mitfahrgelegenheit bei derHeiluftpremiere im Erdenreich.Gleich darauf das nchste groe Aktions-Wochenende: Blaulichttag! Nachdem dieJunghelfer aller Gmnder Blaulichtorganisa-tionenbereits im Mai im Remspark eine star-keShow boten, waren nun die Alten (Ak-tive)an der Reihe. Im Himmelsgarten prsen-tiertensich smtliche Blaulichtorganisationenmit Infostnden und Fahrzeugausstellungen.Auch ein Polizeihubschrauber durfte im Laufedes Tages besichtigt werden, der auf einemnahen Feld landete.Tausende verfolgten am Nachmittag danneine groe Schaubung, bei der auf der Stra-evor dem Himmelsgarten ein schwerer Ver-kehrsunfallin Szene gesetzt wurde. Imwahrsten Sinne des WortesHhepunkt bildete zum Ab-schlusseine bung am fast 40Meter hohen Himmelsstrmer,aus dem die Hhenretter derBergwacht einen Verunglck-tenabseilten. Insgesamt wardieser Tag eine tolle Werbung,vor allem frs ehrenamtlicheMitmachen. hsDie Faszination Fliegen im Himmels-garten.Und auch ein groes Festival derBlaulichtorganisationen.Diese zwei Juli-Termine haben sich beiZehntausenden von Besuchern gewisseingebrannt in die Gartenschauerinne-rung.Und sie brachten den jeweiligenOrganisationen und Vereinen einenenormen Publikumszulauf.Erneut hatte mit der Idee Flugtag im Him-melsgartendie Rems-Zeitung, diesmal zu-sammengemeinsam mit der FliegergruppeSchwbisch Gmnd und den Gleitschirm-sportlernvom Stuifen bei Waldstetten fr ei-neneinzigartigen Veranstaltungshhepunktgesorgt. Den ganzen Tag ber gab es vor al-lemrund um das Lesepodium von Rems-Zei-tungund schau.gmnd eine Flle an Infor-mationenund dazwischen auch richtig guteberraschungen: Zufllig fand an diesem Tagauch das groe Schnblick-Jugendfestival imchristlichen Gstezentrum Schnblick statt,so dass der Flugtag von den jungen Aktivis-tenmit Flashmob und allerlei anderen Aktio-nenkurzerhand auch zu einem Festplatzrund um das Thema Himmel verwandelt wur-de.Der Himmelsgarten und die Kulisse des Aus-sichtsturmsboten sich geradezu an, die ech-tenHimmelsstrmer zu prsentieren. Ob-wohlder Himmel selbst an diesem Tag fr al-lerleiblitzenden und donnernde berra-schungensorgte, gab es am Boden spannen-deAusstellungen und ebensolche Vorfhrun-genzu bestaunen.Auf dem noch ganz schnell berdachten Le-sepodiumder Rems-Zeitung informierten dieFlugsportler ber ihr schnes Hobby. Blick-juliFlug- und Blau-lichttaggehrtenzu den Veranstal-tungshitsim Juli.Wenige Tagespter gabs sogarnoch eine Hei-luftballon-Premiere. Fotos: hs29RCKBLICK JULI 31. 30RCKBLICK JULIMusik lagin der LuftLandesmusikfestival und weiteremusikalische LeckerbissenSchler trotzten amTag der Schulen dem RegenwetterEngelsgleiche Stimmen zogen auch am Mitt-woch,9. Juli, ber das Gartenschaugelnde.Und dass sich das Wetter am Tag der Schu-lennicht gerade von seiner schnsten Seitezeigte, tat der guten Laune keinen Abbruch.Sie alle wurden fr ihr Kommen belohnt jene Gartenschaubesucher im Erdenreichebenso wie jene im Himmelsgarten. Es warnicht zu bersehen, dass sich groe wie klei-neSchler gemeinsam mit ihren Lehrern teilsviele Wochen auf ihren groen Auftritt vor-bereitethatten. Bei vielen Auftritten standder Gedanke, wie bereichernd die Vielfaltverschiedenster Kulturen sein kann, im Mit-telpunkt.Nicht Hunderte von Sngern, son-dernHunderte von Zuschauer waren es, dieam 20. Juli im Himmelsgarten fr beste Stim-mungsorgten. Begeisterung, die von einemabsoluten Topact GentlemanThe Evoluti-on auf das Publikum bergeschwappt war.Der deutsche Reggae-Musiker war eines dermusikalischen Highlights im Gartenschau-Monat Juli. Ein weiteres folgte nur zwei Tagespter, als vor ebenfalls vor hunderten vonZuschauern Chris de Burgh im Congress-Centrum Stadtgarten sang. Und das, was erlautstark verkndete, das dachten sich in die-semMonat viele: Ich freue mich, hier inSchwbisch Gmnd zu sein. nbEs waren Tausende von Sngern undMusikern, die den Gartenschau-MonatJuli auch aus musikalischer Sicht habenblhen lassen.Den Anfang machte das 17. Landesmusikfes-tivalBaden-Wrttemberg am 5. Juli mit einerAnzahl von 3000 Laienmusikern aus ber 80Vereinen. Und htten die Ausrichter derSchwbische Chorverband und der Baden-Wrttembergische Sngerbund alle Anmel-dungenangenommen, wren an besagtemSamstag sogar noch viel mehr Teilnehmer zudem Festival gekommen. Hier zeigte sie sichwieder einmal die groe Anziehungskraftder Gartenschau auch ber die Regionen hin-weg.Breitgefchert waren sowohl die musikali-schenDarbietungen als auch die Herkunftder Teilnehmer, die aus allen Teilen Baden-Wrttembergs nach Gmnd kamen, um un-terdem Motto Musik zwischen Himmel undErde ihr Knnen zum Besten zu geben. An-gefangenvon der Kirchenmusik der Renais-sancebis hin zu Jazz und Pop war die ganzeVielfalt der Musik zu hren. Aus der nherenUmgebung waren unter anderem mit dabeider Gesangverein Rehnenhof, der Lieder-kranzSpraitbach, der Liederkranz Maitis, dieKinder und Erzieherinnen vom KinderhausWaldau sowie der Gesangverein Ruppertsho-fen.Ob Gentleman,Chris de Burgh,die 3000 Laienmu-sikerdes Landes-musikfestivalsoder die jungenTeilnehmer desTages der Schulen sie alle sorgtenfr einen auch inmusikalischerHinsichtgelungenen Juli.Fotos: ska,vog, brd, edk juli 32. Der August ist hei, es passiert nichtviel: Sommerpause eben. Nicht indiesem Jahr der Gartenschau.Zum einen wars wechselhaft und viel zukalt; zum anderen gabs so viel Programm und so viele Gste , dass an ein Som-merlochnicht zu denken war. Der Monatbegann mit dem Siegeszug der Saurier, dieim Juli zunchst sehr skeptisch in Empfanggenommen wurden, dann aber angesichtsder hemmungslosen Begeisterung jungerGartenschaugste nachsichtig lchelnd to-leriert;Hobbyfotografen knnen sich bisheute nicht sattfotografieren. Der Monatbegann auch mit den letzten Tagen einerBlumenschau, die mit den Traditionen derGold- und Silberstadt spielte und mit demffnen einiger der schnsten Innenstadt-Grten. Wer den Trubel mag, Musik, Tanzund groe Show, hatte gleich am erstenWochenende an Sommernachtsfest undAmerikatag mit abschlieendem Feuer-werkseine helle Freude. Die nchsten Wo-chenendenbegannen mit Sundowner-Par-tyam Rems-Strand, SAM-Konzert oder80er Jahre-Party und auch sonst gabs vol-lenTerminkalender mit Puppentheater undRockkonzert, mit einem klasse Tag der J-gerund der Oldtimer-Freunde, mit Sportund Kunst und viel zum Lachen. bt31RCKBLICK AUGUST 33. 32RCKBLICK AUGUSTIm Augusterblhtennoch einmaldie RosenDie Rose und ihre Familie bestimmendZonta-Club gerne auf der politischen Agendavieler Gremien she. Um das zu verdeutli-chen,hat der Club der Stadt die gelben Ro-sendes Goldenen Bandes geschenkt, insbe-sondereMarschall Niel-Rosen und die GloriaDei, dieHansestadt Rostock und die etwashhere Sunny Sky: Wie im Hilde Domin-Gedicht Aber ich liege in Vogelfedern kn-nedie gelbe Rose Sttze sein, Leid nicht aus-rottenaber lindern. Im konkreten Beispiel derAltersarmut soll ein teures Medikament oderein schner Ausflug finanziert werden. DieRose ist seit Jahrtausenden weltliches und re-ligisesSymbol Rose ohne Dorn undBrot und Rosen erinnern daran. Natrlichwar der Knigin eine Blumenschau gewid-met;generell stand die Rose im Mittelpunktvieler Veranstaltungen. Oh die Rose, ach,die Rose ist der Blumen Knigin, heit es inSapphos zeitlos schnem, vor zweieinhalb-tausendJahren geschriebenen Gedicht.Manfred Wenninger von der Landesgarten-schauund Martin Mager, Bezirksvorsitzenderder Obst und Gartenbauvereine, widmetensich den mehr prosaischen Aspekten. In die-semSommer hat jedes Schulkind gelernt,dass die Zierrosen viele Geschwister haben,etwa die Obstarten pfel, Birnen, Brombee-ren,Himbeeren und beim Steinobst die Kir-schenund die Zwetschge. Mit dem Streu-obstzentrum der fnfblttrigen Blte derRosaceae, der Rosengewchse nachempfun-den und der Streuobstwiese wurde etwasgeschaffen, das der Stadt ebenso wie dieZonta-Rosen erhalten bleibt. Die Rose undihre ganze Familie waren die wichtigstenPflanzen dieser Gartenschau. btZu nass, zu kalt war der August. Das hin-dertedie Rosen nicht, ein zweites Malaufzublhen, dass es eine Freude war.Whrend in den Privatgrten zwar auch einRosenjahr sondergleichen bejubelt wurde,kam es dort vielfach vor, dass die schnstenBsche und Strucher weitgehend unbeach-teter- und schlielich wieder verblhten: Daseinzige Mal, dass ihnen wirklich Beachtunggeschenkt wurde, war beim Auflesen derwelkenden Bltenbltter, beim Abknipsender Zweige: Lange, laue Sommerabende imGarten oder auf der Terrasse waren viel zuselten.Ganz anders die Gartenschau-Rosen. Trotzder widrigen Witterung wurden Besucherre-kordeeingefahren, garantiert keine Roseblhte im Verborgenen. Noch nicht einmal anden eher versteckten, als Geheimtipp gehan-deltenPltzen, die von den Rosenfreundenganz bewusst aufgesucht wurden. Der Anti-berRosengarten, war hier eine der gesuch-testenAnlagen und Ende August noch ein-malbesonders schn. Der Barnsleyer Gartensetzte ebenfalls auf selbstredend alte, eng-lische Rosen. Keine Blumenschau kam ohnedie Knigin aus, und auch oben, im Himmels-garten,war sie mit rund drei Dutzend Zch-tungenstark vertreten. Insbesondere im Ver-bindungsstckzwischen Schnblick und demKernstck des Landschaftsparks bereitete dieRose all denjenigen groe Freude, die dasEnde der ersten Bltephase Anfang Juli be-dauerthatten.Unter anderem ging es um ein Projekt fr vie-levon Altersarmut betroffene Frauen, das deraugustStrauch- und Bodendeckersortenmachten sicherlich die Mehrzahlder Gartenschaurosen aus inErinnerung bleiben die Edelrosen. 34. augustAmerikatagals LichterfestNord und Sd, Oben und Unten,durch die Himmelsleiter getrennteine Feuershow der Gruppe Tangudaaus Stuttgart und das Feuerwerk.Rodeo und Sheriffstern,Rock, Blues, RockabilllyWhrend das Erdenreich dem lateinamerika-nischenLebensgefhl gehrte, war der Him-melsgartenfest in Cowboys-Hnden. Auchdas Motto Nordamerika lockte viele Gste.Angefangen bei der Nachbildung der Frei-heitsstatueaus Ballons bis hin zum Feuer-werk,das auch im Gmnder Norden denNachthimmel erleuchtete, war viel geboten.Auf dem Weleda-Gelnde war ein kleinerWild-West-Park aufgebaut, in dem bei Ge-schicklichkeitsspielen,Bison-Staffage undelektrischem Bullen keine Langeweile auf-kam,zumindest bis der Regen einigem Wild-westtreibenEinhalt gebot. Zur Unterhaltunggabs Soul- und Bluesmusik mit SiggiSchwarz, Rockabilly mit den Lonesome Drif-ters.Den Abend gestaltete die CoverbandWelcome to the Pleasuredome - unter an-deremmit dem schwbischen Synchronspre-cherDodokay -, die den Gsten unvergessli-cheMomente bescherte. btMusik und Tanz, Feuershow und Feuer-werk,Temperament und Lebensfreudegabs am Amerika-Tag im Remspark.Feuerwerk, wie es den Amerikatag krnte,heit, dass in der Nacht Lichter bern Himmelzucken, Farben explodieren, Gesichter auf-leuchtenund all die Dinge, die eben nochverborgen waren, in Sternenregen getauchtwerden. Schn.Auf den Bhnen und Freiflchen wurde andiesem Tag mit Musik, Tanz und einer Feuer-showLebensfreude ausgedrckt. RenatoPantera, ein brasilianischer Snger, mixte Ge-sangmit der Akrobatik und Eleganz des Ca-poeira,des brasilianischen Kampftanzes.Mistura Boa sorgte fr Stimmung, zudemBrazil Connection und Aquarelas do Brasil,die den legendren Karneval in Rio mit-brachten,und eine ganze Reihe andererGruppen aus Brasilien, Kolumbien und Kuba.Lateinamerikanische Tnze stellten die Tn-zerinnenund Tnzer der Tanzschule Letsdance aus Spraitbach vor. Und als es dunkelwurde, gabs ganz besondere Geschenke, fralle, die zum Sommerfest gekommen waren:Der Amerika-Tag war gekrnt voneinem groartigen FeuerwerkRenato Pantera im Erdenreich undWelcome to the Pleasuredomeoben im Himmelsgarten.33RCKBLICK AUGUST 35. 34RCKBLICK AUGUSTHhepunkteim AugustOldtimer von neuem ReizGreatest Singers of all Time verehrt: HouseOf The Rising Sun, When I was young,We Gotta Get Out of this Place sind un-sterblich.Er hat die Rockgeschichte immerwieder dominiert als Frontmann der Ani-mals,als Grndungsmitglied der Funk-BandWAR und als Solo-Knstler. In Gmnd zeigteer mit Stcken aus seinem neuen Album TilYour River Runs Dry sein bislang persn-lichstes,zudem sein Blick auf Religion, Politikund Umweltsorgen , dass er noch immer zuden Groen zhlt. Ende August lie SWR1rund 2000 Gartenschaugste lachen: RdigerHoffmann, Anka Zink, Thomas Schreckenber-gerund die a-Cappella-Gruppe Montezu-marockten die Sparkassen-Bhne mit Kaba-rettund Comedy. Die Schwerkraft ist eigent-lichmnnlich, Barack Obama als Servicemit-arbeiterder Telekom ausgebildet. Hoeness-Wahnwitz, ADAC-Umfragen, Ursula von derLeyens Landesverteidigungsqualitten: ImSchweinsgalopp gings durchs Weltgesche-henund den alltglichen Wahnsinn. Auchhier waren es die persnlichsten Momente,die blieben. Im einzigen deutschen (Grne-meyer-)Titel sang Montezuma Senior PaulKloot, den vom Junior fast zwei Generatio-nentrennen: Du hast jeden Raum, mit Son-nenlichtgeflutet, und er sang es zum Teilauf Knien, dieses Manifest der Liebe und desAbschieds aber der ist fr die Oldies nochlange nicht gekommen. btErnst Mantel und Bibi Blocksberg, einFriedenskonzert mit Thomas Felder,Leuchtturmabend und 80er-Jahre-Party,der groe Auftritt der Jger, generell dasThema Wald ber den August gibt eseiniges zu berichten. Exemplarisch hiereinige ganz besondere Termine:Am 24. August zeigten Mitglieder des Deut-schenAutomobil-Veteranen-Clubs am Vor-mittagim Erdenreich und am Nachmittag imHimmelsgarten ihre Schtze aus den 50ern,60ern- und 70ern. Schne Erinnerungen frviele, die damals jung waren: Welche Unmen-genGepck sich doch im VW Kfer unter-bringenlieen; selbst Kleinstwagen konntenWohnwgelchen ziehen, und der Borg-wartIsabella oder auch viele historischeSportwagen waren einfach nur schn anzu-sehen.Es ist lange her, seit Eric Burdon and the Ani-malsdie Chartlisten strmten. Viele Rock-starskamen und gingen, Eric Burdon aber istgeblieben und sich und seiner Musik treu ge-blieben.Als der groe alte Mann des Rockund Blues steht er heute noch vor einem Pu-blikum,das mit leuchtenden Augen zu ihmaufsieht. So berichtete die Rems-Zeitung, alsdie lebende Legende am 28. August inGmnd zu Gast war. Burdon ist Mitglied derRock and Roll Hall of Fame und wird vomRolling Stone-Magazin als einer der 100august Montezuma, Eric Burdon, RdigerHoffmann. Fotos: bt/gbr/klai 36. schau.septemberDie blhende Einkaufs- und Erlebnisstadt Der September ist der Monat, in demman sich ber eine reiche Ernte freuenkann. Dies gilt im bertragenen Sinneauch fr die Macher der Gartenschau.Denn seit diesem Monat ist klar, dassder bisherige Besucherrekord allerLandesgartenschauen von den Gmn-dernrecht deutlich in den Schatten ge-stelltwird. Man nimmt ab jetzt dieZwei-Millionen-Marke ins Visier.Der September ist in mehrfacher Hinsichtauch ein Beispiel dafr, wie wichtig bei al-lenProjekten die Kontinuitt und dieNachhaltigkeit sind. Die Saat der Stau-fersagaals gigantische Brgerinitiative istauch zwei Jahre nach dem Stadtjubilumwieder prchtig aufgegangen. Ob beimStauferzug durch Innenstadt oder im Stau-ferlagerneben dem Veranstaltungszelt imHimmelsgarten: Gmnd kann sich einfachauf seine Mittelalter-Akteure verlassen selbst dann, wenn es Bindfden regnetund weder ein Festzug noch das Wohnenin authentischen Stoffzelten fr alle ein rei-nesVergngen ist.Die Ernte einfahren durfte man im Sep-temberauch auf den mit mittelalterlichenMethoden beackerten Feldern. Und beimgroen Lichterfest, das sich sowohl untenals auch oben abspielte, ernteten alle Ak-teurereichlich Beifall.35RCKBLICK SEPTEMBER 37. september36RCKBLICK SEPTEMBERNicht nur imJubilumsjahrDie Staufer haben bei Veranstaltungen inGmnd inzwischen ihren festen Platzauf ihrem Weg ins Morgenland lieen sichweder die Staufer aus Gmnd noch das Pu-blikumam Straenrand davon die gute Lau-neverderben. Obwohl dieser Umzug viel vielkleiner als jener beim Stadtjubilum war (unddamals war es so hei, dass manche dick kos-tmiertenTeilnehmer kurz vor dem Hitz-schlagstanden!), zeigten sich die auswrti-genZuschauer schwer beeindruckt von derArt und Weise, wie in der ltesten Staufer-stadtdie eigene Geschichte gelebt wird.Nicht gespielt, sondern ebenfalls gelebt wur-dedie Stauferzeit im Zeltlager im Himmels-garten.In den vergangenen zwei Jahren ha-bensich nmlich viele Menschen zusammen-gefunden,die in ihrer Freizeit sehr gerne dasRad der Zeit zurckdrehen und die Vergan-genheitauf mglichst authentische Weisewieder zum Leben erwecken. Sie nehmen ei-gensUrlaub, um bei einem Stauferlager nichtnur dabei, sondern mittendrin zu sein. Und esschreckt sie auch nicht ab, dass nach einigenTagen auf dem relativ harten Bett aus Fel-len,Teppichen und Wolldecken der eine oderandere Wirbel weh tut. Oder dass der Regenvon allen Seiten ins Zelt drckt. gbrIn vielen Stdten werden Jubilen grogefeiert und danach geht man wiederzur Tagesordnung ber. In Gmnd wurdezur 850-Jahr-Feier mit der Staufersagaetwa ganz Groes ins Leben gerufen, dasden Gmndern nach innen und nachauen eine besondere Identitt gibt.Entsprechend standen die Staufer auchbei der Gartenschau im Blickpunkt.Ach wren wir Staufer doch lieber mit unse-remKaiser Friedrich II. in Sditalien geblie-ben! Vielleicht hat sich dies so mancherTeilnehmer des Stauferzugs oder Mitwirken-deim Stauferlager gedacht. Denn hierzulan-dewurden sie im nach einem regenreichenAugust leider auch im September nicht im-mervon der Sonne verwhnt. Zeitweise warsogar das genaue Gegenteil der Fall. Wer sichdie Fotos vom Stauferzug am 13. Septemberanschaut, sieht Menschen, die ihre wertvol-lenGewnder mit durchsichtigen Plastik-Capes notdrftig geschtzt haben, sieht dieGesichter der Umzugsteilnehmer nur hintereinem engmaschigen Netz aus lauter Re-gentropfen.Doch wie einst die KreuzritterOb im Stauferlager im Landschaftspark oder beim Stauferzugdurch Gmnd Akteure und Publikum mussten dem zeitweisestarken Regen trotzen. Schn wars trotzdem. Fotos: hs/bt 38. 37RCKBLICK SEPTEMBERGnsehaut-Gefhl in derNacht der Tausend LichterZig-Tausend Menschen waren vom Farbenspiel fasziniert und begeistertentlang der Wege eine romantische At-mosphreund fhrten die Besucherin-nenund Besucher zu den Schaupltzendes Programms. Ballett-Tnzerinnendrehten sich am Wasserspielplatz ele-gantund elfengleich zwischen dertransparenten Bhnendekoration ausweien Fden. Das totale Kontrastpro-grammgab es im Zelt auf und vor derSparkassenbhne. Auch dort tanztenMenschen allerdings im Rhythmusdes Rockn Roll. Es war schn anzuse-hen,wie Omas und Enkelinnen im glei-chenTakt die Hften schwangen.Ein echter Blickfang war der zirka sechsMeter hohe Dundu, ein von mehre-renPersonen mit Hilfe von Stangen wieeine Marionette bewegter Roboter. Erbestand aus einem LED-illuminiertenfeinmaschigen Draht-Netz.Ein Gnsehaut-Gefhl bewirkte dasLichterspiel bei der nchtlichen Dra-chenflugschau.Und der noch zu spterStunde zugngliche Himmelsstrmertrug in dieser besonderen Nacht einKleid aus Licht, dessen Farbe sich imSpektrum zwischen Pink und Purpurbewegte. gbrseptemberFr viele Besucher der Landesgarten-schauwar es die Nacht der Nchte, alsam 20. September das groe Lichter-festunten und oben stattfand.Auf alle Flle war es ein emotionalerHhepunkt des Veranstaltungspro-grammsim Monat September.Im Erdenreich war es vor allem die gigan-tischeLaser-Show, die den Remsstrandund das Forum GoldSilber in ein futu-ristischesLicht hllte. Fr ein historischesAmbiente sorgten venezianische Maskenund ein Umzug in Gewndern aus derZeit des Rokoko. Bodypainting mitSchwarzlichteffekten und Live-Musiksorgten ebenfalls fr sehr gute Unterhal-tungder insgesamt Zig-Tausend Besuche-rinnenund Besucher.Oben im Himmel zauberten llampenDas Forum GoldSilberwurde bei der Laser-Showzur Leinwand. Fr Aufsehensorgten auch Dundu unddie Rockn-Roller. Fotos: ska/hs 39. september38RCKBLICK SEPTEMBERKinderlachen,Freud und LeidIm September war das Programm so buntund facettenreich wie das ganze Lebenstarke Menschen brauche, msse man auchalles tun, um die Entwicklung der Kinder zufrdern.Die Integration in Vereine sowie eine musi-scheAusbildung gehrt ohne Zweifel zu je-nenFaktoren, die Kinder und Jugendliche inihrer Entwicklung positiv beeinflussen. Wasschon junge Menschen leisten knnen, wennihre Talente erkannt und richtig gefrdertwerden, zeigte zum Beispiel der Auftritt derGmnder Musical-Kids, die auf nahezu pro-fessionelleWeise Teile aus ihrer aktuellen In-szenierungHigh School Musical den Gar-tenschaubesuchernprsentierten.Wie nahe Freud und Leid oft beieinander lie-genund wie die Trauer eben auch ein Teil desLebens ist, betonten Oberbrgermeister Ri-chardArnold sowie Mnsterpfarrer RobertKloker und der evangelische Dekan Immanu-elJ. A. Nau bei der Erffnung der vorletztenAusstellung in der Blumenhalle. Sie stand un-terdem vieldeutigen Motto Alles hat seineZeit. Die Arrangements der Floristen fhrtenden Besucherinnen und Besuchern vor Au-gen,dass Blumen auch dazu beitragen, denSchmerz zu lindern. gbrEine Gartenschau ist in erster Linie eineVeranstaltung, die Freude bewirken undBegeisterung fr die Vielfalt der Natursowie die kunstvollen Arrangementsauslsen soll. Dies war in Gmnd zwei-fellosder Fall. Man hat aber im Septem-berauch den Blick nicht vor denSchattenseiten des Lebens verschlossen:vor Kindern, die krperlich oder seelischleiden und vor Menschen, die um einengeliebten Angehrigen trauern.Anlsslich des Weltkindertags bekamen dieGmnder auf ihrem Gartenschaugelnde ho-henBesuch. Kultusminister Andreas Stochpersnlich kam, um von der Sparkassenbh-neaus in Erinnerung zu rufen, dass man nichterst in ferne Lnder und Kontinente reisenmuss, um Kinder in groer Not zu erleben.Selbst in einem reichen Land wie Deutschlandgebe es nicht wenige Familien, die mehrschlecht als recht ber die Runden kommenund ihren Kindern nicht das bieten knnen,was sie frhlich und gesund aufwachsen lsstund sie physisch und psychisch zu starken Er-wachsenenwerden lsst. Weil unser LandKinder muss man frdern, betonteMinister Stoch (ganz oben. Rechtsunten die Musical-Kids. Fotos: gbrBlumen helfen den Menschen auch in der Zeit der Trauer zum Beispiel indem sie die Wertschtzung fr einen Verstor-benenzum Ausdruck bringen. Foto: gbr 40. Dass die Sonnenstrahlen im Golde-nenOktober das Gemt so intensivberhren, liegt nicht zuletzt daran,dass in diesem Monat die Zeit desAbschieds vom Sommer unweigerlichangebrochen ist. Vor der Tr stehengraue Novembertage. Eine derartmelancholische Abschiedsstimmungwar auch in den letzten Tagen derGartenschau zu spren.Doch bevor der 166-tgige Ausnahme-zustandin Gmnd zu Ende ging, durftensich die Besucherinnen und Besucher nochber einige Hhepunkte freuen und demgroen Finale entgegenfiebern. In einerersten Bilanz wurde bereits deutlich, dasssich aus der Sicht der Macher der Auf-wand ideell, finanziell und personell frdie Stadt Gmnd gelohnt hat.Bei den letzten Groveranstaltungen aufder Gartenschau wurde nochmals so rich-tigdeutlich, wie sehr das Erdenreich, dieHimmelsleiter und der Himmelsgarten frMenschen aller Alters- und Berufsgruppenregelrechte Besuchermagnete waren.Die Gartenschau in Gmnd war schn zumAnschauen, ohne Zweifel. Aber nicht nurdas, denn sie fhrte auch Menschen zu-sammen,die sich sonst vermutlich gar niebegegnet wren. gbr39RCKBLICK OKTOBER 41. Es war einesehr schne ZeitSowohl das Wetter als auch die Akteure derGartenschau gaben nochmal richtig Gasoktoberspren. Und auch bei offiziellen Terminenkurz vor Torschluss war immer wieder zu h-ren,dass man ja eigentlich noch gar nichtaufhren mchte. Brgermeister Dr. JoachimBlse zum Beispiel erinnerte bei der Erff-nungder letzten Themenausstellung derGmnder Gold- und Silberschmiede in derBlack Box daran, welch gewaltigen Image-Gewinn die Gmnder in diesen schon jetzt le-gendren166 Tagen verbuchen konnten.Deshalb war es fr a