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    17-Sep-2018
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  • Rechenschaftsbericht des Fachbereichs 4

    zum Thema

    SCHULENTWICKLUNG

    LPM

    Beethovenstrae 26

    66125 Saarbrcken

    Tel.: 06897-7908-159

    Fax: 06897-7908-122

    www.lpm.uni-sb.de/SE/

    www.lpm.uni-sb.de/SL/

  • 1. Anlass und Zielsetzung

    2. Unsere Geschichte

    3. Unser Thema: Schulentwicklung

    4. Unsere Arbeit:

    - Beratung

    - Pdagogische Tage

    - Projekte

    - Fortbildung

    - Evaluation

    - Vernetzung

    5. Unser Personal

    6. Unsere Partner

    7. Perspektiven und Ausblick

    Inhalt

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    4

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    8

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  • 1. Anlass und Zielsetzung

    Sechs Jahre nach der Neugrndung des Fachbereichs Schulentwick-

    lung im Landesinstitut fr Pdagogik und Medien (LPM) nutzen wir

    die Gelegenheit, unsere Arbeit einer interessierten ffentlichkeit vorzu-

    stellen. Zugleich bietet uns vorliegender Bericht Anlass zur Selbst-

    refl exion mit dem Ziel der Standortbestimmung: welche Ziele haben

    wir erreicht, welche Herausforderungen liegen vor uns? Wir orientieren

    uns dabei am Vorbild von Schulen und vergleichbaren Bildungs-

    einrichtungen, die sich in Form von Rechenschaftsberichten der Quali-

    tt ihrer Arbeit selbst vergewissern, und wollen Beispiel geben fr alle

    diejenigen Institutionen, die sich ebenfalls mit dem Gedanken tragen,

    die eigene Weiterentwicklung auf der Basis eines sich selbst auferlegten

    Rechenschaftsberichts zielgerichtet zu planen. Darber hinaus ist unsere

    Rechenschaftslegung Bestandteil des institutsinternen Qualittsmanage-

    ments seit der Zertifi zierung des LPM nach ISO 9001:2000.

    2. Unsere Geschichte

    Schon vor 2003 hatte es am LPM Bemhungen um die Etablierung

    des Themas Schulentwicklung (SE) gegeben. Eine Gruppe von Mit-

    arbeitern1 um Dr. Klaus Winkel gestaltete Pdagogische Tage zum

    Thema und begleitete erste Schulentwicklungsgruppen bei ihrer Arbeit.

    In ihrer jetzigen Form entstand die Abteilung Schulentwicklung zu

    Beginn des Schuljahres 2003/4.

    Sie gehrte von Anfang an dem neu gebildeten Fachbereich 4 an,

    dem auch die Schulleiterfortbildung zugeordnet ist. Neben dem Leiter

    dieses Fachbereichs, der zugleich stellvertretender Leiter des Instituts

    ist, standen anfangs nur drei Lehrkrfte mit insgesamt 26 Abordnungs-

    stunden zur Verfgung: Birgit Hampp-Hning, Magarete Schorr und

    Thomas Meyer.

    Es erwies sich als ein kluger Schachzug, dem Bereich SE auch die

    Beratungsstelle Pdagogischer Tag zuzuordnen, denn Pdagogische

    Tage lsen hufi g Initialzndungen fr systematische Schulentwicklung

    aus beziehungsweise tragen zur Vertiefung und Neuorientierung von

    bereits begonnenen Entwicklungsprozessen bei.

    4 5

    1 Aus Grnden der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung

    mnnlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Smtliche Personen-

    bezeichnungen gelten fr beiderlei Geschlecht.

  • Die Kollegen der ersten Stunde mussten

    - ihr eigenes Verstndnis von Schulentwicklung klren und einen

    Gruppenkonsens darber fi nden

    - ein Untersttzungsangebot fr Schulen entwickeln

    - sich mit ihrem Untersttzungsangebot an saarlndische Schulen

    wenden

    - sich in systemischer Beratung fortbilden

    - Werkzeuge/Bausteine fr Schulentwicklung konzipieren

    - sich ein Berufsprofi l erarbeiten und hierfr neue Qualifi kationen

    erwerben

    - sich eine themen- und adressatenbezogene Didaktik der

    Erwachsenenbildung aneignen bzw. entwickeln.

    Der geringe Bekanntheitsgrad der Schulentwicklungsberatung und die

    Tatsache, dass saarlndischen Schulen von der Schulaufsicht keine

    systematische Schulentwicklung abverlangt wird, erklren die zunchst

    geringe Nachfrage von Schulen nach unserem Untersttzungsangebot.

    Dieser Umstand erffnete der Gruppe die Mglichkeit, die notwendige

    konzeptionelle Arbeit voranzutreiben. Im Vordergrund stand die eigene

    Qualifi zierung , die in Kooperation mit Universitten und Fortbildungs-

    instituten anderer Bundeslnder erfolgte und die insbesondere den

    Aufbau von Beratungskompetenz und den Erwerb von Prozesswissen

    beinhaltete. Mittlerweile verfgen schon drei Mitarbeiter(innen) des

    Fachbereichs ber einen Master in Schulmanagement bzw. Evaluation.

    Die enge Kooperation in der Schulberatung machte eine professionelle

    Teamentwicklung im Fachbereich erforderlich, dem, wie knnte es

    anders sein, auch die strmischen Zeiten, in der Teamentwicklung

    als Stormingphasen bezeichnet, nicht erspart blieben. In mehreren

    Workshops entwickelte die Gruppe durch Klrung von Vision und

    Mission sowie durch die Vereinbarung von Jahreszielen innerhalb der

    Institution eine Corporate Identity.

    Da Evaluation eine unabdingbare Voraussetzung fr systemische und

    systematische Schulentwicklung ist, begannen wir unter Federfhrung

    von Thomas Meyer eine Evaluationsagentur aufzubauen und auf diesem

    Wege die Entfaltung einer Evaluationskultur an saarlndischen Schulen

    zu frdern.

    In den Folgejahren wuchs die Nachfrage nach dem Serviceangebot der

    Schulentwicklungsabteilung kontinuierlich, so dass Schulentwicklungs-

    begleitung nur mit dem Einsatz von Honorarkrften, die wir im Institut

    fr ihre Aufgabe qualifi ziert haben, mglich wurde.

    Neben der offensichtlich guten Qualitt unseres Beratungs- und Unter-

    sttzungsangebotes ist dieser Zuwachs an Nachfragen ohne Zweifel

    der Tatsache geschuldet, dass nahezu alle bildungspolitischen Offen-

    siven Schulentwicklung im Sinne eines professionell gesteuerten und

    zielgerichteten Prozesses mit nachhaltiger Wirkung erfordern. Dies gilt

    fr die Implementierung von Bildungsstandards ebenso wie fr die Ent-

    wicklung von Frderkonzepten und den Umgang mit Schulberichten,

    die aus externer Evaluation erwachsen.

    Folgerichtig war unsere Abteilung in alle saarlndischen Qualittsma-

    nahmen schon in der Planungsphase involviert. Folgerichtig auch, dass

    sich die Abordnungsstunden fr unsere Abteilung verdreifacht haben.

    Die Verstndigung mit Schulen ber Schulentwicklung ist in all den

    Jahren einfacher geworden. Immer hufi ger sprechen wir die gleiche

    Sprache und immer strker wird den Beteiligten und Betroffenen be-

    wusst, dass ohne zielgerichtete professionelle Steuerung von Prozessen

    Schulen sich der nachhaltigen Wirkung ihrer Projekte berauben.

    2. Unsere Geschichte

    6 7

  • Schulentwicklung basiert auf 3 Sulen (Unterrichtsentwicklung,

    Personalentwicklung, Organisationsentwicklung), die ineinander

    greifen, sich ergnzen und bedingen:

    3. Unser Thema >>> Schulentwicklung

    Der Fachbereich 4 am LPM (Schulentwicklung und Schulleiter-

    fortbildung) versteht Schulentwicklung als einen systemischen

    und systematischen Prozess, in dessen Verlauf Schulen dabei

    untersttzt werden, ihre standortspezifische Qualitt auf der Basis

    evaluierter Fakten zielgerichtet und nachhaltig zu verbessern.

    Schulinterne Zielfindung (Leitbildentwicklung), Prozesssteuerung

    (Steuergruppen), Planung (Qualittszirkel als temporre Arbeits-

    gruppen) und Umsetzung konkreter Manahmen auf der Basis von

    gesichertem Wissen ber Ausgangspunkte und Meilensteine von Ent-

    wicklung (Evaluation) kennzeichnen diesen Schulentwicklungsprozess,

    der sich von dem blichen Projektmanagement in der fragmentierten

    Schule, deren Projekte ohne inneren Zusammenhang und Ausrichtung

    an vereinbarten Zielen durchgefhrt werden, deutlich unterscheidet.

    Erfolgreich ist Schulentwicklung dann, wenn sie

    die Qualitt von Schule und Unterricht sichert bzw. steigert

    die Schler erreicht

    langfristig angelegt ist

    der Schule als Ganzes die Chance zum Lernen bietet

    (lernende Organisation)

    bereit ist, die Zielerreichung zu evaluieren und aus den

    gewonnenen Erkenntnissen Nutzen zieht

    die Berufszufriedenheit in den Kollegien steigert

    lngerfristig zu Entlastungen fhrt

    Unterrichtsentwicklung

    Schulentwicklung

    OrganisationsentwicklungPersonalentwicklung

    z.B.:

    Standard- und kompetenz-

    orientierter Unterricht

    Methodencurricula

    Lernkultur

    Leistungsverbesserung

    Frderung

    Leistungsbeurteilung

    Evaluation

    Klassenklima

    Werteerziehung

    z.B.:

    Kooperation und

    Kommunikation

    Teamarbeit

    Fortbildungsplanung /

    Wissenstransfer

    Fhrungsstile

    Partnerschaften

    Kollegiale Hospitation

    Supervision

    Interne Personalplanung

    z.B.:

    Schulklima

    Qualittsmanagement

    Corporate Identity

    Schulordnungen

    EDV/Schulverwaltung

    Konferenzkultur

    Zukunftswerkstatt

    Auenbeziehungen

    Schule und Elternhaus

    Betreuung am Nachmittag

    Ganztagsorganisation

    8 9

  • 4. Unsere Arbeit

    Beratung vollzieht sich im Fachbereich 4 in unterschiedlichen Stufen

    der Intensitt und in verschiedenen Formen: von der telefonischen Be-

    ratung ber Erstkontakte mit Steuergruppen oder Initiativgruppen bis

    hin zur lngerfristigen Schulentwicklungsmoderation. Letztere ist im

    Grunde genommen das angestrebte Ziel, weil effi ziente Vernderungs-

    prozesse in der Regel eine Prozessbegleitung durch einen kritischen

    Freund bentigen. Ob beim Erstkontakt einer Schule mit der Evaluati-

    onsagentur bezglich eines Evaluationsvorhabens od