SF 2016 | 13

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    28-Jul-2016
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Salzburger Fenster, Ausgabe 13, 2016

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  • In jener abgeschiedenenRegion in China, in der dasUnsterblichkeitskrautvon den Bewohnern tglichkonsumiert wird (die Bltterwerden entweder gegessenoder fr einen Tee verwendet),gibt es ein erstaunliches Ph-nomen: In Guizhou lebenmehr 100-Jhrige als berallsonst im Reich der Mitte. Eineunscheinbare Pflanze namens

    Jiaogulan soll dafr verant-wortlich sein. Das hat sich bisnach Europa herumgespro-

    chen. Ein Salzburger Grtnerhat Jiaogulan schon vor lnge-rer Zeit fr sich entdeckt und

    baut das Kraut seither als Ein-ziger im Bundesland Salzburgim groen Stil an und dasauch noch in Bio-Qualitt.

    Naturheilkundler schwrenauf die stressreduzierendeWirkung der in Jiaogulan ent-haltenen Saponine. Die sindim Kraut der Unsterblich-keit nmlich in gleich vier-mal so hoher Dosis enthaltenwie in der weltweit fr ihre ge-

    sundheitsfrdernde Wirkunggeschtzten Ginseng-Pflanze.Absurd: Aus lebensmittel-rechtlicher Sicht drften diebeliebten Jiaogulan-Tees abergar nicht vermarktet werden.Dafr fehlt die ntige Zulas-sung gem der EU-Verord-nung zu Neuartigen Lebens-mitteln.

    Das von einem Salzburger Biogrtnerangebaute Jiaogulan ist zunehmend

    gefragt. In China wird diesem Kraut der Unsterblichkeit lebens -

    verlngernde Wirkung zugesprochen.

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    13. April 2016 | Ausgabe: 13/2016

    An einen Haushalt | sterreichische Post AG 5020 Salzburg | Bergstrae 10 Postentgelt bar bezahlt | Verlagspostamt 5020 | RM 502001 Tel. 0662/870037-0 | Fax Dw 43In Stadt und Land Salzburg & im bayr. Grenzraum. www.salzburger-fenster.at [email protected]

    Salzburg ist ein gutes Pflas-ter fr die Gemeinwohl-konomie (GW). Von 220GW-Unternehmen in ster-reich haben 27 ihren Sitz imBundesland. 2015 haben sichgleich 16 Unternehmer dazuentschlossen, Menschenwrde

    und kologie in den Mittel-punkt ihrer Arbeit zu stellen.Ein Beispiel ist der IT-Dienst-leister b.it in Hallwang, der dieMitarbeiter mitbestimmenlsst und am Gewinn beteiligt.

    HIER STEHT DER MENSCH IM MITTELPUNKT

    Gemeinwohl-Betriebe sind in Salzburg im Kommen

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    JETZT GIBT ES AUCH IN SALZBURG DIE PFLANZE FR EIN LANGES LEBEN

    Salzburger Biogrtner baut ChinasKraut der Unsterblichkeit an

    Voriges Wochenende ver-suchte der SalzburgerRechtsanwalt und Sanie-rungsverwalter Karl LudwigVavrowsky die insolvente In-ternational School St. Gilgenzu retten. Vertreter des Lu-xemburgischen Investment-fonds H.I.G., dem die Schule

    gehrt, legten dar, dass diehohe Pacht die Schule in denRuin treibe. Der Wiener Lie-genschaftsbesitzer, AlexanderSerda, sollte zuletzt jhrlich2,5 Mio. Euro erhalten. DerFonds klagte auf Reduktion.

    LUXEMBURG-FONDS KLAGTE SCHULGRNDER

    2,5 Mio. Euro Pacht trieb Eliteschule St. Gilgen in Ruin

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  • In der EU ist laut einer Untersu-chung zum Thema Analphabetis-mus jeder fnfte Jugendliche vonSchreib- und Leseschwche betrof-fen. In sterreich sind es sogarknapp 30 Prozent. Nur Bulgarienund Rumnien schneiden in diesemRanking noch schlechter ab als wir,was besorgniserregend ist. Viele fin-den beispielsweise nicht heraus, wie oft der Buchstabe F im folgen-den englischen Satz vorkommt: FINISHED FILES ARE THE RE-SULT OF YEARS OF SCIENTI-FIC STUDY COMBINED WITHTHE EXPERIENCE OF YEARS.Auch in unseren Schilderwldernsind Rechtschreibfehler allgegen-wrtig (siehe Fotos). Schreibweisenwie Einsatzfahreuge oder sor-fort auf Tafeln stren offenbar nie-

    manden vermutlich weil der Sinnder Botschaften dennoch erhaltenbleibt. Dass die Lesefhigkeit vonJugendlichen immer mehr abnimmt,mag unter anderem auch an derSmartphone-Kommunikation lie-gen. Der Dauergebrauch von SMS-Krzeln wie 4U (fr dich), BG(breitgrins), CU (see you), GF(Freundin), KB (kein Bock), LOL(laughing out loud), OMG (oh mygod), YOLO (you only live once)usw. (und so weiter) frdert vermut-lich nicht die Fhigkeit, lange, kom-plexe Textinhalte zu verstehen. Wo-bei umgekehrt der Schriftgelehrteauch an der Jugendsprache scheiternkann. Es gleicht sich also in gewisserWeise aus. (brigens: In dem engli-schen Satz kommt das F sechs Malvor.)

    Salzburger Kultur-vereinigung setzt Akzente

    Am 7. und 8. April 2016 erlebtenviele Schler im Groen Festspiel-haus das 2. Salzburger Schlerkon-zert der Philharmonie Salzburgunter der Leitung von BrigitteFuchs. Diese Dirigentin setztMastbe im Salzburger Kulturle-ben. Ich erinnerte mich beim Kon-zert an Martin Grubingers Fernseh-sendung im Jahr 2010 bei ServusTV, als er sich gegen Rassismus,Antisemitismus und Fremdenfeind-lichkeit stellte und die berhrendenWorte fand: ... Musik, das ist wis-senschaftlich erwiesen, macht krea-tiver, friedfertiger, geduldiger, team-fhiger, leistungsstrker; also alles,was wir im tglichen Leben brau-chen, in Beruf, Familie und im Zwi-schenmenschlichen ... BrigitteFuchs lebt das alles. Sie ist einGlcksfall fr Salzburg. Sie ist in ihrem Element ansteckend und Weg-bereiterin fr ein neues, junges Pu-blikum in Salzburg.

    Erwin Krexhammer5020Salzburg

    Was ist mit diesemObusfahrer los?

    4.4.16, Station Volksgartenbadstadtauswrts, 10.01 h, Linie 7, Wa-gen-Nr. 273. Eine Mutter mit Kin-derwagen mchte zusteigen, dochdie Tre schliet sich, bevor ihr diesgelingt. Weder das neuerliche Dr-cken des Knopfes (damit der Fahrerdie Automatik nochmals einschal-tet) noch lautstarkes Zurufen derFahrgste konnten den Buslenkerdavon abhalten, nach geraumerZeit, ohne die Frau mit Kinderwa-gen zusteigen zu lassen, die Stationzu verlassen. Mglicherweise hatdie Frau ja den Kinderwagenknopfnicht gedrckt dies kann ich nichtbeurteilen, doch wre das einGrund zur Bestrafung? Schautder Fahrer nicht in den rechten Au-enspiegel, ob alles in Ordnung ist,bevor er losfhrt? Hrt er schlecht?Sieht er schlecht? Oder lag es gardaran, dass es sich um eine jungeMutter mit Kopftuch handelte?

    A.-M. Rihak 5020 Salzburg

    Anm. der Redaktion: Die Salzburg AG wurde zu einer Stellungnahme eingeladen, die wirverffentlichen, sobald sie eintrifft.

    Wohnbedarfshilfe: Anpassung berfllig

    Stadt und Land Salzburg solltensich endlich ber die notwendigeAnhebung des hchstzulssigenWohnaufwands (HWA) im Rahmender Salzburger Mindestsicherungeinigen. Dieser Appell der Armuts-konferenz kann nur voll untersttztund bekrftigt werden. Menschen ineiner finanziellen Notlage, die umBedarfsorientierte Mindestsiche-rung ansuchen mssen, kmpfenseit Jahren mit einer zustzlichenHrde durch eingeschrnkten Zu-gang zu Wohnraum. In der StadtSalzburg drfen von einer Einzel-person hchstens 380 Euro fr Mie-te ausgegeben werden. Dies ent-spricht bei 40 Quadratmetern, dieder HWA-Berechnung zugrunde lie-gen, einem Mietpreis von 9,50 Europro Quadratmeter. Die von der Ar-beiterkammer erhobenen Mietprei-se haben diesen Schwellenwert be-reits Ende der 1990er Jahre ber-schritten. Seit dieser Zeit wird im-mer wieder die Anpassung an rea-listische Marktpreise gefordert.Auch wir stoen immer wieder andie Grenzen, wenn wir fr Men-schen mit psychischen oder intellek-tuellen Beeintrchtigungen drin-gend bentigen Wohnraum suchen.Das Problem ist evident. Eine Erh-

    hung wird von politischer Seite oftauch mit dem Argument wegge-wischt, dass so nur die Vermieter/ -innen gefrdert wrden, denn einhherer HWA wrde angeblich zurAnhebung der Mietpreise fhren.

    Wohnpolitik ist eine Aufgabe vonLandes- und Stadtpolitik. Die Dy-namik steigender Mietpreise mitHilfe einer Begrenzung der Wohn-bedarfshilfe in der Mindestsiche-rung bewerkstelligen zu wollen, istunverstndlich und zynisch gegen-ber den Wohnungssuchenden. EineErhhung des HWA ist dringlich er-forderlich. Da die politischen Steue-rungsinstrumente offensichtlichnicht erfolgreich sind, fordern wirneben der Anhebung die Einfh-rung eines qualitativen Erhebungs-instruments fr die Wohnbedarfshil-fe. Damit knnte dieser wichtigeHilfebereich dem politischen All-tagsgeschft entzogen werden.

    Mag. Norbert KrammerVertretungsNetz Sachwalterschaft

    Kastrationspflicht frKatzen auf Bauernhfen

    Da ich viele Gesprche mit poten-ziellen Katzenhaltern fhre, bin ichoft entsetzt ber die Vorstellungen,wie man Katzen halten will. DieKatzen leben in einer Wohnung ineinem hohen Stockwerk ohne jedeBalkon- und Fenstersicherung. DerAbsturz ist vorprogrammiert ver-bunden mit schrecklichen Verletzun-gen, dem Beginn einer Streunerkar-riere oder auch mit einem qualvol-len Tod (brigens ist die Sicherungvor einem Absturz im Tierschutzge-setz vorgeschrieben!). Ktzchenwerden mit 6 bis 8 Wochen einzelnvon Mutter und Geschwistern ge-trennt und leben dann vereinsamtund gelangweilt in einer Wohnung,whrend ihre Herrschaften in derArbeit, bei der Freizeitbeschfti-gung oder im Urlaub sind. (Tier-schtzer vermitteln daher jungeKtzchen erst ab 10 bis 12 Wochenund auf Wohnungspltze nur zuzweit). Andere Katzen leben nebeneiner befahrenen Strae und berle-ben oft nicht einmal ein Jahr. DieseLeute bekommen aus guten Grn-den keine Katze von einem Tierheimoder einem Tierschtzer (manchebeschweren sich dann auch nochheftig darber). Bei den meistenBauern bekommen sie ihre ge-wnschte Katze problemlos. Des-halb haben die Bauern auch keineSchwierigkeiten, ihre Ktzchen an

    den Mann zu bringen, whrend dieTierheime und Tierpflegestellenberquellen. Ich mchte hier an dievielen verantwortungsvollen Tier-halter appellieren, sich eine Katzebei einem Tierschtzer oder im Tier-heim zu holen. Wir haben dadurchwieder Platz frei, um weiteren Tie-ren zu helfen. Sie brauchen auchkeine Angst zu haben, sich eine Pro-blemkatze ins Haus zu holen, dennKatzen sind sehr sensible Wesen,die rasch Vertrauen fassen, wennsie in einer Atmosphre der Liebeund Geborgenheit leben. Zudemgibt es bei jedem echten Tierscht-zer eine gute Beratung und im Not-fall ein Rckgaberecht. Wenn Siesich dagegen ein junges Ktzchenbeim Bauern holen, wird ihn dasnur ermutigen, seine Katzen weiter-hin nicht kastrieren zu lassen unddamit das