Sicherheitsunterweisung Biolabore gekürzt Stefan Mader LL.B. 1

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    06-Apr-2016
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  • Sicherheitsunterweisung Biolabore gekrztStefan Mader LL.B.*

  • *Pflichten der Studenten (gem 15 des ASchG)- Anwendung der geboten Schutzmassnahmen - Entsprechende persnliche Schutzausrstung (PSA) zu verwenden AN drfen sich nicht durch Alkohol, Arzneimittel oder Drogen in einen Zustand versetzten, in dem sie sich oder andere Personen gefhrden knnen.- Arbeitsmittel ordnungsgem zu benutzen

  • *Pflichten der Stundenten (gem 15 des ASchG) AN drfen Schutzvorrichtungen nicht entfernen, auer Betrieb setzen, willkrlich verndern oder umstellen AN haben jeden Arbeitsunfall, jedes Ereignis, das beinahe zu einem Unfall gefhrt htte, und jede von Ihnen festgestellte ernste und unmittelbare Gefahr fr Sicherheit und Gesundheit unverzglich den Vorgesetzten zu melden.

  • *Allgemeine Laborsicherheit und Hygiene 1Informieren Sie sich vor Beginn der Arbeit ber Standort und Gebrauch der Sicherheitseinrichtungen des Labors: Erste-Hilfe-Ausstattung, Fluchtwege, Telefon, Feuermelder, Feuerlschmittel, Augen- und Notduschen, Aufsaugmaterialien fr Chemikalien, Hauptschalter fr Gas- und Stromversorgung etc.

  • *Allgemeine Laborsicherheit und Hygiene 2Informieren Sie sich vor Beginn der Arbeit ber die mglichen Gefhrdungen durch die verwendeten Chemikalien, Mikroorganismen und Gerte.

    Beachten Sie auch persnliche Zusatzrisiken wie Schwangerschaft oder Allergien.

    z.B. GESTIS Gefahrstoffdatenbank

  • *Allgemeine Laborsicherheit und Hygiene 3Schutzkleidung bestehend aus: zugeknpftem Labormantel und

    rutschfesten, geschlossenen Schuhen,sind im Labor immer zu tragen.

    Der Labormantel ist vor Verlassen des Labors (auch bei nur kurzer Arbeitsunterbrechung) auszuziehen.

  • *Allgemeine Laborsicherheit und Hygiene 4

    Fr alle Arbeiten, bei denen es zu einem Verspritzen oder sonstigem Freisetzen von gefhrlichen Stoffen oder Splitterbildung kommen kann, mssen geeignete Schutzhandschuhe, Schutzbrillen mit Seitenschutz oder ein Gesichtsschutz getragen werden.

  • *Biologische Arbeiten Arbeiten, bei denen der Mensch in Berhrung mit

    Mikroorganismen, Zellen, oder Parasiten

    kommen kann, bergen spezifische Gesundheitsrisiken

  • *Was sind biologische Arbeitsstoffe 1? Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Mykoplasmen, Blaualgen),

    Zellen (insbesondere parasitische Protozoen, Hefen, Schimmelpilze, Algen, eukaryontische Zellen/Zellkulturen),

  • *Was sind biologische Arbeitsstoffe 2 ? Endoparasiten (mehrzellige Parasiten, insbesondere Helminthen (Wrmer)), gentechnisch vernderte Varianten dieser Organismen,

    Agenzien der transmissiblen, spongiformen Enzephalopathie,

    Sofern sie beim Menschen eine Infektion oder eine bertragbare Krankheit verursachen knnen.

  • *Gesetzliche Regelwerke Regeln die Sicherheitsanforderungen und -manahmen beim Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen. Verordnung biologische Arbeitsstoffe VbA

    Gentechnikgesetz GTG

    Verordnung ber die Sicherheit bei Arbeiten mit gentech- nischen Organismen im geschlossenen Systemen - Systemverordnung

  • *Risikogruppen 1 und 2Entsprechend ihrem spezifischen Infektionsrisiko werden biologische Arbeitsstoffe in 4 Risikogruppen eingeteilt:Risikogruppe 1:Die Verursachung einer Krankheit beim Menschen durch diese Stoffe ist unwahrscheinlich. Risikogruppe 2:Die Stoffe knnen beim Menschen eine Krankheit hervorrufen und eine Gefahr fr Arbeitnehmer darstellen.Eine Verbreitung des Stoffes in der Bevlkerung ist unwahrscheinlich.Eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung ist mglich.

  • *Risikogruppen 3 und 4Risikogruppe 3:Die Stoffe knnen eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr fr Arbeitnehmer darstellen.Die Gefahr einer Verbreitung in der Bevlkerung kann bestehen.Eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung ist mglich.Risikogruppe 4:Die Stoffe rufen eine schwere Krankheit beim Menschen hervor und stellen eine ernste Gefahr fr Arbeitnehmer dar.Die Gefahr einer Verbreitung in der Bevlkerung kann gro sein.Eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung ist normalerweise nicht mglich.

  • *Aufnahmepfade

    Aufnahme ber den Mund:

    Essen, Trinken, Rauchen ohne vorherige Reinigung der Hnde am Arbeitsplatz,

    kontaminierte Nahrungs- und Genussmittel

  • *Aufnahmepfade

    Aufnahme ber die Atemwege: durch Bioaerosole (kleinste Trpfchen, Nebel und Stube, da z. B. eine erhhte Staubentwicklung i. d. R. eine erhhte

    Keimzahl bedeutet).

  • *Aufnahmepfade

    Aufnahme ber die Haut oder Schleimhute durch: Eindringen bei Verletzungen, aufgeweichte Haut (Feuchtarbeiten),

    Spritzer in die Augen, Biss- oder Stichverletzungen durch Tiere.

  • *bertragungswege und Vektoren : Aerogen (vektorielle bertragung) :Staub: Trger von Pilz- und Bakteriensporen, Viren, Parasiteneiern, Toxinen, Allergenen; Verhltnis Keimzahl zu Partikelzahl = 1:1000 bis 1:5000.

    Stube entstehen bei: chronisch schlechter Raumhygiene (Problem: Lagerung von Material auf Schrnken und unter Tischen),

    undichten Fenstern und Tren (Unterdruckbelftung!),

    mangelhafter Filterung der Zuluft,

  • *bertragungswege und Vektoren : Aerogen (vektorielle bertragung) :

    Bio-Aerosole (Hauptinfektionsquelle; Partikelgre 0,5 100m; bertragung von Tollwut durch Aerosole dokumentiert!) knnen akut bei der Arbeit entstehen:

    unsachgemes Pipettieren oder Umfllen (Spritzer),

    ffnen von Monovetten, Caps, Kulturflaschen,

    Betrieb von Wasserstrahlpumpen (ohne Filter),

    Verschtten,

  • *bertragungswege und Vektoren : Aerogen (vektorielle bertragung):

    Bio-Aerosole knnen akut bei der Arbeit entstehen: Ultraschall,

    Fehler beim Zentrifugieren, Umfllen in Mllscke (Risiko: Zwischendepots infektiser Abflle),

    Raumluftbefeuchtung durch Vernebelung von Wasser,

  • *bertragungswege und Vektoren : Schmierinfektion (direkter u. indirekter Kontakt) z. B. Kontamination mit:

    Zell- und Bakterienkulturen,

    Abwsser und Schlmme, Krperflssigkeiten (auch eingetrocknetes Blut kann infektis sein!).

  • *bertragungswege und Vektoren : Schmierinfektion (direkter u. indirekter Kontakt) z. B. Kontamination mit:

    Spritzer auf Schleimhute (Auge, Mund) oder Hautwunden,

    hufig!: auen kontaminierte Transportgefe.

  • *bertragungswege und Vektoren : Unflle (direkter Kontakt):

    Stiche,

    Schnitte,

    Verbrennungen.

  • *bertragungswege und Vektoren : Unwissenheit,

    Unkonzentration, technisches Versagen erhhen diese Risiken.

    Beispiele: - Mundpipettieren, Essen, Trinken, Rauchen, - Schnupfen, Arbeiten ohne Handschuh bzw.

    - Kontamination allg. zugnglicher Gegenstnde mit kontaminierten Handschuhen Trklinke, Telefon.

  • *Grundregeln guter mikrobiologischer Technik (GMT) Allgemeine Regeln: Fenster und Tren der Arbeitsbereiche sollen whren der Arbeiten geschlossen sein.

    In den Arbeitsrumen darf nicht getrunken, gegessen oder geraucht werden. Nahrungsmittel drfen im Arbeitsbereich nicht aufbewahrt werden.

    Laborkittel oder andere Schutzkleidung mssen im Arbeitsbereich getragen werden.

  • *Grundregeln guter mikrobiologischer Technik (GMT) Allgemeine Regeln: Mundpipettieren ist untersagt, Pipettierhilfen sind zu benutzen.

    Spritzen und Kanlen sollen nur, wenn unbedingt ntig, benutzt werden.

    Bei allen Manipulationen muss darauf geachtet werden, dass Aerosolbildung, soweit mglich, vermieden wird.

  • *Grundregeln guter mikrobiologischer Technik (GMT) Allgemeine Regeln: Nach Beendigung der Arbeit und vor Verlassen des Arbeitsbereiches mssen die Hnde sorgfltig gewaschen, gegebenenfalls desinfiziert und rckgefettet werden.

    Arbeitsbereiche sollen aufgerumt und sauber gehalten werden. Auf den Arbeitstischen sollen nur die tatschlich bentigten Gerte und Materialien stehen. Vorrte sollen nur in dafr bereitgestellten Bereichen oder Schrnken gelagert werden.

  • *Grundregeln guter mikrobiologischer Technik (GMT) Allgemeine Regeln: In der Mikrobiologie, Virologie oder Zellbiologie unerfahrene Mitarbeiter mssen besonders umfassend unterrichtet, sorgfltig angeleitet und berwacht werden.

    Ungeziefer muss, wenn ntig, regelmig bekmpft werden.

  • *Explosionsgefhrliche Arbeitsstoffe

  • *Das GHS-System - ZieleWeltweit einheitliche Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und GemischenHandelserleichterungen im globalen WarenverkehrWeitere Verbesserung von Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie TransportsicherheitHarmonisierung mit dem Transport- recht fr gefhrliche Gter

  • *GefahrenpiktogrammeGHS03Flamme ber einem KreisBsp. Oxidierende Feststoffe

    GHS04GasflascheGase unter Druck

    GHS02FlammeBsp. Entzndbare Flssigkeiten GHS01Explodierende BombeBsp. Explosive Stoffe

  • *GHS06 Totenkopf mit gekreuzten KnochenBsp. Akute Toxizitt, Kat. 1 - 3 GHS08GesundheitsgefahrBsp. Karzinogenitt, Kat. 1A/B, 2AspirationsgefahrGHS07 Ausrufezeichen Bsp.Akute Toxizitt, Kat. 4Hautreizend, Kat. 2GHS05tzwirkung Bsp.Hauttzend, Kat. 1 Korrosiv gegenber Metallen, Kat. 1GHS09UmweltGewssergefhrdendGefahrenpiktogramme

  • *Neuerungen auf einen Blick neue Piktogrammebisher 15 GefhrlichkeitsmerkmaleNeues Symbol fr u. a.CMR-Stoffe und atemwegs- sensibilisierende Stoffe

    Umstufungen, z. B. mehr giftige Stoffe

    zuknftig 28 Gefahrenklassen V