So geht 's Beschäf tigten

Click here to load reader

  • date post

    31-Dec-2016
  • Category

    Documents

  • view

    217
  • download

    1

Embed Size (px)

Transcript of So geht 's Beschäf tigten

  • hSo gehts Besc ftigten

    o d Gesuitsstudiendhe

    TK-J b- un

  • 2 | So gehts Beschftigten TK-Job- und Gesundheitsstudie

    Vorwort

    Der Erfolg des Wirt-schaftsstandorts Deutschland und sei-ner Unternehmen ba-siert vor allem auf dem Know-how und der Leistungsfhigkeit der Beschftigten. Sie sind die Grundlage fr den Unternehmenserfolg.

    Die Betriebe hierzulande wissen das und viele investieren inzwischen gezielt in die Gesund-heit ihrer Mitarbeiter. Die Techniker Kranken-kasse (TK) untersttzt sie seit fast 15 Jahren dabei. TK-Berater fr Betriebliches Gesund-heitsmanagement sind im gesamten Bundes-gebiet im Einsatz, analysieren gesundheitliche Belastungen und Ressourcen, entwickeln zu-sammen mit den Betrieben Strategien und Manahmen.

    Fr ein wirksames und nachhaltiges Gesund-heitsmanagement bedarf es zuerst einer Be-standsaufnahme der gesundheitsrelevanten Faktoren vor Ort. Wie geht es den Mitarbei-tern gesundheitlich? Was sind die Strken des Teams? Was belastet sie? Wie wirkt sich dies auf die Arbeitsfhigkeit aus? Befragungen, in denen die Beschftigten ihre eigene Arbeitssi-tuation bewerten, sind daher der Schlssel fr die Bestandsaufnahme.

    Dafr hat die TK das Analysetool Gesund in die Zukunft entwickelt. Fr die vorliegende Meta-studie wurden Fragebgen aus zwlf Jahren von fast 9.000 Beschftigten ausgewertet. Dies ermglicht uns eine detaillierte Langzeitbetrach-tung auf die gesundheitliche Situation der Be-schftigten hierzulande. Sie gibt uns Aufschluss, was sich in den letzten Jahren verndert hat. Unter dem Stichwort Arbeit 4.0 wird viel ber die Folgen der Digitalisierung fr die Arbeitswelt diskutiert. Die Fehlzeitenberichte zeigen, dass wir aktuell den hchsten Krankenstand in der Geschichte unserer Gesundheitsberichterstat-tung haben und dass insbesondere psychisch bedingte Erkrankungen deutlich zugenommen

    So gehts Beschftigten

    TK-Job- und Gesundheitsstudie

    haben. Ob und wie das mit der Arbeitssituation zusammenhngt, lsst sich aus den Kranken-standsdaten aber nicht ableiten. Deshalb sind die Befragungsergebnisse fr uns so wertvoll.

    Betriebliches Gesundheitsmanagement muss genau auf die Bedrfnisse der Beschftigten zugeschnitten sein. Es widmet sich gleicherma-en der Verhaltens- und Verhltnisprvention. Unternehmen, die sich um die Gesundheit ihrer Beschftigten kmmern, schaffen die Grund-lage, trotz demografi schen Wandels auch in Zukunft am Markt bestehen zu knnen.

    Beschftigte sind aber auch gefordert, sich ei-genverantwortlich um ihre Gesundheit zu km-mern. Mit ihrem Lebensstil auch auerhalb der Arbeitszeit stellen sie die Weichen fr ein gesundes Leben. Gerade junge Beschftigte kmmern sich oft kaum um ihre Gesundheit, da sie fr sie fast selbstverstndlich ist. Auch fr sie ist eine solche Bestandsaufnahme die Chance einer Standortbestimmung. Sie ermg-licht, die eigene gesundheitliche Situation zu refl ektieren, Strken und Schwchen zu erken-nen und entsprechend aktiv zu werden.

    Mindestens ein Drittel unseres Tages verbrin-gen die meisten von uns mit oder bei der Ar-beit. Wie wir auch miteinander arbeiten, wie wir mit Stress umgehen, wie wir uns er-nhren und wie viel wir uns bewegen all das wirkt auf unsere Gesundheit. Ein gutes Be-triebsklima, Wertschtzung und offene Kom-munikation frdern die Motivation und wirken als gesundheitliche Ressourcen. Dauerstress, ineffi ziente Arbeitsprozesse, berforderung, aber auch Lrm und ungesunde Arbeitspltze, belasten dagegen die Gesundheit. In welchem Ausma das zeigt diese Studie.

    Ihr

    Dr. Jens BaasVorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse

  • So gehts Beschftigten TK-Job- und Gesundheitsstudie | 3

    Inhalt

    1. Was macht gesundes Arbeiten aus? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4Mitarbeitergesundheit ein hohes Gut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4TK-Mitarbeiterfragebogen: Gesund in die Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4Studien geben Auskunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

    2. Jobsituation: Last oder Lust? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Von der Belastung zur berlastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Zufriedenheit als Gradmesser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

    3. Schneller, intensiver, komplexer so arbeiten wir heute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9Wie wir arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9Arbeitsintensitt belastet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

    4. Umwelteinfl sse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12Von Geruschen und Lrm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13Die richtige Temperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14Das Risiko von Verletzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

    5. Arbeiten 4.0 so gehts uns damit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18Nichts geht mehr ohne Computer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18Wenn Verantwortung zur Last wird . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19Wie sicher ist mein Arbeitsplatz? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21Vernderung wird zur Gewohnheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22Den Betrieb mit nach Hause nehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23Mehrleistung als Belastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

    6. Organisation und Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26Kommunikationskultur im Unternehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26Mitarbeiter und ihre Ideen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

    7. Soziales Umfeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30Wohl oder bel zusammenarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30Hilfe und Untersttzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32Anerkennung und Wertschtzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

    8. Fhrungskompetenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34Auch Fhrungskrfte lernen dazu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37Hat jede Branche ihre eigene Fhrungskultur? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

    9. Krperliches und psychisches Befi nden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40Wie gesund sind die Beschftigten? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40Unterschiede zwischen den Geschlechtern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42Das Alter spielt eine Rolle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42Fhrungskrfte und Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42(Un)gesunde Branchen?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

    10. Der Zusammenhang von Arbeit und Befi nden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

    11. So hilft die TK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46Betriebliches Gesundheitsmanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46Grundprinzipien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46Mit System erfolgreich sein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46Mehr Infos von der TK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

  • 4 | So gehts Beschftigten TK-Job- und Gesundheitsstudie

    1. Was macht gesundes Arbeiten aus?

    Mitarbeitergesundheit ein hohes Gut

    Die Mitarbeiter sind ein zentraler Faktor fr den Erfolg eines Unternehmens. Ihre Gesundheit und ihre Leistungsfhigkeit zu erhalten, ist des-halb ein wichtiges Anliegen fr jedes Unterneh-men. Fluktuation, Krankenstand, Demotivation oder Leistungsminderung durch krperliche und psychische berbeanspruchungen sind mgli-che Folgen, wenn Unternehmen die Gesund-heit ihrer Mitarbeiter nicht ausreichend im Blick haben und frdern.

    Mit ihren Angeboten zum Betrieblichen Ge-sundheitsmanagement (BGM) untersttzt die Techniker Krankenkasse Unternehmen darin, Manahmen zur Frderung der Mitarbeiterge-sundheit umzusetzen. In einem nachhaltigen Prozess werden unterschiedliche Methoden zur Verhaltens- und Verhltnisprvention ein-gesetzt. Am Anfang eines solchen Projektes steht in der Regel eine systematische Analyse der Arbeitssituation. Auf Grundlage der Ergeb-nisse knn