Soziale Frage – soziale Probleme – soziale Bewegung

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Einführung in die Soziologie Axel Groenemeyer Universität Bielefeld Universität Bielefeld Soziale Frage – soziale Probleme – soziale Bewegung Universität Bielefeld
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    19-Mar-2016
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Votrag Grundbegriffe und Grundprobleme der SoziologieUniversität Bielefeld
Universität Bielefeld
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Soziale Probleme als Pathologie
Soziale Probleme als soziale Konstruktion
Die Entstehung der Soziologie als „Krisen- und Reformwissenschaft“
Europa: Soziale Frage und soziale Bewegung
Soziologie zwischen „Krisenwissenschaft“ und „reiner Theorie“
USA : Soziale Probleme und Sozialarbeit
Einführung in die Soziologie Axel Groenemeyer
Universität Bielefeld
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Gesellschaftlicher Kontext und Claim-Making-Activities
Was sind soziale Probleme ?
Die Herstellung sozialer Probleme
Soziale Probleme und Politik
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Von der Sünde zum Risiko – Perspektiven und Diskurse über Kriminalität
Bilder abweichenden Verhaltens und gesellschaftliche Reaktionen
Sünde – Kriminalität – Krankheit – Deprivation – Risiko
Kriminalitätsdiskurse und gesellschaftliche Entwicklung
Universität Bielefeld
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Die Erfindung des Socialen
Die Eigendynamik des Socialen als sociale Frage
Soziologie, Sozialismus und Sociale Politik
Soziologie zwischen Reformwissenschaft und „reiner Theorie“
Die Entstehung der Soziologie als „Krisen- und Reformwissenschaft“
Einführung in die Soziologie Axel Groenemeyer
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USA : Soziale Probleme und Sozialarbeit
Chicago und die Entstehung der Soziologie
Soziologischer Aktivismus – Pragmatismus und Individualismus
Sozialer Probleme zwischen Gesellschaftstheorie
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Soziale Probleme als Pathologie
Soziologie als soziale Physik
Eugenik und gesellschaftliche Evolution
Soziale und individuelle Pathologie
Gesellschaft als Wertegemeinschaft
Gesellschaft als Funktionssystem
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„Der erste und grundlegende Bestandteil eines sozialen Problems besteht in einer wesentlichen Diskrepanz zwischen sozial akzeptierten Standards und tatsächlich vorherrschenden Bedingungen.“
„Social disorganization refers to inadequacies or failures in a social system of interrelated statuses and roles, such that the collective purposes and individual objectives of its members are less fully realized than they could be in an alternative workable system. … When we say that a particular group or organization or community is disorganized in some degree, we mean that the structure of statuses and roles is not as effectively organized as it, than and there, might be. This type of statement, then, amounts to a technical judgement about the working of a social system. And each case requires the sociological judge to supply competent evidence that the actual organization of social life can, under attainable conditions, be technically improved.
(Merton, Robert K., 1971: Social Problems and Sociological Theory. S. 793-845 in: Merton, R.K./Nisbet, R. (Hrsg.), Contemporary Social Problems. 3. Auflage, zuerst 1961. New York: S. 799, S. 820)
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Soziale Probleme als Interpretation
Soziale Probleme als Konstruktion
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„Als soziale Probleme bezeichnen wir die Aktivitäten von Gruppen, die – ausgehend von unterstellten Gegebenheiten – Unzufriedenheit artikulieren und Ansprüche geltend machen.“
(Spector, Malcolm; Kitsuse, John I., 1973: Social Problems: A Re-Formulation. Social Problems, Vol. 21, S. 145-159, S. 146. [deutsch 1982: Die „Naturgeschichte“ sozialer Probleme: Eine Neufassung. S. 23-31 in: Stallberg, F.W./Springer, W. (Hrsg), Soziale Probleme. Grundlegende Beiträge zu ihrer Theorie und Ana­lyse. Neuwied].
„Ein soziales Problem ist .. alles, was von kollektiven Akteuren, der Öffentlichkeit oder dem Wohlfahrtsstaat als solches angesehen und bezeichnet wird.“
(Schetsche, Michael, 1996: Die Karriere sozialer Probleme. Soziologische Einführung. München, S. 2)
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Soziale Strukturen – kulturelle Strukturen
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sozialer Probleme
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problematische gesellschaftliche Bedingungen soziale Ungleichheit, strukturelle Desorganisation Normerosion, Regulation Bindungslosigkeit, Entfremdung Orientierungsverlust Herrschaft, Kontrolle
Konstituierung kollektiver Akteure Staatliche Organisationen soziale Bewegungen Interessenverbände „Moralische Unternehmer“
Einflussfaktoren Gruppenideologie Machtressourcen Orientierungen an Aktivismus
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Einflußfaktoren Ausmaß der Aktivitäten Organisierungsgrad Ressourcen
Einflussfaktoren Akteurskonstellation - Interessenkollisionen - Organisation - Ressourcen Ausmaß der angestrebten Veränderungen
Ergebnis Erfolg oder Misserfolg bei der Erzeugung oder Verhinderung sozialer oder kultureller Veränderungen
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Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Aktionen, Strategien, Vermittlung, Kontrolle
Structural Strain, Anomie, Collective Behavior
Ressourcen Mobilization
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Mainstream-Soziologie
Welche Verbreitung hat ein soziales Problem in der Gesellschaft und wie hat es sich über die Zeit entwickelt?
Welche Gruppen sind hiervon besonders betroffen? Worin unterscheiden sich diejenigen, die von den sozialen Problemen betroffen sind von denjenigen, die nicht betroffen sind?
Warum hat es diese Entwicklung gegeben und wodurch wurde und wird sie beeinflusst?
Welches sind die Ursachen für die Betroffenheit von sozialen Problemen?
Wie entwickeln sich individuelle Betroffenheiten von sozialen Problemen über die Zeit?
Wie werden diese von den beteiligten Akteuren erlebt und interpretiert? Wie und mit welchen Konsequenzen wird auf sie reagiert?
Welche Rolle spielen politische Interventionen und Maßnahmen sozialer Kontrolle für die Betroffenheit und für die Entwicklung des sozialen Problems?
Einführung in die Soziologie Axel Groenemeyer
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Konstruktivistische Soziologie
Wie und warum sind bestimmte soziale Phänomene zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort als problematisch und veränderungsbedürftig konstruiert worden?
Wie und warum waren bestimmte Akteure an diesem Prozess der Problematisierung beteiligt?
Wie und warum wurden soziale Probleme gerade in dieser Form und nicht in einer anderen problematisiert?
Wie und warum fanden diese Charakterisierungen des sozialen Problems allgemeine Verbreitung und Anerkennung oder Akzeptanz?
Wie und warum sind mit diesen Charakterisierungen des sozialen Problems bestimmte Politiken verbunden?
Welche Folgen hat die Formulierung und Institutionalisierung von Politiken für die Konstitution des sozialen Problems?
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Von der Sünde zum Risiko – Perspektiven und Diskurse über Kriminalität
Bilder abweichenden Verhaltens und gesellschaftliche Reaktionen
Sünde – Kriminalität – Krankheit – Deprivation – Risiko
Sozialarbeit
Sozialisations-defizit
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Repräsentation von Devianz
Sünde, moralisches Vergehen
Wiederherstellung des Gesellschafts­ vertrages, Äquivalenzprinzip, Nutzenprinzip
individuelle Rehabilitation, Resozialisierung, Behandlung, Sozialpolitik, soziale Prävention
Normalisierung, „incapacitation“, automatisierte Überwachung, situative Prävention
Einführung in die Soziologie Axel Groenemeyer
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situative Ansätze, Routineaktivitäten, Karrierekriminelle, biologische Ansätze Selbstkontrolle