Soziales Lernen in der Mittelschule...Soziales Lernen in der Mittelschule – Soziales Lernen 3...

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Soziales Lernen in der Mittelschule Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Stand: Mai 2016 Mittelschule

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  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

    Stand: Mai 2016

    Mittelschule

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    Leitfaden, Modelle, Ideen

    Eine Handreichung für den Aufbau eines schulinternen Konzepts

    zur Stärkung sozialer Kompetenzen

    Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

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    Vorwort Die bayerische Mittelschule als Schule der Zukunft vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern eine tragfähige Grundlage für ein selbstverantwortliches Leben und ein erfolgreiches Berufsleben. Zentrale Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Fähigkeit zu, in unterschiedlichen Situati-onen angemessen auftreten zu können. So ist die Entwicklung eines situationsgerechten Sozialver-haltens auf der Basis unserer grundlegenden Werte seit langem ein wichtiges Thema bayerischer Bildungspolitik und Aufgabe jeder Schule. Stark im Wissen, Stark für den Beruf und Stark als Person – diese drei Säulen vereinen das Leitbild der bayerischen Mittelschule. Neben der Vermittlung von Grundwissen und fachspezifischen Kennt-nissen sowie einer strukturierten Berufsorientierung werden die Mittelschülerinnen und Mittelschüler im Unterricht und Schulleben bei der persönlichen Entwicklung gefördert, um die Grundlagen für die gesellschaftliche Teilhabe als verantwortungsvolle Bürgerin bzw. als verantwortungsvoller Bürger zu schaffen. Auch die gemeinsam mit der Wirtschaft skizzierten Anforderungen für eine erfolgreiche Ausbildung spiegeln sich in den drei Säulen wider. „Soziales Lernen in der Mittelschule“ basiert auf dieser Vereinbarung zwischen dem Bayerischen Kultusministerium und der Bayerischen Wirtschaft. Der Leitfaden fokussiert die dort geforderten So-zialkompentenzen, beschreibt systematisch 14 Handlungsfelder rund um die Merkmale der Ausbil-dungsreife und zeigt strukturierte Zielsetzung für soziales Lernen auf. Mit erprobten Beispielen und konkreten Hinweisen auf vorhandene Materialien bietet er Anregungen für eine kreative Gestaltung von Unterricht zu diesem Thema. So ermutigt er alle Lehrkräfte, ihre Erziehungsaufgabe bewusst wahrzunehmen und die Vermittlung sozialer Kompetenzen ebenso fundiert und planvoll anzugehen wie die Vermittlung von fachlichem Wissen und Können. Wir bauen auf unsere Mittelschülerinnen und Mittelschüler als Leistungsträger in der Berufswelt von morgen. Damit dies gelingt, müssen sie stark gemacht werden – stark als Person, die sich in vielfälti-gen Lebenssituationen aktiv einbringen und ihre Beziehung zu anderen erfolgreich gestalten kann. Allen Lehrerinnen und Lehrern sowie allen Schülerinnen und Schülern viel Freude und Erfolg bei die-ser zukunftsrelevanten Aufgabe! München, im Mai 2016

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    Soziales Lernen in der Mittelschule

    Leitfaden, Modelle, Ideen

    Inhaltsverzeichnis

    Soziales Lernen in der Schule 5

    Aufbau des Leitfadens zur Sozialkompetenz 6

    Arbeit mit dem Leitfaden zur Sozialkompetenz Leistungsbereitschaft Selbsteinschätzung Selbstorganisation Sorgfalt Zuverlässigkeit Frustrationstoleranz Durchhaltevermögen Kommunikationsfähigkeit Einfühlungsvermögen Konfliktfähigkeit Teamfähigkeit Kritikfähigkeit Umgangsformen Verantwortungsbewusstsein

    7 8

    10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34

    Überlegungen zur Organisation Grundstrukturen der Organisation Schulen, die schon bisher eine Struktur für soziales Lernen aufgebaut haben Verteilen der Schwerpunkte auf unterschiedliche Klassenstufen Verteilen der Schwerpunkte auf unterschiedliche Schuljahre Bausteine mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung Beobachtung und Beurteilung Erziehungspartnerschaft mit den Eltern Zusammenfassung

    36

    Organisationsbeispiele der Versuchsschulen Soziales Lernen an der Mittelschule Freyung Soziales Lernen an der Mittelschule Kümmersbruck Soziales Lernen an der Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels an der Friedenslinde Soziales Lernen an der Mittelschule Mühldorf am Inn Soziales Lernen an der Dr.-Theo-Schöller-Schule Nürnberg

    39

    Arbeit mit den Bausteinen Zielsetzung Planung des Bausteins Organisatorische Planung Verlauf und Überprüfung Nachhaltigkeit der Kompetenzen aus den Bausteinen

    49

    Unterrichtsmaterialien zum sozialen Lernen 51

    Literatur 52

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    Soziales Lernen in der Schule In der Schule begegnen sich Kinder, die unterschiedliche Werte und soziale Kompetenzen aus ihren Familien mitbringen. Unter diesen Bedingungen kommt dem Auftrag aus Verfassung und Erziehungs-gesetz, in der Schule neben fachlichen auch soziale Kompetenzen und gemeinsame Werte zu ver-mitteln, besondere Bedeutung zu. Dies unterstreichen auch zunehmende Forderungen nach schuli-scher Vermittlung grundlegender sozialer Kompetenzen aus Gesellschaft und Wirtschaft. Wertever-mittlung und Förderung sozialer Kompetenzen können deshalb nicht zufällig erfolgen.

    In der Praxis ist es schwierig, soziale Kompetenzen zu definieren und einzugrenzen. Die Fachlitera-tur der letzten Jahre stellt sich eine Fülle unterschiedlicher Ansätze zu diesem Thema vor. Die vorlie-gende Handreichung orientiert sich an der Definition von Norm Green, die Aussagen von Oerter, Weinrich und Roth kurz zusammenfasst:

    „Unter sozialen Kompetenzen werden solche Fähigkeiten und Fertigkeiten verstanden, die Menschen helfen, soziale Interaktionssituationen (alters-)angemessen zu erkennen und einzuschätzen sowie darauf aufbauend in diesen erfolgreich zu handeln. Soziale Kompetenzen gelten als Schlüssel für persönliche und professionelle Erfolge.“ (Green 2007, S. 87)

    Soziale Kompetenzen enthalten neben Sozialkompetenz im klassischen Sinne von Heinrich Roth fast immer auch Anteile von Selbstkompetenzen. Eine scharfe Trennung gelingt nur bei klarem Situati-onsbezug. Im Folgenden werden personale und soziale Kompetenzen unter dem Begriff Sozialkom-petenzen zusammengefasst.

    Darüber hinaus besteht ein enger Zusammenhang zwischen Sozialkompetenzen und Werten. Beide können nicht losgelöst voneinander gelebt werden. Wegen der Pluralität in beiden Bereichen ist es Aufgabe jeder Schule eine Wertediskussion zu führen und zu einem Konsens über Werte und „wert-volles“ Sozialverhalten zu kommen, der auf allgemeinen gesellschaftlichen Normen basiert. Der nachfolgende „Leitfaden Sozialkompetenz“ will durch seine Festlegungen diese Diskussion anregen.

    Im Pakt „Mittelschule und Wirtschaft – gemeinsam zum Erfolg“ wurden vom Staatsministe-rium zusammen mit der Bayerischen Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft 14 soziale Kompetenzen als Basis sozialen Lernens definiert. Diese wurden in den Leitfaden aufgenommen.

    Die Grafik fasst zentrale gesellschaftliche Gründe unserer Zeit zusammen, die eine Stärkung des Unterrichtprinzips „Soziales Lernen“ angebracht erscheinen lassen, und macht deutlich, woher die vorliegende Zusammenstellung von sozialen Kompetenzen abgeleitet wird.

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    Aufbau des Leitfadens zur Sozialkompetenz

    Der Leitfaden zur Sozialkompetenz formuliert auf der Basis der obersten Bildungsziele und dem Kriterienkatalog der Ausbildungsreife14 Teil-kompetenzen.

    Jede dieser Teilkompetenzen wird im Folgenden auf zwei Seiten dargestellt.

    Sowohl die Benennung als auch die Beschrei-bung der Kompetenz lehnen sich an den Kriteri-enkatalog zur Ausbildungsreife an.

    Indikatoren beschreiben Handlungen von Schü-lern, die von Lehrkräften beobachtet werden

    können. Sind die Indikatoren bei einem Schüler regelmäßig zu beobachten, kann auf das Vorhan-densein der Kompetenz geschlossen werden. Es wurde darauf geachtet, altersgemäße und zentrale Indikatoren zu benennen. Eine Wertung, in welchem Maß oder wie regelmäßig ein Indikator von einem Schüler gezeigt werden soll, wird hier nicht definiert. Bei der Verwendung zu diagnostischen Zwecken ist eine entsprechende Modifizierung notwendig.

    Im Abschnitt Inhalte und Verfahren sind Lerninhalte, Techniken und Strategien zusammengestellt, durch die das unter „Indikatoren“ beschriebene Verhalten entwickelt werden kann.

    Die Rubrik Bausteine verweist auf ca. 25 Kurzbeschreibungen von Bausteinen zum sozialen Lernen, die im Rahmen des Schulversuchs an den Versuchsschulen entstanden sind. Sie stehen im Internet unter „www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen - Bausteine“ zur freien Verfügung. In den aufge-führten Bausteinen ist die jeweilige Kompetenz ein Ziel. Bausteine verbinden stets die Arbeit an meh-reren sozialen Kompetenzen im Rahmen einer Unterrichtseinheit.

    Unter Fundstellen wird auf Unterrichtsbeispiele und Arbeitsmaterialien aus unterschiedlichen Quellen zum sozialen Lernen verwiesen. Mit dieser sicher nicht vollständigen Zusammenstellung wird gezielt darauf hingewiesen, wo Ideen, Übungen und vorgefertigte Materialien zu finden sind, die bei der Wei-terentwicklung des sozialen Lernens helfen können. Die Kurztitel mit Seitenangabe verweisen auf Titel aus dem Verzeichnis der Unterrichtsmaterialien.

    Die Anregungen zur Weiterarbeit für Schulleben und Fachunterricht enthalten eine große Zahl an Hinweisen, wie eine Kompetenz im Rahmen des täglichen Unterrichts weiterentwickelt werden kann.

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    Arbeit mit dem Leitfaden zur Sozialkompetenz Zur Anbahnung jeder Kompetenz erhalten die Schüler im Laufe ihrer Schulzeit gezielten Unterricht. Weiterentwickelt werden die erworbenen Teilkompetenzen im Schulleben und im Unterricht aller Fächer. So soll gewährleistet werden, dass ein Mittelschüler die für eine Ausbildung notwendige Sozialkompetenz strukturiert erwirbt, anwendet und in das Berufsleben einbringen kann.

    >>> Die Entwicklung von Sozialkompetenz erfolgt geplant und strukturiert. > Der Leitfaden zur Sozialkompetenz legt keine zeitliche Struktur oder Reihenfolge fest. > Soziales Lernen ist Unterrichtsprinzip der Mittelschule. > Jede Schule entwickelt ihr eigenes System und legt zeitlich strukturierte Pläne fest. > Soziales Lernen wird dokumentiert.

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    Der Schüler ist bereit und in der Lage, sich beim Bearbeiten von Aufgaben nach Kräften einzusetzen, und ist bestrebt, möglichst gute Ergebnisse zu erzielen.

    Indikatoren Der Schüler

    • widmet sich Aufgaben mit altersgemäßer Intensität.

    • strengt sich auch bei ungeliebten Aufgaben an.

    • erkennt und erledigt anfallende Aufgaben aus eigenem Antrieb.

    • sucht sich neue Aufgaben und Herausforderungen.

    • setzt eigene Ideen zielgerichtet um.

    Inhalte und Verfahren

    • konsequente Einforderung der Erledigung gestellter Aufgaben

    • Motivation/Verpflichtung zur Übernahme von Auf-gaben und Ämtern (z. B. Klassendienste, Klassen-sprecher, Schülerlotsen, Streitschlichter)

    • Zielvereinbarungsgespräche • Portfolioarbeit, Arbeit am Berufswahlpass • Projektarbeit • Zukunftswerkstätten • Unterstützung bei der Bewältigung von selbst ge-

    wählten Aufgaben • Einbeziehen von außerschulisch erworbenen Ex-

    perten-Kompetenzen der Schüler in den Unterricht

    Bausteine • Selbstständig werden – Portfolio • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Gemeinsam sind wir stark • It’s Team Time • Leisten lernen • Wie bereite ich mein Referat vor?

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Portfolio „Mit Portfolios arbeiten“ in: Fordern und För-dern in Sek. I (F2.1. S1-12),

    • Förderung von Lernkompetenzen, S. 341 – 387 • Modus21. 60 Beispiele im Überblick, Cornelsen

    Verlag: Modul 45, S. 193 – 198 (Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau)

    • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) www.sfz-e.de

    Leistungsbereitschaft

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    Anregung zur Weiterarbeit – Leistungsbereitschaft Der Schüler ist bereit und in der Lage, sich beim Bearbeiten von Aufgaben nach Kräften einzusetzen, und ist bestrebt, möglichst gute Ergebnisse zu erzielen.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Übernahme von Aufgaben für die Schulgemeinschaft durch Schüler - motivierte Mitwirkung in Schulmannschaft, dem Schulorchester, einer Theatergruppe, bei einem

    Schulfest - Betreuung der Klassen- oder Schulbibliothek durch Schüler - eigenverantwortliche Mitarbeit in einem Schüler- oder Internetcafe oder für die Übungsfirma - Schülerlotse/Streitschlichter - Tutorenaufgaben für jüngere Schüler - System der Anerkennung von Leistungen der Schüler für die Schulgemeinschaft

    Klassenleben/ Rituale

    - Akzeptanz von leistungsheterogener oder zufälliger Gruppeneinteilung - Helfertätigkeit im Rahmen der Klasse - Übernahme von Ordnungsdiensten im Klassenraum/Schulhaus als notwendige Pflicht - Klassensprecher - Klassenämter

    Unterricht allgemein

    - Strategien zum selbstständigen Erkennen eigener Defizite, Strategien für Weiterarbeit und Übung - Planung, Durchführung und Auswertung eines fächerübergreifenden Projekts - Einbringen der Interessen, des Wissens, des „Expertentums“ des Schülers in die Unterrichtsplanung - Verteilung von „Rollen“ bei Gruppenarbeiten, Wechsel der Rollen - strikte Einforderung von Zuverlässigkeit bei allen häuslichen Aufgaben - Entwickeln eigener Ziele durch die Schüler - Individuelle Lernberatung und –planung im Gespräch zwischen Lehrer und Schüler

    Religion/Ethik - Handeln zwischen Gelingen und Misslingen - Sinn und Grenzen des Arbeitens - mit Anforderungen umgehen - den eigenen Weg suchen - an Grenzen stoßen

    Deutsch - zielgerichtetes Üben zur Verbesserung der Rechtschreibleistung - Ermunterung und Forderung, Lieblingstexte und Ganzschriften im Unterricht vorzustellen - Aufsatzkorrektur in Schreibkonferenz, Veröffentlichung der ca.10 besten Aufsätze in Reinschrift - konsequente, systematische Vorbereitung auf den Qualifizierenden Abschluss - aus Absagen Ideen zur Verbesserung von Bewerbungsschreiben entwickeln - Training unterschiedlicher Gesprächsformen, z. B. Strategien für Vorstellungsgespräche

    Mathematik - Rechenfertigkeitsphase in Mathematik mit Zeitvorgabe, Führen einer individuellen Leistungstabelle - eigenständiges Finden von Rechenaufgaben in unterschiedlichen Sachsituationen - komplexe Sachaufgaben strukturiert erarbeiten und Lösungswege darstellen - Trainieren von Strategien, die dabei helfen, komplexe Aufgaben zu strukturieren

    Englisch - regelmäßiges Üben und Wiederholen von Wortschatz - Bereitschaft, sich auf fremde Texte einzulassen und das Hörverstehen zu üben - Berichte, Referate zu eigenen Themen auf Englisch

    Sachfächer PCB – GSE

    - selbstständige Entwicklung von Versuchen - Versuche, die hohe Genauigkeit erfordern - Internetrecherche zu vorgegebenen Themen - vorbereitende Hausaufgaben zuverlässig erledigen - Erarbeiten, Präsentieren und Bewerten von Referaten

    Sport - Motivation zu ausdauernder Übung in technischen Disziplinen - Fairness und Anstrengungsbereitschaft erhalten, auch wenn die eigene Mannschaft schwächer ist - Begeisterung dafür entwickeln, Ausdauer, Geschicklichkeit und Schnelligkeit zu trainieren

    Musik/Kunst - Projektorientierte Arbeit mit dem Ziel der Aufführung bzw. Ausstellung

    AWT - Arbeiten akzeptieren, die nicht so angenehm sind, z. B. Putzen - Ferienpraktika

    Praktische Fächer

    - Soziales: sorgfältiges vorausschauendes Handeln beim Vorbereiten und Kochen von Speisen - Wirtschaft: 10-Finger-Technik einüben, bis fehlerloses Arbeiten erreicht ist - Technik: Werkstücke mit Sorgfalt und Genauigkeit behandeln, Zeichnungen exakt anfertigen - Entwickeln des Sinns und der Motivation für exaktes Arbeiten

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    10 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler kennt seine eigenen Bedürfnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse und erkennt realistisch, ob mit ihnen eine gestellte Anforderung bewältigt werden kann.

    Indikatoren Der Schüler

    • kann eigene Stärken und Schwächen realistisch be-nennen und begründen.

    • kann eigene Interessen, Vorlieben, Neigungen und Abneigungen benennen.

    • kann eigene Interessen und Ansprüche begründet vor-bringen.

    • setzt sich realistische Ziele und wählt Aufgaben, die er lösen kann.

    • kann Anforderungen eines Berufs mit den eigenen Fähigkeiten in Beziehung setzen.

    Inhalte und Verfahren • Wissen über Indikatoren, anhand derer Fähigkeiten

    und Techniken erkannt werden können • Techniken der differenzierten Selbstbeobachtung • Gruppen- und Selbstevaluation von Arbeitsergeb-

    nissen • Lerntagebuch führen • schriftliche Zielvereinbarungen verfassen und überprü-

    fen • Übernehmen passender Aufgaben in Klasse/Schule • Techniken zur Erfassung eigener Interessen und

    Eigenschaften • Wissen über berufliche Wege • Kenntnisse über Anforderungen von Berufen

    Bausteine • Bildung und Stärkung der individuellen Persönlichkeit • Suchtprävention bei Alltagsdrogen • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Benimm ist in • Cool bleiben • Gefühle - Ich und du • Vortragen - Präsentieren - Referieren • Gemeinsam sind wir stark • Umgangsformen im schulischen Alltag • Das kleine Benimm-1x1 • Mädchen sein – Junge sein – anders sein

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 1.1, 1.10, 2.1, 2.2, 4.1 • Lions Quest 7.8 • Lions Quest 7.9 • PIT „Ressourcen und Strategien“, S.106 ff • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B2, B9 • Lipura Brennpunkt - Jugendliche im Alltag und Prob-

    lemlösungen: Ein gefährliches Spiel • Förderung von Lernkompetenzen S. 406, S. 417 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 67 • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) http://www.sfz-e.de/

    Selbsteinschätzung

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

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    Anregung zur Weiterarbeit – Selbsteinschätzung

    Der Schüler kennt seine eigenen Bedürfnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse und erkennt realistisch, ob mit ihnen eine gestellte Anforderung bewältigt werden kann.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Befragung zur Außenwirkung der Schule - Wettbewerb: Klasse des Monats, Schüler des Monats

    Klassenleben/ Rituale

    - Selbstreflexionsbögen: Was kann ich gut? Wo habe ich Schwierigkeiten? - Selbsteinschätzung bei der Übernahme von Aufgaben - Entwicklung einer Feedbackkultur - Soziogramme mit Rückmeldung

    Unterricht allgemein

    - differenziertes Aufgabenangebot bei offenen Lern- und Übungsphasen - Reflexion/Rückmeldung über Erfolge bei selbst gewählten Aufgaben in offenen Unterrichtsphasen - Vergleich von Selbst- und Fremdeinschätzung auf der Basis eines Fragenkatalogs - Mitspracherecht bei der individuellen Wochenplanung - eigenverantwortliche Aufgaben- und Rollenvergabe in Gruppenarbeiten und Projekten - offene Diskussion über realistische Zielsetzung bei Projekten

    Religion/Ethik - (eigene) Werte kennen und benennen - mit Anforderungen umgehen - Wer bin ich, wie will ich werden? - an Grenzen stoßen - mein Lebensweg

    Deutsch - Aufbau von Argumentationsfähigkeit (evtl. Verbalisierungshilfen) zur Darstellung von Interessen - Vorstellen von Lieblingsliteratur - Mitbestimmung der Klasse bei den thematischen Schwerpunkten im integrativen Deutschunterricht - Selbstdarstellung in Bewerbungsschreiben und Lebenslauf - Bewerbungstraining

    Mathematik - alternative Aufgabenangebote mit Differenzierung in Anspruch und Umfang - offene Sachsituationen, in denen unterschiedliche Aspekte abgewägt und berechnet werden können - Vorbereitung auf Proben/Abschlussprüfung: Wo stehe ich?

    Englisch - Einbringen thematischer Interessen der Schüler - Einbeziehen von (Lied-)Texten, die Schüler gerne besser verstehen würden - standardisierte Tests und Reflexion - Einbeziehen der Selbsteinschätzung bei modularer Förderung - Bearbeitung von Abschlussprüfungen als Hilfe zur Einschätzung des eigenen Leistungsstandes

    PCB - persönlicher Umgang mit der Natur – eigene Energiebilanz - Erfahrungen mit Versuchsgeräten sammeln - Bremsversuche mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln, z. B. ADAC „Hallo Auto“, Reaktionstests - Eigenbeiträge zum Umweltschutz

    GSE - Erkennen der eigenen Person als Teil/Folge geschichtlicher/sozialer Prozesse - eigene Stärken und Schwächen benennen lernen - soziale Rollen und ihre Aufgaben und Stärken erfassen

    Sport - Einschätzung bei sportlicher Betätigung in Leistungsgruppen - standardisiertes Trainingsprogramm über Wochen mit Selbsteintrag des Trainingszuwachses - Übungen zum Erkennen eigener Belastungsgrenzen

    Musik/Kunst - Mut zur Präsentation eigener Kunstwerke oder Lieblingsmusik - Möglichkeit für öffentliche Auftritte - Reflexion eigener Vorlieben in Kunst und Musik

    AWT - Reflexion über eigene Interessen - realistische Berufsorientierung durch Vergleich von Anforderungsprofilen mit eigenen Kompetenzen - Berufspraktika mit Reflexion - Eignungstests zur Berufswahl, Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit - Selbstdarstellung in Bewerbung und Lebenslauf, abgestimmt auf ein Berufsprofil

    Praktische Fächer

    - Anfertigung von Werkstücken: Wo brauche ich Hilfe? - Selbsteinschätzungs- und Reflexionsbögen: Verhalten im Team, Arbeitseinsatz und -bereitschaft,

    Umgang mit anderen Personen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    12 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler kann den Lebensalltag selbstständig strukturieren und bewältigen. Übertragene Aufgaben erledigt er eigenständig.

    Indikatoren Der Schüler

    • bewältigt Aufgaben des Alltags und die Organisation von Terminen altersgemäß.

    • findet Wege, eigene Interessen sozialverträglich durchzusetzen.

    • erledigt Aufgaben aus eigenem Antrieb und beschafft sich erforderliche Informationen und Hilfsmittel.

    • plant die Arbeit inhaltlich und zeitlich strukturiert.

    • setzt Planungen eigenverantwortlich um.

    • überträgt Lösungswege auf andere Aufgabenstellun-gen.

    Inhalte und Verfahren • Bedeutung von Pünktlichkeit • Portfolioarbeit, Arbeit am Berufswahlpass • Analysieren von Aufgabensituationen bezüglich mate-

    rieller, personeller, zeitlicher Gegebenheiten sowie der eigenen Möglichkeiten - Kriterien an die Hand geben

    • Planungs- und Beschaffungsstrategien: Recherche im Internet, Lexika,

    • Planen von Arbeitsverteilung in Gruppenarbeiten und Projekten

    • Erstellen und Evaluieren von Arbeitsplänen • Ergebnisdarstellung: Plakate, am PC, Folie, AB • Rollenspiele mit Gesprächsführung, z. B. Telefonge-

    spräche, Anliegen vortragen • regelmäßige Transferleistungen

    Bausteine • Teamfähigkeit - gemeinsam sind wir stark • Selbstständig arbeiten - Portfolio • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Vortragen - Präsentieren - Referieren • Gemeinsam sind wir stark • It’s Team Time • Gewaltprävention • Suchtprävention • Expedition – Gemeinsam sind wir stark • Wie bereite ich mein Referat vor? • Miteinander Natur erleben

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 4.6, 4.11 • Lions Quest 7.9 • PIT „Die Clique und die Freundin“, S. 44 • ISB: Schulkinder im Gleichgewicht, S. 59 – 70 • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) www.sfz-e.de

    Selbstorganisation

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 13

    Anregung zur Weiterarbeit – Selbstorganisation Der Schüler kann den Lebensalltag selbstständig strukturieren und bewältigen. Übertragene Aufgaben erledigt er eigenständig.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - aktive Mitarbeit bei SMV, Streitschlichter, Schülerlotsen, Schülerbücherei, Schülercafé, Pausenver-kauf, Klassensprecher

    - maßgebliche Beteiligung an der Organisation von Schulfesten oder Aktionstagen - Beteiligung der Schüler an Pausenaufsicht, Schulregeln, Sauberkeit in der Schule - Schüler organisieren Tutorien oder Hausaufgabenbetreuung

    Klassenleben/ Rituale

    - Morgenrituale von Schülern organisiert, z. B. Gebet, Meditation - Vorbestellung von Pausenbrot - Organisation von Ausflügen und Klassenfahrten durch die Klasse

    Unterricht allgemein

    - Zeitmanagement: zuverlässige Erstellung der Hausaufgaben - Aufbau eines Systems zum Erkennen und selbstständigen Verbessern eigener Fehler - Entwicklung von Strategien zur Archivierung und Ablage: System, Hefte und Ordner zu führen - Arbeitsplatzorganisation - Organisations- und Arbeitsformen in offenen Unterrichtsphasen, bei der Wochenplanarbeit - Selbstkorrektur; selbstverantwortlicher, sinnvoller Umgang mit Lösungsbogen - Lernen mit Karteikästen - Umgang mit Lernprogrammen am PC - Informationsbeschaffung und Verarbeitung: Internet, Radio, Fernsehen, Buch, Zeitung, Zeitschrift - gezielte und strukturierte Vorbereitung auf Probearbeiten - Projektarbeit - Umgang mit Informationen aus dem Internet bzw. mit eigenen Daten im Internet - Recherchetechniken

    Religion/Ethik - richtiger Umgang mit der Zeit - Vertretung des eigenen Glaubens, der eigenen Meinung, eigener Interessen

    Deutsch - Diskussionsformen, Argumente, Redemittel in Diskussionen - Vorbereitung eines Referats - Internetknigge

    Mathematik - Transfer von Lösungswegen - problemlösendes Arbeiten - Stationentraining

    Englisch - Entwerfen eigener Dialoge und Texte, Lernen durch deren Verbesserung - eigenverantwortliches Lernen mit Karteikarten, Vokabelkasten, Sprachlernprogrammen

    PCB - selbstständige Strategien der Informationsgewinnung: Beobachten, Analysieren, Internet, Literatur - Versuchsaufbau und -durchführung durch Schüler

    GSE - fachspezifische Arbeitsweisen, z. B. Arbeit mit Karten und Statistiken - Wege der Beteiligung an öffentlicher Diskussion, z. B. Leserbriefe, Anträge, Beschwerden, Petitionen - Bewusstsein der Aufgaben von Gremien und eigene Beteiligung - Grundlagen der Geschäftsordnung von Versammlungen und Vereinen

    Sport - Trainingsaufbau und -grundsätze, sowie Hilfe- und Sicherheitsgrundsätze bewusst machen - Auf-/Abwärmphasen, Konditionstraining, Zirkeltraining durch Schüler - Schüler als Mannschaftsführer, Schiedsrichter

    Musik/Kunst - kriterienbezogene Diskussion und Beteiligung an der Beurteilung von Arbeiten durch Schüler - Fertigstellung eines Bildes in vorgegebener Zeit - Instrumentenaufbau und -abbau

    AWT - Wirtschaftsplan: sinnvoller Einsatz begrenzter Mittel, Erkennen einer Schuldenfalle - Projekte - Schüler vereinbaren Termine für Praktikum - Entwicklung von Fragebögen für Betriebserkundungen - Planung der Durchführung von Betriebserkundungen - eigenverantwortliche Mitarbeit in einer Übungsfirma

    Praktische Fächer

    - Erstellen von Arbeits- und Materialplänen sowie Arbeiten nach dem Leitfaden - Soziales: Fertigstellung eines Gerichts in vorgegebener Zeit - Wirtschaft: 10-Minuten-Abschrift mit Fehlerkorrektur - Technik: Zeichenübungen und Herstellung von Werkstücken mit Zeitvorgabe

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    14 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler geht beim Erfüllen von Aufgaben mit dem Ziel eines fehlerfreien Arbeitsergebnisses gewis-senhaft vor. Vertraute Aufgaben erledigt er in angemessener Zeit und Qualität.

    Indikatoren Der Schüler

    • geht zügig und planvoll an Aufgaben heran.

    • geht mit schriftlichen Unterlagen, Arbeitsmaterialien und Werkzeugen achtsam und sachgerecht um.

    • beachtet beim Erfüllen eines Auftrags Hinweise und Vorschriften gewissenhaft.

    • überprüft nach Erledigung eines Auftrags die Ergeb-nisse, um Mängel zu korrigieren.

    • erledigt Routineaufgaben zügig und fehlerfrei.

    • bearbeitet Aufgaben in der vorgegebenen Zeit.

    Inhalte und Verfahren

    • Strategien und Rituale für die Aufnahme einer Arbeit

    • Wissen über die Aspekte von Gewissenhaftigkeit: durchdacht, sorgfältig, pünktlich

    • Schulung von Strategien zur eigenen Qualitätskontrolle • Schulung von Zeitmanagement • Schulung im sorgfältigen Umgang mit Materialien • ordentliche Heftführung, übersichtliche Gestaltung • Arbeitsplatzorganisation • Thematisierung von Zeitplanung bei Hausaufgaben • Einschätzen von Arbeitszeit zum Erreichen eines Er-

    gebnisses • Aufstellen von Organisationsplänen • regelmäßige Arbeitsphasen mit knapper Zeitvorga-

    be und konsequenter Zeitbegrenzung

    Bausteine • Selbstständig arbeiten – Portfolio • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Wie bereite ich mein Referat vor?

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Förderung von Lernkompetenzen Problemlöse-kompetenz S. 341 – 387

    • www.verantwortung.muc.kobis.de/Projekte/ • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) www.sfz-e.de/

    Sorgfalt

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 15

    Anregung zur Weiterarbeit – Sorgfalt

    Der Schüler geht beim Erfüllen von Aufgaben mit dem Ziel eines fehlerfreien Arbeitsergebnisses gewissenhaft vor. Vertraute Aufgaben erledigt er in angemessener Zeit und Qualität.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - klare Aufgabenbeschreibung von Diensten an der Schule sowie zuverlässige, vereinbarungsgemäße Erledigung: Lotsendienst, Pausenaufsicht, Pausenhofdienst, Tutorendienst

    - nachvollziehbare, durchdachte Organisation von Reisen, Festen - Wahrnehmen und Belohnen sorgfältiger Erledigung von Aufgaben - sorgfältiger Umgang mit ausgeliehenen Materialien und Büchern

    Klassenleben/ Rituale

    - Pünktlichkeit einfordern - Erledigtes abhaken, Wichtiges unterstreichen - Wahrnehmen und Rückmelden sorgfältiger und gewissenhafter Erfüllung der Klassenämter - Zeichen für unverzüglichen Arbeitsbeginn, Vorankündigung des Endes einer Arbeitsphase - Wert legen auf sorgfältige und pünktliche Erledigung von Aufgaben und zeitnahe Rückmeldung - Anerkennen ordentlicher Arbeiten - Lehrkraft ist pünktlich und hält sich an vereinbarte Zeitvorgaben

    Unterricht allgemein

    - Achten auf sorgfältige Heftführung, regelmäßige Korrektur - sorgsames Umgehen mit Material, zügige Vorbereitung des Arbeitsplatzes beim Stundenwechsel - Arbeiten mit Zeitvorgabe - Gestaltung von Schautafeln/-kästen, Lernplakaten - Erstellen von Präsentationen - Arbeiten unter Zeitdruck - zeitliche Planung von komplexen Aufgaben in Schritten, Überprüfung der Einhaltung

    Religion/Ethik - sorgsame Raumgestaltung - Gestaltung von Gottesdiensten

    Deutsch - Wahrnehmen von Gestaltung und Richtigkeit schriftlicher Aufgaben - Geschwindigkeit bei Diktaten steigern - Veröffentlichung von Aufsätzen und Referaten in der Schule

    Mathematik - regelmäßige Rechenfertigkeitsübungen mündlich/schriftlich - Rechengenauigkeit in kurzer Zeit - Zeichnen: ordentliches Material, spitzer Bleistift, Zeichengenauigkeit - Konstruieren nach Zeitvorgaben

    Englisch - Aufbau von Interesse an genauer Aussprache und Rechtschreibung - Richtigkeit und Geschwindigkeit bei Diktaten oder Vokabelabfrage

    PCB - gewissenhafter Versuchsaufbau bzw. -durchführung, Ergebniskontrolle - Messgenauigkeit bei Versuchen - Genauigkeit der Ablaufbeschreibungen

    GSE - Auswerten von Statistiken und Diagrammen - Kartenarbeit

    Sport - verantwortungsvoller Umgang mit Sportgeräten - zügiges Umkleiden - Stilnoten

    Musik/Kunst - sorgsamer Umgang mit Musikinstrumenten und Schülerarbeiten

    AWT - Praktikum: Reflexion der Tätigkeit in Bezug auf Arbeitszeit und Arbeitsergebnis - Arbeit in Übungsfirmen, Arbeit nach Zeitvorgabe

    Praktische Fächer

    - Klären der Notwendigkeit einer sorgsamen Behandlung von Arbeitsplatz und Werkzeug - Sicherheits- und Hygienevorschriften für Kleidung - Achtsamkeit der Lehrkraft auf Genauigkeit von Arbeitsausführung - frühzeitiges Festlegen und Überprüfen von Qualitätsmerkmalen - Anregung zur Selbst- und Partnerkontrolle vor Abgabe eines Produkts - Festlegen und Einhalten eines Zeitplans mit Zwischenschritten - Reflexionen über Relation von Qualität, Kosten und Zeit - zertifizierte Arbeit nach Qualitätsstandards und Messtoleranzen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    16 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler nimmt verbindliche Vereinbarungen ernst und hält sie – soweit es die äußeren Umstände erlauben – ein. Aufgaben erledigt er in der vereinbarten Zeit

    Indikatoren Der Schüler

    • nimmt vereinbarte Termine pünktlich wahr.

    • entschuldigt sich rechtzeitig, wenn er eine Vereinba-rung nicht einhalten kann.

    • erledigt einen Arbeitsauftrag termingerecht.

    • erfüllt übertragene Aufgaben mit dauerhaft gleichmäßi-ger Leistung.

    • hält Vereinbarungen ein und bringt vereinbartes Material mit.

    Inhalte und Verfahren • konsequentes Achten auf Pünktlichkeit, Verankerung

    in Klassenregeln • Bewusstmachen der Notwendigkeit, Vereinbarungen

    einzuhalten • Wissen über die Aspekte von Zuverlässigkeit: durch-

    dacht, sorgfältig, pünktlich • Schulung von Zeitmanagement • strukturiertes Aufzeichnen von Aufgaben und Planung

    in Arbeitsschritten • Arbeit mit Materiallisten • Vermittlung von Techniken der Selbstmotivation und

    der Überwindung innerer Widerstände

    Bausteine • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Umgangsformen im schulischen Alltag • Vortragen – Präsentieren – Referieren • Das kleine Benimm 1x1 • Selbstständig arbeiten – Portfolio

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 4.3 • Förderung von Lernkompetenzen, S. 506 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 35 – 42 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 39 • www.verantwortung.muc.kobis.de/Projekte/ • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) http://www.sfz-e.de/

    Zuverlässigkeit

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 17

    Anregung zur Weiterarbeit – Zuverlässigkeit Der Schüler nimmt verbindliche Vereinbarungen ernst und hält sie – soweit es die äußeren Umstände erlauben – ein. Aufgaben erledigt er in der vereinbarten Zeit.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Lehrervorbild: Pünktlichkeit vorleben, Pünktlichkeit einfordern - konsequente Einhaltung von Schul- und Klassenregeln - Einhalten vereinbarter Termine - Verlässlichkeit bei der Übernahme von Tutorien, Hausaufgabenbetreuung, Diensten

    Klassenleben/ Rituale

    - besonderes Augenmerk auf pünktliche Abgabe von Aufgaben, Regelung von Nacharbeit - Festlegen von Entschuldigungsformen - Wochenplanarbeit mit Zeitmanagement - Gestalten von kurzen Besinnungsritualen bei verschiedenen Anlässen, z. B. in der Adventszeit, Ver-

    anstaltung eines Klassenfrühstücks in Eigenregie - pünktlicher Unterrichtsbeginn und -schluss, Zeitbuchführung - interessant gestaltete, ritualisierte Vorviertelstunde

    Unterricht allgemein

    - tägliche Kontrolle der Hausaufgaben - zuverlässige Einbindung von vorbereitenden Aufgaben in den Unterricht - Referate mit genauer zeitlicher Planung und Zwischenberichten über den Arbeitsstand erstellen - Führen eines Lerntagebuchs

    Religion/Ethik - Gestalten von Teilen des Schulgottesdienstes - Gestalten der Einstiegsphase, Meditation - Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit als Basis menschlicher Beziehungen

    Deutsch - Lesestücke bzw. Textarbeiten über die Bedeutung von Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit - Erstellung eines Lesetagebuchs

    Mathematik - Schüler erstellen Aufgaben für die (Kopf-) Rechenphase - Aufgaben in vorgegebener Zeit ohne Hilfsmittel erledigen

    Englisch - zuverlässige Pflege von Klassenkorrespondenzen - zuverlässige Vorbereitung von Sprachfertigkeitsübungen - regelmäßiges und eigenverantwortliches Vokabeltraining mit einem Lernpartner

    PCB - Schülerversuch - besonderen Wert auf Genauigkeit der Versuchsergebnisse legen - Betreuung und Pflege von Pflanzen über längere Zeit - regelmäßige Datengewinnung für Langzeitversuche - Pflege eines Schulgartens, Klassenaquariums

    GSE - Termine mit sozialen Einrichtungen vereinbaren - verlässliche Kontakte zu älteren Personen (Seniorenheim) pflegen, z. B. Spaziergänge, vorlesen - inhaltliche und zeitliche Einhaltung von Vereinbarungen als Grundprinzip sozialen Zusammenlebens

    Sport - verstärkten Wert auf Sportkleidung legen - aufmerksame und fachgerechte Hilfestellung - Geräteaufbau bzw. -abbau - Gestaltung von Trainingszirkeln, Auf- und Abwärmphasen, Meditationsphasen - Bereitstellen von Musik und CD-Player für den Unterricht durch Schüler

    Musik/Kunst - sachgerechter Umgang mit zur Verfügung gestellten Instrumenten und Materialien - Aufräumphasen einplanen

    AWT - Termine mit Berufsberatern, externen Partnern, Praktikumsstellen einhalten bzw. absagen - Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Betriebspraktikum thematisieren

    Praktische Fächer

    - Arbeitspläne mit Zeitvorgaben selbst erstellen und überprüfen - Vereinbaren von Qualitätsmerkmalen für Arbeiten - verlässliche Bewertung nach den vorbesprochenen Kriterien - Aufräumphasen mitplanen, sachgerechter Umgang mit Material - Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz einhalten, sachgerechte Bedienung von Werkzeugen und

    Maschinen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    18 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler kann einfache, alltägliche Frustrationen ohne fremde Hilfe verarbeiten und sich gege-benenfalls Hilfe holen.

    Indikatoren Der Schüler • gesteht sich Rückschläge ein und geht mit Misserfolg

    gelassen um.

    • steht zu eigenen Fehlern.

    • bleibt in Belastungssituationen ruhig.

    • drückt Wut und Enttäuschung ohne Gewalt aus.

    • beruhigt sich nach Aufregung nach kurzer Zeit ohne fremde Hilfe.

    Inhalte und Verfahren • Techniken, um positive und negative Aspekte einer

    Situation zu erkennen • gezieltes Vermitteln von Vertrauen und Selbstbe-

    wusstsein, einen Fehler einzugestehen • Erwerb von Verarbeitungsstrategien negativer

    Gefühle • Verhaltensmuster bei Verletzungen und Aggressionen • Strategien für die Verarbeitung negativer Erlebnisse

    und Enttäuschungen • Wissen über Unterstützungssysteme

    Bausteine • Diebstahlprävention • Gewaltprävention • Suchtprävention bei Alltagsdrogen • Gemeinsam sind wir stark • Im Angebot: Freundschaft • Miteinander der Generationen – Ihr nervt mich

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lipura Brennpunkt - Jugendliche im Alltag und Prob-lemlösungen: Ein gefährliches Spiel, Nervenkitzel

    • Förderung von Lernkompetenzen Ich bin ich, S. 417, Ich bin okay, S. 430, Kritik aussprechen und ertragen, S. 461, Es lebe der Unterschied, S. 504, Blindenhund, S. 506, Wackelsteg, S. 509, Autoskooter, S. 511, Ver-trauenskreis, S. 513, Der freie Fall, S. 515

    • MUT UE2, UE4, UE7 • www.verantwortung.muc.kobis.de/Projekte/ • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) www.sfz-e.de/

    Frustrationstoleranz

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 19

    Anregung zur Weiterarbeit – Frustrationstoleranz Der Schüler kann einfache, alltägliche Frustrationen ohne fremde Hilfe verarbeiten und sich gegebenenfalls Hilfe holen.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Regeln für den Pausenhof, Zeiteinteilung für Pausenhofgeräte - Streitschlichter - Trainingsraum - Täter-Opfer-Ausgleich

    Klassenleben/ Rituale

    - Klassenrat - Rituale vor Proben und bei der Notenrückgabe, die nervöse Schüler stützen - in Proben und bei einem Streit vorher gelernte Atemtechniken, Yoga-Übungen anwenden - Thematisieren des Verlierens, z. B. bei der Wahl der Klassensprecher - Kummerkasten, Klagemauer

    Unterricht allgemein

    - regelmäßiges eigenverantwortliches Lernen mit Selbstkontrolle - Strategien zur Verarbeitung schlechter Noten - Strategien, in Proben/Prüfungen mit schwierigen Aufgaben umzugehen - Entspannungsübungen, Übungen zur Selbstwahrnehmung

    Religion/Ethik - Sinn entdecken – Was Leben schön macht - Gottes Weisung – Hilfe und Herausforderung - Nachgeben oder sich durchsetzen - Miteinander leben – Wer bin ich? - Freie Zeit – zwischen Interessen und Langeweile

    Deutsch - Kurzgeschichte: „Susanne hat Angst und Wut“ von Frieder Stöckle - Erzählung von Gudrun Pausewang: „Ich kann mehr als nur dreinschlagen“ - Miteinander sprechen und Alltagssituationen bewältigen - Schreibkonferenzen

    Mathematik - Fehleranalyse, Nachvollziehen von Fehlern - Lern- oder Übungstheke mit leistungsdifferenzierten Aufgabenstellungen

    Englisch - Fehlertoleranz bei inhaltlich anspruchsvollen Aussagen - Veröffentlichung von Texten: Notwendigkeit eines hohen Maßes an Korrektheit - Fehler als Ansporn für verstärktes Üben betrachten

    PCB - Fehlersuche bei missglückten/nicht zielführenden Versuchen - Verarbeitung von Problemen bei Langzeitversuchen

    GSE - Thema: Freundschaft, Clique, Abgrenzung - Rollenspiele, in denen frustrierende Situationen bewältigt werden - Weiterspielen von Filmsequenzen, in denen eine Person Misserfolg oder Enttäuschung erlebt - Diskussion von Situationen, in denen Frustration zu Gewalt führte, Lösungsvorschläge entwickeln

    Sport - faires Spielen - faires Verlieren als sportethischer Grundsatz - Akzeptanz von Schiedsrichterentscheidungen - individuelle Leistungstabellen führen

    Musik/Kunst - Durchhaltevermögen beim Üben an Instrumenten - Kritik bei der gemeinsamen Bildbesprechung hinnehmen

    AWT - Rollenspiele, Planspiele, z. B. Bewerbung, Vorstellung

    Praktische Fächer

    - mehrere Kochversuche, bis optimales Ergebnis erreicht ist - Kochen mit eingeschränkten, teilweise fehlenden Zutaten oder Gewürzen: „Zaubern aus dem Nichts“ - Tastschreiben perfektionieren, Durchführen einer eigenen Leistungstabelle mit Anreizcharakter - Planspiele, z. B. Wirtschaft, Börse - geringe Toleranz gegenüber abweichenden Maßen bei Werkstücken - Zeit, aber auch Zwang zur Verbesserung missglückter Werkstücke - Führen von Fehlerberichten

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    20 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler ist in der Lage, Sachzusammenhänge zu behalten und eine Tätigkeit über längere Zeit aus-zuüben, ohne sich ablenken zu lassen.

    Indikatoren Der Schüler

    • beendet eine übertragene Aufgabe erst nach voll-ständiger Erledigung.

    • erfüllt Aufgaben und Ziele mit kontinuierlicher Auf-merksamkeit und anhaltendem Arbeitseinsatz.

    • verfolgt eine Aufgabe ausdauernd weiter, auch wenn sich Schwierigkeiten ergeben.

    • verfolgt außerschulische Aktivitäten gewissenhaft und ausdauernd.

    • verfolgt eigene Interessen geduldig und ausdauernd

    Inhalte und Verfahren

    • klar formulierte, strukturierte Aufgabenstellung mit eindeutiger Qualitäts- und Zeitvorgabe

    • Arbeitspläne mit überschaubaren Zwischenschritten • kontinuierliches Training der Konzentrations- und

    Ausdauerleistung durch schrittweise Steigerung von Anforderungen

    • Konzentrationsspiele, Gedächtnisspiele • Entspannungsübungen, z. B. Yoga • Zeitmanagement • Strategien zur Selbstmotivation • Anerkennung für Weiterarbeit bei Schwierigkeiten • Übertragen und Bewusstmachen von Verantwortung

    Bausteine • Gemeinschaft - Alle sitzen in einem Boot • Im Angebot: Freundschaft • Wie löse ich Konflikte? • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Leisten lernen • Wie bereite ich mein Referat vor?

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 4.4, 4.6, 4.11, 6.4, 7.4, 7.6, 7.8 • www.kinderyoga.de • Förderung von Lernkompetenzen, S. 341 – 387,

    S. 430 • www.verantwortung.muc.kobis.de/Projekte/ • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) www.sfz-e.de/

    Durchhaltevermögen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 21

    Anregung zur Weiterarbeit – Durchhaltevermögen Der Schüler ist in der Lage, Sachzusammenhänge zu behalten und eine Tätigkeit über längere Zeit auszuüben, ohne sich ablenken zu lassen.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - dauerhafte Ausübung von Ämtern, SMV - Mitglied einer Schulmannschaft - regelmäßige Teilnahme an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften, Theatergruppen, Übungsfirmen

    Klassenleben/ Rituale

    - System der Anerkennung von sozialem Engagement, z. B. Schüler des Monats - regelmäßige Konzentrationsübungen, aktive Pausen - Rhythmisierung des Unterrichts

    Unterricht allgemein

    - Arbeit in kleine Schritte zerlegen, diese Schritte visualisieren und Arbeitsfortschritt dokumentieren - Ausdauertraining durch Langzeitaufgaben - komplexe Aufgabenstellung ohne genaue Vorgaben zu Ziel und Lösungsweg - Projektunterricht - mehrmaliges Überarbeiten von Präsentationen

    Religion/Ethik - Gefahren der Interpretation individueller Wahrnehmung - mit Anforderungen umgehen - an Grenzen stoßen

    Deutsch - Bearbeitung von Abschlussprüfungen - Textarbeit im Unterricht, simulierte Prüfungssituation mit Zeitvorgaben - Textproduktion mit mehreren Überarbeitungsschritten - Klassenlektüre

    Mathematik - Problemlösungsstrategien bei komplexen Aufgaben entwickeln - konzentriertes Arbeiten in Übungsphasen

    Englisch - Brieffreundschaften, Klassenpartnerschaften - durchgängiges Vokabeltraining

    PCB - Langzeitbeobachtungen mit Aufzeichnungen, z. B. Baum im Jahreskreis - Pflege eines Schulgartens - Knobelversuche

    GSE - Ausdauer und Genauigkeit bei der Kartenarbeit - Interviews, Behördenanfragen - Durchführung von komplexen Planspielen

    Sport - allgemeine Konditionsschulung - Aufbau von Abenteuerparcours - Zirkeltraining - Anstrengungsbereitschaft bei Sportspielen, auch bei Rückstand nicht aufgeben

    Musik/Kunst - Erlernen eines Musikinstruments - regelmäßige Mitwirkung in einem Chor, einer Band, einem Orchester - langfristige Vorbereitung einer Aufführung oder Ausstellung - mehrfaches Überarbeiten eines Bildes, einer Skulptur

    AWT - Ausdauer und Konsequenz bei Bewerbungen - regelmäßiger Besuch des Betriebspraktikums - Planspiele über mehrere Wochen - Projekte über einen längeren Zeitraum

    Praktische Fächer

    - Anfertigen umfangreicher Werkstücke - Mitverantwortung für die Lagerhaltung von Lebensmitten im Berufsorientierenden Zweig Soziales - Übernahme wiederkehrender Aufgaben - projektorientierter Unterricht

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    22 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler kann sich verbal und nonverbal verständlich ausdrücken, Botschaften anderer angemessen interpretieren und darauf reagieren.

    Indikatoren Der Schüler

    • hört aufmerksam zu.

    • achtet auf einfache nonverbale Botschaften.

    • antwortet mit Bezug zur Frage oder fragt bei Bedarf nach.

    • gibt Informationen richtig weiter.

    • ist im Umgang mit anderen Menschen offen.

    • vertritt auch in einer Gruppe den eigenen Standpunkt verständlich und überzeugend.

    Inhalte und Verfahren

    • Übungen zur Formulierung von Ich-Botschaften • Aufstellen und Anwenden von Gesprächsregeln • Selbstreflexion durch Videoaufzeichnungen • Schulung des Einsatzes bzw. Erkennens von Körper-

    sprache (Mimik, Gestik) • Reflexion über Adressaten und adressatenbezogene

    Sprach- und Argumentationsebene • regelmäßige Diskussionen/Klassenrat • kriteriengeleitete Reflexion und Diskussion von Schü-

    lerleistungen

    Bausteine • Gewaltprävention • Bildung und Stärkung der individuellen Persönlichkeit • Wie löse ich Konflikte? • Im Angebot: Freundschaft • Gemeinschaft – Alle sitzen in einem Boot • Benimm ist in • Das kleine Benimm-1x1 • Umgangsformen im schulischen Alltag • Miteinander Natur erleben • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Wir sind eine Klasse • Suchtprävention bei Alltagsdrogen • Begegnung mit Senioren • Vortragen – Präsentieren – Referieren • Abgeschoben – Einsamkeit im Alter • Exitus – Der einsame Tod im Krankenhaus • It’s Team Time

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 1.1, 1.6, 2.4, 2.5, 3.5, 4.2, 4.3, 4.4, 4.6, 4.11, 5.6

    • MUT UE1, UE4, UE9 • PIT „Urwaldbrücke“, S. 29 • PIT „Follow the leader“, S. 40 • PIT „Gedanken lesen”, S. 45 • Zammgrauft Themenbereich „Zivilcourage“, Spiel „Zur

    eigenen Meinung stehen“ aus Warm up • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B3, B4 • ISB Schulkinder im Gleichgewicht, S. 9 – 29 • Lipura Brennpunkt – Jugendliche im Alltag und Prob-

    lemlösungen Krieg im Badezimmer • Förderung von Lernkompetenzen, S. 199 – 271,

    S. 341 – 387, S. 390 – 405, S. 454, S. 487 – 505 • It’s Team Time S. 142 – 206 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 55 ff

    Kommunikations- fähigkeit

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 23

    Anregung zur Weiterarbeit – Kommunikationsfähigkeit Der Schüler kann sich verbal und nonverbal verständlich ausdrücken, Botschaften anderer angemessen interpretie-ren und darauf reagieren.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Beteiligung der Schüler an der Organisation von Schulfesten, gemeinsamen Aktionen in der Gemein-de

    - unterschiedliche Formen von Diskussionen in Klassenstufen, Schulstufen, Schulvollversammlungen - Informationen bei Behörden, Vereinen einholen, Informationen an Presse, Vereine geben - Teamaufgaben im Schulalltag, Schüleraustausch - Schülerzeitung, Arbeitsgemeinschaft Homepage

    Klassenleben/ Rituale

    - Gesprächsregeln gemeinsam entwickeln und konsequent anwenden - Setzung kommunikativer Schwerpunkte im Schuljahr, z. B. Umgangston, Rücksichtnahme - Vereinbarung nonverbaler Zeichen in der Klasse - Kummerkasten, Klassenrat - Ermöglichen, dass jeder Schüler seine Meinung, sein Anliegen darstellen kann - gemeinsame Planung, Organisation, Durchführung von Klassenfahrten, Schulskikursen, Abschlussfahrten

    Unterricht allgemein

    - Höflichkeitsformen im Gespräch - Einschulen der Diskussions- und Arbeitsregeln für Partner- und Gruppenarbeit - gezieltes Nachfragen bei Unklarheiten schulen - Formen des Nachfragens, Argumentierens beim Lernen an außerschulischen Lernorten - altersgemäße Schülerverantwortung bei Informationsrecherchen, Gewinnung von Ansprechpartnern - Ausfüllen von Formularen, Kontakt mit Behörden - Einschulung unterschiedlicher, situationsangemessener Präsentationsformen

    Religion/Ethik - Kinder bei uns - Miteinander leben - Nachgeben oder sich durchsetzen (Körpersprache) - Muslime bei uns

    Deutsch - Meinung altersangemessen darstellen, kontroverse Diskussionen sachlich führen - Interviewtechnik entwickeln - Referat erarbeiten und Präsentationsformen eintrainieren - unterschiedliche Bedeutung von Körpersprache in verschiedenen Kulturen/Sprachräumen verstehen - Rollenspiele, Pantomime als Methode im Unterricht - Übung von Vorstellungsgesprächen

    Englisch - Alltagssituationen sprachlich bewältigen - Floskeln und Satzmuster zur Darstellung der eigenen Meinung und Argumentation - Diskussion zu aktuellen Themen - Lebenslauf

    PCB - prägnante Darstellung von Sachverhalten, Beobachtungsprotokoll bei Versuchen - Bewusstmachen, dass naturwissenschaftliche Grafiken und Formelzeichen international verständlich sind - Behandlung des Themas Mimik/Gestik bei Mensch und Tier

    GSE - Leben in Familie und Schule - Menschen aus anderen Herkunftsländern: Offenheit, unterschiedliche Höflichkeits-, Argumentationsformen

    Sport - Thematisieren sportartspezifischer Kommunikationsformen, z. B. mit Trainer und Schiedsrichter - Regeln für fairen und sprachlich angemessenen Umgang mit Teamkameraden und Gegnern

    Musik/Kunst - Klassentheater: Spielszenen, Pantomimen - Erkennen von Aussagen und Stimmungen in der Musik, anschaulich machen durch Farben und For-

    men

    AWT - Praktikum und Bewerbung - Kontakte mit Berufsberatern, BIZ, IHK, HWK - Berufseinstiegsbegleiter

    Praktische Fächer

    - Kommunikative Mittel in der Team- und Betreuungssituation - eigene Aufzeichnungen der Schüler bei einer Auftragserteilung - Reflexion und Einübung sprachlicher Mittel für die Kontaktaufnahme in beruflichen Situationen - Kontakt mit Berufsberatern, IHK, HWK, Arbeitsagentur, BIZ durch Schüler - Produkte präsentieren, Pläne und Arbeitsschritte erläutern

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    24 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler kann sich in andere hineinversetzen, erkennt den anderen als gleichwertige Persönlichkeit an und geht respektvoll mit ihm um.

    Indikatoren Der Schüler

    • vollzieht das Handeln des anderen nach.

    • respektiert Grenzen und Wünsche anderer.

    • kann mit Fremdheit umgehen, ohne eigene Werte aufzugeben.

    • übt Rücksicht.

    • zeigt Verständnis für Situation und Stimmungslage anderer.

    Inhalte und Verfahren • Erkennen von ich und du mit unterschiedlichen

    Bedürfnissen • Reflexion über Unterschiede zwischen Menschen • Wert und Würde jeder Person • Umgang mit Fremdheit • Erkennen von Mimik und Körpersprache • Techniken des aktiven Zuhörens • Antizipation in Filmen und Geschichten • Methoden, sich in die Situation anderer hineinzu-

    versetzen

    Bausteine • Diebstahlsprävention • Gewaltprävention • Begegnung mit Senioren • It’s Team Time • Gemeinschaft - Alle sitzen in einem Boot • Benimm ist in • Wie löse ich Konflikte? • Wir sind eine Klasse • Abgeschoben – Einsamkeit im Alter • Exitus – Der einsame Tod im Krankenhaus • Das kleine Benimm-1x1 • Mädchen sein – Junge sein – anders sein

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 2.5, 2.6; 3.4; 4.3 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 43 ff • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B6, B5 • Lipura Brennpunkt - Jugendliche im Alltag und Prob-

    lemlösungen 15.30 Uhr, Grabfeld J, Abgeschoben, Ihr nervt mich, Krieg im Badezimmer, Exitus

    • Förderung von Lernkompetenzen, S. 454, S. 500 • MUT, UE3, UE6, UE7, UE8

    Einfühlungsvermögen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 25

    Anregung zur Weiterarbeit – Einfühlungsvermögen

    Der Schüler kann sich in andere hineinversetzen, erkennt den anderen als gleichwertige Persönlichkeit an und geht respektvoll mit ihm um.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Erkennen und Anerkennen der Bedürfnisse von Mitschülern, Lehrern und Hauspersonal - interkulturelle Gespräche über Werte und Bräuche, Ländersteckbriefe - mehrsprachige Wegweiser, Bilder und andere Zeichen vom Zusammenleben mehrerer Kulturen in

    der Schule - Täter-Opfer-Ausgleich - Streitschlichter

    Klassenleben/ Rituale

    - Gefühlsbarometer - Klassenrat - Wichteln - Rückmeldungen geben

    Unterricht allgemein

    - Techniken des aktiven Zuhörens - Einfühlen in unterschiedliche Rollen und rollengerechtes Handeln bei einem Rollenspiel - Neugierde für Neues und andere Menschen wecken, Umgang mit Fremdheit

    Religion/Ethik - Stätten der Besinnung, die vielen Menschen wichtig sind - Verschiedenartigkeit der Menschen und andere Lebenserfahrungen führen zu unterschiedli-

    chen Entscheidungen - Ich- und Du-Botschaften - Gottesbilder, Weltbilder, Geschlechterrollen in unterschiedlichen Religionen

    Deutsch - Reflexion über Persönlichkeiten aus Literatur, Theater, Film - unausgesprochene Gedanken für Charaktere aus Literatur, Film und Bildern formulieren - Handlungen aus unterschiedlicher Perspektive erzählen und schreiben - Sprachbilder in unterschiedlichen Kulturen - Internetknigge – Erkennen von Absichten hinter E-Mails und Chat-Einträgen

    Mathematik - Rechenverfahren in unterschiedlichen Ländern

    Englisch - Landeskunde unterschiedlicher englischsprachiger Nationen - Höflichkeitsformen

    PCB - Einfühlungsvermögen für das andere Geschlecht (Sexualerziehung) - Gespräche mit ehemals Drogenabhängigen, anonymen Alkoholikern - Situationsanalyse: Schwangerschaftsabbruch, Expertengespräch

    GSE - alte Menschen - Leben mit Behinderung - geschichtliche Ereignisse aus unterschiedlicher nationaler Sicht erarbeiten - Wert der Menschenrechte in unterschiedlichen Kulturen - Höflichkeitsformen in unterschiedlichen Kulturen

    Sport - Akrobatik - Klettern - Rücksicht, Fair Play, Hilfestellung - Vorausempfinden und Einschätzen von Bewegungsabläufen z. B. Elfmeter

    Musik/Kunst - Gefühle farblich und plastisch ausdrücken - Bewertung von Arbeiten der Mitschüler - Vielfalt erkennen und gelten lassen - Aussagen erkennen, die in Musik, Text und Bildern verborgen sind

    AWT - Mobbing am Arbeitsplatz - Arbeitsplatzerkundung

    Praktische Fächer

    - Aufgabenverteilung bei Gemeinschaftsarbeiten nach individuellen Fähigkeiten - kulturelle Unterschiede bei Tischsitten - verbotene Speisen in fremden Kulturen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    26 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler erkennt Interessengegensätze und ist bereit, sie anzuerkennen. Er ist in der Lage, sie einvernehmlich zu überwinden und Kompromisse zu finden.

    Indikatoren Der Schüler

    • spricht eigene Bedürfnisse zur rechten Zeit ange-messen an.

    • nimmt Konflikte wahr und spricht sie sachlich an.

    • lässt auch von der eigenen Meinung abweichende Vorstellungen anderer zu.

    • ist bereit, an einer einvernehmlichen Lösung mitzu-wirken.

    • verfügt über Deeskalationsstrategien.

    Bausteine • Gewaltprävention • Wie löse ich Konflikte? • Sozialer Trainingsraum • Im Angebot: Freundschaft • Gefühle – Ich und Du • Miteinander der Generationen – Ihr nervt mich

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 1.1, 3.5, 4.3, 4.4, 4.6, 4.9, 5.7, 5.8 • MUT UE2, UE3, UE4, UE5, UE6, • PIT „Meine Entscheidungen treffen“, S. 80 ff, 5. UE

    Ich trau mich!“ S. 86 ff, „Esel an der Leine“, S. 30/31, „Eskalation und Schlichtung“, S. 32 - 34, „Dazwischen-treten“, S. 43, „An der Bushaltestelle“, S. 50 – 52

    • PIT 2.3 Spiele 2, 3, 5, 12 – 16, 18 • Zammgrauft Themenbereich „Gewalt“, „Antigewalt“

    „Ausgrenzung“ • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B4, B7 • Förderung von Lernkompetenzen S. 341 – 387,

    S. 487 – 499 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 67 ff

    Konfliktfähigkeit

    Inhalte und Verfahren • Ich-Botschaften • Aufzeigen von konfliktträchtigen Situationen und de-

    ren Entstehung • Unterscheiden von verschiedenen Arten von Konflik-

    ten • Training von Strukturen zum Führen von Konfliktge-

    sprächen • Verbalisierungshilfen und Argumentationsstrategien

    zur Verdeutlichung eigener Standpunkte ohne ag-gressiv zu werden

    • Hilfen zur Entwicklung von alternativen Handlungs- und Lösungsstrategien

    • Übungen zur Empathiefähigkeit • Reflexionen über Killerphrasen und Strategien, diese

    zu benennen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 27

    Anregung zur Weiterarbeit – Konfliktfähigkeit Der Schüler erkennt Interessengegensätze und ist bereit, sie anzuerkennen. Er ist in der Lage, sie einvernehmlich zu überwinden und Kompromisse zu finden.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - präventiv: klare, gemeinsam erarbeitete Verhaltensregeln für Schüler und Lehrer - klar festgelegte und einsehbare Regelung von bekannten Konfliktfeldern - Streitschlichter - Trainingsraumkonzept - regelmäßige Diskussionsrunden zu Konfliktthemen in der Schule

    Klassenleben/ Rituale

    - Klassenrat - Kummerkasten - der heiße Stuhl

    Unterricht allgemein

    - Regeln und Rituale zur Aufgabenverteilung: Diskussion und Beschlussfindung in Partner- u. Gruppenarbeit - Rituale zur Bewertung von Gruppen- und Individualarbeiten - Kompetenzportfolio/Berufswahlpass

    Religion/Ethik - Situationen, in denen ich mich entscheiden muss - Wir unter uns - Der Einzelne und das Urteil anderer - Autorität im persönlichen Umfeld

    Deutsch - Gesprächsregeln in Streitgesprächen - Erkennen von Killerphrasen und unzulässigen Verallgemeinerungen in Argumentationen - Bewusstheit über Bedeutung von Schimpfworten und Flüchen in unterschiedlichen Kulturen - Diskussionen, Rollenspiele zu offenen Lesestücken - Kurzgeschichte: „Spaghetti für zwei“ von Frederico de Cesco

    Mathematik - Diskussion unterschiedlicher Rechenwege - Diskussion unterschiedlicher Rechenaufgaben in offenen Sachsituationen - konsequente Schulung von Gruppenarbeit

    Englisch - Diskussions- und Streitformen im Englischen, Satzmuster, verbindliche Floskeln - alltägliche englische Schimpfwörter und Flüche in ihrer Wertigkeit innerhalb ihrer Kultur - Konflikte im Rollenspiel lösen

    PCB - Schwerpunktsetzung im PCB-Unterricht - Aufgabenverteilung bei Versuchen - Planen und Umgestalten des Schulgartens

    GSE - Erkennen von Interessenskonflikten in historischen und aktuellen gesellschaftlichen Situationen - demokratische Verfahren als Lösungsformen für gesellschaftliche Konflikte - Formen individueller und gesellschaftlicher Grenzsetzung - Formen individuellen Protests bzw. von Interessensvertretung in Gruppen - Einigungsprozesse in einer Gruppendiskussion anbahnen - gemeinsame Aktion: Schulhofgestaltung

    Sport - Möglichkeit der Konfliktvorbeugung im Spiel - Thematisierung/Ritualisierung von Formen der Konfliktlösung mit Teamkameraden und Gegnern - Abstimmung über Mannschaftspositionen, Taktik, Strategien im Spiel - kooperative Spiele, auch mit Wettbewerbscharakter - Klarheit und Konsequenz bei Hilfestellung - Bewertung von Leistung: objektive Kriterien ↔ individuelle Leistungssteigerung

    Musik/Kunst - Begründen der Vorlieben für Kunstwerke und Musikstücke - Bewertung eigener Leistungen im Kunstunterricht durch Mitschüler

    AWT - Tarifverhandlungen als ritualisierte Kompromissfindung auf Zeit - Vorbereiten auf mögliche Konfliktsituationen im Betriebspraktikum

    Praktische Fächer

    - Kompromissfindung bei der Festlegung von zu erstellenden Werkstücken, Speisen und zu erlernen-den Programmen

    - Kompromissfindung bei der Festlegung von Einzelaufgaben im Rahmen von Gemeinschaftsaufgaben - Abstimmung bei der Vergabe von Werkzeugen und Materialien in Mangelsituationen - Bewertung von Leistungen im Team

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    28 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler ist bereit und in der Lage, im Team ziel- und aufgabenorientiert zu planen und zu arbeiten.

    Indikatoren

    Der Schüler

    • kann anderen zuhören und von ihnen lernen.

    • erkennt die Leistungen anderer an.

    • bringt Erfahrungen und Wissen ein.

    • ist bereit, eigene Interessen zurückzustellen und strebt einvernehmliche Lösung an.

    • macht Vorschläge zur Arbeitsaufteilung.

    • bittet bei Bedarf andere Teammitglieder um Hilfe und bietet Hilfe an.

    Inhalte und Verfahren

    • Vertrauensbildung: Strategien und Übungen im Spiel

    erfahren und erlernen • Strategien und Techniken der Informationsgewinnung

    in der Gruppe schulen, z. B. Brainstorming, Kartenab-fragen, Mindmaps

    • aktives Zuhören und Nachfragen • Formen und Strategien der Strukturierung und

    Aufteilung von Arbeit

    Bausteine

    • Gemeinschaft - Alle sitzen in einem Boot • Im Angebot: Freundschaft • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Miteinander Natur erleben • Suchtprävention • Vortragen – Präsentieren – Referieren • Begegnung mit Senioren • Expedition – Gemeinsam sind wir stark • Wie löse ich Konflikte? • Gewaltprävention • Miteinander der Generationen – Ihr nervt mich • It’s Team Time

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 1.1, 1.4, 1.5, 4.3 • Lions Quest 7.7 • MUT UE3, UE8 • PIT 2.3 S. 26 – 54 (Spiele 1 – 18) • PIT „Gemeinschaft friedlich erleben“, S. 90 ff • Zammgrauft Themenbereich „Vertrauen“ • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B8, B7 • ISB Schulkinder im Gleichgewicht, S. 9 – 29 • Förderung von Lernkompetenzen, S. 272 – 340,

    S. 341 – 387; S. 487 – 499; S. 504; S. 508 • It’s Team Time, S. 79 – 140, S. 186 – 197,

    S. 208 – 221 • Soziale Kompetenzen stärken, S. 51

    Teamfähigkeit

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 29

    Anregung zur Weiterarbeit – Teamfähigkeit

    Der Schüler ist bereit und kompetent, im Team ziel- und aufgabenorientiert zu planen und zu arbeiten.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Mitarbeit im SMV-Team - Organisationsgruppen von Schulfeiern, Schulskitagen, Vortragsreihen durch Experten - Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften - Ausbildung zum Streitschlichter

    Klassenleben/ Rituale

    - Morgeneinstimmung in der Gruppe - Übernehmen ungeliebter Aufgaben - rotierende Ämter in der Klasse, Einhalten des Ämterplans - Erlebnispädagogik - Schule als Polis mit Aufgabenverteilung an Schülerteams

    Unterricht allgemein

    - Gruppenarbeit: Aufgabenverteilung nach Fähigkeiten, zuverlässige arbeitsteilige Aufgabenerledigung, gemeinsame Präsentation

    - Helfersystem - Schülerleistungen verbalisieren und bewerten - Projekte vorbereiten und durchführen

    Religion/Ethik - Gemeinschaft werden – Ich, Du, Wir - den anderen achten, verstehen und annehmen, sich einsetzen für andere

    Deutsch - Gesprächs- und Diskussionsregeln bzw. -techniken wiederholen und weiter entwickeln - Floskeln und Techniken, um eigene Ideen und Vorschläge in ein Team einzubringen - Entwicklung der Feedbacktechnik - Referate, Präsentationen und Texte kriterienbezogen werten und Leistungen anerkennen - Einführung und Einübung von Brainstorming und ergebnisorientierter Diskussionsformen

    Mathematik - gemeinsames Erarbeiten eines Lösungswegs - Berechnen unterschiedlicher mathematischer Fragestellungen für offene Sachsituationen im Team - Helfer-, Tutorensystem: Schulung der Bereitschaft und Fähigkeit, sich kompetente Hilfe zu holen

    Englisch - Planung, Durchführung und Präsentation von Projekten im Team - sich in der Gemeinschaft sprachlich ausdrücken und bei Gemeinschaftsaufgaben mitwirken - Einhaltung von Gesprächsregeln und -techniken

    PCB - Entwickeln von „Forschungsplänen“ - Versuche in der Gruppe entwickeln, aufbauen, durchführen, dokumentieren und auswerten - arbeitsteiliges Erforschen naturwissenschaftlicher Phänomene

    GSE - Auswertung und Interpretation von Grafiken und Statistiken in der Gruppe - Interviews in Kleingruppen mit Bürgermeister, Gemeinderat, Jugendbeirat - Plan- und Rollenspiele

    Sport - Hilfestellung, Tanz mit der Gruppe, Aufbau von Zirkelstationen, Vorbereiten der Aufwärmphase - Aufgaben gemeinschaftlich lösen (Hindernisparcours) - Interessen und Bedürfnisse der Mitschüler bei sportlichen Aktivitäten verstehen, z. B. Rücksichtnah-

    me bei Anfängern in Sportspielen

    Musik/Kunst - Gemeinschaftsbild, Collage zu einem Thema erstellen - „Traumklassenzimmer“: Modell in der Kleingruppe planen und erstellen - Video-/Filmsequenz oder Theateraufführung gestalten - Schulorchester, Schulchor

    AWT - Planspiele und Projekte - Betriebserkundung in Kleingruppen - gemeinsame Erarbeitung und Präsentation der Erkundungsergebnisse

    Praktische Fächer

    - Soziales: In der Gemeinschaft arbeiten und lernen - gemeinsame Vorhaben mit ausgewählten Zielgruppen planen und gestalten - zuverlässige Übernahme konkreter Aufgaben in einer Arbeitsgruppe - Präsentation von Gruppenergebnissen, Produkten, Gerichten im Team - arbeitsteilige Arbeit bei der Zubereitung einer Mahlzeit oder Speise - Technikprojekt in Technik: Planung und Durchführung des Arbeitsvorhabens im Team

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    30 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler ist bereit und in der Lage, eigenes fehlerhaftes Handeln wahrzunehmen und zu korrigieren. Er kann auch mit Fehlern anderer konstruktiv und fair umgehen.

    Indikatoren Der Schüler

    • kann Stärken sowie Fehler, Mängel und Schwachstel-len bei sich und anderen sachlich begründet formulie-ren.

    • nimmt Kritik auch an der eigenen Leistung oder am eigenen Verhalten an.

    • zeigt gegenüber Fehlern anderer Geduld und Tole-ranz.

    • bringt Kritik sachlich und begründend vor.

    • gibt konstruktives Feedback und nimmt Feedback gelassen an.

    Inhalte und Verfahren • Unterscheidung: Kritikfähigkeit und Selbstkritik • verschiedene Verhaltens-/Reaktionsmuster kennen • aktives Zuhören • Annehmen von Kritik • Intention von Kritik verstehen • Ich-Botschaften • Bewusstmachen und Reflektieren von unangemesse-

    nen Reaktionen • Reflexion über die Wirkung von Verallgemeinerungen • Kennen von Killerphrasen und deren Wirkung • Rollenspiele mit Anerkennung und Kritik • Reflexion über Körpersprache • verschiedene Formen von Feedback im Unterricht

    anbieten • Diskussion und Bewertung eigener und fremder

    Arbeitsergebnisse in allen Fächern

    Bausteine • Diebstahlsprävention • Im Angebot: Freundschaft • Selbstständig werden - Portfolio • Gemeinschaft - Alle sitzen in einem Boot • Vortragen - Präsentieren - Referieren • Begegnung mit Senioren • Gemeinsam sind wir stark • It’s Team Time • Miteinander der Generationen – Ihr nervt mich • Mädchen sein – Junge sein – anders sein

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 2.6, 4.4, 4.6 • Lions Quest 6.9 • MUT UE4 • PIT Eigentum • PIT „Ich schenke dir ein Wort“, S. 39 • Lipura Brennpunkt - Jugendliche im Alltag und Prob-

    lemlösungen Nervenkitzel, 1530 Uhr Grabfeld J • www.verantwortung.muc.kobis.de/ • Arbeitshilfen für den Mobilen Sonderpädagogischen

    Dienst (MSD) www.sfz-e.de/

    Kritikfähigkeit

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 31

    Anregung zur Weiterarbeit – Kritikfähigkeit Der Schüler ist bereit und in der Lage, eigenes fehlerhaftes Handeln wahrzunehmen und zu korrigieren. Er kann auch mit Fehlern anderer konstruktiv und fair umgehen.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Arbeit in klassenübergreifenden Projekten, Planen von Schulfesten - Streitschlichterprogramm - Trainingsraum

    Klassenleben/ Rituale

    - Heißer Stuhl, Kummerkasten, Klassenrat - regelmäßige strukturierte Diskussionen - Soziogramm, Autosoziogramm - Strategien, Kritik annehmen, ohne aggressiv zu kontern oder völlig verzweifelt zu sein - konstruktive Kritik geben

    Unterricht allgemein

    - Beobachtungsbögen zur Fremd- und Selbstbeobachtung und Vergleich der Ergebnisse - Lerntagebuch - Reflexion über eigenverantwortliche Arbeitsphasen

    Religion/Ethik - Handeln zwischen Gelingen und Misslingen - Reflexion über Schuld, Reue und Vergebung - Fragebogen zur Person ausgefüllt von mehreren Schülern - kritische Auseinandersetzung mit moralischen Geboten und Verboten, Wertediskussion

    Deutsch - Formulierungen für sachliche und konstruktive Kritik - Redewendungen und Strategien, um eigene Argumente sachlich vorzubringen - Pro- und Kontra-Diskussionen zu aktuellen Themen führen - Kriterien und Maßstäbe für die Beurteilung von Leistung und Qualität finden - Besprechung und Klassenbenotung von Referaten, Schreibkonferenzen, Leserbriefe, begründende

    kritische Auseinandersetzung, begründende Kritiken zu Filmen, Literatur - Lesen entsprechender Bücher/Texte, z. B. Gerhard Zwerenz „Sich nichts gefallen lassen“

    Mathematik - Diskussion von Rechenwegen - Strategien zur Fehlersuche - Fähigkeit, kritische Auseinandersetzung mit anderen Rechenwegen angemessen zu formulieren

    Englisch - Redewendungen und Floskeln für Diskussionen - Formen, seine Meinung auszudrücken und zu vertreten - Floskeln angemessen zu kritisieren

    PCB - kritische Reflexion von Versuchsbeschreibungen - Erkennen unwissenschaftlicher Erklärungen für naturwissenschaftliche Phänomene - Sicherheitsbeauftragter bei jedem Versuch

    GSE - Umgang mit Konflikten - Diskussionen zu aktuellen Themen in der Gesellschaft - Pro- und Kontra-Diskussionen, Wertediskussion

    Sport - Umgang mit Schiedsrichtern, Schüler als Schiedsrichter - Mannschaftskameraden angemessen kritisieren - wertschätzende Kritik zu Bewegungsabläufen - Fähigkeit, Kritik an eigener Leistung anzunehmen und leistungssteigernd umzusetzen - Rituale zum Frustabbau nach verlorenen Spielen, Wettkämpfen

    Musik/Kunst - argumentative Auseinandersetzung mit ungewohnter Musik, Kunst - gegenseitige oder gemeinsame Bewertung von Unterrichtsprodukten nach vorher festgelegten Kriterien - Diskussion über Werke bildender Kunst und Architektur

    AWT - Strategien zur Verarbeitung von Kritik im Arbeitsleben (Rollenspiele) - kritische Auseinandersetzung mit Stellenangeboten - argumentierende, kritische Auseinandersetzung mit Vorschriften - Umgang mit Absagen (Praktikum, Ausbildungsplatz)

    Praktische Fächer

    - Diskussion und Bewertung praktischer Arbeiten in der Gruppe - Kritik über ein angefertigtes Produkt einholen - Kritik an eigenen Werkstücken annehmen und umsetzen - eigene Skizzen, Werkstücke nach Kriterien beurteilen - Kritik an Speisen formulieren - Formen der Kritik in Geschäftsbriefen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    32 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler kann sich der Situation und Rolle angemessen höflich, respekt- und rücksichtsvoll verhalten. Er weiß, sich situationsgerecht zu kleiden und auszudrücken.

    Indikatoren Der Schüler

    • verwendet die Anreden „Du“ und „Sie“ situationsan-gemessen und verwendet eine angemessene Sprachebene.

    • begrüßt andere Menschen situationsgerecht.

    • kleidet sich der Situation angemessen.

    • begegnet anderen Menschen mit Respekt und An-erkennung.

    • kann sich in unterschiedlichen Rollen altersgerecht verhalten.

    Inhalte und Verfahren • Bewusstsein über unterschiedliche soziale Rollen, die

    jeder Mensch in unterschiedlichen Systemen seines Lebens spielt

    • Wechsel der Rollen in Rollenspielen • Kenntnis und situationsgerechte Anwendung von

    Umgangsformen • Bewusstsein über die Verwendung von unterschiedli-

    chen Sprachebenen in verschiedenen Situationen und Training im Rollenspiel

    • Grundkenntnisse über Wirkung von Kleidung in unter-schiedlichen Situationen

    Bausteine • Bildung und Stärkung der individuellen Persönlichkeit • Benimm ist in • Das kleine Benimm-1x1 • Umgangsformen im schulischen Alltag • Im Angebot: Freundschaft • Begegnung mit Senioren • Gemeinschaft – Alle sitzen in einem Boot

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • Lions Quest 1.1, 1.4, 4.6 • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B5 • Förderung von Lernkompetenzen, S. 341 – 387,

    S. 390 – 405, S. 454, S. 478 • It’s Team Time, S. 198 – 206 • MUT UE8 • Soziale Kompetenzen stärken S. 27ff

    Umgangsformen

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 33

    Anregung zur Weiterarbeit – Umgangsformen Der Schüler kann sich der Situation und Rolle angemessen höflich, respekt- und rücksichtsvoll verhalten. Er weiß, sich situationsgerecht zu kleiden und auszudrücken.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Vereinbaren und Einfordern situationsgerechter Begrüßung - gemeinsames Festlegen von alltäglichen Höflichkeitsformen und deren konsequente Einforderung - Lehrervorbild - Thematisierung angemessener Kleidung in der Schule und Einhaltung durch Lehrer und Schüler - Kleidung bei festlichen Anlässen - angemessenes Verhalten bei gemeinsamen Gottesdiensten

    Klassenleben/ Rituale

    - gemeinsame Erarbeitung und konsequente Einhaltung von Klassenregeln - Rollenspiele zu höflichem Umgang - angemessenes Verhalten bei gemeinsamen Theaterbesuchen, Restaurantbesuchen, etc.

    Unterricht allgemein

    - ritualisierte Umgangsformen in Phasen eigenverantwortlicher Arbeit, Partner- und Gruppenarbeit - nonverbale Signale, um Höflichkeit und Arbeitsruhen einzufordern - Verhaltensregeln bei Unterricht an externen Lernorten

    Religion/Ethik - Einblicke in andere Religionen geben - Menschen anderer Religionen und Kulturen respektieren und verstehen - Werteunterricht - Verhalten bei religiösen Feierlichkeiten

    Deutsch - gemeinsames Aufstellen von Klassenregeln - Begründung für einzelne Regeln finden - Höflichkeitsformen beim Telefonieren, im Schriftverkehr sowie bei Internet- oder SMS-Kommunikation - Höflichkeitsformen in Diskussionen, Debatten - unterschiedliche Briefformen, Anträge, Bittschreiben

    Mathematik - Höflichkeitsformen beim Aufmerksam machen auf Fehler und alternative Rechenwege - Höflichkeit beim gegenseitigen Ausleihen von Arbeitsmaterialien - Höflichkeitsformen bei Frustration über eigenen Misserfolg wahren

    Englisch - Begrüßungsformen und Höflichkeitsfloskeln für unterschiedliche Situationen anwenden - Begrüßungs- und Höflichkeitsformen in unterschiedlichen englischsprachigen Ländern - sprachliche und nonverbale Zeichen für Nähe und Distanz

    PCB - Verhaltensregeln im PCB-Fachlehrraum - Verhaltens- und Sicherheitsregeln bei Versuchen - Verlassen des Fachlehrraums in sauberem Zustand

    GSE - Höflichkeitsformen von Menschen anderer Epochen und Kulturen - Rollen in der Gesellschaft und differenzierte Höflichkeitsformen - Auftreten in Behörden - Umgang mit alten Menschen, Kindern, behinderten Menschen

    Sport - Mitschüler aufgrund schwächerer Leistungen nicht verspotten - auf Fairness achten - Höflichkeitsformen in Umkleideräumen

    Musik/Kunst - angemessene Nachfrage bei Unverständnis über ein (Schüler-) Kunstwerk - Verhalten in Konzertsälen, Kunstgalerien und Theatern - Umgang mit Instrumenten und Gestaltungsmaterialien

    AWT - Klären und Einüben differenzierter Umgangsformen mit Freunden, Kollegen, Vorgesetzten - Dresscode für Vorstellungsgespräche und am Arbeitsplatz in unterschiedlichen Branchen - Einüben von Vorstellungs- und Begrüßungsritualen in der Arbeitswelt

    Praktische Fächer

    - Höflichkeitsformen in unterschiedlichen beruflichen Situationen - Reflexion über angemessene Kleidung in unterschiedlichen beruflichen Situationen - gepflegtes und korrektes Erscheinungsbild in beruflichen Gesprächen - Soziales: Gemeinsames Kochen, Essen und Aufräumen - Aufdecken und Servieren von Speisen und Getränken bei verschiedenen Anlässen - Kennen und Berücksichtigen von Gepflogenheiten im Umgang mit Speisen in anderen Kulturen - Tischsitten in unterschiedlichen Kulturen - Internetknigge

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    34 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Der Schüler ist bereit und fähig, für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen und die Konsequen-zen dafür zu tragen. Sozial schädlichen Regelsetzungen in Peergroups kann er entgegentreten.

    Indikatoren Der Schüler

    • übernimmt Verantwortung für sich und andere.

    • vermeidet Gefährdungen der eigenen Person und an-derer.

    • übernimmt Verantwortung für vereinbarte Aufgaben.

    • übernimmt Verantwortung für anvertraute Materialien und Geräte.

    • verhält sich anderen gegenüber fair.

    • unterstützt Mitschüler bei Bedarf.

    Inhalte und Verfahren • Bewusstmachen von verlässlichem Handeln, Reflexi-

    on über Folgen von Pflichtverletzung • Vertrauensspiele • Aufbau von Unterstützungssystemen in unterschiedli-

    chen Fächern • Erstellen von Regeln zum fairen und verantwortungs-

    bewussten Umgang in der Klasse • Bewusstsein für Zusammenhänge zwischen Konsum

    und gesundheitlichen Auswirkungen • Suchtprävention • Regeln für den verantwortungsvollen Umgang mit

    Werkzeugen und Materialien

    Bausteine • Suchtprävention bei Alltagsdrogen • Diebstahlprävention • Wie leiste ich richtig Erste Hilfe? • Gewaltprävention • Miteinander Natur erleben • Wir sind eine Klasse • Im Angebot: Freundschaft • Bildung und Stärkung der individuellen Persönlichkeit • Gemeinsam – Alle sitzen in einem Boot • Begegnung mit Senioren • Gemeinsam sind wir stark • Im Angebot: Freundschaft • Leisten lernen

    Fundstellen (Literaturangaben siehe unter Arbeitsmaterialien)

    • PIT – 3.2 Themenbereich Sucht 3.3 Themenbereich Eigentum

    • Erlebnispädagogik, z. B. Gilsdorf: Kooperative Abenteuerspiele

    • BzgA Achtsamkeit und Anerkennung B7, B8 • Förderung von Lernkompetenzen, S. 506,

    S. 509 – 517 • MUT UE5 • Modus21 60 Beispiele im Überblick, Cornelsen Ver-

    lag: Modul 45, S. 193 – 198 (Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau)

    Verantwortungs- bewusstsein

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen 35

    Anregung zur Weiterarbeit – Verantwortungsbewusstsein

    Der Schüler ist bereit und fähig, für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen dafür zu tragen. Sozial schädlichen Regelsetzungen in Peergroups kann er entgegentreten.

    Inhaltliche, methodische und organisatorische Anregungen für Lehrer und Schüler

    Schulleben - Mitarbeit in der SMV - Mitorganisation von Klassenfahrten und Schulfeiern - Verantwortung für jüngere Schüler, Tutorensystem - Arbeitsgemeinschaften: Haustechnik, Physikwart, IT-Dienst - Pausenhofdienste

    Klassenleben/ Rituale

    - Klassenrat - Dienste/Ämter in der Klasse - Helfersystem, Schüler als Integrationshelfer - Gestaltung und Instandhaltung des Klassenzimmers

    Unterricht allgemein

    - Einhaltung von Terminen - zunehmende Eigenverantwortung für das Führen von Heften, Ordnern, Berufswahlpass - Kontrolle der Heftführung - bewusste Verantwortung für den Arbeitsplatz und intakte Arbeitsmaterialien - Verantwortung für eigenes Lernen durch offene Unterrichtsformen, Selbstkontrolle, Selbstbewertung - zunehmende Verantwortung für die Organisation in Gruppenarbeiten und Projekten

    Religion/Ethik - miteinander leben - freie Zeiten - den eigenen Weg suchen - der Mensch und seine Macht

    Deutsch - Diskutieren, Aufstellen und Einhalten von Klassenregeln

    Mathematik - eigenverantwortliches Vorbereiten auf Prüfungen in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit - Helfersystem

    Englisch - eigenverantwortliches Vokabellernen mit Vokabelheft, Karteikasten, am Computer - zuverlässiges Mitbringen von und sorgsamer Umgang mit Materialien wie Wörterbuch, CD/MP3-Player

    PCB - sorgsamer Umgang mit Versuchsgeräten und Anschauungsmaterialien - Gesundheitserziehung: Ernährung, Sexualität, Bewegung - Pflege des Schulgartens - Langzeitversuche begleiten

    GSE - Verantwortlichkeit in der Familie - Bewusstsein für gesellschaftliche, politische Verantwortung als Nachbar, Wähler - solidarische Verantwortlichkeit in Vereinen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften - Ehrenamt als notwendiger Pfeiler der Gesellschaft - internationale Verantwortlichkeit durch Pakte, Verträge und Globalisierung

    Sport - Helfen und Sichern beim Geräteturnen, an der Kletterwand, im Hochseilgarten - Verantwortung beim Geräteaufbau und -abbau - Partnerschaft beim Abenteuerparcours oder bei erlebnispädagogischen Aktivitäten

    Musik/Kunst - Verantwortungsbewusstsein für eine Gruppe im Orchester, im Chor, in der Theatergruppe - sorgfältiger Umgang mit Musikinstrumenten

    AWT - eigenverantwortliche Bewerbung um eine Praktikums- oder Lehrstelle - Kenntnis von Arbeitsrecht und Arbeitsschutzgesetzen - verantwortlicher Umgang mit den eigenen finanziellen Mitteln: Schuldenfalle - Verantwortung für den Arbeitsplatz in der Arbeitswelt - solidarisches Verhalten unter Arbeitnehmern

    Praktische Fächer

    - Verantwortung für den eigenen Arbeitsplatz im Fachraum - Übergabe von Verantwortung für Geräte und Materialien an Schüler - verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln - beim Anfertigen von Werkstücken auf eigene Gesundheit und Verletzungsgefahr anderer achten - Kenntnis und Verstehen von Arbeitsschutzgesetzen und Sicherheitsvorschriften - Wartung und Pflege technischer Geräte - Verantwortungsübernahme in einer Übungsfirma

  • Soziales Lernen in der Mittelschule

    36 www.isb-mittelschule.de – Soziales Lernen

    Schwerpunktbildung im Schulleben

    z. B. Inhalt im Fach Deutsch

    z. B. Methodische Weiterführung im Fach Mathematik

    z. B. Vertiefung in den Fächern Religion/Ethik

    z. B. Anwendung im Sportunterricht

    z. B. Übertragung in das Fach GSE

    z. B. Auswirkung auf das Lehrer-Schüler-Verhältnis in PCB

    z. B. Umsetzung im Berufsorientierenden Zweig

    Weiterführung/Anwendung im Alltag durchSchwerpunktbildung im Fachunterricht

    Fokussieren/Int