Stabi Jahresbericht 2010

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Jahresbericht der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

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  • 1. Jahresbericht 2010

2. Inhalt12EditorialBestandsentwicklung4 Projekt NS-Raubgut5 Informationsdienste6 Hamburg University Press8 Service 10 Gebude und Einrichtung 11 Bibliothekssystem Universitt Hamburg 12 Landesbibliothek 14 Hamburger Adressbcher im Netz 16 Sondersammlungen 19 Linga-Bibliothek der Freien und Hansestadt Hamburg 20 Bundesweite Literaturversorgung Sondersammelgebiete 22 ffentlichkeitsarbeit 24 Statistik 25 Mitarbeit in Gremien 26 Referenten und Fachreferate 27 Verffentlichungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 28 Lehrveranstaltungen, Vortrge und Kongressbeitrge 30 Die SUB und ihre Bestnde in der Fachliteratur 32 Ausstellungen, Tagungen, Veranstaltungen 34 Aus- und Fortbildung 34 Organisation und Struktur 36 Danksagung Jahresbericht der Staats- und Universittsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Anschrift:Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg Telefon:(040) 428 38 - 22 33 Telefax:(040) 428 38 - 33 52 E-Mail: auskunft@sub.uni-hamburg.de Internet: www.sub.uni-hamburg.de Erschienen im Juni 2011 Redaktion: Marlene Grau Fotos: Staats- und Universittsbibliothek Druck: Staats- und Universittsbibliothek Gestaltung: Philip Bartkowiak 3. Foto: Michael HeitmannLiebe Leserinnen und Leser,2010 hat die Staats- und Universittsbibliothek einen groen Schritt 2010 ging die neue Website der Staats- und Universittsbiblio-hin zur digitalen Landesbibliothek machen knnen. Von den viel thek an den Start. Sie dient nun nicht mehr wie viele Jahre all-gefragten Hamburger und Altonaer Adressbchern wurden alle seits auch im Bibliothekswesen blich der Unternehmenspr-Jahrgnge bis 1903 im Netz verffentlicht, dazu ein Querschnittsentation. Vielmehr ist es so, dass wir die Homepage als Einstiegaller in Hamburg und den frheren Vorstdten publizierten Adress-in die Bibliotheksbenutzung sehen, bei der es nur weniger Klicksund Fernsprechbcher des Jahres 1926. Dieses digitale Angebotbedarf, um die gewnschte Information(squelle) zu erreichen.wird kontinuierlich bis zur Mitte der 1970er Jahre vervollstndigt.Dementsprechend findet man auf der neuen Website der StabiMan kann in den Adressbchern nicht nur blttern, sondern auch bereits beim Start die wichtigsten Nutzungsziele: Recherche, Ser-gezielt und komfortabel suchen: alphabetisch nach Personen,vice, Bibliotheken und das Blog.Straen und Branchen sowie thematisch nach den reichhaltigen Unsere Website verbindet die sozialen Netzwerke (Weblog,beschreibenden Teilen der Adressbcher, nach Verkehrsinforma-Twitter und Facebook) und die wissenschaftliche Gemeinschafttionen und Werbung. Weitere elektronische Angebote kommenmit den Angeboten der Bibliothek. Gleichzeitig leitet sie unserhinzu: die digitalisierten historischen Karten und die Netzausgabe Publikum hin zur Staatsbibliothek als einen realen, gern be-der Zeitschrift des Vereins fr Hamburgische Geschichte. Mehrsuchten Ort. Fr den Bereich Social Media hat die Bibliotheknoch: Digitale Adressbcher, Karten, Portraits, Bcher und Zeit- 2010 eine zustzliche Stelle eingerichtet, damit die Kommunika-schriften zu Hamburg-Themen werden knftig eingehen in ein tion im Netz mit unseren Nutzern professionell erledigt werdenInternetportal, in dem alle digitalen Quellen zur hamburgischenkann. Die wertschtzenden Rckmeldungen sind enorm. WirGeschichte und Landeskunde versammelt und gemeinsam durch- sprechen damit auch neue Kundengruppen an, die wir auf her-suchbar gemacht werden. Wir haben es HamburgWissen Digital kmmlichen Informationswegen nicht erreichen wrden.genannt. Das Projekt hat Ende 2010 begonnen. Die Staats- undUniversittsbibliothek fhrt es zusammen mit zahlreichen Koope-2010 wurde auch der erste groe Gruppenarbeitsraum durchrationspartnern des ffentlichen und privaten Sektors allen voranUmwidmung eines Lesesaals erffnet. Obwohl die Besuche undmit dem Staatsarchiv durch.Nutzungen im Netz stndig steigen und die NeunMillionen- Grenze im Jahr lngst berschritten haben, knnen wir auch2010 konnte das Hamburger Pflichtexemplargesetz, welches imber vermehrte reale Besuche in der Bibliothek berichten.brigen zu den ltesten in Deutschland gehrt (1696), um die Ab- Neben der Ausleihe von Medien und dem stillen Studieren in denlieferungspflicht von Netzpublikationen erweitert werden. So Leseslen ist der Bedarf an Pltzen fr gemeinsame Arbeit instellt die Staats- und Universittsbibliothek sicher, dass unab- Gruppen und fr das laute Lernen und Kommunizieren, ein-hngig von der Verffentlichungsform das in der Freien und hergehend mit einer hohen Verweildauer in der Bibliothek, wei-Hansestadt verlegte geistige Schaffen weiterhin annhernd voll-ter angewachsen. Die rumlichen Voraussetzungen aus denstndig knftigen Generationen berliefert werden kann. Die Ge-1970er Jahren entsprachen dieser Vernderung im Nutzerverhal-setzesnderung war dringend geboten, denn zunehmend erschei- ten schon lange nicht mehr. Ein Schwerpunkt der Bibliotheks-nen insbesondere wissenschaftliche Journale und Monographien entwicklung wird deshalb in den nchsten Jahren die Moderni-in digitalen Publikationsformen, ohne zugleich in gedruckter sierung und weitere rumliche Umgestaltung der Staats- undForm vertrieben zu werden. Es drohte ein Wissensverlust, den Universittsbibliothek zum lebendigen Lern- und Arbeitsort Bi-die Hamburgische Brgerschaft mit dieser Novelle umsichtig ab- bliothek, zum Marktplatz der Universitt mit noch grozgige-gewendet hat. Hamburg ist damit das dritte Bundesland, das ren ffnungszeiten sein.eine gesetzliche Ablieferung von Netzpublikationen vorsieht. Prof. Dr. Gabriele Beger Dirktorin der Bibliothek 4. BestandsentwicklungIhre Leistungsqualitt ist Ergebnis einer sorgfltigen Balance von Medienbeschaffung, Erschlieung und Service so lautet einzentraler Satz im Leitbild der Staats- und Universittsbibliothek. Am Anfang der bibliothekarischen Verwertungskette steht dieAuswahl und Beschaffung mit den Zielen, den aktuellen Bedarf an neuester Literatur- und Informationsversorgung zu decken und demInteresse knftiger Forschung gerecht zu werden, ohne dabei Pflege und Ausbau der historischen und landesbibliothekarischenBestnde aus dem Blick zu verlieren. Erwerbungsmittel mssen deshalb regelhaft, verlsslich und ausreichend zur Verfgung stehen.2010 war fr den Bestandsaufbau zweifelsohne ein erfolgreiches Fr E-Medien wurden 2010 25% des Erwerbungsetats eingesetzt,Jahr, was die verfgbaren Mittel, die Medienzahl und deren Viel- insgesamt 944.000 Euro. Diese Summe verteilt sich zu 47% auf E-falt betrifft. 3.705.000 Euro hat die SUB fr den Medienerwerb Zeitschriften, zu 34% auf Datenbanken und zu 19% auf E-Books.ausgegeben - eine beachtliche Summe, von der lediglich 48%aus dem verlsslichen, aber seit Jahren in der Gesamtsumme un-vernderten Wirtschaftsplan der Freien und Hansestadt HamburgE-Medien SUB HH 2010stammen. 52% der Mittel kamen 2010 aus anderen Quellen, dienach Typweder in ihrer Ergiebigkeit noch Verlsslichkeit gesichert sind.Die Sondersammelgebiete, die zu 75% von der Deutschen For-E-Zeitschriften 47%schungsgemeinschaft (DFG) und zu 25% aus Eigenmitteln finan- Datenbanken 34%ziert werden, machten 2010 ca. 13% des Erwerbungsetats aus. E-Books 19%Studiengebhren, die die Bibliothek auch 2010 fr den Erwerbvon Studienliteratur in gedruckter und elektronischer Form ein-gesetzt hat, nehmen den beachtlichen Anteil von 12% am Ge- Ein Blick auf die Herkunft der Mittel verdeutlicht, dass der regulrsamtbudget ein. Den aktuellen Etat ergnzte die SUB aus selbst zugewiesene Anteil aus dem Wirtschaftsplan der FHH nicht aus-erwirtschafteten Mitteln um zustzliche 18%, mit denen sie ge- reichen wrde, um das Angebot zu halten, geschweige denn zuzielt das E-Medienangebot und den Ausbau der historischen underweitern. 41% der eingesetzten Mittel sind Studiengebhren,landeskundlichen Sammlungen untersttzte.8% zentrale Mittel, die die Universitt der SUB zum gemeinsa- men Erwerb von E-Medien zur Verfgung stellt. Etwa die HlfteAuch 2010 waren weit ber die Hlfte der verfgbaren Mittel ge-der Mittel sind Eigenmittel der SUB. Enthalten ist hier eine ein-bunden, d. h. sie mussten fr Abonnements eingesetzt werden. malige Untersttzung, die die Bibliothek 2010 aus Rckstellun-Lngst gehen diese laufenden Kosten ber die Abonnements gen zur Aufrechterhaltung des elektronischen Angebots aufge-von gedruckten Zeitschriften und Serien hinaus und betreffen wendet hat.auch Lizenzen fr die Aktualisierung und Bereitstellung elektro-nischer Medien. 2010 waren allein 42% des Erwerbungsetats er-E-Medien SUB HH 2010forderlich, um die laufenden Zeitschriftenabonnements unab-Herkunft der Mittelhngig von ihrer Erscheinungsform zu finanzieren. 12% entfielen Eigenmittel 51%auf den Bezug von sogenannten e-only-Zeitschriften, 30% auf Studien-Zeitschriften, die gedruckt und immer hufiger parallel auchgebhren41%elektronisch publiziert werden. Die Entscheidung, ob eine Zeit- Universitt,Zentralmittel 8%schrift gedruckt und elektronisch oder nur elektronisch angebo-ten wird, kann nicht pauschal getroffen werden, sondern hngtvon unterschiedlichsten Faktoren ab. Die SUB und die Fachbe- Eine Verschiebung des Mitteleinsatzes zu Lasten der gedrucktenreiche der Universitt sind im regen Austausch darber, welche Medien hat 2010 nicht stattgefunden. 75% des Etats wurden weiter-Lsung die jeweils beste oder am besten akzeptierte im Biblio- hin fr Gedrucktes ausgegeben. Der Zugang mit ca. 61.000 Bndenthekssystem ist. ist konstant geblieben. Allein die Lehrbuchsammlung konnte einen2 Jahresbericht 2010 5. Zuwachs von 3.170 Bnden verzeichnen. Auch hier haben die Ob Lexika, Periodika oder Bibliographien, das Angebot konnteStudiengebhren ihren konsequenten Einsatz gefunden; jedesauch 2010 durch neue Online-Publikationen ergnzt werden. Dieaus Studiengebhren finanzierte Buch wird mit einem Aufkleber digitalisierte Ausgabe des wchentlich seit 1842 erschienenengekennzeichnet. In der Lehrbuchsammlung und im Lesesaal gibtenglischen Magazins Illustrated London News, welches dases Hinweise auf elektronische Ausgaben bzw. elektronische