Stabi Jahresbericht 2013

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Jahresbericht 2013 der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

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  • 1. Jahresbericht 2013

2. Bildnachweis: Philip Bartkowiak: Umschlag (Flohmarkt-Bcher), S. 4, 5, 9, 38 SUB, Dorothea Ahlers: S. 22 SUB, Markus Trapp: S. 8, 23, 25, 36 (links) SUB, Peter Voigt: S. 1, 10, 11, 14, 37 Uwe Franzen: S.36 (rechts) 1 Editorial 2 Bestandsentwicklung 4 Service 6 Web-Dienste 7 Digitalisierung 8 Hamburg University Press 9 Die SUB in Zahlen 11 HamburgLesen 2013 12 Landesbibliothek 14 Sondersammlungen 16 Bundesweite Literaturversorgung Sondersammelgebiete 18 Linga-Bibliothek der Freien und Hansestadt Hamburg 19 Bibliothekssystem 20 Schwerpunktthema Gesundheitsmanagement 22 ffentlichkeitsarbeit 24 Aus- und Fortbildung 25 Gebude und Einrichtung 26 Verffentlichungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 28 Lehrveranstaltungen, Vortrge und Kongressbeitrge 31 Danksagung 32 Gremienttigkeit 34 Die SUB und ihre Bestnde in der Fachliteratur 36 Ausstellungen, Tagungen, Veranstaltungen 39 Referenten und Fachreferate 40 Organisation Jahresbericht der Staats- und Universittsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Anschrift: Von-Melle-Park3, 20146 Hamburg Telefon: (040) 428 38-22 33 Telefax: (040) 428 38-33 52 E-Mail: auskunft@sub.uni-hamburg.de Internet: www.sub.uni-hamburg.de Erschienen im Juni 2014 Redaktion: Marlene Grau Gestaltung: Philip Bartkowiak Inhalt 3. Jahresbericht 2013 1 mit unserem Schwerpunktthema Gesundheitsmanagement lade ich Sie zu einem kurzen Blick hinter die Kulissen ein. Den Aufruf der Freien und Hansestadt Hamburg, das Jahr 2013 der betrieblichen Gesundheitsfrderung zu widmen, nehmen wir zum Anlass, ber unser seit Jahren bestehendes Konzept des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagements zu berichten. Gesundheitsmanagement ist eine zentrale Leitungsaufgabe. Die Schlagworte demografischer Wandel, Vernderungsprozesse und lernende Organisation sind tglich in der Presse zu lesen innerbetriebliches Gesundheitsmanagement ist eine Methode, diese Entwicklungen zu begleiten. In der SUB zhlen neben Ar- beitsschutz und -sicherheit Personalentwicklung und Gesundheits- frderung dazu. Eine Reihe von Manahmen insbesondere zum Arbeits- und Brandschutz ist gesetzlich vorgeschrieben. Unser An- satz leistet mehr: Wir wollen eine Balance zwischen den Menschen, den betrieblichen Anforderungen und der zu leistenden Arbeit herstellen. Unsere ber das gesetzlich Geforderte hinausgehenden Angebote dienen vor allem der Prvention, dem Wohlbefinden und der Anerkennung. Vernderungsprozesse bedeuten eine Herausforderung fr alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bibliotheken und ihre Dienst- leistungen und damit auch das Berufsbild verndern sich derzeit rasant. Die traditionelle wissenschaftliche Bibliothek mit Ausleihe, ruhigen Lesepltzen und flsternder Fachberatung war gestern. Heute sind Bibliotheken Orte des kollaborativen Arbeitens, der Kommunikation, der Recherche und Beratung, der langen ff- nungszeiten an allen Tagen der Woche und zahlreicher digitaler Angebote. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen sind gleichermaen davon betroffen. Auch wenn in unserem Hause eine hohe Vernderungsbereitschaft besteht, darf nicht verkannt werden, dass jede Vernderung, bis sie zur Routine wird, auch zu Mehrbelastungen fhren kann. Da- her war es fr uns wichtig zu erfahren, ob die Belegschaft sich ber die neuen betrieblichen Ziele informiert fhlt und hinter ihnen steht. Zugleich wollten wir gezielt Manahmen der betrieblichen Gesundheitsfrderung anbieten, um den Arbeitsvernderungen Rechnung tragen zu knnen. Im Rahmen des Hamburger Wett- bewerbs Bester Arbeitgeber erfuhren wir, dass die weitaus grte Anzahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mit der Bibliothek und ihren Zielen identifiziert und der Leser und die Leserin fr sie im Mittelpunkt ihres Wirkens stehen. Defizite hingegen wurden in der innerbetrieblichen Kommunikation er- kennbar. Fortan steht die Verbesserung der Kommunikation auf der Agenda. Der erste Schritt war eine Analyse und bereits im Jahr 2012 begannen wir mit der Umsetzung eines Kommunikations- konzepts. Dazu gehren die nunmehr alle zwei Jahre stattfinden- den Teamfeedbackgesprche unter externer Begleitung sowie Fhrungskrfteseminare. Mit dem Instrument des World-Caf ermittelten wir Bedarfe der Gesundheitsfrderung. Heute gibt es einen ganzen Strau an Angeboten zur Frderung der Gesundheit und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Im Jahr 2013 bekam die SUB das Hamburger Siegel Familienfreund- liches Unternehmen verliehen. Wir streben nun auch den Ham- burger Gesundheitspreis an, um nach wissenschaftlich anerkann- ten Kriterien unsere Manahmen der betrieblichen Gesundheits- frderung zum Wohle unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erweitern und zertifizieren zu lassen. Lesen Sie mehr dazu in unserer Rubrik Schwerpunktthema Gesundheitsmanagement. Mit herzlichen Gren Ihre Liebe Leserinnen und Leser, Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek 4. Anteil der E-Books am Kaufzugang 2 Jahresbericht 2013 Ausgewogener und bedarfsorientierter Bestandsaufbau ist eines der Ziele der SUB, das mageblich zur verlsslichen Lite- raturversorgung der Universitt und der Stadt mit wissenschaft- lich relevanten Medien beitrgt. Der Bedarf der Studierenden und Lehrenden ist ungebrochen hoch, das Angebot wchst un- vermindert an und die Notwendigkeit, eine Auswahl zu treffen, ist grer denn je. Der Medienwechsel vom gedruckten zum elektronischen Angebot schreitet voran, die elektronische Zeit- schrift ist fast schon eine Selbstverstndlichkeit die Nutzung des Volltextes is praktisch, ungeachtet aller Fragen zur Langzeit- archivierung. Die elektronische Einzelpublikation behauptet als E-Book zusehends ihre Existenz neben dem gedruckten Buch. Open-Access-Angebote gewinnen an Attraktivitt und generie- ren neue Erwerbungs- und Finanzierungsmodelle. Eine wissen- schaftliche Bibliothek von der Gre und Bedeutung der SUB muss diesen Entwicklungen Rechnung tragen und sich als akti- ver Partner innerhalb des Distributionsgeschehens positio- nieren, neben Wissenschaftlern, Studierenden, Verlegern, Buch- hndlern, Agenturen und Softwareentwicklern. berblick in Zahlen 2013 wurde der Erwerbungsetat fr gedruckte Publikationen erst- mals zugunsten von E-Books abgesenkt. 21.360 durch Kauf erwor- bene gedruckte Werke stehen 2.810 gekauften E-Books gegenber. Der Bestand wuchs um 52.609 gedruckte Bnde und 33.015 elek- tronische Dokumente. Knapp 3,5 Mio. Euro standen fr den Medien- erwerb zur Verfgung, davon entfielen 1,2 Mio Euro auf Lizenzen. Die Umschichtung der Erwerbungsmittel zugunsten elektronischer Medien hat einen deutlichen Kauf-Rckgang von gedruckten Mono- graphien und Lehrbchern zur Folge; dies gleichen die gekauf- ten E-Books nicht zahlenmig aus, sondern mit ihrer Nutzungs- intensitt: E-Books sind meist teurer als gedruckte Bcher, wechseln aber schneller und hufiger den Leser und ersetzen bei hufig verlangten Lehrbchern die Mehrfachexemplare. Der Anteil der fr Zeitschriften, Fortsetzungen und Datenbanken gebundenen Ausgaben steigt seit 2010 an und lag 2013 bei 64,4%. Die Anschaffung neuer E-Medien fhrt zu wachsenden Lizenz- verpflichtungen, und es bedarf auf Dauer auch hier der Regulie- rungen, wie sie fr Zeitschriften und Fortsetzungen schon seit Jahren bestehen: kauft man ein neues Produkt, muss ein ande- res abbestellt werden. Die Weiterfhrung bestehender Lizenzen wird verstrkt von der Nutzung abhngig sein, um Spielraum fr eine bedarfsorientierte Bestandsentwicklung zu behalten. Elektronische Medien Aller Euphorie zum Trotz ist der Weg zum Aufbau der elektronischen Bibliothek recht steinig, Beschaffungsmodelle und Nutzungsmoda- litten sind komplex. Vertraglich festgelegte Nichtkndigungs- quotierungen fr gedruckte Zeitschriften bei Zeitschriftenpaketen, die gedruckte und elektronische Versionen enthalten, oder erfor- derliche Mehrfachlizenzierungen fr Studienbcher belasten den Erwerbungsetat erheblich. Nicht selten stehen technische oder vertragsrechtliche Einschrnkungen der ungehinderten Nutzung im Netz entgegen. Umso erfreulicher ist es, wenn Verlage den Lesern gestatten, einzelne Kapitel eines E-Books oder das ganze E-Book herunterzuladen, wie es seit 2013 bei SpringerLink-E-Books mglich ist; fr das Bibliothekssystem sind bereits seit 2006 smtliche deutschsprachigen Pakete aller Fcher und englisch- sprachige Fcherpakete in Auswahl lizenziert. Fr die Literaturversorgung beschreitet die SUB auch finanziell und technisch neue Wege. Marktbeobachtung, Pflege der Liefe- rantenbeziehungen und innovative Geschftsmodelle bei der Lite- raturbeschaffung und -bereitstellung gehren dazu, z.B. kunden- gesteuerte Erwerbung von E-Books (PDA-Modelle) sowie verteilte Finanzierungsmodelle fr Open-Access-Publikationen. Bestandsentwicklung Mit ber 5 Millionen Medien ist die SUB Hamburg die wissenschaftliche Grobibliothek Norddeutschlands. Der jhrliche Zuwachs allein an Printmedien umfasst anderthalb Regalkilometer. Kauf gedruckte Monographien Kauf elektronische Monographien % E-Medienanteil (Gesamtausgaben) 2011 2012 2013 26.450 2.630 23.730 21.360 2.8102.990 12,5% 13,1%10% 5. Jahresbericht 2013 3 Auf neuen Wegen mit PDA Erste Schritte zur kundengesteuerten Erwerbung (Patron Driven Acquisition) hat die SUB 2013 mit einer sog. Evidence-Based- Selection gemacht: 180 E-Handbooks vom SAGE-Verlag standen fr sechs Monate den Nutzern ber den Campus-Katalog zur Ver- fgung. Nach Ablauf der Frist wurde anhand der Nutzungszahlen entschieden, welche dieser E-Handbooks tatschlich gekauft wer- den: 27 stark genutzte Titel wurden in den Bestand bernommen. Vor diesem Hintergrund hat sich die SUB 2013 fr ein umfngliches, verlagsbergrei- fendes PDA-Modell entschieden, das 2014 zur Anwendung kommen wird und ca. 26.000 Titel im Katalog an- zeigen soll. Tatschlich erworben werden dann nur die wirklich genutzten Titel in einem vorher festgelegten Kostenrahmen. Open Access: der freie Zugang zu Forschungswissen hat seinen Preis Die SUB wird sich an der Finanzierung des innovativen Open- Access-Pilotprojekts SCOAP3