Steckbrief Prüffläche · PDF file 2017-04-10 · Nordwesten, da 200...

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  • Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald Offenlagefassung FNP-Teilfortschreibung Windenergie – Steckbrief 01 Windeck Stand: 23.01.2015

    Dipl.-Ing. H. Dietrich Freier Landschaftsarchitekt Schwimmbadstr. 23 79100 Freiburg S. 1 von 6

    01 Steckbrief Prüffläche „Windeck“, Gemeinde Hinterzarten

    Änderungen nach Beteiligung gem. § 3 (1) und § 4 (1) BauGB:

    Reduzierung der Teilfläche Nordwest am Südrand wegen Richtfunk. Zugleich Erweiterung dieser Teilfläche nach Nordwesten, da 200 m-Vorsorgeabstand zum NSG nicht pauschal abgezogen werden darf.

    Angaben zur Prüffläche

    Gemarkung: Hinterzarten Windgeschwindigkeit in 100 m ü.G.: von 5,25 bis 5,75 m/s

    Windhöffigkeit: < 80 % EEG-Referenzertrag

    (x) nutzbar ( ) gut nutzbar ( ) sehr gut nutzbar Lage: Südwestlich von Hinterzarten

    Größe: Nordwest: 8,6 ha, Teilfläche Südost: 1,9 ha

    Anzahl möglicher WEA: Nordwest: 2 Anlagen, Südost: 1 Anlage

    Topographie: Kuppenlage, mäßig geneigt, ca. 1.100-1.190 m NN

    Raumordnung, weitere Prüf- und Restriktionskriterien:

    Regionalplan: keine entgegenstehenden Vorgaben

    Naturschutzgebiete: NSG „Bitzen“ nördlich angrenzend

    Natura 2000: nordwestliche Teilfläche im 700m-Puffer um Vogelschutzgeb. "Südschwarzwald"

    Landschaftsschutzgebiete: "Breitnau-Hinterzarten"

    Wasserschutzgebiete: WSG "Hugenbergquelle", Schutzzone II grenzt an

    Waldschutzgebiete: Erholungswald (§ 33 LWaldG)

    Sonstiges: Sendemast ca. 100 m nordöstl. der Teilfläche NW / Richtfunkstrecke des SWR

    Nutzung: Wald

    FNP-Darstellung: Wald

    Erschließungsaufwand: mittel bis hoch (auszubauende kurvige Wege in z. T. steilem Gelände)

    Durch Zuwegung betroffen: LSG, NSG (TF Nordwest), ggf. Wasserschutzgebiet

    Netzanbindungskosten: ca. 2,56 Mio. €

    Bewertung der Schutzgüter und Prognose der Umweltauswirkungen

    Schutzgut Tiere und Pflanzen Konfliktpotential mittel (- hoch)

    Gesetzlich geschützte Biotope (§ 30 BNatSchG, § 32 NatSchG, § 30a LWaldG), Naturdenkmale (§ 28 BNatSchG):

    Im Gebiet liegen keine geschützten Biotope oder Naturdenkmale.

    gering

    Habitatausstattung: Innerhalb der Prüffläche altersgemischter Fichtenforst. In der Umgebung ebenfalls großflächig Nadelwald, aber auch Bereiche mit Bergmischwald, u. a. im NSG Bisten und südlich der Teilfläche SO.

    mittel (bis hoch entlang der Zuwe- gung durch das NSG Bisten)

  • Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald Offenlagefassung FNP-Teilfortschreibung Windenergie – Steckbrief 01 Windeck Stand: 23.01.2015

    Dipl.-Ing. H. Dietrich Freier Landschaftsarchitekt Schwimmbadstr. 23 79100 Freiburg S. 2 von 6

    Windenergieempfindliche Vogelarten: TF Nordwest liegt innerhalb des Vorsorgeab- stands zum Vogelschutzgebiet mit windkraftempfindlichen Vogelarten. TF Nordwest grenzt an Naturschutzgebiet „Bisten“. Innerhalb des 1000 m-Radius um die Prüffläche konnten Rotmilan, Wanderfalke und Graureiher beobachtet werden. Revierzentren wurden nicht festgestellt. Besonders die Offenlandbereiche am Rand des 1000 m- Radius um die Prüffläche wurden von Rotmilan und Graureiher als Nahrungshabitat genutzt. Keine Überflüge über die Prüffläche zu verzeichnen. Die Habitatausstattung lässt in anderen Jahren ein vermehrtes Auftreten windkraftsensibler Arten vermuten.

    Auerhuhn: TF Nordwest: „unproblematisch bis weniger problematisch“, TF Südost: „weniger problematisch“

    mittel

    Windenergieempfindliche Fledermausarten: Beide Teilflächen mit überwiegend Nadelmonokultur und damit sehr geringem Quartierpotential. Von potentiellem Lebens- raumverlust betroffen sind Fransenfledermaus, Bechsteinfledermaus, Braunes Langohr, Bartfledermaus, Kleinabendsegler sowie Abendsegler. Ein hohes Kollisionsrisiko be- steht besonders für die Zwergfledermaus und Kleinabendsegler, mittleres Risiko für Rauhhautfledermaus, Nordfledermaus, Zweifarbfledermaus und Mopsfledermaus.

    mittel,

    unter Berücksichtigung von Vermei- dungsmaßahmen (Abschaltzeiten)

    Generalwildwegeplan: nicht betroffen nicht gegeben

    Schutzgut Boden Konfliktpotential mittel

    Flachgründige Braunerde / Ranker mit mittlerer Bedeutung für die Bodenfunktionen natürliche Bodenfruchtbarkeit, Ausgleichskörper im Wasserkreislauf und Filter und Puffer für Schadstoffe.

    kleinflächiger Verlust am Anlagen- standort (Fundament); Eingriff durch Erschließung noch nicht absehbar.

    Schutzgut Wasser Konfliktpotential mittel

    Oberflächengewässer: Es liegt kein Oberflächengewässer innerhalb der Prüffläche. nicht gegeben

    Grundwasser (Stoffimmissionen): bauzeitliche Gefährdung durch Abtrag der Deck- schichten und Fundamenterrichtung in unmittelbarer Nähe zur WSG-Zone II. Gegebe- nenfalls ist Ausbau der Zuwegung durch das WSG erforderlich.

    mittel bis hoch

    Schutzgut Klima / Luft Konfliktpotential keines

    Örtliche Luftqualität /Klimatische Verhältnisse u. Funktionen werden nicht beeinträchtigt. nicht gegeben

    Schutzgut Landschaftsbild / Erholung Konfliktpotential hoch

    Eigen- und Erholungswert der Landschaft (Fläche und Umfeld):

    Im Hochschwarzwald insgesamt hoch; zwischen Höllental, Titisee und Feldberg großes unzerschnittenes Waldgebiet mit hohem Naturerlebnispotential und "Naturhighlights" wie dem Hinterzartener Moor, Mattisleweiher, Naturschutzgebiete Bisten und Eschen- grundmoos innerhalb des 3 km-Radius um die Prüffläche. Mäßige Vorbelastung durch Sendemast auf dem bewaldeten Windeck.

    sehr hoch

    Sichtbarkeitsanalyse, quantitativ:

    a) im 3 km-Wirkraum: nur ca. 11 % der Gesamtfläche (hoher Waldanteil!), zzgl. 3,0 % Siedlungsfläche

    b) im 6 km-Wirkraum nur stichprobenhafte Analyse: große Sichtbereiche v. a. in nördli- cher Richtung (Offenland um Breitnau), außerdem teilweise sichtbar vom Südostufer des Titisees, sowie Bereich Altglashütten, Feldberggipfel und Hinterwaldkopf (jew. ca. 4- 5 km entfernt).

    mittel bis hoch

    Sichtbarkeitsanalyse, qualitativ: Die wenigen Sichtbereiche in der Nah- und Mittelzo- ne bis 3 km sind auf Grund ihrer Abgeschiedenheit und Störungsarmut besonders emp- findlich bezüglich naturbezogener Erholungsnutzung.

    hoch

    Visuelle Fernwirkungen (Sichtbeziehungen außerhalb 6 km-Radius): nach Süden abgeschirmt vom Feldbergmassiv; im Osten in ca. 8 km Entfernung Aussichtsturm auf dem Hochfirst mit 360° Panoramablick. Von dort hervorzuhebender Blick über den Titisee auf den Landschaftsausschnitt zwischen dem tiefen Einschnitt des Höllentals und dem hohen Feldbergmassiv, mit der Prüffläche Windeck im Zentrum des unzer- schnittenen Raumes. Auch aus nördlichen Richtungen (Bereiche Weißtannenhöhe,

    hoch

  • Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald Offenlagefassung FNP-Teilfortschreibung Windenergie – Steckbrief 01 Windeck Stand: 23.01.2015

    Dipl.-Ing. H. Dietrich Freier Landschaftsarchitekt Schwimmbadstr. 23 79100 Freiburg S. 3 von 6

    Breitnau, Thurner) liegt die Prüffläche in der Sichtachse auf den Feldberg.

    Spezifische Erholungseinrichtungen/-schwerpunkte:

    Teilfläche Nordwest in großflächigem Erholungswald, TF SO von Erholungswald um- ringt. Tangierte Fernwanderwege: Westweg verläuft um die Prüfflächen. Tourismus- schwerpunkt und Kurort Hinterzarten mit zahlreichen Wanderwegen und Loipen.

    hoch

    Schutzgut Kulturgüter und sonstige Sachgüter Konfliktpotential keines

    Kulturdenkmäler / Bau- und Bodendenkmäler: keines betroffen nicht gegeben

    Schutzgut Mensch Konfliktpotential gering

    Belange des Immissionsschutzes: Die Mindestabstände zur Einhaltung der Grenzwerte nach TA Lärm werden mit einem erweiterten Vorsorgeabstand eingehalten. Am Stand- ort insgesamt geringe Betroffenheit von Wohngebäuden, die z. T. nur zeitweise genutzt werden (Ferienhaus).

    gering

    Zusammenfassung der Umweltprüfung

    - hohes Risiko bezüglich Landschaftsbild und naturbezogener Erholung

    - Lage im größten unzerschnittenen Raum des Verbandsgebietes

    - der Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes "Breitnau-Hinterzarten" wird durch die große Exponiertheit erheblich und nachhaltig beeinträchtigt

    - auszubauende Zuwegung ggf. durch Naturschutzgebiet und/oder Wasserschutzgebiet

    - Nähe zu Naturschutz- und Vogelschutzgebiet

    Der Ausweisung einer Konzentrationszone für Windkraftanlagen stehen nach derzeitigem Kenntnisstand erhebliche Umweltbelange entgegen.

  • Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald Offenlagefassung FNP-Teilfortschreibung Windenergie – Steckbrief 01 Windeck Stand: 23.01.2015

    Dipl.-Ing. H. Dietrich Freier Landschaftsarchitekt Schwimmbadstr. 23 79100 Freiburg S. 4 von 6

    Risikoanalyse Schutzgut Landschaft

  • Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald Offenlagefassung FNP-Teilfortschreibung Windenergie – Steckbrief 01 Windeck Stand: 23.01.2015

    Dipl.-Ing. H. Dietrich Freier Landschaftsarchitekt Schwimmbadstr. 23 79100 Freiburg S. 5 von 6

    Ausschluss- und Restriktionskriterien zur Beachtung in der weiteren Planung

  • Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald Offenlagefassung FNP-Teilfortschreibung Windenergie – Steckbrief 01 Windeck Stand: 23.01.2015

    Planungsbüro Dipl.-Ing. U. Ruppel Eichbergweg 7 79183 Waldkirch S. 6 von 6

    Empfehlung der Planer zur Gesamtabwägung / Eignu