STEIRISCHER Haus-Sanierungs- Ratgeber - Steiermark · PDF file Das Land Steiermark...

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    09-Aug-2020
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  • STEIRISCHER

    Haus-Sanierungs- Ratgeber

    LEBENSRESSORT

  • Vorwort

    Liebe Steirerinnen, liebe Steirer!

    Der nächste Winter kommt bestimmt – und ein warmes Zuhause verursacht oft hohe Energiekosten. Dass das nicht sein muss, zeigen uns moderne Wohnbauten, bei denen neu entwickelte Bauprodukte und Technologien eingesetzt werden. So ver- braucht beispielsweise ein vor 1980 erbautes Wohnhaus rund 4x mehr Energie als nötig!

    Aus diesem Grund hat das Land Steiermark die Aktion „Minus 70 Prozent“ ins Leben gerufen.

    In der Regel werden bei Gebäuden alle 30 Jahre umfangreiche Sanierungen notwendig. Diese Arbeiten bieten die ideale Gelegenheit, in „einem Aufwaschen“ auch gleich den Energie- verbrauch der Immobilie um bis zu 70% zu senken und dabei den Wohnkomfort zu steigern. Das Land Steiermark unterstützt dieses Vorhaben mit attraktiven Förderungen für Wohnungs- bzw. Hausbesitzer und Mieter.

    Alles, was Sie dafür wissen müssen, finden Sie in diesem Haus-Sanierungs-Ratgeber – über- sichtlich geordnet nach Themengebieten und ergänzt durch Ansprechpartner und erfolgreich umgesetzte Praxisbeispiele.

    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Sanieren und ein großes Plus an Lebensqualität in Ihren vier Wänden!

    Ihr Landesrat

    Johann Seitinger

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  • InhaltInhalt

    04 Wärmedämmung

    Gut verpackt: Optimale Wärmedämmung bei Boden, Dach und Fassade spart Heizenergie und hebt den Wohnkomfort.

    10 Fenstersanierung

    Durchblick: Neue Fenster sparen bis zu 30% Heizkosten!

    16 Heizen

    Komfort: Welche Heizung passt zu mir?

    34 Stromsparen

    Strom: Zu wertvoll zum Verschwenden!

    Solarenergie Spar mit Solar – kostenlose Energie von der Kraft der Sonne. 26

    3

    Thermografie Energie-Check: Aufnahmen mit der Wärmebildkamera

    enttarnen Wärmebrücken. 30

    IMPRESSUM: Herausgeber/Konzeption/Satz/Layout/Grafik: josefundmaria, Die Werbeagentur, Weinholdstraße 20a, 8010 Graz Fotos: AEE INTEC, Big Shot, gettyimages, Grazer ENERGIEAgentur, Katzbeck Fenster, LandesEnergieVerein, Odörfer, Schiffer Druck: Druckhaus Thalerhof, Graz Erscheinungsort: Graz Quelle: Land Steiermark Druck- und Satzfehler vorbehalten. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben ohne Gewähr. Oktober 2007

    In Zusammenarbeit mit:

    Infos: www.wohnbau.steiermark.at

    Infostelle: Dietrichsteinplatz 15 A-8011 Graz Tel.: 0316/877 DW 3713 oder 3769

    Öffnungszeiten: Mo-Do von 8.00 bis 16.00 Uhr Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr

    Wohnbauförderung

  • Wärmedämmung

    Gut verpackt:

    Optimale Wärmedämmung bei Boden, Dach und Fassade spart Heizenergie und hebt den Wohnkomfort.

    Ein großer Teil der steirischen Wohngebäude weist bei der Wärmedämmung ein enormes Verbesserungspotenzial auf. Bei geringer oder ganz fehlender Dämmung geht die Wär- me über Boden, Außenwand und Dach bzw. Dachbodendecke verloren. Die Folge: Ober- flächen fühlen sich kalt an. Wenn die Tem- peratur der Außenflächen sogar unter den kritischen Kondensationspunkt sinkt, kommt es zur typischen Schimmelbildung an Außen- ecken oder Fensterleibung. Meist wird mehr geheizt, um dieses unbehagliche und unge- sunde Wohnklima zu vermeiden. Das kostet Geld und belastet die Umwelt.

    4

    Bei Dämmung der Außenwand in Kombination mit einem Fenstertausch sollte immer zuerst das neue Fenster eingebaut und erst danach die Dämmung angebracht werden. Auf diese Weise überlappt die Dämmung den Fensterstock um zwei bis drei Zentimeter und reduziert damit eine unnötige Schwachstelle. Neue Fenster sollten immer bündig an die Außenmau- erkante gesetzt werden; die Leibung ist vorher unbedingt zu verputzen. Fenstertausch und Wärmedämmung der Außenwände sollten gemeinsam erfolgen!

    TIPP Die richtige Reihenfolge!

    Bild links: Gesundheitsschädlicher Schimmel an den Wänden

    Bild rechts: Kondenswasser im Randbereich des Fensters

  • Kellerdecke

    Die Montage von 8-10 cm Dämmplatten an der Deckenuntersicht im Keller ist kostengünstig und relativ einfach durchzuführen.

    Decke zum Dachboden

    Mit der Aufbringung von 20-24 cm Dämmstoff an der Deckenoberseite (z.B. Dachboden- dämmelemente mit begehbarer Abdeckung) erzielen Sie die effektivste Wirkung. Wichtig: Dampfbremse nicht vergessen!

    Dachschrägen

    Am sinnvollsten ist eine Aufdoppelung der Dach- sparren und der Einbau von insgesamt mindes- tens 24 cm Dämmung; dies macht jedoch eine neue Dachdeckung notwendig. Bei einer Innen- dämmung geht etwas Platz verloren, aber durch den sorgfältigen Einbau einer Dampfsperre wird gleichzeitig die Luftdichtheit des Gebäudes we- sentlich verbessert.

    Außenwände

    Die außenseitige Dämmung sollte mit 12-14 cm Vollwärmeschutz erfolgen. Dabei ist auf eine ausreichende Dämmung von Fensterleibungen und Sockelbereichen zu achten!

    5

    Vorher:

    Nachher:

    Ersparnis:

    jährliche Energiekosten ¤ 2.500,-

    jährliche Energiekosten ¤ 1.500,-

    ¤ 1.000,- /Jahr

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    5

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    1: Bodenbelag 2: Unterlagsmatte 3: Estrich 4: Ausgleichsfolie 5: Mineralwolle 6: Betondecke 7: Polystyrol expandiert 8: Innenputz 9: Mauerwerk 10: Gasbetonstein 11: Teerpappe 12: Wärmedämmung 13: Außenputz armiert

    5 4

    3

    2

    1

    1: Deckenputz 2: tragende Decke 3: Dämmstoff 4: begehbare Platte oder Estrich 5: hochgezogene Dämmung

    Basis: Einfamilienhaus mit 130 m2 Wohnnutzfläche*

    * Wärmedämmung ohne Sanierung oder Tausch der Fenster **Alle Zahlen gerundet

    **

  • Wärmedämmung

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    IM ÜBERBLICK:

    Anbieter:

    Kostenaufwand:

    Vorteile:

    Einfache Wärmedämmungen können selbst eingebaut werden (z.B. Kellerdecke oder Dachbodendecke). Die Fassadendämmung wird meist von Baumeistern hergestellt, Innenausbauten bieten Zimme- reien und Trockenbaufirmen an. Mit der Wahl von einheimischen Dämmstoffen und Anbietern aus Ihrer Nähe fördern Sie die regionale Wirtschaft und tragen zu einer Reduktion der Transportwege bei.

    Richtig eingesetzte Wärmedämmung hebt nicht nur den Wohnkom- fort und den Wert des Gebäudes, sondern senkt auch den Ener- gieverbrauch und damit die Heizkosten. In vielen Fällen beträgt die Einsparung mehr als die Hälfte – deshalb rechnet sich die Investition in Wärmedämmung meist schon in weniger als fünf Jahren! Weiterer Pluspunkt: Weniger heizen bedeutet auch weniger Schadstoffaus- stoß.

    Kellerdecke: ¤ 25,- bis ¤ 40,- pro m2

    Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus:

    ca. ¤ 2.000,-

    Decke zum Dachboden: ¤ 30,- bis ¤ 50,- pro m2

    Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus:

    ca. ¤ 1.500,-

    Dachschrägen: ¤ 40,- bis ¤ 60,- pro m2

    (ohne Dachdeckung oder Innenausbau) Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus:

    ca. ¤ 2.500,-

    Außenwände: ¤ 70,- bis ¤ 120,-

    Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus:

    ca. ¤ 10.000,-

  • 7

    Förderungen: Das Land Steiermark fördert Dämmmaßnahmen im Rahmen der Wohnhaussanierung in Form von Annuitätenzuschüssen zu Darle- hen. Das Alter des Gebäudes ist für die Gewährung einer Förderung nicht relevant. Eine Benützungsbewilligung muss vorliegen.

    • Nicht rückzahlbarer Annuitätenzuschuss bei Energie spar- enden und ökologischen Maßnahmen im Ausmaß von 15% auf Basis eines Bankdarlehens mit einer Verzinsung von 5%.

    Die Basisförderung für Wohnhaussanierung beträgt maximal ¤ 30.000,- je Wohnung. Durch Ökopunkte ist die Erhöhung der Förderung um jeweils ¤ 5.000,- möglich (Wärmedämmung bringt maximal 2 Ökopunkte).

    Für die Gewährung einer Förderung müssen ohne rechnerischen Nachweis folgende Mindestdämmstoffstärken eingehalten werden:

    • Kellerdecke, erdanliegende Fußböden und Wände: 6 cm

    • Oberste Geschoßdecke: 25 cm

    • Dachschrägen, Wände zum nicht beheizten Dachraum: 20 cm

    • Außenwand: 8 cm

    Weitere Informationen: www.wohnbau.steiermark.at

  • 8071 HAUSMANNSTÄTTEN FERNITZER STRASSE 25 Tel.: 0664 /1411773 Fax: 03135 /46569 E-Mail: [email protected] www. list-malerei.at

    FASSADEN RAUMGESTALTUNG VOLLWÄRMESCHUTZ GERÜSTUNG

    SCHÖNER LEBEN! Inh.: Daniel List

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