Strophenformen Deutsch Oberstufe / grn. Definition Strophe Aus mehreren Versen bestehende, sich...

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Strophenformen Deutsch Oberstufe / grn
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  • Strophenformen Deutsch Oberstufe / grn
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  • Definition Strophe Aus mehreren Versen bestehende, sich wiederholende metrische Einheit eines Gedichts
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  • Dreizeiler Deutsch Oberstufe / grn
  • Folie 4
  • Terzine Im ernsten Beinhaus war's, wo ich beschaute Wie Schdel Schdeln angeordnet passten; Die alte Zeit gedacht' ich, die ergraute. Sie stehn in Reih' geklemmt' die sonst sich hassten, Und derbe Knochen, die sich tdlich schlugen, Sie liegen kreuzweis, zahm allhier zu rasten. Entrenkte Schulterbltter! was sie trugen Fragt niemand mehr, und zierlich tt'ge Glieder, Die Hand, der Fu, zerstreut aus Lebensfugen. Goethe / Bei Betrachtung von Schillers Schdel
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  • Terzine Im ernsten Beinhaus war's, wo ich beschaute Wie Schdel Schdeln angeordnet passten; Die alte Zeit gedacht' ich, die ergraute. Sie stehn in Reih' geklemmt' die sonst sich hassten, Und derbe Knochen, die sich tdlich schlugen, Sie liegen kreuzweis, zahm allhier zu rasten. Entrenkte Schulterbltter! was sie trugen Fragt niemand mehr, und zierlich tt'ge Glieder, Die Hand, der Fu, zerstreut aus Lebensfugen. Goethe / Bei Betrachtung von Schillers Schdel
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  • Dich hchsten Schatz aus Moder fromm entwendend Und in die freie Luft, zu freiem Sinnen, Zum Sonnenlicht andchtig hin mich wendend. Was kann der Mensch im Leben mehr gewinnen, Als dass sich Gott-Natur ihm offenbare? Wie sie das Feste lsst zu Geist verrinnen, Wie sie das Geisterzeugte fest bewahre. Goethe / Bei Betrachtung von Schillers Schdel
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  • Dich hchsten Schatz aus Moder fromm entwendend Und in die freie Luft, zu freiem Sinnen, Zum Sonnenlicht andchtig hin mich wendend. Was kann der Mensch im Leben mehr gewinnen, Als dass sich Gott-Natur ihm offenbare? Wie sie das Feste lsst zu Geist verrinnen, Wie sie das Geisterzeugte fest bewahre. Goethe / Bei Betrachtung von Schillers Schdel
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  • Merkmale Terzine dreizeilig fnfhebiger Jambus Kettenreim (= Terzinenreim oder geflochtener Reim)
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  • Vierzeiler Deutsch Oberstufe / grn
  • Folie 10
  • 1. Volksliedstrophe Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus dem Wiesen steiget der weie Nebel wunderbar. Matthias Claudius
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  • 1. Volksliedstrophe Der Mond ist aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weie Nebel wunderbar. Matthias Claudius
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  • In einem khlen Grunde Da geht ein Mhlenrad Mein Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat. Joseph von Eichendorff
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  • In einem khlen Grunde Da geht ein Mhlenrad Mein Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat. Joseph von Eichendorff
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  • Merkmale Volksliedstrophe meist vierzeilig berwiegend Kreuzreim alternierende Kadenzen meist dreihebig (aber auch vierhebig oder auch auftaktlos) generell gilt: Fllungsfreiheit mglich singbar
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  • 2. Chevy-Chase-Strophe Im Feld vor einem grnen Wald Rief Knecht und Reutersmann, Laut rief von Lothringen Renald: Wir wollen vorne dran. aus Des Knaben Wunderhorn
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  • 2. Chevy-Chase-Strophe Im Feld vor einem grnen Wald Rief Knecht und Reutersmann, Laut rief von Lothringen Renald: Wir wollen vorne dran. aus Des Knaben Wunderhorn
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  • Merkmale Chevy-Chase-Strophe vier- und dreihebige Verse alternieren mnnliche Kadenz ganzer oder halber Kreuzreim Fllungsfreiheit mglich Balladendichtung
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  • dt. Variante: Vagantenstrophe Es zog eine Hochzeit den Berg entlang, Ich hrte die Vgel schlagen, Da blitzten viel Reiter, das Waldhorn klang, Das war ein lustiges Jagen! Joseph von Eichendorff
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  • dt. Variante: Vagantenstrophe Es zog eine Hochzeit den Berg entlang, Ich hrte die Vgel schlagen, Da blitzten viel Reiter, das Waldhorn klang, Das war ein lustiges Jagen! Joseph von Eichendorff
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  • Merkmale Vagantenstrophe meist vierzeilig Wechsel von vierhebigen und dreihebigen Versen Kreuzreim oder halber Kreuzreim Kadenzen streng alternierend
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  • Merkmale Vagantenstrophe meist vierzeilig Wechsel von vierhebigen und dreihebigen Versen Kreuzreim oder halber Kreuzreim Kadenzen streng alternierend Differenz zur Chevy-Chase-Strophe?
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  • Merkmale Vagantenstrophe meist vierzeilig Wechsel von vierhebigen und dreihebigen Versen Kreuzreim oder halber Kreuzreim Kadenzen streng alternierend
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  • 3. Kirchenliedstrophe Wer reitet so spt durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er fasst ihn sicher, er hlt ihn warm. Johann Wolfgang von Goethe
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  • 3. Kirchenliedstrophe Wer reitet so spt durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er fasst ihn sicher, er hlt ihn warm. Johann Wolfgang von Goethe
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  • Merkmale Kirchenliedstrophe vierhebig und auftaktig Paarreim mnnliche Kadenzen
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  • 4. Romanzenstrophe Druben geht die Sonne scheiden, Und der mude Tag entschlief. Niederhangen hier die Weiden In den Teich, so still, so tief. Nikolaus Lenau, Schilflieder
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  • 4. Romanzenstrophe Druben geht die Sonne scheiden, Und der mude Tag entschlief. Niederhangen hier die Weiden In den Teich, so still, so tief. Nikolaus Lenau, Schilflieder
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  • Wie die Flamme scheu noch lodert, Von den Fluten rings belagert, Bis die traurig tote Kohle Leicht umschaukelt in dem Wasser. Clemens Brentano
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  • Wie die Flamme scheu noch lodert, Von den Fluten rings belagert, Bis die traurig tote Kohle Leicht umschaukelt in dem Wasser. Clemens Brentano
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  • Merkmale Romanzenstrophe vierfige Trochen Kreuzreim oder halber Kreuzreim (oder assonierend) alternierende Kadenzen sowohl Strophen- als auch Gedichtform
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  • 5. Strophe im 20. Jh.
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  • Sein Blick ist vom Vorbergehn der Stbe so md geworden, dass er nichts mehr hlt. Ihm ist, als ob es tausend Stbe gbe und hinter tausend Stben keine Welt. Rainer Maria Rilke, Der Panther
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  • 5. Strophe im 20. Jh. Sein Blick ist vom Vorbergehn der Stbe so md geworden, dass er nichts mehr hlt. Ihm ist, als ob es tausend Stbe gbe und hinter tausend Stben keine Welt. Rainer Maria Rilke, Der Panther
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  • Merkmale 20. Jahrhundert fnfhebiger Jambus Kreuzreim alternierende Kadenzen
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  • Achtzeiler Deutsch Oberstufe / grn
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  • Stanze Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten, Die frh sich einst dem trben Blick gezeigt. Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten? Fhl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt? Ihr drngt euch zu! nun gut, so mgt ihr walten, Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt; Mein Busen fhlt sich jugendlich erschttert, Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert. Goethe, Faust I, Zueignung
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  • Stanze Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten, Die frh sich einst dem trben Blick gezeigt. Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten? Fhl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt? Ihr drngt euch zu! nun gut, so mgt ihr walten, Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt; Mein Busen fhlt sich jugendlich erschttert, Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert. Goethe, Faust I, Zueignung
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  • Merkmale Stanze fnfhebiger Jambus Reimform: ab ab ab cc alternierende Kadenzen (bis auf cc) pointierter Schluss