suissetec Jahresbericht 2011

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Im suissetec Jahresbericht 2011 stehen die Themen Aus- und Weiterbildung, Nachhaltigkeit und Wahrnehmung im Zentrum. suissetec beleuchtet ein paar spannende Geschichten aus der Welt der Gebäudetechnik und lässt interessante Persönlichkeiten zu Wort kommen.

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  • Jahresbericht 2011

  • 100% skater.100% gebudetechniker.

    200% ich.

    gib alles.

    RZ_Suissetec_Ins_297x420_D-F-I.indd 1 30.03.10 10:14

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    Jahresbericht 2011

    Inhaltsverzeichnis

    EditorialPeter Schilliger Zentralprsident suissetec 5

    WahrnehmungFlorian Mller Vorbild mit Berufsstolz 7Die Goldene Spenglerarbeit beste Werbung fr den Beruf mit goldener Zukunft 8suissetec-Bildungszentrum Lostorf fr Zukunft gerstet 10Isopublic-Umfrage: Positive Botschaften entwickeln und verbreiten 12suissetec 2011 Teil 1 13

    Nachhaltigkeitsuissetec-Mitglied installiert Gebudetechnik im ersten alpinen Plusenergie-Hotel 15Energiewende verlangt nach Spezialisten 17suissetec 2011 Teil 2 18

    DienstleistungenDie Dienstleistungen von suissetec auf einen Blick 21suissetec 2011 Teil 3 24

    Aus- und WeiterbildungMeisterin sein heisst Vorbild sein 27Tessiner Erfolg an Schweizer Berufsmeisterschaften 28Persona-Seminare strken persnliche Kompetenzen 31suissetec 2011 Teil 4 32

    Finanzen / OrganisationFinanzkommentar 35Finanzbericht Bilanz 36Finanzbericht Erfolgsrechnung 37Berichte der Revisionsstellen 38Geschftsleitung 39Zentralvorstand 40Fachbereichsvorstnde / Kommissionen 41Impressum 43

    Dario Cao auf der Terrasse des mit dem Solarpreis ausgezeichneten Berghotels Muottas MuraglIm Jahr 2010 wurde das Berghotel Muottas Muragl ob Samedan vollstndig renoviert. Das Energiekonzept bercksichtigt die Vorgaben des Minergie-Labels. Bei der Planung und Umsetzung war suissetec-Mitglied Dario Cao, Inhaber des Puschlaver Haustechnikunternehmens Caotec, stark beteiligt. Der Spengler / Sanitr-installateur kennt sich mit Systemen fr erneuerbare Energien bestens aus. Sein Wissen und seine Erfahrung waren beim anspruchsvollen Projekt sehr gefragt. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 15.

  • Editorial

  • 4 | 5

    Das Jahr 2011 hat uns einschneidende Vernderungen beschert. Es darf zu Recht als Jahr des Wandels bezeichnet werden. Mit dem Atomausstieg haben Parlament und Bundesrat die Energiewende eingelutet, womit sich unsere Branchen mit gnzlich neuen politischen Vorgaben konfrontiert sehen. Dem Baugewerbe erffnen sich vllig neue Perspektiven.

    Die Gebudetechnik-Branchen nehmen eine Schlsselfunktion in der Schweizer Energie-zukunft ein. Das Energiesparpotenzial in der Gebudetechnik ist riesig: Fast 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der Schweiz entfallen auf das Heizen und Betrei-ben von Husern. Kommt hinzu, dass rund 1,5 Millionen Gebude sanierungsbedrftig sind es besteht somit ein gewaltiger Renovationsbedarf, der die Immobilienbesitzer und uns Gebudetechniker in den nchsten Jahren massiv beschftigen wird.

    Die energetische Sanierung des Schweizer Gebudeparks stellt eine riesige Chance fr das Schweizer Ausbaugewerbe dar. Die Arbeitnehmenden von Gebudetechnikunter-nehmen knnen sich auf hervorragende Berufsaussichten und die Generierung zustz-licher Arbeitspltze freuen. Es braucht jetzt top ausgebildete Gebudetechnik-Fach-leute und zwar vor allem Praktiker ! Denn vom Energieberater ber den Planer bis zum Installateur gehren sie zu den Hauptakteuren im Grossprojekt Energiewende.

    Fr suissetec bedeutet dies vor allem eines: Weiterentwickeln unserer Dienstleistungen. Dazu gehren ein zukunftsgerichtetes und topaktuelles Bildungsangebot sowie eine erstklassige Lernumgebung. Mit der Ende November abgeschlossenen Sanierung des Bildungszentrums Lostorf erreichen wir auch hier den geforderten Standard.

    Ein hheres Niveau streben wir auch beim Branchenimage an. Eine reprsentative Umfrage Anfang letzten Jahres hat gezeigt, dass wir als durchschnittlich wahrgenom-men werden und deutlich Steigerungspotenzial haben. Das war mit ein Grund, 2011 das Grossprojekt Image zu lancieren. Fr uns ist klar: Die Berufsgruppe der Gebudetech-niker verdient viel mehr Beachtung und Anerkennung durch die ffentlichkeit. Hheres Berufsansehen wird dazu fhren, dass junge Leute, die vor der Berufswahl stehen, ver-mehrt eine Grundbildung in diesem Bereich angehen. Ihre Motivation ist das Bewusst-sein, am energetischen Umbau unseres Landes mitzuwirken. Damit knnen sie mass-geblich dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen und die Energiewende zu schaffen.

    Im vorliegenden Jahresbericht lassen wir Persnlichkeiten zu Wort kommen, die sich intensiv mit genau diesen Themen beschftigen: Aus- und Weiter bildung, Nachhaltigkeit sowie Wahrnehmung. Viel Vergngen bei der Lektre !

    Peter SchilligerZentralprsident suissetec

    Das Jahr des Wandels

  • Wahrnehmung

  • 6 | 7

    Dass sich suissetec so fr die Berufs-Welt-meisterschaften engagiert, finde ich eine super Sache, meint Florian Mller. Er sehe darin die wunderbare Gelegenheit, fr die Gebudetechnikberufe bei den Jungen Werbung zu machen. Seine Silber medaille in London habe gezeigt, dass man auch in diesem Job sehr viel erreichen knne. Oft wird man ein wenig belchelt, wenn man sagt, man lerne Sanitr- oder Heizungsin-stallateur, sagt der Spengler-Sanitrin-stallateur aus Oensingen. Als Folge von Unwissenheit halte sich das Klischee vom reinen Abfluss-Entstopfer leider hartn-ckig: Unsere Berufe werden massiv un-terschtzt, ist Florian Mller berzeugt. Genauso ist er berzeugt, mit seiner Lauf-bahn in die Gebudetechnik den richtigen Weg gewhlt zu haben: Ich selbst stehe jederzeit hundertprozentig zu dem, was ich mache. Es brauche einiges an Wis-sen fr diese Berufe. Sehr oft staunten die Leute nicht schlecht, wenn er erzhle, was alles zu den Aufgaben seines Handwerks gehre. Ausserdem weiss Florian Mller um die vielen Weiterbildungschancen, die ihm nach der beruflichen Grundbildung offenstehen. Fr ihn ist klar, dass er mit der traditionellen Berufslehre als erstem Bildungsweg auf das richtige Pferd gesetzt hat, denn: Die Lehre bietet die ideale Basis, auf die man in der Zukunft etwas Schnes aufbauen kann.

    Florian Mller sorgt sich um QualittGerade weil er sein Handwerk so schtzt und sich um das Ansehen der Branche sorgt, denkt Florian Mller viel ber die Grnde nach, warum die Gebudetech-niker so um ihr Image kmpfen mssen: Mein Umfeld nehme ich so wahr, dass nicht alle Betriebe auf dem gleichen Quali-ttsniveau arbeiten. Qualittsmanagement hat meiner Meinung nach in unserer Bran-che noch grossen Nachholbedarf, meint er dazu. Das sei schlecht fr das Metier und schlecht fr die Berufe. Er findet, es

    sei zu einfach, auf selbststndiger Basis ein Sanitr- oder Heizungsfachgeschft zu betreiben. Ginge es nach ihm, wrde es dazu mindestens den Abschluss der Chef-monteurschule oder noch besser das Meis-terdiplom brauchen. Wir treffen immer wieder auf ungengende Installationen, bei denen an Material und Arbeitsauf-wand gespart wurde, rumt Mller ein. Auf diese Weise seien dann auch Preise mglich, zu denen fachlich einwandfreie Installationen kaum mehr machbar wren. Wir mssten mit den Kunden viel mehr ber Leistung und Qualitt reden knnen als ber die niedrigsten Preise. Das ist aber nur mglich, wenn alle Mitbewerber das gleiche Qualittsbewusstsein pflegen, sagt Florian Mller. Umso mehr sieht er in seinem Vizeweltmeister-Titel ein starkes Signal, dass sich Qualitt letzten Endes berall durchsetzt. In seinem Fall bis zur absoluten Weltspitze, wenn man unter 26 internationalen WM-Teilnehmern die Sil-bermedaille holt.

    suissetec belohnt grossartige LeistungAn der Herbst-Delegiertenversammlung 2011 hat die Verbandsfhrung erstmals einen Spezialpreis gestiftet. Damit wird jedem Medaillengewinner einer Berufs-WM der nchste Bildungsgang finanziert. Florian Mller ist der erste Nutzniesser dieses Sonderpreises und wird den Chef-monteur Sanitr am suissetec-Bildungs-zentrum Lostorf auf Kosten des Verbands angehen. Das Meisterdiplom mchte er natrlich gleich anhngen. Seine beruf-liche Zukunft sieht Florian Mller im Bil-dungsbereich oder in einer strategischen Funktion, die der Branche dient. Vielleicht sogar beim Verband ? Die Qualittsfrage seines Berufs liegt ihm sehr am Herzen und, wer weiss, vielleicht erhlt er dereinst sogar die Chance, sich fr seine Anliegen in entsprechender Position zu engagieren.

    Florian Mller ist 2011 Vize-Berufsweltmeister Sanitr Heizung geworden eine sensationelle Leistung und ein riesiger Erfolg fr die gesamte Schweizer Gebudetechnikbranche. Der 22-jhrige Spengler-Sanitrinstallateur ist stolz auf seinen Triumph, aber auch auf seinen Beruf. Mit der Silbermedaille setzt er ein starkes Signal, dass sich Qualitt letztlich durchsetzt.

    Unsere Berufe werden massiv unterschtzt

    Schweizermeisterschaften der Gebudetechnik als Schlssel zur WMDie Elite der angehenden Berufsleute der Schweiz misst sich alljhrlich an den Schweizermeisterschaften der Gebudetechnik. Die Bestplatzierten erhalten die Chance, sich fr die Berufs-WM WorldSkills nchstmals 2013 in Leipzig zu qualifizieren. Die kommenden Schweizermeisterschaften der Gebudetechnik finden vom 30. Oktober bis 2. November 2012 in Lugano statt.

    Informationen zu den Schweizermeister-

    schaften der Gebudetechnik finden Sie

    unter:

    http://meisterschaft.toplehrstellen.ch

    Florian Mllers Vize-Weltmeistertitel

    an den WorldSkills 2011 hat gezeigt,

    was man mit einem Beruf der

    Gebudetechnik alles erreichen kann.

  • Wahrnehmung

    Die Goldene Spenglerarbeit beste Werbung fr den Beruf mit goldener Zukunft

    Der Kongresssaal ist fr uns ein Symbol fr die grosse Zukunft des Spenglerbe-rufs, hebt Remo Wyss hervor. Fr ihn und seinen Vater Heinz Wyss beide Spengler-meister sei die Goldene Spenglerarbeit in erster Linie eine Genugtuung fr ihre Branche. Remo Wyss betont: Wir haben nicht teilgenommen, um uns persnlich zu profilieren, sondern weil wir finden, dass man Wettbewerbe wie die Goldene Spengl