Sylvette, Sylvette Picasso und das Modell 114 â€‍Picasso muss im himmel Jubilieren!“...

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    14-Jun-2020
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Transcript of Sylvette, Sylvette Picasso und das Modell 114 â€‍Picasso muss im himmel Jubilieren!“...

  • S y lv e t t e ,

    S y lv e t t e ,

    S y lv e t t e

    P i c a s s o

    u n d d a s

    M o d e l l

  • kunsthalle bremen

    Prestel münchen · london · new York

  • 8 Vorwort und dank Georg Abegg und Christoph Grunenberg

    22 ornamentale arabesken und „inauthentische“ linien: Picassos „ÉPoque sylVette“

    Christoph Grunenberg

    52 „maler sollen nur mit dem Pinsel in der hand nachdenken.“

    Pablo Picassos radierzyklus zu honorÉ de balzacs das unbekannte meisterwerk

    Anne Buschhoff

    60 die „PÉriode Françoise“ und das „lithograPhische Fieber“ Picassos

    Markus Müller

    84 der sylVette-zyklus gemälde und zeichnungen

    Vera Hausdorff

    114 „Picasso muss im himmel Jubilieren!“ interView mit sylVette daVid

    Detlef Stein

    144 und immer lockt das weib der wandel im Frauenbild der 1950er-Jahre

    Astrid Becker

    160 die blechskulPturen Pablo Picassos, Vallauris 1954–1965: design, materialien, exPerimente

    Diana Widmaier Picasso

    198 sylVette in beton Sylvia A. Antoniou-Nesjar

    210 Picassos die Frau mit dem schlüssel (1953/54) der bildhauer, sein modell und sein assistent

    Elizabeth Cowling

    224 Jacqueline oder die eheFrau als haremsdame Markus Müller

    242 die Picasso-connection der kunsthändler michael hertz und

    die Picasso-bestände der kunsthalle bremen Kai Hohenfeld

    258 auF den sPuren Picassos an der côte d’azur eine chronologie Kai Hohenfeld

    274 werkVerzeichnis der sylVette-serie 284 Verzeichnis der ausgestellten werke

    290 bibliograFie 292 namen- und sachregister 296 bild- und textnachweis

    298 imPressum

  • Mit Freundlicher Unterstützung

    Ermöglicht durch:

    NORDMETALL-Stiftung

    Mit freundlicher Unterstützung von:

    Die Sparkasse Bremen AG

    WESER-KURIER

    swb Vertrieb Bremen GmbH

    WFB Bremen – Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

    Medienpartner:

    Radio Bremen

    Ströer Deutsche Städte Medien GmbH

    Interview Deutschland

    Kulturpartner:

    NDR Kultur

    ARTE

  • 7

    Leihgeber

    sammlung dolores alvarez de toledo, Paris

    the art Institute of chicago Douglas Druick Stephanie D’Alessandro

    centre Pompidou, Paris. musée national d’art moderne/ centre de création industrielle Alfred Pacquement Brigitte Léal

    sammlung crosby coughlin Fine art, north salem, new York

    sylvette david / lydia corbett

    detroit Institute of arts Graham W. J. Beal Salvador Salort-Pons

    rinvel Fischer Foundation

    Fondation beyeler, riehen / basel Samuel Keller Ulf Küster

    sammlung Fondation hubert looser, Zürich

    Fundación almine y bernard ruiz-Picasso para el arte Almine und Bernard Ruiz-Picasso François Bellet Natalia Mikiszko

    Galerie Bruno Bischofberger, männedorf, schweiz Bruno Bischofberger Tobias Mueller Valerie Degoumois

    hamburger kunsthalle Hubertus Gaßner Karin Schick Andreas Stolzenburg

    the Israel museum, Jerusalem

    James S. Snyder

    Adina Kamien-Kazhdan

    kawamura memorial dIc

    museum of art, sakura

    Hideki Inouchi

    Takashi Suzuki

    mildred lane kemper art museum,

    washington university, saint louis,

    missouri

    Sabine Eckmann

    kode. art museums of bergen,

    sammlung stenersen

    Erlend G. Høyersten

    Knut Ormhaug

    krause kunsthandel, köln

    Hermann Krause

    kunsthaus Zürich

    Christoph Becker

    Philippe Büttner

    Hanspeter Marty

    kunstmuseum liechtenstein, Vaduz

    Friedemann Malsch

    kunstmuseum Pablo Picasso münster

    Markus Müller

    Ann-Kathrin Hahn

    kunstsammlungen chemnitz

    Ingrid Mössinger

    Kerstin Drechsel

    listasafn Íslands / national Gallery

    of Iceland, reykjavík

    Halldór Björn Runólfsson

    Dagný Heiðdal

    ludwig museum, koblenz

    Beate Reifenscheid-Ronnisch

    dimitri mavromatis, Genf

    lee miller archive

    Antony Penrose

    Ami Bouhassane

    mcnay art museum,

    san antonio, texas

    William J. Chiego

    musée Picasso, antibes

    Jean-Louis Andral

    musée Picasso, Paris

    Anne Baldassari

    Jean-Paul Mercier-Baudrier

    Hubert Boisselier

    museu Picasso, barcelona

    Bernardo Laniado-Romero

    museum Frieder burda,

    baden-baden

    Frieder Burda

    Judith Irrgang

    museum für kunst und Gewerbe

    hamburg

    Sabine Schulze

    Claudia Banz

    museum ludwig, köln

    Philipp Kaiser

    Stephan Diederich

    carl und sylvia nesjar sammlung

    the estate of arnold newman.

    courtesy of howard Greenberg

    Gallery, new York

    Howard Greenberg

    Nancy Lieberman

    marina Picasso sammlung.

    courtesy Galerie krugier & cie, Genf

    Evelyne Ferlay

    Privatbesitz. courtesy Guggenheim, asher associates, new York Barbara Guggenheim Abigail Asher Victoria Romeo Scinto

    Privatbesitz, barcelona. courtesy Galeria senda, barcelona Carlos Durán Basté Laura Tammen Luis Monferrer

    edward Quinn archive Ursula und Wolfgang Frei

    saint louis art museum Brent Benjamin

    sammlung nahmad, schweiz Helly Nahmad

    horst und Gabriele siedle- Kunststiftung, Deutschland Horst und Gabriele Siedle Eva Spitz

    sprengel museum hannover Ulrich Krempel Reinhard Spieler Carina Plath Karin Orchard

    staatliche museen zu berlin, nationalgalerie, museum berggruen Udo Kittelmann Kyllikki Zacharias Felicia Rappe

    takeshi Yamashita

    sowie zahlreiche private Sammler, die nicht genannt werden möchten

  • Seit 1955 gehört Pablo Picassos Porträt Sylvette vom 3. Mai 1954 zu den Hauptwerken in der Sammlung der Kunsthalle Bremen.

    Im Frühjahr 1954 lernte Picasso die junge Französin Sylvette David

    in Vallauris an der Côte d’Azur kennen. Die damals 19-Jährige

    verkörperte das Schönheitsideal und das neue Frauenbild ihrer Zeit

    und inspirierte den Maler zu einem umfangreichen Werkzyklus,

    der nach neuesten Forschungen rund sechzig Objekte in den ver-

    schiedensten Medien umfasst. Mühelos variierend zwischen realis-

    tischen Abbildungen und kubistischen Abstraktionen, schuf der

    damals 73-jährige Künstler Gemälde, Zeichnungen, Keramiken und

    bemalte Faltplastiken aus Metall – ein Höhepunkt der Serie.

    Die Sylvette-Reihe wurde zum ersten Mal im Sommer 1954 in Paris gezeigt, nur einen Monat nachdem Picasso sie beendet hatte.

    Schon damals war die Präsentation der Serie eine internationale

    Mediensensation: Zeitschriften aus der ganzen Welt berichteten

    von dem Aufeinandertreffen des Meisters der modernen Malerei

    und der jungen, attraktiven Frau in Vallauris.

    Sechzig Jahre nach ihrer Entstehung widmet die Kunsthalle

    Bremen den Sylvette-Porträts erstmals eine große Ausstellung. In der Rezeption des Spätwerks von Picasso blieb diese Werkgruppe

    relativ unbeachtet, trotz ihres bedeutenden Umfangs und der anfäng-

    lich enthusiastischen Aufnahme. Diese Vernachlässigung und kriti-

    sche Beurteilung durch Picasso-Experten fand vornehmlich aufgrund

    zweier Argumente statt: einem Mangel an emotionaler Verbindung

    mit dem Subjekt (Sylvette widerstand als eine der wenigen Frauen

    dem legendären Charme des Künstlers) sowie einer unvorteilhaften

    Nähe zum Zeitgeist, die der Picasso-Kenner William Rubin als

    „modische Attitüde“ beschrieb.

    Die Sylvette-Serie erlaubt einen einmaligen Einblick in den kreativen Denk- und Schaffensprozess des Künstlers während der

    1950er-Jahre. Gerade anhand dieser vernachlässigten Serie lässt

    sich die Dynamik zwischen emotionaler Beziehung und künstle-

    rischem Engagement im Wechselspiel mit historischem Kontext,

    Zeitstil und Mode entschlüsseln. Die Werke sind Resultat einer

    intensiven Auseinandersetzung mit dem Modell und bestechen durch

    die unmittelbare Direktheit des Ausdrucks, ohne – wie so oft –

    auf metaphorische Erhöhung oder historische Paraphrasen zurück-

    greifen zu müssen. Die Sylvette-Bilder haben diese „Dualität nicht nötig“, wie Pierre Daix feststellte, und sind Darstellungen einer

    jungen, attraktiven und natürlichen Frau im Kontext der „täglichen

    Wirklichkeit von Vallauris“. Während es trotz des seriellen Cha-

    rakters, auf den der Titel der Ausstellung anspielt, keine logische

    Progression gibt, demonstriert der Künstler doch seine gestalte-

    rische Virtuosität sowie stilistische Vielfältigkeit und etabliert

    die Sylvette-Serie als integrales Kapitel in Picassos Werk.

    Die Ausstellung stellt die Sylvette-Serie in den historischen Kon- text der 1950er-Jahre und präsentiert Picassos Spätwerk als greifbaren

    Ausdruck des ästhetischen und populärkulturellen Zeitgeistes.

    Georg Abegg Christoph Grunenberg

    VORWORT und

    DANK

  • 9

    Historische Fotografien geben

    faszinierende Einblicke in seinen

    Schaffensprozess sowie in die

    Mode und das Leben an der Côte