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    04-Mar-2016
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Informationen der pbr AG

Transcript of team@work 01/05

  • Wenn Mauern reden knnten, mit diesen Worten leitete Richard-Wilhelm Bitter vom Staatlichen

    Baumanagement Osnabrck-Ems-

    land seine Rede zur feierlichen

    bergabe des neuen Hrsaalge-

    budes an die Universitt Osna-

    brck ein. Wenn Mauern reden

    knnten, so Bitter, dann wrden sie

    uns ihre Geschichte erzhlen, von

    ihrer Entstehungszeit, von histo-

    rischen Ereignissen, Vernderungen,

    Zerstrungen und neuen Nut-

    zungen.

    Bei der Auseinandersetzung mit

    denkmalgeschtzter Bausubstanz

    liegen die Zielvorstellungen der im

    demokratischen Planungsprozess

    beteiligten Experten hufig weit

    auseinander. Die Ver-

    antwortung, bei der Pla-

    nung neuer Nutzungen

    in historischen Gebu-

    den auf die Geschichte

    des Ortes Rcksicht zu

    nehmen bzw. diese

    weiter zu schreiben,

    darf nicht auf Kosten der Wirtschaft-

    lichkeit, der Funktion oder der

    Gebudebewirtschaftung gehen.

    Hufig wird zunchst von der Nut-

    zerseite der Abbruch alter Liegen-

    Neustart mit ErinnerungVon der Mglichkeit, mit Architektur Geschichte zu erzhlenVon Michael Walter und Matthias Fiedler

    Metamorphose eines Reitstalls aus Teilen einer Kaserne wurde ein moderner Hrsaal fr die Universitt Osnabrck.

    schaften protegiert, weil nur dann

    die optimale Umsetzung der Nut-

    zerwnsche vorstellbar erscheint.

    Dabei gilt es zu bedenken, dass der

    Abbruch eines Gebudes immer

    nur einmal stattfinden kann und

    dieser immer mit dem Verlust des

    Ortes einhergeht. Es ist auch die

    Verantwortung der Architekten,

    Argumente dafr zu finden, warum

    historische Orte erhalten bleiben

    knnen, und dass sich diese mit

    modernen Nutzeransprchen ber-

    einstimmen lassen.

    Zwei unlngst durch Architekten

    im Planungsbro Rohling realisierte

    Hrsaalprojekte belegen, dass es

    auch in Zeiten knapper Landeskas-

    sen mglich ist, in denkmalge-

    schtzten Gebuden durch Umbau-

    und Sanierungsmanahmen eine

    langfristige Nutzung durch ffent-

    liche Trger einzurichten. In beiden

    Beispielen wird moderne Technik in

    alte Substanz integriert, der Nutz-

    wert der Gebude ist absolut ver-

    gleichbar mit dem von Neubauten.

    Was es als Geschenk dazu gibt, ist

    der unverwechselbare Charakter

    zweier einzigartiger Orte mit

    Geschichte. Fortsetzung auf Seite 3

    Instituts- und Hrsaalgebude Universitt Osnabrck

    EditorialDie Bedeutung der Akquisition fr das pbr Freizeitbad Heide/Holstein Impressum

    Informationen der pbr AG Ausgabe 1 | Mai 2005

    Neustart mit Erinnerung - Von der Mglichkeit, mit Architektur Geschichte zu erzhlen

    Neubau eines Produktionsgebudes fr die August Storck KG in Halle/WestfalenDer Schler ist der Lehrplan Sport- und Mehrzweckhalle Jena-Lobeda

    Wrmeerzeugung aus BiomasseFM-GlossarAIV Osnabrck ldt zu Vortrgen einPreisfindung mit hoher Sicherheit

    Risikoverteilung im Public Private Partnership

    S. 2 Dialog S. 3 Projekte S. 4 Projekte S. 6 Wissen S. 8 Fokus

  • Editorial

    Liebe Leserinnen und Leser,

    dem Bauen im Bestand wird in der Immobilienwirtschaft eine

    groe Zukunftschance eingerumt. Seitdem Neubauprojekte nicht

    mehr so hoch im Kurs stehen, taucht der Begriff der Bestandsim-

    mobilie immer hufiger im Vokabular von Investor, Bauherr, Nutzer

    oder Architekt auf. Bauen im Bestand ist nicht nur besonders Res-

    sourcen sparend, sondern trgt auch zur positiven Entwicklung des

    Stadtbildes bei und sorgt fr spannende architektonische Kontraste.

    Grundlage fr die erfolgreiche Umnutzung oder Sanierung einer

    Bestandsimmobilie bildet eine fundierte Gebudeanalyse und ein

    daraus abgeleiteter Manahmenkatalog mit einem nachhaltigen

    Nutzungskonzept. Im Mittelpunkt unserer Titelstory stehen daher

    zwei auergewhnliche Bestandsimmobilien. Whrend der Anato-

    mie-Hrsaal der Universitt Leipzig aufwndig saniert wurde, bekam

    die ehemalige Reithalle der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Osnabrck

    mit der Hrsaalnutzung fr universitre Zwecke eine komplett neue

    Aufgabe.

    Die breite Palette herausfordernder pbr-Bauaufgaben spiegelt

    sich auch in den weiteren Projektberichten dieser Ausgabe wider.

    Neben dem Neubau eines Produktionsgebudes fr Storck in Halle

    und der Erweiterung der Kastanienschule in Jena-Lobeda um eine

    Sporthalle berichten wir ber die laufenden Sanierungen an der Inte-

    grierten Gesamtschule Mainspitze in Gro-Gerau, wo eine Holzhack-

    schnitzelanlage realisiert wird. Die hier aus Biomasse erzeugte

    Wrme wird den wirtschaftlichen und kologischen Anforderungen

    des Auftraggebers in besonderer Weise gerecht.

    Mit einer fundierten Kostenkalkulation helfen wir unseren Part-

    nern auf Bauunternehmerseite bei der erfolgreichen Angebotsge-

    staltung. Wie wichtig die Kostenkalkulation als Entscheidungsgrund-

    lage fr den Bauherrn im Vorfeld einer Projektentwicklung ist und

    welche unterschiedlichen Verfahren eingesetzt werden knnen,

    beschreibt der Artikel Preisfindung mit hoher Sicherheit. Einen

    ebenfalls allgemeinen Einblick in das Bau- und Planungswesen erhal-

    ten Sie in der Fortsetzung unserer Reihen zu den Themen Privat

    Public Partnership und FM Glossar.

    Dem regelmigen Leser der team@work wird vielleicht aufge-

    fallen sein, dass unsere Kunden- und Mitarbeiterzeitung mit dieser

    Ausgabe bereits zum zehnten Mal erscheint. Wir freuen uns ber

    dieses kleine Jubilum, wnschen Ihnen weiterhin viel Freude

    beim Lesen und hoffen auf ein kritisches Feedback und motivie-

    rende Anregungen.

    Die Redaktion

    Impressum:

    Herausgeber:

    pbr Planungsbro Rohling AG

    Architekten und Ingenieure

    Rheiner Landstrae 9 . 49078 Osnabrck

    Telefon (05 41) 94 12 - 0 . Telefax (05 41) 94 12 - 3 45

    E-Mail info@pbr.de . Internet www.pbr.de

    Redaktion: Hubert Conrady, Jrg Frenzel, Detlef Jkel, Claudia Klingbeil,Hermann Kuhl, Hartmut Lckemeyer, Martin Pppelmann, Michael Walter . Kontakt zur Redaktion: redaktion@pbr.de . An dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Christoph Bierschenk, Michael Bracke, Matthias Fiedler, Reinhard Fiedler, Martin Glane, Dieter Greve, Detlef Jkel, Claudia Klingbeil, Hartmut Lckemeyer, Bernd Nentwig, Martin Pppelmann, Klaus Steinkamp, Silvia Ullrich, Nina Vinke, Michael Walter . Fotos:Bettina Meckel, Michael Miltzow, Klemens Ortmeyer, pbr AG . Konzeption, Grafik, Satz und Layout: Kuhl|Frenzel Agentur fr Kommunikation, Osnabrck . Druck: -Gnter Druck, Georgsmarien htte . Auflage: 800 Exemplare

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die Akquisition ist die Gewinnung neuer Kunden und

    somit neuer Auftrge. Sie wird durchgefhrt durch

    geschulte Mitarbeiter, die den mglichen Kunden indi-

    viduell beraten und ihm ein geeignetes Angebot unter-

    breiten. Marketing umfasst alle Manahmen eines

    Unternehmens, um den Vertrieb seiner Produkte und

    Dienstleistungen zu verbessern. Die Werbung gilt als

    Teil des Marketings. ber Werbung soll der Bekannt-

    heitsgrad eines Produktes oder einer Dienstleistung

    erhht werden. Public Relations sind Bemhungen, die

    ffentlichkeit fr die Aufgaben und Ziele des Unterneh-

    mens zu interessieren, ein positives Image und Ver-

    trauen zu schaffen. Die Auftragsbeschaffung fr das pbr

    erfolgt ber Ausschreibungsverfahren der ffentlichen

    Hand, Initiativbewerbungen, Teilnahme an Wettbewer-

    ben und persnliche Kontakte. In jedem dieser Akqui-

    sitionsumfelder bentigen wir ein funktionierendes

    Zusammenspiel von Marketing, Werbung und PR.

    Akquisition ist nur selten das Ergebnis vom Handeln

    Einzelner, das Mannschaftsspiel ist hier besonders

    gefragt.

    Jede Akquisition einer Aufgabe erfordert eine Stra-

    tegie. Das Kennen der Bedrfnisse des mglichen Kun-

    den hat dabei hchste Prioritt. Vertrauen in der Phase

    der Akquisition gewinnt man nur durch fachliche Kom-

    petenz und Seriositt. Ein Auftrag ist ber das Ver-

    trauen und nicht ber den Preis zu akquirieren.

    Damit die Produkte des pbr auf dem Markt wahrge-

    nommen werden, mssen wir sie im Sinne des Mar-

    ketings darstellen. Wir sehen unsere Strken in der

    Gesamtplanung von Projekten, die ein hohes Ma an

    Integration der Technischen Ausrstung erfordern und

    an die berdurchschnittliche funktionale und gestalte-

    rische Ansprche gestellt werden. Hierzu zhlen Pro-

    dukte wie Schwimmbder, Laborgebude, Rechenzen-

    tren, Logistikimmobilien und das Bauen fr das

    Gesundheitswesen. Durch nachhaltige ffentlichkeits-

    arbeit und gezieltes Ansprechen potenzieller Kunden

    sind in diesen Marktsegmenten Auftrge zu erzielen.

    Unser Bro befindet sich hier in einem ausgesuchten

    Feld von Mitbewerbern, die ebenfalls ber besonderes

    Know-how verfgen.

    Ein Schwerpunkt der Bewerbung um Planungsauf-

    gaben ist die Teilnahme an den europaweiten VOF-Aus-

    schreibungen, die wir mit groer Routine bearbeiten

    und wo wir berproportional hufig zu Verhandlungs-

    gesprchen eingeladen werden. Die Quote der sich

    daraus ergebenden Auftrge ist noch verbesserungs-

    wrdig. Initiativbewerbungen fhren eher zum Erfolg,

    wenn wir ber Dritte bei dem Ansprechpartner avisiert

    sind. Allgemein gilt, dass eine Bewerbung ohne per-

    snliche Kontaktaufnahme zum potentiellen Kunden

    kaum zum Erfolg fhrt. Die Teilnahme an Wettbewer-

    ben dient neben der Direktakquisition dem Imagege-

    winn und ist somit Teil unse