Teil V - Externe Effekte Teil I: Haushaltstheorie Teil II: Unternehmenstheorie Teil III: Vollkommene...

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    05-Apr-2015
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  • Teil V - Externe Effekte Teil I: Haushaltstheorie Teil II: Unternehmenstheorie Teil III: Vollkommene Konkurrenz und Wohlfahrtstheorie Teil IV: Marktformenlehre Teil V: Externe Effekte Externe Effekte / Umweltkonomik ffentliche Gter
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  • Teil V - Externe Effekte Teil I: Haushaltstheorie Teil II: Unternehmenstheorie Teil III: Vollkommene Konkurrenz und Wohlfahrtstheorie Teil IV: Marktformenlehre Teil V: Externe Effekte Externe Effekte / Umweltkonomik ffentliche Gter
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  • Externe Effekte und Umweltkonomik l Allgemeines Modell externer Effekte l Anwendungsbeispiel zum Coase- Theorem: Fischer und Pharamunternehmen l Anwendungsbeispiel: Die Tragdie der Allmende l Anwendungsbeispiel: Getreidebauer l Invarianzthese l Pigou-Steuer und Zertifikatslsung
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  • Externe Effekte Externe Effekte liegen vor, wenn die Handlungen eines Individuums den Nutzen eines anderen Individuums (bei Unternehmen: Gewinn) beeinflussen, ohne da hierfr eine Gegenleistung erbracht oder empfangen wird.
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  • Fehlende Eigentumsrechte als Ursache von Externen Effekten Externe Effekte haben ihre Ursache fast immer in fehlenden oder nicht exakt zugeordneten Eigentumsrechten. Beispiel: Es gibt kein Recht auf saubere Luft bzw. sauberes Wasser. Konsequenzen fehlender Eigentumsrechte: - knappe Gter werden wie freie Gter behandelt; - deren Nutzung wird im privaten Optimierungskalkl nicht bercksichtigt; - das soziale Optimum wird verfehlt.
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  • Klassifikation von externen Effekten Positiv:Freude am gepflegten Vorgarten des Nachbarn. Negativ:Rauchen. Einseitig:Reduktion des Fischbestandes durch Abwsser. Wechselseitig: Gegenseitige Begnstigung von Obstanbau und Bienenzucht. Pekunir:Die Nachfrage nach einem Gut lt den Preis fr dieses Gut (auch fr andere Konsumenten) steigen. Nicht-Pekunir:Alle anderen bisherigen Beispiele.
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  • Privates Optimum und externe Effekte u B bei positivem externen Effekt u B bei negativem externen Effekt uAuA a*a* a u
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  • Charakterisierung externer Effekte
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  • Beispiel Ein Pharmaunternehmen leitet Abwsser in einen See, der zur Fisch- zucht verwendet wird. Die Ausbeute aus der Fischzucht wird durch die Ab- wsser beeintrchtigt. Die Gewinne lauten: Pharmaunternehmen: P (x)= P(x) (x = Produktionsniveau) Fischer: F (y,x)= F(y) - S(x,y)(y = Niveau der Fischzucht)
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  • Soziales Optimum Im sozialen Optimum wird der gemeinsame Gewinn maximiert: (x,y) P (x) F (y,x) = P(x) + F(y) - S(x,y). Es gelten die Optimumbedingungen: Grenzbruttogewinn = Grenzschaden
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  • Schadensrecht Das Pharmaunternehmen hat das Recht, ohne Entschdigung Abwsser in den See zu leiten. Das Pharmaunternehmen maximiert P (x) = P(x). Der Fischer maximiert F (y,x) = F(y) - S(x,y). Im Gleichgewicht gilt: Die Lsung bei Schadensrecht weicht vom sozialen Optimum ab!
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  • Schadenshaftung Das Pharmaunternehmen mu den Fischer entschdigen. Das Pharmaunternehmen maximiert P (x,y) = P(x) - S(x,y). Der Fischer maximiert F (y,x) = F(y) - S(x,y) + S(x,y). Im Gleichgewicht gilt: Die Lsung bei Schadenshaftung weicht vom sozialen Optimum ab!
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  • Aufgabe: Externe Effekte Eine Imkerei ist nahe einer Apfelplantage gelegen. Die Kostenfunktion der Imkerei sei c(h) = H / 100 und die der Apfelplantage c(A) = A / 100 - H wobei H und A die jeweils produzierten Einheiten Honig und pfel sind (p H = 2, p A = 3). a) Wie hoch ist die Produktion, wenn beide Unternehmen unabhngig voneinander ihren Gewinn maximieren? b) Wie hoch wre die Produktion bei einer Fusion der beiden Unternehmen? c) Wie hoch ist die produzierte Menge von Honig im sozialen Optimum? Wie hoch htte eine Subvention zu sein, um eine effiziente Versorgung herbeizufhren, wenn beide Unternehmen unabhngig voneinander handeln?
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  • Gemeinsam genutztes Eigentum Gemeinsam genutztes Eigentum ist ein Beispiel dafr, da schlecht definierte Eigentumsrechte zu Ineffizienzen fhren. Gemeinsam genutztes Eigentum gibt Anla zu externen Effekten, wenn die Nutzung durch ein Individuum den Wert der Nutzung fr alle anderen Individuen einschrnkt. In diesem Fall wird das gemeinsam genutzte Eigentum zu stark beansprucht.
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  • Die Tragdie der Allmende (1) K Private Grenzkosten K....Anzahl der Khe m(K)....Milchproduktion der K Khe
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  • Die Tragdie der Allmende (2) externer Effekt: Gesamte Milchleistungs- reduzierung Bercksichtigt man externen Effekt, dann ist Ertrag einer weiteren Kuh statt dann
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  • Die Tragdie der Allmende (3) K Private Grenzkosten K....Anzahl der Khe m(K)....Milchproduktion der K Khe K*K* K opt
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  • Aufgabe Ein Bergdorf besitzt ein Stck Weideland, auf dem die Dorfbewohner ihre Ziegen weiden knnen. Eine Ziege kostet in der Anschaffung vier Groschen. Alle Ziegen werden in der Stadt verkauft und der resultierende Gesamterls (in Groschen) ist gegeben durch f(z) = 48 z - 2 z, wo z die Anzahl aller auf dem Gemeindeland weidenden Ziegen ist. a) Wieviele Ziegen weiden auf dem Weideland, wenn dieses als gemeinsames Eigentum genutzt wird? b) Welche Anzahl ist gesellschaftlich optimal?
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  • Lsungsanstze fr externe Effekte (1) Schadenshaftung (2) Fusion, bernahme durch Dritte (3) Eigentumsrechte und Verhandlungen (Coase-Theorem) (4) Pigou-Steuer bzw. Subvention (5) Zertifikatslsung
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  • Coase-Theorem 1. Effizienzthese: 2. Invarianzthese: Aber: Bei exakt zugeordneten Eigentumsrechten wird in Abwesenheit von Transaktionskosten das soziale Optimum realisiert. Das Ausma der resultierenden externen Effekte ist unabhngig von der Verteilung der Eigentumsrechte. Die Verteilung der Gewinne hngt von der Verteilung der Eigentumsrechte ab.
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  • Beispiel zum Coase-Theorem RinderzchterGetreidebauer GrenzgewinnGrenzschaden 1.Kuh41 2.Kuh32 3.Kuh23 4.Kuh14
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  • Gegenbeispiel zur Invarianzthese des Coase- Theorems A B Geld Rauch Geld Saubere Luft E E
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  • Invarianzthese bei Quasilinearen Prferenzen A B Geld Rauch Geld Saubere Luft unabh. von G
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  • Situation vor Pigou-Steuer y MB MD MC SMC G
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  • Situation nach Pigou-Steuer y MB MD MC SMC F G MC + t Pigou t Pigou
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  • Pigou-Steuer im Beispiel Das Pharmaunternehmen wird fr eingeleitete Abwsser mit einer Stcksteuer in Hhe von t belegt. Das Pharmaunternehmen maximiert P (x) = P(x) - t x. Der Fischer maximiert F (y,x)= F(y) - S(x,y). Im Gleichgewicht gilt: Die Pigou-Steuer ist optimal, falls (wo (x opt,y opt ) = soz. Opt.)
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  • Pigou-Steuer vs Zertifikatslsung Schaden p pSpS pZpZ SZSZS
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  • Teil V - Externe Effekte Teil I: Haushaltstheorie Teil II: Unternehmenstheorie Teil III: Vollkommene Konkurrenz und Wohlfahrtstheorie Teil IV: Marktformenlehre Teil V: Externe Effekte Externe Effekte / Umweltkonomik ffentliche Gter
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  • l ffentliche und ffentlich bereitgestellte Gter l Optimale Bereitstellung von ffentlichen Gtern l Aggregation individueller marginaler Zahlungsbereitschaften l Beispiele
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  • ffentliche Gter Private Gter:Rivalitt im Konsum ffentliche Gter:Nicht-Rivalitt im Konsum (z.B. Straenbeleuchtung) rein ffentliche Gter:Nicht-Rivalitt und Nicht- Ausschliebarkeit (z.B. Landesverteidigung) ffentlich bereitgestellte Gter:oft keine ffentlichen Gter (z.B. Universittsausbildung)
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  • Optimalittsbedingung(1) 2 Individuen: A, B 1 privates Gut: x=x A + x B 1 ffentliches Gut: G
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  • Optimalittsbedingung(2) 2 Individuen: A, B 1 privates Gut: Geld=Geld A +Geld B 1 ffentliches Gut: G MZB A +MZB B =MC G =p G
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  • Aggregation der marginalen Zahlungs-bereitschaft fr ffentliche Gter G 2 Individuen A,B mit Zahlungsbereitschaft ZB A und ZB B
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  • Sozial optimale Bereitstellung ffentlicher Gter G p G1 G opt1 2 Individuen A,B mit Zahlungsbereitschaft ZB A und ZB B p G2 G opt2
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  • Vergleich Private - ffentliche Gter Private Gterffentliche Gter DefinitionRivalitt im KonsumNicht-Rivalitt im Konsum BeispielepfelAusgestrahlte Fernsehsendung Aggregation der indiv.horizontalvertikal Nachfrage Optimalittsbed. fr KonsumMRS=MRTMRS A + MRS B +...=MRT Optimalittsbed. fr Konsum, falls Preise existieren Optimalittsbed. fr Konsum,MZB (marg. Konsument) falls ein privates Gut =MC numraire ist Konsummengenunterschiedlichgleich MRS im Optimumgleichunterschiedlich
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  • Aufgabe: Straenlaterne Straengemeinschaft erwgt Laternenbau Marginale Zahlungsbereitschaft des Anwohners i (i=1...10) betrgt r i =i Sollte Laterne bereitgestellt werden, wenn Kosten je Laterne = 40 ? Oder wenn Kosten je Laterne = 70?
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  • Anschaffung einer Straenlaterne(1) 2 Anwohner mit Anfangsvermgen w 1 und w 2 Nutzenfunktionen u 1 (w 1 -b,S), u 2 (w 2 -b,S), dabei b...Beitrag zur Laterne, S=0, falls keine Laterne S=1, falls Laterne bereitgestellt wird Kosten der Straenlaterne: K
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  • Anschaffung einer Straenlaterne(2) SituationNutzen fr An-Nutzen fr An- wohner 1wohner 2 Keiner leistet Beitragu 1 (w 1,0) u 2 (w 2,0) Anwohner 1 leistet Beitrag,u 1 (w 1 -K,1) u 2 (w 2,1) Anwohner 2 nicht Anwohner 2 leistet Beitrag,u 1 (w 1,1) u 2 (w 2 -K,1) Anwohner 1 nicht beide Anwohner leisten u 1 (w 1 -K/2,1) u 2 (w 2 -K/2,1) Beitrag
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  • Anschaffung einer Straenlaterne(3) Anwohner 2 Beitrag leistenkeinen Beitrag Beitrag leistenu 1 (w 1 -K/2,1) u 1 (w 1 -K,1) Anwohner 1u 2 (w 1 -K/2,1) u 2 (w 2,1) keinen Beitragu 1 (w 1,1) u 1 (w 1,0) u 2 (w 2 -K,1) u 2 (w 2,0)
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  • Anschaffung einer Straenlaterne(4) Anwohner 2 Beitrag leistenkeinen Beitrag Beitrag leistenu 1 (w 1 -5,1) u 1 (w 1 -10,1) Anwohner 1u 2 (w 1 -5,1) u 2 (w 2,1) keinen Beitragu 1 (w 1,1) u 1 (w 1,0) u 2 (w 2 -10,1) u 2 (w 2,0) K=10, marg. Zahlungsbereitschaften: r 1 =20, r 2 =30 2 Nash-Gleichgewichte: (B,kB) und (kB,B) keine dominaten Strategien Hasenfu-Spiel
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  • Anschaffung einer Straenlaterne(5) Anwohner 2 Beitrag leistenkeinen Beitrag Beitrag leistenu 1 (w 1 -12,5,1) u 1 (w 1 -25,1) Anwohner 1u 2 (w 1 -12,5,1) u 2 (w 2,1) keinen Beitragu 1 (w 1,1) u 1 (w 1,0) u 2 (w 2 -25,1) u 2 (w 2,0) K=25, marg. Zahlungsbereitschaften: r 1 =20, r 2 =30 1 Nash-Gleichgewicht: (kB,B) Nichtleisten ist dominate Strategie fr Anwohner 1
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  • Anschaffung einer Straenlaterne(6) Anwohner 2 Beitrag leistenkeinen Beitrag Beitrag leistenu 1 (w 1 -17,5,1) u 1 (w 1 -35,1) Anwohner 1u 2 (w 1 -17,5,1) u 2 (w 2,1) keinen Beitragu 1 (w 1,1) u 1 (w 1,0) u 2 (w 2 -35,1) u 2 (w 2,0) K=35, marg. Zahlungsbereitschaften: r 1 =20, r 2 =30 1 Nash-Gleichgewicht: (kB,kB) Fr beide ist kein Beitrag dominaten Strategie. Gefangenen-Dilemma
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  • Aufgabe: Feuerwerk Eine Gemeinschaft von 3 Leuten veranstaltet ein Feuerwerk. Die Grenzkosten fr jede Rakete sind konstant 130. Das Feuerwerk besteht zur Zeit aus 75 Raketen. Die (marginale) Zahlungsbereitschaft fr die 75. Rakete ist fr den Ersten 9, fr den Zweiten 77 und fr den Dritten 12. Ist der Umfang des Feuerwerks zu klein, genau richtig oder zu gro?