Themenzeitung 3/2010 - Web-Business

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Der ITK-Sektor zählt zu Deutschlands innovativsten Branchen. Die Aussichten sind gut. Wo liegen die Trends? Wie profitiert der Standort Deutschland?

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    tAusgabe Januar 2011

    VirtualisierungCloud Computing im Mittelstand

    WissenNeue Potenziale durch E-Learning

    Web-Business

    E-CrimeStrategien gegen den Datenklau

    WEB-BUSINESS Das Gewicht der ITK-Branche in Deutschland steigt. Schon jetzt liegt der Sektor mit rund 850.000 Beschftigten knapp hinter dem Maschinenbau. Und die Aussichten fr weiteres Wachstum sind gut.

    Wachstum 2.0

    Noch vor wenigen Jahren war Mark Zuckerberg ein unbekannter Student. Heute zhlt der 26-jhrige Facebook-Grnder mit einem Vermgen von rund sieben Milliarden US-Dollar zu den reichs-ten Menschen der Welt. Keine Frage, dass das 2004 gegrndete Unternehmen Facebook mit angegebenen 500 Millionen Nutzern inzwischen in einer Liga mit Global Playern wie Micro soft, Oracle oder Google spielt. Und keine Frage, dass es keine abgesteckten Mrkte zwischen den Weltkon-zernen mehr gibt. So drngt Google ab 2011 mit dem Betriebssystem Chro-me OS auf den Markt. Es luft als reine Web-Anwendung und startet anders als herkmmliche Betriebs systeme nicht mehr von der Fest platte aus. Das Google-Betriebssystem knnte weitaus mehr als das freie Linux zu einer Be-drohung fr den Platz hirsch Microsoft mit seinem Windows System werden. Auch im Mobile-Bereich will das Internetunternehmen wildern: Gerade hat Google das Smart phone Nexus S mit groem Touch-Display und NFC-Chip fr eine spezielle Funktechnik prsen tiert. Die Wachs tumsgeschwindigkeit in der ITK nimmt rasant zu: Google hat in krzerer Zeit die Bedeutung erreicht, fr die Microsoft 20 Jahre brau chte. Und der Nachfolger Facebook steht schon in den Startlchern.

    In Deutschland gibt es mit SAP nur einen IT-Weltkonzern. Die ITK-Bran-che ist hierzulande eher mittelstndisch geprgt hnlich dem Maschinen-

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  • editorial januar 2011 | 2

    Human Resources Gerade in der Zukunftsbranche ITK klagen Personalverantwortliche ber den Fachkrftemangel. Greencard und Zeitarbeit knnen Abhilfe schaff en. Seite 3

    Titelthema Der ITK-Sektor zhlt zu Deutschlands innovativsten Branchen. Die Aussichten sind gut. Wo liegen die Trends? Wie profi tiert der Standort Deutschland? Seite 4

    Cloud Computing Virtualisierungslsungen bringen viele Vorteile im Datenmanagement. Doch welche Bereiche sollten ausgelagert werden? Und vor allem: Wie sicher ist die Datenwolke? Seite 9

    Mobile Apps Die kleinen Programme haben sich zu wahren Allesknnern entwickelt. Mittlerweile sind sie auch aus dem Geschfts-leben nicht mehr wegzudenken. Seite 12

    E-Learning Ob Blended Learning, Serious Gaming oder virtuelles Klassenzimmer: Das Thema Learning on the job ist heute in vielen Betrieben unverzichtbar. Seite 14

    Business Intelligence Auch kleine Firmen setzen zur Datenaufberei-tung verstrkt auf BI-Lsungen. Standardisiert oder mageschneidert: Welche Anwendung ist die richtige? Seite 16

    IT-Security Die E-Crime-Bedrohung wchst. Der gesamtwirtschaftli-che Schaden geht in die Milliarden. Doch was tun, wenn der Verursacher aus dem eigenen Unternehmen kommt? Seite 19

    Product Information Management Multi-Channel-Commerce stellt Unternehmen vor Herausforderungen, bietet aber insbesondere dem Distanzhandel neue Chancen. Seite 22

    Inhalt

    Herausgeber und Verlag:Lombard Media Swiss AG www.lombardmedia.ch

    Konzept, Realisierung und redaktionelle Bearbeitung:newpublic communication Ver-waltungsges. UG (haftungsbe-schrnkt) & Co. KG, Marie-Cu-rie-Str. 11-1353332 BornheimTel: +49 (0) 2227/921242Net: www.newpublic.org

    newpublic-Redaktions-leitung (V. i. S. d. P.):Wolfgang Haselbauer,w.haselbauer@newpublic.org

    newpublic-Schlussredaktion:Jens Vo,j.voss@newpublic.org

    newpublic-Projektleitung:Philipp Kesternich,p.kesternich@newpublic.org

    newpublic-Projektmanager:Sebastian Schmitz,s.schmitz@newpublic.org; Patrick Warmbier,p.warmbier@newpublic.org

    newpublic- Layout:Marcel Rohland, Michael Dhring, Andreas Schnittker

    Bildmaterial entnommen von istockphoto.com, sxc.hu

    Autoren:Dr. Ralf Magagnoli, Marko Rogge, Cornelia Hornschild, Ulrich Schmitz, Thomas Lucas-Nlle, Kirsten Seegmller

    Verbreitete Aufl age: 103.000 Exemplare als Fremdbeilage im Handelsblatt (inkl. Abo-Aufl age mit 79.193 Exemplaren)

    Die ITK-Branche zhlt zu Deutschlands innovativsten Wirtschaftszweigen. Einer Stu- die des Hightech-Verbands Bitkom zufolge ha ben 81 Prozent der Anbieter von Software und IT-Services sowie 78 Prozent der Hard-ware-Hersteller in diesem Jahr neue Produk-te oder Dienste auf den Markt gebracht. Das ist der mit Abstand hchste Wert aller Bran-chen in Deutschland. In diesem Jahr erwirt-schaften die rund 115.000 Firmen einen Um-satz von ber 141 Milliarden Euro. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der ITK-Markt zieht somit krftig an.

    Auch die Forschungsausgaben steigen. Jetzt knnen wieder Vorhaben angestoen wer den, die whrend der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Schubladen verschwan-den. Die positive Entwicklung wird sich auch im nchsten Jahr fortsetzen. Denn die Nach-frage nach Smartphones, mobilen Compu-tern, All-In-One-Gerten und vielen weiteren

    ITK-Trends steigt. Mehr mchten wir an die-ser Stelle nicht verraten. Lesen Sie unsere Titelreportage. Die Entscheider mittelstndi-scher Unternehmen profi tieren vom digita-len Innovationsschub: Immer mehr Firmen verlagern ihre Daten in die Cloud, entdecken Social Media als wichtigen Vertriebskanal, setzen auf E-Learning und nutzen mobile Apps zur Pro zessoptimierung.

    Wo sich unzhlige Chancen bieten, lau-ern bekanntermaen auch Risiken. Stichwort: E-Crime. In unserer IT-Security-Reportage erlutern wir, wie sich Unternehmen gegen Datenklau, Aussphung und Web-Angriffe schtzen. Eine weitere Herausforderung ist der Fachkrftemangel. Immerhin 30.000 of-fene Stellen knnen nicht besetzt werden. Jetzt gilt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Wie Firmen dem Problem wirkungs-voll entgegentreten knnen, erfahren Sie in der HR-Reportage. Ihre Redaktion

    Impulsgeber fr Innovation

    Impressum

    EDITORIAL

  • | januar 2011 human resources 3

    Die Zahlen sind drama-tisch: In zahlreichen Bran chen in Deutsch-land mangelt es an qua-lifi zierten Krften, etwa in der Pfl e-gebranche, aber auch in der Infor-mations- und Kommunikationstech-nologie. Laut Staatssekretr Hans-Joachim Otto vom Bundes wirt schafts- ministerium fehlen allein in der ITK-Branche bis zu 30.000 Spezialisten. Der Fachkrftemangel, so Otto, be-drohe das Wachstum. Immerhin ist der ITK-Sektor volkswirtschaftlich von betrchtlicher Bedeutung: Rund 850.000 Menschen arbeiten hierzu-lande in der ITK.

    Wie aber das Wachstum bewah-ren, wenn die Spezialisten fehlen? Eine Mglichkeit fr Unternehmen, denen IT-Fachkrfte fehlen, bieten spezialisierte Zeitarbeitsfi rmen. Sie knnen gezielt auf einen Pool von IT-Spezialisten zugreifen und somit personelle Engpsse beheben. Ge-samtwirtschaftlich gesehen knnen Fachkrfte aus dem Ausland hel-fen. Beispiel Greencard: Unter dem Namen Sofortprogramm zur De-ckung des IT-Fachkrftemangels hat-te die rot-grne Bundesregierung im Jahr 2000 ein Programm ins Le-ben gerufen, das die Zuwanderung von Experten regeln sollte. Damit wollte die Regierung kurzfristig dem Mangel an Experten aus der IT ent-gegentreten. An ders als das US-amerikanische Vor bild der Green-card war die Aufenthaltserlaubnis auf IT-Experten be schrnkt; sie war auf maximal fnf Jahre begrenzt; die Zahl der Greencards lag zunchst mit 10.000 vergleichsweise niedrig, wur de nach ei nem Jahr auf 20.000 erhht. 2005 berfhrte die Bun-desregierung die Regelung in ein all-gemeines Zuwanderungsgesetz, das Hochqualifi zierten auerhalb der EU den Zugang zum deutschen Ar-beitsmarkt erleich tern sollte, aber hohe Hrden an das Einkommen der Arbeitnehmer errichtete. Die Erfahrungen mit Aufent halts erlaub-nis und Zuwanderungs gesetz sind zwiespltig: Rund 18.000 Fachkrfte nutzten die Chance, ber die Green-card nach Deutschland zu kommen. Die meisten dieser Hochqualifi zier-ten haben die Bundesrepublik in-zwischen wieder verlassen. Harian-to Wijaya, der 2000 die erste Green-

    card erhielt, gehrt dazu. In einem Interview mit der Wirtschafts woche erklrte der Ingenieur, der in zwi-schen wieder in seiner Heimat Indo-nesien arbeitet, er habe Deutsch land den Rcken gekehrt, weil er an an-deren Orten deutlich bessere Be-dingungen fr seine Karriere gese-hen habe. berdies habe die Un si-cher heit, ob das Visum verlngert werde, keine Grundlage fr einen Verbleib in Deutschland geschaffen. Wi jaya sieht es wohl nicht als Einzi-ger so: Im vergangenen Jahr mach-

    ten ge rade einmal 689 Menschen von der Hochqualifi ziertenregelung Ge-brauch, immerhin 233 mehr als im Jahr der Einfhrung 2005, doch im-mer noch viel zu wenige angesichts des weiter steigenden Bedarfs.

    Wichtiger wird zudem die Qua-lifi zierung einheimischer Fachkrfte. So hat Siemens eine Ausbildungs-quote von jhrlich fnf Prozent fest-gelegt, um den Bedarf langfristig zu sichern. Daneben bieten auch die Ein stellung und Frderung von Frau-en in ITK-Jobs Mglichkeiten. Hier

    sind die Unternehmen aufgerufen, etwaige Hindernisse zu beseitigen. Dies hat auch der Trendreport des Verbandes der Elektrotechnik, Elek-tronik, Informationstechnologie zur Situation von Frauen in der Elektro- und IT-Branche deutlich gemacht: Nur 45 Prozent der befragten Unter-nehmen gaben an, Frauen als Inge-nieurinnen zu beschftigen und ber spezielle Frderprogramme zu ver-fgen. Nur etwas mehr als ein Vier-tel 27 Prozent bieten