Thesen zur Seniorenpolitik der IG Metall

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Für ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben im Alter Thesen zur Seniorenpolitik der IG Metall Funktionsbereich Sozialpolitik Vorstand
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    22-Jul-2016
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  • Fr ein selbstbestimmtes und wrdevolles Leben im Alter

    Thesen zur Seniorenpolitik der IG Metall

    FunktionsbereichSozialpolitik

    Vorstand

  • 1Inhalt

    Vorwort 2

    Lob des Alters? 4

    IG Metall: Aktiv fr die Interessen der lteren Generation 5

    Die Spaltung der Gesellschaft spiegelt sich auch

    im Seniorenbereich wider 6

    Die Zunahme der Altersarmut droht 6

    Alternativen in der Alterssicherung sind ntig und mglich 7

    Gesundheit ist keine Ware! Sozialstaatliche Ausrichtung

    des Gesundheitssystems verteidigen und die konomisierung

    zurckweisen 8

    Steigende Gesundheits ausgaben mssen solidarisch

    getragen werden 9

    Pflege als gesellschaftliche Aufgabe 10

    Mobilitt als Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens 11

    Grenzen der Mobilitt im Alter 11

    Wir wollen selbstbestimmtes Wohnen im Alter 12

    Mitwirkungsrechte fr Seniorinnen und Senioren ausbauen 13

    Der DGB soll die Seniorenpolitik koordinieren

    Bndnispartner finden 14

  • 2wir immer wieder den krassen Wider-spruch zwischen der Rentengesetzge-bung und der Realitt der Arbeitswelt feststellen. Nur noch rund 14 % der 64-jhrigen sind laut der offiziellen Statistik sozialversicherpflichtig beschftigt. In einer eigenen Online-

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    auf dem letzten Gewerkschaftstag wurden die sozialpolitischen Positio-nen der IG Metall engagiert diskutiert. Die Einheitsrente mit 67 wird von der groen Mehrheit abgelehnt. In der Kampagne Arbeit sicher und fair! Gute Arbeit gut in Rente mssen

    Hans-Jrgen Urban auf der Seniorenpolitischen Fachtagung in Frankfurt am Main am 12. Oktober 2012

  • 3befragung teilten uns Betriebsrte mit, dass in den beteiligten Betrieben sogar weniger als 3,9 % der Beleg-schaft ber 64 Jahre alt waren. Durch die zwangsweisen Abschlge wird die Rente mit 67 so zu einem reinen Rentenkrzungsprogramm. Deshalb fordern wir flexible Ausstiegsmodelle fr alle, statt Zwangsrente mit 67!

    Die IG Metall ist nicht nur die grte Industriegewerkschaft in Deutschland, sondern unsere Mitglieder reprsen-tieren auch einen guten Querschnitt der Bevlkerung. Kolleginnen und Kollegen, die ein ganzes Leben mit ihrer Gewerkschaft fr bessere Arbeits-bedingungen und Lhne gefochten haben, erwarten spter als Rentnerin-nen und Rentner, dass wir uns auch fr deren besondere Anliegen einsetzen und sie untersttzen. So forderten die Delegierten des 22. Ordentlichen Ge-werkschaftstags in Karlsruhe, dass die IG Metall auch als Interessenvertreterin in der dritten Lebensphase erkennbar sein muss.

    Auf einer Seniorenpolitischen Tagung im Herbst 2012 haben wir zusammen mit aktiven Kolleginnen und Kollegen die vorliegenden Thesen zur Senioren-politik diskutiert.

    Wir sind uns bewusst, dass die IG Metall viele der Forderungen nicht allein bewltigen knnen wird.

    Deshalb setzen wir auf die Zusammen-arbeit mit den anderen Gewerkschaften und Bndnispartner aus dem Bereich der Sozialverbnde und der Kirchen. Das war auch ein Grund dafr, mit der IG Metall, der Bundesarbeitsgemein-schaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) beizutreten.

    Diese kleine Broschre soll Anregun-gen geben und gleichzeitig Unter-sttzung fr die rtliche Arbeit mit den Mitgliedern der Altersgruppe 55 aktiv plus sein.

    Hans-Jrgen Urban

    Geschftsfhrendes Vorstandsmitglied der IG Metall

  • 4groe Diskrepanz. Das hat abermals eine Umfrage der IG Metall im Jahr 2012 gezeigt: Betriebsrte aus ber 3.700 Unternehmen der Metall- und Elektro-branche berichten, dass nur noch ein verschwindend geringer Prozentsatz von Beschftigten ber 60 Jahren in den Unternehmen zu finden ist. Die altersgerechte Arbeitswelt ist bislang nur eine Fata Morgana! Denn, wenn Arbeitgeber die Erfahrung und Kennt-nisse ltere Arbeitskrfte bis in das Renteneintrittsalter effektiv nutzen wollen, dann mssen sie auch die dazu gehrende altersgerechte Organisation und Struktur der Arbeit in den Unter-nehmen schaffen. Mehr als 50 % der be-fragten Betriebsrte gaben an, dass sie keine Manahmen zur altersgerechten Arbeitsgestaltung erkennen knnen.Auch die soziale Lage eines wach-senden Teils von Seniorinnen und

    Das Bild des Alters in unserer Gesell-schaft knnte widersprchlicher nicht sein: Einerseits werden die lteren in unserer Gesellschaft pltzlich von allen Seiten umworben. Die Werbung hat Rentnerinnen und Rentner als wachsende Zielgruppe mit groer Kaufkraft entdeckt. Unternehmen suchen angeblich hnderingend nach lteren Experten mit Fachwissen. Und immer mehr aktive Seniorinnen und Senioren werden wegen ihres sozialen Engagements geschtzt. Bereits im Jahr 2005 lautete das Motto des 5. Altenberichts der Bundesregierung Potentiale des Alterns in Wirtschaft und Gesellschaft der Beitrag lterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen.Andererseits ist die Kluft zwischen An-spruch und Realitt nicht zu bersehen. Gerade in der Arbeitswelt besteht eine

    Lob des Alters?

  • 5Senioren ist von einer auskmmlichen Versorgung weit entfernt. Altersarmut droht zu einem Massenphnomen zu werden! Und in den gleichen Zeitungen, in denen die Alten als Kunden umwor-

    ben werden, schmht man Rentnerin-nen und Rentner als Kostgnger der Gesellschaft, deren wachsende Zahl die jungen Leistungstrger angeblich berfordert.

    Ziel gewerkschaftlichen Handelns ist es, die Arbeits- und Lebensbe-dingungen von Arbeitnehmern zu erhalten und zu verbessern. Das gilt fr alle Lebensphasen! Dies hat der 22. Ordentliche Gewerkschaftstag bekrftigt und betont, dass auch in der Seniorenphase eine effektive gewerkschaftliche Interessensver-tretungspolitik erforderlich ist. In der Entschlieung heit es dazu:Nach der Ausbildungs- und Arbeits-phase ist die Seniorenphase die dritte Lebensphase von Arbeitnehmern, die ebenfalls mit erheblichen sozialen

    Problemen verbunden ist, die einer ge-werkschaftlichen Interessenvertretung bedrfen.Als Interessenvertreter machen sich Seniorinnen und Senioren deshalb mit ihrer IG Metall fr ein Leben in Wrde auch im Alter stark! Sie engagieren sich insbesondere Gegen Altersdiskriminierung und fr

    ein Bndnis der Generationen Gegen Altersarmut und fr eine aus-

    kmmliche Rente Fr eine bedarfsgerechte Gesund-

    heits- und Pflegeversorgung fr eine seniorengerechte Infrastruktur.

    IG Metall: Aktiv fr die Interessen der lteren Generation

  • 6Die Spaltung der Gesellschaft spiegelt sich auch im Seniorenbereich wider

    Die Zunahme der Altersarmut droht

    Durch zahlreiche Vernderungen der Renten- und Rentenanpassungsformel wurde die Versorgung durch die gesetz-liche Rente deutlich verschlechtert. Das zeigt bereits ein Vergleich der durch-schnittlichen Rentenzahlbetrge nach 35 Versicherungsjahren des Jahres 2000 (1.021 ) und des Jahres 2011 (953 ).Das Rentenniveau (Netto vor Steuern)

    wird von heute ungefhr 50 Prozent bis zum Jahr 2030 massiv auf nahezu 43 Prozent weiter abgesenkt werden. Hinzu kommen negative Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt (Massenarbeits-losigkeit, prekre Beschftigung, Nied-riglhne), die zu niedrigeren Renten fhren.

    Die zunehmende Spaltung in unserer Gesellschaft zeigt sich auch bei Senio-rinnen und Senioren.

    Manche knnen ihren Lebensabend in Wohlstand genieen, andere beziehen eine Rente, die kaum zum Leben reicht. Und das trotz eines Lebens voll harter Arbeit!

    Handlungsbedarf zeigt sich etwa, wenn heute bereits mehr als 120.000 ber-75-Jhrige zur Aufstockung ihrer Rente einen Minijob ausben.

  • 7Die Anhebung des Rentenniveaus, flexible Ausstiegsmglichkeiten statt Rente mit 67 und spezielle armutsver-meidende Manahmen sind ntig.

    Ihre Finanzierung ist durch eine alter-native Beitragssatzgestaltung, nmlich die moderate schrittweise Anhebung des Beitragssatzes, eine Erwerbst-tigenversicherung und die Abfhrung von Rentenversicherungsbeitrgen fr Langzeitarbeitslose mglich.

    Alternativen in der Alterssicherung sind ntig und mglich

    Das Nettorentenniveau vor Steuern beschreibt das Verhltnis von Lhnen und Renten: Der Durchschnitts-lohn aller, die in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, abzglich der Sozialversicherungs-beitrge (aber ohne Abzug der Steuern) im Verhltnis zur Altersrente, fr die 45 Jahre durchschnittlich eingezahlt wurde. Von der Rente werden ebenfalls die SV-Beitrge (Kranken- und Pflegeversicherung), nicht aber die Steuern abgezogen.

    54

    52

    50

    48

    46

    442000 2005 2010 2015 2020 2025 2030

    Prognose der DRV 2012 Grafik: zplusz, Quelle: Deutsche Rentenversicherung: 2012

    Fr einen Neuen GenerationenvertragMemorandum der IG Metall fr eine solidarische Alterssicherung

    Entwicklung des Nettorentenniveaus vor Steuern in Prozent

  • 8Gesundheit ist keine Ware! Sozialstaatliche Ausrichtung des Gesundheitssystems verteidigen und die konomisierung zurckweisen

    Eine bedeutende Errungenschaft des deutschen Sozialstaats ist bis heute das ffentliche Gesundheitswesen. Die gesetzliche Krankenversicherung ermglicht jedem Versicherten im Be-darfsfall die erforderliche medizinische Versorgung. Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen werden jedoch in immer strkerem Mae auf die Versi-cherten und dabei insbesondere auf diejenigen berwlzt, die Leistungen in Anspruch nehmen mssen.

    Bei der Zuweisung von Mitteln aus dem Gesundheitsfonds an die Kassen werden ltere Kranke systematisch benachteiligt: Fr junge Gesunde bekommen die Kassen mehr Geld als sie brauchen, fr Kranke in hohem Lebensalter zu wenig. Entsprechend gelten ltere als schlechte Risiken. Zudem werden Kostendebatten als Effizienz- und Wirtschaftlichkeitsde-batten gefhrt. Versorgungspoliti-sche Notwendigkeiten geraten in den Hintergrund.

    Die konomisierung des Gesundheits-systems entwickelt sich zu einem Be-drohungsszenario gerade fr ltere. Debatten, ob bestimmte Operationen

    fr ber-80-Jhrige noch wirtschaft-lich rentabel seien, verletzen die Menschenwrde! Wir brauchen eine hochwertige, bezahlbare Versorgung fr alle! Deswegen sprechen wir uns gegen Privatisierungen im Gesund-heitswesen aus.

  • 9Die Alterung der Gesellschaft kann mit zustzlichen Belastungen im Gesund-heitssystem verbunden sein. Diese Las-ten mssen gemeinsam und solidarisch

    getragen werden. Auch darum engagie-ren wir uns fr eine Brgerversicherung im Gesundheitssystem.

    Steigende Gesundheits ausgaben mssen solidarisch getragen werden

    Ausgaben in Prozent, Indexjahr 2000 = 300 Prozent Entwicklungsszenario

    165

    155

    145

    135

    125

    115

    105100

    952000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

    Grafik: zplusz, Quellen: Bundesgesundheitsministerium (Annahmen der AOK fr Szenario ab 2012), AOK-Medienservice

    Einnahmen (GKV + Gesundheitsfonds ab 2009)

    Ausgaben GKV

    Einnahmen aus beitragspflichtigen Einkommen

    Strukturelle Finanzierungslcke der GKV

  • 10

    Die demografische Entwicklung und sich verndernde Familienstrukturen machen Pflege zu einer gesellschaftli-chen Aufgabe. Die finanziellen Mittel der Mehrheit der Betroffenen werden fr die Bezahlung der Pflegeleistun-gen trotz der Pflegeversicherung nicht ausreichen. Nur als Teilkaskoversicherung konzi-piert deckt die Pflegeversicherung den Bedarf nicht. Zudem wurden die Pfle-gestze lange Zeit nicht angehoben, so dass ein Realwertverlust eingetre-ten ist. Bei sinkenden Renten werden immer weniger Menschen in der Lage sein, die Pflegekosten abzudecken. Die neue geschaffene Pflegestufe 0 deckt nur einen minimalen Teil des tatschlichen Bedarfs bei demenziellen Erkrankungen ab. Die Definition der Pflegebedrftigkeit muss dringend erweitert werden.

    Die jngst beschlossene Pflegereform sieht zwar geringe Leistungsverbesse-rungen vor, ndert aber an der syste-matischen Benachteiligung Demenz-kranker nichts.Weiter sehen wir Reformbedarf in der Schaffung bedarfsgerechter und teilhabeorientierter pflegerischer Ver-sorgung, der notwendigen Einfhrung eines Pflegegeldes fr pflegende An-gehrige und eines Qualitts-TVs, welcher Betroffenen und Angehrigen eine verlssliche Beurteilung der Qua-litt von Pflegeeinrichtungen erlaubt.

    Pflege als gesellschaftliche Aufgabe

    GUTE PFLEGE ISTEIN MENSCHENRECHT

    Pfl egereform 2013Infos fr Versicherte und Angehrige

    akut

  • 11

    Ein selbstbestimmtes Leben im Alter setzt auch ein Mindestma an Mobili-tt voraus. Dazu gehrt eine Struktur des ffentlichen Nahverkehrs, die auch lteren Menschen einen barrierefreien Zugang zu den verschiedenen Ver-kehrsmitteln erlaubt. Voraussetzung ist, dass eine ausreichende Versorgung nicht nur in den Ballungsgebieten exis-tiert und zu erschwinglichen Bedingun-

    gen wahrgenommen werden kann. Den Privatisierungstendenzen im Nahver-kehr muss daher entgegengetreten werden. Fr die individuelle Mobilitt von lteren spielt das Automobil nach wie vor eine tragende Rolle. Auch hier gbe es noch viele Mglichkeiten fr nutzerfreundliche Weiterentwicklun-gen, z. B. fr ein leichteres Ein- und Aussteigen.

    Das Sterben der kleinen Lden in den Wohngebieten zu Gunsten groer Einkaufszentren an der Peripherie der Stdte beeintrchtigt vor allem die Belange der lteren Bevlkerung, deren Mobilitt nicht beliebig ausge-dehnt werden kann. Deswegen sollte auch hier die stdtische Planung die demografische Entwicklung im Auge behalten und gegensteuern. In der dritten Lebensphase verschiebt sich der Lebensschwerpunkt der Men-schen mehr auf das wohnliche Umfeld. Deswegen ist es gerade fr ltere wichtig, dass kulturelle Einrichtungen und Einkaufsmglichkeiten mglichst nahe am Wohnort liegen. Altengerechte Wohnungen sollten mglichst zentral

    gelegen sein. Groe Unsicherheit fr ltere entsteht zustzlich durch Verkauf von Wohnungsimmobilien, die ihren Ursprung im sozialen Woh-nungsbau hatten. Auch langfristig wird ein sozialer Wohnungsbau und Mietpreisbindung gerade fr ltere not wendig sein.

    Mobilitt als Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens

    Grenzen der Mobilitt im Alter

  • 12

    Wir wissen, dass ltere Menschen so lange wie mglich in der eigenen Woh-nung bleiben wollen, in der gewohnten Umgebung, mit der vertrauten Nach-barschaft. Die eingeschrnkte Mobilitt im Alter erfordert neben bezahlbarem Wohnraum auch eine wohnortnahe In fra struktur fr den Einkauf des tg-lichen Bedarfs und medizinische und soziale Betreuung. Laut Erhebungen des Kuratorium Deut-sche Altershilfe (KDA) gibt es zurzeit nur ca. 500.000 weitgehend barriere-freie Wohnungen in der Bundesrepu-

    blik. Es wird geschtzt, dass der Bedarf aufgrund der demographischen Entwicklung im Jahr 2020 auf bis zu drei Millionen steigen drfte. Hier stellt sich erneut die Frage, ob die Erstellung und Finanzierung allein den Mrkten berlassen bleiben soll. Denn dann ist zu befrchten, dass sich ein Teil der zuknftigen Rentnergeneration solche nicht leisten knnen wird.Gefragt sind weiter wohnortnahe Beratungs-, Hilfe- und Pflegeange-bote. Hier gilt es, die im Gesetz vorgesehenen Pflegesttzpunkte

    Wir wollen selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Mitglieder der Bau- und Wohngenossenschaft WohnSinn eG Darmstadt vor einem Mehrgenerationen Wohnprojekt

  • 13

    mit einer ffentlichen Stadtplanung zu verbinden.Ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter erfordert entsprechende Woh-nungsangebote. Hier sind vor allem die Kommunen mit neuen Stadtent-wicklungskonzepten gefordert unter Einsatz der kommunalen Wohnungs-unternehmen und der freien Trger. Und es gibt immer mehr Beispiele von

    Selbstorganisation: Betroffene nehmen ihr Schicksal in die eigene Hand oft mit organisatorischer Untersttzung von erfahrenen lteren aktiven Ge-werkschaftern und grnden Vereine und Genossenschaften die als Bautr-ger das Ziel verwirklichen, mehreren Generationen ein solidarisches Leben unter einem gemeinsamen Dach zu ermglichen.

    Mitwirkungsrechte fr Seniorinnen und Senioren ausbauen

    Auf kommunaler Ebene gibt es hufig sogenannte Seniorenbeirte als eine Form der politischen Teilhabe fr ltere. Es gibt aber bundesweit keine ein-heitlichen Kriterien ber Wahlmodus, Mitwirkungsrechte und Ressourcen dieser Beirte. Einige Bundeslnder haben einen rechtlichen Rahmen fr die Mitwirkung von Senioren definiert. Das Seniorenmitwirkungs gesetz von Mecklenburg-Vorpommern formuliert weitgehende Mitwirkungsrechte. Dort mssen alle Gesetzesvorhaben und Verordnungen auf die Belange der Se-niorinnen und Senioren berprft wer-den, der Landesseniorenrat hat ein im Gesetz formuliertes Anhrungsrecht. Der 22. Ordentliche Gewerkschafts-

    tag der IG Metall hat entsprechende Gesetze auch fr andere Bundeslnder eingefordert. Im Jahr 2012 kamen Seni-orenmitwirkungsgesetze in Thringen und zuletzt in Hamburg dazu.

  • 14

    In den Mitgliedsgewerkschaften des DGB sind mit 1,5 Millionen bei weitem mehr Rentnerinnen und Rentner orga-nisiert als in den Seniorenorganisati-onen der groen Parteien. Beim DGB Bundesvorstand gibt es seit mehreren Jahren einen Koordinierungskreis Seniorenpolitik, in welchem die senio-renpolitischen Akteure aus den Einzel-gewerkschaften und den DGB-Regionen vertreten sind.Es bietet sich berdies an, ber das gewerkschaftliche Umfeld hinaus mit Verbnden und Organisationen zusam-menzuarbeiten, die ebenfalls Lobby-arbeit auf diesem Feld machen.

    Fr ein solidarisches Miteinander fr einen Neuen Generationenvertrag!Wir setzen uns fr einen Generati-onenvertrag ein, der den Jngeren Arbeit und Perspektiven fr eine Lebensplanung gibt und den lteren nach einem arbeitsreichen Leben ein mglichst selbstbestimmtes Leben und eine Rente zum Auskommen sichert. Wir streiten gemeinsam mit anderen Gewerkschaften, Sozialver-bnden und Seniorenorganisationen fr ein solidarisches Miteinander aller Generationen.

    Aus Sicht der IG Metall wird es auch in der Zukunft darauf ankommen, die Arbeitsbedingungen der Beschftig-ten in unserem Organisationsbereich zu gestalten. Hierauf werden wir uns aber nicht beschrnken. Es geht um die Lebensbedingungen unserer Mitglied-schaft. Gleichwohl werden wir uns als Organisation nicht um Details der Pflege-organisation im Quartier, der Infrastruk-tur fr ltere im Rahmen der Stdtepla-nung oder hnliches einmischen knnen. Wir knnen aber die Kompetenzen anderer nutzen und die Zusammenarbeit mit Bndnispartnern vertiefen.

    Der DGB soll die Seniorenpolitik koordinieren Bndnispartner finden

  • 15

    IG Metall

    www.igmetall.de

    Deutscher Gewerkschaftsbund DGB

    www.dgb.de/seniorenpolitik

    Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen BAGSO

    www.bagso.de

    Zuversichtlich in den Ruhestand nutze deine Mitgliedervorteile in der IG Metall

    Leistungen der IG Metall in Altersteilzeit und Rente

    www.igmetall.de

    Weitere Informationen:

    Ansprechpartner:IG Metall Vorstand FB SozialpolitikRessort Allgemeine Arbeitsmarkt-/ Sozialpolitik/AGAThomas KrischerTel.: 069 6693 2579E-Mail: [email protected]

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    Bitte abgeben bei IG Metall-Betriebsrten/-Vertrauensleuten, der IG Metall-Verwaltungsstelle oder schicken an: IG Metall-Vorstand, FB Mitglieder/Kampagnen, 60519 Frankfurt am Main

    Weitere Informationen unter www.igmetall.de/beitreten

    Mitgliedsnummer

    (wird von der IG Metall eingetragen)

    **Falls berufsbegleitendes Studium bzw. Leiharbeit/Werkvertrag: Wie heit der Einsatzbetrieb?

    Leiharbeit/Werkvertrag**

    berufs-bgl. Studium**Ausbildung

    befristet beschftigt

    ab bis

    *Pflichtfelde

    r, bitte aus

    flle

    nStan

    d: Aug

    ust 2

    013

    Telefon ( dienstlich privat)

    E-Mail ( dienstlich privat)

    Ich besttige die Angaben zu meiner Person, die ich der IG Metall zum Zwecke der Datenerfassung im Zusammenhang mitmeinem Beitritt zur Verfgung stelle. Ich bin darber informiert, dass zur Erfllung ihrer satzungsgemen Aufgaben undunter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorschriften, personenbezogene Angaben durch die lG Metall und ihrer gewerkschaftlichen Vertrauensleute erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Die Anpassung des Beitrags an die Einkom-mensentwicklung erfolgt u. a. durch gewerkschaftliche Vertrauensleute im Betrieb. Dabei werden aus betriebsffentlichenDaten, wie der Ttigkeit und der damit verbundenen Eingruppierung, das Tarifentgelt und der Gewerkschaftsbeitrag ermit-telt. Eine Weitergabe der Daten zu Marketingzwecken findet nicht statt.

    Einzugsermchtigung: Hiermit ermchtige ich widerruflich die IG Metall, den jeweils von mir nach 5 der Satzung zu entrich-tenden Mitglieds beitrag von 1% des monatlichen Bruttoverdienstes bei Flligkeit zu Lasten meines angegebenen Girokontoseinzuziehen. Diese Einzugsermchtigung kann ich nur schriftlich mit einer Frist von sechs Wochen zum Quartalsende gegen-ber der IG Metall widerrufen. nderungen meiner Daten werde ich unverzglich der IG Metall mitteilen.

  • Impressum

    Herausgeber: IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main

    Verantwortlich: FB Sozialpolitik, Christoph Ehlscheid

    Gestaltung: Werbeagentur Zimmermann GmbH, Frankfurt

    Titelfoto: Annette Hornischer Fotos: IG Metall, DGB, fotolia

    Produktnummer: 26726-43670

    Stand: August 2013