TK-Medienservice "Gesundheit in Europa" (5-2011)

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Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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  • 1. Informationen der Techniker Krankenkasse MedienserviceMai 2011 Themen, Trends und HintergrndeGesundheit in EuropaTK-Studie: So zufrieden sind deutsche Patienten mit der Behandlungsqualittim EU-Ausland ..................................................................................................................... 2Hamburg: Zweiter Europakongress diskutiert Spannungsfeld zwischenWettbewerb und Staatsmedizin ............................................................................................ 4Krank im Urlaub: So hilft die Krankenkasse .......................................................................... 7Kuren im Ausland: "Inflation und Wirtschaftskrise drcken die Nachfrage" Interviewmit Thomas Schlicht, Kurmanager bei der Techniker Krankenkasse ...................................11Studium jenseits deutscher Grenzen: gut versichert in die Ferne schweifen ........................17Superschuljahr 2011 viele Abiturienten drngen ins Ausland ...........................................20Zahnersatz in Polen, Ungarn & Co.: immer ein Schnppchen? ..........................................23Richtlinie nach langem Ringen EU gibt neue Rechte fr Behandlung im Ausland.............25Beruflich im Ausland: So fhrt die Krankenversicherung mit ................................................29Spezielle Reha in Tirol hilft Familien mit transplantierten Kindern ........................................32Kurz gemeldet .....................................................................................................................34Hinweis fr die Redaktionen:Einige Illustrationsvorschlge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefgt. Diese und an-dere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten honorarfrei unter Angabe derQuelle "Techniker Krankenkasse" zur Verfgung. Download: www.presse.tk.de

2. TK-Medienservice "Gesundheit in Europa" 2_____________________________________________________TK-Studie: So zufrieden sind deutsche Patienten mit derBehandlungsqualitt im EU-AuslandDie Menschen in Deutschland sind mobil auch in Sachen Ge-sundheit: Fast jeder dritte Patient, der sich 2009 im EU-Auslandbehandeln lie, hat gezielt jenseits der heimischen GrenzeGesundheitsleistungen in Anspruch genommen ob eine Kur inTschechien, Zahnersatz in Polen oder eine Arztbehandlung inItalien. Entscheidende Grnde waren die geringeren Kosten ge-genber einer Behandlung im Inland (50 Prozent) und die Kombi-nation mit einem Urlaub (49 Prozent). Das zeigt eine aktuelle Stu-die des Wissenschaftlichen Instituts fr Nutzen und Effizienz imGesundheitswesen (WINEG) der Techniker Krankenkasse (TK),fr die 40.000 TK-Versicherte mit mindestens einer Auslandsbe-handlung im Jahr 2009 befragt wurden.Die Patienten stellten den rzten, Kliniken und Therapeuten eingutes Zeugnis aus: Mehr als 95 Prozent der Patienten waren bei-spielsweise mit der Sauberkeit, der Mitarbeiterqualifikation, derAblauforganisation, der technischen Ausstattung, der Mitarbeiter-kapazitt, den Wartezeiten und dem Behandlungsergebnis sehrzufrieden bis eher zufrieden. Auch die Verstndigung klappte.Neun von zehn Patienten konnten mit dem Auslandsarzt deutschsprechen. Deutlich unzufriedener waren die Versicherten mit denKosten. Mit der Hhe der Summen, die sie selbst bernehmenmussten, waren rund 57 Prozent der Befragten eher unzufriedenbeziehungsweise sehr unzufrieden. 66 Prozent der Versichertenmussten bis zu 500 Euro aus eigener Tasche bezahlen. 20 Pro-zent trugen zwischen 500 und 1.000 Euro selbst. Dennoch wrdenfast 90 Prozent der Befragten wieder geplant im EU-Ausland zumArzt oder in eine Klinik gehen.Bei TK-Versicherten, die bislang keine Erfahrungen mit grenz-berschreitenden Gesundheitsleistungen haben, sind dagegennur 30 Prozent bereit, sich jenseits der heimischen Grenzen be-Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 Fax 040 - 69 09-13 53 E-Mail [email protected] Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/TK_Presse TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Mai 2011 3. TK-Medienservice "Gesundheit in Europa" 3_____________________________________________________handeln zu lassen. Die wichtigsten Grnde fr sie wren die Be-handlung bei einem europischen Spezialisten und ein besonde-res Vertrauensverhltnis zu einem Arzt im europischen Ausland.Ausschlaggebend wre auch, dass eine TK-Vertragsklinik imRahmen des Europaservice der TK oder eine TK-Vertrags-kureinrichtung genutzt werden knnen. Vor der Auslandsbehand-lung wrden sich die TK-Versicherten vorrangig ber die medizini-sche Qualitt im jeweiligen EU-Staat und die Qualifikation desbehandelnden Arztes sowie die Kostenbernahme durch dieKrankenkasse und Abrechnungsmodalitten informieren."Die Studienergebnisse zeigen, dass unsere Versicherten ein ho-hes Informationsbedrfnis zur Qualitt von Behandlungen im EU-Ausland, aber auch zu den damit verbundenen Kosten und Ab-rechnungen haben", sagt Dr. Jens Baas, Mitglied des Vorstandesder TK. Die aktuellen Daten sollen genutzt werden, das Service-und Beratungsangebot der TK entsprechend weiterzuentwickeln.Zum Hintergrund:Das Wissenschaftliche Institut fr Nutzen und Effizienz imGesundheitswesen der Techniker Krankenkasse (WINEG) hat frseine aktuelle Studie "Die TK in Europa" per Zufallsstichprobe40.000 der etwa 90.000 TK-Versicherten angeschrieben, die 2009mindestens einmal im EU-Ausland behandelt wurden. Gefragtwurde nach ihren Erfahrungen mit den Behandlungen im EU-Ausland. 13.287 TK-Versicherte fllten den Fragebogen aus. DieRcklaufquote betrug damit 33,2 Prozent, was den hohen Stel-lenwert dieses Themas bei TK-Versicherten verdeutlicht. Zeit-gleich wurden 10.000 per Zufallsstichprobe ausgewhlte TK-Versicherte ohne Erfahrung mit EU-Auslandsbehandlungen ange-schrieben. Gefragt wurde nach Einstellung, Kenntnissen und Nut-zungsbereitschaft in Bezug auf die Inanspruchnahme vonGesundheitsleistungen im EU-Ausland. Die Rcklaufquote betrug27,4 Prozent (2.736 Rcklufer).Herausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 Fax 040 - 69 09-13 53 E-Mail [email protected] Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/TK_Presse TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Mai 2011 4. TK-Medienservice "Gesundheit in Europa" 4_____________________________________________________Hamburg:Zweiter Europakongress diskutiertSpannungsfeld zwischen Wettbewerb undStaatsmedizin"Was knnen Deutschland und England voneinander lernen, wennes um das Gesundheitswesen geht?" Diese Frage stand am 20.Mai 2011 im Mittelpunkt des zweiten Europakongresses in Ham-burg. Rund 300 Experten aus Wissenschaft und Politik aus 20Lndern trafen sich an der Alster, um Systeme und Trends dies-seits und jenseits der Nordsee miteinander zu vergleichen und zudiskutieren. Eingeladen hatten die Techniker Krankenkasse (TK),das Wissenschaftliche Institut der TK (WINEG) und die Europi-sche Gesundheitsmanagement Vereinigung (EHMA).Whrend die jngsten Reformen das deutsche Gesundheitssys-tem immer weiter in die Nhe staatlicher Regulierung gefhrt ha-ben, erlebt England gerade die gegenteilige Entwicklung: "In denletzten zehn Jahren haben die Reformen des britischen Gesund-heitssystems neue gewinnorientierte und gemeinntzige privateDienstleister auf den Plan gerufen. Das hat dazu gefhrt, dass nunauch staatliche Anbieter unabhngiger wurden und weniger unterder direkten Kontrolle des Gesundheitsministeriums stehen", er-luterte Professor Kieran Walshe von der Universitt in Manches-ter.Das Gegenteil beobachtet Professor Dr. Norbert Klusen auf dieserSeite des rmelkanals: "Deutschland ist Weltmeister im BereichGesundheitsreformen. Nicht alles daran war schlecht. Doch behin-dern zu viele einzelne Gesetze, zu viel Regulierung und ein zu feingesponnenes Netz zentralistischer Kontrolle die Innovationsfhig-keit und Vernderungsbereitschaft aller Beteiligten. Wir brauchenHerausgeber: Techniker Krankenkasse Pressestelle Bramfelder Strae 140 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 Fax 040 - 69 09-13 53 E-Mail [email protected] Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/TK_Presse TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.deAusgabe: Mai 2011 5. TK-Medienservice "Gesundheit in Europa" 5_____________________________________________________weniger Staatsnhe und mehr Freiheit im Wettbewerb", mahnteder Vorsitzende des Vorstandes der Techniker Krankenkasse.Eine derartige Abkehr von zentralistischer Staatsmedizin erfhrtgegenwrtig Grobritannien. "Mit Erfolg", berichtet Dr. JenniferDixon, Direktorin des Nuffield Trusts in London: "Im Vergleich zuanderen sechs Lndern des Commonwealth ist England in denletzten Jahren in punkto Pflegequalitt und Effizienz des Eigenka-pitals auf Platz eins vorgerckt." Auch die Wartezeiten seien dra-matisch gesunken. "Der National Health Service war nie besseraufgestellt als heute", so Dixon weiter. Dennoch mssten Effizienzund Produktivitt weiter steigen, um die Herausforderungen derZukunft wie den demografischen Wandel meistern zu knnen.Auch Dr. Jens Baas, Mitglied des Vorstandes der Techniker Kran-kenkasse, forderte mehr Wettbewerb als Motor fr Innovationenund Effizienz an: "Im Interesse von Transparenz und Bestleistungbrauchen Krankenkassen keine Wettbewerbsrhetorik, sondernverlssliche Wettbewerbsbedingungen", so Baas. Nur so knneein Gesundheitssystem entstehen, in dem der individuelle Patientdas Handeln bestimmt und Qualitt zum Wettbewerbsfaktor Num-mer eins wird.Ein weiteres zentrales Thema des Kongresses war eine neueRichtlinie der Europischen Union (EU), die Patienten EU-weiteine sichere und qualitativ hochwertige Behandlung in allen Mit-gliedslndern und die entsprechende Erstattung der Kosten zusi-chert. Annika Nowak: "Die Richtlinie bietet nicht nur einen schls-sigen und einheitlichen Rahmen zur Kostenerstattung bei grenz-berschreitender Gesundheitsversorgung", beto