Treffpunkt 5-2012

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Zeitung der ev. Matthäus-gemeinde Berlin Steglitz

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  • TREFFPUNKT MATTHUSGemeindeblatt der evangelischen Matthuskirche Berlin-SteglitzAusgabe Nr. 5/2012 September/Oktober www.matthaeus-steglitz.de

    Wissen Sie, was Ihre Berufung ist im Leben? Und wer sagt mir das eigentlich? Wie fi nde ich heraus, was meine Bestimmung ist? Wir knnen danach schauen, was unsere Fhigkeiten sind und wie wir sie am besten einsetzen. Das macht in der Regel uns und den anderen am meisten Freude. Aber auch da, wo wir unsere Grenzen haben, lohnt es sich hinzuschauen, denn evtl. gibt es ja andere, die das bernehmen oder uns helfen knnen. Es geht weder darum sein Licht unter den zu Scheffel stellen noch im Rampenlicht zu stehen. Wenn wir dazwischen das Gleichgewicht fi nden, sind wir unserer Berufung schon ein Stck nher gekommen. Und wenn Gott oft nicht mehr so klar und deutlich mit uns zu sprechen scheint wie damals bei den Propheten, so ist er doch an unserer Seite und wir stehen in seinem Licht. Dazu das folgende Gebet:

    Barmherziger Gott, sieh an, wie wir umgehen mit unseren Fhigkeiten und Grenzen.

    Wir bitten dich fr die Bescheidenen, die immer etwas krzer springen, als sie knnen, die vor allem nicht auffallen wollen, die sich selbst den Erfolg nicht gnnen knnen. Stell sie in dein Licht, damit sie sehen, was sie an sich haben. Hilf ihnen, zu ihrer ganzen Gre zu fi nden.

    Wir bitten dich fr die Angeberinnen und Angeber, die kein Ma fi nden fr Nhe und Distanz, die nur im Vordergrund leben knnen, die darstellen, was sie nicht sind. Stell sie in dein Licht, damit sie wissen, was sie lassen knnen. Hilf ihnen, zu ihrer wahren Gre zu fi nden.

    Wir bitten dich fr die Zurckgezogenen, die sich die Flgel verbrannt haben, die keine Lust mehr haben, etwas von sich zu geben, die meinen, sie htten nichts mehr zu sagen. Stell sie in dein Licht, damit sie merken, wie wieder Leben in ihre Glieder fhrt. Hilf ihnen, sich neu zu entdecken.

    Wir bitten dich fr die Unermdlichen, die grozgig austeilen, oft mehr, als sie haben, die ber ihre Krfte leben, ohne es zu merken, die ihre Substanz verbrennen, mit lchelndem Gesicht. Stell sie in dein Licht, damit sie spren drfen, wie mde sie sind. Hilf ihnen vom dnnen Eis, bevor sie einbrechen und Schaden nehmen an Leib und Seele.

    Sieh an, wie wir umgehen mit unseren Fhigkeiten und Grenzen.

    Amen.

    Ihre Pfarrerin Regine Becker

    Liebe Leserin, lieber Leser,schneller, als man es sich vielleicht wnscht, naht wieder der Herbst und damit sind wir bereits beim 5. Heft des Treffpunkts. Hier fi nden Sie das nach umfang-reichen Diskussionen, vielleicht auch unter Ihrer Mitwirkung entstandene Leit-bild unserer Gemeinde sowie andere interessante Beitrge. Mchten Sie z.B. ein Konzert in der Kirche hren oder sich an dem neu gestalteten Weihnachtsmarkt beteiligen oder zu einem Gottesdienst kommen?Wir heien Sie herzlich willkommen und wnschen Ihnen schne Herbstwochen.

    Ursula Schulz

    Aus dem InhaltDas Johannes-Evangelium ................ 3

    Unser Vikar verlsst uns .................... 5

    Unser neues Leitbild ...................... 7

    Pfarrer in der Literatur ................. 10

    Autor: Okapia

    Besondere GottesdiensteAlle Gottesdienste fi nden Sie auf Seite 16

    Sonntag, 2. September 9.30 Goldene Konfi rmation 11.00 KinderkircheSonntag, 9. September 18.00 Thomasmesse nicht nur

    fr JugendlicheSonntag, 30. September 9.30 Erntedankgottesdienst fr

    Gro und Klein mit der KitaSonntag, 14. Oktober 11.00 KinderkircheSonntag, 28. Oktober 9.30 Alles hat seine Zeit Gottes-

    dienst mit den mitLiveLadiesMittwoch, 31. Oktober 19.00 Gottesdienst zum Reforma-

    tionstag mit dem GKR

    Wer bin ich?

  • 2Anamika ist ein indischer Name und bedeutet ein Md-chen, das so schn ist, dass man es nicht mit Worten beschrei-

    ben kann. Anamika Wehen wurde 2011 in der Matthuskirche von Pfarrerin Regine Becker getauft und konfi rmiert und ist seitdem Teamerin bei der Konfi -Arbeit. Ihren schnen Namen hat sie von ihrem indischen Vater. Ihre Mutter gehrt aufgrund des Wohnortes zur Martin-Luther-Gemein-de. In ihrer Kindheit hat ihre Mutter ihr Geschichten aus der Kinderbibel vorgelesen. Weil sie und ihre Schwester gerne singen, sind beide in den Kinder-chor der Matthusgemeinde gegangen und haben dort auch an Kindergottes-

    Menschen aus Matthus: Anamika Wehen Teamerin in der Konfi rmandenarbeit

    Aus der Gemeinde

    Neues aus dem GKRRCKBLICK Die geplanten Freiluftgottesdienste

    der Region am Himmelfahrtstag in der Martin-Luther-Gemeinde und am Pfi ngstmontag im Stadtpark Steglitz waren gut besucht und sind gut aufgenommen worden. Allerdings fand der Gottesdienst am Himmelfahrtstag wetterbedingt in der Kirche statt.

    Die Jugend hat Pfi ngsten eine Teamerfreizeit durchgefhrt, zum Kennenlernen zwischen den schon bewhrten und den neuen Teamern.

    Die Gemeindefreizeit in der Kreuz-bergbaude bei Grlitz haben die Teilnehmer als schnes Erlebnis empfunden.

    Das EM-Public-Viewing konnte nur in begrenztem Rahmen geplant werden, da es an kompetenten Vor-bereitern fehlte.

    Das Sommerfest bot die Mglichkeit sich ber die Vorbereitungen des Ksterei-Umbaus zu informieren. Am 21.7.2012 wurde mit freiwilli-gen Helfern aus der Gemeinde die Holzdecke des Clubraums abgebaut. (Kostendmpfung!) (s. S. 12)

    Der Schulanfngergottesdienst fand am Freitag, dem 10. August 2012 um 16.00 Uhr statt.

    Das kumenische Brotbre-chen am 25.8.2012 auf dem

    Hermann-Ehlers-Platz trat an die Stelle des in den vergangenen Jah-ren durchgefhrten Sprengeltages. Alle Gemeindemitglieder waren aufgerufen, christliche Prsenz zu zeigen.

    Im Gottesdienst am 26. August 2012 wurde unser Diakon Heiko Reschke von Superintendent Seibt als Prdi-kant eingefhrt.

    AUSBLICK Die nchste Gemeindefreizeit soll

    uns am ersten Juni-Wochenende 2013 nach Gussow fhren.

    AUS DEN AUSSCHSSEN Der Ausschuss fr Kirchenmusik

    hat sich dem Thema Gesangbcher gewidmet.Unser Bestand soll durchgesehen werden, bevor wir ber den Erwerb des im Herbst 2012 erscheinenden Ergnzungsbandes entscheiden.

    Alle Gemeindemitglieder sind gebeten, Ihre 10 Lieblingslieder der Ksterei zu melden (siehe Aufruf im letzten Treffpunkt). Durch die Auswertung soll festgestellt werden, wieweit wir mit dem neuen Angebot den Erwartungen der Gemeindemit-glieder entsprechen.

    Fr den geplanten Weihnachts-markt am Samstag vor dem 1. Advent will der Basarausschuss bereits vorhandene Interessenten

    fr Verkaufsstnde mit einem Brief ber die Details informieren. Presse-mitteilungen und sonstiges INFO-Material werden vorbereitet.

    LEITBILD Das Leitbild wurde in der im Mai

    2012 vorgestellten und leicht berar-beiteten Form verabschiedet (s. S. 7)In einem weiteren Schritt sollen For-mulierungen als Anleitung fr die praktische Arbeit, z. B. im Bereich Musik oder Gemeinwesenarbeit gefunden werden.

    BAUANGELEGENHEITEN Der Antrag auf Baugenehmigung

    wurde eingereicht. Die Vorarbeiten sind so weit abgeschlossen, dass bei Vorliegen der Baugenehmigung mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

    Der Haushaltsabschluss 2011 wurde wie vom Evang. Kreiskirchenver-band vorgelegt genehmigt.

    KIRCHENKREIS Die Generalsuperintendentin Frau

    Trautwein hat am 2.6.2012 den Kirchenkreis Steglitz besucht, um sich mit diesem Teil ihres Wirkungs-bereichs bekannt zu machen.

    Vikar Strauss hat sich von der Gemeinde verabschiedet, da sein Vikariat in der Matthusgemeinde am 31.7.2012 endete (s. S. 5)

    Gisela Goretzki

    diensten teilgenommen (Anamika im Alter von etwa 5 bis 9 Jahren).Ihre eigene Konfi rmandenzeit

    dauerte eineinhalb Jahre. Die beiden Fahrten wurden zusammen mit den Konfi s der Martin-Luther-Gemeinde durchgefhrt. Aus ihrer eher ruhigen Konfi gruppe meldeten sich zunchst etwa 10 als Teamer, von denen etwa 5 dabeiblieben. Die Betreuung der neuen groen Konfi -Gruppe von 31 bedeutete dann so nervige Aufgaben wie Han-dyeinsammeln auf Fahrten oder zum fnften Mal fr Ruhe sorgen, damit man noch sein eigenes Wort verstand. Von diesen im laufenden Jahr Konfi r-mierten haben sich etwa 15 als neue Teamer gemeldet. Da ist es interessant zu sehen, wie diese sich nun durch-kmpfen mssen, um selbst fr Ruhe zu sorgen. Als Konfi rmandin hatte Anamika immer das Gefhl, dass von ihr etwas erwartet wird. Von diesem Druck ist sie als Teamerin befreit, denn nun sind es die neuen Konfi s, die etwas zu den unterrichteten Themen sagen mssen.

    Die Teamer treffen sich ungefhr eine halbe Stunde vor dem Konfi -Un-terricht mit Heiko Reschke und Regine Becker zur Aufgabenverteilung. Der eineinhalbstndige Unterricht selbst beginnt um 17 Uhr im Sommer in der Kirche mit einer halbstndigen Andacht, die aus einer Geschichte aus der Bibel, Liedern und Gebeten be-steht, in der auch die Teamer hin und wieder bestimmte Aufgaben berneh-men. Danach wird das Unterrichts-thema erlutert, das dann meistens in von den Teamern geleiteten Klein-gruppen behandelt wird. Nachdem die Konfi s um 18.30 Uhr entlassen worden sind, wird der Unterricht noch von der Pfarrerin, dem Diakon und den Teamern circa eine halbe Stunde lang ausgewertet. Neben der wchentlichen Mitarbeit am Unterricht helfen die Teamer auch auf den Konfi -Fahrten und bei den von den Konfi s gestalteten Gottesdiensten und machen gelegent-lich zustzliche Teamertreffen und eigene Teamerfahrten.

    Peter Behrendt

  • 3Die Evangelien

    Umstrittene AutorenschaftDer Verfasser des Johannes-Evange-liums ist seit jeher umstritten. In der ltesten berlieferten Handschrift, die vom Ende des 2. Jahrhunderts stammt, lautet die berschrift Evan-gelium nach Johannes. Bei dieser Schrift handelt es sich jedoch um eine Sammlung aller Evangelien. Eine als Einzeltext identifi zierbare Handschrift des Johannes-Evangeliums existiert nicht. Das Evangelium selbst nennt keinen Verfasser. Allerdings wird ein Jnger Jesu hervorgehoben, den